anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Montag, 15. Februar 2016
angepasste Erwartungen
Ich habe früh gelernt, dass ich die Erwartungen anderer Menschen am leichtesten dann erfüllen kann, wenn sie das von mir erwarten, was ich auch gerne erfüllen möchte.
Ich habe deshalb die meiste Energie darauf verwendet, die Erwartungen der anderen Menschen an das anzupassen, was ich auch gerne erfüllen werde.

Es ist viel leichter die Erwartungen der anderen an mich anzupassen als umgekehrt.
Und ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich völlig entspannt und sehr gemütlich.

Ich bin kein guter Mensch.
Ich bin von keinerlei Engagement getrieben.
Es mangelt mir an notwendiger Empathie genauso wie an dem Ehrgeiz, von allen geliebt zu werden.
Dafür mache ich mich viel zu gerne lustig über Menschen.
Engagement kann so oft so komisch sein.
Veganer, Geisterbeschwörer, Prediger, Wahrsager, Gläubige, Fußballfans oder Modeblogger - sie alle haben einen großen Teil ihres Lebens einer Idee, Überzeugung und Umsetzung gewidmet.
Ich finde das okay, solange ich nichts damit zu tun haben muss.
Und das Maximum an Respekt, was ich in der Lage bin dafür aufzubringen, besteht darin, dass ich versuche, so schnell es geht weg zu kommen, damit die Leute nicht zu deutlich merken, wie albern ich sie grade finde.

Diejenigen, mit denen ich häufiger umgehe, die sind längst alle daran gewöhnt, von mir nur das zu erwarten, was ich selber überhaupt leisten kann.
Political correctness gehört nicht dazu, dafür im Zweifel aber immer eine offene Ansage, wenn mir was nicht passt und die Bereitschaft, jeden Blödsinn mitzumachen, wenn er neu und lustig ist.
Und die nie nachlassende Neugier auf die große Frage: Warum sind so viele Menschen nur so angestrengt bemüht, so entsetzlich gleich zu sein?
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