J. brachte Wäsche mit, was ich gar nicht so verkehrt finde, denn dann lohnt sich das Waschen wenigstens. Nur für uns zwei Leutchen kriege ich ja nur noch mühsam eine Maschine voll.
Mit Js Kram waren es dann heute sechs Maschinen, eine davon allerdings die Bettwäsche von gestern, die ist auch einzige bisher noch nicht fertig, der Rest ist nicht nur gewaschen und getrocknet, sondern auch schon wieder zusammengeräumt. Wenn mir so ein Durchmarsch gelingt (also ohne zweiwöchige dieWäschelegeichspäterzusammen-Prokrastinationsumwege direkt von der Waschmaschine wieder in Schrank) , bin ich regelmäßig sehr stolz auf mich.
Dann habe ich ein sehr leckeres Gulasch im Crockpot gekocht, was mich auch immer stolz macht. Nicht das Gulasch selber, das gibt es aus dem Crockpot mit Gelinggarantie, sondern die Tatsache, dass ich es heute morgen so rechtzeitig aufgesetzt habe, dass es anschließend noch acht Stunden vor sich hin crockpotten konnte, das gefällt mir.
Dann war ich mit J noch kurz in der Stadt, weil wir nach Schuhen für ihn gucken wollten (keine gefunden, die passten und gefielen), dafür aber wieder bei dem Rossmannladen vorbeigegangen, der heute den letzten Tag vor dem Umbau geöffnet hatte und heute gab es 75% auf alles, das lohnt sich dann wirklich, deshalb besitze ich jetzt noch mehr Nagellacke von Sally Hansen, weil, für 2,50 € das Stück kann man ja ruhig mal experimentell mutig werden.
Ich kann meine Nägel jetzt nackich lackieren - steht zumindest "nude" auf dem Farbtöpfchen.
Und weil ich mit der Nägellackiererei und den Kontaktlinsen und überhaupt grade so einen akuten Eitelkeitsbooster auslebe, habe ich mir neulich sogar MakeUp gekauft und brauchte jetzt noch etwas, um das abends wieder aus dem Gesicht zu bekommen.
Ich habe mich so ewig nicht um diese gesamte Gesichtspflege- und -schminknummer gekümmert, dass ich echt keine Ahnung mehr hatte, wie man Schminke wieder runterkriegt, nur Wasser scheint mir zu wenig. Wasser und Handtuch bringt zwar optisch eine Menge Farbe runter (kann man im Handtuch sehen), ich fürchte aber, es gibt noch effektivere und vor allem gründlichere Methoden.
Vor vielen Jahren hatte ich mal eine Gesichtsseife von Clinique, die fand ich prima, weil ich nach dem Gebrauch dieser Seife immer das Gefühl hatte, mein Gesicht ist so sauber, dass es quietscht und außerdem finde ich ein normales Stück Seife einfach in der Anwendung. So Dinge wie Creme oder Lotion, die man dann mit einem Lappen oder einem Wattebausch wieder abwischen muss, so etwas ist mir immer schon zu umständlich. Ein ganz normales Stück Seife, das man benutzt wie ein ganz normales Stück Seife, um sich mit den eingeseiften Händen dann das Gesicht zu waschen, das finde ich praktikabel, alles andere halte ich eh nicht auf Dauer durch, ich kenn mich doch.
So eine Seife wollte ich also gerne wieder haben und war nur ein ganz klein wenig doll geschockt, dass die 20€ für 100g kosten soll. Aber dann fand ich ein Sonderangebot bei Pieper, wo es die Seife online für unter 9 € gab und ich dachte, statt sie online zu bestellen könnte ich ja auch grad mal bei dem Pieperladen in der Stadt vorbeigehen, aber so scheint online nicht zu funktionieren, denn in dem Pieperladen hier vor Ort gab es die Seife nicht, ich muss die also tatsächlich bestellen und mir einzeln liefern lassen. Nun ja, wenn es denn dem Umsatz dient - dann bestelle ich sie also selber und kaufe sie nicht vor Ort.
Am Nachmittag habe ich dann allerlei Kleinkram erledigt, ein paar Uhrenbatterien gewechselt, an eine Uhr ein neues Armband dran gebaut, an eine Brosche die abgefallene Nadel wieder drangeklebt (mit rotem Glitzerheißkleber, sieht jetzt sehr stylisch aus von hinten), ein bisschen in meinem Bastelzimmer aufgeräumt und zwischendurch immer wieder Wäsche gewechselt und zusammengefaltet.
Und ich habe einen lustigen Satz gehört, als ich heute Mittag durch die Stadt lief, da begegneten sich nämlich zwei Freundinnen (und ich habe jetzt gründlich überlegt, ob ich das Wort in Anführungszeichen setzen solle, weil ich gar nicht so genau weiß, ob die zwei wirklich gut befreundet oder eher gut befeindet sind, aber vielleicht ist das bei vielen Frauen ja auch das gleiche), auf alle Fälle trafen sich da zwei Frauen und nach einer kurzen Begrüßung fragte die eine: "Sach mal, die Farbe in deinen Haaren, ist das noch der Rest von Karneval oder bleibt das so?" - Ich habe ein bisschen gegrinst, weil ich mir exakt das gleiche vorher auch überlegt hatte, denn die eine Frau sah halt schon ein wenig albern aus mit ihren blauen Strähnchen, aber man weiß ja heutzutage nie, wer grade was modern findet
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Außer die Wohnung aufzuräumen, das Bad zu putzen und die Betten zu beziehen habe ich mich in Küchenaktivitäten gestürzt und nach diesem Rezept Bagels gebacken und die Everything-Bagel-Gewürzmischung zusammengerührt. Zu meiner Freude hatte ich alle Zutaten im Haus und zwar in genau der perfekten Menge, die ich brauchte. Mohn, schwarzer Sesam, getrocknete Zwiebeln und getrockneter Knoblauch sind jetzt leer und so etwas macht mich dann auch immer glücklich.
Dann bin ich noch in die Stadt gefahren, um die eine Version der Kontaktlinsen zurückzubringen und die andere in einer sechs-Monats-Variante zu bestellen. Sie sind zwar nicht ganz so gut wie Brille, aber mit ca. 85% kann ich mich einrichten und ich denke, grade im Sommer, wenn man viel an der Luft und am Strand ist, sind Kontaktlinsen definitiv praktischer.
Dann habe ich noch ein paar Nagellacke gekauft, ich bilde mich hier grade stückchenweise zum privaten Nagellackexperten aus und habe beschlossen, dass ich mich am allerbesten selber durch die Sorten teste.
Die ganz teuren wie Chanel und Dior habe ich schon wieder aussortiert, die bringen einfach nicht genug Zusatzleistung für das viele Geld, was sie extra kosten.
Aktuell bin ich bei der Mittelklasse angekommen und nach Ga-De und O.p.i. (beide akzeptabel, aber immer noch recht teuer, finde ich) habe ich heute einige von Sally Hansen gekauft und bei ebay welche von Essie bestellt.
Der Rossmannladen bei uns in der Einkaufszone baut um, heute war letzter Tag vor der Schließung mit 50% auf alles - das war eine gute Gelegenheit um ein paar Nagellacke von Sally Hansen zu kaufen.
Da J. heute aus Berlin kommt, hier zwei Tage Zwischenstation macht, bevor er Sonntag nach Esens weiterreist, habe ich zum Abendessen warmen Kartoffelsalat mit Gyros gemacht - jetzt bin ich so satt gefressen, dass ich mich kaum noch rühren kann.
Das Gefühl der Demotivation ist aber geblieben, ich glaube, ich gehe jetzt einfach ins Bett
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Ich war heute wieder länger im Büro, habe im Anschluss begonnen mit N. zu telefonieren und 2:48h (sagt das Handy) später ist der Tag halt schon fast rum. Tja.
Manchmal denke ich ja, ich telefoniere viel zu selten mit meinen Kindern und ich kümmere mich nicht genug und ich bin eben eine beschissene Rabenmutter, die ohne Interesse ihre Kinder im universitären Sumpf verkommen lässt.
Aber dann telefoniere ich doch mal wieder mit einem Kind und dann dauert so ein Gespräch gleich 2:48h und ich habe das Gefühl, er wird ganz geschmeidig über die Stolpersteine im universitären Sumpf hinweggleiten und das gibt dann auch wieder ein gutes Gefühl.
Morgen kommt dann J. auf Zwischenstopp nach Greven, der beginnt Montag seine Famulatur in Esens, dann muss ich nur noch mal ausführlich mit C. telefonieren, dann kann ich mein schlechtes Rabenmuttergewissen wieder beruhigt zur Seite schieben
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K. war in Greven geblieben und hatte die vier Tage allein genutzt, sich blitzschnell im gesamten Schlafzimmer zu verbreiten. Wie Unkraut, einmal nicht aufgepasst und schon ist das eigene Bett vollgewuchert.
Meine empörte Beschwerde ob der unbenutzbaren Betthälfte wies er mit einem entspannten Verweis auf meine noch ausstehenden Pflichten ab.
Hmmm.
Aber vielleicht ist es ausgerechnet heute auch gut, dass er mich so hartnäckig drängt, mein selbst gewähltes Ritual, jeden Tag irgendetwas in dieses Blog zu schreiben, auch heute durchzuziehen, denn ausgerechnet für heute habe ich schon auf der Idee herumgedacht, dass ich meinen täglichen Beitrag doch auch mal aussetzen könnte, denn ich bin tatsächlich ganz enorm unmotiviert.
An solchen Tagen braucht man so einen Schubs, also los.
Ich habe jetzt vier Tage sehr ausführlich mit meiner Mutter verbracht - und ich muss sagen, ich bin das nicht mehr gewohnt.
Sie hat einen anderen Tagesrhythmus als ich, andere Lebensschwerpunkte, andere Interessen und vor allem eine andere Meinung als ich - und bei so vielen Andersdingen ist es eben schon etwas anstrengend, durchgängig gute Laune zu behalten.
Gelernt habe ich in diesen vier Tagen aber auf alle Fälle, was für ein Glück ich mit meinem Westfalenmann habe. Mit ihm kann ich 40 Tage/24 Stunden zusammensein und wir gehen uns nicht auf die Nerven, langweilen uns aber auch nicht, sondern leben unser Leben einfach höchst zufrieden und unaufgeregt nebeneinander her, wobei wir überhaupt nicht jeder für sich alleine nebeneinander herleben, sondern durchaus fast alles gemeinsam machen, einfach weil wir zu zweit viel mehr Spaß haben als alleine.
Ich kann das gar nicht richtig beschreiben, wie wir zusammenleben, denn einerseits habe ich neben und mit ihm das Gefühl der absoluten Freiheit (genau deshalb geht er mir ja niemals auf die Nerven), gleichzeitig machen wir alle beide aber auch ausgesprochen gerne Dinge gemeinsam - und sind dann wieder jeder einzeln für sich unterwegs. Wenn wir zB gemeinsam auf Partys oder Veranstaltungen eingeladen sind - dann sucht sich in der Regel jeder selber seine eigenen Gesprächspartner, wenn man aber niemanden findet, der einen interessiert, kann man jederzeit zum eigenen Partner gehen, ohne dort als Kontrolleur oder als unselbständiges Anhängsel oder sonstwie negativ aufzufallen.
Wir leben also eher miteinander nebeneinander her und genau so fühlt es sich sehr gut und richtig an.
Pärchen, die quasi dauernd aufeinanderglucken, bei denen man als Außenstehender das Gefühl hat, der eine ist ohne den anderen kein vollwertiger Mensch, weil er weder eine eigene Meinung noch eine eigene Entscheidungsbefugnis hat, bei solchen Pärchen nehme ich sehr schnell Reißaus und lästere aus sicherer Entfernung über die Mangelhaftigkeit von siamesischen Zwillingen.
Ich habe sicherlich deutlich weniger private Sozialkontakte als der Durchschnittsdeutsche, das aber aus Gründen, weil mir die meisten Menschen erfahrungsgemäß nach sehr kurzer Zeit sehr auf die Nerven gehen und ich dann lieber alleine bin als unter Leuten. Aus dieser Grundhaltung resultiert aber auch meine Überzeugung "ich kann alles alleine, immer." - denn nur, wenn man wirklich autark leben kann, kann man sich diese Misanthropie leisten.
Bei den Vögeln unterscheidet man zwischen Nesthockern und Nestflüchtlingen - ich bin ganz sicher ein Nestflüchtling, weil ich schon sehr früh das Gefühl hatte, ich komme besser alleine klar als bei den Eltern.
Aber grade unter den Nestflüchtlingen gibt es viele, die im Erwachsenenalter eine ziemlich abgeschottete, monogame Zweierbeziehung führen. Sie bekommen zwar Junge, die sind aber selber natürlich auch Nestflüchtlinge, so dass die nur betüdelt werden, solange sie noch nicht selber fliegen können, knapp klappt das, wendet sich das Erwachsenenpärchen wieder sich selber zu.
Ich habe manchmal das Gefühl, ich bin ein Austernfischer. Das erklärte einiges.
Deshalb bin ich nach vier Tagen Leben mit einem Elternteil sofort wieder bereit, aus dem Nest zu flüchten, ich brauche einfach mehr Platz und vor allem mehr Abstand in meinem Leben
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In Holland sah das Wetter schon fast gut aus, was dort am meisten störte war die mehr als rappelvolle Fähre. Es war so voll, dass die Leute sogar auf den Treppen zum Oberdeck saßen, das mit der Karnevalsflucht nimmt langsam ernste Züge an.
Auf der Insel schien dann die Sonne, so macht nach Hause kommen richtig Spaß.
Am Nachmittag haben wir eine kurze Fahrradrunde gedreht, wesentliche Erkenntnisse: das Wasser ist noch da, der Strand auch, aber trotz Sonne war es kalt, wir waren zufrieden, als wir wieder zu Hause waren,
Dort haben wir den neu mitgebrachten Teppich vorm Kamin ausgelegt, den bisherigen Teppich dafür zu C ins Zimmer gebracht, sieht beides gut aus.
Außerdem ein Brot gebacken und Kakao und Suppe gekocht und geschlemmt, der Ofen bullert gemütlich vor sich hin, es geht mir gut
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Die ersten drei Tage in Frankfurt waren mehr als voll mit Terminen, Gesprächen, Workshops und einem Dauergewusel um einen herum.
Heute dann Büro, aber nach drei Tagen Abwesenheit vom Büro war natürlich reichlich Krims und Kram aufgelaufen. Außer Postbergen hatte auch jeder Mitarbeiter diverse Themen auf Lager, die er noch eben schnell besprechen wollte, bevor ich morgen ja schon wieder weg bin, denn über die Karnevalstage flüchte ich mich grundsätzlich auf die Insel. Leider ist es dort mittlerweile auch schon nicht mehr entspannt ruhig, weil die Zahl der Karnevalsflüchtlinge jährlich wächst und deshalb die nächsten Tage dort schon fast Hochsaison herrscht.
Ich sitze aber immer noch lieber in einer Masse von Karnevalsflüchtlingen als mitten zwischen all den heiteren Pappnasen, die bei mir regelmäßig Panikattacken auslösen. Da geht es mir dann nämlich gar nicht mehr gut.
Heute also schnell ein Tag Büro, eingeklemmt zwischen länger nicht da und auch sofort wieder weg war es kein sehr entspannter Tag, aber nun ja, auch solche Tage gehen vorbei.
Am Abend die Mutter am Bahnhof in Münster abgeholt, morgen fahren wir zu dritt nach Borkum, für vier Tage lohnt sich die Reise für sie, ein normales Wochenende ist sonst zu stressig mit der Reiserei.
Morgen geht es früh raus, weil ich sonst ja wieder Fährenstress bekomme, also lieber mit genug zeitlichem Vorlauf planen, aber zum Glück gibt es nicht viel zu packen, das wird also schon klappen
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Ich bin ganz offensichtlich kein Mensch für eine Reisetätigkeit. Wenn ich regelmäßig beruflich unterwegs sein müsste, würde ich wahrscheinlich sehr schnell aus purer Verzweiflung zur Not auch auf Hartz IV umschulen, weil ich es einfach nur schrecklich fände.
Ganz ab und zu mal unterwegs sein ist noch völlig o.k., vor allem weil das nach Hause kommen dann dieses extra wohlige Gefühl auslöst. Ähnlich vielleicht dem Eintauchen in eine warme Badewanne, wenn man sich leicht vergrippt und durchgefroren abends nur noch was Gutes tun will.
Um so etwas richtig genießen zu können, muss es vorher eben weniger schön gewesen sein.
Der Tag heute war auch wieder sehr interessant, viele wichtige Informationen eingesammelt, Gespräche geführt, Unmengen an Visitenkarten verteilt und bekommen, und zum Schluss die große Werbegeschenkeinsammeltour. Das war auch lustig.
Circa eine Stunde vor Schluss der Veranstaltung liefen viele Aussteller mit Kisten voller Werbegeschenke durch die Gegend und verteilten sie mehr oder minder wahllos an jeden, der sich bereit erklärte, ihnen etwas abzunehmen, weil sie keine Lust hatten, den Krempel wieder mit nach Hause zu nehmen.
Ich besitze jetzt einen großen Stapel an Moleskine ähnlichen Schreibbüchern, bei diesen Büchern Werde ich immer schwach, auch wenn ich eigentlich schon jetzt mehr leere Bücher besitze, als ich je vollschreiben kann, trotzdem habe ich auch diesmal alle Bücher mitgenommen, die man mir anbot. Ich glaube, insgesamt sind es acht neue Bücher in DIN A5, Außerdem jede Menge Kugelschreiber, von denen einige wirklich exzellent und wunderbar schreiben, ich habe jetzt eine große Menge an Kugelschreibern vom Typ „so einen tollen Stift haben Sie noch nie gehabt“ ,
Ansonsten scheint der Trend für Werbegeschenke dieses Jahr „Werkzeug“ zu sein, auf alle Fälle gab es an verschiedenen Ständen wirklich interessante Werkzeugminitools, die ich natürlich auch alle angenommen habe, Werkzeug kann man gar nie nicht genug haben.
Verschmäht habe ich jede Art von Kinderspielzeug und Kuscheltier, die es auch an erstaunlich vielen Ständen gab. Ich habe neugierig nachgefragt, weshalb ein Finanzdienstleister Kuscheltiere als Werbegeschenke verteilt und mir wurde erklärt, dass es sehr viele Väter gibt, die diese Kuscheltiere sehr gerne mitnehmen, weil sie dann gleich ein Geschenk für ihre Kinder haben, wenn sie am Wochenende nach Hause kommen.
Hmmmm......
Coffee-to-Go-Becher gab es auch viele, aber die meisten aus Porzellan, die wären mir zu schwer und zu bruchgefährdet, um sie in der Gegend rumzuschleppen.
Mitgenommen habe ich einen Isolierbecher mit festschließendem Deckel, der außen eine Bambusverkleidung hat (von einem Finanzdienstleister, der sich auf Nachhaltigkeitsprodukte spezialisiert hat), den fand ich sehr schön, der ist leicht und praktisch.
Die Rückreise dauerte ziemlich genau drei Stunden, was für 300 km im Feierabendverkehr kein schlechter Schnitt ist, ich bin jetzt aber so müde und platt, dass ich plane, jetzt sofort den direkten Weg ins Bett zu nehmen, morgen ist auch noch ein Tag
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Eigentlich war heute ja nur Anreise, der Congress selber beginnt erst morgen, wir haben das aber sofort mit einem langen Termin bei einer unserer Hauptbanken verbunden, weshalb wir schon fünf Stunden Besprechungen erledigt haben und immerhin eine recht interessante Anlageidee daraus mitnehmen konnten. Es gab natürlich viel mehr Ideen, die anderen überzeugten uns aber nicht.
Anschließend einchecken in dem Hotel gleich neben dem Messegelände, sehr gute Wahl, wir können morgen einfach zu Fuß rüberlaufen und müssen uns keine Gedanken um komplizierte Anreisezeremonien vor dem Frühstück machen, denn der Kongress beginnt mit einem Frühstücksworkshop, im Hotel werden wir also nur schlafen und nicht essen.
Heute abend wollten wir aber noch was essen, in der Nachmittagsbesprechung gab es nur die normalen Besprechungskekse, das reicht nicht als Hauptmahlzeit.
Google sagte, 120m von unserem Hotel gäbe es einen Japaner, besser kann es ja nicht laufen, natürlich möchte ich dann japanisch essen.
Dieser Japaner war aber nur ein langweiliger Ramen-Japaner und die finde ich ja mal unendlich langweilig und überflüssig, um lätscherte Nudelsuppe zu essen, gehe ich nicht ins Restaurant.
Nebenan war ein Steakhouse, also sind wir dann da gelandet, das beste war mit Abstand das Knoblauchbrot, das habe ich zweimal nachbestellt.
Der Rest war essbar und ich bin satt aufgestanden, aber ein bisschen mehr Würz würde diesem Restaurant nicht schaden, aber nun ja, die leben wahrscheinlich von genau den Eintagsfliegen, die wir auch darstellten, was soll man sich für Laufkundschaft anstrengen.
Schräg gegenüber gibt es eine große Mall mit zig Geschäften und einem Spät-Rewe, da haben wir uns jetzt noch unseren Absacker besorgt und Fete auf dem Zimmer beschlossen, auf Hotelbar mit den seltsamen Gestalten, die hier rumlaufen, hatte niemand Lust.
Ich habe mir ja vorgenommen, diesmal nichts zum Thema "Leben in einer Großstadt" zu sagen, aber wenn ich mir die Menschen anschaue, die hier so rumlaufen, dann bleiben vor allem Fragezeichen bei mir übrig. Die Menschen nehmen schon seltsame Umstände und Unbequemlichkeiten auf sich, nur weil sie meinen, unbedingt diesen einen Job machen zu müssen, der das von ihnen verlangt.
Aber wahrscheinlich bin ich von meinem Beruf auch einfach nur verwöhnt, weil ich noch nie, in meinem gesamten Leben nicht, akzeptieren musste, dass der Job mir Umstände im Privatleben aufzwängt, die ich nicht bereit wäre, als Umstände im Privatleben zu akzeptieren. So wichtig kann kein Job der Welt sein, dass ich ihm dafür meine Freiheit opfere und eine gute Bezahlung ist halt auch immer relativ. Wenn ich so viel verdiene, wie ich brauche, verliert jeder Euro Zusatzverdienst gewaltig an Attraktivität. Was soll ich mit der Kohle, wenn sie mir keinen Zusatznutzen mehr bietet?
Mit der Einstellung bin ich bisher ganz gut klargekommen und werde mit zunehmendem Alter nur radikaler aber bestimmt nicht konzilianter.
Aber wie gesagt, es kann einfach an meinem Job liegen, bei dem schon seit Jahrzehnten ein Fachkräftemangel Alltag ist, so dass die Arbeitnehmer sich aussuchen können, welche Vorgaben sie ganz bestimmt umgesetzt wissen wollen. Gleichzeitig räume ich ein, dass es auch eine Menge Menschen aus meinem Job gibt, die hier arbeiten - warum die das freiwillig tun, wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben
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Und natürlich habe ich mich mittlerweile einmal systematisch mit dem Thema beschäftigt und aus fünf Wochen Dauermaniküre ein paar faszinierende Erkenntnisse gezogen.
So gibt es Murphys Law natürlich auch für Nägel lackieren, es besagt, dass es niemals irgendwo am Körper doller und unangenehmer juckt und zwingend ein dringliches Kratzen verlangt als in dem Moment, wo grade der Nagellack trocknet und man mit der Hand einfach NICHTS tun sollte außer den Lack in Ruhe trocknen zu lassen.
Nach dem ich mir bisher jedesmal genau deshalb die frisch lackierten Nägel ruiniert habe, habe ich dieses Grundgesetz heute einfach ausgetrickst: Ich habe nicht beide Hände gleichzeitig lackiert, sondern zunächst mal nur EINE Hand, und während die in Ruhe trocknete, konnte ich mich mit der anderen immer noch ausführlich kratzen - und erst als ich mich mit der frisch lackierten und getrockneten Hand gefahrlos kratzen konnte, habe ich die zweite Hand außer Gefecht gesetzt.
Ich bin schon ziemlich schlau, dass ich diesen Trick bereits nach fünf Wochen ganz von alleine entdeckt habe.
Außerdem habe ich entdeckt, dass teurer Lack nicht zwingend besserer Lack ist, dass der ganz billige Lack aber auch nichts taugt. Noch habe ich meinen persönlichen Lieblingslack nicht entdeckt, weiß aber schon, dass auch dunkelrot den fast schwarzen Quetschfleck am Nagel nicht vernünftig abdeckt. Die einzige Farbe, die das bisher zuverlässig erledigt hat, ist ein ganz dunkles Lila. (Schwarz finde ich hässlich für Fingernägel, das habe ich deshalb nicht benutzt bzw. nicht gekauft).
Praktisch an dunkel lackierten Fingernägeln ist, dass man keine Trauerränder mehr sieht. Als ich den Lack das erste Mal wieder abmachte, rechnete ich deshalb mit dem schrecklichsten, immerhin hatte ich mir mehrere Tage lang nicht die Fingernägel gereinigt - und was soll ich sagen?- So sauber waren meine Fingernägel selten. Für mich ist das ein absolutes Mysterium, wieso bleiben die Fingernägel so sauber, mit Lack sauberer als ohne, weshalb? Ich finde das sehr seltsam, aber es war die gesamte letzte Zeit so, dass meine Fingernägel, wenn ich den Lack abmachte, außergewöhnlich sauber waren. Allein das ist ja schon ein guter Grund, das mit dem Lackieren für immer beizubehalten.
Außerdem knibbel ich weniger bis gar nicht mehr. Ich kaue zwar keine Fingernägel, aber ich knibbel Nagelhaut, manchmal sieht das ganz böse aus. Seitdem die Nägel lackiert sind, lasse ich das weitestgehend bleiben. Sehr erfreulich.
Noch suche ich nach einem wirklich stabilen Lack, obwohl ich jetzt schon eine recht teure Edelvariante mit passendem Ober- und Unterlack erworben habe, sind die Spitzen immer schon am ersten Tag nach dem Erneuern angestoßen, und auch wenn ich irgendwo etwas von "stylisch abgeblättertem Nagellack" gelesen habe, bin ich noch nicht soweit, dass ich shabby chick auf Fingernägeln wirklich attraktiv finde.
Sonst so: Ich war heute das erste Mal seit vielen, vielen Wochen, ja Monaten, wieder auf einem Flohmarkt. Das Wetter war toll und ich brauchte Batterien und wollte außerdem checken, ob die Drogeriestände auf dem Flohmarkt auch Nagellack führen. Nun, Nagellack gibt es nicht auf dem Flohmarkt, dafür habe ich meine Batteriebestände wieder aufgefüllt und ein wenig sonstigen Krimskrams erworben, es hat Spaß gemacht.
Am Vormittag habe ich meinen Feedreader nachgelesen.
Ich bin immer noch nicht à jour, aber ich habe jetzt ein paar Blogs rausgeworfen, weil ich feststellte, dass ich dazu neige, die weniger attraktiven Blogs eher zu lesen als die wirklich schönen, die hebe ich mir aus Zeitmangel dann immer auf für Tage, wo ich (hoffentlich) ausreichend Zeit habe, weil ich diese Texte wirklich genießen will - und plötzlich hatte ich 17 ungelesene Beiträge, bei Herrn Buddenbohm zum Beispiel, was ja völlig unsinnig ist, wenn ich dafür bei Erna Pasulke ordnungsgemäß regelmäßig mitgelesen habe. Die Ernas habe ich also jetzt aus dem Feedreader entfernt und hoffe, dass ich damit genug Luft geschaffen habe, auch bei Herrn Buddenbohm regelmäßig mitzulesen, seine Texte gefallen mir nämlich regelmäßig sehr und seine Links finde ich oft sehr spannend, da wäre es schon arg schade, wenn ich mir dazu nicht ausreichend Zeit freischaufeln würde.
In irgendeinem der letzten 17 Beiträge zitierte er einen Autor, der etwas über Besuch haben und sich Gedanken machen und diese zu Papier bringen geschrieben hat und dass das mit dem Besuch halt oft eine Krux ist, weil man einerseits in den Gesprächen mit dem Besuch die faszinierendsten Gedankenfäden entdeckt, anschließend aber keine Zeit hat, sich da in Ruhe seine eigenen Gedanken zu zu machen und die niederzuschreiben.
Dass das Aufschreiben für viele Menschen die effektivste Art ist, sich Qualitätsgedanken zu machen, kann ich sofort nachvollziehen, denn genau so geht es mir auch. Um Dinge wirklich von allen Seiten zu beleuchten und mir letztlich eine eigene Meinung dazu zu bilden, muss ich es aufschreiben, wobei ich dann beim Aufschreiben meine eigene Meinung mehrfach ändere, was ich ganz natürlich finde. Hätte ich vorher schon eine, hätte ich es ja nicht aufschreiben müssen.
Mir fällt dieses Paradoxon, also dass man ein Thema erst durch Besuch findet, der einen dann wieder daran hindert, sich damit zu beschäftigen, allerdings nicht bei Besuch auf, sondern beim Bingelesen von Blogs. Als ich heute Vormittag so hintereinander weg viele gute Blogartikel samt der teilweise darin enthaltenen Links konsumiert habe, habe ich mich mehrfach geärgert, dass ich so wenig Zeit habe, um diese Artikel einzeln und in Ruhe mit Abstand zu lesen, denn es wurden in den Beiträgen diverse Themen bearbeitet, zu denen ich auch gerne in Ruhe über meine Meinung nachdenken würde, weil ich glaube, ich könnte da eine Meinung zu haben - allein, es fehlt an der Ruhe und außerdem habe ich vieles sofort wieder vergessen, weil es von einem anderen, nicht minder spannenden Thema überlagert wurde - es ist ein Kreuz.
Ich persönlich finde es immer spannend, wenn ich irgendwo ein Thema entdecke, bei dem ich mich selber spontan nach meiner eigenen Meinung dazu abfrage, denn gefühlt zucke ich bei 98% der in Blogs bearbeiteten Themen nur uninteressiert die Schultern, einfach weil sie komplett an meinem Leben, meinen Interessen, meiner Haltung oder an meinem Engagement vorbeigehen.
Persönliches Engagement zB habe ich gefühlt für gar nix, dafür bin ich viel zu misanthrop als dass ich andere Leute dazu bringen möchte, sich meiner Meinung anzuschließen.
Es gibt aber eine Menge Themen, dazu habe ich eine sehr feste Haltung und wenig Bedarf, die noch mal und noch mal zu diskutieren, so wenig, wie ich bei diesen Themen andere von meiner Meinung überzeugen möchte, möchte ich von anderen überzeugt werden. Deshalb gehe ich sehr vielen Themen gleich von Anfang an aus dem Weg.
Und ansonsten, naja, kleine Kinder habe ich nicht mehr und Haustiere auch nicht, ich pflege keine intensiven Hobbies, bin in keinem Verein und keiner Partei, gehöre zu keiner Clique, noch nicht mal zu einer Gruppe, ziehe mich vorsätzlich aus fast allen Aktivitäten mit anderen Menschen heraus - manchmal wundere ich mich selber, dass es immer noch Themen gibt, die mich tatsächlich interessieren.
Es gibt aber Themen, die mich interessieren und die nächsten Tage wird das ganz ausgeprägt das Thema "Kapitalanlage und ESG" sein, weil ich morgen nach Frankfurt fahre, wo der jährliche Institutional Money Kongress stattfindet und ich mir für dieses Jahr das Thema ESG (environment, social, governance) vorgenommen habe und schon sehr gespannt bin, was ich dort dazu für Input finden werde.
Die nächsten drei Tage bin ich also unterwegs, keine Ahnung, wie viel Zeit ich zum Bloggen finden werde, schaun wir mal
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Am Nachmittag wollte ich eigentlich nach Bielefeld fahren, weil dort heute Abend wieder dieser Kleiderkreisel stattfand und ich bin ja zu einem echten Fan dieser Veranstaltung geworden. Ich werde jedesmal 20-25 Teile aus meinem eigenen Kleiderschrank los und nehme aber nur 3-4 neue mit, für den Rest häufe ich Knopfwährung in immer größeren Mengen an und fühle mich damit wie Dagobert Duck.
Ich finde beides ganz prima, das regelmäßige Ausmisten des eigenen Kleiderschranks macht nicht nur viel Spaß, sondern fällt auch besonders leicht, wenn man weiß, dass es konkrete Leute gibt, die sich richtig darüber freuen, wenn sie die von mir aussortierten Dinge weiter tragen können. Für die Altkleidersammlung sind viele Teile echt zu schade, sie aber wegzutauschen ist perfekt.
Und dieses große Knopfguthaben ist einfach ein irres Gefühl: Ich kann damit ohne jede Beschränkung alle Teile kaufen, die mir gefallen - und wenn sie mir am nächsten Tag nicht mehr gefallen, dann ist auch egal, dann kann ich sie das nächste Mal ja wieder mitbringen. Es gibt aber ansonsten überhaupt keinen Grund für Sparsamkeit, das fühlt sich schon gut an.
Und weil mir dieser Kleiderkreisel so viel Spaß macht, wollte ich dort heute hin. Dafür muss ich aber jedesmal nach Bielefeld fahren. Das ist jetzt keine Weltreise, aber anderthalb Stunden Autofahrt für eine Strecke muss man schon rechnen. Insgesamt also drei Stunden Autofahrt plus Kleiderkreiselzeit plus Quatschen mit der Schwester, normalerweise bin ich dann immer erst weit nach Mitternacht wieder zurück.
Als der Abfahrttermin heute Nachmittag immer näher rückte, fielen mir die Augen immer schneller zu und ich musste mich sehr zusammenreißen, um nicht in einer großen Gähn- und Reckaktion komplett vom Stuhl zu fallen.
Daraufhin beschloss ich, dass ich heute einfach mal meinem offensichtlichen Körperbedürfnis nachgebe, habe meiner Schwester Bescheid gegeben, dass ich nicht komme und bin ins Bett gegangen. Mitten am hellichten Tag. Ohne weitere Krankheitssymptome. Einfach nur so, weil ich so unendlich müde war.
Anderthalb Stunden später ging es wieder, dann war ich immerhin so weit wach, dass ich nicht ständig beim Gähnen umkippte, also habe ich noch fix ein paar Bilanzen und Steuererklärungen von weiteren CW-Nachlassfirmen vorbereitet (dicker Programmpunkt für dieses Wochenende, das Finanzamt hat jetzt eine letzte Frist für die 2017er Erklärungen gesetzt) und verschwinde jetzt einigermaßen zufrieden im Bett, zu meinem eigenen Erstaunen bin ich stolzer darauf, nicht nach Bielefeld gefahren zu sein, als ich wäre, wenn ich diese Tour mal wieder cool wie immer durchgezogen hätte
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