anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Mittwoch, 29. Juli 2020
PECH
Eigentlich hätte ich jetzt wirklich ausreichend Zeit zum Bloggen, denn außer mehr oder minder unbeweglich an einer Stelle zu sitzen oder zu liegen, kann ich grad eh kaum was anderes machen, uneigentlich bin ich aber jetzt grade und heute noch zu jammerig für längere Texte.

Ich bin nämlich heute vom Spaten gefallen.
K hat einen neuen Spaten bestellt, mit dem das Gartenumgraben viel besser gehen soll und ich wollte ihn gleich mal ausprobieren. Er ließ sich aber einfach nicht in den Rasen stechen, um eine Grassode abzustechen, also bin ich mit Schwung auf den Spaten gesprungen, ich dachte, was mit Gewalt nicht geht, geht vielleicht mit viel Gewalt.
Naja, ging auch nicht mit viel Gewalt, stattdessen bin ich vom Spaten abgerutscht und habe mir dabei den rechten Fuß so gewaltig umgeknickt, dass es ganz fiese Geräusche machte.

Endergebnis: Außenbandruptur, ob auch gleich ein Stück vom Knochen mit abgerissen ist, werden wir nächste Woche sehen, bis dahin gilt PECH: Pause-Eis-Compression-Hochlegen.

Das befolge ich übrigens freiwillig, weil, es tut schon eklig weh.
Auftreten ist aktuell zu 100% unmöglich, auch die kleinste Belastung schmerzt schon so unerträglich, dass selbst ein "nur ein bisschen abstützen" komplett ausscheidet.

Also habe ich mich jetzt ins Bett gelegt und erinnere mich an die alten Wehenübungen, Schmerzwegatmen, konnte ich mal ziemlich gut
.
(Abgelegt in anjeklagt und bisher 144 x anjeklickt)

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Argh!
Das tut ja schon beim Lesen weh.

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ich tue mir selber auch gründlich leid, vor allem, weil mein Alltimemantra „ich kann alles alleine“ mal so gar nicht mehr funktioniert

 
Ja, das war es auch, was mich so fertig machte, als vor über zwei Jahren die Lähmungen im Fuß einsetzten.

Früher, also in meiner Jugend, hat man solche Bänderrisse routinemäßig operiert (ich hatte 2x das Vergnügen). Recht groß daher meine Überraschung, dass man das heute nicht mehr unbedingt so macht. Vielleicht kommen Sie ja auch um die OP drumherum.

 
Bänderrisse scheinen wohl überwiegend nicht mehr operiert zu werden, noch nicht mal bei Profifußballern, wie man mir sagte, und überhaupt ist die Operationswut hier relativ gering, ich bin hier nämlich auf einer Insel, wo die gar nicht operieren können, nur gipsen, also ist Plan A der Therapie es erst mal einfach zu versuchen.
"Operieren können wir immer noch, wenn es doch nicht von alleine so zusammenwächst wie es soll." sagte mir der zuständige Oberarzt (natürlich Internist) heute, er hatte aber auch einen Spezialisten vom offiziellen Mutterkrankenhaus in Leer auf die Röntgenbilder schauen lassen.
Ich bin da aktuell noch sehr entspannt. Nächste Woche wissen wir mehr.

 
Ich hatte 2015 einen Bänderriss am rechten Fuß, das wurde auch nicht operiert, ich bekam eine Orthese sowie Schmerztabletten und machte ansonsten Umschläge mit Retterspitz drum. Da es zum Glück ein Fall für die Berufsgenossenschaft war, bekam ich auch Rezepte für Physiotherapie, wie gut, dass ich mich freiwillig versichert habe. Der D-Arzt - ein Orthopäde - taugte allerdings nichts, der Arzt der BG war stinksauer, weil der D-Arzt sich nicht an das vorgegeben Heilverfahren gehalten hatte.

 
Gute Besserung!

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Dankeschön. Es wird sicherlich, aber es dauert wohl.

 
Autsch. Ich drücke Ihnen die Daumen, dass nicht auch noch ein Stück Knochen abgerissen ist und wünsche gute und rasche Heilung.

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Danke - und wie sich das mit dem Knochen verhält, werden wir nächste Woche sehen, wenn die Röntgenkontroll-Vergleichsaufnahmen gemacht werden. Heute wurde ja erstmal entdeckt, dass viel weiter oben, im Mittelfuss, auch noch was kaputt ist, und auch da weiß man erst nächste Woche, wie sich das entwickelt. Ich bleibe also jammerig, obwohl mir durchaus klar ist, dass es nichts ändert.