anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Dienstag, 14. Juli 2020
Regentage sind auch okay
Heute war das Wetter eher trüb, es regnete zwischendurch immer mal wieder und K ernannte den Tag zum Bürotag.
Am Vormittag habe ich die Buchhaltung für den Vater gemacht, den Stapel Rechnungen und Mahnungen, die ich gestern mitgenommen habe, sortiert, abgeklärt, was davon noch bezahlt werden muss, hinter den Rechnungsausstellern hinterhertelefoniert, weil ich will, dass die ihre Rechnungen nicht an die Anschrift im Seniorenheim schicken, sondern an mich. Die allermeisten habe ich inzwischen umstellen können, aber ein paar besonders hartnäckige, die ihre Rechnungen zunächst immer an die Anschrift des Vater auf Borkum adressiert haben, schicken ihre Rechnungen jetzt ans Seniorenheim, was ich besonders dämlich finde. Ich kann verstehen, dass sie nicht von der Meldeadresse des Vaters abweichen wollen, wenn sie meinen, dass sei eine Vorschrift, dann soll es so sein. Wenn sie die Rechnungen aber jetzt ans Seniorenheim schicken, dann wird es albern, denn dort ist der Vater nicht gemeldet und es kann absolut keine Vorschrift geben, die vorschreibt, dass die Rechnungsaussteller (zB der Kreis Leer, wenn der Vater mal wieder mit dem RTW ins Krankenhaus gebracht wurde) sich ihre Rechnungsanschrift nach dem derzeitigen Aufenthaltsort aussuchen.
Ich wurde an zwei Stellen deshalb heute doch etwas sehr deutlich, insbesondere als ich klar machte, dass der Vater ganz sicher keine Mahngebühren zahlen wird. Die spinnen wohl. Erst wird wegen Corona jeder Besuch verboten, die Rechnungen werden aber an diese offiziell gar nicht existente Adresse geschickt und dann meinen die noch, sie könnten jetzt Mahngebühren verlangen, weil die Rechnungen nicht bezahlt wurden. So nicht!
Mit solchen Streitereien war ich also den Vormittag über gut beschäftigt, ich habe dann auch noch alle Rechnungen bei Krankenkasse und Beihilfe eingereicht, hier ist jetzt erst mal alles à jour.

Anschließend habe ich mich eine Zeitlang mit dem BackUp meines Blogs beschäftigt. Weil blogger.de kein eigenes BackUp vorsieht (zumindest wüsste ich nicht wie), habe ich mir überlegt, dass ich jeden Tag meinen Blogeintrag noch mal separat in OneNote speichere, so sind alle Texte auf einem zweiten Server, in einer zweiten Cloud und offline dann auch noch gespeichert und gesichert. Was ich genau damit irgendwann anfangen will, weiß ich nicht, aber ich habe mich von Ks Sicherungswahn anstecken lassen, der meint, man müsse immer alles mehrfach sichern und noch mal zusätzlich und doppelt, weil kost' ja nichts und sicher ist sicher oder so, naja, und deshalb mache ich das jetzt.
Angefangen habe ich damit aber erst vor ca. einem Jahr, was wiederum bedeutet, ich muss alle Blogeinträge der Jahre 2015 bis Juni 2019 noch nachträglich sichern, erst seit Juni 2019 bin ich halbwegs zeitnah dabei. Das sind so rund 1.400-1.500 einzelne Beiträge, das ist eine ziemlich mühselige Klickerei.
Inzwischen habe ich alles bis Januar 2016 in OneNote gespeichert, für die Jahre 2016 - 2019 habe ich immerhin schon für jeden Tag eine eigene, datumspassende Seite angelegt und jetzt arbeite ich mich mit Copy'n Paste da so stückchenweise durch meine eigene Vergangenheit. Heute habe ich Januar und Februar 2019 gesichert, dabei habe ich einzelne Einträge auch noch mal gelesen und mich gewundert, wie lange das schon alles wieder her ist.

So eine stumpfe Computerklickerei macht müde, da ich grade Urlaub habe, habe ich mich am Nachmittag einfach ein bisschen ins Bett gelegt und wunderbar für anderthalb Stunden geschlafen. Dann sind wir Einkaufen gefahren, haben neue Kartoffeln und eine Maispoularde gekauft - und heute Abend gab es Hähnchen mit Kartoffelspalten aus dem Backofen, das war unerwartet lecker. Ich habe nämlich eigentlich keine Ahnung, wie man Brathähnchen macht, aber weil mir alle Rezepte, die ich heute im Internet fand, nicht gefielen (ich mag keine Zitrone im Essen!), habe ich mir selber was ausgedacht und das hat ausgesprochen gut funktioniert. Man kann Hähnchen nämlich statt mit Zitrone auch sehr gut mit Zwiebeln, Pilzen und Knoblauch füllen, vor allem, wenn man Urlaub hat und keine olfaktorischen Rücksichten nehmen muss
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