Jetzt bin ich k.o. aber zufrieden.
Das Jahr hat noch 8 Tage und ich kann jeden der folgenden Tage einfach nur unbeschwert genießen, was für ein Geschenk.
Nach einer der unstimmigsten Adventszeiten ever, stehen alle Zeichen auf Erfolg für das tollste Weihnachten seit Jahren.
Gleich kommt Carlina, morgen treffen wir Niklaas und dann sind wir zu viert Weihnachten zu Hause.
Wie schön
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Mit viel Hilfe von hilfe.blogger und persönlicher Unterstützung von weiteren netten Leuten habe ich es dann so nach und nach geschafft, mir ein Layout zusammenzubasteln, in dem die Dinge, die ich wichtig finde, eingebaut sind.
Dann passierte dies und jenes und ich stellte fest, dass das Internet wesentlich direkter persönlich ist, als ich mir das je vorgestellt hatte.
Genaugenommen dachte ich damals, ich wäre quasi unbemerkt im Internet unterwegs - unbemerkt zumindest von den Menschen, mit denen ich ansonsten auch im real life zusammentraf, denn wie hätten die wissen sollen, dass ich ein Blog unterhielt?
Nachdem ich mich in meinem Blog aber lang und breit über meine tatsächlich sehr seltsame Nachbarin lustig gemacht hatte (ohne Namen zu nennen, so dass nur jemand, der mich und sie tatsächlich in echt kannte, wissen konnte, über wen ich da überhaupt schreibe), ist aber genau das passiert und ich hatte plötzlich eine wutschnaubende Nachbarin auf der Matte stehen, die sehr empört darüber war, was ich da so schreibe und schrill nach Genugtuung verlangte.
Nun, ich nannte ihr meine Sekundanten - und löschte das Blog...........
Am nächsten Morgen trafen wir uns bei Sonnenaufgang im Hausflur, sie zog ihr Schlüsselbund aus der Tasche und ich die Kündigung. Der anwesende Anwalt stellte fest, dass meine Waffe besser getroffen hätte, da war aber mein Blog schon gelöscht und ich hatte auch keine gesteigerte Lust auf eine Wiederholung in anderer Besetzung.
Wie und warum sie dieses Blog überhaupt gefunden hatte, blieb ein Rätsel, ich lernte aber, dass es eine ganze Menge Leute aus meinem näheren und ferneren Umfeld gab, die dieses Blog kannten und lasen, denn ich wurde im Nachhinein von verschiedenen Menschen angesprochen, weil sie es schade fanden, dass plötzlich alles weg war, unterm Strich hat mir das damals sehr zu denken gegeben.
Ich setzte danach ein neues Blog unter neuem Namen auf, entwickelte eine Verfolgungs-Paranoia - und entdeckte den Spaß an der Layoutgestaltung.
Inzwischen hatte ich genug Ahnung von HTML, um mit Selfhtml und viel Rumprobiererei ziemlich weit zu kommen. Das war vor ungefähr acht Jahren.
Diese anonymen Blogs (diverse) machten aber nie so viel Spaß wie das erste "echte", so dass sie alle nach einiger Zeit wieder einschliefen.
Danach habe ich mich nicht mehr mit HTML beschäftigt, weil ich mit so vielen anderen Dingen beschäftigt war, dass für HTML-Spielereien schlicht keine Zeit mehr blieb. (Denn das ist eine sehr zeitaufwendige Beschäftigung, man probiert nur mal kurz was aus, guckt nach fünf Minuten auf die Uhr und stellt fest, dass es tatsächlich schon sechs Stunden später ist....)
Als ich dieses Blog neu anlegte, habe ich einfach das alte Layout importiert, um das Headerbild und den Titel zu ändern, hat es grade noch gereicht.
Aber jedesmal wenn ich ansonsten im Layout die Skins anklicke, erfasst mich leichte Verzweiflung und große Frustration. Ich habe tatsächlich komplett vergessen, was der ganze Kram bedeuten soll. Ist das zu fassen? In nur acht Jahren alles gelöscht.
Heute wollte ich dann endlich meine E-Mail-Adresse hier einfügen.
Eigentlich wollte ich die Adresse auf dem iPad schreiben und dann direkt als Bild hochladen. Ich habe dazu auch einen Stift wiedergefunden, den ich extra mal für Mitschriften, die dann auf dem PC weiterbearbeitet werden können, gekauft habe. Nämlichen diesen hier.
Zu meiner großen Überraschung schreibt der aber nicht auf dem iPad, sondern nur auf Papier......
Auch hier wieder ein Fall von "alles gelöscht".
Diesmal ist es sogar nur zwei Jahre her - d.h. ich habe den Stift 2013 gekauft, ein bisschen damit rumgespielt, dann weggelegt und vergessen.
Das einzige, was ich noch wusste, war, dass ich überhaupt so einen "elektronischen" Stift habe.
Insgesamt habe ich deshalb heute
a) diesen Stift wieder reaktiviert (komplizierte Sache, sowas, man braucht dafür nämlich ein Livescribe-Konto und extra Software und das schlimmste: Das alte Passwort)
b) anschließend in größeren Mengen alberne Handschriftdateien hergestellt
c) diese Dateien dann mit Paint bearbeitet und imagetauglich für das Blog gemacht
d) hochgeladen und dabei festgestellt, dass es auch im Layoutbereich Images gibt, und dann schließlich
e) auch noch die richtigen Stellen im Main Page Site Layout gefunden, um sie dort einzufügen
(uff, Aufzählung mit fünf Positionen geschafft, eine alte Regel sagt, eine Aufzählung muss immer mindestens fünf Positionen haben. Keine Ahnung, wo die Regel herkommt, aber ich versuche immer, sie zu befolgen.)
Das bisschen Technik hat jetzt drei Stunden gedauert, aber irgendwie bin ich jetzt auch ein bisschen stolz auf mich
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Als erstes muss man dafür bestimmen, wie viel Freizeit man überhaupt so pro Tag hat.
Jetzt könnte man natürlich sieben Wochentage à 24h nehmen, davon die Arbeits- und die Schlafenszeit abziehen und das Ergebnis wieder durch 7 teilen. Dann hätte ich, durchschnittlich betrachtet, sehr viel Freizeit, denn Samstag und Sonntag läuft ja üblicherweise ohne offizielle Arbeit und wenn man dann als Schlafenszeit auch nur die Zeit nimmt, die man tatsächlich schläft, dann bleibt wirklich noch reichlich über.
Ist für mich aber keine reine "Freizeit", denn unter Freizeit verstehe ich Zeit, die ich zur freien Verwendung habe.
Die Wochenenden sind oft mit irgendwelchen stressigen Freizeitprogrammen gefüllt, die abgearbeitet werden müssen.......
Außerdem verbringe ich deutlich mehr Zeit im Bett als ich tatsächlich schlafe, das ist zwar keine Arbeit, aber auch keine Freizeit, eher so eine Art Ausruh-Übergangs-Energiesammelphase, also eine mindestens so zwingend notwendige Zeit wie die reine Schlafenszeit.
Dann gibt es sehr viele Fahrtzeiten, die ich im Auto sitze. Außer Autofahren und alternativ Nachdenken oder Radiohören bleibt mir da auch nicht viel Auswahl an Tätigkeiten, Freizeit ist das deshalb auch nicht.
Schließlich gibt es außer dem Hauptjob auch noch reichlich andere Nebenjobs. So muss ich nicht nur meine private "Verwaltung" managen, sondern auch noch CW's Hinterlassenschaften organisieren, so dass irgendwas eigentlich immer im Privatbüro zu erledigen ist.
Ach ja - und dann sind da ja noch so Kleinigkeiten wie Haushalt, Einkaufen, Essen, Waschen (samt der eigenen Körperpflege und zumindest Haarewaschen finde ich schlimmer als Wäsche waschen). Und da ich mir auch noch den Luxus von zwei Haushalten leiste, sind hier viele Dinge doppelt zu erledigen.
Insgesamt bleibt also tatsächlich nicht sehr viel echte Freizeit übrig, also Zeit, in der ich Dinge tun kann, die auf meiner generellen "was ich grundsätzlich gerne mache-Liste" stehen.
Das sind dann so Dinge wie
- Flohmarktbesuche (das ist das einzige, was ich am Wochenende immer dann schaffe, wenn keine Freizeitaktivität abgearbeitet werden muss....)
- Lesen
- Klavier spielen
- Kochen (experimentelles, freiwilliges Kochen, nicht die notwendigen Dinge zwecks Nahrungsaufnahme)
- Filme gucken
- Telefonieren
- Basteln
- Umräumen
- Schreiben
- Computerdinge einrichten (das geht von Apps finden und ausprobieren über Fotobearbeitung, Websiteerstellung und HTML begreifen bis zu Datensicherung und grundsätzlicher Ordnung der Speicherverwaltung)
- Einkaufen (im Internet)
- Essen gehen
Das ist jetzt keine abschließende Aufzählung, sondern nur Dinge, die mir spontan einfallen und zu denen ich insgesamt viel zu wenig Zeit habe.
Mich fasziniert dabei immer, wie viel Zeit andere Leute haben, um sie in Dinge zu stecken, die ich vielleicht auch gerne machen würde, bei denen ich aber tatsächlich nicht weiß, wann ich das auch noch tun sollte.
Ein wichtiger Freizeitfresser ist für mich da das Internet bzw. alles mit und um computerartige Hardware. (Egal ob Smartphone oder PC).
Ich habe gar nichts gegen diese Dinge, ganz im Gegenteil, ich finde das toll und bin ziemlich gut mit aller erdenklicher Hardware ausgestattet und selbstverständlich immer und überall "on". Aber wie verdammt noch mal findet man die Zeit, sich um Twitter, Facebook und sonstige soziale Netzwerke zu kümmern, wo sich zig Menschen 24/365 aufhalten, die einen im Grunde dauerhaft beschäftigen können? Alleine nur all das zu lesen, was diese Menschen (nur die paar, die ich kenne und interessant finde, also die, bei denen das mit dem "Anschluss finden" geklappt hat), was die paar Leute an Content in den sozialen Medien produzieren, würde meine Freizeit zu 200% aufzehren.
Seitdem ich mich jetzt wieder intensiv um dieses Blog kümmere und auch auf anderen Blogs mitlese, habe ich Facebook quasi komplett abgestellt, ich wüsste nicht, wann ich das auch noch tun sollte. Am allerschlimmsten sind diese Facebookgruppen (früher waren das Foren oder Mailingslisten), da kann man sich ja jeden Tag 17 Stunden mit beschäftigen, wenn man das einmal anfängt.
Twitter fand ich schon von Beginn an kompliziert. Irgendwie verlangt dieses Medium eine gewisse Dauerbereitschaft auf Teilnahme, sonst hängt man immer hinterher und findet nirgendwo vernünftig Anschluss. Überhaupt, dieses "Anschluss finden" ist ein gefährlicher Zeiträuber. Kennt man Leute näher ist man ja plötzlich verpflichtet.
Zum Bücher lesen komme ich auch kaum noch. Ich lese viele Dinge im Internet - ein Buch lese ich dann gerne in der Ausruh-Übergangs-Energiesammelphase im Bett und das endet meistens damit, dass ich nach zwei Seiten eingeschlafen bin..........
Basteln - auch eines meiner uralt Hobbies, für das ich fast gar keine Zeit mehr habe, trotz eines eigenen Bastelzimmers und einer mehr als reichhaltigen Ausstattung. (Für alles. Was wollt ihr gebastelt haben? Im Zweifel habe ich für alles das Zubehör und das Werkzeug da.)
In der Summe verbringe ich nach meinem Geschmack viel zu viel Zeit am und mit dem Computer (alleine schon während 100% der Arbeitszeit....). Ich habe wirklich nichts gegen das Internet - aber es muss doch auch noch ein analoges Leben geben. Eines, wo kein Smartphone dauerhaft neben einem liegt und man mal drei Tage lang den Rechner gar nicht anschaltet.
Deshalb muss ich am digitalen Leben immer im privaten Freizeitbereich kürzen, da ich im Büro ja schlecht sagen, ich schreibe meine Post jetzt wieder mit der Hand.........
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Ich glaube, so nennt man Leute mit altersbedingter Blasenschwäche.
Das kam heute mit der Werbepost

In meinem angeschlagenen Gesundheitszustand so eine Werbung aus der Post zu ziehen - das ist hart. Ich kann mich noch nicht mal vernünftig deshalb betrinken, weil ich dazu noch zu erkältet bin. Ich glaube, ich werde jetzt erstmal eine Runde depressiv, dann aggressiv und dann schreibe ich den Procter&Gamble Leuten, dass sie mich bitte aus dem Verteiler nehmen sollen, das verkraftet mein Gemütszustand nicht auf Dauer.
Ich meine, dass ich ständig irgendwelche skurrilen Vorschlägen für "das könnte Ihnen auch gefallen" von Google und Co eingeblendet bekomme, habe ich mit einem sehr guten Adblocker weitestgehend bekämpfen können.
Facebook habe ich schon vor längerem aufgehört zu benutzen, hier war die eingeblendete Werbung auch gerne mal "anzüglich". (ich finde diese Tenaladybinde da oben entschieden anzüglicher als wenn mir jemand eine Penisverlängerung vorschlägt.)
Nur wenn ich versuche, mich im Netz zu anonymisieren - schicken sie mir den Kram per Post ins Haus.
Vielleicht bin ich auch grade nur doppelt empfindlich, weil ich seit zwei Tagen ganz viel tagsüberfernsehen konsumiert habe - und dabei kann man nur depressiv werden, wenn man dieser Werbung nachhaltig ausgesetzt ist.
Ich gebe ja zu, dass ich regelmäßig neue körperliche Zipperlein an mir entdecke und dass mir meine neue Gynäkologin, die ich tatsächlich prima finde, die aber eben auch gnadenlos ehrlich ist, neulich gesagt, das mit den Symptomen der Wechseljahre muss nicht mehr aufhören, weil der Körper gar nicht darauf ausgelegt ist, dass es wieder aufhört. Rein biologoisch hätte ich das Verfallsdatum überschritten und da gibt sich die Natur keine Mühe mehr, dass es danach noch mal besonders nett oder besser wird. Wenn ich Glück hätte, gewöhnt sich der Körper tatsächlich daran, dass der Hormonpegel gesunken ist und dann wird das mit den Symptomen wie Heiß-Kalt und Hoch-Tief wieder besser , es gäbe aber keine Garantie dafür, und manch eine plagt sich damit bis über 90 rum.
Okay, das habe ich verstanden, aber ist das ein Grund mir jetzt und heute schon Binden für Blasenschwäche als Muster zu schicken? Ich meine, ich habe die Dinger grade erst aussortiert und dachte, wenigstens das sei ein Vorteil, das auf dieser Seite jetzt Ruhe im Karton ist - und da kommt Procter&Gamble mit der Alternativvariante.
Echt, wirklich, diese Werbefuzzis haben irgendwie überhaupt keinen Anstand.
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Ich hoffe ja, dass sich meine da nicht dran hält, denn ich finde,sie ist jetzt genug gekommen und kann ruhig wieder gehen. Vor allem weil sie ja auch nicht langsam gekommen ist, sondern sich mit einem gewaltigen Schlusssprung - zack - in mein Leben gestürzt hat.
Aber wenn ich gestern schon fand, ich bin gründlich krank, dann war es heute tatsächlich noch übler. Mittlerweile ist die Nase wund und vor lauter Husten wollen aber nicht können, habe ich Muskelkater im Rücken. Und ein Husten, der nix bringt, also keine Bröckchen oder so nach oben befördert, ist hauptsächlich frustrierend und belastet einen entzündeten Hals zusätzlich.
Ich habe jetzt keine Lust mehr auf Kranksein und beantrage umgehende Besserung.
Manno
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Zunächst haben wir Vaters Haus in Ordnung gebracht und Sachen fürs Krankenhaus zusammen gesucht. Hier läuft jetzt die Waschmaschine, morgen bringe ich ihm dann eine Tasche mit frischen Klamotten.
Dann haben wir etwas gekocht und gegessen, jetzt sitzen wir auf dem Sofa und lesen Internet.
WLAN läuft wieder, nur die Fritzbox ist nicht von außen erreichbar. Sieht so aus als hätte Kabel Deutschland das blockiert. Nun, ab nächsten Sommer gilt das Gesetz für freie Routerwahl, spätestens dann muss die Fritzbox wieder normal laufen.
Wenn wir zuhause sind, ist das egal, dann ist es hier einfach nur gemütlich.

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Hätte sie einfach nur 'älter'gesagt, wäre ja noch alles okay gewesen, aber 'alt' ist eindeutig älter als 'älter'. Alte Leute sind eine andere Gruppe, eine, die für sich steht, die abgegrenzt wird, und die zu den jungen Leute keine Verbindung mehr aufzeigt.
'Älter' versucht als Komparativ ja noch beide Seiten im Vergleich zu verbinden. 'Alt' dagegen ist absolut, nicht relativ. Alt ist eben alt und damit eindeutig anders als jung.
Die Kinder unterscheiden genau zwischen 'alt' und 'jung', genauso wie ich das auch tue. Einziger Unterschied dabei ist, dass wir da andere Altersklassen zusammenfassen.
Ich weiß nicht genau, ab wann bei meinen Kindern alt anfängt, ich weiß aber noch, dass ich in der 12. Klasse mit meiner damaligen Deutschlehrerin darüber diskutiert habe. Sie wird damals so Ende 20 gewesen sein, hielt sich ganz sicherlich nicht für alt, sondern für jung, modern und fortschrittlich und fand es cool, sich von den Schülern duzen zu lassen. Und ich hatte in einem Beitrag die 'Alten' und die 'Jungen' voneinander abgegrenzt, woraufhin sie neugierig fragte, ab wann nach meiner Definition denn jemand 'alt' sei.
Ich habe sehr spontan und sehr ehrlich mit "Na spätestens ab 30" geantwortet, denn damals war zwischen 30 und 40 und 50 für mich überhaupt kein Unterschied. Ab 60 begann irgendwie Rentner/Oma, aber alles davor war entweder alt und Erwachsener oder jung und Jugendlicher.
Sie fiel vor Schreck fast vom Pult, auf dem sie sich immer lässig rumlümmelte, was sie aber eben auch nicht jünger machte. Zumindest nicht in meinen Augen.
In ihren Augen gehörten wir wahrscheinlich in dieselbe Generation, sie war einfach nur ein bisschen älter, in meinen Augen gehörte sie zu 'den anderen'.
Insgesamt bilde ich mir ein, mich noch an ganz viele Dinge aus meiner Jugend zu erinnern, vor allem an meine Meinung zu vielen Dingen und wie oft mir damals gesagt wurde: "Ach, komm du erst mal in mein Alter, dann siehst du das auch anders."
Heute bin ich in dem Alter oder sogar schon darüber hinaus - und sehe es immer noch nicht anders. Meine Einstellung in den allermeisten Dingen hat sich tatsächlich nicht geändert und vielleicht ist genau das mein Problem, dass ich immer noch darauf warte 'alt' zu werden und meine, das daran festmachen zu können, dass sich mein 'point of view' ändert.
In vielen Dingen bin ich heute noch der Meinung, dass Pippi Langstrumpf eine extrem gesunde Lebenseinstellung hatte und stand dann ab Mitte zwanzig staunend vor meinen gleichaltrigen Freunden, die sich immer mehr davon abkehrten. Sie bekamen eigene Kinder und wiederholten als Eltern genau die Verhaltensmuster, die sie bei ihren eigenen Eltern so ätzend fanden - zumindest im Alter von 14-18. Plötzlich gab es Regeln und "Mantut-Sätze". Man tut dieses, das tut man so - und noch viel häufiger, "das tut man nicht".
Das Mantuttutmannicht aus dem Buch "Der kleine Mensch bei den fünf Mächtigen" von Max Kruse war immer schon eine Figur, die mich sehr beeindruckt hat.
Die Gleichaltrigen um mich herum starteten die Aktion 'Nestbau', nahmen die Sache ernst und damit als erstes ein Mantuttutmannicht in ihren Haushalt auf.
Vielleicht war das der Zeitpunkt wo ich begann, mich in meiner Altersgruppe nicht mehr altersgerecht zu fühlen. Die anderen zogen davon und ich habe den Anschluss verpasst.
Schon in meiner ersten Schwangerschaft schwante mir, dass da was verkehrt läuft. Die anderen Schwangeren waren so - schwanger. Ich dagegen bekam einfach nur ein Kind und habe die Geburt genauso wegprokrastiniert wie jede Hausarbeit/Diplomarbeit vorher oder was es sonst noch so für Deadlines gab. Ich war der festen Überzeugung, das wird schon irgendwie und stand ziemlich staunend vor dem Tamtam, den die anderen Schwangeren, die man zwangsläufig trift, wenn man in so einer Situation ist, so veranstalteten, und dachte immer, da kommt gleich jemand und sagt "Angeschmiert, ätschibätsch. Versteckte Kamera."
Aber die meinten das ernst, tatsächlich. Und fühlten sich auch sehr seriös und wichtig, in ihren Rollen als werdende Eltern. (Ich war die einzige Alleingebärende in dem ersten und einzigen Schwangerschaftsgymnastikkurs, den ich je besucht habe. Beim ersten Kind dachte ich noch, das muss man machen, sonst bleibt's Kind bei der Geburt stecken und es gibt ein Riesentheater, nur weil man vorher nicht genug gedehnt und geturnt hat.)
Als das Kind dann da war, passierte bei mir immer noch nichts. Keine Hormonausschüttung, kein Reifen und gesetztes Älterwerden, um in die Rolle einer guten Mutter zu schlüpfen. Nix veränderte sich wirklich. Ich hatte halt plötzlich ein Baby - und fand es nicht sehr viel anders als einen jungen Hund zu haben. Der Hauptunterschied war wohl, dass ich einen jungen Hund nach kurzer Zeit dem Züchter zurückgebracht hätte, weil ich dann feststellte, dass das wohl doch eher nichts für mich ist. So mit Verantwortung und regelmäßig und ohne Auszeit...... Das Baby musste ich behalten und da brauchte es dann eine gewisse Zeit, bis wir uns arrangiert hatten. Aber so nach einem dreiviertel Jahr hatten wir uns gemeinsam zurechtgeruckelt. Das Baby entwickelte sich zu einem ungemein quirligen Blödsinnsvogel, war ständig damit beschäftigt, irgendeinen Unsinn zu machen - und dann fand ich es auch wieder lustig und habe den Quatsch natürlich begeistert unterstützt. Das mit der Erziehung habe ich kurzerhand delegiert - an Menschen, die vernünftig und erwachsen genug waren, solche Sachen ernst zu nehmen. Mit 8 Monaten hatte ich einen Hortplatz für das erste Kind - und fühlte mich fortan nur noch für die lustigen Seiten des Mutterlebens zuständig. So langweilige Dinge wie ordentlich mit Messer und Gabel essen, aufräumen und gutes Benehmen haben die Kinder alles im Hort gelernt. Da haben sie auch etwas vernünftiges zu essen bekommen und Zähne wurden dort tagsüber gleich dreimal geputzt. Ich habe dafür zu Hause eine Haushälterin beschäftigt, die uns allen den A..sch nachräumte und all die Sachen erledigte, die mir viel zu öde waren. Was die Haushälterin nicht machte, arbeitete dann meine Mutter nach, die regelmäßig kam und sich darüber entsetzte, wie der Vorgarten aussah, dass die Balkonkästen nicht vernünftig bepflanzt waren oder dass die Fenster keine Gardinen hatten. Später hat sie mit den Kindern Lateinvokabeln geübt oder Mathe gepaukt. Was ich gemacht hätte, wenn meine Mutter sich da nicht drum gekümmert hätte? Na, wahrscheinlich einen Nachhilfelehrer engagiert und den Garten entspannt verwildern lassen, schließlich kann man alle Arbeiten, zu denen man selber keine Lust hat, von jemand anderem erledigen lassen oder man lässt es tatsächlich bleiben, weil davon die Welt nicht untergeht. Wenn man jemand anderen engagiert, muss man dafür bezahlen, das sehe ich aber nicht als Problem. Denn in derselben Zeit kann ich ja etwas anderes arbeiten, was mir viel mehr Spaß macht, dafür bekomme ich dann Geld, das ich wiederum eintausche gegen die Arbeit des anderen. So habe ich auch die Haushälterin finanziert. Statt fünf Stunden das Haus zu putzen habe ich einfach fünf Stunden eine andere Arbeit gemacht - und hatte nachher wesentlich bessere Laune als wenn ich das Haus geputzt hätte (und das Haus war zudem noch sauberer als wenn ich es wirklich selber geputzt hätte....)
In Summe gab es also immer genug Erwachsene um mich herum, die all diese wichtigen Erwachsenendinge für mich erledigt haben, weil ich bis heute ein Problem damit habe, die zwingende Notwendigkeit von "jetzt müssen die Fenster aber wirklich mal geputzt werden" zu erkennen.
Neulich hat mich eine Nachbarin gefragt, ob ihr Sohn das Laub vor unserem Haus wegfegen solle - er wäre immer auf der Suche nach einem kleinen Zusatzverdienst und vor unserem Haus wäre ja nun schon sehr viel Laub..... Fand ich eine prima Idee, von alleine wäre mir nicht eingefallen, dass Laub wegzufegen, aber wenn der Junge daran Spaß hat, sehr gern.
So sind die Jahre ins Land gegangen und natürlich wurde ich jedes Jahr älter. Dass ich aber tatsächlich alt bin, ist mir erst aufgefallen, als meine Tochter es neulich gesagt hat. Ich habe mich vielleicht immer dagegen gewehrt so ein spießiges Erwachsenenleben mit Mantuttutmannicht zu leben und habe meine Einstellung und meine Interessen aus meiner Jugend erfolgreich bis heute hochgehalten, was aber eben nicht heißt, dass die deshalb jung wären, denn auch alle meine Interessen sind mittlerweile über 50 Jahre alt, genau wie alles andere an mir auch. Und was meine Kinder heute interessiert ist mir tatsächlich genauso fremd, wie das, was meine Eltern heute noch interessiert. Nur weil ich denke, dass meine Eltern alt sind, heißt das nicht, dass ich es deshalb nicht bin.
Andererseits finde ich das gleichzeitig auch ein richtig großes Kompliment: Ja, ich bin alt, denn für meine Kinder bin ich tatsächlich die Mutter und werde in der Rolle von meinen Kindern auch komplett akzeptiert.
Ich bin diejenige, die in letzter Instanz tatsächlich alles wieder hinbiegt, die im Falle des persönlichen Supergaus die Scherben wieder einsammelt und alles kittet, die verarztet, verpflastert und tröstet, wenn was gewaltig schief gegangen ist. Ich bin ihr Netz mit doppeltem Boden, das ihnen die Sicherheit gibt, sich selber auszuprobieren, denn bevor sie wirklich abstürzen bin ich ja noch da.
Ich bin halt alt - aber ich kann auch alles und dafür muss man alt sein. Ich kann Kartoffeln aus der Hand in Scheiben schneiden (können nur Mütter hat mir meine Tochter neulich gesagt, aber sie übt grade und kann es auch schon fast.) und ich lasse mich nicht aus der Ruhe bringen - zumindest nicht so schnell und nicht wenn es darum geht, meine Kinder zu schützen.
Meine Schutzinstinkte mögen andere sein als bei den meisten anderen Müttern, aber sie sind auf ihre Art mindestens so stark ausgeprägt.
Hinfallen durften meine Kinder schon immer alleine, sie durften auch immer alleine entscheiden, ob sie mit oder ohne Mütze vor die Tür gehen, ich werde dafür zum Tiger wenn irgendwelche abgezockten MLP-Fritzen versuchen, meinen zutraulichen Studentenkindern schwachsinnige Finanzprodukte anzudrehen.
Meine Kinder nehmen mich als Mutter tatsächlich ernst und gleichzeitig nicht übel, dass ich mich die letzten 25 Jahre (und davor natürlich auch schon) sehr erfolgreich um die lästigen Dinge im Leben gedrückt habe. Und ich bin mir ganz sicher, wirklich jung geblieben wäre ich auch nicht dadurch, dass ich mich täglich mit einer Horde von Mantuttutmannichts auseinandergesetzt hätte. Ich hätte nur deutlich weniger Spaß gehabt
Punkt
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Jetzt ist es so, dass die Kollegin selber eher keine 18 mehr ist und ich deshalb nachfragte, wie alt ihre Freundin denn sei. Schließlich klingt die Beschreibung der Hochzeitsvorbereitungen eher nach einer großangelegten Märchenprinzessinnenhochzeit einer Dauertochter, die ihren Tochterstatus gegen den Ehefrauenstatus tauscht, im eigenen Erwachsenenleben aber noch nicht angekommen ist.
Zu meiner Überraschung ist die Braut aber schon Mitte Vierzig und es ist für beide der zweite Versuch - jetzt aber richtig und mit gaaanz viel Liebe und überhaupt sind die beiden sooo ein süßes Paar.
Manche Leute werden tatsächlich nie erwachsen, zumindest nicht, wenn es um das Verwirklichen langgehegter Kindheitsträume geht.
Grundsätzlich finde ich das auch immer positiv, nur dass man deshalb gleich heiraten muss, das finde ich dann doch ein wenig übertrieben.
Wir unterhielten uns also über die Vor- und Nachteile eines Trauscheins und ich erklärte ausführlich, welche Grundsätzlichkeiten meiner Meinung nach ganz klar gegen einen Trauschein sprechen.
Ich finde, man kann sich ruhig gegenseitig bis ans Ende aller Tage die ewige Liebe versprechen, wenn man das braucht. Die hält aber nicht deshalb länger, weil ein Beamter aus dem mittleren Dienst das noch mit seiner Unterschrift bestätigt. Und rein formal und nach den heute geltenden Gesetzen haben viele Paare ohne Trauschein deutlich mehr finanzielle "Chancen" als registrierte Ehepaare. (Das ist Teil meines Berufes, ich weiß, wie man ohne Trauschein wesentlich besser durchkommt als mit, einzige Voraussetzung dazu ist, dass sich die Partner einig sind und sich absolut gegenseitig vertrauen. Mag sein, dass deshalb schon viele aus reiner Vorsicht lieber heiraten....)
Ich erklärte ihr also ausführlich, welche Gestaltungsvarianten ohne Trauschein alle möglich sind, so dass sie schließlich fragte, was es denn für ein mittelaltes Paar, bei dem sie eine Rente und er normalen Arbeitslohn bezieht, für Gründe geben könnte, nicht zu heiraten.
Die Rente ließ mich stutzen und sie erklärte, ja, die Frau bekäme halt schon eine Rente, aber keine Altersrente.
Nun ist es so, dass viele Renten als Versorgungsersatz an alleinstehende Menschen gezahlt werden, die aber in dem Moment wegfallen, wo jemand anderes die Versorgung übernimmt, z.B. ein Ehemann.............
Meine Kollegin wusste nicht, was genau für eine Rente die Frau bezieht, kam aber gewaltig ins Grübeln, als ich ihr sagte, es könnte durchaus sein, dass die Rente nach der Eheschließung nicht mehr gezahlt wird. Ihr Problem war jetzt, dass sie es ihrer Freundin aber auch nicht mehr sagen wollte, nachher würde es ihr die ganze Hochzeit vermiesen......
Ich fand das so skurril, dass ich es am Abend meinem Westfalenmann erzählte, der, typisch Westfale, darauf reagierte mit: Na, die können doch so tun, als ob sie heiraten, sie unterschreiben beim Standesamt halt bloß nicht, das merkt doch keiner.
Das wiederum finde ich dann noch skurriler und kicher seitdem leise vor mich hin bei der Vorstellung, wie so etwas dann in echt abläuft: Wir sagen den Hochzeitsgästen, die standesamtliche Trauung ist von Saal 201 in Zimmer 211 verlegt worden, da passen leider überhaupt keine anderen Leute mehr rein.
Dann geht das Hochzeitspaar gemeinsam in Zimmer 211 (Putzmittelraum), wartet ca. 5 Minuten, kommt wieder raus und alles geht seinen weiteren, geplanten Gang. Diese Sorte Hochzeit finde ich jetzt so toll, dass ich eigentlich spontan auch sofort und auf der Stelle heiraten will
Punkt
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Eine Kollegin war jetzt eine Woche krankgeschrieben, weil ihr ihr "Leben weggebrochen war". Durch verschiedene Umstände hatten wir heute ein längeres Gespräch und sie hat mir die Hintergründe etwas näher erläutert. Ihr Freund hat sie nach vielen Jahren Beziehung verlassen und zwar im Grunde "einfach so". Es gab also keinen konkreten Grund, sie haben sich nicht gestritten, es war keiner fremd gegangen oder hatte jemand Neuen, er hat ihr sogar gesagt, dass sie gar nichts falsch gemacht hat, aber er hätte eben nur einfach keine Lust mehr und wollte lieber alleine sein. Oder mit anderen Leuten etwas unternehmen, egal, auf alle Fälle nicht mehr mit ihr.
Für sie brach eine Welt zusammen, denn sie hatte sich sehr auf diese Beziehung fokussiert. Eigentlich hatte sie schon alles bis zur Rente durchgeplant: Heiraten, Kinder kriegen, Haus bauen und es sich nett machen. Sie hatte das Gefühl, dass sie in ihrem Leben angekommen war, sie wollte nicht mehr suchen, sie war vollkommen zufrieden mit dem, was sie so hatte.
Und dann, zack, zieht er ihr einfach den Teppich unter den Füßen weg und will noch nicht mal mehr vernünftig darüber reden. Und sie steht da jetzt und weiß nicht mehr weiter. Sie hat doch nichts falsch gemacht. Und was soll sie denn jetzt tun? Und irgendwie hat er ihr auch die Zukunft zerstört, denn sie ist schon 35 und jetzt nochmal ganz von vorne anfangen, Mann suchen, Familie planen.
Ihre Uhr tickt, sie hat da nicht mehr ewig Zeit - und sowas dauert ja auch. Schließlich musss man erst mal einen finden und dann muss man sich kennenlernen und ausprobieren und ob dann sofort der nächste der Vater ihrer Kinder sein wird, kann man auch nicht garantieren.
Und alles nur weil dieser Typ sagt, er hätte keine Lust mehr. Einfach so.
Eigentllich müsste man dem das verbieten. Von außen betrachtet ist das doch vollkommen egoistisch und rücksichtslos. Sie hat sich schließlich darauf verlassen und ihr Leben entsprechend eingerichtet. Sie ist extra für ihn nach Münster gezogen. Da hätte sie auch in Emsdetten bleiben können, wenn er sich das mal eher überlegt hätte. So vor 10 Jahren z.B. - da hätte sie auch noch alles anders machen können.
Und überhaupt, das ist doch wirklich unfair, was er da mit ihr macht und vernünftig begründen kann er es auch nicht. Im Gegenteil, jeden Grund, den er ihr genannt hat, den hat sie ihm sofort entkräften können. Aber er ist einfach nicht zur Vernunft zu bringen. Und jetzt will er gar nicht mehr mit ihr reden - nur weil sie recht hat.
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Und ich frage mich jetzt: Was macht man eigentlich, wenn der eine sagt, ich will mit dir zusammen sein, weil ich dich liebe und der andere sagt, ich habe aber keine Lust dazu.
Kann man Liebe erzwingen? Oder erwarten?
Oder mit vernünftigen Argumenten herbeireden?
Hat man einen Anspruch darauf, dass man geliebt wird, wenn man alles richtig macht?
Gibt es Liebe aus Gewohnheitsrecht oder weil sich jemand darauf verlässt?
Wie entsteht Liebe, warum liebt man überhaupt jemanden und woran merkt man selber, dass man jemanden liebt?
Warum liebt man den A und nicht den B? Und wenn man 10 Jahre mit dem A zusammengelebt hat, wie kann es sein, dass man den A plötzlich nicht mehr liebt, dafür aber den B?
Kann es etwa sein, dass Liebe nicht unbedingt rationalen Vorgaben folgt?
Was ist der Unterschied zwischen Liebe und "nicht allein sein wollen"?
Gibt es sowas wie angeborene Liebe? Muss eine Mutter ihre Kinder automatisch lieben? Oder ein Vater? (hier stellt sich dann die Frage, ab wann dieser Automatismus eintritt, ja wohl frühestens ab dem Zeitpunkt, wo er weiß, dass er der Vater ist. Bei Müttern wäre ich deshalb eher bereit, über so etwas wie "angeboren" nachzudenken.) Und umgekehrt, müssen Kinder ihre Eltern lieben? Überhaupt Familie: Müssen sich Familienmitglieder untereinander lieben?
Ich lese mir die letzten Sätze durch und frage mich, ob "müssen" und "Liebe" in einem Satz überhaupt möglich ist.
Und bin wieder bei meiner Ausgangsfrage: Was ist Liebe? Woran erkenne ich, dass oder ob ich jemanden liebe?
Meine These dazu ist, dass es sehr viel Größe braucht, jemanden zu lieben, der einen nicht genauso zurückliebt, der einem unter Umständen sogar sagt, dass er einen nicht liebt und dazu auch noch schlecht behandelt, aber ich bin fest davon überzeugt, dass das möglich ist.
Man darf allerdings niemals "Liebe" und "Anspruch" verwechseln.
Weil ich dich liebe, lasse ich dich frei. Wirkliche Liebe verzichtet ohne Anspruch.
Mit einer Träne im Herzen, aber sie engt den anderen niemals ein. Sie macht ihm keine Vorschriften und legt ihm keine Fesseln an. Weder durch offensichtliches herumschleudern von Tränen, noch durch das Verschleudern von klugen oder giftigen, klebrigen oder bestechenden Wortpfeilen.
Wirkliche Liebe ist auch immer Vertrauen. Vertrauen darein, dass der andere ein guter, kluger, toller, besonderer Mensch ist.
Wirkliche Liebe ist selbstlos und immer darauf bedacht, dass es dem anderen so gut wie möglich geht.
Deshalb ist es für Eltern viel leichter ihre Kinder zu lieben als umgekehrt.
Kinder lieben ihre Eltern nur solange sie auf sie angewiesen sind. Je erwachsener die Kinder werden, umso erwachsener wird auch ihre Liebe. Und wird nur Bestand haben, wenn die Eltern auch liebenswert sind.
Geliebt werden zu wollen ist das Gegenstück.
Natürlich will ich auch zurückgeliebt werden, aber wer ist denn dafür zuständig, dass das auch klappt? Der andere, der, von dem ich geliebt werden will?
Ist der dafür zuständig, dass er mich gefälligst zu lieben hat?
Ja wohl eher nicht.
Er wird mich lieben, wenn ich ein guter, kluger, toller, besonderer Mensch bin - aus seiner Sicht.
Er wird mich nicht lieben, wenn ich ein Klotz am Bein bin, ihn hindere sein Leben zu leben, ihm ständig einen Knopf an die Backe quatsche zu Dingen, die ihn nicht interessieren. Er wird mich auch nicht lieben, nur weil ich recht habe und ihm rhethorisch einwandfrei bewiesen habe, dass meine Argumente die besseren sind.
Er wird mich auch nicht lieben, wenn er sich mit mir langweilt, wenn er unzufrieden ist und andere Interessen hat als ich.
Er wird mich nicht lieben, weil ich es so dringend nötig habe, denn Liebe aus Mitleid ist Mitleid und keine Liebe. Und er wird mich auch nicht lieben, wenn ich es immer wieder einfordere oder weil er es früher mal getan hat oder weil er keine Lust hat, sich zu streiten.
Es gibt entsetzlich viele Gründe, warum mich jemand NICHT lieben wird und nur sehr wenige, wenn es doch jemand tut.
Unbestritten ist es das schönste, was es gibt auf dieser Welt: Einen Menschen zu haben, den man nicht nur selber liebt, sondern der einen auch genauso zurückliebt.
Aber wenn der andere seine Freiheit will, muss ich sie ihm nicht geben, wenn ich ihn wirklich liebe?
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Eigentlich habe ich ja gar nichts gegen meinen Job einzuwenden, ich habe es da schon ganz schön gut getroffen und ganz sicher nichts zu meckern.
Außerdem wüsste ich auch gar nicht, was ich den ganzen Tag tun sollte, solange mein Westfalenmann noch so viel arbeitet, wie er arbeitet, denn alleine machen die meisten Dinge dann auch keinen Spaß.
Aber am Ende des Wochenendes träume ich halt immer davon, wie es wäre, wenn es so wie die letzten zwei Tage einfach weiter ginge. Wir hätten beide keine (beruflichen) Verpflichtungen mehr und könnten beide frei entscheiden, was wir alles so tun wollen.
Denn da wüsste ich schon eine Menge Dinge, die ich dann gerne (zu zweit) machen würde, nämlich all die Dinge, die übers Wochenende mal wieder liegengeblieben sind, weil wir zu faul waren uns darum zu kümmern und außerdem auch all die Dinge, die ich sowieso schon seit Ewigkeiten gerne mal machen möchte, aber halt nie dazu komme.
Das geht los bei generellen "Hausdingen" - und hier gibt es dann ganz viele weitere Unterarbeiten, wie zB. neuen Herd kaufen. Bei dem jetzigen ist die Backofenlampe kaputt und lässt sich nicht ersetzen, weil festgebacken, so dass ich finde, am besten kaufen wir gleich einen ganz neuen Herd. Ich wollte schon lange endlich einen ordentlichen Induktionsherd haben und die zwei tragbaren Induktionsplatten, mit denen ich mich seit 8 Jahren behelfe, dafür aussortieren. Außerdem träume ich davon, dass wir die Dunstabzugshaube dazu bringen, dass sie Dunst abzieht und nicht nur Krach macht. Ich schätze, auch hier ist ein Austausch sinnvoll.
Außerdem wollen wir die beiden Dachzimmer renovieren und endlich den Kleiderschrank aufbauen, der seit zwei Jahren in Einzelteilen in der Ecke steht, was bedeutet, dass die Kleider, die da rein sollen, auf einem Riesenberg davor liegen.
Und ganz viel neues Bücherregal (oder besser: Aktenregal) brauchen wir auch, Dachzimmer sind dafür ideal.
Wär halt schön, wenn das passierte, bevor wir beide in Rente gehen und sowieso hier ausziehen.........
Außerdem wünsche ich mir mehr Zeit, viiieeel mehr Zeit für die Notwendigkeiten der "privaten Verwaltung". Ich habe es so satt, dass immer zusätzlich zu dem normalen 40h Bürojob noch in der Freizeit zu machen, denn im Grunde ist es ja ganz genau die gleiche Arbeit wie die, die ich im Büro auch mache. Nur nicht für fremde Leute, sondern für mich selber, aber Steuererklärung ist Steuererklärung und mit CW's Hinterlassenschaften habe ich davon jetzt jede Menge für die diversesten Firmen zu machen und das natürlich monatlich, mit Buchführung und allem Pipapo.
Und natürlich habe ich keine Lust dazu, und natürlich kommen genau dieselben Mahnungen, Drohungen und Anwaltsschreiben, die bei jedem Unternehmen kommen, um das sich keiner kümmert.
Neulich sagte jemand: "Die Monster, die in meiner Kindheit unterm Bett wohnten, sind heute in den Briefkasten umgezogen." Wie recht er hat - ich hasse meinen Briefkasten und versuche immer einen weiten Bogen darum zu machen. Hilft aber nichts, weil sich immer irgendjemand findet, der ihn freundlicherweise für mich leert und mir die Schreiben dann lecker angerichtet auf den Esstisch legt. Kotz!
Das Beste am Wochenende ist die Tatsache, dass Sonntags keine Post kommt.
Und morgen ist wieder Montag und alles geht von vorne los. Da soll man nicht schwermütig werden......
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