In unserer Abwesenheit sind die Heizkörper auf ein Minimum runtergedreht, wenn ich auf dem Festland losfahre, schiebe ich die Temperatur hoch und komme in ein warmes Haus.
Außerdem überwacht das System die Türen, die Fenster und die Raumfeuchtigkeit, schaltet den Heizkörper automatisch ab, wenn das Fenster in dem Raum geöffnet ist und sendet mir Schimmelwarnmitteilungen, wenn es in einem Raum zu kalt und zu feucht ist.
2014, als wir dieses System installiert haben, war es von RWE entwickelt und vertrieben worden und galt als Zukunftstechnology. In der Folge hat sich RWE aber mehrfach selber neu erfunden und umstrukturiert, die Smarthome-Technik wurde deshalb unter dem Dach der Tochter Zukunfts-Innogy gebündelt. Vor 2-3 Jahren gab es dann die ganz große Umstrukturierung mit diversen Rochaden zwischen RWE und e.on, am Ende landete Innogy bei e.on und dort bestand dann kein Interesse mehr an einer Weiterentwicklung.
Wir begannen uns deshalb nach einem anderen System umzuschauen, hatten aber keine gesteigerte Eile damit, weil unser System ja grundsätzlich noch funktionierte. In diese Orientierungsphase platzte der Ukrainekrieg und die Energiekrise und ganz Deutschland wollte plötzlich smarte Heizkörperthermostate haben.
K hatte sich nach vielen Vergleichsstudien für die Thermostate von Fritz entschieden, die waren aber komplett ausverkauft und wenn sie angeboten wurden, dann nur zu komplett überhöhten Preisen.
Dann wurde ihm das System von Tado angeboten, was er testweise mal mit drei Ventilen bestellte. Das ist jetzt seit 10 Tagen hier an den Heizkörpern in der ersten Etage installiert.
Es ist deutlich eleganter und stylisher als die recht großen, globigen alten RWE-Ventile, das ist meiner Meinung nach aber auch der einzige Vorteil. Sonst kann es nämlich alles schlechter als das uralte RWE-System, das einzige, was es eindeutig besser kann, ist, mir auf die Nerven zu gehen.
Es sendet ständig irgendwelche kryptischen Meldungen auf meine Smartwatch, die ich dort zwar zur Kenntnis nicht aber bearbeiten kann, nach fünf Tagen schickt es mir eine E-Mail und sagt, dass bei einem Ventil schon die Batterien getauscht werden müssen. Die App hat sich in den letzten 10 Tagen bereits zweimal aktualisiert und die eingestellte Temperatur am Ventil (die man übrigens nur ablesen kann, wenn man sie verstellt) hält es für einen unverbindlichen Vorschlag.
Nach welchen Kriterien das Ventil den Heizkörper auf- oder zumacht, hat sich mir noch nicht erschlossen, ich glaube, die haben da einen chinesischen Algorhythmus eingebaut, der ganz eigene Aufgaben hat, auf alle Fälle gehört das Regeln der Raumtemperatur nicht dazu.
Heute waren wir eine längere Zeitlang im Erdgeschoss, deshalb hatten wir oben den Ofen nicht angeheizt, es lief einfach nur die normale Heizung. Die Heizung im Wohnbüro ist auf 20°C eingestellt, weil ich bei niedrigeren Temperaturen ungern am PC sitze und weil die Heizung ausgeht, wenn der Ofen an ist. Hoffen wir zumindest, immerhin ist es ein Smartventil und sollte selbstständig die Temperatur im Raum erkennen.
Vielleicht hat es aber auch nur unsere Raumnutzungsgewlhnheit erkannt und damit gerechnet, dass in diesem Raum eigentlich der Ofen laufen müsste, auf alle Fälle lief die Heizung deshalb auch nicht und als ich vorhin nach oben kam, hatten wir angenehme 17,1 °C, genau die Temperatur, bei der ich gerne am Rechner sitze.
Jetzt läuft der Holzofen und macht zuverlässig warm, morgen tausche ich die Heizkörperventile wieder zurück, lieber ein nicht fortentwickeltes System aus 2014 als diesen Tadokram, der zwar schick und stylish ist, aber weder die Heizung sinnvoll regelt noch irgendetwas anderes brauchbar erkennt.

Nein, es ist kein Fenster geöffnet, es gibt gleich einen matigen neerslag und es war vorhin nur 17°C, da werde ich nachts um 21h kein Fenster öffnen. Dummbatzsystem.
Zum Abendessen gab es heute Bruschetta, geräucherte Gambas, geröstetes Baguette mit Aioli und frisch gepressten O'saft mit Sekt - getrennt, in zwei Gläsern, wäre sonst schade um den O'saft.
Und weil ich das Essen so toll fand, habe ich es diesmal sogar fotografiert:
Das in der Olivenschale ist Aioli, auch das finde ich toll, also ich meine, dass da jetzt endlich Aioli in der Schale ist, in der war bis gestern nämlich noch eine Kerze, die ich schon vor langer Zeit mal auf einem Flohmarkt gekauft hatte, weil ich die Schale hübsch fand, aber natürlich nicht benutzen konnte, bevor die Kerze runtergebrannt war. Und die Kerze mochte ich nicht anbrennen, es wäre doch zu schade gewesen.…
Diesen Winter hatte ich endlich eine Einsicht in meine eigene Blödsinnigkeit, brannte die Kerze an, die dann aber gar nicht recht brennen wollte, es dauerte also noch ein paar Wochen, in denen ich immer wieder versuchte, die Kerze niederzubrennen, bis ich sie gestern mitsamt Schale in heißes Wasser stellte, den gesamten Kerzenwachs rauslöste, wegwarf, die Schale abwusch - und jetzt habe ich endlich eine Schale mit Deckel, in der ich Aioli nicht nur im Kühlschrank aufbewahren, sondern auch in hübscher Form auf den Tisch stellen kann.
Gut Ding will manchmal mehr als nur eine Weile haben.
Und schließlich schickte mir die Kamera heute Nacht diese Bilder:
damwild (MOV, 1,007 KB)
Immerhin weiß ich jetzt ganz genau, warum der Efeu an meiner Müllbox nicht richtig wächst
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Auf dem Rückweg ein Zwischenstop zum Einkaufen, es gab wunderschöne Maispoularden und ich hatte spontan Lust auf explodiertes Huhn. (Frikassee)
Als ich wieder zuhause war, habe ich das Huhn aufgesetzt und mich dann an den Rechner gesetzt, um meine private Buchhaltung für 2022 abzuschliessen und anschließend für 2023 neu zu beginnen.
Es ist ein gutes Gefühl, das alles so zeitnah erledigt zu haben, ich komme mir fast vor wie ein Streber.
Als ich zum Abendessen das Frikassee fertigkochen wollte, das Huhn war gekocht und ausreichend abgekühlt, um es in Stücke zu zupfen, stellte ich fest, dass ich keinen Reis mehr im Haus habe.
Ich kann mich nicht daran erinnern, dass mir so etwas schon je vorher passiert ist, normalerweise habe ich eine sehr gut funktionierende Vorratshaltung, die ein rechtzeitig Ersetzen aller klassischen Verbrauchsgüter vorsieht, aber jetzt waren tatsächlich nur noch 75g Reis da, das ist etwas wenig für zwei Personen.
Also bin ich noch mal losgefahren, um einen Sack Reis zu kaufen, zum Glück war heute ja wieder ein ganz normaler Arbeitsalltag mit normalen Ladenöffnungszeiten.
Jetzt dürften die Reisvorräte erst mal wieder eine ganze Weile reichen, ich mache mir aber trotzdem Sorgen, um meine wiederkehrenden Aussetzer bei der Haushaltsführung. Es fiel mir in den letzten Monaten schon zunehmend schwer, die beiden Haushalte auseinander zu halten, ich fürchte, da kommt noch einiges an Durcheinander auf mich zu.
Es sieht aber wohl so aus, als ob ich damit leben muss
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Frohes neues Jahr lautet der traditionelle Gruß und wahrscheinlich ist das auch die sinnvollste Variante, etwas Neues zu beginnen, wenigstens froh sollte er sein, der Neuanfang, auch wenn man weiß, die Reise wird beschwerlich.
Als ich gestern auf das vergangene Jahr zurückblickte, blieb es nicht aus, dass ich auch auf das kommende voraus schaute und mir wurde dabei schon etwas mulmig, als mir klar wurde, was für dieses Jahr alles ansteht.
Es ist nämlich viel, was dieses Jahr alles erledigt werden muss. Und ja, muss ist das richtige Verb, denn wenn der Gesamtplan gehalten werden soll, dann ist sozusagen kein Platz mehr für überlastungsbedingtes Aufschieben oder Prokrastinieren, genauso wenig wie für Fehlentscheidungen, ungeplante Verzögerungen oder allgemeine Katastrophen.
Wenn das Ende unserer Zeit in Greven auch planmäßig passend mit dem Ende unserer offiziellen Bürotätigkeit zusammenfallen soll, dann gibt es eine Deadline und die ist für den Neubau eines Hauses, bei dem noch nicht mal entschieden wurde, welche Handwerker es bauen werden, inzwischen sportlich.
Vor zwei bis drei Jahren habe ich ja noch gehofft, dass das neue Haus vielleicht sogar schon im Sommer 2024 fertig ist und ich hätte für die letzten Wochen auch ohne zu Murren die deutlich längere Pendelstrecke Rheda-Münster akzeptiert, diese Vorstellung ist aber jetzt schon obsolet, aktuell gehen wir davon aus, dass wir mit Glück wenigstens Ende 2024 einziehen können, ein Termin, den ich nur äußerst ungern noch weiter nach hinten verschieben möchte, denn es gibt danach einfach keinen Grund mehr, dann noch länger in Greven zu wohnen.
Neben dem Neubau eines Hauses haben wir aber beide noch einen Bürojob, der für jeden von uns längst noch nicht so entspannt ist, wie ich mir das für die letzten zwei Jahre gewünscht habe und der für das kommende Jahr noch eine Menge Arbeit parat hat.
Als dritte Baustelle gibt es dann noch das Haus auf Borkum, das ja auch noch mitten im Umbau steckt. Das neue Bad ist beim Installateur beauftragt, wir brauchen aber noch einen Fliesenleger und die holzvertäfelte Decke muss auch neu. Außerdem ist die Küche aktuell nur ein Provisorium und für den Garten stehen auch noch große Umbauten an, es gibt also eine Menge zu tun und wenn man diese drei Aufgabenbereiche zusammenbetrachtet, dann wird mir halt etwas mulmig bei der Vorstellung, es hakt auch nur an einer Stelle.
Wenn einzelne Dinge mehr als nur ein bisschen Aufmerksamkeit brauchen oder ich von einer akuten Welle von Unlust oder Lethargie überrollt werde, dann brechen alle tollen Pläne zusammen und davor fürchte ich mich sehr.
Aber hilft ja nu nix, das, was ansteht, muss halt erledigt werden, damit am Ende alles ganz toll ist.
Da es gemäß der Wetterapp ab morgen ständig regnen soll, haben wir heute noch eine letzte trockene Chance für einen Strandspaziergang am weiter entfernt gelegenen FKK-Strand genutzt.
Mit fast 10°C war es für Januar nicht sehr kalt, trotzdem liefen keiner FKKler am Strand rum, was ich durchaus verstehen kann. Wenn man noch nicht mal eine Badehose anhat, sind 10°C wirklich etwas frisch.
Der Strand war also beeindruckend leer

Und die Notrufsäule war mit Sandsäcken verbarrikadiert, es wahrscheinlich sehr klug, zur Zeit nicht am FKK Strand baden zu gehen.

Wieder zuhause machten wir noch ein bisschen Sofasport, keine Ahnung, wie diese Beinhebeübungen heißen, aber immer wenn Robbi unters Sofa will, heißt es Beine hoch und Spannung halten

Insgesamt verbraucht Staubsaugen auf diese Art wahrscheinlich mehr Kalorien, als wenn man ein Gerät manuell vor sich herschiebt
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Gegen Mittag machten wir eine kleine Fahrradtour.
Der Wind kommt mit 5-6 Windstärken ziemlich genau aus Süden, d.h. perfekter Rückenwind auf der Promenade, wir ließen uns fast ohne zu treten bis ins Dorf pusten, so macht Fahrradfahren Spaß.
Ein Schlenker an der Kulturinsel vorbei befriedigte meine Flohmarktneugier. Heute sollte dort nämlich Flohmarkt sein, d.h. es war auch Flohmarkt, aber nur genau zwei Stände und dann auch noch die mit dem selbstgemachten Touristenkram, ich musste noch nicht mal vom Fahrrad absteigen, um zu erkennen, dass sich Absteigen nicht lohnt.
Im Dorf ein Abstecher zum City-Markt, N bat mich, ihm dort etwas zu besorgen, was er vergessen hatte zu kaufen und mir fiel ein, dass ich ja sinnvollerweise ein paar Rollen Müllsäcke auf Vorrat kaufen könne, die werden nämlich ab nächstem Jahr teurer.
Ich staunte über die Preise der sonstigen Produkte und über die Menge an Menschen, die im Dorf und im City-Markt unterwegs waren.
Die Insel ist ziemlich voll, aber zu 95% halten sich die Menschen im Dorf und am Hauptstrand auf, ein Fakt, den ich einerseits zwar sehr positiv, andererseits aber auch sehr erstaunlich finde. Als einzige Erklärung fällt mir nur wieder dieses seltsame Bedürfnis nach menschlicher Nähe ein, was wohl wirklich ein Massenphänomen ist. Es wäre interessant zu erfahren, wie nah die Menschen mit den Lemmingen verwandt sind. Dass es zu den Hörnchen nicht weit ist, habe ich schon in der Schule gelernt.
Die großen Müllsäcke waren im City-Markt schon ausverkauft, ich war aber inzwischen so sehr menschengenervt, dass ich keine Lust hatte, noch zu einem anderen Markt zu fahren, ich nahm ein paar Rollen mit kleinen Säcken mit und verspürte den dringenden Wunsch, direkt nach Hause zu fahren.
Grundsätzlich stört es mich nicht, wenn Läden voll sind, aber diese Urlauber, die sich heute in diesem City-Markt rumtrieben, kamen mir vor wie eine Spezies von einem anderen Stern. Aber vielleicht bin ich auch nur nachhaltig Gäste-entwöhnt, ich gehe ihnen ja üblicherweise weiträumig aus dem Weg.
Am Abend kochte ich AWM-Suppe,

das Gemüsefach ist jetzt angenehm aufgeräumt
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Das war die gute Nachricht.

Dafür stand der Keller heute 5cm hoch unter Wasser: Die Kondensatpumpe pumpte das Kondenswasser nicht mehr ab, das lief also über und hatte so seit gestern Vormittag den Keller gründlich vollgetropft.
K saugte das Wasser mit dem Wasserstaubsauger auf, zwei volle 10l Eimer kamen dabei zusammen.
Zum Glück sind wir inzwischen für solche Zwischenfälle technisch gut ausgerüstet, das Haus hier ist schon öfter mal abgesoffen, K konnte also sehr schnell reagieren als er das Unheil bemerkte.
Ich alarmierte den Installateur, der auch zügig wieder erschien und feststellte, dass die Pumpe nicht kaputt ist, sondern nur einen Wackelkontakt im Stecker hat, das ließ sich rasch beheben und jetzt warten wir mal ab, was morgen als Gimmick auf dem Programm steht.
Die Kinder sind alle drei wieder abgefahren und auch schon gut in Hamburg bzw. Bielefeld angekommen. Die Herausforderung war der Abtransport der Geschenke, denn N hatte einen sehr großen Karton mit Mikrowelle zu transportieren und C einen Staubsauger, es hat aber wohl alles gut geklappt.
Wir haben hier am Nachmittag den Keller trockengelegt und ich habe die erste Maschine Wäsche angeworfen, danach gammelten wir nur noch auf dem Sofa rum und genossen die Ruhe.
Mit Kindern im Haus ist es auch heute noch so wie halt mit Kindern im Haus, egal wie alt sie sind. Wenn sie gemeinsam da sind, dann benehmen sie sich heute genauso wie vor 20 Jahren. Es wird gepöbelt, geprügelt, gestritten, gekuschelt und umarmt. Die drei sind schon eine schräge Truppe.
Als die Heizung streikte, sind sie für einen Filmeabend gemeinsam in ein Bett gekrochen und haben sich dabei benommen wie die drei Spatzen, möglichst eng zusammenkuscheln für maximale Wärme.
Dabei wollte natürlich jeder in die Mitte, J erklärte, ihm wäre am kältesten, er müsse in die Mitte, das hat C verweigert, sie sei die Mittlere, sie müsse in die Mitte, es kam zu einem Handgemenge, was N schlichten musste, in dem er sich zwischen die beiden in die Mitte legte, um die Streithähne zu trennen.
Wie es danach weiterging, habe ich nicht mehr verfolgt, ich verließ das Zimmer.
Früher habe ich mir in solchen Momenten gesagt, wenn eines kaputt geht, mache ich halt ein neues, heute kann ich nur noch die Schultern zucken und denken: "Es hat halt nicht sollen sein."
Sie tauchten am nächsten Tag aber alle drei sehr lebendig wieder auf, auch hier hat sich mein uralter Spruch wieder bewahrheitet: Kinder gehen gar nicht so schnell kaputt, wie viele immer meinen.
Der angekündigte Sturm stürmt grade mit viel ekligem Regen draußen rum, ich bin sehr froh, dass die Heizung wieder läuft und ich nicht draußen rumlaufen muss, um es anschließend drinnen warm zu finden
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Heute morgen um 10h erschien der Installateur und warf uns aus dem Bett. Wenn es überall so kalt ist, dann besteht nur wenig Neigung, das warme Bett zu verlassen.
Der Installateur wohnt aber in einem Haus mit funktionierender Heizung, ihm fällt das Aufstehen also nicht ganz so schwer und entgegen seiner Ankündigung, dass die Firma zwischen den Tagen geschlossen sei und er maximal Notfälle bearbeiten würde, war ihm dann wohl doch etwas mulmig bei der Vorstellung, er lässt uns bis nächstes Jahr in der Kälte sitzen und deshalb hatte er sich über die Feiertage noch mal schlau gemacht, was es wohl sein könnte, das unsere Heizung so nachhaltig außer Gefecht setzte.
Grundsätzlich hatte er ja Freitag und Samstag schon einige Stunden lang alles mögliche getestet, aber mit Unterstützung von Fachhandwerkerforen war ihm über die Feiertage dann doch noch etwas eingefallen, was er noch nicht ausprobierte hatte und genau das Teil hatte er heute morgen um 10h dabei, um es probehalber auszutauschen - und siehe da, die Heizung lief.
Wir haben jetzt also wieder eine funktionierende Heizung, aber noch keine Rechnung.
K befürchtet schon das Schlimmste, ich nehme das alles aber eher schicksalsergeben hin, wenn ich Dinge nicht selber kann - und Heizung reparieren gehört dazu - muss ich damit leben, was andere Leute dafür als Preis haben wollen und dann ist das eben so. Alles besser als für immer ohne Heizung zu leben.
Am Nachmittag machten wir dann einen Familienradausflug, über die Promenade bis ins Dorf.
Dort habe ich größere Mengen Fahrkarten gekauft für das kommende Jahr und mich ein bisschen erschrocken als ich die neuen Preise sah, das ist alles ganz schön angestiegen.
Überhaupt beginnt Borkum sich nach und nach von seinem bisherigen Niedrigverdiener-Klientel zu verabschieden und peilt auf Dauer die wohlhabenderen Schichten an, das gilt nicht nur für die Fähre, auch die Kurtaxe ist mit 4,80 € pro Tag ganz schön angehoben worden.
Dazu gab es natürlich schon jede Menge Beschwerden, nicht nur von Gästen, sondern auch von Borkumern, die keinen Bock haben, sich das Gemecker ihrer Gäste anzuhören, denn natürlich sind die Vermieter die ersten, an denen der gemeine Badegast seine Unmut über die hohen Preise entlädt.
Bei allem Verständnis für einkommensschwache Menschen, aber ohne eine entsprechende Kurtaxe fehlen der Stadt die Mittel, die Insel wenigstens in Ansätzen sauber und attraktiv zu halten und zu gestalten, und irgendjemand muss es halt bezahlen. Da die Insel fast ausschließlich von und für die Gäste lebt, liegt es nahe, dass die Gäste auch diejenigen sein müssen, die mit einer entsprechenden Kurtaxe genau das bezahlen müssen, was ihnen hier geboten wird: saubere Strände und ein (klar, Geschmackssache, aber immerhin man bemüht sich) einigermaßen abwechslungsreiches Freizeitprogramm.
Nun, wie auch immer, ich bin davon nur sehr mittelbar betroffen, die gestiegenen Preise für die Fähre werde ich verkraften und bei allem anderen bin ich maximal interessierter Beobachter.
Morgen fahren die Kinder wieder ab, dann haben K und ich noch anderthalb Wochen einsamen Pärchenurlaub vor uns, andererseits, spätestens ab 2025 ist das unser 365 Tage Alltag und ich freue mich da jetzt schon drauf
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Grundsätzlich war das zwar zu erwarten, eine kaputte Heizung ist eine kaputte Heizung und heizt nicht, aber schließlich haben wir Weihnachten, da habe ich gedacht, vielleicht hilft ja hoffen.
Half aber nicht, zumindest heute nicht. Vielleicht morgen, außer hoffen können wir grade eh nichts tun, also hoffe ich einfach unverdrossen weiter.
Draußen war es aber noch kälter als im Haus, deshalb machten wir einen langen Strandspaziergang, als wir nach anderthalb Stunden wieder zu Hause waren, erschien uns das Haus plötzlich mollig warm, geht doch.
Für die nächsten Tage ist Sturm angesagt, heute war aber zunächst mal die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm.
Es war fast windstill und das Meer bewegte sich so wenig, dass ich schon Sorge hatte, jemand hätte die Nordsee geklaut und gegen die Ostsee getauscht.
Da ich ja glaube und hoffe, dass es möglich ist, dass sich die Heizung von alleine wieder auf ihre Kernaufgaben besinnt, halte ich es auch für möglich, dass die Ostsee hier zwischendurch für ein paar Tage aushilft, während die Nordsee sich krank gemeldet hat, im Moment ist die Welt so bekloppt, warum sollte das nicht auch möglich sein?
Der Strand immerhin sah aus wie immer, nur leerer, was ja grundsätzlich eine positive Verbesserung ist.

Während wir am Wasser langliefen und uns über unsere Einsamkeit freuten, zog ein Seenebel auf, was ich immer wieder ein faszinierendes Ereignis finde, weil es so schnell geht. Man kann quasi zusehen, wie die Welt um einen herum verschwindet. Vielleicht ist das der Trick, bei dem Nord- und Ostsee dann wieder zurücktauschen, wär ja möglich.
Auf alle Fälle kamen wir an den Borkumer Stonehengesteinen vorbei und ich habe zugeschaut, wie der Nebel vom Meer herankroch und begann, sie zu verschlucken.

Als wir wieder zuhause waren, heizten wir den Ofen
im Wohnbüro an, immerhin haben wir so wenigstens eine Wärmekammer, es könnte schlimmer kommen.
Das war insgesamt ein sehr ruhiger erster Weihnachtstag, von mir aus kann das jetzt so bleiben
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Die Kinder fanden es komplett überflüssig auch nur einen Fitzel Weihnachtskram vom Dachboden zu holen, um die Stimmung weihnachtstechnisch zu pimpen, sie fühlten sich hier frei in ihrer Antientscheidung, weil ich ja nicht da war.
Ich wiederum staunte nicht schlecht, dass sie keinerlei Verlangen nach Weihnachtsstimmunng hatten, die ich all die Jahre ja nur wegen der Kinder krampfhaft versuchte hatte zu verbreiten.
Wir lernten also, dass jede Seite immer dachte, der jeweils anderen Seite sei eine passende Christbaumstimmung an Heiligabend wichtig, was ein klassisches Beispiel für schlechte Kommunikation ist.
Dadurch, dass 2020 keiner Rücksicht auf den anderen nehmen musste, flog diese falsche, gegenseitige Rücksichtnahme auf und 2021 feierten wir folgerichtig und sehr zufrieden wieder zu fünft aber ohne Weihnachtsbaum Weihnachten.
Dieses Jahr habe ich einen passenden Kompromiss zwischen keine Weihnachtsdeko nirgendwo und dem vollen Weihnachtsprogramm mit Baum und echten Kerzen gefunden

Meine Mutter hatte ihren Dachboden ausräumen müssen und ich bekam eine Kiste mit weißen, selbstgefalteten Fröbelsternen DER Weihnachtsdeko schlechthin in meiner Familie.
Adventsbasteln mit den Kindern in der Schule, mein Vater, mit zwei linken Händen begabt, delegierte diese Aufgabe gerne an seine Frau, die ja auch Lehrerin war und die schnitt kilometerweise Papier in Streifen und ließ die Schüler Fröbelsterne basteln.
Wenn man es einmal raus hat, ist das eine sehr einfache Falttechnik mit beeindruckendem Ergebnis, echte 3D-Sterne, die Weihnachtsbäume meiner Kindheit hingen regelmäßig voll mit diesen Sternen.
Deshalb hängen die jetzt auch an diesem leuchtenden Baumersatz und ich finde, damit ist für Weihnachten wirklich ausreichend dekoriert.
++++++
Alle drei Kinder kamen heute mit der ersten Fähre an, sie sind gemeinsam nach Emden gefahren und reisen am 28. auch gemeinsam wieder ab.
Ich holte sie an der Fähre ab, während K mit dem Installateur telefonierte, denn die Heizung war immer noch kalt.
Der Installateur baute die gesamte Therme auseinander, tauschte alle möglichen Teile aus, telefonierte mit der Hotline von Buderus, leider half das alles nichts, keiner weiß, warum die Heizung nicht heizt, sie läuft ohne Störungsmeldung aber nur mit einer Vorlauftemperatur von weniger als lauwarm, was bedeutet, dass die Heizkörper alle kalt bleiben und wir kuschelige 16°C in allen Räumen im Erdgeschoss haben. Und weil keiner weiß, wie man das ändern könnte, bleibt das jetzt auch erst mal so.
Im Obergeschoss haben wir aber zum Glück den Holzofen, der läuft jetzt non stop und ich bin sehr froh, dass ich so ausreichend Holz gebunkert habe.
Wir haben hier also ein kaltes, aber sehr friedliches Weihnachtsfest gefeiert, alle Anwesenden verstehen sich untereinander gut und irgendwie ist das ja wohl die Hauptsache
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Ich habe gestern Abend bis 1h durchgemacht, dann war alles gepackt, geputzt und zu einem Teil auch schon im Auto, heute morgen musste nur noch der Inhalt des zweiten Kühlschranks in eine Kühltasche umgeräumt werden und zusammen mit den Geschenkesäcken und der großen, fertig gepackten Borkumtasche, die schon zusammengestellt vor der Tür zur Tiefgarage standen, ins Auto geräumt werden.
K meinte natürlich mal wieder, das Auto sei zu klein, das passt da niemals alles rein, aber wie sonst auch immer stellte sich heraus, dass mein Cabrio von innen größer ist als von außen und selbstverständlich bekamen wir alles unter.
Wir fuhren mit nur leichter Verspätung kurz nach der geplanten Abfahrtszeit los, als wir 10 Minuten unterwegs waren, fiel K ein, was er vergessen hatte, also drehten wir noch mal um und holten die zwei Mariocartspiele, die für irgendeine Spieleanwendung nötig sind.
Meine Kenntnisse von Computerspielen sind exakt auf dem Null-Level steckengeblieben, weil ich mich schon vor 50 Jahren bei Pong gelangweilt habe und Mariocart, Pokèmon, Candy Crush oder you name it bis heute genau so langweilig finde.
Ich kann da also nichts mit anfangen, aber wenn K meint, diese kleinen SD-Karten sind wichtig, dann holen wir sie natürlich noch. Mein Puffer schrumpfte also auf eine gute halbe Stunde zusammen, aber das war ja immer noch reichlich und weil wir ohne jeden Verzug hintereinanderweg durchfahren konnten, reichte es sogar noch für einen Zwischenstopp bei McDo in Appingedam, wo wir grade eben noch in der Frühstückszeit ankamen und ich meine geliebten McMuffins bestellen konnte.
Es hat also alles ganz wunderbar störungsfrei funktioniert, als wir im Haus ankamen, drehten wir die Heizung hoch, packten aus und fuhren noch mal Einkaufen, jetzt haben wir eine Chance, zwei Weihnachtstage mit geschlossenen Läden zu überleben. Dabei glaube ich gar nicht, dass die Läden hier wirklich zwei Tage zu sind, ich glaube, die machen hier spätestens am 2. Weihnachtstag schon wieder auf, die ganzen Ferienwohnungsbewohner haben ja schließlich nicht die Bevorratungsmöglichkeiten wie Dauerwohner und überhaupt hat hier ja immer jeder große Sorge, dass es den Touristen nicht gut genug geht, deshalb wird die einkaufsfreie Durststrecke sicher nicht sehr lang sein, aber wir sind jetzt trotzdem für alles gerüstet.
Am Nachmittag fuhren wir dann zum Onkel, dort waren zwei Pakete für mich angekommen, wir tauschten kurz die neusten Neuigkeiten aus und luden dann die ziemlich sperrigen Pakete ins Auto, was etwas schwierig war, weil es angefangen hatte zu regnen und die normalerweise einfachste Lösung, nämlich das Dach zu öffnen, um nach oben unbegrenzten Stauraum zu haben, und zu nass und zu ungemütlich war. Aber schließlich war alles drin, wir fuhren wieder nach Hause - und kamen in ein ziemlich kaltes Haus.
Die Heizung lief, brachte aber grade nur so viel Power, um das Haus auf 15°C zu heizen, was ich, auch wenn ich grade vier Wochen Härtetest in Greven hinter mir habe, eher ungemütlich fand. Wir riefen den Heizungsinstallateur, der freundlicherweise sofort kam, eine Stunde an der Heizung rumwerkelte, um dann festzustellen, dass er dafür auch keine Erklärung hat, er käme morgen noch mal wieder.
Ich kochte uns etwas zu essen (Käsespätzle) und dann gingen wir hoch und warfen den Ofen an. Der bullert jetzt warm und gemütlich vor sich hin, zur Not bleibe ich die nächsten zwei Wochen einfach direkt neben dem Ofen sitzen. Wie praktisch, dass ausgerechnet dort auch mein Schreibtisch steht, ich schreibe diesen Beitrag jetzt also in glücklich aufgeheizter Stimmung direkt von der Feuerfront, wer braucht schon eine Zentralheizung, wenn er einen Ofen hat
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Alles, was jetzt noch dringend getan werden muss, wurde nicht getan oder wird in einer Last-Second-Rettungsaktion vom Homeoffice aus Borkum erledigt, das wird sich finden, ich habe auf alle Fälle den Arbeitsplatz aufgeräumt verlassen und kehre erst nächstes Jahr zurück.
Unerwartet bekam ich gestern Abend eine Nachricht vom Optiker, dass eine meiner zwei neuen Brillen schon fertig ist, zu meiner Freude auch noch die randlose, die nicht nur optisch anders ist als alle Brillen, die ich schon habe, sondern mit diesen Flextitanbügeln auch quasi nichts mehr wiegt. Es ist also ein komplett anderes Tragegefühl und ich habe sie natürlich sofort heute in der Mittagspause abgeholt und kann sie gleich mitnehmen nach Borkum, darüber freue ich mich sehr.
Jetzt werde ich das Haus in Greven noch abreisefertig machen, alle Sachen, die mitgenommen werden, packe ich schon heute Abend ins Auto, das Haus wird aufgeräumt und geputzt und dann muss ich morgen früh nur noch aufstehen und losfahren. Die Fähre geht um 12h, das müsste also eigentlich alles einigermaßen stressfrei funktionieren
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