anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Samstag, 29. August 2026
Rösti und Abfall-Pommes
Wenn es ein Lebensmittel gibt, was ich in allen vorstellbaren Verarbeitungsformen wirklich gerne mag, dann sind das Kartoffeln. Nudeln finde ich genauso langweilig wie Reis, kann man essen, muss man aber nicht und wenn es nicht vorkommt, dann fehlt mir auch nichts.

Meine Lieblingsverarbeitungsformen von Kartoffeln sind Pommes Frites oder Chips, aber auch alle anderen Varianten finde ich gut, egal ob Pellkartoffeln, Salzkartoffeln, Stampfkartoffeln, Ofenkartoffeln, Bratkartoffeln, Reibekuchen, Gratin oder Rösti - ich mag alles und bin deshalb für neue Rezepte oder Zubereitungsmethoden immer sehr offen.

Die Methode für die ultimativen Pommes hatte ich mir schon bei Felix abgeguckt, der hat jetzt weiter experimentiert und versucht, perfekte Pommes auch im Airfryer zuzubereiten und außerdem hat er grade neulich noch gezeigt, wie er Rösti macht, ich war also ausreichend angefixt und wollte das natürlich beides auch selber ausprobieren.

Weil wir dieses Wochenende Freunde zu Besuch haben, denen ich gerne etwas richtig Gutes, aber auch Besonderes zu Essen vorsetzen wollte, das aber gleichzeitig wenig Kochaufwand vor dem Essen verlangt, kam ich auf die Idee, Thunfischtartar mit Rösti anzubieten, denn das lässt sich hervorragend vorbereiten und vor dem Servieren müssen nur noch die Rösti (aus den vorbereiteten Kartoffeln) gebraten werden. Weil der Koch in Felix YouTube-Link sagt, man muss so eine Rösti aus rohen Kartoffeln nur einmal wenden, hört sich das auch alles ganz einfach an, genau mein Geschmack, was Kochen selber angeht.

Da ich Rezepte von anderen Leuten ja sehr gerne immer noch mal auf meine Möglichkeiten und meine Vorlieben anpasse, habe ich die Kartoffeln nicht einfach geschreddert, sondern spiralisiert, schließlich besitze ich schon seit über 20 Jahren den Spiralschneider von Lurch (selbstverständlich in beiden Küchen, wennschondennschon), den ich, seitdem es modern wurde, Gemüse zu spiralisieren, kaum noch benutzt habe. Wenn das alle machen, ist es blöd.

Aber wenn ich will, kann ich mich über meine Macken hinwegsetzen, weshalb ich das Gerät aus den Tiefen des Vorratsregals kramte, alle Kartoffeln, die noch im Haushalt waren, schälte und zu langen Spiralfäden verarbeitete.

Rösti aus spiralisierten Kartoffeln

Als Abfallprodukt bleibt von jeder spiralisierten Kartoffel so ein kleiner, pilzförmiger Rest übrig, den die Kinder früher mit Begeisterung roh gefuttert haben, aber da grade keine Kinder da sind, habe ich mir eine alternative Verarbeitungsmethode ausgedacht und kam auf die Idee, für diese Abfälle, das "Pommes aus dem Airfryer"-Rezept von Felix auszuprobieren.

Die Kartoffelspiralen habe ich also sehr gut trockengetupft und dann in einer Schüssel bis zum Abend in den Kühlschrank gestellt, die Kartoffelpilze habe ich für eine Viertelstunde gekocht, abgetrocknet, abkühlen lassen und dann ebenfalls in den Kühlschrank gestellt.

Außerdem habe ich am Vormittag schon das Thunfischtartar vorbereitet. Das habe ich schon häufiger zubereitet, wenn wir Gäste hatten, eben weil es sich so gut vorbereiten lässt und beim Servieren richtig schick aussieht.
Man braucht für 4 Personen
300g rohen, frischen Thunfisch (SushiQualiltät), den man in kleine Würfel schneidet,
außerdem eine Avocado,
1-2 Schalotten,
1 Frühlingszwiebel, auch alles kleingeschnitten und
1 Bund Koriander und
1/2 Bund Petersilie, sorgfältig kleingehackt.
Als Würze:
1 Limette, die Schale abreiben und den Saft auspressen,
3 EL helle Sojasauce,
5 EL Olivenöl,
Alles gut vermengen und mit etwas Chili, Salz und Pfeffer abschmecken.

Als Deko:
Creme Fraiche
Kaviar (wir nehmen immer Seehasenrogen)

Normalerweise fülle ich die Fisch-Mischung dann in Serviettenringe, die ich hübsch auf einer Platte aufgestellt habe, gebe obendrauf etwas Creme Fraiche und den Kaviar, stelle die Platte in den Kühlschrank und ziehe erst kurz vor dem Servieren die Serviettenringe nach oben ab.

Als ich das gestern auch so machen wollte, musste ich feststellen, dass ich hier auf Borkum keine Serviettenringe habe. Ich konnte es gar nicht fassen und habe das gesamte Haus abgesucht, aber ich habe keine Serviettenringe gefunden, ich war sehr baff. Jetzt habe ich einen neuen Suchauftrag für meine künftigen Flohmarktbesuche.

Uns blieb gestern also nichts anderes übrig als zu improvisieren, wir haben dann eine viereckige Silikon-Muffinform benutzt, um die Fischmasse erst mal in Form zu bringen.
K hat den Inhalt dann vorsichtig auf die Servierplatte gestürzt, das CremeFraiche wurde in eine Spritztüte mit Tülle gefüllt und anschließend oben drauf gespritzt, als letztes hat K vorsichtig die Kaviarperlen aufgesetzt. Für solche filigranen Deko-Modellierarbeiten ist immer K zuständig, ich bin für so feinen Fitzelkram viel zu grobmotorisch.

Tunfischtartar

Insgesamt sah es dann sehr gut und stylisch aus und ich denke, wir haben mit der Kombi aus spiralisierten Rösti und Thunfischtartartörtchen ausreichend Eindruck gemacht.

Heute Vormittag war Tierheim-Flohmarkt, K ist mit dem Besuch und dem Hund zu Fuß über die Promenade bis zur Kulturinsel gelaufen, ich bin mit dem Fahrrad vorgefahren, weil ich ausreichend Zeit für den Flohmarkt haben wollte.

Was wirklich Spannendes habe ich heute nicht gefunden, nur eine Spritztüte aus Kunststoff für den Mehrfach-Einsatz von Tupper fand ich sehr praktisch, weil wir doch grade gestern meine letzte Wegwerfspritztüte verbraucht hatten.

Sonst war nicht viel los, aber das muss ja auch nicht, die Saison ist ja auch bald zu Ende.

Heute Abend gehen alle früher ins Bett, gestern ist es doch gewaltig spät geworden, das möchte keiner wiederholen
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Freitag, 28. August 2026
Heute keine Zeit
Wir haben heute Besuch, d.h., wir sitzen alle zusammen und quatschen und reden und unterhalten uns, da ist keine Zeit, zwischendurch zu bloggen.
Vielleicht morgen wieder, eventuell aber auch erst am Sonntag, wir werden sehen
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Donnerstag, 27. August 2026
Erledigungstag
So, der Haushaltstransfer hat heute wieder erfolgreich funktioniert. Weil wir morgen Besuch hier auf Borkum bekommen, hielten wir es für eine gute Idee, heute schon selber anzukommen, um alles ohne Hektik vorbereiten zu können. Außerdem war heute das Wetter noch stabiler als die Vorhersage für morgen und man muss es ja nicht ohne Not drauf ankommen lassen.

Weil es noch eine Menge Dinge zu regeln und zu klären gab, haben wir beide den Vormittag am PC und am Telefon verbracht. Wir spielten kurz mit dem Gedanken, auch noch mal nach Rheda zu fahren, aber dann ließ sich alles schriftlich oder mündlich regeln, das ersparte eine Menge Fahrerei.

Ich hatte mir heute eine Liste mit mehr als zehn kleinen Miniaufgaben gemacht, die ich jetzt schon wieder seit längerem vor mir herschiebe und unbedingt erledigen wollte, um nicht mehr daran denken zu müssen.

Aufgaben, die absolut betrachtet nur ein Klacks in der Erledigung sind, nehme ich meist nicht ernst und schiebe sie ewig lange vor mir her, bis es dann irgendwann richtig dringlich und hektisch wird.
Außerdem spuken sie mir dauernd als Gedanken durch den Kopf, weil ich sie ja nicht als abgehakt verschwinden lassen kann, sondern durchaus sicherstellen möchte, dass ich sie nicht vergesse.

Das einfachste ist also, sie einfach zu erledigen, aber weil ich so ein entsetzlich fauler Mensch bin und so erschreckend wenig Selbstdisziplin besitze, ist das mit dem einfach erledigen in echt dann eben doch nicht so einfach. Im Gegenteil, es ist wirklich kompliziert, aber die Idee mit der Liste und dem Abhaken war eine gute Idee, bis auf eine Aufgabe ist alles erledigt.

Unter anderem habe ich heute die Kündigung des Mietvertrages für das Haus in Greven verschickt, jetzt ist es offiziell, bis zum 30.11. muss das Haus geräumt sein. Ich hoffe sehr, dass die meisten der noch fehlenden Handwerkerarbeiten im September fertiggestellt werden, dann könnten wir im Oktober umziehen und haben den November noch Zeit, den Kram aus dem Haus, den wir nicht umziehen, loszuwerden oder zur Not als Sperrmüll an die Straße zu stellen.
Das wird schon funktionieren, ich bin da sehr zuversichtlich.

So gegen 15h hatten wir im Grevenhaus alles aufgeräumt, sauber gemacht und zusammengepackt, um 17h waren wir auf Borkum und ich war sehr zufrieden, dass der Fisch den Transport so gut überstanden hatte, er war immer noch eiskalt gekühlt, ich räumte ihn dann hier sofort wieder in den Kühlschrank, morgen gibt es Thunfisch-Tartar.

Sonst ist nicht sehr viel passiert. Wir sind beide ziemlich platt von dem Tag, im Grunde haben wir ja beide nonstop irgendetwas erledigt, gemacht, getan, Zeit für Pause war nicht und auch das Fliegen ist anstrengend, weil man schon sehr konzentriert ist und außerdem war es heute wieder eklig warm.

Morgen soll es kühler werden und regnen, schauen wir mal
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Mittwoch, 26. August 2026
Flohmarkt, Baustelle, Hundewiese
Der Plan für heute war:
Als erstes zum Flohmarkt nach Münster, weil ich dort eine große Tasche voller Schuhe loswerden wollte, die schon seit einiger Zeit mit uns im Auto rumreist. Letzten Samstag war meine Flohmarktfrau nicht da, deshalb war das ein wichtiger Programmpunkt für heute.

Außerdem wollte ich noch zum Großmarkt und ein paar Dinge einkaufen, die es nur dort gibt. Wir bekommen übers Wochenende Besuch und ich fühle mich herausgefordert, die Gäste gut zu bewirten, weil die das auch immer machen, wenn wir sie besuchen.

Und dann war natürlich auch noch ein Besuch auf der Baustelle geplant, im Moment passiert dort so viel, da ist es einfach spannend, die täglichen Fortschritte zu beobachten.

Im Grunde keine schwierige Tagesplanung, weil wir morgens aber gewaltig rumtrödelten, fuhren wir erst nach 11h hier in Greven los, etwas spät für den Flohmarkt, denn als wir ankamen, packten die ersten schon wieder ein.

Ich wollte aber vor allem meine Sachen loswerden und das klappte vorzüglich. Die Flohmarktfrau freute sich, weil sie sagt, Schuhe gehen immer und ich freute mich, weil ich diese Methode des Aussortierens am allerbesten finde, winwin für alle.

Weil ich mich mit dem Wetter verschätzt hatte, kaufte ich auf dem Flohmarkt kurzerhand eine Jacke. Ein glücklicher Zufall fügte es, dass ich genau so eine Jacke schon länger suchte (Sweat-Kapuzenjacke aus Baumwolle) und genau heute fand ich also eine, wo ich sie wegen der frischen Temperaturen auch sofort gut gebrauchen konnte und dann passte sie auch noch hervorragend zu der Hose, die ich heute anhatte.

Sehr viel mehr gab es sonst nicht, noch ein paar Bücher, eine antike Wasserwaage und einen Knie-Bethocker (als Trainingstisch für Bixa), ich war trotzdem sehr zufrieden mit dem heutigen Ergebnis.

Anschließend fuhren wir in den Großmarkt und kauften genau das, was ich mir für das Wochenende an Delikatessen vorgestellt hatte.
Etwas grinsen musste ich über ein Schild, auf dem ein Sale beworben wurde:

Superangebot: kaufe 3, bezahle 3

Wenn man die drei Flaschen intus hat, dann wird man wohl darauf hereinfallen.

Weil ich Fisch gekauft hatte, fuhren wir danach erst mal wieder nach Greven und steckten die Einkäufe in den Kühlschrank.

Ich erledigte dann noch ein paar Dinge am PC, gegen 16h machten wir uns auf den Weg nach Rheda, unterwegs fiel uns auf, dass es schon etwas spät sein könnte und dass wahrscheinlich die meisten Handwerker schon Feierabend gemacht haben.

Als wir ankamen verabschiedeten sich grade die Aufzugsbauer, die werden wohl noch so 1-2 Tage brauchen, bevor der Aufzug fertig ist, aber man kann jetzt schon erkennen, wie es nachher aussehen wird, so langsam nimmt das Projekt Formen an.
Der Aufzug nimmt Formen an
Schön finde ich, dass Bixas Pfotenabdruck immer noch zu sehen ist
Der Pfotenabdruck ist immer noch zu sehen

Die Putzer waren heute auch wieder fleißig, inzwischen sind Bad und Schlafzimmer fertig geputzt und meine Begeisterung für Lehmputz wird immer größer.
Nicht nur, dass mir die Optik richtig gut gefällt (nie mehr Tapeten, yeah), es ist vor allem das Raumklima, was sich in einem Haus mit Lehmputz vollständig anders anfühlt.

Ich war schon häufig auf Baustellen von Neubauten und wenn es eines gibt, was meiner Meinung nach überall gleich ist, dann ist es der Geruch. Eine Neubaubaustelle riecht nach Neubau.

Unsere Baustelle riecht nicht. Sie riecht einfach gar nicht. Sie ist dermaßen geruchsneutral, dass es schon fast wieder auffällig ist.

Der Putzer sagte, er hätte mal zwei Doppelhaushälften geputzt. In dem einen Haus "normaler" Kalkzementputz, in dem anderen Lehmputz. Da hätte man den Unterschied in der Raumatmosphäre wirklich sehr gut vorführen können, denn ansonsten waren die beiden Doppelhaushälften ja gleich, aber wenn man von dem Lehmputzhaus in das Kalkputzhaus ging, hatte man das Gefühl, man bekommt einen Schlag, so groß war der Unterschied.

Inzwischen kann ich mir das richtig gut vorstellen und freue mich jeden Tag darüber, dass wir uns den Luxus von Lehmputz leisten können und geleistet haben.
Lehmputz kostet mehr als das Doppelte von normalem Putz - aber inzwischen wäre ich auch bereit, das Dreifache zu bezahlen, das Zeug ist es einfach wert.

Die Sauna war ja gestern schon fertig, heute haben die Putzer noch mal alle Macken im Putz, die durch den Einbau entstanden sind, ausgebessert.

Der Putz im Bad

Unten rechts ist eine Wand, die grade wieder mit Wasser bespitzt wurde, um die oberste Lehmschicht noch etwas mehr zu glätten. Ich fand, man hätte die Wand in dem Zustand auch sofort als Kunst verkaufen können.

Nach dem wir alle Fortschritte des heutigen Tages bewundert hatten, fuhren wir zur Vorratsgarage, um die Topfspüle zu holen. Die Putzer halfen, sie ins Haus zu tragen (das Teil ist bannig schwer) und jetzt steht sie neben der Kücheninsel und kann bei nächster Gelegenheit eingebaut und angeschlossen werden. Das einzige, was vorher noch passieren muss, ist, dass die Maler einmal durch den Vorratsraum gehen. Bei diesem Miniraum neben der Küche haben wir uns den Lehmputz verkniffen.....

Die Topfspüle steht jetzt auch schon parat

Zum Abschluss des Tages fuhren wir noch einmal auf die Hundewiese an der Ems. Bixa traf dort auf jede Menge Hunde zum Rennen und Toben, insgesamt waren damit alle mit dem heutigen Tag zufrieden
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Dienstag, 25. August 2026
Weiter auf dem Bau und Thema vergessen
Den größten Teil des Tages habe ich heute wieder auf der Baustelle zugebracht, K hatte andere Termine in Rheda und ich habe mich deshalb einfach am Haus absetzen lassen, weil ich es interessanter fand, dort zu warten als einfach sinnlos im Auto zu sitzen.

Die Sauna ist heute fertig geworden, jetzt muss der Elektriker sie noch anschließen und dann machen wir einen Einweisungstermin und lassen uns genau erklären, wie sie zu bedienen ist und was wir beachten müssen.

Die Küchenbauer haben den ersten Teil ihrer Arbeit auch erledigt, es fehlt noch die große Dectonplatte für die Insel und alle Echtholzteile, das kommt frühestens nächste Woche. Außerdem müssen alle Geräte noch angeschlossen werden, d.h. hier sind dann Klempner und Elektriker gefragt, mit etwas Glück ist die Küche vielleicht in 2-3 Wochen einsatzbereit.

Das eilt aber auch nicht, denn im Rest des Hauses gibt es sowieso noch jede Menge Dinge zu tun.

Die Putzer sind noch eine Weile beschäftigt, genauso wie der Fliesenleger. Mit dem Parkettleger müssen wir jetzt einen Termin vereinbaren, wann der kommt. Die Maler müssen auch noch verschiedene Dinge fertigstellen, insgesamt sind wir also wirklich noch weit von fertig entfernt.

Die Aufzugbauer haben heute eifrig weiter gebaut, die werden wohl erst Ende der Woche fertig sein, aber immerhin.

Eigentlich habe ich heute ja nicht viel gemacht, aber trotzdem war ich schon am frühen Abend so müde, dass ich nur noch erschöpft auf dem Sofa hing und keine Lust mehr hatte, irgendwas zu kochen. Ein Hoch auf Dosensuppen.

Während ich da auf dem Sofa mehr lag als saß, habe ich mir ausführlich Gedanken zu einem konkreten Thema gemacht und überlegt, wie ich das verbloggen könnte. Erste Satzfragmente hatte ich auch schon gedanklich formuliert.

Dann haben wir gemeinsam Raum und Etage gewechselt, K ist schon ins Bett gegangen und ich habe noch mal den PC angeworfen, weil ich ja ein interessantes Thema zum Bloggen hatte.

Als der Rechner hochgefahren war und ich die Eingabeseite zum Schreiben aufrief - war das Thema weg.
Verschwunden.
Komplett perdu.
Alles gelöscht. Ich kann mich absolut überhaupt gar nicht mehr daran erinnern, über was ich nur 10 Minuten vorher so intensiv nachgedacht habe.

Das wird ein böses Ende nehmen, mit mir und dieser seltsamen Spontan-Vergesslichkeit, mir ist das ausgesprochen unheimlich.

Ich habe dann einfach mal so vor mich hingetippt und meinen Tag aufgeschrieben, aber das Thema, über das ich vorher so ausgiebig nachgedacht hatte, tauchte nicht wieder auf. Nun denn, dann muss ich das für heute akzeptieren. Hilft ja nicht
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Montag, 24. August 2026
Baufortschritte und Grundnahrungsmittel
Auf der Baustelle ist grade richtig was los.
Die Küchenbauer waren heute da und haben die Küche schon zu 75% fertig aufgebaut, es fehlt noch die Decton Arbeitsplatte für die Kochinsel, die der Steinmetz liefern wird. Der heute Abend auch prompt zum Aufmaß erschien.
Und es fehlen noch die Echtholz-Teile, an die die Baumkante drangefummelt werden muss, die kommen von einem anderen Schreiner, der das zuliefert.
Auf alle Fälle kann man die endgültigen Dimensionen der Küche schon gut erkennen und ich bin ganz ungemein begeistert, das wird wirklich richtig gut.

Außerdem wurde der Aufzug heute eingebaut, oder genauer gesagt: Die Aufzugsfirma hat mit dem Einbau begonnen und hat vielleicht bisher die Hälfte geschafft, die kommen diese Woche also noch öfter.

Und die Sauna wurde eingebaut, die ist auch zu 75% fertig und auch die sieht richtig gut aus und gefällt mir sehr.

Dann war der Fliesenleger wieder da, er sagt, er wurde gesund gespritzt und er wird unsere Baustelle jetzt fertig machen, ich drücke mal feste die Daumen, aber er hat heute im Keller den Hausanschlussraum begonnen zu fliesen, das war wirklich wichtig. Damit wird er wohl morgen fertig sein und dann kann der Installateur endlich seine Arbeit fortsetzen.

Für alle weiteren Installationsarbeiten im Haus müssen jetzt nämlich zunächst mal die Anschlüsse im Hausanschlussraum installiert werden, dabei werden verschiedene Teile auf dem Boden aufgestellt - und das ist nur sinnvoll, wenn der Boden zu dem Zeitpunkt auch fertig gefliest ist, denn nachher fliesen geht nicht mehr.

Die Putzer waren auch da, außerdem der Trockenbauer, der die letzten Bretter der Holzverkleidung im Arbeitszimmer angebracht hat und der Elektriker hat weiter an seiner Verteilung gearbeitet.

Es war also richtig Gewimmel auf der Baustelle, aber alle kamen gut voran, das ist insgesamt alles sehr erfreulich.

Wir fuhren am Nachmittag dann noch mit dem Hund auf die Hundewiese an der Ems, da waren diesmal eine Menge Hunde, Bixa kam voll auf ihre Tobekosten.

Während der Hund dort tobte, saß ich am Rand und scrollte auf meinem Handy durch die verschiedenen Apps der Discounter, das mache ich Montags ganz gerne, um zu schauen, welche Produkte diese Woche bei wem im Angebot sind.

Bei Kaufland gibt es zur Zeit Mini-Pizza im Burger Style als Grundnahrungsmittel im Sonderangebot

Grundnahrungsmittel im Sonderangebot

und ich habe das Gefühl, die haben doch alle einen Knall, oder
?

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Sonntag, 23. August 2026
Baukram und Umgang mit Regeln
K hatte sich heute mit einem Bekannten, der etwas von Bauen versteht, an der Baustelle verabredet, um einmal gemeinsam den Baufortschritt und den aktuellen Zustand der bekannten Baumängel zu begutachten.

Wir fuhren also nach Rheda und ich nutzte die Gelegenheit, heute die Hose anzuziehen, die ich schon letzten Monat nur wegen der Farbe gekauft hatte. Eigentlich wollte ich ja nur noch weite Hosen kaufen, bei dieser habe ich aber wegen der Farbe eine Ausnahme gemacht. Ich ging nämlich davon aus, dass die Hose genau die Farbe meiner Küche hat und heute wollte ich diese Vermutung endlich mal überprüfen.
Ergebnis: Passt perfekt, also Hose zur Küche. Dass ich kurz darauf auf dem nächsten Flohmarkt dann auch noch das passende T-Shirt dazu fand, war dann ein besonders glücklicher Zufall.

Die Hose passt zur Küchenfarbe

Außerdem hatte ich den ersten Einrichtungsgegenstand dabei, für den ich gerne schon mal im Haus einen Platz finden wollte. Eigentlich hatte ich gehofft, er passt auf den Stahlträger im Bad, der ist aber nach oben nicht offen, so dass ich auf den Stahlträger im Arbeitszimmer ausgewichen bin.
Da sind zwar die Holzarbeiten an der Decke noch nicht komplett fertig, aber der Hirsch ist trotzdem schon mal eingezogen.

Der erste Einrichtungsgegenstände ist an seinem finalen Platz im Haus angekommen

Ich finde, er passt da wunderbar hin und ich freue mich, dass er so leicht zu montieren war, ich habe ihm nämlich unter die Füße vier kleine Neodymmagnete geklebt und damit steht er jetzt bombenfest auf diesem Stahlträger.

Ein Foto von Freitag muss ich auch noch nachreichen, denn dem Hund ist es gelungen, sich für immer im Untergrund des Hauses zu verewigen.
Der Hund hat einen Pfotenabdruck für die Ewigkeit hinterlassen
Im Aufzugsschacht musste nachträglich noch Estrich verlegt worden, der ist deshalb am Freitag früh gegossen worden, damit am Montag der Aufzug eingebaut werden kann. Als K sich am Freitag das fertige Ergebnis anschaute, musste der Hund natürlich auch sofort kontrollieren, was sein Herrchen da so intensiv anstarrt…

Die Putzer sind aktuell damit beschäftigt, überall den abschließenden Feinputz aufzutragen.
Bei dem Farbton für das Schlafzimmer waren wir uns nicht sicher, weil wir ein helles Beige wollten, auf der Farbkarte von Conluto gibt es aber drei Farbtöne, die sehr ähnlich aussehen, weshalb wir uns vorsichtshalber von allen drei Farben eine Musterfläche anlegen ließen.

Das war eine gute Entscheidung, denn in echt gibt es doch große Unterschiede.
Musterflächen zur finalen Farbwahl

Wir haben uns jetzt für den mittleren Farbton entschieden, die anderen sind uns zu dunkel.

Für das Badezimmer haben wir den Farbton "Muschel mit Perlmuttsand" gewählt, der wiederum wird auf der Farbtafel relativ realistisch passend wiedergegeben, lässt sich dafür in echt überhaupt nicht farbrichtig fotografieren. Also, zumindest von mir nicht, ich habe wirklich alles mögliche ausprobiert, aber auf meinen Fotos sehen die Flächen, die schon fertig sind, viel zu grau aus, dabei sind sie in echt eher ein pudriges Hellgrünblau

Im Badezimmer wird der Feinputz aufgetragen
(Und ja, die braunen Flächen werden auch noch muschelig, die Putzer sind ja noch nicht fertig.)

Auf der Farbkarte von Conluto kann man den Farbton etwas besser erkennen.
Farbkarte von Conluto Lehmfeinputz
Muschel ist der dritte Farbklecks von rechts in der obersten Reihe

Weil morgen die Küche aufgebaut werden soll, der Fliesenleger die letzte Woche wegen Krankheit aber ausgefallen war und die Sockelleisten deshalb noch nicht versilikoniert hatte, legte er heute eine Sonntagsschicht ein und machte die Fugen dicht, damit es wegen seines Ausfalls keine größeren Terminverschiebungen der Folgegewerke gibt.

Mit Ks Freunden fuhren wir nach der Baubegehung noch ins Seecafé am Emssee, aßen eine Kleinigkeit und unterhielten uns über alles mögliche.

Unter anderem erzählte ich die Geschichte von Oli P., da für mich Menschen, die sich so benehmen, dem Prototyp des arroganten Arschloches schon ziemlich nahekommen.

Ks Freund meinte, ihn würde das nicht stören und ob da jetzt jemand über den bebauten Teil der Insel fliegt oder andersrum, das wäre doch eigentlich ziemlich wurscht.

Darauf entstand eine Diskussion darüber, worüber man sich aufregt und was einen stört und dass es viel zu viele unsinnige Regeln gibt, die überhaupt keinen Sinn und Nutzen haben und dass man sich an solche Regeln nicht halten muss.

Ich bin ganz klar Team Regelbeachter, weil ich der Meinung bin, dass die Alternative ruckzuck zu Wildwest-Methoden führt, wenn jeder selber entscheiden darf, ob er eine Regel sinnvoll findet oder nicht und sich frei nach seiner eigenen Einschätzung dann daran hält oder nicht.

Für mich sind gesetzlich vorgeschriebene Regeln zu akzeptierende Folgen einer Demokratie. Das Volk hat sich eine Regierung und Regierungsvertreter gewählt und die bestimmen dann im Wesentlichen darüber, welche Regeln es gibt.

Jetzt mag es sein, dass es überhaupt gar niemandem schadet, wenn ich nachts um 3h auf einer einsamen Straße über eine rote Ampel fahre, solange es aber keine offizielle Vorgabe gibt, die sagt, nachts um 3h müssen rote Ampeln nicht beachtet werden, gilt halt die Grundsatzregel, dass man an einer roten Ampel anhalten muss und erst bei Grün weiterfahren darf. Egal wieviel Verkehr grade drumherum stattfindet.

Ich selber halte also auch (fast immer) nachts um 3h an roten Ampeln, einfach weil ich finde, dass das Teil der Vereinbarung ist.
Wenn ich in diesem Land leben möchte, dann muss ich mich auch an die Regeln halten und wenn ich das nicht tue, dann kann ich mich nicht darüber beschweren, wenn das sanktioniert wird.

Menschen, die ich wirklich zutiefst verachte, sind die, die sich erst nicht an eine Regel halten, sich dann aber massiv beschweren, dass sie dabei erwischt wurden.
Erst großspurig über die Regeln der Gemeinschaft hinwegsetzen und dann jammern. Was für Waschlappen.

Wenn ich finde, dass es in meinem Umfeld gesetzliche Regeln gibt, die unsinnig sind, dann steht es jedem frei, sich entsprechend zu engagieren und dafür einzusetzen, dass diese Regeln geändert werden.

Wenn ich das nicht tue oder dabei nicht erfolgreich bin, halte ich eine private Regeländerung nur für mich selber nicht für eine akzeptable Alternative.

Und ja, natürlich bin ich auch schon zu schnell gefahren und dabei geblitzt worden, aber wenn ich zu schnell fahre, dann fast immer aus Unachtsamkeit. Aus reinem Vorsatz, weil ich die Zone 30 an dieser Stelle blödsinnig finde und deshalb nicht ernst nehme, das ist meiner Meinung nach keine akzeptable Einstellung.

Jetzt ist es nicht so, dass ich zum Denunziantentum neige, wenn ich also sehe, dass jemand eine Regel einfach übertritt, dann ist meine spontan Reaktion nur ein: Ach kuck, was für ein Arschloch.

Zwar wünsche ich mir manchmal, ich hätte dann auch die passende Polizeigewalt und könnte die übelsten dieser Arschlöcher sofort persönlich zur Rechenschaft ziehen, das ist aber nur so ein Wunschdenken, weil ich es schade finde, dass so viele mit ihren Regelübertretungen regelmäßig ungebüßt davon kommen.
Jemanden deshalb anzuzeigen fiele mir also nicht, aber dieses intensive Arschlochgefühl, das habe ich durchaus und je nach Situation verhalte ich mich dann ebenfalls passend arschlochig zurück.

Es gibt auf Borkum verschiedene Wege, die sind ganz offiziell für Fahrradfahrer gesperrt. Da stehen große Schilder, die nicht zu übersehen sind. Das sind für mich dann die Regeln, die zu beachten sind.
Wenn Leute da dann trotzdem Fahrrad fahren, finde ich es völlig in Ordnung, wenn sich die dort laufenden Fußgänger dagegen wehren.

Wenn da weit und breit kein Fußgänger ist, dann kann ich es eventuell noch verstehen, dass dann jemand dort Fahrrad fährt, weil er ja niemanden stört, er muss aber mit dem Risiko leben, dass dann vielleicht doch irgendwo ein Polizist auf der Lauer liegt und ihm eine saftige Strafe aufbrummt und ja, das fände ich auch völlig in Ordnung, weil das nunmal unsere Regeln sind.

Ich zB gehe als Fußgänger in einer reinen Fußgängerzone grundsätzlich nicht zur Seite, wenn hinter mir jemand klingelt (ja, die dummdreisten Trotzdemradfahrer sind sich nicht zu schade, dann auch noch zu klingeln) und seitdem ich einen Hund habe, mache ich mir auch noch einen Spaß daraus, maximal viel Straße durch eine weitausgezogene Hundeleine zu versperren. Besonders gut funktioniert das auf den für Fahrradfahrer verbotenen Ersatzwegen neben der Promenade.
Und ja, wenn eine Omma mit ihrem Rad dann stürzt, dann ist das eben ihr persönliches Pech. Schließlich gibt es überhaupt keinen Grund, dass sie dort fahren muss.

Wenn die Fahrradfahrer meinen, sie hätten ein Recht dort zu fahren, weil ich ihnen ja einfach ausweichen könnte, dann habe ich auch ein Recht, sie zu ärgern, weil sie mir ja auch einfach ausweichen können.

Vor dem Seecafé, in das wir heute gegangen sind, ist ein großer Wendekreis, damit Leute, die auf der Suche nach einem Parkplatz bis nach vorne zum Cafè gefahren sind, auch problemlos dort wenden können, um wieder zurückzufahren. Als wir heute das Café wieder verließen, stand mitten in diesem Wendekreis ein großer dicker Mercedes und parkte dort ganz ungeniert. Ist natürlich ein toller Parkplatz, dichter dran geht nicht. Dass alle anderen jetzt dort nicht mehr problemlos wenden, sondern mühsam rangieren mussten, wenn sie wieder zurückfahren wollten, war offensichtlich nicht sein Problem.

Ich nahm das sofort als Beispiel, dass ich finde, das gehört sich nicht und dass ich es von dem Mercedesfahrer eine ausgesprochen arrogante Rücksichtslosigkeit finde, sich einfach dort hinzustellen.

Ks Freund hatte sofort diverse Erklärungen, warum das Auto eventuell dort stehen könnte - hat einen alten Menschen gebracht oder holt jemanden ab - aber ich finde, ich muss keine Entschuldigungen suchen, nur um den Fahrer dieses Autos nicht sofort und bedenkenlos zu verurteilen. Wenn er wirklich nur ganz kurz dort steht, dann ist es seine Aufgabe, das zu signalisieren, er könnte dann zB die Warnblinkanlage einschalten und die Tür offen lassen. Dieses Auto parkte dort aber ganz offensichtlich länger, ich habe es nach unserem Meinungswechsel dann extra beobachtet.

Ich finde, ich darf einen Typ, der so parkt, spontan als Arschloch abstempeln und im Zweifel dann auch so behandeln. z.B. ein bisschen Hundekacke gleich neben die Stelle legen, wo er nachher wieder einsteigen wird (wenn man grade Hundekacke griffbereit dabei hat, hatte ich leider nicht, was ich sehr schade fand).

Ich neige hier durchaus zu militantem Verhalten.

Und außerdem neige ich ja auch zu Schubladendenken, das habe ich schon mehrfach zugegeben, aber wenn dort nicht so ein dicker, neuer Mercedes geparkt hätte, sondern ein verschrammelter alter Toyota oder so, dann wäre ich viel eher bereit gewesen, eine Begründung zu finden, weshalb das Auto dort parkt, die nicht sofort mit "Ist einfach ein Arschloch" endet.

Sehr uneins waren wir uns auch bei dem Begriff "Krach machen". Ich finde Musik, die eine Lautstärke von mehr als 70 Dezibel hat, ja grundsätzlich zu laut und will nicht damit belästigt werden.
Aus diesem Grund gehe ich auch niemals auf irgendwelche Konzerte oder Festivals - es ist mir dort zu laut.

Gleichzeitig weiß ich, dass es Leute gibt, die Musik nur ab 110 Dezibel (mindestens) gut finden und grundsätzlich habe ich da auch nichts gegen - ich finde aber, diese Menschen müssen sich mit ihrem Krach dann in einen schalldichten Raum begeben, um andere nicht damit zu belästigen.

Wenn Leute ihre Musik nur in einer entsprechenden Lautstärke und nur open air genießen können und meinen, sie hätten ein Recht darauf, dann haben wir ein Problem. Und nein, ich finde nicht, ich muss das dann einfach hinnehmen, denn die Freiheit des einen endet immer genau dort, wo die des anderen anfängt
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