anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Freitag, 18. Dezember 2020
Dies und das
N brachte es heute sehr schön auf den Punkt: Machst du Home-Office oder musst du arbeiten?
Ich will das jetzt gar nicht weiter kommentieren, aber ich denke, es ist eine Menge Wahrheit in dieser Frage.

Wie auch immer, ich habe heute Home-Office gemacht, allerdings nur die absolut kürzeste Mindestzeit, die man machen muss, damit es kein Urlaubstag ist und die zur Regelarbeitszeit fehlenden Stunden habe ich zu meinem Überstundenkonto geschoben, das kann das gut ab.

N ist ja dieses Wochenende auf dem Festland, weil erstens sein Auto heute inspiziert und frisch betüvt wurde, das sind so Dinge, die sind auf der Insel einfach nicht möglich, und weil er zweitens schon mal einen Schwung Kram, hauptsächlich Küchenkram nach Berlin bringen will, denn dort hat der Freund schon die gemeinsame Wohnung bezogen und der kommt aus einer WG und besitzt selber überhaupt keine Küchensachen.
N hat während des Studiums zwar auch in einer WG gelebt, er hat aber trotzdem kistenweise Küchenkram, weil er erstens der Sohn seiner Eltern ist, d.h. er neigt zum Kramhaben und weil er zweitens auch schon immer gerne gekocht hat und wenn man in einer (Studenten-Jungs)WG lebt und gerne kocht, dann ist es klug, seine Kochsachen nicht in den WG-Haushalt einzubringen.
Seine neue WG wird zwar auch eine MännerWG, aber ich denke schon, dass die zwei sich ihren gemeinsamen Haushalt etwas anders einrichten und organisieren als so eine willkürlich zusammengewürfelte StudentenWG.

Und weil sein Kumpel gar keinen Küchenkram hat, in der neuen Wohnung aber eine Einbauküche mit dazu gehört und N eben genug Küchenzeugs besitzt, ist es klug, wenn er das jetzt schon rüberschafft, auch wenn er selber erst in zwei Monaten hinterherzieht.

Deshalb war N heute also mit räumen und sortieren beschäftigt, aber bevor er nach Berlin abfuhr, hat er noch schnell die Alterswarzen nachbearbeitet, die seine Kollegin vor zwei Monaten schon mal entfernt hat, aber da gab es noch reichlich Optimierungsbedarf.



Am besten gefällt mir das Müllbrettchen, ich finde, es sieht ganz besonders absurd aus, diese blutgetränkten Mulltupfer.
N meinte, verglichen mit seiner sonstigen Klinikumgebung wäre diese "OP-Situation" wohl eher nur so semisteril, aber er sprühte eifrig Alkohol und sagte - ganz Arzt - jedes Mal vorher "das wird jetzt kalt".

Ich fand das alles ziemlich lustig, so als Patient ist man ja doch eine ganze Menge weniger betroffen, denn immerhin trage ich keine Verantwortung für das Gelingen der Aktion. Aber es wird schon gut gehen, morgen sind wahrscheinlich überall Krusten drauf und dann muss es nur noch abheilen, dann ist alles gut und auch die letzten Warzenreste sind sauber entfernt, das ist mir durchaus einen zweiten Durchgang wert.

Weitere Erkenntnis des Tages: Auf dem Dachboden scheinen Mäuse zu wohnen, die haben zumindest sein Körnerkissen in den auf dem Dachboden eingelagerten Umzugskartons gefunden und den Inhalt halb aufgefressen und zur anderen Hälfte in ein Paar Gummistiefel geschleppt, was auch dort zwischengelagert rumsteht. Dort wollten sie wohl ihr Nest bauen, auf alle Fälle haben sie das Innenfutter der Gummistiefel durchgebissen und sich unter dem Innenfutter ein Körnerlager angelegt. Mäuse machen es sich eben auch gerne gemütlich.

Ansonsten wird N mit J zusammen am Sonntag von Berlin nach Borkum fahren, unterwegs noch C einsammeln und dann sind die drei schon mal gemeinsam auf der Insel und können gemeinsam in Vorquarantäne gehen, bevor K und ich irgendwann später nachkommen
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Freitag, 18. Dezember 2020
Wenig Arbeit, viel Privatzeit
Heute war ein insgesamt kurzer Tag.
Vorne hatte ich dem Arbeitstag einfach ein paar Stunden dadurch geklaut, dass ich morgens vergaß aufzuwachen und deshalb erst um halb 10h aufgestanden bin, Ankunft Büro also erst nach 11h, ich finde das völlig in Ordnung, meiner Meinung nach bräuchten Tage grundsätzlich nie vor 11h morgens zu starten. Sonntags dann gerne erst ab 14h, man muss ja auch mal ausschlafen.

Wer spät kommt sollte zum Ausgleich früher gehen, ich fand das völlig angemessen und mit Blick auf mein Überstundenkonto auch völlig entspannt, solche Arbeitstage finde ich gut.

N hatte sich von unterwegs gemeldet, dass ich mir keine Gedanken um das Essen heute Abend machen müsse, er würde seine Kollegin direkt zum Bahnhof bringen und zur unmittelbaren Weiterfahrt nötigen, K kommentierte das mit "da hat sich dein strategisches Bloggen ja gelohnt" und ich finde das alles ziemlich perfekt, genau so war das gedacht.

Das Abendessen war dementsprechend auch erst nach 20h fertig, dafür war es heute um so viel leckerer wie es gestern missraten war, K meinte, per Saldo seien wir jetzt bei 0.
Es gab Lachs "wie beim Japaner", den Teppanyakigrill habe ich durch eine Pfanne ersetzt, aber die Sauce aus viel Sojasauce, Sake, Butter und Knoblauch war ziemlich genau so wie beim Japaner, meiner Meinung nach die leckerste Art, Lachs zu servieren.

Anschließend habe ich noch lange mit N gequatscht, sagte ich schon, dass ich erwachsene Kinder prima finde
?

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Mittwoch, 16. Dezember 2020
Auskaufen, Autos und Hunde
Heute bin ich wieder ganz normal ins Büro gegangen, der Schnupfen war weg, es war nicht das kleinste bisschen Krankheitsanmutung geblieben, es gab also keinen Grund für noch mehr Home-Office, aber viele für Büro vor Ort, denn es ist noch viel zu erledigen bevor das Jahr sich aus dem Staub macht und das ist insgesamt deutlich bequemer, wenn man das dort macht, wo auch der Server wohnt und sich selber bzw. die Daten nicht mühsam durch eine enge VPN-Leitung quetschen muss.

Das hatte den Vorteil, dass ich auch meine private Post erhielt, weil ich mir zwei Briefsendungen an die Büroadresse hatte schicken lassen. Aktuell sind hier in Greven wohl so viele Postboten ausgefallen, dass unsere Straße nur noch einmal wöchentlich, wenn es gut geht, sonst nur alle 10 Tage mit privater Briefpost beliefert wird und das ist lästig, wenn man Post schnell bekommen möchte. Deshalb lasse ich seit neuestem auch Briefe ins Büro schicken, blöd ist dann, wenn ich wegen ungeplantem Home-Office nicht ins Büro gehe, aber genau an dem Home-Officetag kommt hier zur Abwechslung mal der Briefträger.
Wie man's macht...

Nun, heute hatte ich dann aber endlich alle Post zusammen, das beruhigt ja auch etwas. Ich habe nämlich die Kfz-Versicherungen optimiert, also die bisherigen gekündigt und neu abgeschlossen, damit die neu abgeschlossenen Versicherungen aber auch wirksam werden, muss ich den Originalversicherungsschein im Original unterschreiben - es ergab sich nämlich die Skurrilität, dass eine altmodische, analoge, noch mit Papier arbeitende Versicherung die deutlich besseren Tarife anbot als jede direkt vertreibende Onlineversicherung, erwartet man so ja auch nicht unbedingt, hat mich aber gefreut, weshalb ich sofort die alten (online abgeschlossenen) Versicherungen alle gekündigt habe.
Und deshalb wartete ich auf Papierpost.

Ansonsten war es ein normaler Bürotag mit relativ hoher Effektivität, wenn man abends genau weiß, was man alles geschafft hat, fühlt sich das gut an.

Und natürlich mussten wir uns noch in das hektische Last-chance-Einkaufsgetümmel vor dem großen Lockdown werfen, hauptsächlich, weil wir auskaufen wollten (ist das das Gegenteil von einkaufen?), wir wollten die letzte Gelegenheit nutzen, Einkäufe zurückzugeben.
Wenn jetzt für vier Wochen alles zu ist, weiß man ja gar nicht, ob die Läden einem auch die Rückgabezeiten verlängern, im Zweifel eher nicht, weil sie ja damit argumentieren, dass sie eh schon so stark unter dem Lockdown leiden mussten. Und dann ist blöd, dann hat man Kram an der Backe, den man nicht will und ein schlechtes Gewissen, wenn man sich darüber mit den gebeutelten Ladenbesitzern streiten muss, also lieber heute, da war alles noch einfach und völlig normal.

Interessanterweise war es gar nicht voll, ich hätte zumindest locker mit der fünffachen Menge an Menschen gerechnet, aber es hielt sich alles im Rahmen, wir haben ruckzuck unsere Dinge retourniert und ich habe das erste Mal Apple Pay rückwärts benutzt, d.h. man buchte mir den Rückzahlungsbetrag wieder auf die Karte und ich musste zu dem Zweck mein Handy genauso an das NFC-Dings halten, wie beim Bezahlen, meine Karte ploppte auf und ich musste den Vorgang bestätigen, die Kassiererin meint, in 2-3 Tagen ist das Geld dann auch auf dem Konto wieder sichtbar.
Das fand ich absolut spannend, weil ich von mir aus nicht auf den Gedanken gekommen wäre, dass das funktioniert, aber warum eigentlich nicht?

K tauschte den Google Chromecast Dings gegen einen anderen Google Chromecast Bums um, die eingetauschte Version soll jetzt Fernsehen können, das probiere ich aber erst morgen aus, heute habe ich keine Lust mehr, mich damit zu befassen.

Und dann waren da noch zwei interessante Autos, die ich heute gesehen und fotografiert habe.



Das obere sah ich auf dem Weg ins Büro, da hat die Frau ihrem Hund tatsächlich einen Leitereinstieg in den Kofferraum gebastelt. Der Hund läuft im Hintergrund fröhlich durch die Gegend und machte nicht den Eindruck, als wäre er krank oder sonst wie unfit, aber Frauchen ist halt vorsorglich und bevor er sich beim Sprung in den Kofferraum den Rücken verrenkt, gibt es halt eine Leiter. Leute gibt's*.

Das untere habe ich wegen der absurden Gegensätze geknipst. K kommentierte es mit "Auflackierter Diebstahlschutz" und mich hat die schräge Mischung von grottenhässlichem Mercedes-Pseudo-Suv und Hippylackierung fasziniert. Unter diesen bunten Prilblümchen hätte ich einen VW_Bus oder eine Ente völlig normal gefunden, aber ein GLC Coupé ist nach meinen Vorurteilsschemata meilenweit von Prilblumen entfernt. Hier würde mich die Geschichte brennend interessieren, wie die Frau zu diesem Auto kam und weshalb sie es dann so lackieren ließ. Ich war kurz versucht, ihr einfach hinterherzufahren, um sie zu fragen.

*und zu Hundehaltern muss ich noch was anfügen: Ich habe ja selber lange Jahre einen Hund besessen, einen Neufundländer, also einen Hund, den man schlecht übersehen kann, der aber trotz seiner Größe einen ungemein knuffeligen Teddybäreindruck vermittelt, weshalb man sehr oft auf den Hund angesprochen wird. Insbesondere von anderen Hundebesitzern, weil die ja meinen, dass sie wegen der offensichtlichen Gemeinsamkeit - beide haben einen Hund - schon quasi zum näheren Freundeskreis zählen und sich deshalb selten scheuen, andere Hundebesitzer einfach so anzuquatschen. So kam es, dass ich im Laufe der Jahre sehr viele Hundebesitzer kennenlernte und es ging mir mit Hunden wie mit Kindern: Das wirklich Scheußliche an Hunden wie bei Kindern sind die Eltern, wobei ich bei Hunden die menschlichen Hundeeltern meine. Aber wahrscheinlich liegt es an mir, denn die anderen kommen ja alle toll miteinander aus, aber ich konnte weder mit irgendwelchen anderen Eltern irgendetwas anfangen noch mit anderen Hundehaltern.
Ich fange schon wieder innerlich an, mich zu schütteln, wenn ich beginne mich an die "Hundebekanntschaften" von früher zu erinnern.
Ich möchte wirklich gerne wieder einen Hund haben, aber irgendwie muss ich noch organisieren, dass sich der Hund dann auf Pfiff unsichtbar macht, um allen künftigen Co-Hundeeltern schon jetzt weiträumig aus dem Weg zu gehen. Ich kann da einfach nicht mit umgehen.
Und die Dame mit dem Leitereinstieg hätte für ihre Kinder wahrscheinlich eine Waldorfschule gewählt, eine Schulform, wo die Elternschaft wirklich die Krone jeder Unzumutbarkeit darstellt
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Montag, 14. Dezember 2020
Verschnupft
Heute morgen hatte ich eine laufende Schniefnase und einen latenten Dauerhusten. Meine Diagnose lautet auf Beurkundungsunterkühlung, denn wir haben am Donnerstagabend ja die Notarurkunde für das große Projekt beurkundet und das dauerte ca. fünf Stunden, die ich in einem Raum zusammen mit fünf anderen Menschen bei sperrangelweit offenem Fenster, Außentemperatur +1°C, verbracht habe. Bei Unterschrift um kurz vor Mitternacht war ich bis nach innen durchgekühlt. Dass ich mir bei so einer Veranstaltung eine Erkältung einfange, halte ich für völlig normal, aber die Anweisung inderaktuellensituation lautet ja, bei dem kleinsten Pips zuhause bleiben, was mir heute ehrlich gesagt sehr entgegenkam.

Offiziell hieß das Home-Office, inoffiziell habe ich meine Erkältung gepflegt, das war bestimmt eine kluge Entscheidung, denn ich fühle mich jetzt schon deutlich fitter.

K hat sich wegen des Fernsehers noch mal direkt beraten lassen und sich dann umentschieden, es gibt jetzt doch keinen neuen Fernseher, sondern zunächst mal einen Chromcast-Dingsbums-Stick. Er brachte auch gleich einen mit, aber ich glaube, da ist noch irgendwas verkehrt, weil das Teil kann alles außer Fernsehen (in unserem Fall geht es um die Mediatheken), was irgendwie kontraproduktiv ist, wenn Mediathek-Fernsehen das einzige ist, wofür es erworben wurde. Ich fürchte, hier müssen wir noch ein-zwei Informations-Input-Runden drehen, bevor wir begriffen haben, was wir überhaupt brauchen.
Aber auch das wird sicherlich möglich sein.

Und weil das Geld für den Fernseher ja jetzt nicht ausgegeben wird, es gleichwohl aber schon ausgegeben war, weil PayPal auch bei Reservierungen für die Vorortabholung schon mal abbucht, hat K es jetzt einfach in neue Sonos-Boxen getauscht, die waren grade im Angebot und sofort verfügbar, das erschien ein sinnvoller Tausch.
Die alten Sonos-Boxen will er dann verkaufen, da die Dinger enorm wertstabil sind, werden die auch gebraucht immer noch zu sehr hohen Preisen gehandelt, so schließt sich dann wieder der Kreis. Wenn man noch dreimal weiter im Kreis rechnet, war der Einkauf am Ende nicht nur fast umsonst, sondern man verdient noch daran, ich habe irgendwann aufgegeben, diesen komplexen Logikstrukturen zu folgen.

Mal schauen, wie es meinem Schnupfen morgen geht, irgendjemand sollte nämlich den falschen Chromecast-Stick umtauschen
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Sonntag, 13. Dezember 2020
Sonntagsgekruschel
So, das Geweih hängt und die Hirschecke ist fertig



das war eine ziemlich umständliche Bastelei und K ist mit der Stabilität der Konstruktion absolut nicht zufrieden, aber wenn ich nicht mehr als diese paar Ketten dranhänge und vor allem nicht an den Ketten ziehe, dann soll es wohl halten, meint er.

Außerdem habe zwei Steuererklärungen fertiggestellt, die liegen jetzt abgespeichert, aber nicht übermittelt in meinem Elster-Programm. Bevor ich sie abgebe, muss ich noch eine ausführlich Erläuterung dazu schreiben und daran habe ich den sonstigen Rest des Tages rumformuliert. Es ist erstaunlich, wie lange es dauern kann, um eine Seite in sich schlüssigen Text sauber auszuformulieren und damit alle denkbaren Widersprüche gleich im Keim zu ersticken.
Nach vier Stunden Rumformuliererei (2 Zeilen schreiben, 1,9 Zeilen löschen, 3 Zeilen schreiben, 4 Zeilen löschen) habe ich jetzt die Hälfte des Textes fertig, aber eben noch nicht alles, daran werde ich wohl noch heute im Schlaf weiter dran rumschrauben.

Aber es geht voran, immerhin habe ich jetzt schon mal eine Idee, wie ich das Gesamtprojekt überhaupt angehe, jetzt fehlt nur noch die saubere Abwicklung.

Ansonsten war der Tag angenehm ruhig, keinen Meter vor die Tür, und Kochen musste ich auch nicht, war noch genug Sushi von gestern da. Dafür habe ich ein Brot gebacken und Wäsche gewaschen.

Dieses entspannte Wechseln zwischen Küche, Schreibtisch, Sofa, Waschküche, Schreibtisch, Küche, Bastelzimmer usw. gefällt mir gut und macht mich sehr zufrieden.
Außerdem gefällt es mir gut, wenn K auch den ganzen Tag im Haus ist und sich ebenfalls mit allerlei sonstigem Kleinkram beschäftigt.
Er hat heute nicht nur das Geweih angebracht, sondern sich auch ausführlich mit der Fritzbox beschäftigt, einmal alle aktiven IoT-Geräte im Haus kontrolliert, im Zweifel geupdated oder gelöscht, nur der Fernseher wollte nicht so, wie er das wollte, daraufhin hat er kurzerhand einen neuen gekauft, (Amazon liefert im Januar, alternativ morgen Abholung im Mediamarkt für 50€ günstiger, seltsame Zeiten sind das im Moment) und ich glaube, N hat grade ein schickes Weihnachtsgeschenk als Grundausstattung für seine neue Wohnung gewonnen.

Dieser Dauerhackerangriffe auf die Fritzbox liefen immer weiter, K wollte sie aber nicht einfach aus dem Internet entfernen, weil er nicht dazu neigt, bei Angriffen klein beizugeben. Nach dem er heute drei Stunden Internetrecherche mit vielen verschiedenen Einstellversuchen erledigt hat, läuft die Fritzbox jetzt fürs Internet unsichtbar und der Hacker scheint sie auch tatsächlich nicht mehr zu finden, die letzten Protokolle sind alle sauber.

Wegen Update und neuer Sicherheitsstufe verbinden sich die drei alten Sonosboxen jetzt aber nicht mehr mit dem WLan, irgendwas ist ja immer
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Samstag, 12. Dezember 2020
Erholt
Der Tag bestand heute fast ausschließlich aus Nichtstun, das war sehr, sehr wunderschön.

Als ich heute Morgen aufwachte, hatte ich im linken Ohr ein ziemlich unangenehm lautes Tuten, damit war ich gestern schon eingeschlafen und zu meinem Erschrecken war es nach dem Aufwachen immer noch da. Ein Tinnitus ist etwas, vor dem ich ziemlich Manschetten habe, denn ich gehöre zu den Menschen, die, wenn sie wählen müssten, ob sie lieber blind oder lieber taub sind, ohne zu Zögern blind wählen würden. Taub ist mein ganz persönliches Horrorszenario und Hören ist mir ganz ungleich viel wichtiger als Gucken.
Blind zu sein ist unbestritten enorm lästig und macht viele Dinge im Leben extrem unbequem, aber als emotionaler Sinneseindruck ist mir Sehen längst nicht so wichtig wie Hören.
Ein kaputtes Gehör macht mir richtig viel Angst und ein Tinnitus ist dicht dran an einem kaputten Gehör.
Außerdem fühlte sich das linke Ohr an wie in Watte gepackt und ich konnte links deutlich schlechter Hören als rechts.
K googelte die Symptome, fand "Hörsturz" und plante einen Besuch beim Notarzt, ich beschloss, einfach noch eine Runde länger zu schlafen.
Gegen 2h mittags hatte sich mein Ohr durch intensives Nichtstun selber repariert, geht doch.

Ohne das Tuten im Ohr hatte ich gleich wieder Schwung, wuselte zufrieden durchs Haus, räumte ein wenig hin und her und fand dabei einen Kalender von 2021, den ich vor vier Wochen aus dem Büro mitgebracht hatte und den ich seit ca. einer Woche schon ausführlich überall gesucht hatte und es gar nicht fassen konnte, dass er plötzlich nicht mehr da sein sollte.
Ich wusste genau, dass ich ihn auf meinem Stempeltisch ausgepackt hatte, weil ich die Werbung wegmachen wollte - und dann war er weg.
Heute lag er wieder auf meinem Stempeltisch, genau da, wo ich ihn ausgepackt hatte und wo ich in der letzten Woche bestimmt siebzehnmal nachgeschaut habe.

Sehr mysteriös.

Am Nachmittag machten wir dann eine kurze Shopping-Rundreise, Wochenendeinkäufe bei Lidl, Paket abholen aus der Packstation (steht seit neuestem auf dem Parkplatz von Lidl, sehr bequem), Weiterfahrt nach Münster, Autowaschen und ein großes Paket Sushi abholen (Vorteile des Lockdowns, auch die beharrlichsten "nur im Restaurant Anbieter" bieten jetzt Take away an und ich esse ja auch ohne Lockdown sowieso viel lieber zu Hause), auf der Rückfahrt Stopover im Baumarkt, um zwei Schrauben und acht Gardinenröllchen zu kaufen (K soll mir ein Geweih anbringen, Fotos folgen evtl. morgen) und ein Informationsrundgang durch einen Innenausstatterladen - wir bekommen ja neue Fenster auf Borkum und brauchen dann auch neue Gardinen, heute haben wir schon mal geschaut, was es aktuell so für Angebote auf dem Gardinenmarkt gibt.
Ich habe festgestellt, dass ich überhaupt gar keine Ahnung von Gardinen habe, aber jetzt kann ich schon mal etwas zielgerichteter nach weiteren Ideen im Internet suchen.

Zuhause gab es dann Sushi und ich habe so viel gegessen, dass ich anschließend nur auf allen Vieren bis zum Sofa kriechen konnte, um dort in Ruhe vorzuverdauen.
Auf dem Sofa haben wir dann eine alte Tatortfolge auf WDR3 geschaut, da wir eigentlich schon seit einigen Jahren Sonntags keinen Tatort mehr gucken, sind die meisten Wiederholungen für uns Erstausstrahlungen. Sehr praktisch.

Und bevor mein Ohr wieder beginnt zu tuten, gehe ich jetzt einfach wieder ins Bett
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Freitag, 11. Dezember 2020
Erledigt
So, alle großen Termine sind vorbei und abgearbeitet, die Notarverträge für das große Projekt sind tatsächlich unterschrieben und heute waren noch die letzte Aufsichtsratssitzungen für dieses Jahr, jetzt nur noch aufräumen und technische Aufgaben abarbeiten. Traditionell folgt auf einen Aufsichtsrattermin eine große Müdigkeit mit Erschöpfung, so auch heute, also alles wie immer, man gewöhnt sich irgendwann, allerdings wird es dadurch nicht besser, nur besser vorhersehbar.
Der Kopf ist leer, ich sitze mit stumpfem Blick auf dem Sofa und bin zu ausgepowert, um aufzustehen und ins Bett zu gehen, aber auch das ist ein bekannter Zustand.
Morgen steht ganz viel private Schreibtischarbeit an, ich freue mich schon
...

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Mittwoch, 9. Dezember 2020
Endspurt
So nach und nach rückt für einige Aufgaben die Deadline langsam in sehr sichtbare Nähe, der 31.12. ist jedes Jahr ein fristensensibles Datum, da ändert auch Corona nix dran.
Aber mit ein bisschen Glück ist morgen auch die erste Etappe in dem großen Projekt erledigt, morgen ist nämlich der Termin für den Notarvertrag und aktuell sieht es so aus, als ob wir den auch tatsächlich wahrnehmen werden.
Der erste Termin für den Notarvertrag war schon mal Ende September angesetzt, da wurde aber früh klar, dass wir den nicht halten können, danach wurden noch mehrere Termine angesetzt und immer wieder verschoben, aber jetzt sieht es ernsthaft so aus, als wären die Verträge tatsächlich abschließend endverhandelt und ausformuliert, was genaues weiß man aber natürlich erst morgen.
Die letzten 14 Tage bestanden quasi aus Dauervideokonferenzen, die sich alle um diese Verträge drehten, mittlerweile habe ich das Gefühl, dass ich schon auf juristisch träume, es wird also wirklich Zeit, dass das einem Ende zugeführt wird.

Zwischendurch dann immer noch der ganz normale, sonstige Büroalltagswahnsinn, aber auch hier habe ich begonnen, allen Mitarbeitern immer wieder zu erklären, sie sollten nun mal langsam beginnen, ihre Arbeit eigenverantwortlich und fehlerfrei zu erledigen, denn ich hätte zukünftig keine Lust mehr, ständig irgendwelche Fehler auszubügeln, ich würde deshalb künftig deutlich weniger kontrollieren, was aber für den einzelnen Mitarbeiter bedeutet, dass er um ein Vielfaches sorgfältiger arbeiten muss, denn wenn er dann Fehler macht, laufen die durch bis nach draußen und dann wird es deutlich schwieriger, da wieder etwas gradezuziehen. Ich habe das dumpfe Gefühl, dass bei einigen Mitarbeitern, die die Ankündigung "weniger kontrollieren" erst sehr erfreut zur Kenntnis nahmen, die Erkenntnis, welche Folgen das tatsächlich für sie hat, zu mittelgroßem Entsetzen führte.

Nun, wie heißt es so treffend: Das Leben ist kein Ponyhof und im Zweifel wird 2021 für einige Kollegen deutlich unbequemer als das friedliche 2020, in dem ja aus den verschiedensten Gründen sozusagen gar nichts passiert ist.

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In der Packstation wartete ein Päckchen mit zwei Schlössern auf mich - wir hatten für Greven die gleichen Schlösser bestellt wie sie in den neuen Haustüren auf Borkum verbaut sind - ein Schlüssel für alles, sehr bequem, hatten wir vorher auch und weil es auf Borkum neue Türen mit neuen Schlössern gab, tauschen wir in Greven eben wenigstens die Schlösser.
Die neuen Schlösser haben jetzt innen einen Abschließknopf, d.h. man braucht keinen Schlüssel mehr, wenn man sie von innen ab- oder aufschließen will, man kann einfach an dem Knopf drehen und so ein Feature gefällt mir schon sehr gut.

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A pro pos Abschließen: Aktuell versucht jemand unsere Fritzbox zu hacken. Wir bekommen seitenlange Protokolle über versuchte, aber nicht erfolgreiche Versuche von siebentausendvierunddrölfzig verschiedenen Usern, die sich in unsere Fritzbox einloggen wollten, aber alle wegen falschem Passwort gescheitert sind.
Ich denke zwar, dass die Fritzbox mit einem starken Passwort gesichert ist, aber ein bisschen creepy ist das schon, wenn man so einer Hackertruppe da live bei ihrem unfeinen Arbeiten zuschauen kann.

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Neuer Bestandteil unseres Luxuslebens: Wir haben jetzt ein festes Abo für einen wöchentlichen Massagetermin (Schulter/Nacken/Rücken). Seit Jahren träume ich heimlich davon, jetzt habe ich es einfach mal für uns beide organisiert und gleich ganz viele Termine im Voraus reserviert.
Ich bin sehr stolz auf mich, dass ich diese wunderbare Idee nun auch endlich tatsächlich umgesetzt habe
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Sonntag, 6. Dezember 2020
Noch mehr aufgeräumt
So langsam wird mir ja unheimlich vor mir selber, denn ich habe heute weiter auf- und umgeräumt und jetzt ist das gesamte Erdgeschoss zu 95% ordentlich, sauber und vernünftig organisiert.
Nix liegt mehr rum, keine Stapel an Kram in irgendwelchen Ecken und sogar im Eingangsbereich habe ich die gesamte Flurgarderobe aufgeräumt, auf Winter umgestellt, eine Lampe in das Hue-System eingebunden und, weil ich grad einmal dabei war, auch noch die Glastüren geputzt.
Jetzt finde ich mein Wohnzimmer richtig gemütlich, überall flackern ein paar Lämpchen (Licht lässt sich eklig schlecht fotografieren, in echt blendet da gar nichts) und der Esstisch IST LEER. In meinem nächsten Haus möchte ich einen großen Tisch im Eingang, auf dem all das Gerümpel abgeladen wird, was sonst klassischerweise auf dem Esstisch rumliegt, da freue ich mich schon sehr drauf.



Weil der Kram natürlich irgendwohin musste, habe ich vorher im Keller Platz geschaffen (aka aufgeräumt) und zwischendurch habe ich noch zwei Kuchen und zwei Brote gebacken und zwei mal die Küche wieder sauber gemacht.

Die Kuchen stehen jetzt beide im Kühlschrank (einmal Philadelphia Torte und einmal Käsekuchen nach diesem Rezept), denn morgen hat mein Westfalenmann Geburtstag und feiert in seinem Büro.

Den Brotteig für mein Standard "no knead bred" habe ich in zwei Portionen geteilt, allerdings mehr so im Verhältnis 90:10, denn ich habe neulich so einen klitzekleinen mini gusseisernen Topf gesehen und gekauft, da musste ich unbedingt ausprobieren, ob man in dem auch so ein perfektes Brot in klein backen kann.

Ergebnis: Ja kann man, es ist toll!!!


Ich brauche jetzt wohl noch mehr so kleine Gusstöpfe, so ein leckeres Brötchen habe ich noch nie gegessen.

Jetzt muss ich noch dringend Geschenke einpacken gehen
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Sonntag, 6. Dezember 2020
Saubere Sofaecke und die Freuden des Reichtums
Der Tag startete sehr schwungvoll mit einer grundlegenden Generalreinigung der Schmuddelecke hinterm Sofa.
Ich hatte ja noch mehr Hue Zigbee-kompatibles Zubehör erworben und um das einzubinden, waren umfangreiche Umorganisationsarbeiten notwendig.

Hinterm Sofa ist jetzt alles schick, ich bin selber total überwältigend, so ordentlich und aufgeräumt war es da seit Jahren nicht mehr und die neu gefundene Anordnung der Lampen und Pflanzen und Dekodinger gefällt mir ausnehmend gut. Das ist wirklich ziemlich toll geworden und ich muss im Halbstundentakt da gucken und staunen gehen, weil es so schön ist.

K ließ sich von meinem Schwung anstecken und zerschnitt die Kartons, die in den Riesenpaketen waren, um sie kleingestückelt in die Papiertonne zu befördern, jetzt stehen nur noch größere Mengen an Edelstahlbehältern auf dem Wohnzimmerteppich, weil ich es bei der Zubehörbestellung wohl etwas übertrieben und bis jetzt noch keine Ahnung habe, wo ich das Zeug endgültig verstauen soll.

Ich brauche ein neues Haus.

Als ich zu der Erkenntnis gelangt war, war es Mittag, K musste zum Flugplatz um Interessenten die Maschine, die er gestern noch fit gemacht hatte, vorzuführen und ich fand, es sei Zeit, mal wieder Einkaufen zu gehen.

Morgen werde ich Kuchen backen, habe ich geplant, dazu musste Zubehör erworben werden und außerdem wollte ich noch mehr Zigbee-Steckdosen haben, ich habe da grade so einen Umorganisationslauf.

Und ich wollte noch mehr von diesen Swiffer-Feuchttüchern haben.
Ich bin ja jetzt reich, habe ich beschlossen, und das bedeutet in erster Linie, dass ich keine Sorge mehr habe, zu verarmen, was mich zu einem zweiten Schritt bringt, der darin besteht, plötzlich Geld für Dinge auszugeben, die man auch preiswerter haben könnte, die teurer aber bequemer sind und weil ich jetzt reich bin und Geld raushauen kann, kaufe ich mir jetzt original Swiffer-Feuchttücher und nicht mehr die billigen Nachmacherprodukte aus dem 1-Euro-Shop.
So einen Swiffer-Wischer habe ich schon lange, den gab es mal im Angebot für 9,99€ und den finde ich echt ganz prima, denn da klemmt man einfach ratzfatz so ein wischergroßes Feuchttuch dran und kann mal eben fix was wischen. Kein umständliches Eimerbefüllen vorher, kein Wischmop auswringen, kein Wischwasser entsorgen, einfach gar nix, sondern nur Feuchttuch an Wischer klemmen und loswischen. Sehr komfortabel - aber natürlich auch sehr teuer, denn so ein Wischerfeuchttuch ist ein Einmalprodukt, man kann sich also sehr leicht ausrechnen, wie viel 1 x Wischen kostet, wenn man solche Tücher verwendet. Es gibt die Original-Swiffer-Feuchttücher in einer 12er Box für rund 3€, das heißt aber, dass einmal Wischen 25 Cent kostet und das ist dann ja schon viel, finde ich. Verglichen mit einer nicht berechenbaren Zahl für Kosten des Mehrfachwischers, der in der Anschaffung zwar 25€ gekostet hat, mit dem ich aber bestimmt öfter als 100 mal wischen kann - und schon wird es preiswerter.
Aber jetzt bin ich reich, jetzt kann ich mir auch Einmalwischtücher für 25 Cent leisten - und wenn man mal richtig guckt, wo sie günstig sind, dann findet man sie sogar schon für 1,94€, so viel kosten sie nämlich grade bei Netto im Angebot und das senkt den Preis für 1 x Wischen auf 16 Cent, ich meine, da wird es ja schon fast bezahlbar.

Ich habe mir also heute die Original-Swiffer-Feuchtwischtücher preiswert gerechnet und dann gleich mal 48 Stück gekauft, wahrscheinlich trocknet mir die Hälfte ein, so oft bzw. eben nicht oft, wie ich wische. Aber ich habe sie günstig erworben.
Die Nachmachertücher aus dem 1-Euro-Shop, die taugen auf alle Fälle gar nicht, das habe ich schon ausführlich getestet, die passen nämlich von der Größe nicht, die kann man nur ganz schlecht an dem Swiffer-Stil befestigen. Warum die nicht 5 cm breiter produziert werden, ist nicht zu begreifen, aber ich habe zumindest noch keine passenden Nachmacherprodukte für den Swiffer-Wischer gefunden.

Die Original Swiffer-Tücher dagegen passen natürlich prima, ich habe heute schon das zweite Wischtuch verbraucht (die Ecke hinterm Sofa glänzt jetzt) und mich dabei die ganze Zeit daran gefreut, wie gut es sich anfühlt, reich zu sein und einfach so, ohne Verarmungsproblematik, original Markenprodukte kaufen zu können.

Als ich vom Einkaufen wieder kam, war ich k.o. und Fuß lahm, aktuell tut mein Fuß wieder sehr viel und sehr schnell weh, der Arzt meint aber, das wäre alles völlig normal, war halt gründlich kaputt und das dauert.

Aber deshalb war danach nicht mehr viel los mit mir, ich habe noch Kartoffeln geschält und Reibekuchen zum Abendessen gemacht, bei Lidl gab es Lachs Carpaccio, das passte gut zusammen, danach nur noch Sofa, jetzt Bett
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