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Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Samstag, 29. August 2026
Rösti und Abfall-Pommes
Wenn es ein Lebensmittel gibt, was ich in allen vorstellbaren Verarbeitungsformen wirklich gerne mag, dann sind das Kartoffeln. Nudeln finde ich genauso langweilig wie Reis, kann man essen, muss man aber nicht und wenn es nicht vorkommt, dann fehlt mir auch nichts.

Meine Lieblingsverarbeitungsformen von Kartoffeln sind Pommes Frites oder Chips, aber auch alle anderen Varianten finde ich gut, egal ob Pellkartoffeln, Salzkartoffeln, Stampfkartoffeln, Ofenkartoffeln, Bratkartoffeln, Reibekuchen, Gratin oder Rösti - ich mag alles und bin deshalb für neue Rezepte oder Zubereitungsmethoden immer sehr offen.

Die Methode für die ultimativen Pommes hatte ich mir schon bei Felix abgeguckt, der hat jetzt weiter experimentiert und versucht, perfekte Pommes auch im Airfryer zuzubereiten und außerdem hat er grade neulich noch gezeigt, wie er Rösti macht, ich war also ausreichend angefixt und wollte das natürlich beides auch selber ausprobieren.

Weil wir dieses Wochenende Freunde zu Besuch haben, denen ich gerne etwas richtig Gutes, aber auch Besonderes zu Essen vorsetzen wollte, das aber gleichzeitig wenig Kochaufwand vor dem Essen verlangt, kam ich auf die Idee, Thunfischtartar mit Rösti anzubieten, denn das lässt sich hervorragend vorbereiten und vor dem Servieren müssen nur noch die Rösti (aus den vorbereiteten Kartoffeln) gebraten werden. Weil der Koch in Felix YouTube-Link sagt, man muss so eine Rösti aus rohen Kartoffeln nur einmal wenden, hört sich das auch alles ganz einfach an, genau mein Geschmack, was Kochen selber angeht.

Da ich Rezepte von anderen Leuten ja sehr gerne immer noch mal auf meine Möglichkeiten und meine Vorlieben anpasse, habe ich die Kartoffeln nicht einfach geschreddert, sondern spiralisiert, schließlich besitze ich schon seit über 20 Jahren den Spiralschneider von Lurch (selbstverständlich in beiden Küchen, wennschondennschon), den ich, seitdem es modern wurde, Gemüse zu spiralisieren, kaum noch benutzt habe. Wenn das alle machen, ist es blöd.

Aber wenn ich will, kann ich mich über meine Macken hinwegsetzen, weshalb ich das Gerät aus den Tiefen des Vorratsregals kramte, alle Kartoffeln, die noch im Haushalt waren, schälte und zu langen Spiralfäden verarbeitete.

Rösti aus spiralisierten Kartoffeln

Als Abfallprodukt bleibt von jeder spiralisierten Kartoffel so ein kleiner, pilzförmiger Rest übrig, den die Kinder früher mit Begeisterung roh gefuttert haben, aber da grade keine Kinder da sind, habe ich mir eine alternative Verarbeitungsmethode ausgedacht und kam auf die Idee, für diese Abfälle, das "Pommes aus dem Airfryer"-Rezept von Felix auszuprobieren.

Die Kartoffelspiralen habe ich also sehr gut trockengetupft und dann in einer Schüssel bis zum Abend in den Kühlschrank gestellt, die Kartoffelpilze habe ich für eine Viertelstunde gekocht, abgetrocknet, abkühlen lassen und dann ebenfalls in den Kühlschrank gestellt.

Außerdem habe ich am Vormittag schon das Thunfischtartar vorbereitet. Das habe ich schon häufiger zubereitet, wenn wir Gäste hatten, eben weil es sich so gut vorbereiten lässt und beim Servieren richtig schick aussieht.
Man braucht für 4 Personen
300g rohen, frischen Thunfisch (SushiQualiltät), den man in kleine Würfel schneidet,
außerdem eine Avocado,
1-2 Schalotten,
1 Frühlingszwiebel, auch alles kleingeschnitten und
1 Bund Koriander und
1/2 Bund Petersilie, sorgfältig kleingehackt.
Als Würze:
1 Limette, die Schale abreiben und den Saft auspressen,
3 EL helle Sojasauce,
5 EL Olivenöl,
Alles gut vermengen und mit etwas Chili, Salz und Pfeffer abschmecken.

Als Deko:
Creme Fraiche
Kaviar (wir nehmen immer Seehasenrogen)

Normalerweise fülle ich die Fisch-Mischung dann in Serviettenringe, die ich hübsch auf einer Platte aufgestellt habe, gebe obendrauf etwas Creme Fraiche und den Kaviar, stelle die Platte in den Kühlschrank und ziehe erst kurz vor dem Servieren die Serviettenringe nach oben ab.

Als ich das gestern auch so machen wollte, musste ich feststellen, dass ich hier auf Borkum keine Serviettenringe habe. Ich konnte es gar nicht fassen und habe das gesamte Haus abgesucht, aber ich habe keine Serviettenringe gefunden, ich war sehr baff. Jetzt habe ich einen neuen Suchauftrag für meine künftigen Flohmarktbesuche.

Uns blieb gestern also nichts anderes übrig als zu improvisieren, wir haben dann eine viereckige Silikon-Muffinform benutzt, um die Fischmasse erst mal in Form zu bringen.
K hat den Inhalt dann vorsichtig auf die Servierplatte gestürzt, das CremeFraiche wurde in eine Spritztüte mit Tülle gefüllt und anschließend oben drauf gespritzt, als letztes hat K vorsichtig die Kaviarperlen aufgesetzt. Für solche filigranen Deko-Modellierarbeiten ist immer K zuständig, ich bin für so feinen Fitzelkram viel zu grobmotorisch.

Tunfischtartar

Insgesamt sah es dann sehr gut und stylisch aus und ich denke, wir haben mit der Kombi aus spiralisierten Rösti und Thunfischtartartörtchen ausreichend Eindruck gemacht.

Heute Vormittag war Tierheim-Flohmarkt, K ist mit dem Besuch und dem Hund zu Fuß über die Promenade bis zur Kulturinsel gelaufen, ich bin mit dem Fahrrad vorgefahren, weil ich ausreichend Zeit für den Flohmarkt haben wollte.

Was wirklich Spannendes habe ich heute nicht gefunden, nur eine Spritztüte aus Kunststoff für den Mehrfach-Einsatz von Tupper fand ich sehr praktisch, weil wir doch grade gestern meine letzte Wegwerfspritztüte verbraucht hatten.

Sonst war nicht viel los, aber das muss ja auch nicht, die Saison ist ja auch bald zu Ende.

Heute Abend gehen alle früher ins Bett, gestern ist es doch gewaltig spät geworden, das möchte keiner wiederholen
.

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