Als ich ins Büro kam begrüßte mich der Leiter Rechnungswesen gleich mit einer High Five - er hatte genau diese Reaktion vorhergesagt, also dass der Assistent der Geschäftsleitung heute zu Hause bleibt, weil alles andere viel zu gefährlich sei, und er, also der Leiter Rechnungswesen, hatte gründlich Spaß, dass das so leicht vorherzusehen war.
Weitere sturmbedingte Besonderheiten gab es nicht, wir haben über 150 Immobilien - aber keine meldete einen Sturmschaden.
Ich sach ja, es wurde um diesen Sturm deutlich mehr Tullus gemacht als er wert war, insgesamt zeigt sich daran aber auch ein sehr markantes Merkmal unserer heutigen Gesellschaft: Keiner hat mehr den Mut, irgendein Risiko einzugehen, und sei es auch nur ganz miniklein. Das ist auch die Erklärung, warum so wenig Leute in Aktien investieren, viel zu riskant.
Mir ist das im Grunde egal, mein Mantra ist seit jeher, dass jeder für sich selber verantwortlich ist und wenn Menschen an ihrer eigenen Mutlosigkeit zugrunde gehen, ist das auch eine Form von gesundem Darwinismus.
Angst entsteht durch Mangel an Informationen - das ist die Erklärung, die mir mal ein sehr kluger Mensch gegeben hat, kürzer und präziser kann man es nicht zusammenfassen.
Vielleicht würde ich das noch durch einen zweiten Halbsatz ergänzen: Angst entsteht auch durch zu viele und vor allem einseitig gefärbte Informationen.
Andererseits entsteht genau dadurch ja auch wieder ein Mangel an Information, nämlich ein Mangel an passender und ausgewogener Information.
Vielleicht reicht also doch dieser eine kurze Satz als umfassende Erklärung, weshalb die Menschen immer ängstlicher werden: Sie werden mit Informationen zugeballert und finden sich dann nicht mehr zurecht, es fehlt ihnen schlicht an den entscheidenden und wesentlichen Informationen, die sind in dem Wust der Masseninformationen, die ihnen vorgesetzt wird, nicht mehr herauszufiltern.
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Wir hatten noch eine große Schüssel gekochte Kartoffeln über, K hat daraus heute Abend Bratkartoffeln gemacht. Ks Bratkartoffeln sind die besten Bratkartoffeln der Welt, er brät nämlich jede Scheibe einzeln wie so ein Steak, nach drei Minuten wird gewendet, als Ergebnis gibt es wunderbar krosse Bratkartoffeln, unübertroffen.
Er hatte sich als Hintergrundunterhaltung den Fernseher angeschaltet, dort lief Hart aber fair, es ging um den Rücktritt von AKK.
Meine Meinung dazu: Ich habe keine Meinung, weil ich keinen Lösungsvorschlag habe. Ich höre mir all die Lösungsvorschläge der verschiedenen Parteien und Politiker an und stelle im Grunde bei jedem Statement fest, dass es so auch nicht gehen wird. Das ist sehr negativ und eben überhaupt nicht konstruktiv. Aber weil ich nicht weiß, wie man unsere Gesellschaft aus der Sackgasse führen könnte, in die sie unweigerlich immer tiefer reinrennt, halte ich mich meinungsmäßig sehr zurück - und verachte die Leute besonders, die jetzt so extra laut rumtönen, sie wüssten genau, was getan werden müsste. Völliger Dünnschiss, und wenn es eine Richtung ganz absolut und gar nicht weiß, dann die AFD, das einzige, was die Politiker dieser Partei sehr genau wissen, ist wie sie ihre ganz persönliche, eigene, kleine, primitive Kungelmacht stärken können, das bringt niemanden weiter außer die AFD-Politiker selber, aber vielleicht ist das ja auch das eigentliche und oberste Ziel.
Ich mochte Frau AKK nicht, die Dame hat einen anderen Humor als ich und wenn sich hier schon die Unterschiede zeigen, dann wird aus dem Rest auch kein Respekt mehr, insofern finde ich es völlig okay, dass sie jetzt schon sagt, dass sie nicht mehr weitermachen wird, aber eine Meinung, wer es sinnvoll besser machen könnte, habe ich halt leider auch nicht.
Überhaupt Humor: Der Fernseher lief einfach immer weiter und irgendwann begann die Übertragung der Verleihung des Ordens wider den tierischen Ernst.
Da konnte ich live feststellen, dass ein ganzes Festzelt voll einen anderen Humor hat als ich.
Ich glaube, ich stehe einfach nicht auf Klamauk.
Und klamaukig wird ein Witz dann, wenn er mehr als zweimal wiederholt wird - und auch eine abgewandelte Version ist eine Wiederholung.
Mir ist das alles viel zu platt, viel zu vorhersehbar, viel zu altbacken, viel zu langweilig.
Genauso erging es mir übrigens gestern auch mit Wilsberg. Diesmal spielte er auf Norderney, was es aber auch nicht besser machte. Die Witze hätten auch wunderbar für eine Karnevalssitzung getaugt. Nach 20 Minuten habe ich aufgegeben und mich mit anderen Dingen beschäftigt, vielleicht werde ich auch nur extra nörgelig aufs Alter, ich weiß es nicht, aber dieses krampfhaft Lustige finde ich einfach nur anstrengend
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Ich habe eben mit dem Onkel telefoniert, der meinte, um das bisschen Sturm würde viel zu viel Geschrei gemacht, so schlimm, wie das angekündigt war, sei das gar nicht, er zumindest hätte bisher kaum etwas bemerkt.
Ein wenig erstaunt war ich, als ich feststellte, dass der Fährbetrieb heute nach der Morgenfähre komplett eingestellt worden war

das hat es lange nicht gegeben.
Als 2014 Christian über Norddeutschland fegte und dabei unter anderem auch unser Dach abdeckte, war J mutterseelenallein quer durch Ostfriesland unterwegs, weil er am Sonntag die Fähre verpasst hatte und deshalb am Montag (Höhepunkt von Christian) versuchte, irgendwie auf eigene Faust in sein Internat zu gelangen. Da fuhren also alle Fähren und es fuhr auch noch der ÖPNV. Von dem, was ich bisher mitbekommen habe, muss Christian noch deutlich mehr Wumms gehabt haben als jetzt Sabine, aber vielleicht werden die öffentlichen Stellen immer vorsichtiger, weil sie Sorge vor dem Shitstorm haben, der unweigerlich einsetzt, wenn doch was passiert. Also besser alles absagen, dann ist auch keiner Schuld, wenn was daneben geht.
K hatte viel Spaß beim Routenabfragen in seiner Fliegerapp. Da ist das aktuelle Fliegerwetter über eine Schnittstelle eingebunden, man sieht also immer, aus welcher Richtung und mit welcher Geschwindigkeit der Wind in welcher Höhe bläst.
K stellte fest, dass man heute Vormittag für die 425 Meilen von Jersey* nach Borkum nur 1:47h gebraucht hätte, andersrum gab das Programm allerdings Warnmeldungen aus, weil die Richtung Borkum => Jersey mit 5:25h die zulässige Flugdauer der hinterlegten Maschine (Cessna) überschritt, die hat nur eine Range von rund 4h, dann muss man tanken.

Die gelben Pfeile in der App geben die Richtung an, die Markierungen auf den Pfeilen die Windgeschwindigkeit. Der dicke Knubbel steht für 50 Knoten, die längeren Striche für jeweils 10 Knoten und der kurze Strich für 5 Knoten, auf der Strecke Jersey-Borkum blies der Wind also mit 85 Knoten genau von hinten.
*Jersey hat er sich ausgesucht, weil der Kurs Jersey-Borkum exakt der Windrichtung entsprach, da wir grade nicht in Jersey waren, war es nur eine theoretische Trockenübung, aber K hat immer Spaß daran, sich theoretische Flugstrecken mal genauer anzuschauen.
Da wir außer im Haus bleiben heute keine konkreten Aufgaben hatten, blieben wir nicht nur im Haus, sondern auch lange im Bett, K ergänzte den Kaffee ans Bett um einen Sonntagssekt - ich finde, so kann man es aushalten.

Zu einer kleinen Aktivität habe ich mich dann aber doch aufgerafft, ich habe nämlich den Käfer aufgehangen, den ich neulich gekauft habe (letzten Samstag bei der schnellen Runde durch den Dekoladen in Appingedam entdeckt)

Ich habe eine seltsame Vorliebe für dieses Amphibien- und Käferzeug, vor allem wenn es aus Holz oder Metall ist und dieser Käfer ist ja wohl wirklich wunderschön.
Jetzt kriecht er an der Wand zum Keller zwischen den Mohnblumen nach oben, mir gefällt diese Wanddekoration außerordentlich gut

Ansonsten habe ich mich damit beschäftigt das Internet leerzulesen, dabei habe ich unter anderem die Geschichten vom Känguru entdeckt und mich schlapp gelacht. Mitten aus dem Leben!
Die Kinder waren maßlos erstaunt, dass ich die noch nicht kannte - aber so geht es halt manchmal, da ist bisher etwas komplett an mir vorbeigegangen.
Bevor dieses Youtube-Video startete wurde mir erst noch ein Werbespot eingeblendet und ich bin immer noch unentschieden, was ich witziger finde - die Kängurugeschichten oder dieses Werbevideo. Das Werbevideo kann ich hier leider nicht verlinken, weil ich nicht weiß, wie man Werbevideos wiederfindet - aber die Firma, die das Video geschaltet hat, hat einen eigenen Kanal und die Videos, die man dort findet, sind
Ich musste dem natürlich unbedingt hinterhergoogeln (googelt man auf Youtube eigentlich auch oder heißt das da nur ganz nnormal "suchen"?), weil ich zunächst fest davon überzeugt war, dass es sich um einen Zweitkanal von Loriot handelt. Es scheint aber bittere Realität zu sein und jetzt weiß ich auch nicht, ob ich mich gruseln oder schlapplachen soll.
Wen es interessiert, der suche auf YouTube mal nach dem Steuerberater Küpper und Kollegen, aber Achtung, Triggerwarnung: Es ist nur was für starke Nerven
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Vorgestern war ich bis 23h im Büro und als ich nach Hause kam, war ich immer noch so aufgekratzt, dass ich nicht schlafen konnte, etwas Sinnvolles konnte ich mit diesem überdrehten Wachsein aber auch nicht anfangen, also habe ich ewig lange Fernsehen geschaut und mich gründlich über jede Meinung zu dem Debakel in Thüringen informiert. Die einzige Strategie, die ich dabei verstanden habe, ist die der AFD, aber weshalb sich die anderen Partei derart von Herrn Höcke vorführen lassen, habe ich nicht begriffen, gegen 3h morgens habe ich entnervt den Fernseher ausgeschaltet, um gegen 6h schon wieder vom Weckerklingeln geweckt zu werden, ich hatte nämlich gestern am Vormittag eine Veranstaltung, weshalb ich Haarewaschen als ersten Programmpunkt des Tages auf die Agenda gesetzt hatte.
Drei Stunden sind nun leider überhaupt nicht ausreichend für mein Schlafbedürfnis, ich merkte es sehr deutlich am späten Nachmittag, als mir klar wurde, dass ich im Büro mehr verwuschel als gradeziehe.
Es gelang mir dann noch, N zu aktivieren, um einen Text aus meinem Weihnachtsgeschenk (Blogcontent) abzurufen, dann fiel ich ins Bett und war sofort weg.
Als ich heute morgen aufwachte, drehte sich die Welt und dieser Schwindel hielt den ganzen Tag über an. Das ist ziemlich lästig, an Arbeiten am PC war nicht zu denken.
Am Abend waren wir bei den Nachbarn zu Besuch, deren Verwandtschaft gerne das Haus kaufen möchte, in dem wir wohnen. Da geklärt ist, dass wir noch fünf Jahre wohnen bleiben dürfen, finde ich es sehr praktisch, wenn genau diese Verwandtschaft das Haus kauft, besser als ein Vermieter, der völlig anonym ist.
Die Nachbarn haben ihr Haus selber auch erst vor einem Jahr gekauft und vor dem Einzug kernsaniert und umgebaut, dementsprechend neugierig war ich darauf, wie es in diesem Haus jetzt aussieht.
Das Nachbarhaus sieht jetzt natürlich viel schöner aus als unser Haus, weil sie alle Bäder komplett neu gemacht haben und die hässlichen Fliesen im Erdgeschoss haben sie auch gegen wirklich schöne Fliesen getauscht, aber das ist halt der Unterschied zwischen Miete und Eigentum.
Wenn ich in diesem Haus hier einfach noch für fünf Jahre wohnen kann, bin ich komplett zufrieden und für so einen Zeitraum lohnt es sich nicht, irgendetwas an diesem Haus zu erneuern.
Morgen möchte dann noch irgendjemand aus der Verwandtschaft der Nachbarn, der am Dienstag keine Zeit hatte, das Haus hier angucken, heißt also, dass ich morgen einigermaßen früh aufstehen sollte, um die Unordnung, die sich in den letzten drei Tagen schon wieder in diesem Haus verbreitet hat, zu beseitigen, immerhin komme ich so nicht in Versuchung, den Tag im Bett zu vergammeln.
Und mit ein bisschen Glück gelingt es mir dann auch, die liegengebliebene Schreibtischarbeit wieder aufzuholen, wir werden sehen
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Alle sagten, dass offen kommuniziert wurde, dass ich noch für fünf Jahre hier wohnen bleiben werde, das war für alle völlig okay, ich muss mir also wohl doch keine Sorgen machen.
Ich hatte zwar gestern sauber gemacht, aber natürlich reichte mein Ehrgeiz nur soweit, den echten Dreck zu kaschieren. Dass oben das eine Zimmer randvoll mit Wolle ist, das kann ich kurzfristig nicht vertuschen, war mir deshalb egal, ich habe aber vorgewarnt, dass es in dem Zimmer etwas speziell aussieht und dass ich das grade nicht ändern könne. Darauf antwortete eine der Besichtigungsfrauen, die wohl vorher schon das Nachbarhaus bei den Floddernachbarn beguckt hatte: "Hier ist es doch superordentlich, Sie sollten mal sehen, wie es da nebenan aussieht." Sie sagte es leise und nur zu mir, ich hatte aber viel Spaß an dieser Bemerkung. Sach ich doch - Floddernachbarn.
Ansonsten war die größte Leistung des heutigen Tages, dass es mir endlich, ENDLICH! gelang, diese blöde, vermaledeite Bilanz glattzuziehen, es passten nachher alle Zahlen und keine Kontrollsumme wies noch Fehler auf, das war ein ziemlicher Kraftakt, dementsprechend stolz war ich nachher, als tatsächlich alles passte.
Amüsiert habe ich mich die letzten Tage über dieses Coronavirus und seine Wirkung auf die Finanzmärkte.
Kann jetzt an meiner speziellen Filterbubble liegen, aber alle Meldungen, die ich zu diesem Virus gehört habe, waren randvoll mit Beruhigungen und entpannten Aussagen im Sinne von "es gab schon viel schlimmere Viren, das ist also alles kein echtes Problem". Ich habe keinen einzigen Menschen getroffen (weder virtuell noch sonstwo), der sich ernsthaft Sorgen machte, alle miteinander, darunter jede Menge Virologen, sagten, dass es super ist, dass die Chinesen so schnell und vor allem so rigoros durchgriffen und reagierten und dass sich auch deshalb das Virus mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht zu einer ernstzunehmenden Pandemie entwickeln wird - und trotzdem brachen die Finanzmärkte gründlich ein und ich konnte nicht nur an den Depots, die wir bei uns in der Vermögensverwaltung führen, gewaltige Wertschwankungen beobachten (da sind natürlich alle Depots in den sieben- bis achtstelligen Größenordnungen angesiedelt und jede kleinste Veränderung hat sofort große, absolute Folgen), sondern auch an meinem eigenen Depot konnte ich die Schwankungen live verfolgen, was ich mit großer Faszination tatsächlich sehr regelmäßig tat.
Ich habe ja den Erlös aus dem Fabrikverkauf in MG komplett in ein Aktiendepot gesteckt und da sich bei Aktien ständig die Werte verändern, ist es für mich zu einer festen Gewohnheit geworden, wenigstens einmal am Tag gucken zu gehen, wie sich die Bewertung dieses Vermögens nun schon wieder verändert hat.
Es geht rauf (und zum Glück ist es das letzte Jahr ja fast nur rauf gegangen, so dass ich mittlerweile einen ziemlich Wertzuwachspuffer habe, bevor ich mich aufregen muss), aber es geht halt auch mal wieder runter. Und in den letzten Tagen ging es gewaltig runter - seit heute Nachmittag geht es dafür mit derselben Geschwindigkeit wieder rauf.
In meinem Depot habe ich für 10% Einzeltitel, für rund 50% sogenannte ETFs und für rund 40% aktiv gemanagte Fonds. Da ich mich grundsätzlich schlecht entscheiden kann, habe ich einfach von jedem etwas genommen und im Moment beobachte ich mit großer Faszination, welche Fonds sich gut halten, welche fett abschmieren - und, und das ist das für mich allerfaszinierendste, dass die ETFs sich im direkten Vergleich zu den gemanagten Fonds deutlich schlechter bzw. schwankender verhalten. Das hätte ich in dieser deutlich sichtbaren Form auch nicht erwartet.
Insgesamt finde ich die Bewegungen auf dem Kapitalmarkt derzeit wirklich enorm spannend.
Ich habe für mich persönlich übrigens festgestellt, dass ich die Überraschung, wenn ich beim Blick auf mein Konto einen unerwarteten Geldeingang entdecke, der aus der Ausschüttung eines Fonds oder Aktiendividenden stammt, dass ich diese Überraschung ganz toll finde und seitdem so etwas häufiger vorkommt, ist der morgendliche Blick auf meine Finanzübersicht so ein bisschen wie Adventskalender aufmachen: man weiß nicht, was einen erwartet, rechnet aber mit etwas Positivem.
Und deshalb habe ich mir überlegt, dass ich bei den vorhandenen Aktien und Fonds mal checke, wann genau die ihre Ausschüttung auszahlen - und wenn es dazwischen noch kalendarische Lücken gibt, dann wähle ich die nächsten Fonds genau dazu passend aus, bzw. gezielt als Lückenfüller. Dann hat man jeden Monat eine Freude und nicht nur ganz viele im Mai und den Rest des Jahres ist tote Hose.
Ich finde, das ist auch eine gute Strategie - und da ich bei meiner persönlichen Geldanlage niemandem gegenüber Rechenschaft ablegen muss, kann ich hier solche Sachen einfach mal entspannt ausprobieren
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Es ist unglaublich faszinierend wie schnell ein Haus, in dem man sich gefühlt doch nur zum Schlafen und zum am Computersitzen aufhält, wie schnell das verdreckt.
Und zwar richtig gründlich verdreckt, nicht nur so leicht oberflächlich einstaubt, was sich problemlos durch ein bisschen Staubwedeln wegpusten ließe, nein, es ist voll mit richtig bösartigem, passiv aggressivem Dreck, der sich festgesetzt hat und nur mit viel Schrubben entfernen lässt.
Ich glaube, das Schmutzigste am ganzen Haus war die Badewanne - und nicht, weil sie so viel benutzt wird, sondern weil sie so gut wie gar nicht benutzt wird.
Teufel war die dreckig. Aber einfach wegspülen war halt nicht, dieser Dreck hatte sich richtig gründlich festgesetzt, da half nur viel schrubben - und eine ordentliche Portion Chemie. Ich wäre bereit, auf Chemie beim Putzen zu verzichten, wenn sie komplett vom Markt genommen würde und man nur noch so Dinge wie Soda, Natron und Schmierseife kaufen könnte*, weil ich sicher bin, dass man damit auch sehr gut putzen kann - nur die aktuell angebotene Chemie ist einfach schneller, bequemer und gründlicher. Mag meine Einbildung sein, aber ich glaube da halt dran und putze auch nicht gerne genug, um mich beim Putzen mitsamt einem grünen Gewissen selber verwirklichen zu wollen.
Und deshalb verzichte ich da nicht freiwillig drauf, sondern nur mit Zwang und wenn ich weiß, alle müssen darauf verzichten.
Meine Lieblingsputzchemie ist übrigens Salzsäure. Wenn gar nichts mehr hilft - mit Salzsäure kriegt man alles sauber.
*Ich frage mich grade, warum Soda, Natron, Essig und Backpulver als "natürlich"gelten und so Kombipräparate von Unilever oder Reckitt Benckiser als Chemie. Eigentlich doch unlogisch, oder?
Am, zweitschmutzigsten (nach der Badewannen) waren übrigens die Putzmittel, die auf dem Rand der Badewanne standen, ich fürchte das gesamte Thema "Putzen" kommt in meinem Haushalt etwas zu kurz.
Nun gut, dafür sind wir gut abgehärtet, werden selten krank und Allergien hat auch keiner, es scheint also bisher nicht wirklich Probleme verursacht zu haben, dass ich Putzen nur mittelwichtig finde.
Jetzt ist das Haus aber soweit sauber, dass ich hier morgen fremde Leute reinlassen kann, ohne mich in Grund und Boden schämen zu müssen, eigentlich ja gar nicht so verkehrt, wenn so ein externer Anlass dazu führt, dass hier mal wieder Grund reinkommt.
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Der Finanzgerichtstermin heute Mittag verlief sehr gut, es macht viel Spaß, wenn man einen Richter erwischt, der genauso denkt wie man selber.
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Im beruflichen Kontext ändern sich grade ein paar Dinge, es sieht so aus als ob ich bald meinen ungeliebten Geschäftsführungskollegen durch die Vorzüge des Peter-Prinzips loswerde. Er macht im Mutterkonzern Karriere und ich freue mich aus vollem Herzen für ihn, ich wünsche ihm alles Gute und ganz viel Erfolg auf seinem neuen Posten und werde nur dafür sorgen, dass er mit unserer kleinen Tochtergesellschaft einen wasserdichten Aufhebungsvertrag ohne Rückkehrklausel macht.
Wir werden seine Stelle in der Position dann nicht mehr neu besetzen, sondern nur einen Teamleiter Technik suchen, der Chef erster Ordnung wird nämlich künftig mehr Zeit haben und kann die Oberleitung der Technik dann gleich mit übernehmen.
Wenn das wirklich alles so auskommt, wie es sich im Moment abzeichnet, wird das alles ziemlich gut.
Es geht jetzt schon ein Aufatmen durch die gesamte Firma, weil sich alle freuen, diesen ungeliebten Chef loszuwerden und ich bin ziemlich sicher, dass die Gesamtproduktivität in unserer Firma mit einem Mitarbeiter weniger sofort steigen wird
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Das war ein Wochenende mit viel Fahrerei, aber zum Fliegen war das Wetter einfach zu schlecht und einige Dinge mussten jetzt halt mal dringlich erledigt werden.
Die Telefonumstellung im Vaterhaus war wichtig, weil übermorgen der Telekomvertrag ausläuft und wenn man die Technik im Haus dann nicht auf Kabel umgestellt hat, dann wäre nichts mehr erreichbar gewesen.
Jetzt läuft alles, K hat da heute noch mal dran rumprogrammiert, damit nachher auch alles aus dem Internet erreichbar ist, denn die werksseitig vorgegebenen Sicherheitseinstellungen sind mittlerweile durchaus komplex, was letztlich aber sicher auch sinnvoll ist.
Ich war noch mal im Dorf am Fahrkartenschalter und habe den letzten Platz auf der Abendfähre an Altweiber ergattert. Ich hatte da so ein Bauchgefühl, dass es klug ist, diese Fähre rechtzeitig zu reservieren - und wie sich zeigte, war das genau richtig.
Das Gespräch mit dem Bauunternehmer war immerhin so weit ergiebig, als dass wir jetzt erstmal nur das Pflastern für den Platz hinterm Haus in Auftrag gegeben haben, das muss als "laute Bauarbeit" (Rüttelmaschine) außerhalb der Hochsaison gemacht werden. Hier soll anschließend das noch auszusuchende Gartenhaus hingestellt werden und statt eines Streifenfundaments (im Angebot für knapp 15 T€) haben wir uns auf schlichtes Pflastern geeinigt, das spart hoffentlich rund 2/3. Außerdem lässt es sich leichter wieder entfernen, wenn man sich in 20 Jahren doch wieder eine neue Gartengestaltung ausdenkt. Mit Arbeiten für die Ewigkeit (Betonfundament) bin ich eher vorsichtig und 20 Jahre für ein Gartenhaus sind meiner Meinung nach auch genug.
Alle anderen Arbeiten haben wir erst mal zurückgestellt, hier müssen wir uns noch mit weiteren Alternativen beschäftigen.
Außerdem hat K noch die alte Lampe in der Küche abgebaut, ich habe die Deckenverkleidung (ein bisschen) geputzt und mir überlegt, dass man das tatsächlich mal komplett und systematisch für die gesamte Holztäfelung machen müsste, weil, es war schon arg viel Dreck der da runter kam.
Dann hat K die neue LED-Lampe montiert - und wow, der Effekt ist bemerkenswert, jetzt ist es plötzlich richtig hell in der Küche. Toll.
Dann haben wir das Haus wieder abreisefertig gemacht, unsere Sachen eingepackt und sind mit der letzten Fähre nach Emden gefahren. Gegen 19.30h waren wir beim Vater und haben sein Telefon wieder auf "lautes Klingeln" gestellt. Er ist letzte Woche 85 geworden und es gab diverse Gratulanten, die nicht gratulieren konnten, weil er nicht ans Telefon ging. Das lag daran, dass er das Klingeln nicht gehört hat.
Nun, ich hoffe, jetzt klappt es erst mal wieder für eine Zeitlang.
Außerdem haben wir die Neuigkeiten der letzten vier Wochen ausgetauscht (wer alles gestorben ist, die Interessen älterer Menschen werden eher einseitig), gegen 21h sind wir dort wieder weggefahren und haben es um 22.50h grade noch geschafft, unsere Stammtankstelle vor der Schließung zu erreichen, was man sich halt so für Ziele setzt.
Morgen steht ein großer Termin beim Finanzgericht an, das wird bestimmt spannend, solche Wochenstarts mag ich
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Ich schmiere schon eifrig Voltaren drauf, ich bilde mir auch ein, es hilft, aber nicht genug, als dass die Hand schmerzfrei funktionierte. Das ist ärgerlich, lästig und blöd.
Aber sonst ist alles okay. Wir wachten rechtzeitig auf, fuhren deshalb auch rechtzeitig los, hatten keinerlei Stress unterwegs, waren eine Stunde vor Abfahrt der Fähre in Appingedam, Zeit genug, um bei McDov die Frühstücksmuffins zu ordern und gegenüber einmal fix durch das Deko-/Einrichtungshaus zu laufen.
Auf der Fähre habe ich mit K Stadt-Land-Fluss gespielt. Ich glaube, wir haben das das erste Mal seitdem wir uns kennen zusammen gespielt - und ich habe gelernt, dass K mit Regeln anders umgeht als ich. Für ihn ist Walachei zum Beispiel ein Land mit W - Begründung: Selbstverständlich ist das ein Land - steht da doch.
Die Fähre fuhr pünktlich, wir waren gegen 13h zu Hause, haben das Auto ausgepackt, ich habe die neuen Gardinen aufgehangen, wobei der Sturz vom Stuhl passierte, anschließend bin ich ins Dorf gefahren, die Fahrkarte für morgen kaufen und danach zum Onkel, der hatte verschiedene aufgelaufene Themen, die vor Ort bearbeitet werden mussten.
Wir haben noch mal geübt, wie sein neues Auto zu bedienen ist, ich habe sein Handy wieder grade gebogen (erstaunlich, wie sich bei Menschen, die selbstverständlich ÜBERHAUPT nichts an ihrem Handy gemacht haben, regelmäßig die Grundeinstellungen verstellen), dann haben wir die Räume in der zweiten Etage besichtigt (also die unterm Dach) und ich habe zu meinem Entsetzen festgestellt, dass die Onkelfrau auch dort alles mit ihrem Kram vollgeräumt hat. Die kompletten Kulissen des Hauses (die Schrägen im Dach, die abgetrennt wurden) sind randvoll mit Kram.

Die ist wirklich krank, diese Messiefrau.
Wir werden das in den Osterferien ausräumen und wahrscheinlich am einfachsten entsorgen.
K hat derweil im Vaterhaus die neue Fritzbox an den mittlerweile scharfgeschalteten Kabelanschluss angeschlossen. Hat eine Weile gedauert, aber jetzt läuft alles. In diesen Dingen ist K wirklich gut.
Morgen um 12h kommt der örtliche Bauunternehmer, der mit dem irre hohen Angebot zur Renovierung der Außenanlagen - wir wollen das Angebot besprechen, da bin ich dann jetzt mal gespannt.
Abends gab es Dips, Baguette, gebackene Camembert und den Rest der Blätterteighäppchen von Weihnachten (Kühltruhen sind etwas feines), also ein echtes Schlemmermahl, das war alles sehr, sehr lecker
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K und ich sind am Nachmittag ins Ostwestfälische gefahren, dort war eine Baumesse, auf der ich schon letztes Jahr und auch davor das Jahr war, diesmal habe ich aber tatsächlich gar nichts gekauft, d.h. falsch, doch: für 10€ fünf wachsgetränkte Klopapierrollen für die gußeiserne Fackel. Das System funktioniert zwar auch mit selbstgemachten Klopapieraltölfackeln, aber das ist dann halt eine ziemlich Sauerei und wenn man nur mal schnell ein schickes Feuer haben will, ohne Dreck, dann ist es praktisch, wenn man fertige Fackeln auf Vorrat im Haus hat. Aber das war auch wirklich alles, wofür ich dieses Jahr dort Geld ausgegeben habe, ich hatte einfach das Gefühl, ich brauche nichts.
Die Kehrseite von Reichsein - man verliert den Spaß am Einkaufen.
Nun ja.
Anschließend waren wir im Baumarkt und haben noch fix ein wenig Brennholz in Kofferraum geladen, denn morgen fahren wir nach Borkum, da bietet es sich an, den Platz im Kofferraum auszunutzen.
Und ich durfte wieder meinem Hobby frönen:

Waschstraßenerlebnis in meiner Lieblingswaschstraße in Rheda. Diesmal hatten wir den Golf dabei, der hatte eine Wäsche auch dringend nötig.
Jetzt bin ich schon wieder müde und möchte ins Bett - morgen wird auch ein langer Tag, da sollte ich nicht zu spät schlafen gehen
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Ich glaube, ich erwähnte es bereits, aber ich kann es gar nicht oft genug sagen: Diese blödsinnige Rumfahrerei ist nicht nur ätzend und widerlich, sie ist einfach die Hölle, und ich bin nach Terminen, die in Summe vier Stunden Autofahren am Tag mit sich bringen (zwei hin, zwei her), einfach nur platt, k.o. und entsetzlich schlecht gelaunt und wünsche mir eine akute Eskalation der Klimakrise, damit endlich sinnvolle Alternativen zu dieser blödsinnigen Rumreiserei von Millionen von Menschen erdacht werden.
Warum müssen sich Menschen immer noch live und in echt und körperlich an irgendeinem festen Ort treffen, zu dem dann alle anreisen, wenn sie doch nichts anderes tun wollen als nur miteinander zu reden.
Und warum sind Videokonferenzen nicht längst für jeden so selbstverständlich (und einfach zu organisieren und durchzuführen) wie die Benutzung von WhatsApp?
Und ja, es sind Millionen von Menschen, die blödsinnig in der Gegend rumfahren. Warum sonst, gäbe es immer noch diese gruseligen Staus und gleichzeitig überfüllte und verspätete Züge?
Man merkt es, nicht wahr? Ich hatte heute wieder einen Auswärtstermin und als ich am Nachmittag wieder im Büro war, habe ich den vier Stunden vertrödelter Arbeitszeit im Auto hinterhergejammert und brauchte erst noch mal eine Stunde Extrazugabe, um meine schlechte Laune soweit in den Griff zu bekommen, dass ich wenigstens halbwegs normal meine Alltagsarbeit erledigen konnte.
Dementsprechend spät war ich zu Hause und habe dann auch nur durch Zufall den Fernseher angemacht und bin bei Hart aber
Lustigerweise wiederholte sich durch ihre Blödsinnsaussagen (Aktien sind gefährlich und man muss den kleinen Sparer unbedingt davor schützen) in gewisser Weise mein Tag noch mal, denn am Vormittag (der Auswärtstermin) war ich auf der Sitzung einer Stiftung, wo es darum ging, wie man das Vermögen der Stiftung am sinnvollsten anlegt - und die Vertreterin der Linken war strikt gegen Aktien, weil gefährlich und Teufelszeug.
Ich sitze dann so daneben, höre mir solche Statements an und denke an Impfgegner und Homöopathieanhänger und möchte eigentlich nur noch nach Hause.
Das macht doch keinen Sinn, mit solchen Leuten zu diskutieren.
Denen ist doch nicht zu helfen.
Wenn ich alleine zu entscheiden hätte, würde ich diese Leute einfach entspannt mitsamt ihrem Sparbuch und einer Dose Globuli in die Altersarmut oder alternativ einen frühen Tod laufen lassen, weil vorsätzlich gewollte, mangelnde medizinische Versorgung und ein heldenhaft hochgehaltenes Sparbuch in Summe eben nicht dazu führen, dass ihnen eine angenehme Zukunft bevorsteht.
Denn des Menschen Wille ist sein Himmelreich - und wenn sie es unbedingt so wollen, ja herrjeh, also ich würde sie nicht aufhalten.
Aber die anderen Menschen sind da leider nicht so entspannt wie ich und versuchen immer wieder verzweifelt, auch solche Außenseitermeinungen noch irgendwie zu integrieren und mitzunehmen, ich lande in solchen Situationen automatisch bei meinem Dauerbrennerthema "Respekt und Höflichkeit" - und irgendwann schaffe ich es mal, auch dieses Thema schriftlich soweit abzuschließen, dass ich anschließend mit gutem Gefühl auf "Veröffentlichen" drücken kann.
Es bleibt aber schwierig, aktuell überwiegen die Argumente "Contra" sehr deutlich und ich suche noch nach guten Gründen, was an Respekt und Höflichkeit so gut, positiv und sinnvoll ist, dass man es verallgemeinernd "immer" als Leitbild vor sich hertragen sollte.
Ist es wirklich unrespektvoll, dumme Menschen einfach dumm sterben zu lassen, weil sie es unbedingt so wollen
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Aber hilft ja nicht, auch die nächste Woche werde ich sicher ganz ordentlich überstehen, ist halt nur der kurzfristige Ausblick, der mich stört und vor allem, dass der Tag heute in gefühlt einem Wusch verflogen ist und ich noch eine Menge tun muss heute.
Wir haben nämlich noch nichts gegessen, und mittlerweile habe ich so viel Hunger, dass ich schon keine Lust mehr habe, etwas vernünftiges zu kochen, sondern stattdessen überlege, wie ich jetzt am allerschnellsten und standby an Essen komme. Spontan fällt mir da der Grieche ein, aber wenn wir da jetzt gleich hinfahren, bin ich anschließend betrunken, weil es beim Griechen immer einen Ouzo vor dem Essen, einen Ouzo nach dem Essen und ein großes Bier zum Essen gibt - und Bloggen ist anschließend schlecht.
Also schreibe ich jetzt fix auf, was ich heute getan habe, war nämlich nicht viel, und dann werde ich mich mit den weiteren Aufgaben des Tages beschäftigen. Haarewaschen habe ich mir übrigens als letzte Tag des Tages vorgenommen, damit die über Nacht trocknen und ich sie morgen früh dann nur noch mit dem Glätteisen locken muss, spart locker eine halbe Stunde beim Start in den Tag.
Ansonsten waren wir heute schon wieder auf dem Flohmarkt, die reparierte Uhr abholen (und eine andere sofort wieder abgeben) und endlich war auch der Gewürze Mensch wieder da und ich habe gründlich eingekauft. Jetzt bin ich sehr zufrieden und für jede Sorte Dip in beiden Haushalten gewappnet.
Außerdem war ein Parfumverkäufer da, den kenne ich schon, der hat sehr gute Preise und verkauft die sozusagen unangebrochenen Musterflaschen der teuren Orignalparfums. Da ich einen unseligen Hang zu Parfums von Hermes habe, bin ich immer sehr froh, wenn ich die für 50% des Originalpreises bekomme, bei diesen Parfums lohnt sich das wirklich.
Überhaupt war heute auf dem Markt richtig was los, nicht nur die üblichen Neuwarenhändler, sondern auch viele Privatverkäufer mit ihrem Privatkrimskrams, außerdem war tolles Wetter, es hat also alles sehr viel Spaß gemacht.
Anschließend sind wir noch ein Eis essen gegangen, es war schließlich tolles Wetter und das Eiscafe hatte auch tatsächlich schon die Tische rausgestellt und die waren auch fast vollständig besetzt. Draußen.
Neben dem Eiscafe ist ein An-und-Verkaufshändler für Schmuck, Uhren und so'n Kram, den es bei Bares für Rares gibt. Außerdem kauft er Gold zum Tagespreis.
Der hatte eine Kette im Schaufenster, in die ich mich spontan verliebt habe (kein Preis dran, er wollte wahrscheinlich niemanden verschrecken...), aber als wir wieder zu Hause waren, habe ich mir überlegt, dass ich doch auch selber Schmuck habe, den ich gar nicht mehr trage, der aber sicherlich einen gewissen Wert hat und Zahngold habe ich auch noch diverse Stücke, und zerrisse Goldkettchen und überhaupt - ich könnte doch einfach mal nachfragen, was er mir für meinen Schmuck gibt und vielleicht ist die Differenz, was die Kette dann noch kostet, ja gar nicht mehr so viel.
Also habe ich meinen alten Schmuck gesucht.
Das war unerwartet kompliziert, weil er nicht da war, wo ich ihn als erstes vermutete und auch nicht dort, wo ich im zweiten, dritten und vierten Anlauf nachgeschaut habe.
Und das Zahngold war auch weg.
Bei dem Zahngold war ich mir sicher, dass es da ist, wo auch die Zähne der Kinder sind, die habe ich natürlich wie jede gute Mutter in so kleinen Zahnsammeldöschen gesammelt und aufbewahrt und früher standen diese Döschen immer in dem Setzkasten über meinem Schreibtisch. Nur leider ist das sehr viel früher gewesen, seitdem wir hier in Greven wohnen, habe ich keinen Setzkasten mehr aufgehangen, aber wo ich diese Zahndöschen hier in Greven hingeräumt habe, das war mir komplett entfallen.
Also habe ich gesucht.
Den alten Schmuck habe ich nachher tatsächlich dort gefunden, wo er in schlechten Romanen auch immer versteckt ist - ganz hinten im Kleiderschrank, hinter den ältesten Unterhosen, die in meinem Fall Schals und Einlegesohlen für Schuhe waren (was die Einlegesohlen bei den Schals machen, weiß ich nicht, aber immerhin habe ich die jetzt auch gefunden.)
Dann habe ich nach den Kinderzähnen gesucht.
Faszinierend, was ich dabei alles gefunden habe, aber die blöden Zahndosen blieben sehr lange verschollen.
Weil ich so lange gesucht habe, hatte ich auch keine Zeit, etwas zu Essen zu machen.
Jetzt ist aber alles gefunden und sogar schon wieder zurück aufgeräumt (so eine Sucherei macht enorm viel Unordnung). Ich habe den zu verkaufenden Schmuck samt Zahngold und zerrissenen Goldkettchen in eine Schachtel gepackt und werde dann nächste Woche mal zu diesem Laden fahren und abfragen, was der Kram wert ist bzw. wie viel ich noch drauflegen muss, um diese Kette zu kaufen, fragen kann man ja mal.
Morgen beginnt der Tag schon wieder mit einem Termin in Minden, ich werde also frühestens gegen 14h im Büro sein, wo auch schon eine lange Liste an to-dos wartet, ich fürchte, das wird also wieder ein langer Tag morgen, gehen wir es an
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