An diese Termine werde ich regelmäßig von meinem Arzt erinnert, allerdings wurde schon vor längerem eingeführt, dass ich für eine Blutabnahme einen Termin machen muss und nicht mehr einfach irgendwann während der Sprechzeiten vorbeikommen kann.
Vor zwei Wochen habe ich mich also schon darum gekümmert, einen Termin zur Blutabnahme zu buchen. Da mein Arzt eine vollautomatisierte online Praxis führt, kann ich alle Termine online buchen, was ich sehr schätze. Niemanden mehr anzurufen und nicht mehr mit Menschen persönlich sprechen zu müssen, ist für mich ja die perfekte Lösung.
Nicht so perfekt war die Tatsache, dass es online überhaupt keine verfügbaren Termine mehr vor dem 23. Dezember gab. Es war alles ausgebucht, auch die 5 Minuten Termine zum Blut abnehmen.
Ich buchte also den letztmöglichen Termin am 23. Dezember und kreuzte die Box an, in der stand: „Benachrichtigen Sie mich, wenn ein früherer Termin frei wird.“
Diese Benachrichtigung kam gestern, der frei gewordene Termin war heute um 9:45 Uhr, also beschloss ich kurzerhand, heute später ins Büro zu gehen, um erst mal diesen Medizinkram zu erledigen.
Deshalb war ich heute in einer Hausarztpraxis und uff, was soll ich sagen, so voll habe ich es dort noch niemals nie erlebt.
Es war unglaublich, ungefähr 500 Patienten drängten sich im Vorraum, im Wartezimmer und in den Gängen, alles schniefte, hustete und zitterte vor sich hin, ich kam mir vor wie im Mittelalter in einer der Pestabteilungen.
Ich finde ja, die Pandemie hat sowieso viele Vorteile für mich mit sich gebracht, in diesem Fall war ich der Pandemie aber auch noch für die Maskenpflicht dankbar.
Ich habe zwar keine Angst mehr vor Corona, ich habe aber auch überhaupt keine Lust auf eine von diesen sonstigen Viruserkrankungen, die derzeit kursieren. Deshalb war ich sehr froh, dass ich hinter meiner Maske verschwinden konnte und dass alle anderen Patienten auch eine Maske tragen mussten, allerdings noch froher war ich, als ich aus der Praxis wieder raus war.
Ich hadere ja oft genug mit meinem Beruf, aber irgendetwas im Gesundheitsbereich wäre für mich ein noch viel größerer Horror
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Dafür war der Schwung dann aber wohl doch nicht groß genug, die Ulna hielt stand, signalisierte aber nachhaltig, dass sie an dieser Stelle jetzt für die nächste Zeit nicht mehr betriebsbereit ist.
Heute im Büro musste ich mir eine komplett andere Armhaltung angewöhnen, den Arm auf der Schreibtischplatte ablegen, um zB die Maus zu bewegen, ist völlig ausgeschlossen, Maussteuerung ist zur Zeit nur mit frei über der Tischplatte schwebendem Arm möglich, was etwas umständlich und vor allem zielunsicher ist. Aber lässt sich wohl nicht ändern.
In einem vermieteten Objekt wurde eine Heizungsstörung gemeldet, heute morgen klingelte Ks Handy als er unter der Dusche stand, er rief bei der angezeigten Nummer zurück und erklärte mir nach dem Telefonat, dass das Herr Mausetot gewesen sei, der mitgeteilt habe, dass die Heizung jetzt doch wieder funktioniert. Ich fragte zur Sicherheit nach "du meinst Herrn Sauerbier?", was K bestätigte und dann schauten wir zum x. Mal gemeinsam nach, wie der Mensch denn nun wirklich heißt. Er heißt Herr Stubenrauch.
Ich finde, wir lagen beide mit unseren Namensalternativen sehr dicht dran.
Im Büro eskalierte heute ein Ärger, der seit Wochen schwelt, zwischenzeitlich fast erledigt war, heute aber noch mal mit sehr hellen und alles zerstörenden Flammen hochkochte. Die Angelegenheit hat so viel grundsätzlichen Charakter, dass es im worst case dazu kommt, dass jemand zum roten Telefon greift und eine Atombombe zündet. Dabei kann niemand gewinnen, es gibt aber auch keiner nach. Leiwer duad as slav!
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Zu essen gab es den dritten Tag Gemüsesuppe, die ist jetzt auch endlich alle, uff.
In den meisten Räumen im Haus liegt die Temperatur zwischen 16°-17°C, nur für das Arbeitszimmer hat K eine Ausnahme von der strengen "die-Heizung-bleibt-aus-Regelung" erlaubt, hier durfte ich die Heizung immerhin auf Stufe 2 hochdrehen, so dass dort jetzt unsere Wärmestube ist, in der es kuschelige 19° C sind, das motiviert ungemein, freiwillig am PC sitzen zu bleiben.
Heute ist der dritte Advent und irgendwie kommt das gesamte Thema dieses Jahr gar nicht mehr bei mir an.
In den Vorjahren habe ich mich immerhin noch jedes Jahr aktiv darüber gefreut, dass ich mit dem Adventskram und der ganzen Vorweihnachtszeit nichts mehr zu tun habe, seitdem die Kinder groß sind und ich nicht mehr zuständig, aber noch nicht mal dieser Gedanke ist mir irgendeine Regung wert. Ich glaube, ich bin mit dem Thema einfach durch und lasse den Dezember genauso an mir vorbeiziehen wie den November, wesentliche Unterschiede kann ich nicht erkennen.
Interessanterweise begegnete mir aber das Thema Tod an verschiedenen Stellen, ob es dazu einen zeitlichen Zusammenhang gibt, habe ich noch nicht herausgefunden, ich habe es einfach nur bemerkt.
Zum einen haben sich Peter Wittkamp und Andreas O.Loff in der zweiten Folge ihres neuen Podcasts "Außer Tresen nix gewesen" ausführlich über dieses Thema unterhalten und ich konnte mal wieder staunen, wie emotional dieses Thema wohl offensichtlich ist und dann schickte mir J noch einen Link zu einem sehr interessanten Interview mit Jean-Remy von Matt, in dem er erklärte, warum er Uhren baut, die die verbleibende Lebenszeit runterzählen. (€)
Auch hier geht es um Tod, genauer um die Zeit, die einem noch bleibt, bis man stirbt, und dieses Interview hat mir deutlich besser gefallen als der für mich viel zu emotional und irrational verplauderte Podcast.
An einem einsamen Geburtstag vor Jahrzehnten habe ich mir, möglicherweise unter Alkoholeinfluss, die Frage gestellt: Warum zählen wir eigentlich die Jahre, die hinter uns liegen? Viel spannender ist doch, was vor uns liegt. Bei einer Milchtüte interessiert uns doch auch nicht, wann sie hergestellt wurde, sondern wie lange sie frisch bleibt. Von der Benzinanzeige wollen wir nicht wissen, wie weit wir schon gefahren sind, sondern wie weit es noch reicht. Also plante ich, eine Uhr zu bauen, die mir in Sekunden anzeigt, wie lange es bei mir noch reicht.
Ich finde den Gedanken, dass meine Zeit endlich ist und dass ich sterben werde, weder erschreckend, noch beklemmend oder bedrohlich, sondern einfach genauso normal wie den Gedanken, dass es nächstes Jahr (hoffentlich) auch mal wieder wärmer wird.
Erschreckend finde ich nur den Gedanken, dass ich vor lauter Rumtrödelei bis dahin wichtige Dinge vergessen habe zu erledigen und aus genau dem Grund fände ich es sehr angenehm, wenn mein letztes Datum jetzt schon genauso feststände, wie mein Ausscheiden aus dem Beruf. Hier sind es noch 649 Tage - und ich weiß genau, was ich bis dahin noch alles getan haben muss.
Ich finde, das gäbe mir viel mehr Sicherheit bei der Zeiteinteilung und auch bei der richtigen Priorisierung von Dingen, die ich noch so plane.
Ein bisschen grinsen musste ich aber auch über folgende Passage in dem Text:
ZEIT: Warum leben Frauen länger?
Von Matt: Einfach gesagt, weil sie weniger Mist bauen. Denn neben dem Gender-Pay-Gap scheint es auch einen Gender-Brain-Gap zu geben: Verkehrsunfälle, Mord und Totschlag, die Weigerung, zum Arzt zu gehen, Suizide, Alkoholmissbrauch, all das ist typisch Mann. In Russland liegt der Unterschied in der Lebenserwartung übrigens bei fast zehn Jahren.
Gender-Brain-Gap - mein Reden
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Es geht nämlich darum, dass Ks Brille inzwischen mindestens fünf Jahre alt ist und er sich bisher noch immer nicht darüber beklagt, dass er damit nicht mehr ordentlich sehen kann. Das ist zwar einerseits sehr schön für ihn, andererseits bin ich aber auch sehr neidisch darauf, denn meine Augen werden so schnell schlechter, dass ich alle zwei Jahre unbedingt eine neue Brille brauche, und da ärgert es mich schon, dass K mit diesem Aspekt des Alterns offensichtlich keine Probleme hat.
So nach und nach wirkten meine regelmäßig wiederholten Hinweise, dass es doch sicherlich nicht schaden könne, wenn er sich mal eine neue Brille zulegt, allerdings hatte er komplett falsche Vorstellungen davon, wie man dabei so vorgeht.
Damit er in dieser Angelegenheit nicht zu sehr in die falsche Richtung läuft, habe ich ihm heute vorgeschlagen, wir könnten doch den Vormittag dazu nutzen, in Münster mal bei verschiedenen Optikern vorbeizugehen und nach einem schönen Gestell Ausschau zu halten.
K fand diesen Vorschlag wunderbar und so verschoben wir das "allgemeine Aufräumen" auf morgen.
Ks Steuererklärung wurde heute also nicht fertig, dafür war der Ausflug in die Stadt unerwartet erfolgreich, denn ausgerechnet bei meinem Lieblingsoptiker war ein Termin zur Sehstärkenbestimmung unerwartet stand by verfügbar und, Überraschung, fanden wir dort auch einige wirklich schöne Brillengestelle.
Da es bei diesem Optiker größere Mengenrabatte gibt, je mehr Brillen man kauft, war es nur vernünftig, dass ich mir auch noch zwei Gestelle aussuchte, dadurch wurde der Preis pro Brille noch mal deutlich günstiger und außerdem hatten sich auch meine Werte mal wieder verändert und so wurde das insgesamt ein sehr erfolgreich Einkaufstag, für uns alle beide.
Ein Erlebnis war auch der Weg durch die Stadt, denn es war so voll, wie ich es in Münster noch nie erlebt habe, ich war allerdings auch noch nie an einem Adventssamstag in der Stadt. Das besondere an Münster ist ja, dass es dort nicht einen Weihnachtsmarkt gibt, sondern hundert. Na, okay, vielleicht nicht ganz hundert, aber auf alle Fälle viele, und wenn man einmal quer durch die Stadt läuft, dann kann man nicht umhin, über mindestens drei bis vier Weihnachtsmärkte zu laufen, einer voller als der andere, es ist grauenhaft.
Um meine innere Abneigung gegen Weihnachtsmärkte nicht in Panik und Fluchtverlangen umschlagen zu lassen, erinnerte ich mich an meine Streifzüge über diverse arabische Souks, die ähnlich voll waren, die sich für mich aber nur nach einer fremden Welt und Abenteuer anfühlten. Der Unterschied zwischen einem Souk in Marrakech und einem Weihnachtsmarkt in Münster besteht vor allem darin, dass sich die Welt der Münsteraner Weihnachtsmärkte für mich deutlich fremder anfühlt als jeder Souk in Afrika, aber mit diesem Gedanken im Kopf, fühlte sich der Weg über die Weihnachtsmärkte plötzlich nicht mehr bedrohlich an, sondern nur noch aufregend. Es ist wirklich spannend, wie seltsam die Menschen sein können, die direkt hier ums Eck wohnen.
Insgesamt war es heute also nicht nur ein erfolgreicher, sondern auch abenteuerlicher Ausflug und auf meine beiden neuen Brillen freue ich mich schon sehr
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Ich habe mich also mit Hausarbeit beschäftigt und erneut festgestellt, wie zufrieden mich das macht.
Jetzt sind die Betten frisch bezogen, die Küche ist gründlich geputzt und gewischt, der Rest des Hauses ist gestaubsaugt und der Staubsauger ist grundgereinigt. Drei Maschinen Wäsche sind gewaschen und getrocknet,
große Mengen an Gemüse wurden zu einem großen Topf Gemüsesuppe verarbeitet, es war ein wirklich schöner Tag.
Hausarbeit unterscheidet sich von Büroarbeit vor allem dadurch, dass man den Kopf abschalten kann und einfach nur so vor sich hinarbeitet. Ich finde das ungemein erholsam.
Außerdem bleibt man bei Hausarbeit in Bewegung und friert nicht, wenn die Raumtemperaturen nur bei 16°C liegen, noch ein positiver Aspekt.
Für morgen haben wir uns allgemeine Aufräumarbeiten vorgenommen
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Falls für nächstes Jahr ein ähnliches Programm geplant ist, möchte ich bitte lieber 20 Peitschenhiebe, das erscheint mir die attraktivere und angenehmere Variante.
Außerdem habe ich Backfisch und Pommes gegessen und natürlich nicht vertragen. Als ich zuhause war, habe ich mich eine Zeitlang immer dicht in der Nähe einer Toilette aufgehalten, ich hatte große Sorge, dass das fettige Essen schneller wieder rauswollte als es ein normaler Verdauungsdurchlauf vorsieht.
Mittlerweile hat sich mein Magen beruhigt, bis sich meine Gemütslage beruhigt hat, wird es aber wohl noch dauern
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K brachte zwar als Argument, dass wir mindestens vier Stunden im Auto säßen und es deshalb vier Stunden schön kuschelig warm hätten, anders als hier im Haus, wo wir uns tapfer und schlotternd bei durchschnittlich 17° ständig in Bewegung halten müssen. Ich bin heute schon ca. 20x die Treppe hoch und runter gelaufen, hilft sehr gut gegen Frieren, ist aber auch anstrengend.
Aber wie gesagt, wir haben grade noch die Kurve bekommen, bevor uns unser Spartrieb zu völlig schwachsinnigen Aktion verführen konnte.
Das mit der Schreibtischarbeit ist aber trotzdem ein Problem, diesmal nicht wegen Abwesenheit und auch nicht wegen verfrühter Trunkenheit, sondern ganz schlicht wegen Kälte. Länger als eine halbe Stunde kann ich nicht am PC sitzen, dann muss ich mich erst etwas bewegen und meine Finger wieder auftauen. Der Tee, den ich mir zum Magen- und Fingerwärmen gekocht habe, wird leider auch so schnell kalt, dass er nach einer halben Stunde nichts mehr nutzt, ich könnte ihn in einen Thermobecher füllen, dann wäre er nach einer halben Stunde vielleicht noch lauwarm, aber zum Finger wärmen taugt ein Thermobecher ja mal so gar nicht, es ist kompliziert.
Weil ich deshalb heute ständig in Bewegung war, war ich auch eine Zeitlang im Keller. Mir fiel ein, dass ich ja Ks Geschenk schon mal einpacken könnte und mein Einpackstudio ist im Keller. Die früheren Jahre habe ich im Winter stets sehr ungern Geschenke eingepackt, weil es mir im Keller viel zu kalt war, aktuell ist es im Keller aber kaum kälter als im Rest des Hauses (was nicht daran liegt, dass der Keller wärmer wurde), deshalb macht mir aber auch ausdauerndes Geschenkeeinpacken nichts aus, es ist nicht alles schlecht am Nichtheizen.
Und weil ich heute keine extra Eile hatte, aus dem Keller wieder zu verschwinden, habe ich die Gelegenheit genutzt, da überhaupt mal wieder ein bisschen aufzuräumen und Struktur reinzubringen und dabei entdeckte ich an zwei verschiedenen Stellen noch Geschenke für K. Ich war ja bisher sehr fest davon überzeugt, dass ich keines hätte und bin deshalb am Donnerstag etwas hektisch in die Stadt gefahren. Das stimmt aber gar nicht, ich habe sogar mehrere Geschenke, die waren nur alle gut versteckt und ich hatte sie komplett vergessen. Ich war in einem früheren Leben ganz bestimmt mal Eichhörnchen.
Jetzt überlege ich ja schon wieder, ob ich nicht eines der Geschenke strategisch bis Weihnachten aufbewahren sollte, habe mich aber dagegen entschieden, no risk no fun, mir wird schon noch ein Geschenk einfallen und bis Weihnachten habe ich ja noch 18 Tage Zeit (bis zur Abfahrt nach Borkum, wo alles besorgt sein sollte, denn für last minute Einkäufe am 24. ist die Auswahl auf der Insel wirklich nicht geeignet.)
Außerdem habe ich mich heute Nachmittag mit dem Kauf einer weiteren Lampe Berger beschäftigt.
So eine Lampe habe ich vor längerem mal auf dem Flohmarkt gekauft und nach Borkum mitgenommen, wo ich sie schon mehrfach sehr erfolgreich eingesetzt habe. Als wir neulich hier in Greven den Fisch gebraten hatten und dann ausführlich lüften mussten, was die eh schon niedrigen Raumtemperaturen noch niedriger machte, fiel mir wieder ein, dass ich so eine Lampe ja schon lange auch für Greven haben wollte.
Als ich meine erste Lampe auf dem Flohmarkt kaufte, wusste ich nicht, was ich da kaufe, aber weil ich von der Beschreibung der Verkäuferin, wie so eine Lampe funktioniert bzw. was die kann, so fasziniert war, dass ich es dringend selber testen wollte, bezahlte ich anstandslos die geforderten 10 € obwohl ich ansonsten auf dem Flohmarkt alle zweistelligen Beträge schon als ungemein teuer empfinde.
Sie verkaufte die Lampe, weil sie eine zweite geschenkt bekommen hatte und sagte, sie verlange im Vergleich zum Listenpreis dieser Lampe einen verhältnismäßig geringen Betrag, weil diese Lampen im Original sehr teuer seien.
Ich hatte zwar keine Ahnung, was die Lampen kosten, weil ich ja noch nicht mal eine Ahnung gehabt hatte, dass es solche Lampen überhaupt gibt, ich glaubte ihr aber schon deshalb bedenkenlos, weil ich sie so nett fand. Netten Leuten glaubt man gerne Dinge, nicht wahr?
So kam ich also zu meiner ersten Lampe Berger und bin seitdem Fan. Die Dinger sind tatsächlich ganz wunderbare Geruchsfresser ohne alles mit einem Alternativgeruch zu überlagern, es gibt nämlich auch komplett neutral riechende Öle für diese Lampe, wenn man die reintut und die Lampe anzündet, riecht das Haus nachher nach nichts außer Haus, aber eben auch nicht mehr nach Fisch oder nach welchem Geruch auch immer, den man verschwinden lassen wollte.
Und genau für den Zweck wollte ich natürlich dann auch gerne eine Lampe für Greven haben, hatte aber immer wieder vergessen, mich darum zu kümmern. Als wir aber neulich diesen üblen Fischgeruch in der Bude hatten, da fiel es mir wieder ein und deshalb stand der Kauf einer Lampe Berger jetzt ganz oben auf meiner to-do-Liste.
Jetzt ist es so, dass die Dinger tatsächlich nicht ganz billig sind, wenn man sie neu kauft, weshalb ich natürlich nur eine gebrauchte über ebay kaufen wollte. Da gab es auch diverse Lampen, die lustigerweise überwiegend heute Nachmittag ausliefen. Ich habe mal fröhlich auf mehrere geboten - und irgendwie eskalierte das dann alles und jetzt besitze ich nicht nur zwei weitere Lampen, sondern auch Mengen an passendem Duftöl (ich finde das neutrale Öl am besten, aber hmmm, vielleicht kann man die anderen ja doch mal ausprobieren, ich habe jetzt demnächst auf alle Fälle reichlich und nun, wir werden sehen.)
Zum Mittagessen gegen 16h briet ich dann schon wieder Fisch, das war sehr schlecht, weil die Lampe Berger ja noch nicht da ist, aber der Fisch musste weg, weil ich ihn ja nur gekauft hatte, weil er weg musste, das heißt, ich hatte ihn nur gekauft, weil er mit kurzem MHD um 30% reduziert war, denn das ist die Art, wie ich grundsätzlich einkaufe und wenn man am Wochenende gezielt für den sofortigen Verzehr einkauft, dann ist das sehr vernünftig, wenn man dabei auch gleich auf Rabatte achtet. Es hat sogar den Vorteil, dass man gar nicht darüber nachdenken muss, was man kochen oder essen möchte, was ja in aller Regel das Schwierigste am Kochen überhaupt ist, sondern dieses Problem wird einfach durch die eingeschränkte Auswahl an rabattierten Lebensmittel gelöst. Ist mehr als ein Lebensmittel rabattiert, wählt man das teuerste, weil man dabei am meisten spart, ist doch logisch.
Deshalb gibt es bei uns häufiger Fisch und Meeresfrüchte, denn die sind ziemlich teuer und haben grundsätzlich nur eine kurze Haltbarkeit, weshalb es öfter mal vorkommt, dass sie im Laden reduziert werden.
Heute also Lachs, denn der musste dringlich als erstes weg, eigentlich war der schon für gestern vorgesehen gewesen, gestern waren wir aber erst auf dem Weihnachtsmarkt, dann war mir schlecht, weil ich dieses Weihnachtsmarktessen mit all dem Fett und Öl nie vertrage, dann war mir kalt und ich habe so schnell so viel Glühwein getrunken, dass ich den verbliebenen Hunger einfach mit simplem Baguette bekämpft habe, was es eigentlich als Beilage zu dem Fisch geben sollte, so aber gab es das als Beilage zum Glühwein, das war genauso sättigend, hatte nur zur Folge, dass der Fisch ungebraten blieb und es deshalb heute dringlich wurde.
Wie auch immer, diesmal war das mit dem Fischgeruch erstaunlicherweise nicht so schlimm, lag vielleicht auch daran, dass ich klugerweise vor dem Braten in der Küche alle Türen geschlossen und alle Fenster geöffnet hatte. Was man halt so macht, wenn man noch keine Lampe Berger hat und selber denken muss.
Anschließend habe ich mich dann noch mal an den Schreibtisch gesetzt und alle offenen Grundsteuerfälle erledigt, das ist doch auch schon was.
Morgen wieder Büro, hilft ja nix
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Zu unserem großen Glück war das Angebot heute sehr überschaubar. Ich habe ein bisschen Krimskrams erworben, es hielt sich aber alles im Rahmen, wir hätten nichts verpasst, wenn wir nicht hingefahren wären.
Was wir allerdings langsam wirklich dringlich brauchen, sind neue Kaffee Pads. Wir trinken nicht sehr viel Kaffee, jeden Morgen jeder eine große Tasse und K manchmal am Wochenende noch 1-2 Tassen zusätzlich, im Schnitt brauchen wir von den Guten Morgen Doppelpads ca. 15 bis maximal 20 Pads pro Woche, also 1,5-2 Pakete.
Bisher konnte ich es stets vermeiden, diese Pads zum regulären Preis zu kaufen, weil sie immer mal wieder irgendwo im Angebot sind und dann spart man zwischen 1,20-1,50 € pro Paket verglichen mit dem regulären Listenpreis.
Wenn diese Pads im Angebot sind, dann kaufe ich üblicherweise auch gleich einen Halbjahresvorrat, das letzte Mal habe ich das im Frühjahr gemacht, es wurde jetzt also wieder Zeit.
Eine Google-Sucher ergab, dass die gesuchten Pads diese Woche bei Kaufland im Angebot sind, das passte gut, Kaufland gibt es in Rheda und da mussten wir am Nachmittag sowieso hin, K hatte mit einer neuen Mieterin eine Wohnungsübergabe vereinbart.
Bei Kaufland kauften wir dann die kompletten Bestände vom Guten Morgen Kaffee auf, weil das nur 33 Pakete waren, haben wir noch 18 Pakete Guten Morgen strong dazu eingepackt, das dürfte jetzt wieder für ein halbes Jahr reichen.
An der Kasse gab es etwas umständliche Verhandlungen mit der Kassiererin, die das nicht ganz geregelt bekam, von welcher Sorte wir jetzt wie viele Pakete hatten - und im Ergebnis hat sie statt 33 Pakete der Hauptsorte nur eines berechnet, das haben wir aber erst bemerkt als wir im Auto saßen und ich den Bon noch mal kontrollierte.
Ich denke, bei diesem Kaffeeeinkauf haben wir jetzt wirklich gewaltig gespart.
Nach der Wohnungsübergabe gab es dann noch den obligatorischen Gang übern Weihnachtsmarkt, weil K seine Reibekuchen essen wollte, ich hatte meine Fellschuhe an und deshalb kein Problem mit kalten Füßen, ich denke aber, ich brauche solche Schuhe jetzt auch noch für die Hände.
Zeit für Schreibtischarbeit blieb nicht, weil ich durchgefroren nach Hause kam und deshalb Glühwein trinken musste, der wiederum kontraproduktiv für Schreibtischarbeit ist, dafür war es aber ein schöner Tag - und morgen fahren wir ins Sauerland, hat K vorgeschlagen, ich sehe fast schon wieder schwarz für den Arbeitsstapel auf dem Schreibtisch
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Wir (also genaugenommen K selber, aber weil ich das nicht als Vorwurf verstanden haben will, sage ich einfach wir, das impliziert, dass ich die Idee auch selber hätte haben können, wenn ich eine Idee gebraucht hätte), also wir haben schon letztes Jahr begonnen, uns Geschenke zu machen, von denen wir beide profitieren und I think, that's a wunderbare Idee.
Wir kaufen also Gegenstände für den gemeinsamen Haushalt, die der jeweils andere nicht gekauft hätte, weil er entweder nicht weiß, dass es sie gibt oder weil sie grundsätzlich zu teuer sind, für Geschenke gibt es aber kein zu teuer und damit ist es perfekt.
Im Ergebnis haben wir das Geschenkethema vom Tisch und wir haben Haushaltsgegenstände, die geil sind, das ist doch wirklich winwin, oder?
So ein Geschenk war mir also auch eingefallen und das wollte ich für K zum Geburtstag kaufen, ich hatte aber noch eine angemessene Restunsicherheit, ob das, was ich mir da ausgedacht hatte, wirklich sinnvoll ist oder einfach nur aufgeblasener Edelhype, so etwas wie Balenciaga Schuhe, denn dann wäredas ja nun wirklich doppelt peinlich, weil es auf das offensichtlichste demonstrierte, dass man sich freikaufen wollte und noch nicht mal Bock hatte, sich mit dem Geschenk selber zu beschäftigen.
Bevor ich also die Geschenkidee durch Zücken der Kreditkarte in ein Geschenk umwandelte, wollte ich mir das Ding selber in echt ansehen und von einem
Online Bestellung schied also aus, ich musste es vor Ort in einem Ladengeschäft erwerben und zu dem Zweck fuhr ich heute in die Innenstadt von Münster.
Der Verkäufer versicherte mir, dass das ausgesuchte Teil wirklich so toll ist, wie es alle YouTubeVideos anpreisen, es fühlte sich auch in echt sehr gut an, ich habe also das Geburtstagsgeschenkproblem gelöst, jetzt brauche ich nur noch Weihnachtsgeschenke.
Auf dem Rückweg von dem Laden zu meinem Auto kam ich noch an einem anderen Laden vorbei, in den ich neugierig hineinging, wenn man alle sechs Monate einmal in der Stadt ist, kann man so etwas ja mal machen.
Dort fand ich durch reinen Zufall noch ein Geschenk, ebenfalls für den gemeinsamen Haushalt, diesmal aber ungeplant und unerwartet, es war also zunächst mal für mich eine Überraschung, nächste Woche wird es dann eine Überraschung für K sein, ich kann ihm nur raten, dass es ihm gefällt, sonst wär blöd.
Am Abend fuhren wir noch Einkaufen und kauften eine ganze Kiste Glühwein, das ist unsere Alternative zur Heizung, wirkt besser und ist preiswerter.
Weil es gestern gebratenen Fisch gab, roch die Bude heute immer noch nach dem Essen von gestern, wir lüfteten also (noch mal) gründlich, anschließend waren es nur noch 15° im Erdgeschoss, ich habe keine Ahnung, wie wir die Räume je wieder warm kriegen sollen, weil K bisher Heizung kategorisch ablehnt.
Er meint, wenn wir so ein richtiges Wärmeloch zwischen den beiden Nachbarhäuser machen, dann ziehen wir gewaltig Wärme von rechts und links und das freut ihn so sehr, dass er dafür wahrscheinlich auch Minustemperaturen im Wohnzimmer akzeptieren würde, Hauptsache, die Nachbarn müssen extra heizen.
Ich glaube, es wird Zeit, dass wir hier wegziehen, mein Westfalenmann scheint mir nicht wirklich nachbarschaftssozialtauglich, besser, wir wohnen künftig in einem freistehenden Haus, dann fallen solche Probleme schon mal weg.
Außerdem zitierte mir mein Westfalenmann heute noch ein altes, westfälisches Sprichwort:
"Wiehnachten geht de Düvel up Stelzen" und meinte damit, dass vor Weihnachten alles total bekloppt und hektisch wird. Weshalb deshalb der Teufel auf Stelzen geht, habe ich nicht verstanden, aber ich komme ja auch nicht von hier wech
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Während der Fahrt ins Büro hörte ich einen neuen Podcast, der mir sehr gut gefiel. Ist grade erst gestartet, ich hörte also die erste Folge von
Außer Tresen nichts gewesen, in der sich Andreas Loff und Peter Wittkamp über Dating unterhalten. Dating ist so weit außerhalb meines Lebens, dass ich es ausgesprochen faszinierend fand, über dieses Thema überhaupt mal wieder nachzudenken.
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Im Büro gibt es Besprechungen zum Thema "nachhaltiges Investieren" und ich stelle fest, dass das alles komplette Augenwischerei ist. Ich finde die Idee dahinter wirklich gut, aber die Umsetzung ist totaler Murks. Mittlerweile finde ich das alles enorm ermüdend.
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Am Abend schaue ich "Alice" und erinnere mich daran, wie damals das Gespräch mit Alice Schwarzer und Esther Vilar im Fernsehen übertragen wurde und meine Mutter das Programm eingeschaltet hatte, weil mein Vater nicht da war. Er kam aber mittendrin nach Hause, schaute kurz zu und kommentierte dann vor Arroganz und Selbstgerechtigkeit nur so triefend, dass man doch schon rein optisch erkennen könne, wer die Intelligentere von beiden sei und dass man so eine hässliche Krähe wie Alice Scharzer doch nun weiß Gott nicht ernst nehmen könne.
Ich glaube, das war der Moment, als mir klar wurde, wie dumm er ist.
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Wir haben die Heizung hier in Greven immer noch nicht angestellt, so ein Reihenmittelhaus wird halt gut von beiden Seiten gewärmt, aber inzwischen sind es nur noch 17° im Wohnzimmer und ohne meine Uggs hätte ich wohl ziemlich kalte Füße, aber K will den Heizungsboykott weiter durchhalten, weil er sich darüber freut, dass dann die Floddernachbarn mehr heizen müssen.
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K probiert sich systematisch durch alle E-Autos, die so auf dem Markt sind. Der Tesla ist endgültig durchgefallen und er wartet jetzt nur noch die Mindesthaltedauer ab, um ihn weiterzuverkaufen.
Gestern hat er einen Mercedes EQS ausprobiert, Gesamturteil: Daumen runter, was mich sehr erleichtert.
Ich wiederhole mantraartig, dass das nachhaltigste Auto das ist, was nicht extra neu gebaut wird und im übrigen weigere ich mich hartnäckig, in irgendetwas suvartiges auch nur einzusteigen. Wir werden sehen, wie es weitergeht
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