anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Freitag, 24. Juli 2026
Ein wenig orientierungslos durch den Tag gestolpert
So Tage ganz alleine, die man nicht selber initiiert hat, weil man irgendwo alleine Dinge tun will, sondern die sich daraus ergeben, dass der andere Dinge ganz alleine tun will und man selber einfach nur zurückbleibt, solche Tage haben anfangs, so ein-zwei Stunden lang, einen angenehmen Geschmack von Freiheit, der dann aber sehr schnell fad wird und sich zieht wie ausgelutschter Kaugummi, wenn einem auffällt, dass einem selber gar nichts einfällt, was man endlich mal tun könnte, wenn man alleine ist.

Der Nachteil einer funktionierenden Beziehung ist die Tatsache, dass man keine Extrafreude daraus ziehen kann, wenn der andere endlich mal nicht da ist, weil es nichts gibt, bei dem die Anwesenheit des anderen stört.

Im Gegenteil, mir ist erstaunlicherweise sogar ausführlich langweilig, weil ich die Dinge, die ich eigentlich tun müsste, sollte oder könnte, weil ich die alle auf keinen Fall tun möchte, wenn ich alleine bin und niemand da ist, dem ich alle zehn Minuten erzählen kann, was ich jetzt wieder Tolles erledigt habe.

Und einfach nichts tun und rumgammeln, nun, das kann ich genausogut, wenn wir zu zweit sind, im Gegenteil, zu zweit fühle ich mich dabei immerhin nicht ganz so verlottert, weil man immer die beruhigende Gewissheit hat, dass man halt nicht ganz alleine so entsetzlich faul ist.

Um es kurz zu sagen: Es war ein komplizierter Tag. Ich stand mir selber ständig im Weg, weil ich ja so viel vorhatte, dann aber zu nichts Lust hatte und alles, wozu ich Lust hätte gehabt haben können, macht keinen Sinn, wenn man alleine ist, z.B. irgendwelche tolle Dinge kochen.

Der Hund benahm sich auch seltsam, ständig suchte sie ihr Herrchen und ließ mich vorsichtshalber keine Sekunde aus den Augen, damit ich ihr nicht auch noch wegkomme. Ein Stalker ist nichts dagegen.

Und offensichtlich hat sie kein Zutrauen in meine Kackhaufen-Findekünste, denn sie kackte vorsichtshalber so, dass es auch von weitem nicht zu übersehen war, sie hatte einen Mittelfingerhinweis produziert.

Ein Hundehäufchen mit Anzeiger

Am Nachmittag machten wir einen Spaziergang zum Hundestrand, wo aber nur Hunde waren, die alle keine Lust hatten, mit ihr zu spielen. Es war ein sehr frustrierender Ausflug für diesen Hund, der seinen hauptsächlichen Lebenssinn darin sieht, mit anderen Hunden rumzutollen. Weil, wofür sollte ein Hund sonst gut sein?

Sehr gerne gelesen haben ich einen Text vom Betonflüsterer:
Der Affe mit der Leinwand oder Der Depp mit der Wandfarbe

Morgen kommt K wieder - und ich freue mich schon sehr
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