anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Samstag, 13. Juni 2020
Borkum
Gegen 12h heute Mittag beschloss K, das Wetter sei ausreichend gut, um sicher bis Borkum durchzukommen, also flogen wir los und sind auch heil angekommen.
Gutes Fliegerwetter ist sicherlich anders, aber es war eben ausreichend, immerhin konnte man die Insel sehen, als man drüberflog, wenn auch etwas verschwommen



Es war wirklich ungemein dunstig und die Wolken hingen sehr tief, also sind wir das letzte Stück dann eben "in Ameisenkniehöhe*" rübergeschlittert, überm Wattenmeer ist das ja auch nicht sehr gefährlich, die Wahrscheinlichkeit, dass man dort einen Berg rammt, weil man nicht hoch genug fliegt, ist eher gering.
*Ks Ausdruck

Als erstes sind wir dann Einkaufen gefahren und anschließend wollten die Kinder an den Strand, C und N sind schwimmen gegangen, wir Eltern haben sie vom Strand aus bewacht.



Sie waren aber relativ schnell wieder da, weil wohl grade Quallensaison ist und das Wasser voll mit Nesselquallen, da macht Schwimmen wirklich wenig Spaß.

Wir sind dann anschließend einfach noch ein wenig am Strand langspaziert, C hat Akrobatik geübt und ich habe Fotos gemacht



Für morgen und übermorgen ist jetzt Unwetter angekündigt, wir werden mal sehen, wann wir hier wieder wegkommen, ich bleibe auch gerne bis Montag, ich finde Unwetter eine gute Ausrede
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Donnerstag, 11. Juni 2020
Kein Fliegerwetter
Das mit dem Fliegen wurde heute nichts, weil Borkum den gesamten Tag unter extrem tiefliegenden Wolken lag. Als K morgens um 7h das Wetter prüfte, war klar, dass zumindest bis mittags nichts geht, dann dachten wir eine Zeitlang, es wird zum Abend hin besser und wir fliegen hier gegen 18h noch los, stattdessen zogen sich die Wolken gegen Abend wieder zusammen und wir sind einfach hier geblieben. Die Fähre wurde im Internet als komplett ausgebucht angezeigt und eine randvolle Fähre bei schlechtem Wetter, wo es oben auf Deck ungemütlich ist, dafür unter Deck gesteckt voll mit Menschen - das muss ich nicht haben. Mag sein, dass immer mehr Auflagen gelockert werden, aber das heißt ja nicht, dass das Virusproblem deshalb gelöst ist.
Wir beschlossen also, dass wir dann einfach morgen fliegen und haben uns hier einen netten Tag in Greven gemacht.
Für K und mich bedeutete das, dass wir wieder ins Bett gegangen sind und erstmal bis 12h ausgeschlafen haben. Ich habe die letzten Tage definitiv zu wenig geschlafen, das wurde heute sehr deutlich.

C kam gegen Mittag und N hat sie vom Bahnhof abgeholt. Den Nachmittag verbrachten die zwei damit, aus Stoffstücken, die ich von der Onkelfrau mitgebracht hatte*, Kissenbezüge für Ns Nackenrolle zu nähen, das war sehr niedlich, die zwei zu beobachten, ich glaube, es ist das erste Mal seit ungefähr 20 Jahren, dass sie mehr als zwei Stunden gemeinsam verbracht haben ohne sich zu prügeln.

*Die Onkelfrau hat nicht nur Kartons mit ungefähr 10.000 Knäuel Wolle, sondern mindestens genauso viele Kartons mit Stoffen hinterlassen, wobei sie begeisterte Patchworkerin war, d.h. die meisten Stoffe sind nur relative kleine Stoffstücke, für große Dinge wie Kleider oder so reicht das fast nie, für Kissenbezüge dagegen völlig problemlos.

Da ich ja eigentlich geplant hatte, heute gar nicht mehr in Greven zu sein, hatte ich hier auch nichts mehr eingekauft, was aber nicht heißt, das nicht noch genug Gemüsereste da waren, die ganz prächtig zu Gemüsespießen verarbeitet und gegrillt werden konnten, außerdem fanden sich noch ein paar vergessene Kartoffeln und Süßkartoffeln, die ich in die Heißluftfritteuse schmiss, wo sie zu leckeren Pommes wurden. Im Internet las ich den Tipp, die fertig zu Pommesstäbchen geschnittenen, rohen Kartoffeln vor dem Heißluftfrittieren kurz zwei Minuten in kochendem Salzwasser zu blanchieren - das scheint tatsächlich eine gute Idee zu sein, auf alle Fälle wurden die Pommes so extrem lecker.
Für K fand sich noch ein Paket Würstchen, so waren wir alle nachher kugelsatt und mein Kühlschrank macht einen einladend aufgeräumten Eindruck, gefällt mir sehr.

Inzwischen bin ich seit fast 10 Stunden wach, ich merke, wie ich zunehmend mehr Bedarf habe, einfach wieder zu schlafen, das ist das allerbeste an so Tagen, an denen Pläne scheitern und deshalb sonst nichts passiert: Man hat ausreichend Zeit zu schlafen
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Donnerstag, 11. Juni 2020
Keine Frist ist explodiert
Gegen jede Erwartung ist keine der dringend zu erledigenden Aufgaben vor der Erledigung explodiert, es ist überhaupt gar nichts schiefgegangen, alle Fristen, die eigentlich als todbringende Deadlines formuliert waren, ließen sich verlängern bzw. haben sich einfach dadurch verlängert, dass ich erst später fertig wurde und das dann eben auch okay war, ein paar Dinge muss ich jetzt nächste Woche noch machen, aber das alles mit Ansagen und dem klaren Hinweis, dass ich es eben wirklich erst nächste Woche mache und es nicht seit letzter Woche schon fertig ist, faszinierend, was alles so geht, was doch eigentlich gar nicht gehen kann.
Nach einem ziemlich langen Tag, an dem ich heute noch wirklich viel geschafft habe, bin ich jetzt insgesamt ganz zufrieden, mit dem Stand der Dinge.
Von morgen bis Sonntag ist jetzt erst mal frei, N kam heute aus Hamburg wieder, C kommt morgen nach Greven und dann fliegen wir zu viert bis Sonntag nach Borkum.Zu viert ist Fliegen deutlich preiswerter als Auto plus viermal Fähre, das ist schon verrückt.

Heute Vormittag hatte ich einen Termin bei der Frauenärztin, weil mir seit 10 Tagen die rechte Brust weh tut und nach dem es statt besser immer unangenehmer wurde, wurde mir etwas mulmig und ich dachte, da lass ich lieber mal jemanden nachgucken. Meine eigene Frauenärztin ist grade im Urlaub, also war ich bei ihrer Kollegin, die betreiben die Praxis zusammen und ich war ganz fasziniert, dass diese Ärztin tatsächlich genauso nett und angenehm ist wie die, bei der ich sonst bin, das war echt ein tolles Erlebnis.
Die, bei der ich sonst bin, habe ich bisher als absoluten Ausnahmefall empfunden, weil ich in den 40 Jahren, die ich vorher schon Erfahrung mit Gynäkologen gemacht hatte, noch nie eine Ärztin/Arzt getroffen hatte, die/den ich einerseits als beruhigend kompetent und gleichzeitig als ganz ungemein sympathisch erlebt habe. Und ich hatte viel mit Gynäkologen zu tun, wahrscheinlich mehr als mit allen anderen Ärzten zusammen.
Jedesmal, wenn ich in dieser Praxis war, hatte ich anschließend richtig gute Laune, weil es einfach so viel Spaß machte, mit dieser Ärztin zu reden.
Heute war ich aber bei ihrer Kollegin und die war tatsächlich ganz genauso nett, das ist schon sehr faszinierend. Ich habe es ja sonst nicht so mit Menschen, aber bei diesen beiden Ärztinnen finde ich es tatsächlich schade, dass ich die nicht auch privat kenne, so eine Freundin hätte ich gerne, aber wahrscheinlich stehen bei denen die Menschen Schlange, die gerne mit ihnen befreundet wären.
Die Praxis hat übrigens auch strikten Annahmestopp für neue Patientinnen, die nehmen einfach keine neuen mehr an, weil sie sonst komplett überlaufen wären.
Ich bin dort nur durch Zufall in die Patientendatei gerutscht und seitdem sehr stolz darauf, dass ich dort hingehen darf.
Naja, auf alle Fälle untersuchte sie die Brust, machte einen Ultraschall, konnte aber nicht Auffälliges entdecken, was ja schon mal beruhigend ist, meinte aber, dass sie zur Sicherheit gerne noch eine Mammographie machen lassen möchte, dafür könnte ich in der Radiologie, die direkt zwei Türen weiter ist, am besten gleich heute mal einen Termin machen. Wenn ich aus ihrer Praxis rauskäme, einfach nach links, dann durch die Tür gehen wo ganz groß "Zutritt verboten" draufsteht, danach die nächste rechts - und da ist die Radiologie, wo ich einen Termin machen kann. Das wäre das allereinfachste, ich müsse dazu allerdings mal Regeln brechen und trotz Warnschild durch die verbotene Tür gehen. Ich antwortete darauf, dass ich recht gut bin, im Regeln brechen, was sie wiederum nur kommentierte mit: "Das dachte ich mir."
Genau solche Menschen finde ich sofort spontan sehr sympathisch
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Montag, 8. Juni 2020
Putztag
Heute war Hauswirtschaftstag, das Haus hier in Greven hatte es dringend nötig, jetzt ist wenigstens das Gröbste einigermaßen wieder auf Vordermann gebracht. Einmal alles gestaubsaugt und zumindest im Erdgeschoss gewischt, vier Maschinen Wäsche gewaschen und rechtzeitig vor dem Aufhängen weiterer Hemden noch eben die Hemden vom letzten Waschen weggebügelt.
Die Küche ist aufgeräumt und grundgereinigt, die Bäder sind sauber und alle Näharbeiten erledigt.
Müll geleert, Papiermüll kleingemacht und vier Uhrenbatterien gewechselt.

Dabei wurde ich den ganzen Tag von einem latenten Krankheitsgefühl begleitet, dass das körperliche Arbeiten extra beschwerlich machte. Deshalb zwischendurch immer wieder Pausen, wobei ich es nach einer Pause meist extra beschwerlich finde, mich wieder aufzuraffen.

Aber nun ist es hier wieder ordentlich, das macht zufrieden.

Irgendwas brüten wir aus, K fühlt sich genauso malade wie ich, aber vielleicht ist es auch nur eine allgemeine Überanstrengung.

In vier Wochen ist Urlaub, bis dahin schleppen wir uns einfach weiter
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Sonntag, 7. Juni 2020
Unterwegs
Es dauerte heute alles etwas länger als gedacht, im Ergebnis sind wir jetzt erst auf dem Heimweg und damit auch erst nach Mitternacht zu Hause.
Insgesamt war es aber ein recht erfolgreicher Tag, K brauchte neue Hosen und so sind wir in ein Outlet in der Nähe von Bielefeld gefahren, wo es eine gute Auswahl in Ks Größe gab, so dass er jetzt wieder sehr gut ausgestattet ist. Anschließend waren wir mit der Schwester bei Ikea verabredet, weil sie eine Grundausstattung für ihre neue Wohnung braucht. Auch dieser Einkauf war recht erfolgreich, das meiste ist jetzt auch schon aufgebaut, leider fehlen noch ein paar Dinge, die erst nächste Woche lieferbar sind, aber für Ikea ist das ja normal. Der erste Schwung Möbel ist jedoch schon mal erledigt, insgesamt also alles gar nicht so schlecht, es dauerte halt nur so seine Zeit
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Donnerstag, 4. Juni 2020
Videokonferenzen, Umziehen und laufende Maskennase
Der Bürotag verlief erwartungsgemäß.
Außer dem sehr langwierigen Rumbasteln an diversen Corona-Prognose-Ergänzungen in allerlei Jahresabschlüssen habe ich einen größeren Poststapel abgearbeitet, mehrere Mietverträge unterschrieben und an zwei Videokonferenzen teilgenommen.

Ich finde, man kann sehr gut weiter Videokonferenzen abhalten, auch wenn ein Teil der Mitarbeiter schon wieder im Büro arbeitet. Was spricht dagegen, dass sich jeder von seinem Büroraum aus in dieser Videokonferenz einloggt? Nur weil man tatsächlich vielleicht nur wenige Meter voneinander entfernt ist, kann man doch trotzdem per Videochat miteinander reden? Man muss sich dafür doch nicht zwingend in einen analogen Besprechungsraum setzen, um unter ungeklärter Aerosolbestäubung genau das gleiche zu besprechen?
Gibt Kollegen, die finden das seltsam, ich finde das ausdrücklich nicht seltsam.
Ich gehöre aber auch zu den Menschen, die schon vor Jahren die Kinder per SMS "Essen ist fertig" aufgefordert hat, sich bitte an den Tisch zu setzen. Ich hätte auch durchs Haus brüllen können oder von Zimmer zu Zimmer laufen können, um die Kinder einzeln zu Tisch zu bitten, ich machte es per SMS im Familienchat und fand das enorm praktisch.

Beim Unterschreiben der Mietverträge fiel mir auf, dass es ja doch eine Menge Dinge gibt, die in so einer Kontaktbeschränkungszeit extra kompliziert sind, die man aber auch nicht so problemlos einfach bleiben lassen kann.
Ich meine, spontan nicht in Urlaub zu fahren oder einfach mal nicht auf Konzerte oder zum Sport zu gehen, das ist leicht, aber nicht Umziehen, wenn die entsprechenden Verträge dazu schon vor der Krise geschlossen und vor allem gekündigt wurden, das ist eben nicht so einfach möglich und dann ergeben sich dadurch noch zusätzlich zu dem Umstand, den ein Umzug immer bedeutet, noch mal jede Menge andere Probleme.
Ich glaube, ich bin sehr froh, dass ich mich aktuell nicht mit Umziehen beschäftigen muss.

Dabei bin ich in der Vergangenheit eigentlich immer sehr gerne und vor allem auch häufig umgezogen, trotz (oder wegen? - ich bin mir gar nicht sicher, welche Konjunktion hier passender ist) der Riesenmengen an Krempel, die ich schon immer besessen habe, bzw. die im Laufe der Jahre auch noch immer mehr wurden.
Aber jeder Umzug bot die Riesenchance des Neuanfangs, der ganze alte Schrott muss raus und neuer Schrott muss rein, besser kann man es nicht zusammenfassen.
Da ich neuen Schrott aber am allerliebsten zu Sonderpreisen erwerbe und eine ausgesprochen tiefsitzende Abneigung gegen das Bezahlen des regulären Listenpreises habe, kaufe ich die Neueinrichtung für einen geplanten Umzug sehr gerne gebraucht oder in Sonderverkäufen. Beides ist nicht kompatibel mit "ich nehme mir einen Tag frei und kaufe dann alles, was ich brauche", sondern ist sehr stark von Zufall und Gelegenheit abhängig und das braucht Zeit und Platz.
Beides hatte ich in der Vergangenheit aber auch regelmäßig, denn kaum ein Umzug passierte mit einer Vorlaufzeit von weniger als sechs Monaten, meist mehr, und in dieser Zeit habe ich so nach und nach alles zusammengesammelt, was ich meinte, "neu" zu benötigen und habe das entweder in der alten Wohnung, die groß genug war oder in der neuen Wohnung, die schon frei aber noch nicht bezogen war, zwischengelagert.
Natürlich gab es dann immer einen Tag "X", an dem der eigentliche Umzug stattfand, aber in der Regel bedeutete das nur, dass die Familie ab dem Tag "X" dann im neuen Heim schlief, was wiederum bedeutete, dass die allermeisten Gegenstände schon vor dem Tag "X" in das neue Domizil verbracht worden waren.
Aber in der aktuellen Situation, wo es keine Flohmärkte gibt (übrigens seltsam, dass alle Flohmärkte noch bis 31.8. abgesagt sind, aber Wochenmärkte ganz normal stattfinden, andererseits ist es aber auch müßig, die aktuellen Regelungen nach Sinn und Logik zu hinterfragen, denn für Sinn und Logik sind sie nicht gemacht worden.), also, da es zur Zeit eben keine Flohmärkte gibt und auch sonst keinem der Sinn nach größeren Unternehmungen steht (bei Bekannten stöbern, was die gerne abgeben würden o.ä.), ist das Schnäppchenbeschaffen eindeutig erschwert - und dann macht Umziehen ja nun wirklich keinen Spaß mehr. Ich bin zumindest froh, dass ich mich damit zur Zeit nicht beschäftigen muss.

Überhaupt macht Einkaufen keinen Spaß mehr, die Maske ist nervig, die Leute sind alle auf "schnell durch und raus" bedacht und wenn man zu zweit geht, wird man wie ein Asi-Pärchen beäugt, weil wirklich, das muss ja nun nicht auch noch sein, dass man zu zweit Kartoffeln kauft, wenn das genauso gut auch einer alleine machen kann. Außerdem weiß man nie, in welchen Wagen man die Einkäufe denn nun legen soll. Packen wir's zu Dir oder zu mir? - Beziehungen werden noch mal ganz neu verhandelt.
Und ich habe festgestellt, dass ich wohl eine ganz spezielle Maskenallergie haben muss, die sich nicht auf den Stoff oder das Material an sich bezieht, sondern einfach nur auf die Tatsache, dass ich mir da so ein Teil vors Gesicht hänge, denn knapp setze ich mir eine Maske auf, beginnt meine Nase zu laufen. Zuverlässig und ausdauernd. Bis ich die Maske wieder abnehme. Da ich im Laden Maske tragen muss, gerate ich also sehr schnell in einen dringenden Naseputzen-Zustand, und eine laufende, aber unputzbare Nase ist unangenehmer als eine juckende Nase, die man jucken lassen muss, weil man sich ja nicht ins Gesicht fassen soll. Deshalb putze ich meine Nase eben, auch oder besser nur im Geschäft (denn außerhalb läuft sie ja nicht), was mit Maske eigentlich nicht möglich ist und jedesmal seltsame artistische Übungen verlangt. Mittlerweile habe ich aber Masken mit sehr dehnbaren Gummibändern, die man soweit dehnen kann, dass man dahinter noch Nase putzen kann. Geht alles. Ob das nun das ist, weshalb man eine Maske tragen soll, wage ich zu bezweifeln, aber ich erwähnte ja schon neulich den Weihwasservergleich und da es mehr um den Glauben daran als um die Wirkung davon geht, ist das wohl auch egal. Wo das Weihwasser konkret herkommt oder wer da so alles reingespuckt oder gepinkelt hat*, sollte man ja auch nicht hinterfragt. Besser ist das zumindest.

*ich glaube niemand hier möchte wirklich wissen, was die Rabauken aus meiner Klasse so zwischen Jahrgang 7 bis 9 regelmäßig mit dem Weihwasser anstellten, wenn wir auf Klassenreise eine Kirche besichtigten. Das Highlight war der mit zermatschten Erdbeeren getränkte Tampon, der in der Weihwasserschale im Kölner Dom landete, allerdings hatten sie damit wohl den schmalen Grat der "na, pubertierende Jungs halt, da machste nix"-Großzügigkeit der verantwortlichen Lehrer überschritten und dafür gab es dann wirklich gewaltig Ärger, das war aber auch offensichtlich deutlich zu auffällig


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Mittwoch, 3. Juni 2020
Abreisetag mit üblicher Sinnkrise
Letzter Tag Insel, morgen wieder Büro.
Die Rückkehr ins Büroleben fällt jedesmal schwerer.
Noch vier Jahre und dieses - und ich beginne immer mehr daran zu zweifeln, dass ich das noch so lange durchhalte, weil ich ganz ausdrücklich echt keine Lust mehr habe, mich mit diesem Bürokram zu beschäftigen.
Ich schaue immer häufiger von außen auf die Dinge, die so gemacht werden müssen, und frage mich dabei, warum man das ernst nehmen sollte.
Das allermeiste ist unendlich trivial und wird vor allem getragen von Bürokratie, die befolgt werden muss.

Aktuell laufen im Büro grade die letzten Abstimmungen für die Abschlussprüfungen zum 31.12.2019
Die Wirtschaftsprüfer haben ihre Vorschriften und die müssen befolgt werden.
Nicht, dass es irgendeinen Unterschied machen würde, aber es muss halt genauso gemacht werden, wie es vorgeschrieben ist. Und das ist in den allermeisten Fällen einfach nur langweilig, überflüssig oder albern, ganz wie man es nimmt. Dieses Jahr müssen in allen Abschlüssen ausführliche Stellungnahmen zur Auswirkung und zum Umgang mit dem Coronakram stehen, auch in Unternehmen, die einfach überhaupt nicht davon betroffen sind und auch in Unternehmen, bei denen man wirklich gar keine Ahnung hat, wie sich dieser gesamte Coronazirkus letztlich tatsächlich auswirken wird, also in rein vermögensverwaltenden Unternehmen, denn da wird man es erst am Ende des Jahres wissen, weil die Glaskugeln grade ausverkauft sind. Aber man muss unbedingt jetzt schon was schreiben, im Abschluss zum 31.12.019, weil es da einen Prognoseberichte gibt, und da muss was zu Corona drinstehen.

Ich habe jetzt im Internet bereits veröffentlichte Abschlüsse gegoogelt und dort die entsprechenden Passagen als Textbausteine rauskopiert, aus all diesen Bausteinen bastele ich jetzt morgen einen schicken Prognoseberichte für unsere Unternehmen - und alles nur, damit die Wirtschaftsprüfer ihren Haken dranmachen.
Und das soll man dann ernstnehmen. Na, wohl bekomm's.

Gegen Mittag sind wir zum Onkel gefahren, weil dort noch die Ferienwohnung fertig aufgeräumt und durchsortiert werden musste, der Onkel hatte alle Bettwäsche und alle Handtücher, die im gesamten Haus vorhanden sind, zusammengetragen und ich habe es sortiert und dann entschieden, welche Garnituren wir in den Ferienwohnungen und den Zimmern aufziehen, welche wir zum Wechseln hinlegen - und welche wir alle wegwerfen. Das waren viele.

Jetzt sieht die Ferienwohnung im Haupthaus schon etwas ansprechender aus, erstaunlich, dass auch hässliche Möbel aus den 80ern gar nicht mehr so schlimm aussehen, wenn man erst mal den gesamten blödsinnigen Dekoschnickschnack drumherum entfernt hat. Ich glaube, ich habe eine Häschen, Entchen und Bärchenallergie, ich kriege auf alle Fälle sofort Puls, wenn ich diesen Kram sehe.

Dort haben wir dann rund drei Stunden gewirbelt, dann sind wir nach Hause gefahren, haben dort aufgeräumt und das Haus wieder abreisefertig gemacht und gegen 18h waren wir am Flugplatz und sind in einem sehr ruhigen Flug ohne Besonderheiten mit einem Zwischenstopp zum Tanken nach Münster geflogen.

Am Vormittag saßen wir eine Zeitlang auf einer Bank vor der Heimlichen Liebe und haben aufs Wasser und den Strand geschaut und uns über die Leute amüsiert, die dort so vorbeispazierten. Es gibt schon schräge Gestalten. Und ich finde es erstaunlich, dass der Strand an dieser Stelle fast menschenleer ist, dafür drängeln sich alle an den offiziellen "Badestränden". Im Moment ist das Wasser eh noch zu kalt zum Baden, da geht man nur an den Strand, um in der Sonne zu sitzen und aufs Wasser zu gucken - aber warum tuen das 98% der Menschen dort, wo es alle machen? Ich werde das nicht begreifen.
Vor der Heimlichen Liebe ist auf alle Fälle noch viel Platz am Strand.


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Montag, 1. Juni 2020
Das Schwein ist tot und eindeutig zu viele verzogene Mittelschichtkinder
Gestern Abend war ich alkoholbedingt kurzfristig ein bloggender Totalausfall, weshalb ich J sehr dankbar bin, dass er spontan einsprang und dann auch noch ein Thema erwischte, zu dem ich selber sowieso schon seit längerem mal ausführlich etwas schreiben wollte.

Wir waren gestern Abend beim Onkel zum Essen eingeladen, ich wollte aber vorher noch unbedingt den Tipp mit dem Etikettenentferner testen, weil das Schwein ja noch zu 2/3 auf der Scheibe bappte.
Und was soll ich sagen: Genial.
Das Schwein ist tot! Caramba hat's gerichtet.


Vielen Dank für diesen Tipp, das hat perfekt funktioniert.

Das mussten wir natürlich gebührend feiern und der Onkel hat so einen superleckeren Obstler, so dass ich die letzten verbliebenen Sinne gegen 22h grade noch passend einsetzte, um J als Blogaushilfe anzufragen.
Hat super geklappt, ich bin sehr zufrieden.

Heute morgen ging es mir dafür gar nicht gut, die dritte Aspirin wirkte erst gegen Mittag. Um 14h beschlossen wir, dass eine Fahrradtour mit viel frischem Wind bestimmt eine gute Idee ist und machten uns auf den Weg.
Unterwegs kamen wir am Flugplatz vorbei, wo zwei große Zweimots auf dem Vorfeld standen (und eine dicke Beech), das gemeine einmotoriger Fliegervolk parkte im Gras, es war ausgesprochen voll und man kann davon ausgehen, dass kein Tagesgast oder Kurzparkerflugzeug dabei war, denn für Tagesgäste ist die Insel nicht geöffnet und der Flugplatz ist nur für angemeldete Piloten "mit Übernachtung" geöffnet.

Auch der Rest Insel ist schon sehr, sehr voll, Corona ist sehr weit weg, was mir aber vor allem auffiel, war ein verändertes Gästebild.
Normalerweise wird Borkum eher von Gästen aus den unteren Einkommensklassen besucht. Natürlich gibt es auch ein paar teure Schickimickiabsteigen, aber das Gros der Gäste ist normalerweise eher einfach geprägt, was auch an der großen Zahl der Kliniken liegt, die Kuren anbieten, die von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden. Privatkliniken gibt es hier genausowenig wie das typische Ambiente, was die begüterten Schichten sonst anzieht. Hier gibt es Woolworth, Kik und Lidl und eine große Menge sonstiger Billigläden, die paar Handvoll Boutiquen mit gehobeneren Preisen kämpfen regelmäßig ums Überleben.

Aber aktuell sind die Straßen hier voll mit Leuten in Edelklamotten und mit Kindern, die nicht mehr Kevin und Chantal heißen, aber noch viel schlechter erzogen sind und sich benehmen, als hätten sie grade die Insel gekauft.

An dieser Stelle und wahrscheinlich auch den Rest des Sommers über kann man die Folgen von Corona schon mal sehr deutlich beobachten. Seufz.

Der rotblühende Busch da oben auf dem Foto ist übrigens eine Tamariske, sagt Flora Incognita (so eine Art Shazam für Blumen), sie wächst am Parkplatz vom Flugplatz auf Borkum und ich bewundere sie seit Jahren. Wenn wir den Garten für unser neues Haus planen, möchte ich auch so eine.

Auf dem Rückweg vom Flugplatz nahmen wir den Dünenweg und beim Einfädeln um die Stangen vor der Einfahrt in den Weg, habe ich die Kurverei dann doch nicht so elegant bekommen wie erhofft, so dass ich Abbremsen musste und dann vorsichtshalber abgesprungen bin, um nicht umzufallen. Bei 0,5 km/h wird so ein Fahrrad zu einer wackeligen Balanceübung, insbesondere wenn vor einem weicher Sand liegt. Ich bin also spontan abgesprungen, was dann mein Airbackkragen als Vorbereitung für einen Sturz wertete und auslöste.
Es tat einen gewaltigen Knall und es wurde extrem eng am Hals, ich dachte, es hätte jemand auf mich geschossen und begriff im ersten Moment gar nicht, was passiert war, denn natürlich war ich nicht gefallen, sondern einfach nur etwas schwungvoll vom Rad gesprungen.



So sieht ein ausgelöster Hövding aus - und ich werde jetzt wohl klären müssen, ob das ein Garantiefall war oder ob der Sprung vom Rad ca. 200€ gekostet hat, denn soviel kostet ein neuer Airbag, wenn man den Service des Herstellers in Anspruch nimmt und eine Ersatzbeschaffung ordert.


Den Rest des Weges musste ich dann also ohne Helmschutz fahren, mein ausgelöster Helm klemmte hinten auf dem Gepäckträger.
Und sagte ich schon, dass es hier klotzig voll ist im Moment und vor allem Familien mit Kindern unterwegs sind, die alle ihre eigenen Fahrräder dabei haben und der festen Überzeugung sind, dass sie hier auf der Insel fahren können wie sie wollen, weil schließlich sind sie ja alle Prinzwichtig in ihrer jeweiligen Kernfamilie? Es war auf alle Fälle kein schönes Fahren, wenn um einen herum durchgeknallte Kinder ohne zu Gucken von links nach rechts und kreuz und quer durcheinander fahren und ich sowieso schlechte Laune hatte, weil ich mich über den blöden Hövding geärgert hatte, weil ich einen Mordsschreck bekommen hatte als er auslöste und weil ich Sorge hatte, über eines dieser blöden Kinder tatsächlich drüberzufahren und dann wirklich zu stürzen, dann natürlich ohne Helm, es war also keine ganz so schöne Rückfahrt
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Samstag, 30. Mai 2020
Flug, Rasen und Bunt
Wir sind natürlich nicht wie geplant um 10h schon losgeflogen, sondern erst um 11.45h, weil wir beim Aufwachen beide noch viel zu müde waren und einfach eine Extrarunde Ausschlafen drangehängt haben.

Kurz nach 11h waren wir dann aber am Flughafen. Da der Flieger auf der offiziellen Seite stand, mussten wir den ganzen Zirkus mit Sicherheitskontrollen etc. durchziehen, ein Unsinn, der mich jedesmal mehr nervt, weil er derart offensichtlich blödsinnig ist, dass ich zunehmend die Geduld damit verliere.
Wir wollen schließlich nicht als Passagiere in eine Boing 737 oder so was einsteigen, wo man es potentiellen Highjackern sicher berechtigterweise etwas schwerer machen muss, ihre Bomben, Messer oder Schießeisen an Bord zu schmuggeln, wir wollen einfach nur in unser eigenes kleines Flugzeug einsteigen, mit dem wir ganz alleine und selber in der Gegend rumfliegen wollen und die Wahrscheinlichkeit, dass wir uns selber entführen ist offensichtlich gering. Aber selbst wenn wir böse Dinge vorhätten, ja meine Güte, dann starten wir nicht vom FMO, sondern von Borkum oder Telgte oder irgendeinem der anderen kleinen, unkontrollierten Flugplätze, wo ich völlig problemlos ganze Maschinengewehre in mein Flugzeug laden könnte, ohne dass es jemanden interessiert - und dann könnte ich übrigens mit meinem derart vollgepackten Flieger auf dem FMO landen oder auf jedem anderen Internationalen Flugplatz und hätte all das gefährliche Zeug völlig problemfrei in die Hochsicherheitszone importiert. Eben weil das so einfach ist, finde ich die Sicherheitskontrollen so entsetzlich lächerlich.
Es ist aber vorgeschrieben und Regeln sind Regeln, das lernen wir in Coronazeiten ja grade alle miteinander besonders deutlich, es kommt nicht auf den Sinn einer Regel an, sondern nur darauf, dass sie eingehalten wird.
Stillgestanden.
Rührt euch.
Jeder hört auf mein Kommando.

Das Wetter war gut, allerdings viel Thermik, was bedeutet, dass der Himmel gespickt voll war mit Segelfliegern, die jetzt alle wieder ihrem Sport nachgehen dürfen und heute war perfektes Segelflugwetter. Als Motorflieger hat man immer ein bisschen Schiss vor den Segelfliegern, weil die die strengen Regeln des Abstandhaltens nicht immer wirklich ernst nehmen, sie können ja auch nicht einfach mal Gas geben und umdrehen und außerdem dürfen auch schon Kinder einen Segelflugschein machen. (Ich glaube so ab 14 oder 15, ähnlich wie einen Mofaschein und so benehmen sie sich dann teilweise auch in der Luft.)
Aber außer im Funk haben wir sonst keinen Kontakt zu Segelfliegern gehabt, wir sind relativ ungestört einfach durchgeflogen.



Oben links der Dortmund-Ems-Kanal, recht die Ems ab Papenburg und da drunter die Meyer-Werft, wo zur Zeit grade mal kein Schiff im Außenbecken rumliegt.

Anflug auf Borkum bei Niedrigwasser, da kann man die Prile und Sandbänke wunderbar sehen und ich liebe es, bei solchen Sichten wie heute übers Wattenmeer zu fliegen. Ich habe garantiert noch viel schönere und bessere Fotos gemacht, nämlich mit Ks richtiger Kamera, aber bis ich diese Fotos aus der Kamera hier auf dem Blog habe - das ist mir alles zu kompliziert, (ich habe sie ehrlich gesagt noch nicht mal angeschaut bisher), denn für einen ersten Eindruck reichen auch die schlichten iPhone-Fotos, die sind nämlich mit zwei Klicks dann auch hier hochgeladen.



Am Nachmittag sind wir zum Vaterhaus gefahren und haben dort das Außengelände in Schuss gebracht. In den letzten vier Wochen ist der Rasen quasi explodiert, K musste richtige Furchen pflügen mit dem Rasenmäher. Dem langen Stück an der Seitenfront des Hauses hat er dabei einen Irokesenschnitt gemäht, ich fand, das sah richtig witzig aus.



Ich habe derweil den Bürgersteig und die Kanten saubergemacht - das ganze hat über drei Stunden gedauert und dann sind wir völlig platt nach Hause gewankt.

Zum Abendessen gab es eine Pfanne voll Buntes

Inzwischen ist schon alles wieder wegräumt und ich falle jetzt ziemlich ausgepowert ins Bett
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Samstag, 30. Mai 2020
Einkaufen, Kameras und Randgruppen
Hoch die Hände und puuuhhh, ich bin platt.
Eigentlich wollten wir heute noch nach Borkum fliegen, aber nach dem ich um 18h immer noch im Büro rumwuselte und auf K wartete, der mit seiner Arbeit auch nicht fertig wurde, hatte sich dieser Plan von ganz alleine erledigt.
Neuer Plan: Abflug morgen gegen 10h.
Dem Onkel habe ich auch schon Bescheid gegeben, der wartete heute natürlich, weil ich es ja so angekündigt hatte, aber nun ja, jetzt eben einen Tag später.

Vom Büro aus bin ich dann erst noch ins York Center in Münster gefahren, dort ist ein DM-Markt und Saturn. K wollte bei Saturn nach einer weiteren Bridge für unsere neuen Überwachungskameras gucken und ich wollte bei DM Duschgel kaufen.
Das mit dem Duschgel hat geklappt und darüber bin ich sehr froh, denn ich hatte nach den letzten Fehlkäufen jetzt einfach keinen Bock mehr auf weitere Experimente und bei DM gibt es grade so ein "Sonderduschgel", das eben vor allem deshalb besonders ist, weil es nur kurzfristig als special edition im Programm ist und das finde ich ganz toll. Also, ich meine, ich finde den Geruch toll, nicht die Tatsache, dass es das nur für eine kurze Zeit gibt. Das finde ich eher schade, aber um mich nicht zu sehr zu ärgern, wenn die aktuelle Flasche leer ist und ich es dann nicht mehr nachkaufen kann, habe ich heute gleich mal fünf Flaschen davon auf Vorrat gekauft. Das reicht erst mal für eine kleine Zeit und ich bin jetzt sehr zufrieden.

Dafür hat das mit der weiteren Bridge für die neuen Kameras gar nicht funktioniert, die hatten nämlich nur die Vorgängermodelle in der Ausstellung und überhaupt war fast alles, was es da im Laden gab entweder langweiliger Kram, alte Modelle oder viel teurer als im Internet. Ich meine mit viel teurer, wirklich richtig viel teurer, nicht nur so 2-3 Euro.
Die Idee support your local dealer mag ja ganz entzückend sein, aber dann sollte sich der local dealer vielleicht auch ein ganz klein wenig mehr Mühe geben, überhaupt einen sinnvollen Zusatznutzen für den Kunden anzubieten. So, wie Saturn das da in Münster betreibt, sind sie einfach nur überflüssig.

Und überhaupt ist stationäres Einkaufen mit Maske auch einfach gar kein Spaß. Ich könnte mich dazu ja noch überreden lassen, wenn es stationär bessere oder preiswertere Dinge gäbe, aber es gibt nur schlechtere und teure Sachen lokal zu kaufen und sorry, aber dann Einkaufen per Lieferung echt attraktiver.

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Neue Kameras: Ja, wir brauchen neue Kameras, weil unser bisheriger Kamerabetreiber seit einem Monat ständig darauf hinweist, dass er den Cloudservice einstellen wird - und das bedeutet, dass die Kameras schlicht nutzlos sind. Ohne Verbindung in die Cloud bekomme ich keine Nachricht, dass sich da was bewegt hat und ich kann mich noch nicht mal live in die Kamera einwählen, weil auch das nur über die Cloud geht.
Das ist ganz ungemein schade, denn die Kameras haben wirklich prächtig funktioniert und wir sind seit fast 10 Jahren sehr gut daran gewöhnt und vor allem haben wir ziemlich viele davon.

Aber wie immer: Hilft nix, dann müssen wir halt neue Kameras kaufen, denn so gänzlich unbewacht möchte ich weder das Haus auf Borkum noch das hier in Greven alleine lassen. Außerdem finde ich es sehr praktisch, wenn mir sofort gemeldet wird, wenn der Briefträger da war.

K hat sich gründlich informiert, jede Menge Tests und Vergleiche von verschiedenen Kameraanbietern gelesen und schließlich zwei Systeme bestellt. Einmal die Mercedes Variante und einmal Volkswagen, also einmal den Testsieger, der überall perfekt abgeschnitten hat aber ziemlich teuer ist - und einmal den Preis-Leistung-Sieger, der zwar nicht ganz so gute Qualität liefert, dafür aber vergleichsweise günstig ist.

Wir haben jetzt also Kameras von Arlo und von Blink und probieren dann mal aus, welche unserer Meinung nach besser sind, aktuell hat K sie hier in Greven installiert und so standen die letzten Tage drei Kameras nebeneinander neben der Haustür und beobachteten den Zugang zum Haus, die alte, die demnächst abgeschaltet wird, und die beiden neuen.
Die beiden neuen senden beide sofort Nachrichten, wenn sich jemand innen im Haus im Flur aufhält, das ignoriert die alte Kamera ganz entspannt, weil diese Bewegung ja eher in ihrem Rücken stattfindet.
Die alte Kamera schickt mir dafür immer eine Nachricht, wenn der Postbote draußen vor der Tür steht und das hat sie auch die letzten beiden Tagen getan, denn an beiden Tagen war der Postbote da. Die beiden neuen Kameras dagegen, die haben den Briefträger komplett ignoriert. Alle beide an beiden Tagen.
Irgendwie ist das noch nicht so optimal.
Wir arbeiten daran. Hoffentlich.

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Randgruppen: In einem Interview habe ich heute gelesen, dass jemand forderte, dass eine bestimmte Randgruppe nicht weiter am Rand der Gesellschaft stehen dürfe, sondern in die Mitte der Gesellschaft geholt werden müsse.
Ich glaube, das fordert jeder Vertreter von jeder Randgruppe - denn genau das ist ja das Problem einer Randgruppe, dass sie deshalb nicht in die Mitte der Gesellschaft integriert ist, weil ihre Mitglieder irgendwelche Besonderheiten aufweisen, die nun mal nicht neurotypisch* sind.

*neurotypisch ist mein neues Lieblingswort, ich verwende es ständig, seitdem ich weiß, dass es das gibt und was es bedeutet.


Wenn jetzt aber jede Randgruppe in die Mitte der Gesellschaft integriert wird, ja, hmm, dann gibt es irgendwann gar keinen Rand mehr oder der ist so dünn, dass er nichts mehr aushält und was passiert dann eigentlich mit der Gesellschaft? Ich habe da so ein Bild im Kopf, das was mit sich auflösenden Rändern, einstürzenden Umrandungen oder unbegrenztem Auseinanderdriften zu tun hat. Mit diesem Bild im Kopf fühlt es sich auf alle Fälle irgendwie nicht sehr sinnvoll an, alle Randgruppen in die Mitte zu zerren, weil, sorry, das geht eben nicht
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