Sehr gut beobachten konnte man das auf der Wattseite der Insel - erst Wiesen und unendlicher blauer Himmel - und plötzlich dieser dicke Wolkenstreifen.
Entsteht im Frühjahr bei Nordwind, der ein Tiefdruckgebiet mitbringt, wenn das Meer noch relativ kalt ist, das Land (= die Insel) sich in der Sonne aber so schnell erwärmt, dass sich darüber keine Wolken bilden, sondern nur über dem kälteren Wasser.
Auf der Insel hatten wir aber traumhaft schönes Wetter, so schön, dass selbst J. vor die Tür bzw. an die Sonne gehen wollte. Er lag dann zwar insgesamt weniger Zeit auf dem Liegestuhl als er vorher gebraucht hatte, um dieses technisch herausfordernde Möbelstück aufzustellen, war aber am Nachmittag bereit, beim Haus seines Opas die Dachrinnen zu säubern, (gegen Bezahlung natürlich, denn sein Opa zahlt traditionell gut) - insgesamt gab es also sehr viel Draußenzeit heute für ihn.
Da aus der Dachrinne bereits ganze Bäumchen wuchsen, hat sich die Aktion auch wirklich gelohnt.

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Bis zu dem Zeitpunkt hatte ich noch nie darüber nachgedacht, warum die Internetnachrichtendienste von Whatsapp über iMessage bis hin zu Facebook-Messanger und was es sonst noch alles so gibt, das überhaupt anbieten. Mir kam es immer als Ersatz für einen Anrufbeantworter vor und dass es von Menschen benutzt wird, die keine Telefon-Flatrate haben und deshalb den "Whatsapp-Anrufbeantworter" benutzen, weil der gebührenfrei funktioniert. Aber es scheint wohl tatsächlich einen echten Hype um diese Sprachnachrichten zu geben und dass es problematisch ist, die abzuhören, kann ich mir dann sofort vorstellen.
Ich bekomme manchmal Sprachnachrichten auf die Mobilbox im Handy, also da, wo sie sozusagen "originär" auch hingehören, aber bis ich die abhöre dauert es immer eine ganze Weile, da ich dabei natürlich genau die gleichen Probleme habe, die alle Sprachnachrichtenempfänger haben - ich brauche ein ruhiges Plätzchen und möchte vorzugsweise ungestört sein. Oft vergesse ich dann aber auch die Nachricht abzuhören, wenn ich ein ungestörtes, ruhiges Plätzchen habe, weil ich mir denke, dass es ja wohl nichts wichtiges gewesen sein kann, sonst hätte mir der Mensch ja bestimmt eine Nachricht geschickt.
Wenn ich aber jetzt erfahren, dass es ganz viele Leute gibt, die Sprachnachrichten statt Textnachrichten benutzen, dann dämmert mir jetzt auch, weshalb ich in letzter Zeit öfter mal "Unterhaltungen" aus Klokabinen gehört habe.
Weshalb Leute Sprachnachrichten besser finden als Textnachrichten erschließt sich mir nicht, ich finde sie nur lästig und umständlich (als Empfänger) und nehme sie deshalb dem Absender genauso übel wie es Frau Cammarata tut, d.h. nein, ich nehme nicht wirklich übel, ich ignoriere sie in der Regel nur, kann ja nichts wichtiges sein, sonst würde mir der Mensch ja schreiben. Aber ich nutze extrem gerne und sehr häufig die Diktierfunktion des Handys. Das Ergebnis ist dann eine gesprochene Textnachrichten, aus meiner Sicht das Beste aus zwei Welten: Ich muss nicht tippen, aber der andere muss auch nicht zuhören.
Da mich das Thema insgesamt faszinierte, habe ich mich mit meiner Tochter darüber unterhalten, die Sprachnachrichten ebenfalls lästig findet, weil es halt immer so peinlich ist, sie abzuhören, die mir dann aber auch noch von einem Typ im Zug erzählte, der wohl grade per Sprachnachricht kommunizierte und seine eigene Antwort dann vor dem Senden aber erst bühnenreif "probte", d.h. er hat sie immer wieder aufgenommen und jedes Mal wieder gelöscht, weil sie ihm wohl noch nicht gut genug erschien und das skurrile dabei war, dass er jedes Mal immer mit demselben spontanen, ungekünstelten Lachen startete, um dann völlig cool und lässig einen Text abzuspulen, der halt mehrfach verbessert wurde. Scheint gar nicht so einfach zu sein, spontan, lässig und cool gleichzeitig zu sein
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Es ist aber auch montagstypisch nicht viel passiert heute, ich bin (auch montagstypisch) mal wieder viel zu lange im Büro geblieben, zu Hause nur schnell einen Salat mit ein paar Bratkartoffeln gemacht und dann auf dem Sofa versackt.
Insgesamt zu müde, um mich aufzuraffen, überhaupt ins Bett zu gehen.
Es steht die Frage im Raum, was wir über Pfingsten machen. K. möchte gerne irgendwohin fliegen, wohin ist ihm fast egal, nur weg und fliegen. Kanalinseln wurde überlegt. Ich habe keine Lust, irgendetwas zu organisieren oder eine Planung anzuleiern. Zwei Kinder würden gerne mitkommen, wenn wir aber zu viert unterwegs sind, fühlt es sich dann nicht durchaus vernünftig an, wenn man wenigstens etwas plant und vielleicht überlegt, wo man denn nachts unterkommt? Oder es einfach drauf ankommen lassen und tatsächlich alles spontan improvisieren? Ich tippe, darauf wird es hinauslaufen, denn irgendwie hat keiner Lust, sich zu kümmern
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Der Pendelbrief ist ein großer, fester stabiler Briefumschlag, in dem mir meine Freundin einmal jährlich ihre Unterlagen für die Steuererklärung zuschickt - und ich schicke ihr irgendwann die fertige Steuererklärung in demselben Umschlag zurück. Damit ich mir keine extra Mühe mit der Anschrift machen muss, klebt auf dem Umschlag vorne eine durchsichtige Plastiktüte, in der ein großes Blatt Papier steckt, auf dem auf der einen Seite meine Anschrift und auf der Rückseite die Anschrift meiner Freundin steht. Zum Zurücksenden muss man also nur das Adresspapier aus der Plastikhülle nehmen, umdrehen und fertig. Eigentlich würde man davon ausgehen, dass auch jedes Mal noch frische Briefmarken aufgeklebt werden müssen, aber genau hier liegt die Besonderheit des Pendelbriefs: Der wird nicht abgestempelt, oder wenn, dann auf alle Fälle nicht alle Marken.
Um die 1,45 Porto zusammenzukleben, hat meine Freundin, als sie den Brief das erste Mal abschickte, vier Briefmarken draufgeklebt, drei 45er und eine 10er.
Erst auf der fünften oder sechsten Tour ist das erste Mal eine Marke abgestempelt worden, aber wie gesagt, nur eine, nicht alle. Die hat man dann ergänzt und den Brief wieder auf die Reise geschickt. Es wurden auch schon mal zwei, einmal sogar drei Marken abgestempelt, aber dass das gesamte Porto entwertet wurde, ist meines Wissens noch nicht passiert. So geht das jetzt nun schon seit vielen Jahren - und gestern kam der Brief wieder bei mir an.
Diesmal ist allerdings etwas ganz Beonderes passiert,
nämlich:

es sind gar keine Briefmarken mehr drauf.
Wo die hin sind, weiß ich nicht, Nachporto musste ich auch nicht bezahlen, er lag einfach so im Briefkasten.
Ich überlege jetzt, mit welchen Marken ich den zurückschicke, ich meine, das ist doch nicht fair von der Post, dass die uns einfach die alten Marken klauen. Die haben immerhin über Jahre ihre Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt - und jetzt sind sie alle einfach weg. Mich bringt das komplett aus dem Konzept
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Die Rede ist von Bresso Traditionelle und Senseo Guten Morgen Kaffeepads.
Beide Dinge gehören zur seit langem etablierten Alltagsverpflegung in meinem Haushalt und sind entweder in keinem normalen Laden standardmäßig gelistet (Bresso Traditionelle) oder normalerweise deutlich teurer als der Angebotspreis, den ich mir selber als Messlatte gesetzt habe. (Senseo Pads)
Aber ab und zu werden beide Produkte im Rahmen einer Sonderaktion als "Special offer" angeboten und dann schlage ich jedesmal großeinkaufsmäßig zu.
Der Listenpreis für Senseopads liegt zwischen 2,59€-2,79€ je nach Laden, und erscheint mir extrem teuer, weil ich es bisher immer geschafft habe, sie für maximal 1,79€ zu kaufen. Wenn sie dann irgendwo im Angebot sind, kaufe ich normalerweise gleich den Bestand auf, da ich ja nur die gelben Tüten mit dem "Guten Morgen Kaffee" brauche und davon sind nie so viele da, dass es mir "zu viel" erschiene. Bei real hatten sie mal noch 30 Tüten dieser Sorte als sie für 1,49€ im Angebot waren. Ich wollte sie alle kaufen, aber die Kassiererin meinte, sie dürfe mir nicht mehr als fünf Tüten auf einmal verkaufen. Weshalb ich dann eben sechsmal hintereinander (an derselben Kasse) fünf Tüten Senseo Guten Morgen Kaffeepads aus dem Sonderangebot erwarb. Manche Regeln finde ich seltsam, aber wenn es der Kundenbindung dient.....
Mit 30 Tüten komme ich ungefähr vier-fünf Monate hin. Wie schnell die Zeit verfliegt messe ich auch gerne daran, dass mein Vorrat an Senseo Guten Morgen Kaffeepads schon wieder zu Ende geht.
Ein fast noch größeres Problem ist Bresso Traditionelle, denn den kann ich in keinem Laden aus meinem normalen Einzugsgebiet kaufen, da er nicht gelistet ist. Es gibt im Süden von Münster einen Laden, wo ich den kaufen kann, da ist er aber teuer und irgendwie ist es schon arg umständlich für einen Frischkäse, den man täglich isst, 35km Einkaufsweg zu fahren (eine Strecke).
Aber zum Glück gibt es den in unregelmäßigen Abständen mal bei Lidl als Extraware im Angebot. Und jedesmal, wenn es den bei Lidl gibt, kaufe ich dort den Bestand auf. (Nur den mit feinen Kräutern).
Das letzte Mal gab es den im Januar.
Aktuell hatten wir noch genau ein Töpfchen (Mindestens haltbar bis 15.3., wir strecken den Verbrauch seit vier Wochen) und ich machte mir schon echt Sorgen, ob die Beschaffungskette diesmal reißt - aber dann war ich heute bei Lidl (und das nur zufällig, weil ich am Samstag vergessen hatte, Butter zu kaufen) - und es gab Bresso Traditionelle. Jetzt haben jetzt wieder zehn Töpfchen.
So mag ich das
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In dem Papierbuch macht sich Frau Westermann grade Gedanken, in welcher Wichtigkeitsreihenfolge sie Begriffe wie Wertschätzung, Service, Geschenke, Berührung und Zeit sortiert für ihre Beziehung und es ist sehr interessant, wie unterschiedlich das jeder Mensch für sich definiert.
Unter Wertschätzung versteht sie dabei die Frage, wie sehr sie von dem anderen geschätzt wird, d.h. wie sehr und wie nachdrücklich ihr der andere zeigt und versichert, dass sie etwas ganz besonderes ist.
"Service" steht für kleine Gefälligkeiten, Überraschungen, Nettigkeiten, Geschenke reichen vom Blumenstrauß bis zum Diamantring, zu Berührungen gehört nicht nur Sex, sondern auch kleine Zärtlichkeiten und Massagen und Zeit ist natürlich Zeit, die sich der andere für einen und für Gemeinsamkeiten nimmt.
Es möge jeder mal für sich selber eine Rangfolge aufstellen und dann den Partner fragen.
Ich drück die Daumen...
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Aufgefallen ist mir eine erstaunliche Stilähnlichkeit in der Art zu schreiben zu Benjamin von Stuckrad-Barre, dessen Buch "Panikherz" ich grade mit großer Begeisterung als Hörbuch bei Spotify entdeckt habe und gestern während der Autofahrt bis zur Fähre hörte.
Da ich genau diesen Stil aber mag, gefallen mir natürlich auch beide Bücher.
Christine Westermann macht sich gleich zu Beginn ihres Buches Gedanken über den Begriff "Glück".
Sie versucht zu formulieren, was Glück ist und stellt fest, dass man dem Glück nicht nachstellen kann, schon gar nicht mit Worten, denn das mag es nicht.
Ein anderer Autor bietet ihr die Definition an: "Glück ist die Summe aller Augenblicke, die man im Leben genossen hat."
Und ergänzt, dass er auch für Liebe so eine Kurzdefinition hat. Für ihn ist Liebe die Summe aller Beteiligungen am Glück eines anderen.
Frau Westermann hadert mit diesen spröden Wortungetümen und versucht eine eigene Antwort zu finden, in dem sie die Frage andersherum stellt. "Was fehlt Ihnen noch zu Ihrem Glück?"
Sie meint, wenn es ihr gelingt, darauf nicht mit "Geld, Haus am Meer, Cabrio und Lottogewinn" zu antworten, könnte es vielleicht sein, dass sie die Sache mit dem Glück verstanden hat, schließt diese Überlegung aber auch mit einem Fragezeichen.
Ich habe auch noch keine abschließende, griffige Beschreibung für "Glück" gefunden, auf der materiellen Seite bin ich dafür aber schon ziemlich weit, denn "Geld, Haus am Meer und Cabrio" habe ich schon seit vielen Jahren und am Lottogewinn arbeite ich grade.
Ich kann allerdings glaubhaft versichern, dass die materiellen Dinge sicherlich sehr schön sind und auch nicht unglücklich machen - es muss aber noch mehr als alles geben.
Denn ich hatte auch Zeiten, wo ich trotz "Geld, Haus am Meer und Cabrio" überwiegend unglücklich war und erst als ich mich auf den Weg machte und bereit war, alle materiellen Werte einfach aufzugeben, oder zumindest das Risiko zu tragen, dass ich alles aufgeben müsste, ging es wieder aufwärts.
In dem Versuch, es ansatzweise zu beschreiben, würde ich heute sagen: "Glück ist, wenn alle zufrieden sind und keiner an mir zieht. Dann erst habe ich die Muße und die Möglichkeit, die materiellen Werte wie Geld, Haus am Meer und Cabrio aktiv zu genießen."
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Lustig war ein Versprecher in der Rede des Vorstands, der statt "wir liefern zuverlässig" aus Versehen "wir liefern zufällig" gesagt hat und sich anschließend noch mehrfach mit dem Themenfeld "power to gas" beschäftigte, was ich in meiner Vorstellung dann sofort mit "power to guess" buchstabierte und damit für noch mehr Heiterkeit bei den umstehenden Personen sorgte.
Die anschließenden Wortbeiträge der Aktionäre waren überwiegend langweilig, einige allerdings auch reichlich skurril bis hin zu völlig abstrus. Ich frage mich, was die Menschen treibt, sich auf solchen Veranstaltungen so zwanghaft ans Rednerpult stellen zu wollen, um sich dort in aller Öffentlichkeit lächerlich zu machen. Eine Dame war dabei, die eine feurige Rede gegen die zu geringe Frauenquote in diesem Unternehmen hielt und sich maßlos darüber echauffierte, dass von zehn Aufsichtsratsmitgliedern nur drei weiblich sind, dass aber ausgerechnet diese drei Frauen völlig ungeeignet für den Job wären, weil sie doch tatsächlich noch woanders auch einen Job hätten, eine sogar in Österreich und warum sie denn nicht dann bitte auch in Österreich bliebe und sich dort um ihren eigenen Kram kümmerte, denn sie persönlich wäre wesentlich besser geeignet, immerhin hätte sie in Wirtschaftswissenschaften promoviert und derzeit reichlich Zeit, sich ausschließlich um nur diese Aufgabe zu kümmern.
Es war ein beeindruckender Auftritt und sie erinnerte mich schwer an einen Bewerber, den wir neulich in einem Bewerbungsgespäch bei uns hatten, der uns ausführlich erzählte, wie schlecht er von den diversesten Chefs in Vorgängerjobs behandelt worden sei, denen er dann aber jeweils gerichtlich mal gründlich gezeigt hätte, was eine Harke ist.
Jawoll, so jemanden möchte man doch ganz unbedingt gleich als erstes in seinem Team haben....
Sie war übrigens nicht der einzige promovierte Sonderling, es gab noch einen Hochschulprofessor, der so viel Müll verzapfte, dass man sich fragte, ob er eine Bruderschaftswette verloren hatte und jetzt gezwungen war, sich öffentlich zu demütigen.
Bei solchen Veranstaltungen nehme ich mir jedesmal vor, noch unbedingt Psychologie zu studieren, wenn ich mal nicht mehr jeden Tag arbeiten muss, weil ich so viele Fragen zu dem seltsamen Verhalten von Menschen habe, dass es dazu wohl ein ganzes Studium braucht, um die alle zu beantworten
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Klopapier zur Wand oder in Raum abrollen?
Senf/Ketchup im Zickzack oder in Kreiseln aufs Burgerbrötchen drücken?
Mayo neben oder auf die Pommes?
Klingelton an oder aus am Handy?
Alle Apps wirr und einzeln oder in Ordnern sortiert?
Bier aus der Flasche oder mit Glas?
Kennzeichenzähler an oder aus?
Ich muss immer sehr grinsen, wenn ich mich mal wieder selber dabei ertappe, in welchen Situationen es für mich so ohne jeden Zweifel und unverrückbar feststeht, wie dies oder jenes gemacht oder gehandhabt wird und wie wenig Spielraum ich habe, eine andere Methode auch nur zu dulden.
Klopapier, das sich zur Wand hin abrollt, ist so ein Ding. Das kann ich schlicht nicht ertragen und ich fühle mich zwanghaft getrieben, jede Klopapierrolle, die derart verkehrt installiert ist, auf der Stelle umzubauen. Nicht nur bei mir im Haus - auch bei anderen, das ist ja das schlimme.
Verständnis für einen Klopapierzurwandhinabroller habe ich exakt gleich Null. Geht doch gar nicht, wie kann man das nur gut finden? Ich kann noch nicht mal die Leute verstehen, denen dieses Thema ganz herzlich egal ist und die das Klopapier auch gefaltet vom Stapel nehmen würden, weil "ist doch wohl völlig egal". - Wie kann es einem egal sein, wie das Klopapier serviert wird? Das ist doch eine ganz entscheidend zur alltäglichen Lebensqualität beitragende Frage.
Heute war im Radio auch so eine "2kindsofpeople" Geschichte: Die Bargeldbezahler oder die Kartenjunkies.
Das Thema hat für mich vielleicht nicht eine ganz so hohe Priorität wie die Klopapierrichtung, als ich aber die Argumente der Bargeldbezahler hörte, konnte ich nur noch verständnislos den Kopf schütteln.
Die Sorge vor dem "gläsernen Mensch" finde ich ja nun wirklich völlig daneben und ungefähr so ernst zu nehmen, wie die Angst vorm schwarzen Mann. Wir hinterlassen jeden Tag solch eine immense Menge an Spuren, dass es auf das bisschen Barzahlen nun weiß Gott auch nicht mehr ankommt. Und vor allem: Vor wem genau fürchten sie sich denn? Wer soll denn ihre Daten missbrauchen? Zu viel Orwell und Huxley gelesen, damals in der Schule, als das für jeden 10er Jahrgang die Pflichtlektüre war? Immer noch Sorge vor dem Überwachungsstaat? Oder will man nur der bösen Industrie nicht noch mehr Daten liefern, weil die einen dann nur übern Tisch ziehen, mit ihrem gesammelten Wissen über uns? Sicher, habe ich Verständnis für, wenn sich jemand davor fürchtet, dann sollte er aber auch besser die Finger vom Internet lassen, denn nur mit Barzahlen alleine kann man sich da nicht rausretten.
Dann meinte jemand, Kartenzahlungen dauerten viel zu lange, die Leute wüssten erst nicht, wie sie die Karte in das Gerät stecken müssen, dann würde die Pin falsch eingegeben oder müsste erst umständlich auf einem Geheimpapier im Portemonnaie nachgeschaut werden.
Ich dagegen finde ja, Barzahlen dauert länger, denn regelmäßig steht jemand vor mir an der Kasse, der sagt: "Moment, ich hab's klein." - um dann ewig Cent um Cent zusammenzukramen, nur um nach fünf Minuten festzustellen: "Reicht leider doch nicht." und mit einem 50-Euro-Schein zu bezahlen.
Ich finde Bargeld nur lästig und bezahle in Geschäften schon seit Jahren nur mit Karte. Erleichtert auch die Buchführung ganz gewaltig, die modernen Onlinekontobankprogramme liefern einem da ganz von alleine eine sehr brauchbare Auswertung.
Und weil ich ja finde, dass Übersicht in Gelddingen nie schaden kann, habe ich einfach viele Bankkonten und damit auch viele Bankkarten und bin mir ziemlich sicher, dass ich damit jeden, der versucht, meine Einkaufswege zu tracken, ziemlich verwirre.
Seitdem es diese NFC-Karten gibt, bin ich ja erst recht Freund des Kartenbezahlens. Nix mehr Pin eingeben für Kleinbeträge und vor allem nix mehr Karte umständlich in Automat fuddeln. Kurz dranhalten, pieps und fertig, bezahlt und weiter. Absolut und unbestreitbar schneller als jede Barzahlung.
Meine Lieblingskarte für Alltag und alle Kleineinkäufe ist die Karte der N26 Bank. Ich überweise mir selber regelmäßig "Einkaufsgeld" auf dieses Konto (größere Beträge würde ich dort aber ungern bunkern und ich halte es auch für ratsam, immer noch mindestens ein Zweitkonto als Ausweichmöglichkeit zu haben, so 100% sicher und stabil, sprich also jederzeit erreichbar und zickenfrei, war das Konto bisher nicht. Aber das wird ja vielleicht noch.) Auf alle Fälle bezahle ich dann in allen Lidl, Aldi, Netto und Rewegeschäften mit dieser Karte (in andere Geschäfte gehe ich so gut wie nie, deshalb ist das eine überschaubare Liste und alle diese Läden haben auch schon NFC-Lesegeräte). Was mir so gut gefällt ist die Verbindung von Karte und Handy. Jedesmal, wenn es eine "Kontobewegung" gibt, gibt es eine Push-Nachricht aufs Handy. Ich finde das einen enormen Sicherheitsgewinn, denn so ist es fast ausgeschlossen, dass jemand diese Karte mehr als einmal ohne mein Wissen missbraucht, weil ich es ja sofort merke.
Und wo jezt wirklich der Vorteil von Bargeld sein sollte - das erschließt sich mir nicht. Außer natürlich ich bin Mafiaboss und kann meine Geschäfte eh nur mit Bargeld abwickeln
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Es wartete ein neuer Rechner, der jetzt zwar noch konfiguriert werden muss, aber schon mal auspacken und die äußere Erscheinung gut finden, war natürlich möglich.
Da ich mich schon seit längerem über das iPad regelmäßig gründlich ärgere, weil die Officeprogramme darauf nur sehr eingeschränkt laufen und ich dann doch wieder den großen Rechner anschmeißen muss, wenn es um mehr geht als nur eine E-Mail zu beantworten, habe ich den dringlichen Wunsch nach einem Tablet mit Windowsbetriebssystem entwickelt. Letzte Woche gab es das Surface Pro 4 im Angebot und da hat unser Chef oberster Ordnung kurzerhand angewiesen, dass so ein Teil bestellt wird, damit ich ausprobieren kann, ob ich damit besser arbeiten kann als mit dem iPad. Jetzt bin ich sehr gespannt, wie handlich so ein Surface ist, aber der erste Eindruck war schon mal sehr positiv.
Auch sonst lief eigentlich alles ganz gut, allerdings muss in den nächsten Tagen sehr viel fertig werden, so dass ich heute auch erst um kurz vor 22h das Büro verließ. Aber insgesamt war heute tatsächlich alles gut
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