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Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Sonntag, 19. Juli 2026
Nudelsalat und schlafen
Ganz offensichtlich habe ich in der letzten Zeit ein Schlafdefizit aufgebaut, was sich heute energisch Bahn brach und dafür sorgte, dass ich mich am Nachmittag für ein kurzes Mittagsschläfchen ins Bett legte - und eben erst wieder aufwachte.
Da ich aber merke, wie sich jetzt bereits die abendliche Bettschwere bemerkbar macht, nutze ich die kurze Wachphase zwischen Mittagsschlaf und richtigem Insbettgehen für diese Zwischenmeldung, da ich eh nur einen halben Tag lang wach war, gibt es auch nicht sehr viel zu erzählen.

Als ich nach dem Aufstehen in die Küche kam, freute ich mich darüber, dass K schon alles saubergemacht hatte und bekam Lust, alles sofort wieder einzudrecken. Damit K sich nicht beschwert, sondern meine Küchenverdreckung freudig unterstützt, habe ich mir überlegt, dass ich doch mal wieder Nudel- und Kartoffelsalat machen könnte.

Das ist nicht ein Salat, also kein Nudelkartoffelsalat, sondern zwei, Nudelsalat für K und Kartoffelsalat für mich, weil ich Nudelsalat nicht mag, dafür aber Kartoffelsalat, den K zwar auch mag (weil er längst nicht so essenspingelig ist wie ich), aber eben nicht so absolut supergerne begeistert wie Nudelsalat.

Wenn man K nach seinem Lieblingsessen fragt, wird Nudelsalat sehr weit oben stehen, er muss aber vorzugsweise genau so gemacht sein, dass er so schmeckt wie bei seiner Mutter.

Die festen Zutaten sind einfach: Gabelspaghetti, Kochschinken, Zwiebel, Erbsen und Champignons (die letzten beiden aus der Dose) und eben eine mayonnaisenartige Soße mit Zitrone.

Wenn Zitrone im Essen ist, steige ich grundsätzlich sofort und immer aus. Ich mag Zitrone ausschließlich in Getränken und in Eis, eventuell noch in Kuchen, da ich aber eh kein Kuchenfreund bin, kann man das vernachlässigen. Aber Zitrone in normalem, herzhaften Essen, urrrgh, ne, niemals ever je, das versaut sofort alles und ich rühre nichts mehr an.

Es gibt ja Menschen, die machen Salatdressing mit Zitronensaft, schüttttel, nein danke, ich möchte dann ganz bestimmt keinen Salat.
Zitrone auf Fisch - brrrrhhh wie schrecklich, warum muss man den Fisch so versauen?
Schon deshalb bin ich bei Ks Nudelsalat noch nicht mal in der Lage, die Soße abzuschmecken, weil ich sie rein wegen der Zitrone so eklig finde.

Im Laufe der Jahre hat er sich durch verschiedene von mir produzierte mayonnaisehaltige Soßenvarianten probiert, heute weiß ich in etwa, was ich tun muss, damit es so schmeckt, dass K zufrieden ist, obwohl er jedesmal sagt, dass seine Mutter die Salatsoße mit Büchsenmilch gemacht hat.
Man kann Mayonnaise auch aus Büchsenmilch machen, habe ich ergoogelt und ausprobiert, aber diesen Versuch fand K überhaupt nicht gelungen und mir war das entschieden zu aufwändig. Ich mache also stets eine klassische Mayonnaise aus Ei und Öl mit Salz, Pfeffer und Senf. Die Menge an Zitronensaft lasse ich K sehr gerne selber dazugeben, dann bin ich nicht schuld und damit es etwas flüssiger wird, kommt noch ein Paket Sahneyoghurt dazu, wenn K weiß, dass irgendwo Sahne drin ist, schmeckt es ihm sowieso immer.

Ich stellte also heute eine große Grundportion Mayonnaise her, aus 2/3 machte ich Nudelsalatsoße und aus dem Rest Kartoffelsalatsoße, die besteht im Wesentlichen aus Mayonnaise, in die man etwas Flüssigkeit aus dem Glas mit den eingelegten Gurken kippt.

Dann kochte ich Nudeln und Kartoffeln, sorgte dafür, dass sie nach dem Kochen wieder kalt wurden, schnibbelte die restlichen Zutaten klein und jetzt gibt es eine sehr große Schüssel Nudelsalat, einen glücklichen Westfalenmann und eine deutlich kleinere Schüssel Kartoffelsalat, weil ich nicht so viel essen kann wie K.

Damit sind meine Tagesaktivitäten aber auch schon fast umfassend beschrieben.
Wir waren dann noch zwei Stunden mit dem Hund am Strand, weil Bixas Züchterin grade zu Besuch auf der Insel ist und schrieb, dass sie am Hundestrand auf uns wartet. Bixa erkannte sie sofort wieder und wir waren komplett abgemeldet.

Leider hat die Züchterin einen anderen Hund mit in Urlaub genommen, also nicht Bixas Mutter, es wäre wirklich spannend gewesen zu beobachten, wie Bixa auf ihre Mutter reagierte hätte oder auch die auf sie, denn bei ihrem letzten Zusammentreffen im September letzten Jahres waren die Rollen noch sehr klar verteilt und unsere sonst so forsche Bixa wurde sehr klein und unterwürfig als ihre Mutter ihr klarmachte: Ich Chef, du nix.

Das Wetter ist zur Zeit nicht unbedingt strandmäßig, mit 18°C eher kühl und sehr windig, als es dann auch noch anfing zu regnen, sind wir wieder nach Hause gegangen.

Den Rest des Tages habe ich dann verschlafen, aus meiner Sicht war das heute ein sehr schöner Tag
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