anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Freitag, 20. November 2020
Wolkenflug und neue Türen
Erfolgreicher Tag heute.
Vormittags Home-Office mit einer TelKo um 13.30h, von der keiner wusste, wie lange sie dauert und wenn es ganz blöd gelaufen wäre, dann hätte sich das alles sehr lange gezogen und dann wäre es zu spät geworden, um noch nach Borkum zu fliegen, denn Sunset war heute schon um 16.28h und bei 45 Minuten Flugzeit heißt das, dass man spätestens um 15h los muss, denn vor das Abfliegen hat der liebe Gott die allgegenwärtige Regulatorik noch die Fummelbude und allerlei Sicherheitsschnickschnack gesetzt, der Plan war also, die TelKo bestmöglich abzukürzen, ohne den Anschein mangelnden Engagements zu erwecken, weil, es geht immer noch um das große Projekt und das muss man natürlich ernst nehmen.
Um es kurz zu machen, es gelang, um 14.30h fuhren wir schon zum Flugplatz.

Das Wetter war prima, die Wolkenkonstellationen waren aufregend, aber nicht störend, der Flug hat viel Spaß gemacht und es gab ein paar schöne Motive unterwegs



Beim Anflug auf Borkum stand die Sonne schon recht tief, die Sichten waren aber prima, so dass es aus dem linken Fenster den Abendeindruck gab und aus dem rechten Fenster die Unendlichkeit




Auf der Insel wurden wir vom Onkel abgeholt, der am Vormittag schon auf der Baustelle mitgeholfen hatte, denn heute wurden die Türen eingebaut.
Als wir ankamen, hatte man schon auf helfende Hände gewartet, denn es braucht mehrere Leute, die schweren, neuen Haustüren zu tragen und beim Einhängen zu stützen.



Weil die Rahmen der alten Türen ja mit der Flex entfernt wurden und es dabei mehr als nur ein bisschen staubt, war der restliche Teil des Hauses sorgfältig mit Folien verklebt und abgeschirmt worden, das ganze wirkte ein bisschen wie ein riesiger OP-Tisch, auf dem der nicht operierte Teil des Körpers ja auch komplett abgedeckt wird.

Am Ende des Tages waren beide Türen drin



und ich habe mich den Rest des Tages darüber gefreut, wie gut mir das gefällt
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Donnerstag, 19. November 2020
Dies und das
Heute morgen habe ich Robbie samt seinem Ladekörbchen in die Diele umgezogen und nur die Tür zur Küche offengelassen, weil es eigentlich nur in der Diele und in der Küche regelmäßig Staubsaugbedarf gibt, im Wohnzimmer, wo er vorher ständig unterwegs war, ist es mittlerweile so sauber wie seit unserem Einzug nicht mehr, da ist jetzt erst mal genug gesaugt, es wird Zeit für neue Herausforderungen.
Als ich heute Abend nach Hause kam, schlief Robbi schon wieder brav in seinem Ladekörbchen, dafür war die Küche und die Diele 1a krümelfrei.
Geht doch.

Einer meiner Lieblingsblog ist ja Finanz-Szene.de, weil ich es liebe, in welch treffend schnoddriger Art sie dort über die Beweg-, Ab- und Hintergründe der Banken und der Menschen in diesen Banken berichten. Es gibt viel Insiderwissen, ich fühle mich topinformiert und gleichzeitig bestens unterhalten. Allererste Sahne.

Heute gab es dort eine Reportage über Filialbanken - und ich hatte das Gefühl, Herr Kirchner, der Autor dieses Textes, hat meine persönlichen Erlebnisse verarbeitet.
Zumindest die in den Filialbanken.

Dann berichtete er aber noch von 20 Minuten Kontoeröffnung in einer ganz neuen Digitalbank, das hat mich spontan fasziniert und natürlich habe ich gegoogelt, welche das ist und gehe davon aus, dass er Klarna meint.
Also habe ich dort heute auch ein Konto eröffnet, bei solchen Dingen bin ich sehr gerne auch sehr früh dabei.
D.h., ich weiß nicht so genau, was ich da heute beantragt habe, ich gehe nur davon aus, dass es sich bei dem, was ich da autorisierte, um ein Konto handelt, auf alle Fälle passte das mit den 20 Minuten inklusive online Identifikation und ich habe jetzt eine (virtuelle) Karte, die in meinem Apple Pay hinterlegt ist, mit der ich also einkaufen kann, wo auch immer man mit Apple Pay bezahlen kann, das einzige, was ich noch nicht kenne, ist meine Kontonummer, weshalb ich nicht weiß, wie ich da Geld auf das Konto draufkriege, aber ausgeben kann ich es ab sofort.
Ist ja auch mal nett, diese Variante, ich drücke Klarna aber besser mal die Daumen, dass das auf Dauer gut geht.
Ich gehe davon aus, dass ich demnächst dann doch noch echte Papierpost mit weiteren Unterlagen zu diesem Vorgang bekomme, wir werden sehen, ich finde es aber hochspannend, welche Alternativen zu unseren deutschen Sparkassen da so nach und nach aus den StartUp-Löchern purzeln.

Ansonsten ist die beste Neuigkeiten des Tages, dass der Schreiner mitsamt den neuen Türen auf Borkum angekommen ist und wir versuchen morgen dann auch rüberzufliegen. Heute war Sturmwarnung für Borkum, da fliegt es sich ja besonders schnell, besser aber, wir gucken morgen doch noch mal genau ins Wetter
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Montag, 16. November 2020
CheckUp, Irrsinn, neue Türen
Die Woche startete mit einem Termin beim Hausarzt, das zweijährlich von der Kasse gesponserte CheckUp konnte durch Zuzahlung von 12 € in ein "großes" CheckUp upgegradet werden, dafür wird jetzt das "große Blutbild" gemacht und schon alleine um dem Arzt zu beweisen, dass man seine Gesundheit selbstverständlich ernst und eben nicht nur selbstverständlich nimmt, empfiehlt es sich, die gegenseitige Wertschätzung dadurch zu fördern, dass man diese 12€ ohne zu Murren bezahlt.
Ansonsten besteht das große Blutbild aus zwei Röhrchen Blut, die abgenommen werden und einem Schälchen Pipi, das man sich morgens früh, nüchtern, irgendwie auf einem fremden Klo abpressen muss und einer körperlichen Untersuchung, die aus einmal Abhören hinten mit tief Einatmen und einem Abhören vorne mit Luft anhalten besteht, zack, fertig, gesund. Ach so, und Blutdruck messen natürlich und dem Ausfüllen eines Fragebogens, in dem nach meiner letzten Tetanusimpfung gefragt wird, die der Doktor selber viel genauer wissen sollte, er hat schließlich eine computergestützte Patientenakte zum Nachgucken, ich hätte nur meinen Impfpass, der sowieso schon seit langem voll und außerdem weg ist. Ich habe da also aufgeschrieben, dass der Doktor das Datum bitte selber nachschauen soll, es war dann wohl noch nicht so lange her.
Der langwierigste Teil dieses CheckUps bestand aus Warten, dementsprechend spät kam ich erst im Büro an, und war deshalb auch erst gegen 20h so weit mit meiner Arbeit fertig, dass ich wenigstens die allerdringendsten Vorgänge abgearbeitet hatte. Im Moment habe ich mal wieder das starke Gefühl des "alle bekloppt", wenn ich mir angucke, was da täglich so an Post eingeht, ein Sachverhalt absurder als der nächste. Und es klaut einfach unglaublich viel Zeit, sich mit all diesen Irren beschäftigen zu müssen.

Gute Nachricht des Tages: Die Türen für das Haus auf Borkum sind fertig und heute beim Schreiner eingetroffen, der schon für Donnerstag die Fähre gebucht hat und das heißt, hier geht endlich mal was positiv voran
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Sonntag, 15. November 2020
Emsa-Werksverkauf, Holstenkasten und Saugroboter
Ein sehr lustiger Tag war das heute, bis mittags hatte ich glänzende Laune, dann kam ein kurzer Durchhänger, aber dann wurde es wieder sehr schön und der Abschluss am Abend war auch noch mal niedlich.

Aber der Reihe nach:
Heute war wieder Sonderverkauf bei Emsa.
Vor genau fünf Jahren war ich das erste Mal dabei, damals mit meiner Schwester und wir hatten viel Spaß.
Seit damals weiß ich, dass diese Sonderverkaufstermine sehr beliebt sind und dass mit langen Schlangen bzw. Wartezeiten vor dem Einlass zu rechnen ist, weil die auch zu früheren Zeiten, also auch ohne Corona, nur eine bestimmte Anzahl von Menschen in die Sonderverkaufshalle gelassen haben. Solche Mengenbeschränkungsvorgaben wegen Brandschutz o.ä. gab es ja schon immer.
Es war deshalb davon auszugehen, dass das mit Corona noch um ein Vielfaches schlimmer sein wird, denn garantiert dürfen jetzt noch mal deutlich weniger Leute gleichzeitig dort einkaufen, der Plan war deshalb, schon ca. 20 Minuten vor Beginn des Sonderverkaufs dort zu sein, damit man gleich mit dem ersten Schwung Leute, die eingelassen werden, reinkommt.
Der Plan war auch, dass meine Schwester wieder mitkommt, sie hätte halt noch mal deutlich früher aufstehen müssen, weil sie ja aus Bielefeld anreist, dann hätten wir noch fix einen Kaffee hier bei uns getrunken, hätten K zum Hundesitter erklärt und wären zu Emsa gefahren.
Dieser Plan wurde schon vorgestern abgesagt, weil meine Schwester erfahren hatte, dass sie mal wieder einen Coronamenschen getroffen hat, sie hat sich deshalb in freiwillige Selbstquarantäne begeben und ich wäre auch nicht scharf darauf gewesen, mit ihr unterwegs zu sein.
Was diese Coronainfektionen angeht, da hat sie echt Pech. Eigentlich trifft sie so gut wie gar keine Menschen und ist die allermeiste Zeit des Tages alleine, aber wenn sie mal Menschen trifft, dann sind diese fünf Tage später positiv getestet und sie geht so lange nicht mehr über Los vor die Tür, bis sie selber ein negatives Testergebnis hat. Dass einen das irgendwann nervt, kann ich sehr gut verstehen, aber hilft nix, aktuell wartet sie mal wieder auf ihr Ergebnis und wir haben den gemeinsamen Einkaufsausflug für heute abgesagt, zumindest das gemeinsame an dem Ausflug.
Ich wollte aber trotzdem gerne zu Emsa und weil K jetzt nicht mehr Hundesitter sein musste, fand ich es eine gute Idee, wenn er stattdessen mitkommt, solche Shoppingtouren machen zu zweit einfach mehr Spaß.

Die sonstigen Rahmenbedingungen des Ausflugs waren unverändert, ich wollte gerne 20 Minuten vor Öffnung schon da sein, also Abfahrt hier um 8.30h, bis Emsdetten brauche ich ca. 10 Minuten mit dem Auto.
So habe ich das K mitgeteilt, so hat er auch seinen Wecker gestellt, der pünktlich um 7h lospiepte.
und K stand auch auf und kochte Kaffee.
Wir brauchen ja morgens alle beide unsere Anlaufzeit, tranken also unseren Kaffee, lasen ein wenig Internet, aber als es dann plötzlich schon 8.10h war, bin ich energisch aus dem Bett gesprungen und forderte K auf, sich ebenfalls fertig zu machen. Wir hatten uns ja schließlich was vorgenommen.
Um 8.35h stand ich fertig gestiefelt und gespornt vor der Ausgangstür, von K hörte ich dafür nur gurgelnde Badezimmergeräusche von oben.
Es dauerte noch 20 Minuten, bis er endlich auch abfahrbereit war und ich war schon ziemlich sauer.
Normalerweise lasse ich K Auto fahren, wenn wir gemeinsam unterwegs sind, aber heute hatte ich es wirklich eilig und wenn ich das Gefühl habe, es ist wirklich wichtig, dass jetzt nichts mehr schief geht, dann mache ich immer lieber alles selber.
Um 8.55h fuhren wir also in meinem Golf aus der Tiefgarage, und wurden auf der B 481 Richtung Emsdetten von einem ein älterem Toyota mit Warendorfer Kennzeichen ausgebremst, der nur mit knapp über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit über die Landstraße schlich. Bei der ersten schlechten Gelegenheit habe ich den Toyota mit Kickdown überholt, in solchen Situationen bin ich immer sehr froh, dass ich einen GTI habe, da passiert tatsächlich was, wenn man einfach nur mal Vollgas gibt und kommentierte den Überholvorgang damit, dass das wichtig sei, denn in dem Toyota saßen zwei Frauen Typ Tupperparty, die wollen garantiert auch zu Emsa, da MUSS ich vorher überholen.
Sie wollten übrigens wirklich zu Emsa, kamen dann aber natürlich erst nach uns an. Chacka.

Als wir bei Emsa auf den Parkplatz fuhren, war es 9.05h und vor dem Eingang standen Leute Schlange.
Die nächsten fünf Minuten habe ich dann damit verbracht, meinen Westfalenmann zu beschimpfen, denn nur weil er so lange getrödelt hatte, waren wir so spät unterwegs und jetzt ist der erste Schwung an Kunden schon drin und wir kommen erst rein, wenn die ersten fertig sind mit Einkaufen. Genau das wollte ich ja vermeiden. Boah wie ärgerlich, und alles nur, weil er im Bad nicht fertig wurde. Echt, jetzt mal.

Immerhin waren nur sechs Leute vor uns, aber trotzdem. Dafür wurde die Schlange hinter uns immer länger. Gegen 9.15h ging das große Tor auf und es tauchten Security-Mitarbeiter auf, die eine ganze Wagenladung an Einkaufswägen in die Parkbox schoben und bei mir tauchten die ersten Fragezeichen auf. Dann erschien ein Mitarbeiter von Emsa, ging die inzwischen schon seeehr lange Schlange ab und erklärte allen Leuten, dass sie auch beim Warten Maske tragen müssten, weil sie auf einem Parkplatz für mehr als 10 Pkw ständen, und da wäre das Pflicht.
Und dann kam ich auf die Idee, die Öffnungszeiten von diesem Werksverkauf mal im Internet zu überprüfen - und was soll ich sagen: Es ging erst um 10h los und wir waren nicht fünf Minuten zu spät, sondern 55 Minuten zu früh. Upsi.
Aber was für ein Glück. Denn wenn wir, so wie ursprünglich geplant, erst 20 Minuten vor Öffnung da gewesen wären, dann wären wir ganz sicher nicht mit dem ersten Schwung an Kunden reingekommen, denn um 9.40h warteten schon ca. 300 Kunden in der Schlange.
Und außerdem bekamen wir quasi gleich als erstes frisch desinfizierte Einkaufswagen, sehr praktisch, denn ich nahm mir sofort einen von den großen, mit "Ladefläche", da passt erstens mehr drauf und zweitens hatte ich so für die restliche Wartezeit einen prima Sitzfläche.



Die gesamte Schlange hinter uns konnte ich nicht fotografieren, dafür war sie zu lang, weil natürlich auch alle Leute brav mit Abstand warteten.
Als es um 10h wirklich losging, waren wir also unter den ersten 10 Kunden, die die heiligen Hallen betraten, das ist schon ein cooles Gefühl, vor allem, weil wir natürlich komplett aus dem Vollen schöpfen konnten, was das Angebot anging, es war ja noch nichts ausverkauft.
Und dementsprechend viel zufälligen Kram haben wir dann auch erworben. Außer dem (geplanten) größeren Schwung an Clipperdosen (kann man nie genug von haben und ich brauchte wirklich noch welche, habe ich festgestellt) besitzen wir jetzt einen Saugroboter, ein Indoorgewächshaus und eine neue Kaffeemaschine. Naja, und noch so dies und das, aber es war halt alles grade so unglaublich günstig und noch mal 10% Extrarabatt gab es auch, weil ich mich mit meiner Spam-E-Mail-Adresse für den Newsletter angemeldet hatte, das kann man nicht ungenutzt verstreichen lassen.

Nach einer Stunde waren wir schon wieder draußen, mittlerweile hatte sich die Schlange draußen dreimal um das gesamte Gebäude gewickelt, wir waren echt froh, dass ich die Zeit verwechselt hatte.

Und weil der Tag noch so jung war und wir grade so viel Schwung hatten, sind wir nach Hause gefahren, haben dort die Einkäufe einfach nur ausgeladen, ohne sie weiter zu bewundern und haben dafür den Wagen wieder vollgeladen mit Elektroschrott und all dem Gelumpe, was K vor zwei Wochen, als er den Keller aufgeräumt hat, als Müll identifiziert hatte. Das war eine ganze Menge und stand seitdem immerzu im Weg rum, ich fand es eine geniale Idee, dass wir das Zeug jetzt auch endlich mal loswerden. Der örtliche Werkstoffhof hat Samstags nur Vormittags geöffnet, es war also eine gewisse Eile geboten, aber auch eine perfekte Gelegenheit.
Es passte grade so alles in Auto und ich stellte wieder mal fest, wie gut es sich anfühlt, sich von Dingen endgültig zu befreien.

Anschließend sind wir wieder nach Hause gefahren, K hat den Staubsaugerroboter ausgepackt und erst mal an die Ladestation gehangen, dann haben wir beide Pause gemacht, was bedeutete, dass ich ungemein müde wurde und mir überlegte, ob ich nicht einfach wieder ins Bett gehe.
Aber irgendwie wäre dann der Tag ja nicht so schön gewesen, ich war so stolz auf die geballte Energie, die wir da gleich früh am Samstagmorgen rausgeballert hatten, da muss man dran bleiben und weiter ballern.

Wir beschlossen also, noch mal auf Tour zu gehen, die Wochenendeinkäufe mussten noch erledigt werden und vielleicht gelingt es uns ja, die Kiste Holsten Bier loszuwerden, die N aus Hamburg mitgebracht hatte und die nun seit Monaten leergetrunken in unserem Keller im Weg rumsteht. Vielleicht finden wir ja einen Getränkemarkt, wo wir die leeren Flaschen wieder loswerden, beflügelt von den Erfolgen des Tages nahmen wir uns Großes vor. Wir hatten es nämlich schon in Greven an verschiedenen Stellen probiert, aber noch nicht mal der "Bierzwerg", ein echtes Bierfachgeschäft, nimmt leere Holstenbierflaschen. Sehr ärgerlich, die leere Bierkiste regt mich zunehmend auf.

Google sagte, Edeka hat Holsten im Sortiment, wir fuhren deshalb mal in den Nachbarort, denn das örtliche Edeka hatten wir schon ausprobiert, die wollten den Kasten nicht.
Leider nahm auch das Edeka im Nachbarort keinen Holstenkasten. Ich hätte den Kasten ja einfach in dem Kabuff mit dem Pfandautomat stehengelassen, aber K meinte, da gäbe es eine Kamera, wir sollten den Kasten doch besser wieder mitnehmen.

Jetzt steht er bei K im Kofferraum, ich habe ihm die Aufgabe übertragen, diesen Bierkasten irgendwie loszuwerden, ich will ihn nicht mehr im Haus haben, im Keller ist jetzt grade alles so wunderbar frei und aufgeräumt, da stört ein leerer Bierkasten einfach.
Dann haben wir noch die notwendigen Wochenendeinkäufe erledigt und dann war Abend.

Zuhause war der Saugroboter fertig geladen und K hat ihn mal probehalber saugfahren lassen. Das war sehr lustig, weil K sich dabei benahm wie ein besorgter Vater, der sein Kleinkind bei den ersten Krabbelversuchen beobachtet und ständig aufpasst, dass es sich bloß nicht wehtut. Immer wenn der arme Robbi irgendwo gegendengelte, zuckte K leicht zusammen und versuchte, ihm den Weg zu ebnen.
Als er unter den Esstisch fuhr und sich zwischen den Stuhlbeinen verirrte, hat K ihm die Stühle weggeräumt, damit der kleine Kerl aus diesem Labyrinth wieder rausfand, als er sich der Treppe zum Keller näherte, hat K schützend aufgepasst, dass er nicht abstürzte und als er sich schließlich bis in die Diele vorgearbeitet hatte, hat K mich gerufen, damit ich mit ihm gemeinsam unserem neuen Baby beim Krabbeln Saugen zusehe.
Ich stelle fest, dass ich deutlich weniger zärtliche Gefühle für das neue Familienmitglied entwickele als mein Westfalenmann, aber ich war ja schon vor 30 29 Jahren eine bekennende Rabenmutter. Und überhaupt, mag ja sein, dass diese Geräte über eine künstliche Intelligenz verfügen, aber hochbegabt geht sicherlich noch mal anders. Die Intelligenz dieses Saugroboters würde ich eher so im Bereich von Knäckebrot einstufen, so trottelig wie der sich heute angestellt hat.
Aber es war lustig
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Freitag, 13. November 2020
Störche, Nachtkerzen und Küstenpiloten
Langer Tag im Home-Office, bis fast 18h fast ohne Pause am Telefon oder in Videokonferenzen, irgendwann reicht es dann auch.

Vor ziemlich genau einem Monat habe ich mich über die Störche gewundert, die immer noch nicht nach Süden abgeflogen waren, sieht so aus, als ob sie dieses Jahr wirklich komplett hier bleiben, sie sind nämlich immer noch da



Vielleicht sind die mit den Corona-Babys aus dem ersten Lockdown vor knapp neun Monaten jetzt im Winter derart überlastet, dass sie keine Zeit für lange Reisen haben.

In demselben Beitrag habe ich mich auch über die Lilie gewundert, die mitten auf unserem Rasen blüht.
Mittlerweile weiß ich, dass es gar keine Lilie ist, sondern eine Nachtkerze und sie blüht immer noch



Zwischen den beiden Fotos links liegen ungefähr zwei Monate, das untere habe ich heute Morgen vom Balkon aus gemacht. Diese Pflanze ist echt faszinierend, denn sie blüht wirklich seit über zwei Monaten nonstop vor sich hin.
K hat sie über Plantsnap gesucht, so fanden wir heraus, dass es keine Lilie ist. Als gewiefter Biologe deutete K die Anzeige des Verbreitungsgebietes so, dass er meint, der gelbe Fleck bedeutet, dass die Pflanze nur in Greven heimisch ist. Interessante Analyse.

Ansonsten kam heute die zweite Folge der Küstenpiloten, und alles, was mir dazu einfälllt ist: Was für ein sagenhafter Blödsinn.
Ich war ja echt gespannt, weil die Kombination Nordsee und Fliegen natürlich genau mitten aus meinem Leben ist, nur leider haben die Macher dieser Serie sich mit allem möglichen beschäftigt, aber ganz offensichtlich überhaupt nicht mit Fliegen und auch nicht mit Nordsee und Wattenmeer.
Da sind so viele, ach was viele, UNMENGEN an albernen Fehlern drin, dass ich vor lauter Fremdschämen gar nicht dazu gekommen bin, mich wirklich aufzuregen. Es ist eigentlich eher zum Gruseln.

Weil die Küstenpiloten ständig mit An- und Abflug auf einen Flugplatz beschäftigt sind, bekommt der Zuschauer natürlich auch mit, was sie sich da so an Funkerei mit dem Tower leisten - und das ist echt ein Schenkelklopfer. Die Regeln für die Funkerei sind jetzt wirklich nicht so kompliziert, warum hat sich denn niemand aus dem Filmteam die Mühe gemacht, das mal kurz zu überprüfen und die korrekten Texte sprechen zu lassen? Und wieso wechseln die ständig zwischen Deutsch und Englisch? Das ist doch albern. Und wieso lassen sie sich für einen Info-Platz (da hat der Tower nur Info-Aufgaben und kann keine Freigaben erteilen) eine Landefreigabe für die Piste 29 geben, um dann groß eingeblendet auf der Piste 11 aufzusetzen? Das ist alles einfach nur schwachsinnig.
Dasselbe gilt für die Flugaufnahmen, die ebenfalls oft schlecht zur Continuity passen und ach, überhaupt. Die gesamte Szenerie ist derart falsch und künstlich und nachgemacht, dabei auch noch echt schlecht nachgemacht, dass es einfach nur wirklich peinlich ist.
Heute blieb die Tochter der Hauptdarstellerin im Watt stecken. Ich meine, es ist natürlich richtig, dass es immer wieder zu schrecklichen Unfällen im Watt kommt, weil Leute sich über- und die Natur unterschätzen, aber wenn es irgendetwas ganz sicher nicht gibt, dann die Art, wie das Mädchen heute im Watt stecken blieb. In ein Schlickloch getreten, bis zum Knie drin versunken und dann gibt es kein Entkommen mehr. Dann wären aber wirklich schon viel mehr Touristen regelmäßig im Watt geblieben. Und ihr Onkel, ebenfalls vor Ort aufgewachsen, so dass man davon ausgehen sollte, dass er schon mal im Watt war, springt mit dem Fallschirm ab, um sie zu retten, rennt vom Deich aus dann Vollgas auf sie los und bleibt ebenfalls im Schlick stecken. Jau, alles ganz ungemein realistisch. Und währenddessen kommt die Flut und es ist alles ganz ungemein gefährlich und wenn die Kamera in die Totale geht, sieht man, dass das Wasser immer weniger wird. So was mag ich ja.

Ich fand die Idee so toll, Küstenpiloten, Mensch, das ist doch wirklich ein prima Setting, da kann man doch was draus machen. Dass das aber dann derart vermurkst wird, ne, das ist nur traurig
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Mittwoch, 11. November 2020
Digitalisierte Postzustellung
Vor zwei Wochen habe ich in einem kleinen, privat geführten Internetlädchen 2l Zitronenwaschparfüm* telefonisch bestellt. Ich saß irgendwo rum, hatte nur mein Handy zur Unterhaltung und da fiel mir ein, dass ich ja schon seit längerem dieses Waschparfüm kaufen wollte, weil sowohl auf Borkum als auch in Greven die Vorräte zur Neige gehen.
*Dieses Zeug verwende ich seit ca. 20 Jahren, bei jeder Wäsche kommen 2-3 Spritzer davon in das Weichspülerfach und das führt dazu, dass die Wäsche nicht mehr nach Waschmittel, sondern ganz leicht nach Zitrone riecht. Die Kinder sind derart darauf konditioniert, dass sie jede andere frisch gewaschene Wäsche als "puh, die riecht" ablehnen und nur Wäsche mit Zitronenduft als frischgewaschen akzeptieren. Weil die gesamte Familie das Zeug benutzt, lohnt sich die Bestellung von großen Mengen, ich verteile dann an alle weiter. Früher gab es das Zeug im Spinnrad, als die Pleite waren, wurde das Rezept von der Firma Lavita übernommen und gottseidank weiterproduziert. Nur muss ich jetzt halt immer im Internet bestellen und kann es nicht mehr im Laden kaufen.

Dieses Vorhaben, also Nachschub zu bestellen, schleppe ich bestimmt schon seit dem Sommer mit mir rum, aber immer, wenn es mir einfiel (üblicherweise, wenn ich grade vor der Waschmaschine stand und bemerkte, dass die Vorräte knapp werden), konnte ich es nicht sofort umsetzen und so vergaß ich es wieder.
Das passiert mir oft, dass mir Dinge, die ich tun möchte, immer nur dann einfallen, wenn ich sie grade nicht tun kann, wenn es dagegen gut umsetzbar wäre, dann denke ich nicht dran.

Vor zwei Wochen fiel mir dieses Waschparfüm aber ein als ich grade nichts anderes machte als mit meinem Handy rumzuspielen und deshalb habe ich kurz nach diesem Lädchen, bei dem ich schon mehrfach bestellt hatte, gegoogelt und festgestellt, dass es als anklickbare Onlinebestellung nur 250ml Fläschchen gibt.
Da ich lieber die deutlich günstigeren Literflaschen haben wollte, die nicht nur weniger Müll, sondern auch weniger Preis ausmachen, habe ich die angegebene Telefonnummer angerufen und dort aufs Band gesprochen mit der Bitte um Rückruf.
Der Rückruf erfolgte prompt, die sehr nette Inhaberin erklärte mir, dass sie die Literflaschen erst selber bestellen müsse, deshalb gäbe es rund zwei Wochen Lieferzeit, aber dann würde sie mir gerne zwei Liter davon schicken. Ich gab ihr telefonisch meine Anschrift in Greven durch und wir einigten uns auf Vorauskasse, sie würde mir die Rechnung schon mal per E-Mail schicken, wegen der Lieferzeit bliebe ja genug Zeit für eine Überweisung. Ich wartete also auf die E-Mail und habe die Sache ansonsten wieder vergessen.

Gestern bekam ich dann eine Nachricht von DHL auf mein Handy, dass meine Sendung unterwegs sei und ob ich sie umleiten möchte, wenn ich nicht zu Hause bin. Das verwunderte mich zunächst, weil ich in den letzten Tagen nichts bestellt hatte, aber dann sah ich "Duftlädchen" als Absender und dann fiel mir mein Waschparfüm wieder ein. Ohne mir per E-Mail vorab die Rechnung zu schicken, kam nun die Ware direkt, Kauf auf Rechnung, ganz im Vertrauen darauf, dass ich das auch ordnungsgemäß überweisen werde. Ich mag sowas ja, da fühlt sich das gesamte online Bestellen gleich nicht mehr so unpersönlich an.

Was mir aber auch gefällt, ist, dass DHL meinen Namen mit Anschrift mit meiner E-Mail-Adresse verknüpft hat und mich deshalb per E-Mail und per Push-Nachricht aus der DHL-App darüber informiert, dass da ein Paket an mich unterwegs ist. Die Datenschützer mögen sich aufregen ich finde es praktisch.
Und weil ich natürlich tagsüber nicht da bin, habe ich die Sendung an die neue Packstation bei Lidl weitergeleitet, das klappt ganz wunderbar online, ich war sehr zufrieden.

Heute machte es dann alle naselang pling auf meinem Handy und ich bekam ständig Updates, wie es meiner Sendung geht, dass sie jetzt eingeliefert wurde und wo ich die Pin zum Abholen finde. Ein bisschen viel fand ich das schon, aber nun ja.

Dann stehe ich heute Abend an der Packstation, scanne meine DHL-Karte, gebe meinen Pin ein - und bekomme zwei Sendungen angezeigt, die ich beide abholen könne. Ein Paket und ein Einschreiben.
Sapperlot, Einschreiben? Hatte ich ja noch nie und überhaupt, wie kommt das hier hin und von wem?
Es stellte sich dann heraus, dass in dem Einschreiben die Jahresbuchhaltung einer Mandantin ist, die mich vor drei Monaten mal gefragt hatte, wo sie mir die Unterlagen hinschicken solle - damals hatte ich ihr meine PostID genannt und jetzt hatte sie es abgeschickt.

Ich finde das System von DHL, das beide Sendungen eindeutig mir zuordnet und in derselben Packstation gleichzeitig mit einer Pin zur Abholung bereitstellt tatsächlich beeindruckend.
Mag sein, dass wir im Zeitalter der Digitalisierung leben, aber bisher kenne ich bei Digitalisierung hauptsächlich die Pannen. Hier hat diesmal etwas wirklich perfekt funktioniert und das macht dann auch wirklich Spaß
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Dienstag, 10. November 2020
Alles im üblichen Rahmen
Der Tag verlief ohne besondere Vorkommnisse, würde man wohl in einem Überwachungsprotokoll notieren.
Ich bin spät aus dem Haus gegangen, Probleme mit dem Wachwerden und eine Paketbenachrichtigungsabholkarte, die mir sagte, heute erst ab 10h in der DHL-Station in der Fußgängerzone waren die perfekte Begründung, den Tag langsam anzugehen. Und weil es zwar schon spät war aber noch nicht spät genug für 10h, bin ich dann auch noch vor dem Paketabholen einkaufen gegangen, auch eine interessante Erfahrung.
Ich bin ja stets fest davon ausgegangen, dass es abends nach Büroschluss ganz logischerweise voll ist in den Lebensmittelläden, aber dass es morgens um kurz vor 10h noch viel voller ist - das hätte ich nicht erwartet.
Wo kommen all die Menschen mit Tagesfreizeit her? Alle im Home-Office? Ich fand es sehr faszinierend.

Im Büro war ich genau sechs Stunden und bin dann wieder gefahren, weil am Abend nur noch zwei Webkonferenzen mit Vermögensverwaltern anstanden, bei denen kann ich mich auch von zu Hause aus zuschalten, insgesamt war das heute also ein eher ruhiger Tag.

Morgen hätte es ein Kick-Off-Meeting für das große Projekt geben sollen, aber wegen deraktuellensituation wird das Kicken verschoben, ist mir sehr recht. Außerdem sind ja auch die Verträge immer noch nicht fertig ausgehandelt.

Außerdem festgestellt: Filme gucken per streaming (was auch immer das meint, aber auch das Anklicken von Filmen in den öffentlich-rechtlichen Mediatheken ist ja schon streaming), also wie auch immer man streaming auslegt, mir ist es auch in der einfachsten Version schon zu umständlich. Denn es bedeutet in jedem Fall, dass ich mir aus einer noch viel größeren Auswahl als normales Live-TV aussuchen soll, was ich angucke und das ist mir definitiv zu viel.
Klassisches Fernsehen, das stumpf vorgibt, was grade gesendet wird, reicht mir völlig. Ich klicke mich da regelmäßig nur halb motiviert durch sechs Programmkanäle (ARD, ZDF, WDR, NDR, ONE, NEO) - und wenn da nix bei ist, was mich interessiert, bin ich erleichtert, dass ich gar nichts gucken muss und mache zufrieden die Kiste aus. Wofür in aller Welt sollte ich dann noch woanders gucken gehen? Es ist doch wirklich prima, wenn nichts Gescheites im Fernsehen kommt, weil man dann den ganzen Abend frei hat.
Ich halte dieses ganze Mediatheken-Streamingdienst-Gesummse für vollkommen entbehrlich, ich bin aber auch noch nie ein begeisterter Filmegucker gewesen
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Montag, 9. November 2020
Montagsbüro und Warzenrückschau
Wenn man sich schon Sonntags über den kommenden Montag ärgert, ist der Montag so ein bisschen wie der Dienstag, im Nachhinein dann tatsächlich nicht so schlimm wie befürchtet. Wirklich fröhlich war mir heute Morgen beim Aufwachen zwar nun auch nicht, es hatte sich aber schon wieder ein alles egalisierender Fatalismus über mein Gemüt gelegt, hilft ja nix, fürs erste bleibt eh nichts anderes über als einfach weiter machen.

Im Büro wartete dann ein größerer Poststapel von Freitag, drei Mitarbeiter mit Fragen von Freitag (da war ich vor lauter Telkos noch nicht mal mehr ans interne Telefon gegangen) und die Mappen mit den Löhnen für November. Da im November Weihnachtsgeld ausgezahlt wird und sich die Berechnungsvorgaben jedes Jahr ändern, ist die Kontrolle der Novemberlöhne jedes Jahr eine Herausforderung, bis auf eine Berechnung stimmte dieses Jahr aber alles, der Kollege sieht es inzwischen als eine persönliche Challenge, dass ich keine Fehler mehr finde.

Am Abend war ein Physiotermin - die Wadenmuskulatur ist total verhärtet und deshalb kann ich den Fuß nicht beugen, da hilft nur Dehnen, Dehnen, Dehnen und immer aktiv in den Schmerz rein. Auf so was steh ich ja.

Dafür heilen die Wunden von den wegkürettierten Alterswarzen* gut ab.
Ich war ja am Samstag mit N bei einer Kollegin von N, die so etwas schon häufiger entfernt hat und sich angeboten hatte, es mit mir als Übungsmodell N beizubringen und ich fand das eine gute Idee.
Ich gehe sonst regelmäßig zum Hautarzt, um diese fiesen Dinger wegmachen zu lassen, da das aber eine reine Schönheits-OP ist, zahlt das die Kasse nicht, so dass ich es sehr praktisch finde, wenn ich da künftig jemanden in der Familie habe, der das selber kann.
Die zwei haben sehr gründlich gearbeitet, ich denke, es war eine gut dreistellige Anzahl von Warzen und Wärzchen, die sie da entfernt haben und jede hinterlässt ja erstmal eine offene, blutende Wunde.

*die Dinger heißen offiziell seborrhoische Keratose, was ja deutlich medizinisch dramatischer klingt, in echt sind es aber halt wirklich nur hässliche Alterswarzen, die genau aus dem Grund entstehen, weshalb sie auch so heißen: Alter.

Aber inzwischen ist alles schon gut verschorft und verkrustet, ich habe eine Creme bekommen, die das Abheilen wirklich enorm beschleunigt und mit einem lockeren Halstuch umgeschlungen war nichts mehr davon zu sehen, selbst Duschen und Haarewaschen funktionierte heute Morgen schon problemlos.
Insgesamt also ein wirklich erfolgreicher verlaufener Eingriff und schon nächste Woche habe ich eine babyglatte Haut ohne Knubbel, da freue ich mich schon drauf
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Samstag, 7. November 2020
Überflug
Wir waren jetzt wirklich lange nicht mehr auf Borkum, weil..
...es jedes Wochenende irgendeinen anderen Grund gab, weshalb wir nicht geflogen sind.
Natürlich lag es oft am Wetter, und inderaktuellensituation finde ich Fähre einfach keine sinnvolle Alternative, aber, zugegeben, es war auch ein wenig Faulheit, denn diese regelmäßige Pendelei ist dann halt auch schon ein ganz klein wenig anstrengend.
Und ja, natürlich würden sich Millionen von Menschen freuen, wenn sie überhaupt auch nur einmal im Jahr ans Meer fahren könnten und noch mehr ja, natürlich weiß ich, wie bekloppt sich das anhört, wenn ich sage, ich finde es anstrengend, in einen Privatflieger zu steigen und mich mal eben an die Nordsee fliegen zu lassen, aber wenn die Alternative eben darin besteht, mal ein komplettes Wochenende zu verschlumpfen, dann fühlt es sich halt auch blödsinnig an, sich extra an die Nordsee befördern zu lassen, um da dann das Wochenende zu verschlumpfen.

Aber eigentlich ist es ja auch völlig egal, wir sind die letzten sechs Wochenenden nicht nach Borkum geflogen, weil wir halt etwas anderes zu tun hatten oder das Wetter schlecht war oder vielleicht auch einfach ohne Grund, wir sind halt nicht geflogen. Punkt.

Heute war aber das Wetter gut, zwischen diversen hochwichtigen TelKos ergab sich ein brauchbarer Timeslot, in dem wir mal eben nach Borkum huschen konnten, und so stiegen wir kurzentschlossen in den Fliegern und waren 42 Minuten später auch schon da.
So windstill wie heute habe ich es wirklich selten erlebt, die Luft bewegte sich sozusagen gar nicht, der Flieger war in der Airspeedanzeige (plus 2% für jede 1000 Fuß Höhe) fast genauso schnell wie in der Groundspeedanzeige, K konnte sich gar nicht mehr beruhigen darüber, dass das wirklich sehr selten vorkommt und rechnete ständig die 3x2% Zuschlag (wir flogen in 3000 Fuß Höhe) auf die indicated Airspeed aus, um dann festzustellen, dass das wirklich fast genau der Groundspeed entsprach, so krass. Piloten haben manchmal seltsame Dinge, die sie faszinieren.

Wenn die Luft sich nicht bewegt, ist auch das Meer spiegelglatt



Das Foto wurde übrigens um kurz vor drei Uhr nachmittags gemacht - wir sind schon wieder soweit, dass wir am hellen Nachmittag bereits Abendstimmung haben.

N hat zur Zeit zwei Freundinnen zu Besuch, wir hielten unterwegs beim Fischgeschäft, weil N meinte, wir könnten doch Sushi machen, das scheiterte aber an der Nichtverfügbarkeit von Thunfisch, dafür gab es ungepulte Krabben, davon kaufte ich gleich mal zwei Liter und so saßen heute Abend vier Novizen am Tisch und übten Krabbenpulen.
Obwohl, K und N behaupteten ja, sie könnten das schon, also Krabbenpulen, wurden sie in Punkto Geschwindig- und Ergiebigkeit aber locker von den beiden Mädchen überholt, die das zum ersten Mal machten. So ist das mit den Jungs und ihrem Können.

Morgen machen wir dann Fibrome weg, ich finde, das ist ein guter Plan
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Freitag, 6. November 2020
Dialog mit der Krankenkasse
Heute bin ich erst um 10h ins Büro gefahren, mit der festen Absicht, spätestens um 16h wieder zu verschwinden, weil ich finde, 6h am Tag reichen, ich habe schließlich ein ziemlich prall gefülltes Überstundenkonto, es wurde dann aber doch wieder fast 20h bis ich meine Sachen zusammenpackte, die letzten zwei Stunden hatte ich mich dann an einer Excel-Tabelle festgebissen, wo ich unbedingt noch den Fehler finden wollte.

++++

Weil ich ja länger als sechs Wochen krankgeschrieben war, bekomme ich für die gesamte AU-Zeit ab dem 43. Tag keine Gehaltsfortzahlung, sondern Krankengeld, das nicht mehr der Arbeitgeber, sondern die Krankenkasse zahlt, was im Ergebnis bedeutet, dass es kompliziert wird.
Mein Arbeitgeber hat der Krankenkasse elektronisch alle notwendigen Informationen übermittelt, damit sie ausrechnen kann, wieviel sie mir pro Krankentag zahlen muss.
Krankgeschrieben war ich vom 29.7.-11.9., das sind 45 Tage, dann war ich sechs Tage gesund und die nächste AU ging vom 17.9.-9.10., das sind noch mal 23 Tage. Insgesamt bekomme ich also für 26 Tage Krankengeld, ich finde das nicht kompliziert zu rechnen, die Krankenkasse aber anscheinend doch.
Zwar haben sie exakt ausgerechnet, wie viel Krankengeld ich pro Tag bekomme, das fand ich viel komplizierter zu ermitteln, das klappte aber perfekt, sie haben den richtigen Betrag errechnet und mir schriftlich mitgeteilt. Überwiesen haben sie mir aber dann genau diesen Betrag, also Krankengeld für einen Tag und nicht das sechsundzwanzigfache dieses Betrages, was ich erwartet hätte.
Also habe ich dort heute angerufen. Am Telefon eine Mitarbeiterin der DAK, offensichtlich zum Teil für telefonischen Kundenkontakt geschult.
DAK: Was kann ich für Sie tun?
Anje: Sie könnten mir den richtigen betrag an Krankengeld auszahlen.
DAK: Ich sehe, Sie waren vom 29.7.-11.9. krankgeschrieben
Anje: Das stimmt und das sind 45 Tage, deshalb bekomme ich für diesen Zeitraum schon mal für drei Tage Krankengeld.
DAK: Wie kommen Sie denn darauf?
Anje: Na, weil das so im Gesetz steht.
DAK: Nein, ich meine, wie kommen Sie auf 45 Tage?
Anje: Oh, wie erkläre ich Ihnen das jetzt? Haben Sie zufällig eine Tüte Gummibärchen zur Hand? Dann könnten wir die Tage gemeinsam mit Gummibärchen abzählen.
DAK: Ach ja, tatsächlich, ja Sie haben recht, das sind 45 Tage. Ja okay, ich habe das jetzt vermerkt.
Anje: Ich war dann aber anschließend noch mal vom 17.9.-9.10. mit derselben Krankheit krank.
DAK: Aber dafür fehlt die Gesundmeldung.
Anje: Ich habe keine Gesundmeldung, ich bin nur einfach nicht mehr krankgeschrieben.
DAK: Aber ohne Gesundmeldung kann ich kein Krankenfeld auszahlen.
Anje: Bitte, WAS?
DAK: Ja, das ist Vorschrift, Sie müssen eine Gesundmeldung einreichen.
Anje: Und woher bekomme ich die?
DAK: Die muss Ihnen der Arzt ausstellen.
Anje: Hat er aber nicht.
DAK: Na, dann müssen sie da noch mal hingehen und sich so eine Bescheinigung geben lassen.
Anje: Das geht nicht, ich bin ja nicht mehr krank, also muss ich arbeiten, und deshalb kann ich nicht zu den Praxiszeiten zum Arzt gehen. Außerdem haben wir Corona. Ich habe überhaupt keinen Bedarf überflüssigerweise inderaktuellensituation zu einem Arzt zu gehen, dort stundenlang im Wartezimmer rumzusitzen, bis er mir bescheinigt, dass ich gesund bin, was ich ohne ihn auch selber weiß.
DAK: Es tut mir leid, aber das ist Vorschrift.
Anje: Sie meinen, ich kann mich grade telefonisch krankschreiben lassen, aber für eine Gesundschreibung muss ich mich dort während meiner Arbeitszeit ins Wartezimmer setzen? Dann lasse ich mich doch lieber telefonisch krankschreiben, wenn Ihnen das auch genügt.
DAK: Okay, okay, ich habe jetzt einen Vermerk gemacht, ich kümmere mich darum, aber das nächste Mal denken Sie bitte an eine Gesundmeldung.
Anje: Ich hatte eigentlich vor, ein nächstes Mal zu vermeiden, aber wenn Sie es schon vorbereiten
DAK: So war das nicht gemeint
Anje: Ich hab das schon verstanden, Sie sind ja auch eine Krankenkasse und keine Gesundenkasse, ich werde dann mal schauen, was ich für Sie tun kann.

Jetzt bin ich mal gespannt, wie viel Krankengeld sie mir überweisen. Wenn ich Pech habe, habe ich den Bogen überspannt und kriege gar nichts, wegen Renitenz von der Auszahlungsliste gestrichen, oder so. Zuzutrauen wäre es ihnen ja
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