anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Freitag, 30. April 2021
Ganz viel erledigt
So, heute wäre theoretisch von 8h-14h Home-Office gewesen, aber ich fürchte, ich muss da am Wochenende noch mal unauffällig was nacharbeiten, denn irgendwie hatte ich kaum Zeit für Office, weil ich Home grade wichtiger fand.
Also, nicht, dass ich jetzt gar nichts offiziell Berufliches getan hätte, ich war schon durchaus aktiv, ich habe zum Beispiel den remote server mit dem Bankprogramm zum Absturz gebracht und so dafür gesorgt, dass eine ganze Menge IT-Menschen sich heute nicht langweilen mussten.
Und ich habe mindestens 100 E-Mails bearbeitet, in dem ich zunächst auf "alle als gelesen markieren" geklickt habe und sie dann einzeln in die passenden Ablageordner verschoben habe. Das waren mindestens 100 und das Verschieben von so vielen Einzelmails dauert schon seine Zeit. Eventuell habe ich aber rund die Hälfte davon auch einfach nur gelöscht.
Außerdem habe ich noch eine Menge Telefonate geführt, allerdings waren die unter Umständen nicht alle streng beruflich, manche nur mittelbar.
So habe ich heute z.B. endlich!! einen Augenarzttermin vereinbart. Mittelbar hat das durchaus beruflichen Kontext, finde ich, denn wenn ich nichts mehr sähe, könnte ich auch nicht mehr arbeiten, also ist ein Augenarzttermin, der kontrolliert, ob meine Augen noch funktionieren, von großer beruflicher Wichtigkeit.

Dieser Augenarzttermin, den ich heute vereinbart habe, war ursprünglich schon für letztes Jahr im April angesetzt, wurde damals aber von der Augenarztpraxis aufgrund deraktuellensituation abgesagt.
Genau genommen hat sich dieaktuellesituation ja gar nicht verändert, aber die Augenarztpraxis hat sich längst daran gewöhnt und macht deshalb schon seit langem wieder normale Vorsorge- und Kontrolltermine.
Seit ungefähr Oktober hatte ich das als Aufgabe/Erinnerung ganz groß vorne auf der Startseite meines Handys stehen, ich dachte, das hilft, dass ich da besser dran denke. Nun, hat es ja auch, ich habe heute schließlich einen Termin gemacht.
Seit ab sofort steht da jetzt Zahnarzttermin, der ist erst seit Januar überfällig, mal schauen, wann ich das umsetze.


Dann habe ich noch Ks Hemden in die Bügelei gebracht, ich glaube, hier handelte es sich um die seit Januar gesammelten Werke, zum Glück hat K aber genug Hemden, er selber hat ja offensichtlich noch keinen Druck verspürt, aber ich war heute im Erledigungswahn.

Deshalb habe ich auch noch eine große Kiste mit Elektroschrott zum Wertstoffhof gebracht und ich habe mir außerdem einen Gewerbeschein aus den Akten gesucht (einige Gesellschaften aus CWs Imperium existieren immer noch), um mir damit Zutritt im örtlichen Baumarkt zu verschaffen, wo ich zwei Klemmzwingen und eine Wasserwaage erwarb, beides steht auf der "Mitnehmen nach Borkum-Liste".
Außerdem habe ich mich noch darum gekümmert, dass die Schreibtischfirma die fehlenden Schrauben und Beschlagteile nachliefert, und ich habe den Wochenendeinkauf erledigt. Das finde ich erwähnenswert, weil ich mich dafür vorher geduldig in eine irrelange Schlange vor den Einkaufswagenhäuschen des Discounters gestellt habe, denn wegen Inzidenz über 100 wurde die Zahl der zugelassenen Einkaufswagen halbiert, jetzt knubbeln sich die Leute nicht im Geschäft, sondern davor.

So Kleinigkeiten wie vier Maschinen Wäsche durchlaufen lassen, das gesamte Haus gesaugt und gewischt und die Küche aufgeräumt und durchsortiert sind kaum der Rede wert, fühlen sich aber gut an.

Wenn man richtig viel geschafft hat, darf man mit gutem Gewissen müde sein, ich denke, ich gehe jetzt gemütlich ins Bett
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Montag, 26. April 2021
Alter und Kompetenz
Im Fernsehen war ein Bericht über ein Impfzentrum in Norddeutschland und anmoderiert wurde das Interview mit der Leiterin des Impfzentrums mit folgendem Satz:
"Sie ist erst 24 und leitet ein ganzes Impfzentrum."
Ich fand den Satz erstaunlich, weil mir nicht bewusst war, dass es Menschen gibt, die 24jährige noch nicht für kompetente Erwachsene halten und wieso sollte man mit 24 nicht ein Impfzentrum leiten können? Ist doch im Ergebnis auch nichts anderes als die Organisation einer großen Messeveranstaltung.
Als ich mit K darüber sprach, meinte er aber, dass sei der typische Blick des Akademikers, der oft erst mit Mitte 30 überhaupt eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen kann und seine eigene Langsamkeit deshalb als normal empfindet, so dass 24jährige für ihn entweder noch Lichtjahre von einer abgeschlossenen Ausbildung entfernt sind - oder niedere Tätigkeiten verrichten, weil sie ja nicht studiert haben.
Und weil "Impfzentrum" in der aktuellen Situation den Ruch von Leben oder Tod hat, bilden sich Akademiker ein, dass man so eine verantwortungsvolle Aufgabe nur einem anderen Akademiker, der mindestens 20 Semester studiert hat, übertragen kann.
Wahrscheinlich hat er recht und ich habe nur mal wieder übersehen, dass sich die Bildungselite in Deutschland vor allem durch Abschlüsse und Zeugnisse vom gemeinen Nichtbildungsbürger unterscheidet und nicht durch Kompetenz und Denkvermögen.

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In eine ähnliche Schublade fällt auch die Beurteilung der frisch gekürten Kanzlerkandidatin der Grünen, Herr Merz z.B. ist ja der festen Überzeugung, dass Frau Baerbock für dieses Amt nicht nur viel zu jung, sondern auch viel zu unerfahren ist, schließlich hat sie noch keinerlei Regierungserfahrung vorzuweisen. Witzig finde ich, dass er selber auch keine hat, also Regierungserfahrung meine ich, ich kann mir aber überhaupt nicht vorstellen, dass er sich selber deshalb für gleichermaßen ungeeignet halten würde. Er macht das durch Alter wett? Manche Menschen haben wirklich eine seltsame Methode bei Selbst- und Fremdbeurteilung zu unterscheiden.

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Seitdem wir aufgrund von "schmecktnichtmehr" unseren Alkoholkonsum quasi auf Null gesenkt haben, habe ich Probleme, den Mindestumsatz, an dem bei meinem Discounter irgendwelche Gutscheine oder Rabatte hängen, zusammenzukaufen. Um eine große, stabile Einkaufstasche (die ich grundsätzlich natürlich überhaupt nicht brauche, aber darum geht es nicht bei Gutscheinen), um also solch eine Einkaufstasche gratis zu erhalten, muss man nicht nur den passenden Rabattcoupon aktiviert haben, sondern auch mindestens für 15 Euro einkaufen. Was, um alles in der Welt, soll ich für 15 Euro einkaufen, wenn ich eigentlich nur ein Brot brauche? In meiner Alkoholikerzeit war das einfach, da habe ich zur Auffüllung des Mindestumsatzes eben einfach Bier, Wein, Schnaps gekauft, egal was, wird immer getrunken und wird nicht schlecht. Und nu? Ich bin heute sehr lange sehr ratlos durch den Einkaufsmarkt gelaufen und habe nachher im großen Stil Putzmittel gekauft. Aber so recht weiß ich jetzt auch nicht, ob ein Leben mit großen Mengen von Putzmitteln einem Leben mit Alkohol vorzuziehen ist. Ich muss da dringend noch eine andere Ersatzdroge finden.
Interessant übrigens auch, wenn man das Warenangebot eines Discounters aus der Perspektive durchforstet, dass man zwar grundsätzlich eine hohe, absolute Kaufbereitschaft mitbringt, die aber an viele Ausschlusswaren gekoppelt ist.
Wenn man weder Alkohol noch Süßwaren oder Schleckerkram kaufen will und im Nonfood-Bereich grade nur Campingwaren und Umstandsmode angeboten werden, dann schrumpft das Gesamtangebot auf eine erstaunlich kleine Angebotsauswahl zusammen
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Montag, 26. April 2021
Dies und das
Nachdem wir gestern alle beide todmüde schon am frühen Abend ins Bett gefallen sind, waren wir heute morgen dafür einigermaßen früh wieder wach und haben uns mit frischem Elan den gestern nicht mehr geschafften Auf-, Ein-, Um- und Wegräumaufgaben gewidmet.
Das Ergebnis sieht jetzt so aus

die oberen beiden Fotos sind gestern während der Aufbauarbeiten entstanden. Die riesigen Umkartons hat K einfach aus dem Dachfenster geworfen, er fand das bequemer als sie mühsam die Treppe runterzuschleppen.
Ich fand die Idee witzig und wollte auch einen Karton rauswerfen - meiner blieb natürlich prompt stecken und wir hatten einen Karton auf dem Dach.....

So ein L-förmiges Dachzimmer ist schwer zu fotografieren, aber meine neue Kamera hat ja inzwischen Weitwinkel, damit bekam ich dann wenigstens ein bisschen mehr Zimmer gleichzeitig aufs Bild


Zur Belohnung haben wir dann eine Rundtour übern Strand gemacht, es ist allerdings wirklich gespenstisch, wie leer es dort ist


Der Rückflug aufs Festland verlief ohne Besonderheiten, insgesamt ein schöner Tag, der mir aber natürlich gleichzeitig auch wieder sehr deutlich machte, wie wenig Lust ich habe, morgen im Büroalltag weiterzumachen.
Naja, noch 1.246 Tage.

Und sonst noch:
Ich habe mich mit K über die aktuellen Pandemievorschriften unterhalten und wir waren uns einig, dass wir beide komplett den Überblick verloren haben, was erlaubt und was verboten ist. Gleichzeitig stellten wir fest, dass es uns im Grunde aber auch komplett egal ist, weil wir im Wesentlichen wahrscheinlich eh nicht betroffen sind. Ausgangssperren treffen uns nicht, da wir nicht wüssten, wo wir abends hingehen sollten, wir sind beide immer froh, wenn wir zuhause sind und Shoppen in Läden gehört nun wirklich nicht zu unseren Leidenschaften, deshalb ist es uns auch relativ wurscht, ob die Läden grade auf oder zu sind.
Auch nach über einem Jahr Pandemie genieße ich es immer noch, dass es keinerlei gesellschaftliche Verpflichtungen gibt, ich fürchte, meine Abneigung gegen Menschenversammlungen lässt sich nicht mehr heilen.
Gleichzeitig hoffen wir aber auch beide, dass es irgendwann möglichst bald mal ein Ende hat, mit all diesen Pandemieverhütungsmaßnahmen, weil es erstens bei allen Menschen in irgendeiner Form auf die Stimmung drückt und weil es zweitens einfach ermüdend ist, sich immer und immer wieder mit demselben Thema beschäftigen zu müssen, das inzwischen ein ganz selbstverständlicher Teil des Alltags geworden ist und man spätestens mit der allgegenwärtigen Maskenpflicht auch ständig daran erinnert wird.

Jetzt habe ich aber neulich irgendwo gelesen oder gehört (sorry, kein Link, weil ich mir ja nie merke, wo ich meine Informationen herbekomme, ich nehme die Information als solches zur Kenntnis und lösche alle daran hängenden Daten durch simples Ignorieren), also irgendwie habe ich mitbekommen, dass die Quote der Impfwilligen nur rund 67% beträgt, d.h. von drei Leuten will sich einer gar nicht impfen lassen, selbst wenn es für jeden genug Impfstoff gibt, und dass das dann wiederum bedeutet, dass wir die angestrebte Herdenimmunität wahrscheinlich nicht erreichen, eben weil es dafür mehr als 67% Immune braucht.

Unterstellt, dass diese Information stimmt, bin ich jetzt schon gespannt, wie die Politik dann mit Pandemierestriktionen umgehen wird, wenn die Pandemie überhaupt nur noch für diejenigen ein Thema ist, die sich aus irgendwelchen persönlichen, phobischen, verschwurbelten oder sonstwie nicht rational greifbaren Gründen nicht impfen lassen wollen.
Ehrlich, da bin ich echt sehr gespannt, wie es dann weitergeht.
Man könnte die Pandemie z.B. einfach frei laufen lassen, das Risiko haben dann fast ausschließlich die Nichtgeimpften. Erste Reaktion: Na, sollen sie doch.
Das Problem haben dann aber auch alle anderen Menschen, die aus anderen Gründen einen Platz auf einer Intensivstation bräuchten, weil sie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall oder andere akut behandlungsbedürftige Intensivnotstände haben - und die dann nicht vernünftig behandelt werden können, weil die Impfverweigerer die Krankenhäuser und die Intensivstationen blockieren.
Exakt an der Stelle bekomme ich sehr viel Wut auf Impfverweigerer und breche jedes weitere Nachdenken über dieses Thema vorsichtshalber ab, weil meine weiteren Gedanken ganz bestimmt nicht mit den heute gängigen, erwünschten und nicht disponierbaren Ethikregeln einhergehen würden.

Und weil ich statt über derart unerfreuliche Dinge nachzudenken, lieber etwas Erfreuliches tun wollte, habe ich einfach online noch ein paar Möbel gekauft. Passend zu den Schreibtischen habe ich jetzt noch drei Regale bestellt, Lieferzeit 10 Wochen, das passt sehr gut, genau dann habe ich nämlich Urlaub und kann die Lieferung in aller Ruhe entgegennehmen und aufbauen
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Donnerstag, 22. April 2021
Schreibtische, Kollegen und Taucher
Die Schreibtische werden am Samstagvormittag von der Kleinbahn geliefert, das habe ich heute telefonisch vereinbart und ich war sehr zufrieden, dass ich das so problemlos regeln konnte. Weil ich durch die Bettlieferung gezwungen war, mich mit den Strukturen, Gepflogenheiten und vor allem allen wichtigen internen Durchwahlnummern der Kleinbahn Frachtauslieferung zu beschäftigen, wusste ich jetzt, was zu tun war, das war sehr angenehm.
Der Spediteur der Möbelfirma hat die Schreibtische schon letzten Samstag in Emden-Außenhafen abgeliefert, einmal quer durch Deutschland geht an einem Tag, aber die letzten 60km dauern dann gerne noch mal eine Woche. Wenn man das weiß, plant man das halt mit ein. Genau deshalb habe ich die Schreibtische auch gleich an meine Adresse und nicht zum Onkel bestellt, weil das Wetter fliegbar ist und wir morgen dann eben rüberfliegen, dann können wir die Fracht am Samstag selber entgegennehmen und auch gleich aufbauen. Ich bin schon ganz aufgeregt.

Ansonsten war heute wieder ein normaler Bürotag, ich habe noch ein wenig an der Vertretung der erkrankten Kollegin rumorganisiert, weil alle davon ausgehen, dass sie jetzt erstmal länger ausfällt, es ist offensichtlich eine psychische Sache und sowas dauert halt seine Zeit. Erstaunlich nur, wie effizient und entspannt alle zusammenarbeiten, wenn diese eine Kollegin nicht da ist.

Ich will gar nicht böse auf ihr rumhacken, im Grunde tut sie mir unendlich leid, weil sie wirklich kein schönes Leben hat. Es ist halt nur keine gute Lösung, sich das eigene, nicht so schöne Leben dadurch aufzupolieren, dass man sich anderen gegenüber als Bestimmer mit Sonderrechten aufspielt, weil man in den bisherigen Therapien gelernt hat, dass man sich nichts gefallen lassen soll. Diese ganzen Selbstfindungs- Stärkungs- und Achtsamkeitsübungen, die ja nicht selten ausufern in einer massiven Selbstüberschätzung, sind halt ein zweischneidiges Schwert. Wenn man Pech hat, wehren sich die anderen irgendwann und dann ist der Absturz doppelt schlimm, weil es einem auch gleich das ganze mühsam aufgebaute, schillernde Selbstbild mit in den Abgrund spült. Genau das ist der Kollegin grade passiert, sie hat halt das eine Fitzel zuviel Aufmerksamkeit und Selbstbestätigung verlangt, was weder gerechtfertigt noch fair war - und dann ist die Situation eskaliert.

Gleichzeitig ist das für die gesamte Büroorganisation aber auch eine wunderbare Gelegenheit, neue Regeln einzuführen, neue Zuständigkeiten und neue Abläufe. Wenn jemand nicht mehr da ist, muss man auf den auch keine zusätzliche Rücksicht mehr nehmen, das erleichtert vieles ganz ungemein.
Durch diese erzwungene Neuorganisation werden die alten Schwachstellen des Systems plötzlich sehr deutlich.
Ich denke, die aktuelle Situation ist für alle Beteiligten eine wirklich gute Chance, auch für die erkrankte Kollegin, denn vielleicht gelingt es ihr ja, mit etwas Abstand ihre Position in der Firma noch mal ganz in Ruhe zu reflektieren.

Und dann war da heute noch der Kollege, der vorschlug, in künftigen Neubauten die dritte Toilette grundsätzlich für Taucher miteinzuplanen. Er hatte sich von diesem Tweet inspirieren lassen und ich gebe zu, ich habe unangemessen lange gekichert
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Donnerstag, 22. April 2021
Storch, Keimling und ein fehlender Stop
Heute gab es schon wieder ein erstes Mal, allerdings nur ein rein zeitliches: Ich habe heute das erste Mal in diesem Jahr das Cabriodach aufgemacht. Dafür, dass wir schon Ende April haben, ist das ganz schön spät, aber dieses Jahr hatte bisher tatsächlich sehr wenig gutes Wetter zu bieten und wenn es schön war, bin ich nicht Auto gefahren, denn ich bin dieses Jahr bisher auch nur sehr wenig Auto gefahren - gibt ja nix, wo man hinfahren könnte.
Aber heute morgen auf der Fahrt durch die Rieselfelder schien die Sonne so verlockend, dass ich spontan den Dach öffne dich-Knopf drückte und dann offen durch die Landschaft fuhr. Dabei wäre es fast noch zu einem anderen ersten Mal gekommen, ich hätte nämlich beinahe einen Storch überfahren.
"Da brat mir doch einer einen Storch" war der Gedanke, der mir durch den Kopf schoss, als ich den Vogel da ungerührt mitten auf der Straße stehen sah und fast hätte ich die Zutaten zu diesem Gericht liefern können, aber dann bequemte er sich doch, die Fahrbahn zu räumen und ging ganz gemächlich zur Seite an den Straßenrand. Viecher gibt's.

Weil ich ja kein Dach überm Kopf hatte, konnte ich die Situation wunderbar oben aus dem Auto raus fotografieren.

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Als ich das Foto hochlud, entdeckte ich noch ein anderes Foto, das ich neulich gemacht hatte, weil mich der Anblick dieser Kartoffeln daran erinnerte, wie wir früher damit den armen J immer geärgert haben.

Der hatte nämlich Angst vor diesen Keimlingen, weil er sie für böse Monster hielt und wenn man jüngstes Kind in einer Familie voller Ärgerbären ist, dann hat man es schwer, wenn die anderen so eine Schwäche spitz kriegen. Wenn ich also mal wieder Kartoffeln vergessen hatte, die dann gründlich gekeimt hatten, brauchte man J nur mit so einem Teil vorm Gesicht rumzufuchteln und Monstergeräusche dazu zu machen, dann lief er in den schrillsten Tönen schreiend davon.
Und seine Geschwister mit der Kartoffeln in der Hand natürlich vor Vergnügen quiekend hinterher.
Das war schon lustig.
Und wurde noch lustiger, weil sich bei solchen Spielen auch immer der Hund einmischte, der sofort versuchte sein Baby zu beschützen, was aber schwierig war, weil das ja schreiend davon rannte. Also versuchte der Hund auch, das Kind zu fangen, um sich beschützend auf ihn werfen zu können, ein absolut liebgemeintes Fürsorgeverhalten der Neufundländerhündin, die gemeinsam mit J aufgewachsen war und deshalb der festen Überzeugung war, dass J ihr Baby sei. Es war nur Pech für J, dass sein Beschützerhund die wahre Gefahr nicht erkannte, nämlich die gefährliche Monsterkartoffel, so dass seine Geschwister es ganz prima fanden, dass der Hund dabei half, den Bruder zu fangen. Wenn ich so darüber nachdenke, ist es wohl wirklich richtig, den armen J wegen seiner schweren Kindheit zu bemitleiden.

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Vorhin habe ich "Markt" auf WDR3 im Fernsehen geguckt, da brachten sie einen Beitrag zur Produktion von veganen Fischstäbchen, "Fisch vom Feld", wie die Marketingabteilung das Produkt mit einem etwas krampfhaften Kalauer anpreist und unter anderem wurde auch die Produktionsstraße gefilmt und kommentiert. An der Stelle, wo die schockgefrosteten Nichtfischstäbchen von dem breiten Produktionsband in eine Sortierstraße übergeleitet wurden, damit sie nachher genau platziert vernünftig verpackt werden können, kommentierte der Sprecher: "Hier können sich Autofahrer*innen noch eine dicke Scheibe abschneiden, was das Einfädeln im fließenden Verkehr angeht."
Er wollte offensichtlich mit Glottal Stop gendern, der Stop verrutschte ihm aber beim Sprechen und war sozusagen nicht mehr zu hören, was dem Satz sofort eine mehr als peinliche Wendung gab.
Ich finde sowas ja höchst vergnüglich, wenngleich ich zugebe, es ist wohl hauptsächlich Schadenfreude. Das kommt von der krampfhaften Genderei, kicher
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Dienstag, 20. April 2021
Zu viel
Heute nehme ich den ich-mag-nicht-mehr-Joker, weil ich exakt vor fünf Minuten endlich die letzte E-Mail für heute rausgeschickt habe, an der ich aber auch seit 19h gearbeitet habe.
In der Zwischenzeit kam noch eine andere E-Mail
rein, die eine noch komplexere und dementsprechend noch aufwändigere Antwort erfordert. Das Schlimmste dabei ist, dass ich mir für dieses Problem überhaupt erst noch eine Lösung ausdenken muss, aktuell habe ich noch überhaupt keine Ahnung, wie ich damit umgehen soll.

Ich weiß auch nicht, warum die richtig dicken Probleme wenn, dann immer gleichzeitig aufploppen, scheint wohl grade die passende Zeit dafür zu sein.

Es ist aber auch ansonsten gar nichts Spannendes passiert, allgemeiner Bürokram eben, der zum Ende des Tages etwas eskalierte.
Den Tag über habe ich noch ein paar Personalthemen geregelt. Die Kollegin, mit der einige andere Kollegen (unter anderem ich auch) so ihre Probleme haben, hat sich für längere Zeit krankgemeldet und niemand findet es schlimm, sondern alle sind sehr fröhlich, dass sich dadurch jetzt eine gute Gelegenheit ergibt, ihre Arbeit einfach mal neu zu organisieren. Jeder pickt sich jetzt die Dinge raus, die ihm besonders viel Spaß machen, die lästigen Arbeiten werden nach einem fairen Verteilungsschlüssel vertreten - und wenn sie wieder da ist, bekommt sie einfach nur die lästigen Arbeiten zurück und die guten Arbeiten behalten die Kollegen, schließlich ist es ja wichtig, sie nach ihrer langen Krankheit zu entlasten, deshalb ist es sinnvoll, dass sie Arbeiten abgibt.
Ich glaube, gemeines Gegenmobbing kann ich und alle anderen Kollegen machen mit und freuen sich schadenfroh. So kann es einem nämlich gehen, wenn man das überreizt mit den Machtspielchen
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Sonntag, 18. April 2021
Fenster geputzt
Ich habe heute den Tag über zwar viel geschrieben, aber ich bin mit dem Text nicht fertig geworden, deshalb habe ich jetzt keinen Text, den ich hier einfach hochladen könnte, was blöd ist, weil ich auch keine Lust mehr habe, etwas anderes zu schreiben.

Deshalb nur Kurzzusammenfassung des Tages:
Ich habe heute Fenster geputzt. Vorne die Eingangstür mit Fenster daneben und hinten zwei von drei bodentiefen Wohnzimmerfenstern, beim dritten hat mich die Lust verlassen.
K hat vorgestern einen Akku-Fensterabzieher mitgebracht, gab es grade im Sonderangebot und weil wir ja reich sind, kaufen wir jetzt hemmungslos Kram im Laden. Früher haben wir auch schon immer hemmungslos Kram gekauft, aber nur auf dem Flohmarkt.
Weil wir reich sind, kaufen wir jetzt auch Dinge im Laden, was praktisch ist, denn Flohmarkt fällt wegen Pandemie ja grade aus, doch so ist der Kramzufluss in unseren Haushalt trotz Pandemie unverändert hoch.
Aber natürlich kaufen wir Dinge nur, wenn sie grade im Sonderangebot sind, man hat ja noch eine Restehre. So sehr hat uns der Reichtum noch nicht verdorben, dass wir Dinge ohne Preisrabatt kauften, da sind wir absolut konsequent.
Mit Rabatt kaufen wir aber gerne und halt hemmungslos Kram, ob wir das Zeug brauchen, ist dabei nebensächlich, wichtiger ist, dass es günstig ist.
Deshalb kaufte K vorgestern einen Akku-Fensterputzer, der war um 40% günstiger als Listenpreis, da muss man doch zuschlagen.
Ich habe ihn heute dann mal ausprobiert.
Ergebnis: Toll. Richtig geiles Fensterputzgerät, putzt wie Hölle. Kleckerfrei, streifenfrei und es geht echt blitzschnell, bester Fensterputzer, den ich je benutzt habe.
Nachdem ich zwei der drei Wohnzimmerfenster / Terrassentüren geputzt hatte, war ich fest davon überzeugt, dass ich so ein Gerät dringend auch für Borkum brauche, alle guten Haushaltsgeräte besitze ich doppelt. (Die nicht so guten übrigens auch, aber das muss ich ja jetzt nicht weiter ausführen.)

Der Zweitkauf hat aber nicht funktioniert, das Teil war tatsächlich überall ausverkauft. Wir waren in verschiedenen Geschäften der Kette, die das Ding grade im Angebot hat - nix, waren alle weg.
Damit habe ich für die nächste Zeit jetzt ein spannende Aufgabe für die Suche im Netz.

Am Abend gab es Spaghetti mit Forellenkaviar, Avocado, Schnittlauch, Orangensaft und ein wenig Olivenöl. Ein absolutes Blitzessen, das aber immer wieder lecker ist.
Und ich habe wieder ganz viel Erdbeerlimonade gemacht, diesmal auch eine Portion mit Erdbeeren/Himbeeren halbhalb, schmeckt auch gut
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Freitag, 16. April 2021
Sanfter Start ins Wochenende
Der Tag heute funktionierte genau umgekehrt zu gestern.
Ich wachte mit guter Laune auf, denn schließlich ist heute Freitag und das Wochenende nah. Um acht hatte ich einen Termin in der Werkstatt zum Reifen wechseln, anschließend Home-Office mit zwei guten Videocalls, aber dann war der Schwung raus und ich dröselte nur noch mehr oder weniger ziellos vor mich hin.
Immerhin habe ich im Arbeitszimmer noch neue Gardinen aufgehängt, die Beihilfe- und Krankenversicherungsabrechnung für den Vater erledigt und die Küche aufgeräumt, bis ich beschloss, den Tag in Ruhe zu lassen und nicht weiter mit Erledigungsplänen zu bedrängen.
Das war eine gute Entscheidung, jetzt kann ich den Rest entspannt auslaufen lassen
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Freitag, 16. April 2021
Schmetterlingstag
Manche Tage entpuppen sich völlig plötzlich und wunderbar wie ein bunter Schmetterling aus einer runzeligen Raupe, so ein Tag war das heute.

Beim Aufwachen heute früh fühlte ich mich derart kaputt, dass ich ernsthaft eine ganze Zeit darüber nachdachte, ob ich mich nicht einfach heute krankmelde, unaufgestanden im Bett bleibe und so lange weiterschlafe bis es Zeit wird, abends wieder ins Bett zu gehen.
Ich fand den Gedanken sehr reizvoll, aber dann schellte das Telefon, der Projektleiter von dem großen Projekt rief an und weil ich den gerne mag und sehr schätze, ging ich ans Telefon, wir telefonierten eine halbe Stunde und dann war ich fit genug, um richtig aufzustehen und in den Tag zu starten.

Im Büro stand dann als erstes ein Kollege auf der Matte, der mit mir sprechen wollte, weil er ein Problem mit einer anderen Kollegin hat. Ich konnte das Problem gut verstehen, ich habe grundsätzlich das gleiche, aber weil ich das völlig normal finde, dass ich mit Menschen Probleme habe, freue ich mich jedesmal, wenn es jemand anderem auch so geht, das gibt mir das angenehme Gefühl, doch einen kleinen Tick normaler zu sein, als ich mir selber immer einrede.

Als ich wieder alleine in meinem Büro war und meinen E-Mail-Eingang durchsortierte, beschloss ich eine andere Kollegin aus dem Mutterhaus anzurufen, die mir am letzten Tag vor meinem Urlaub eine E-Mail geschrieben hatte, die ich nicht mehr beantwortete und inzwischen erschien es mir klüger, das Thema am Telefon zu klären, weil ich hoffte, sie hätte es in der Zwischenzeit sowieso alleine und ohne meine Rückantwort erledigt.
Genau so war es auch und ich freue mich immer, wenn andere selbstständig vernünftige Entscheidungen treffen, in denen sie das Risiko eingehen, dass ich nicht damit einverstanden bin, das aber bewusst in Kauf nehmen, weil sie der festen Überzeugung sind, dass sich das Problem mit mir klären lässt.
Und weil das Gespräch so erfreulich war, sprachen wir noch über dieses und jenes und kamen vom Höcksken aufs Stöcksken bis wir bei der allgegenwärtigen Genderei landeten, denn die ist uns im Konzern jetzt verpflichtend von oben verordnet worden und meine Gesprächspartnerin, eine junge Frau Anfang 30, sagte, sie hätte da ihre Meinung geändert, sie würde jetzt gendern, um für ihre Tochter ein "role model" zu sein. Sowas triggert mich ja jedesmal sehr und so wurde das Gespräch deutlich länger als für eine berufliche Problemklärung nötig gewesen wäre, es endete aber sehr positiv und ich bin jetzt guten Mutes, hier ein wichtiges Samenkorn der Erkenntnis in fruchtbaren Boden gelegt zu haben.
Role model wird man nämlich nicht durch das Austauschen von Worten, sondern durch das Vorleben von positiven Überzeugungen. So bin ich davon überzeugt, dass alle Zurückweisungen, Misserfolge, gescheiterten Pläne ihren Grund ganz einzig in meiner Person, meiner Persönlichkeit, meinen Vorstellungen und Wünschen sowie meinen Fähigkeiten und Kenntnissen haben, also ausschließlich in Dingen, die ich ändern kann und auf keinen Fall komme ich auf die Idee, dass es in irgendeiner Weise an meinem Geschlecht liegt - denn das kann ich nicht ändern. Wenn ich meinem Geschlecht die Schuld an meinem Scheitern geben würde, machte ich mich zum passiven Opfer - was für eine deprimierende Vorstellung und vor allem, was nützt es mir? Nein, das ist ganz definitiv keine attitude für mich, ich bin lieber Bestimmer als passives Opfer und meiner Meinung nach eignet sich so eine Grundeinstellung besser als role model, als eine Mutter die krampfhaft alle Feuerwehrmänner zu Feuerwehrfrauen umbenennt, weil Frauen das auch können.
Eben grade weil Frauen das auch können, haben sie es gar nicht nötig, sich sprachlich nach vorne zu drängeln.
Eine Frau kann alles, was ein Mann auch kann (bis auf Bilder in den Schnee pinkeln) und zusätzlich kann eine Frau noch all das, was nur eine Frau kann. In Summe ist das also grundsätzlich mehr und besser. Und weil das für mich so ungemein selbstverständlich ist, käme ich halt nie auf den Gedanken, dass ich mir eine sprachliche Alleinstellung sichern muss, ich bin doch eh schon im Vorteil den Jungs gegenüber. Das generische Maskulinum ist also so etwas wie der kleinste gemeinsame Nenner - Jungs haben nicht mehr zu bieten, also einigt man sich auf die geringste Form. Und genau das ist für mich dann ein role model.
Im Ergebnis stellten wir fest, dass diese Grundhaltung natürlich auch wieder diskriminiert, nämlich die Jungs und da musste ich ihr absolut recht geben. Ich glaube schon, dass meine Söhne eine schwere Kindheit hatten, waren halt nur Jungs.

Nach diesem langen Gespräch hatte ich zwei nette Videocalls, bis ich eine Nachricht von meinem jüngsten Sohn bekam, er hätte eine Freundin, die hätte Mehlmotten und weil ich seiner Meinung nach eine absolute Mehlmottenexpertin bin*, fragte er, ob sie mich mal anrufen könne, damit ich ihr Tipps gebe.
*ich habe immerhin fast 10 Jahre hartnäckig gegen die Viecher gekämpft, bis ich sie irgendwann besiegt hatte und lebe seitdem in Daueralarm, wenn irgendwo im Haus was kriecht oder flattert. Meine Präventionsmaßnahmen haben natürlich einen sehr hohen Abwehrstandard, aber seit 13 Jahren lebe ich mehlmottenfrei - in zwei Haushalten.

Da hatte ich natürlich nichts gegen, so dass ich zu einem weiteren langen Telefongespräch heute kam, das, nach einem längeren Vortrag über das Leben, die Aufzucht und die Ausrottung der Mehlmotte plötzlich auch wieder im Feminismus endete, ich weiß auch nicht, was heute los war. Ich fand es aber witzig.

Am Abend hatte ich dann noch zwei weitere Gespräche mit Mitarbeitern, die beide sehr gute Verbesserungsvorschläge hatten - und so etwas macht mich ja auch immer glücklich, vor allem weil beide Ideen nicht nur sinnvoll und nützlich sind, sondern auch jener besagten Kollegin, die ich oben erwähnte und die diversen anderen Kollegen Probleme bereitet, ganz viel Wind aus den Segeln nimmt, manchmal kann es so einfach sein.

So war es insgesamt also ein sehr redseliger, aber auch ein sehr bunter Tag, der zum Abschluss noch mit einem Anruf von Ks Hausarzt endete, der ihn fragte, ob er jetzt sofort zum Impfen kommen könne, es wäre genau eine Dosis frei geworden und er stände oben auf der Reserveliste. Das ist dann doch wohl mal ein wirklich guter Abschluss des Tages, nicht wahr?
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Donnerstag, 15. April 2021
Völlig alberne Regeln
Ich bin ja mal sehr gespannt, wie sich das weiter entwickelt mit den Pandemievorschriften, die aktuelle Situation ist ja wohl vor allem gekennzeichnet durch vollständig blödsinnige Bürokratievorschriften, die einzig den Zweck haben, die Macht der Bürokraten offenzulegen, da sie willkürlich Sachverhalte verbieten oder erlauben, nur um des Verbietens oder Erlaubens willen, aber auf gar keinen Fall, um eine Verbreitung des Virus zu verhindern.

Die Vorschriften sind mittlerweile so skurril, dass selbst meine extrem obrigkeitsgläubige Nachbarin, die normalerweise NIEMALS etwas täte, was verboten ist, inzwischen nur noch mit den Schultern zuckt und aufgegeben hat.
Der Baumarkt hier in Greven ist nur für Gewerbe geöffnet. Sie hat ein Gewerbe als Nageldesignerin angemeldet. Aktuell darf sie das zwar nicht ausüben, sie macht das auch nur nebenberuflich, aber sie hat einen Gewerbeschein. Der ja auch noch was mit Nägeln zu tun hat, wie passend. Damit darf sie in den Baumarkt. Jetzt muss sie also immer mitfahren, wenn irgendjemand in den Baumarkt will, weil jeder reinkommt, wenn sie mitfährt, denn sie darf mit ihrem Gewerbeschein zu zweit in den Baumarkt.
Es lebe die Verhinderung der Virusverbreitung.

Der Baumarkt 10km weiter südlich ist übrigens für jedermann geöffnet, denn der liegt im Stadtbereich von Münster, in Münster ist alles geöffnet, da geht das Virus nicht in Baumärkte. In Münster gibt es auch problemlos Impftermine, aber nur für Leute, die auch in Münster wohnen, wer 500m neben der Stadtgrenze wohnt, hat Pech und muss sich bei den Impfzentren des Kreises Steinfurt melden. Die haben leider keine Termine. Warum, weiß keiner, aber es gibt halt keine Termine.
Deshalb haben in Münster ja die Baumärkte auch auf und in Greven nur für Leute, die beruflich was mit Nägeln machen.

Ich war heute in Münster im Gardinenfachmarkt. So ein Geschäft gibt es in Greven gar nicht, also war es noch nicht mal eine gefühlte Umgehung, aber wie auch die letzten Male waren in diesem Laden nur sehr wenige Kunden, vielleicht einer auf 50qm, es fühlte sich also weiß Gott nicht pandemisch-gefährlich an.
Sie haben aber dort große Sorge, dass sie demnächst wieder schließen müssen, wenn die Bundeseinheitsregel greift, denn dann kommt es nicht mehr auf die regionalen Inzidenzwerte an, sondern einfach auf den globalen Wert und dann ist eben wieder alles zu.
Genau deshalb habe ich mir lieber heute noch mal fix das gesamte Gardinenstangenequipment für die restlichen Fenster im Haus geholt, K hat beschlossen, dass neue Fenster in alten Schläuchen mit alten Gardinenstangen blöd aussehen und will deshalb die Stangen an allen Fenstern erneuern. Das können wir jetzt tun, wir müssen den Kram nur noch nach Borkum schaffen.

Für das Nähen der Schals habe ich auch eine gute Lösung gefunden, eine Frau, die schon mehrfach bei mir Wolle gekauft hat, besitzt eine Nähmaschine und tauscht jetzt Gardinennähen gegen noch mehr Wolle. Ich finde, das ist ein sehr guter Deal, denn Wolle habe ich hier immer noch in rauen Mengen rumliegen und wenn wir die neuen Schals dann auch gleich auf neue Stangen hängen können, dann wird das alles sehr schick
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