Eben habe ich festgestellt, dass im Keller noch vier Familienpakete Kackle Soft liegen, weshalb ich zwei davon jetzt nach Borkum mitnehmen werde, denn allein hier in Greven kann ich gegen den regelmäßigen Zufluss an neuen Klopapierpaketen nicht anverbrauchen.
Unser örtlicher Supermarkt versucht seinen Getränkeverkauf dadurch anzukurbeln, dass es zu jeder Getränkekiste immer irgendeine Gratis-Zugabe gibt.
Dabei gibt es gar nicht jedes Mal Klopapier, alternativ gibt es sonst auch Küchenkrepp, Kekse, Schokolade oder Eiscreme, auch Weingläser, Erbsensuppe oder Waschpulver hat K. von seinen Bier-Einkäufen schon mitgebracht. Aber insgesamt scheint es eben doch zu häufig Klopapier zu geben, denn sonst würde es sich ja nicht in solchen Mengen bei uns stapeln. Oder wir sind die falsche Zielgruppe, vielleicht sind die übrigen Kunden des Supermarktes kackfreudiger?
Man weiß es nicht, aber eine Kiste Bier und acht Rollen Klopapier sind einfach ein falsches Verhältnis, finde ich, denn wer braucht auf drei Flaschen Bier schon eine ganze Rolle Klopapier?
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Ich könnte jetzt auch noch mein Zahnfleisch zeigen, aber das brauche ich gerade zum Laufen. Ich weiß, schlechter Witz, aber zu mehr als schlechten Witzen bin ich aktuell wohl auch nicht mehr in der Lage.
Mag sein, dass ich das jedes Jahr sage, aber so urlaubsreif wie heute habe ich mich gefühlt noch nie gefühlt.
Morgen haben wir zum Glück erst die ganz späte Fähre gebucht, so dass ich tagsüber noch genug Zeit habe, die Sachen zusammen zu packen, die ich mitnehmen will (oder muss), denn ich habe natürlich nur in meinem Hauptberuf Urlaub, die privaten Aktenberge müssen immer dringlicher bearbeitet werden und deswegen werde ich davon größere Mengen mitnehmen.
Im Moment läuft die erste von vier Maschinen Wäsche, die noch fix vor Abfahrt gewaschen werden müssen, die Küche muss noch aufgeräumt, der Kühlschrank noch abgetaut und der mitzunehmende Kram noch eingepackt werden.
Aber das alles morgen, heute gehen wir jetzt erst zum Griechen und trinken Ouzo
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Es brennt an, das Feuer flackert ein wenig vor sich hin - und geht wieder aus. Staubtrockenes Holz brennt nicht, aber Häuser aus Stein und Autos aus Metall. Ich werde es wohl nie verstehen.
Aber ein echter Westfalenmann lässt sich davon natürlich nicht unterkriegen und so hat er neulich wieder versucht, ein hübsches Abendfeuer in unserem Feuerkorb im Garten zu zünden. Es ist gelungen, aber erst nachdem er eine halbe Flasche Grillanzünder auf dem trockenen Holz verteilt hat. Dann hat es allerdings sehr schön gebrannt.

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Ich bin mir aber sicher, es gibt Leute, die sehen das anders.
In dem Bürogebäude mir gegenüber
Ich meine, zuzugucken, wie ganz normal durchgeknallte Jugendliche zu Lehrern werden, die man als Elternteil später ernstnehmen soll, ist ungefähr so unmöglich, wie bei McDov in der Küche zu arbeiten und dann noch mit Genuss einen Hamburger zu verspeisen.
Die Kiddies, die da Lehrer werden, sind alle irgendwas so zwischen Anfang und Mitte 20, sitzen dort selber im Klassenraum und verhalten sich dementsprechend selber so, wie sich Schüler wohl überall auf der Welt und immer verhalten. Während des Unterrichts ist weit über die Hälfte der Leute mit irgendetwas anderem beschäftigt, wahrscheinlich am intensivsten damit, nicht einzuschlafen, (ich kann von meinem Bürofenster direkt in einen gegenüberliegenden Klassenraum sehen), um in der großen Mittagspause auf den Campus zu eilen und dort irgendwelche Ballspiele o.ä. abzuhalten, das einzige, was fehlt, ist die klassische Pausenaufsicht auf dem Schulhof.
Letzte Woche, als es so unglaublich heiß war, hatten die Lehrers von gegenüber täglich "hitzefrei" auf dem Stundenplan. Ich meine, die hatten nicht wirklich hitzefrei und konnten nach Hause gehen, sondern sie haben draußen auf dem Campus geübt, was es für Gruppenspielchen gibt, wenn es zu heiß ist, um drinnen zu sitzen.
Es war zu niedlichen, denen dabei zuzusehen. Die haben ganz ernsthaft auch so didaktisch wertvolle Spiele wie "der Plumpssack geht um" und "Mutter, Mutter wie weit darf ich reisen?" gespielt, zumindest sah es von oben genau so aus.
Heute mussten sie alle wieder drinnen sitzen, wohl weil es nicht warm genug war, um hitzefrei zu üben und ich konnte ihnen im gegenüberliegenden Fenster beim Gähnen zuschauen.
Ich bin mir sehr sicher, dass von denen keiner etwas gegen deutlich höhere Temperaturen hat.
Wat den Eenen sin Uhl, is den Annern sin Nachtigall
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Zeitlinie.
Ich lese jeden Tag im Internet ein wenig in, an, auf und um meine Zeitlinie herum.
Ich lese immer nur dann und ich lese auch nur so viel, wie ich grade Zeit habe, das ist an einigen Tagen mehr an anderen weniger, ich denke, das geht allen Leuten so. Die Linie, wie viel ich lese, wird also von der Menge Zeit bestimmt, die ich grade habe, aber das, was ich lese wird auch von der Zeit bestimmt, nämlich wann ich grade Zeit habe und hängt davon ab, was andere Leute zu der Zeit selber grade ins Internet geschrieben haben.
Es gibt nur einige wenige Ausnahmen, das sind ein paar Blogs, die ich fest über meinen Feedreader abonniert habe, bei denen lese ich alles, was sie so ins Internet schreiben, allerdings nicht immer sofort. Bei manchen Blogs hänge ich auch durchaus schon mal 10-20 Beiträge hinterher, die lese ich dann, wenn ich mal wieder mehr Zeit habe.
Aber ansonsten lese ich nicht "nach". So Kanäle wie Facebook und Twitter sind deshalb für mich reine Zufallstreffer in Punkto "timeline". Manchmal finde ich dort ganz viele interessante Beiträge, manchmal sind dort die Zeitlinien aber auch gefüllt mit albernen Sprüchen und Katzen-Content. Und es gibt eben viele, viele Meldungen auf "verpassten" Zeitlinien, die gehen komplett an mir vorbei, weil ich zu der Zeit, als diese Dinge gepostet wurden, grade mal selber keine Zeit hatte, auf diesen Kanälen rumzusurfen.
Und dann gibt es noch die Situation, dass ich andererleuts "timelineessenz" hinterhersurfe, das ist immer dann der Fall, wenn einer der von mir fest abonnierten Blogs Beiträge à la "woanders gelesen" oder "Beifang" postet und dort jede Menge andere, interessante Internetartikel verlinkt, die er selber irgendwie in der letzten Zeit in seiner timeline hatte und jetzt weiterreichen möchte. Da ich diese Linklisten nicht immer zeitnah abarbeite, sondern mir wirklich manchmal sehr viel Zeit lasse, bis ich mich damit beschäftige, bin ich rein technisch gesehen nicht wirklich "am Puls der Zeit", lustig finde ich aber, wie zeitlos manchen Themen sind, und auch nach 1-2-3-4-5-und mehr Jahren mit beängstigender Hartnäckigkeit unverändert immer wieder auftauchen.
In meinen Zeitlinien der letzten Tage/Wochen tauchte sehr häufig das Thema "gerechte Arbeitsverteilung in der Beziehung" auf und die meisten Internetschreiber waren sich darin einig, dass die Frau schon deshalb benachteiligt ist, weil sie immer den "mental load" zu tragen hat und der Mann sich zumindest vom Kopf längst nicht so viel kümmert, sondern nur auf Anfrage reagiert und das wäre eben nicht gleichwertig. Da wurden viele einzelne Beispiele beschrieben, die sich vor allem alle darin einig waren, dass es eben bestimmte Arbeiten gibt, die nun mal erledigt werden müssen und die nicht durch stumpfes Ignorieren obsolet werden. Bügeln könne man ignorieren, Fenster putzen nicht, die Fenster müssten nun mal geputzt werden. Von der Sorte gab es noch viele andere Beispiele, die alle in der zusammengefassten Aussage gipfelten, dass manche Dinge eben getan werden müssen und dass es fast immer die Frau ist, die sich dann drum kümmern muss und weil alle anderen typischerweise keine Lust auf diese unliebsamen Aufgaben haben, bleibt auch noch extra viel an der armen Frau hängen.
Ich habe mir das alles sorgsam durchgelesen und nach dem ich an vielen Stellen immer wieder dieselbe Aussage fand, nämlich dass die Frau die einzige ist, die die Verantwortung auch für so unbeliebte Aufgaben wie Müllrausstellen übernimmt, kann ich als Ergebnis sehr zufrieden feststellen, dass ich Glück gehabt habe, als Mann auf die Welt gekommen zu sein, denn ich weiß auch keine Aufgabe, die wirklich gemacht werden MUSS. Ich lasse zB ganz unbekümmert das Fensterputzen ausfallen, weil sich mir einfach nicht erschließt, warum man das tun "MUSS". Auch nach neun Jahren im selben Haus, gibt es hier immer noch Fenster, die ich noch nie geputzt habe, denn ich habe sie ja auch nicht schmutzig gemacht
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Eine Abteilung aus dem Mutterhaus benötigte zwei Schreiben, in denen wir einmal Sachverhalt A und einmal Sachverhalt B bestätigen. Es sind komplexe Sachverhalte und deshalb nicht so einfach zu formulieren, da muss man dann halt ein wenig nachdenken, wie man es am besten schreibt. Ich rotze zu beiden Sachverhalten kurz drei-vier Stichworte in eine E-Mail und bitte unseren tiefbegabten Assistenten der Geschäftsführung, zu diesen Sachverhalten doch bitte die entsprechenden Schreiben zu fertigen. Was macht der Kerl? Nimmt die stichwortartig formulierten Halbsätze aus meiner E-Mail und druckt sie hübsch auf passendem Geschäftspapier aus, um es mir vorzulegen, mit der Frage, ob ich mir das so gedacht hätte. Meine Gegenfrage, was er denkt, was ich mir denken würde, wenn ich mir das tatsächlich so gedacht hätte, versteht er nicht. Ich erkläre ihm noch mal geduldig, dass es ja grade darum geht, eine schöne Formulierung für diese Sachverhalte zu finden und dass er sich da etwas ausdenken solle, danach habe ich ihn den Rest des Tages nicht mehr gesehen. (Es geht im Ergebnis eigentlich um zwei Dreizeiler, die da zu Papier gebracht werden sollen.)
Aus der Buchhaltung kam die Anfrage, ob ich mal eben die Überweisung für einen Gehaltsabschlag für zwei neue Mitarbeiter einer neugegründeten Tochtergesellschaft unterschreiben könne, es gäbe zwar weder Arbeitsverträge, noch hätte die neue Gesellschaft eine Betriebs- oder Steuernummer, so dass man weder Sozialversicherungsmeldungen noch eine Lohnsteueranmeldung abgeben könne, ein Bankkonto hätte sie übrigens auch noch nicht, aber man wolle den zwei neuen Mitarbeitern wenigstens schon mal einen Gehaltsabschlag auszahlen, könnte man von dem Bankkonto einer anderen Gesellschaft machen, das würde man dann später alles irgendwie verrechnen. Als ich mich weigerte, das zu unterschreiben, hieß es, das hätte aber der oberste Chef genauso angewiesen, was mich veranlasste, es erst recht zu verweigern. Ich bin ja sicherlich kein Verwaltungsnazi, aber dieses improvisierte Durcheinander war selbst mir eindeutig zu wild. Und wenn so etwas von ganz oben gewollt wird - dann soll es auch von ganz oben unterschrieben werden.
So ging es dann munter weiter, unterbrochen nur immer wieder von einem regen Chatverkehr mit J., dem heute einfiel, dass er noch ein Paar Schuhe, ein Hemd und ein Sakko braucht für den Abiball am Freitag. Schuhe hatte er schon gesagt, Sakko und Hemd waren mir neu, denn beides besitzt er, aber bei dem Hemd hat er im Moment wohl nur ein kurzärmeliges im Zugriff und das ist ihm nicht schick genug, das Sakko dagegen gehört zu einem feinen Joop-Anzug, der ihm wiederum zu fein und zu vornehm und zu teuer ist, es ist ja nicht sein eigener Abiball, der ist erst nächstes Jahr, und als Gast möchte er nur in gemäßigtem Zwirn erscheinen.
Ich habe ihm dann grob erklärt, in welcher Preiskategorie sich Dinge wie Schuhe und Sakko bewegen, was ihn kurz geschockt hat, aber er hatte sich schon zum Shoppen verabredet und ein Rückzieher war nicht mehr möglich.
Ein paar Stunden später meldete er dann erfolgreichen Vollzug, Schuhe, Hemd und Sakko waren erfolgreich erworben, allerdings zu einem Gesamtpreis, der sogar mich zusammenzucken ließ und ihm jetzt die dringende Notwendigkeit eines Ferienjobs aufdrängt. Erwachsenwerden ist gar nicht so leicht
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Irgendwie macht das Leben so doch keinen Spaß mehr.
Ich meine, wenn man sich an immer mehr Stellen im Leben verschanzen und besichern muss, wenn immer weniger Dinge im Leben übrig bleiben, die man einfach nur so machen und unbeschwert genießen kann, wenn jeder Schritt den man tut, jeder Gedanke, den man denkt, jede Bewegung, die man macht stets von der Gefahr überschattet ist, dass jemand anderes kommt und es einem kaputt macht, wenn man zu nichts und niemandem mehr Vertrauen haben kann, denn auch Freunde können zur Gefahr werden, wenn sie sich selber nicht genug schützen und man quasi in ihrem Strudel und ihrem Adressbuch mit hinabgerissen wird in das Reich der Cybergreuel - dann läuft doch irgendwas verkehrt in diesem System.
Wenn man aber das System nicht verändern kann, muss man seine Ansprüche an das System überprüfen.
Nach dem ich eben sehr eindrücklich gelernt habe, dass ich mich vor diesen Cyberkriminellen, deren Zahl ja auch noch permanent und exponentiell steigt, mit hoher Wahrscheinlichkeit sowieso nicht schützen kann, dass es aber existenziell
wichtig ist, sich darauf vorzubereiten, was man tut, wenn einem die eigenen Computersysteme lahmgelegt werden, damit der Schaden dann wenigstens nicht ganz so dramatisch ist, nach dem ich mich also ausführlich mit Vorträgen zu diesem Thema beschäftigt habe, überlege ich ernsthaft, auf welche digitalen Daten und Dienste ich im Ernstfall einfach mit einem Achselzucken verzichten könnte.
Ist sicherlich ganz nett, all diesen digitalen Schnickschnack, der mich inzwischen in meinem Leben überall umgibt, zur Förderung der eigenen Bequemlichkeit regelmäßig zu nutzen - aber wenn es dann plötzlich weg wäre, ja, dann wäre es eben weg. Wenn es nicht mehr funktioniert, weil es gehäckt wurde - ja nu, dann schaltet man eben den Strom ab und schmeißt es weg. Wenn es als Teil wichtig ist, kauft man es neu, ansonsten lebt man eben künftig ohne.
Und Datenklau bzw. "Datenentführung"? Ja natürlich wäre es schade, wenn all diese Daten, die ich so gesammelt habe, plötzlich nicht mehr nutzbar wären, aber andererseits: Wenn plötzlich alles weg wäre, das befreit auch enorm.
Wenn das Haus abbrennt, kriegt man auch erst mal einen Schreck, aber anschließend geht es ja auch weiter. Mit viel weniger Ballast und überhaupt der großen Chance, noch mal alles neu anzuschaffen, dann aber nur das, was man wirklich unbedingt braucht.
Zurück auf Los - ist das wirklich so schlimm?
Man muss ja nicht fahrlässig oder leichtfertig mit der Sicherung der Systeme umgehen, regelmäßige Updates, Virenschutz und Firewall und viel gesunder Menschenverstand sind sicherlich Basics, aber wenn es einen dann trotzdem trifft, tja nun, dann ist es eben so. Untergehen wird die Welt deshalb nicht
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Und: wer mehr als eine halbe Stunde pro Tag an seinem Smartphone hängt, ist internetsüchtig.
Ich stelle dann für mich mal fest, dass ich früher mangels Möglichkeit beim Baby füttern zwar nicht auf dem Smartphone rumgespielt habe, aber ich habe definitiv immer und jedes Mal dabei gelesen. In einem Papierbuch, weil eBooks noch nicht erfunden waren. Das hat den Kindern deswegen nicht geschadet, weil es dazu keine Studie gab. So einfach ist das.
Dabei habe ich aufwändige und ziemlich pfiffige Konstruktionen gebastelt, um die Babys beim Füttern so abzulegen, dass ich selber maximal die Hände frei hatte.
Hätte es damals schon Smartphones gegeben, wäre alles viel einfacher gewesen. Denn was soll man sonst tun, während man darauf wartet, dass das Baby vor sich hin nuckelt und irgendwann satt ist? Das dauert jeden Tag Stunden und mit irgendwas muss sich die Mutter in der Zeit doch beschäftigen.
Und dann diese halbe Stunde als magische Schallgrenze für Internetsucht. Wie lächerlich ist das denn? Wenn ich mich mehr als 6 × 5 Minuten pro Tag mit meinem Smartphone beschäftige, bin ich süchtig und muss therapiert werden. Klingt nach einer ABM Maßnahme für unterbeschäftigte Therapeuten. Und selbstverständlich bin ich dann süchtig, auch wenn ich ansonsten das Gefühl habe, ich grenze mich sozial schon dadurch aus, dass ich mich weigere, ständig auf allen sozialen Kanälen präsent und aktiv zu sein.
Ich glaube, wenn man keine Probleme hat, dann macht man eine Studie und schafft sich welche, sonst würde es ja auch definitiv zu langweilig
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K. hat heute seinen Sohn samt Freundin wieder zurück aufs Festland gebracht, deshalb habe ich die drei heute früh mit dem Auto zum Flugplatz gebracht und K. zweieinhalb Stunden später wieder abgeholt, sonst hätte ich keinen Grund gehabt, Auto zu fahren, dann hätte ich aber auch nicht bemerkt, dass es selbst zum Cabrio fahren zu heiß war.
Ich habe zwei Maschinen Wäsche gewaschen, die in einem Affentempo draußen trockneten, K. hat dann das hiesige Kräuterbeet auch noch gerodet (zur Hälfte), und am Nachmittag sind wir dann nur in Badehose und T-Shirt zum Strand gegangen und am Wasser lang gelaufen. Der Gedanke, dass wir hier morgen wieder wegfahren müssen, weil wir am Montag wieder arbeiten müssen, ist irgendwie ausgesprochen ärgerlich und lästig. Ich muss meine Aktivitäten bezüglich Lottogewinn und Sofortrente dringend intensivieren.
Ansonsten bin ich froh, dass die Freundin jetzt wieder abgereist ist, ich fand sie unglaublich anstrengend im Umgang und ich frage mich die ganze Zeit, wie es sein kann, dass sie K.s Sohn, der wirklich ein netter ist, nicht genauso auf den Wecker geht. Es ist ihre unbekümmert fröhliche Art, in der sie pausenlos irgend einen Unsinn plappert, kombiniert mit einer faszinierend unreflektierten Selbstherrlichkeit, mit der sie unterstellt, dass der Rest der Welt doch sicherlich dieselbe Meinung hat wie sie, die für mich den Umgang mit ihr so extrem anstrengend machen, weil ich mir permanent selber verbieten musste, ihr einfach nur stumpf die Meinung zu sagen. Es gibt eben wirklich seltsame Menschen.
J., den ich fragte, was ich denn tun könnte, wenn er mal mit so einer Freundin auftauchte, meinte nur trocken, ich solle ihn dann fragen, ob er eine Wette verloren hat.
Werde ich mir merken
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