So stellte neulich ein Kooperationspartner ein Projekt vor, für das wir (Firma) das passende Haus bauen sollen.
Mich faszinierte daran vor allem der Begriff "vorgealtert", weil ich mir einerseits gar nichts, andererseits natürlich ungemein viel darunter vorstellen konnte, je nach dem wie weit ich meinen Phantasieschalter in den Bereich des Absurden drehe.
Es stellte sich heraus, dass es Menschen gibt, die aufgrund einer Erkrankung vielleicht laut Pass erst 30 Jahre als sind, körperlich aber wie 80jährige daherkommen*, ihr Körper ist also schon mal vorgealtert, im Kopf dagegen sind sie aber immer noch normale 30jährige.
*ich war kurz versucht, hier "körperlich aber wie 80jährige zupass sind" zu schreiben, habe das dann aber als zu albernen Wortwitz verworfen
Ich habe ja auch das Gefühl, dass bei mir Kopf und Körper unterschiedlich schnell älter werden, allerdings befürchte ich oft, dass mein Kopf älter ist als mein Körper, weil es immer mehr Dinge gibt, die ich nicht verstehe und die mich dann nur mit einem ratlosen Kopfschütteln auf die Umstände schauen lassen.
In dem Zusammenhang habe ich heute das Wort "Gegenwartsschrumpfung" gelernt, das ausdrücken soll, in welchem Tempo Wissen veraltet.
Wissen veraltet dadurch, dass neue Dinge entstehen, die die vorherigen Dinge ersetzen oder überschreiben.
Es mag ja sein, dass die Boomergeneration noch weiß, was eine Cassette und ein Bleistift miteinander zu tun haben, aber außer, dass sie mit diesem Wissen nutzlose Fragen bei Facebook beanworten können, ist dieses Wissen heute nichts mehr wert, weil veraltet.
Und so geht es mit ungemein vielen Dinge, die ich alle mal gelernt habe - sie sind heute nutzlos geworden.
Ich wusste zB, dass man einen Nylonstrumpf im Notfall als Ersatz für einen Keilriemen benutzen kann. Neulich habe ich gelernt, dass moderne Autos gar keinen Keilriemen mehr haben.
Ich fürchte also, mein Wissen samt meinem Erfahrungswissen ist vorgealtert und damit ziemlich nutzlos geworden.
Das ist insgesamt keine sehr erfreuliche Erkenntnis
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Vorher war Haus wieder abreisefertigmachen auf dem Programm, K montierte noch schnell ein paar neue Steckdosen und wir zählten genau ab, welche und wie viele Teile wir jetzt noch alles kaufen müssen, um wirklich überall die guten, neuen Gira-Schalter und Stecker anbringen zu können, da ist der logistische Abzähl- und Bestellaufwand entschieden größer als das anschließende Montieren, denn natürlich muss ich schon aus Prinzip die günstigst möglichen Einkaufspreise herausfinden und in einer Zielwertsuche bestehend aus der Kombination von Stückzahlen und Versandkosten, die richtigen Händler dafür auswählen.
Wir waren pünktlich fertig, pünktlich an der Fähre und pünktlich im Eemshaven, von dort fuhren wir weiter zum Heim des Vaters, da hatte ich für 16h einen Slot mit Testen und Besuchszeit gebucht, Ankunft am Heim ebenfalls perfekt pünktlich.
Der Vater freute sich über den Besuch, mich machen solche Besuche dagegen immer aggressiv, aber das ist wohl das alte Tochter-Vater-Trauma, das lässt sich jetzt auch nicht mehr ändern, da muss ich im Zweifel einfach nur durch.
In Greven warteten schon meine bestellen Giesswein Cashmere Sneaker auf mich in der Packstation und ich war sehr gespannt, wie diese Schuhe sich am Fuß anfühlen. Nach einem ersten Anprobieren bin ich hochzufrieden, es war eine richtige Entscheidung, diese Rabattaktionen auszunutzen und gleich zwei dieser Schuhe zum Preis von einem zu kaufen.
Ausklang des Abends beim Griechen, dort sind die Preise immer noch sehr verträglich, wir bezahlten unter 40 € für zwei Personen und in dem Preis waren nicht nur zwei Essen, sondern auch zwei große Bier und vier Ouzo enthalten, ich finde das sehr akzeptabel.
Interessant finde ich, dass ich Bier im Restaurant immer noch mag, privat zu Hause lehne ich es nach wie vor ab und ziehe die alkoholfreie Variante ganz klar vor.
Ab morgen dann wieder Büroalltag as usual, noch 663 Tage
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Bis zu meinem Ausscheiden aus dem Büro sind es noch genau 666 Tage, also 5,88% meiner bisherigen Mutterschaft.
Ich dachte, dass ich mir mit dieser Berechnung die verbleibende Restarbeitszeit schönrechnen könnte, aber irgendwie gelingt mir das nicht, denn gefühlt bin ich schon seit 100 Ewigkeiten Mutter und 5,88% von einer Ewigkeiten ist schon lange, von 100 Ewigkeiten ist es ganz eindeutig nicht tröstlich wenig.
Jetzt wird das Kind beleidigt sein, wenn ich sage, dass es heute 100 Ewigkeiten alt wird, dabei sind es in echt ja nur 31 Jahre, die, wenn man sich überlegt wieviel Zeit nach vorne raus noch kommt, wirklich überhaupt kein Alter für einen jungen Mensch sind.
Für einen alten Mensch, der sich an Zeiten vor den 31 Jahren erinnern will, ist es aber dann doch eine lange Strecke und irgendwie habe ich mit dieser Rechnung jetzt alles vermurkst, dabei dachte ich, es wäre so eine gute Idee.
Wie auch immer, in meiner Tagestrichliste zählt der Tag heute voll, dabei habe ich schon mittags das Arbeiten eingestellt und habe mich auf den Weg nach Borkum gemacht. Jetzt im Winterfahrplan geht die Abendfähre nur noch ab Emden, das bedeutet, die Fähre braucht doppelt so lange wie von Eemshaven, heute Abend hatten wir aber Glück und fuhren voll mit der Tide, eine Fahrzeit von unter zwei Stunden ist für die Fähre ab Emden eine wirklich gute Zeit und im Grunde ist es auch egal, wie lange die Fähre unterwegs ist. Wenn man als Passagier eingestiegen ist, kann man komplett abschalten, das ist durchaus erholsam.
Mich stört nur noch die blöde Maske, die in Verkehrsmitteln noch Vorschrift ist, aber irgendwann wird auch das hoffentlich wieder vorbei sein.
Am Haus angekommen konnte ich den fertig gepflasterten Einstellplatz und den neu gepflasterten Weg zum Haus bewundern, es war zwar schon dunkel, aber ich hatte den Eindruck, da haben sich die Handwerker sehr viel Mühe gegeben, bisher bin ich also sehr zufrieden damit.
Der Schotterberg hinterm Haus ist auch verschwunden, auf eine Art fast schade, ich hatte viel Spaß daran, den Schotter nach und nach im Müll zu verstecken, aber natürlich ist es besser, wenn es jetzt auf einen Schlag aufgeräumt wurde.
Der Bürgersteig vor dem Einstellplatz wurde abgesenkt, also alles genau so, wie es beauftragt wurde, jetzt muss ich mich nur noch darum kümmern, dass jemand eine Mauer baut, aber auch das wird sich finden
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Außerdem ist mein Auto grade zur Inspektion in der Werkstatt und ich bekam einen Ersatzwagen gestellt. Es ist ein VW Up in der Grundausstattung, der 118.367km auf dem Tacho und zu meinem Erstaunen kein H-Kennzeichen hat. Was für ein Erlebnis, aber ich bin gut nach Münster und zurück gekommen, es gibt also nichts zu meckern. Ein Steigerung wäre jetzt nur noch eine Kutsche mit 1PS, vielleicht bekomme ich die ja das nächste Mal als Ersatzwagen.
Sonst habe ich nur noch entdeckt, was für lustige Texte das Handy produziert, wenn man die Diktierfunktion aus Versehen auf eine andere Sprache einstellt.
Science topic, none of intact, buffaloes to get texted Sande Paluzzi yet Kamala manage path function. I was fussing off English instead worked.
Das war der gleiche Absatz noch mal auf deutsch diktiert, nur mit einer anderen Sprache in der Grundeinstellung des Handys. Mir gefällt das
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Wirklich verkehrt finde ich das nicht, im Winter weiß ich sowieso meist nicht, was ich an einem Sonntag sonst noch so machen sollte.
Einkaufen entfällt wegen Läden zu, Flohmarkt ist kaum was los, weil draußen und kalt, überhaupt ist es mir für Ausflüge draußen entschieden zu kalt und zu unbequem, Museen und andere Drinnenbesichtigungen sind mir meist zu langweilig, es bleibt also nicht mehr sehr viel.
Gut, ich könnte jetzt ausgiebig das tun, was ich grundsätzlich am allerliebsten tue: im Bett liegen und lesen, aber hier stecke ich grade in einer schwierigen Phase, ich habe nämlich auch kaum noch Lust zu lesen, es ist alles etwas kompliziert.
Deshalb ist es gar nicht so verkehrt, dass mir sonst nichts mehr einfällt, was ich statt Schreibtischarbeit noch dringend tun müsste, denn so nach und nach arbeite ich hier einen viel zu hohen Berg an liegengebliebenem Schreibtischkram ab, was ein erstaunlich befriedigendes Gefühl ist und ich langsam beginne Hoffnung zu schöpfen, dass doch noch nicht alles verloren ist.
Die heutige Großtat ist ein fertiggestellter Antrag auf Wiederaufbauhilfe für die abgesoffene Immobilie in Velbert.
Letzten Sonntag habe ich ja schon die entsprechende Steuererklärung für diese Immobilie fertiggestellt, damit lagen alle endgültigen Zahlen vor und ich musste nur noch ein Gutachten erstellen, in dem die Schäden fachlich korrekt erfasst, beschrieben und bescheinigt werden.
Anschließend konnte das Onlineformular ausgefüllt und mit allen Dokumenten hochgeladen werden, jetzt bin ich sehr gespannt, wie es damit weitergeht.
Gestern Abend wollten wir beide endlich mal wieder einen Film aus dem ziemlich großen DVD-Stapel gucken, den ich so nach und nach auf dem Flohmarkt zusammengekauft habe.
Wenn auf dem Flohmarkt interessante Filme als DVD für Beträge zwischen 1-2 € angeboten werden, kann ich oft nicht widerstehen, weil ich mir sage, das ist günstiger als Streamen und günstiger als Videothek (gibt es sowas überhaupt noch?) und auf alle Fälle günstiger als Kino sowieso. Außerdem ist es bequem, ich muss nicht vor die Tür gehen, aber ich muss mich auch nicht mühsam durch ein lästiges Onlineportal klicken. Ich muss einfach nur einen Film aus dem großen Stapel aussuchen, ihn in den DVD-Player stecken und losgeht's.
Gestern suchten wir uns den Film "The wolf of wall street" aus, den ich beim Kauf leider mit "Wall street" verwechselt habe und deshalb anfangs etwas erstaunt war, dass die Hauptfigur sich überall als Jordan Belfort und nicht als Gordon Gekko vorstellte.
Bis ich also begriff, dass es sich um einen komplett anderen Film aus einem vollständig anderen Genre handelte, dauerte es etwas und dann dauerte es noch etwas länger, bis wir uns zu zweit sicher waren, dass man diesen Film nicht zu Ende schauen muss und diese DVD ohne schlechtes Gewissen direkt in den Müll werfen darf.
Manmanman, was für ein Müll, mir fehlen komplett die Worte zu beschreiben, was ich alles ganz besonders schrecklich fand.
Ich glaube aber am allerschrecklichsten fand ich die Tatsache, dass es sich um eine echte Biografie handeln soll, was bedeutet, dass es eine gewisse Wahrscheinlichkeit gibt, dass es Menschen gibt, die tatsächlich so ein Leben führen.
Wenn das so ist, dann ist das schon als solches schrecklich genug, ich will mir so etwas aber auf gar keinen Fall auch noch extra anschauen und wissen will ich es am liebsten auch nicht.
Ich gucke auch keine Horror Filme und überhaupt finde ich das Leben selber schon schrecklich genug, weshalb soll ich mich in meiner Freizeit damit noch zusätzlich und freiwillig auseinandersetzen?
Ne, sorry, aber bei sowas bin ich raus.
Fasziniert hat mich die hochkarätige Besetzung, der berühmte Regisseur und die vielen Nominierungen für alle möglichen Preise. Weil das alles auch auf der DVD drauf stand, war ich sicher, dass es sich, wenn nicht um Wall Street selber, dann doch wenigstens um so etwas wie Wall Street Teil 2 handeln muss. Dass dieser Film aber außer den Worten "Wall Street" mit dem Film von 1987 tatsächlich so gut wie nichts zu tun hat, nun, das habe ich leider erst viel zu spät gemerkt
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Viele Menschen empfinden Einkaufen ja als Stress, aber man kann auch sehr entspannt und gemütlich Einkaufen, wenn man nämlich eigentlich nichts braucht und deshalb keine drängelnde Einkaufsliste abarbeiten muss, sondern sich in entspannt ausgelebter reiner Neugier treiben lässt und völlig erwartungsfrei einfach mal schaut, was es so gibt und nur dann etwas kauft wenn es sich ergibt, weil man entweder ein echtes Schnäppchen entdeckt hat oder Dinge, die man wirklich, wirklich gerne haben möchte und bisher nur noch nicht wusste, dass es so ein Teil überhaupt gibt. (So eine Entdeckung war z.B. für mich mal eine Winzerschere, die ich benutze, um
Wir waren heute also shoppen, als erstes natürlich auf dem Flohmarkt, der heute wieder stattfand, von dem ich nach einer dreiviertel Stunde aber genug hatte, weil ich nicht mit derart niedrigen Temperaturen gerechnet hatte und dementsprechend weder Schal noch Handschuhe dabei hatte und deshalb sehr schnell sehr durchgefroren war. Die Ausbeute war dementsprechend überschaubar.
Dann fuhren wir in den Großmarkt, einfach nur so, aber vor allem, weil ich meinen 10% Rabattgutscheine gefunden hatte und plante, das Weihnachtsgeschenk für J, was ich letzte Woche dort gekauft hatte, zunächst zurückzugeben und anschließend sofort wieder neuzuerwerben, nur diesmal halt mit 10% Rabatt.
Das gelang auch, allerdings war das Produkt selber mittlerweile eigentlich ausverkauft (das hatte ich natürlich als erstes gecheckt, sonst wäre das ja alles ganz einfach gewesen), aber deshalb musste ich mich sehr beeilen, um das Teil, was ich zunächst zurückgegeben hatte, mir anschließend blitzschnell wieder aus den Retouren zu sichern.
Das war ein bisschen aufregend, aber es galt ja 10% zu sparen und dafür nimmt man solch einen Aufwand gerne in Kauf. Also, ich zumindest.
Dann fuhren wir noch zu Lidl und erledigten unseren Wochenendeinkauf, auch hier gab es wieder nette Überraschungsangebote, u.a. den von mir so hoch geschätzten Geramont Frischkäse und außerdem Ks Lieblingsfrischkäse Le Tartar, beide Produkte gibt es immer nur ab und zu mal als Sonderware bei Lidl, dann aber zu echt guten Preisen, wir schlugen heute also gründlich zu.
Kochen musste ich nicht, weil von der Lasagne von gestern noch sehr viel übrig war, insgesamt war das also ein sehr entspannter Samstag mit netten Einkäufen und ohne Anstrengung
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In der Mittagspause habe ich mir einen roten Rock gekauft, endlich.
Eine ebay-Auktion lief genau um 13h aus und so konnte ich mein Gebot perfekt passend in den letzten 10 Sekunden abgeben. Außer mir hat zwar niemand anderes geboten, aber ich habe gelernt, dass man bei ebay nur in den letzten 10 Sekunden Gebote abgeben darf, sonst verstößt man gegen irgendein heiliges ebay-Gesetz, was die klugen ebayer von den Dumpfbacken unterschiedet und natürlich will ich dringlich ein kluger ebayer sein.
Ob der Rock jetzt wirklich genau das ist, was meinem inneren Erinnerungsauge vorschwebt, wird sich zeigen wenn das Teil angekommen ist und ich es anprobiert habe, auf dem Foto machte er aber einen sehr passenden Eindruck.
Die fixe Idee mit dem roten Rock habe ich ja nur entwickelt, weil ich vor drei Monaten mal irgendwo eine Frau gesehen habe, die trug einen kurzen roten Rock mit schwarzen Stiefeln und einem schwarzen Pulli und ich fand, das sah ganz toll aus.
Seitdem will ich auch so einen roten Rocke haben, schwarze Stiefel und einen schwarzen Pulli habe ich schon. Jetzt (hoffentlich) auch bald den richtigen Rock.
Mehr Highlight war heute nicht, vielleicht erlebe ich ja morgen im Home-Office die wilden Abenteuer
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Heute hat der am Abend verbliebene Schwung nicht gereicht, um etwas zu kochen, was aber nicht schlimm ist, weil noch nicht mal genug Schwung da war, um Hunger zu haben.
Noch 675 Tage und ich beginne immer ernsthafter zu zweifeln, ob ich das durchhalte, oder ob ich nicht einfach vorher umkippe und den Rest der Zeit im Koma verbringe. Manchmal erscheint mir das eine verlockende Alternative
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Die Daten für die Erklärung habe ich ja vor zwei Wochen schon zusammengestellt, heute mussten aber noch die Formulare ausgefüllt werden und ich musste Entscheidungen treffen, welche Belege, Verträge und Unterlagen ich gleich von vornherein mitschicke.
Das dauerte alles in allem auch noch mal vier-fünf Stunden, aber jetzt ist alles weg und nun harre ich der Dinge, die das Finanzamt entscheiden wird. Es bleibt spannend.
Meine eigene Steuererklärung habe ich ja einen Tag vor Fristablauf pünktlich am 30. Oktober abgegeben, diese Woche rief mich die zuständige Sachbearbeiterin an (ich staune, Blitzbearbeitung) und wollte ein paar Zahlen abstimmen, weil sie sich wunderte, ob ich wirklich so einen fetten Fehler gemacht haben sollte, wie ihre Zahlen es belegten.
Wenn man eine Immobilie kauft und vermietet, dann kann man grundsätzlich die Instandhaltungsaufwendungen, die einem für diese vermietete Immobilie entstehen, als Werbungskosten geltend machen. Es gibt allerdings eine Einschränkung: die Summe aller Instandhaltungen in den ersten drei Jahren nach Anschaffung darf 15% der ursprünglichen Anschaffungskosten nicht übersteigen, sonst sind es keine Werbungskosten mehr, sondern anschaffungsnahe Herstellungskosten.
Das will jeder tunlichst vermeiden, denn es bedeutet, dass man die Kosten dann nicht mehr in voller Höhe sofort abziehen kann, sondern jedes Jahr nur 2% davon, es dauert also 50 Jahre bis man das Geld, was man für diese Immobilie ausgegeben hat, steuerlich geltend machen kann, was nachvollziehbarerweise ziemlich ärgerlich ist. Ich zum Beispiel würde das Ende dieser Zeit dann gar nicht mehr erleben.
In der Praxis sieht das so aus, dass man selbstverständlich versucht, größere Instandhaltungen an frisch gekauften Immobilien so lange aufzuschieben, bis die ersten drei Jahre um sind, danach gibt es nämlich keine Beschränkungen mehr.
Ich habe im Jahr 2018 dem Onkel eine Immobilie auf Borkum abgekauft, weil seine Frau sich scheiden ließ und er Geld brauchte. In dieser Immobilie gab es tatsächlich einen größeren Instandhaltungsstau, weil es genau um diese Immobilie schon länger onkelfamilieninterne Zwistigkeiten gab und keiner etwas in die Immobilie investieren wollte.
In dem Zustand habe ich das Haus übernommen und es war klar, da muss dringend einiges gemacht werden.
Ich habe mir also ausgerechnet, bei welchem Betrag die 15% erreicht sind, bis 14,999% kann ich ja unbesorgt instandhalten. Das Haus brauchte dringend neue Fenster, es gab Risse in der Fassade und die Haustür musste auch neu.
Wenn man so etwas plant, ist es immer gut, mit Puffer zu arbeiten, denn im dritten Jahr ging auch noch die Heizung kaputt und bei solchen Reparaturen kann man nicht warten, bis die drei Jahre um sind.
Tatsächlich blieb ich mit allen Instandhaltungen natürlich exakt unter der magischen Grenze, ich hatte zum Schluss noch 329 € übrig, ich fand, ich hatte das sehr gut ausgezirkelt.
Genau diese 15% Grenze hatte meine Sachbearbeiterin nun nachträglich noch mal überprüft und stellte fest, dass ich nach ihren Unterlagen die Grenze gerissen hätte, was sie sehr verwunderte, denn sie weiß ja, was ich von Beruf bin und da wäre das schon ein eklatanter Fehler. Deshalb rief sie an und wollte wissen, ob ich diese Grenze im Blick hätte.
Ich fand das richtig süß, denn selbstverständlich hatte ich die Grenze im Blick und öffnete noch während des Telefonats die entsprechende Excel-Tabelle.
Wir hakten dann gegenseitig unsere Zahlen aus und es stellte sich heraus, dass sie in einem Jahr fälschlicherweise die Brutto- und nicht die Nettozahlen verarbeitet hatte, damit konnte das natürlich nicht hinhauen.
Das ist nämlich noch so ein extra Schmankerl: Auch wenn in der gesamten Vermieterei für Wohnzwecke die Umsatzsteuer normalerweise überhaupt keine Rolle spielt, so werden für die Berechnung der 15% Grenze doch nur die Nettoinstandhaltungskosten ohne Umsatzsteuer addiert. Warum weiß ich nicht, isso. Und wenn man jetzt noch berücksichtigt, dass wir im Jahr 2020 ja ein halbes Jahr lang nur 16% Umsatzsteuer hatten*, dann kann man sich vorstellen, was für ein lustiges Durcheinander an Zahlen und Bemessungsgrundlagen man sich zurechtrechnen kann, wenn man solche Grenzen prüfen muss.
*meiner Meinung nach war das eine gezielte Schikane der Politik an die Verwaltung, denn der zusätzliche Bürokratieaufwand, der durch diese sechsmonatige Umsatzsteuersenkung entstand, war definitiv höher als jede Sorte Ersparnis für die Konsumenten, aber die Politik hat mit solchen Dingen ja noch nie was am Hut gehabt.
Wie auch immer, es klärte sich alles auf und die Finanzamtsfrau war sehr freundlich und freute sich, dass ich ihr sofort und stante pede die ihr darüberhinaus noch fehlenden Unterlagen per elektronischer Elsterpost zukommen ließ, jetzt warte ich mal ab, wie der Steuerbescheid ausfällt.
Eigentlich habe ich damit die kompliziertesten Erklärungen für 2021 schon erledigt. Die, die jetzt noch offen sind, sind bis auf eine Ausnahme, alles einfache Routinefälle, vor denen schrecke ich aber vor allem deshalb so zurück, weil sie so langweilig sind.
Irgendwas ist ja immer
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Dabei ging es zunächst sogar noch mit weiteren Fehlschlägen weiter.
K wollte das schöne Wetter nutzen, um schon mal schicke Verkaufsfotos von dem Tesla zu fertigen. Der musste dazu sinnvollerweise vorher gewaschen werden und da Mr. Wash gleich in der Nähe des Samstagsflohmarktes in Münster ist, war mein Plan schnell nachvollziehbar: K setzt mich am Flohmarkt ab, kümmert sich dann um die Autowäsche und die Fotos und holt mich anschließend wieder ab.
Als wir am Flohmarkt ankamen, war dort allerdings alles ausgestorben und ein großes Schild verkündete, dass die Veranstaltung heute ausfällt.
Sowas!
Das habe ich tatsächlich noch nie erlebt und ich gehe seit fast vierzig Jahren regelmäßig auf Flohmärkte.
Aber offensichtlich haben auch Flohmarktbetreiber mit Corona, Grippewelle und Personalnotstand zu kämpfen, weshalb der seit Ewigkeiten standardmäßig stattfindende Flohmarkt am Preußenstadium in Münster heute ausfiel.
Ich musste also spontan umdisponieren und entscheiden, was wir stattdessen machen könnten und wir entschieden uns für einen Besuch im Großmarkt, der sich grob in der gleichen Gegend befindet.
Dort habe ich ein sehr schönes Weihnachtsgeschenk für J gefunden, der ja diverse Wünsche für seine neue Wohnung äußerte und jetzt hoffe ich, dass es ihm nicht gefällt oder er es nicht unterbringen kann, dann kann ich es behalten und das sind die wirklich perfekten Weihnachtsgeschenke.
Anschließend fuhren wir gemeinsam Autowaschen und da es für K das erste Mal war, dass er den Tesla durch eine Waschstraße fuhr, passierte natürlich das, was ich völlig normal finde, für diese unseligen Tesla-Autos: Der Wagen legte die Anlage lahm.
Alles stoppte, die Anlage ging auf Störung, vor uns steckten zwei Autos in einer Dauerschleife aus Schaum und Wasser und wir saßen im Tesla und waren bereits rundum eingeseift als e ein Not-Aus die Waschstraße zum Stillstand brachte.
Der Tesla bremste nämlich ständig, was daran liegt, dass der Tesla schon dann bremst, wenn man nur kein Gas mehr gibt. Der Tesla braucht eigentlich gar kein Bremspedal, das Gaspedal selber ist so was wie ein "An-Aus-Pedal", was aber ein Problem ist, wenn man durch eine Waschstraße fahren will. Dann wäre es nämlich prima, wenn der Wagen nicht bremst, sondern sich im Leerlauf transportieren lässt.
Grundsätzlich kann der Tesla das auch, dafür gibt es irgendwo tief in den Einstellungen versteckt einen sogenannten "Waschstraßenmodus", es reicht aber nicht, den einzustellen, sondern man muss zusätzlich auch noch die Stelle "Leerlauf" anklicken, was aber nur möglich ist, wenn man gleichzeitig die Bremse tritt.
Wenn man die Bremse nicht tritt, ist die Funktion "Leerlauf" ausgegraut und wenn man das erst in der Waschstraße versucht einzustellen, was aber ohne Bremse nicht funktioniert, weshalb man meint, es sei gar keine wählbare Funktion, dann führt das dazu, dass die gesamte Waschstraße in einen Not-Aus geht.
Es musste also erst der Geschäftsführer kommen, der das Thema schon kannte und wusste, dass man den Leerlauf bei einem Tesla nur einstellen kann, wenn man gleichzeitig die Bremse tritt, ich schätze also, wir waren nicht die ersten Teslafahrer, die die Waschstraße zum Absturz gebracht haben.
Nun ja, in vier Monaten kann das Auto verkauft werden, die Verkaufsfotos sind schon fertig, bis dahin machen wir einfach das Beste draus und ich persönlich hatte viel Spaß an der Waschstraßennummer, ich liebe es schließlich, wenn meine Vorurteile bestätigt werden. So'n Tesla braucht wirklich kein Mensch.
Sehr erfolgreich dagegen war unser Großmarkteinkauf, es gab frischen Thunfisch in Sushi-Qualität und Wildwasserlachs im Angebot, am Abend bastelte ich daraus ein ungemein leckeres Sashimi, aus den Rändern machte ich Thunfisch- bzw. Lachstatar und jetzt sind wir beide kugelrund vollgefressen und haben uns mehrfach gegenseitig bestätigt, wie viel angenehmer so ein Essen zu Hause ist verglichen mit jeder Art von Restaurantbesuch
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