Gefunden und runtergeladen habe ich die App ja schon letzten Herbst, damals wollte ich unbedingt den Termin beim Augenarzt nachholen, der im Frühjahr abgesagt worden war, vergaß aber einen um den anderen Tag, diesen Termin dann auch telefonisch in der Augenarztpraxis zu vereinbaren.
Ich dachte, so ein virtueller Klebezettel hilft beim Drandenken, für den Augenarzttermin funktionierte das aber nur eingeschränkt. Bis ich diesen Termin endlich tatsächlich vereinbarte verging fast ein halbes Jahr, in dem ich mich gut an die große gelbe Kachel vorne auf meinem Handy gewöhnte, es waren immer nur andere Menschen, die mich erstaunt fragten, weshalb da so groß und fett "Augenarzt" auf meinem Handy steht.
Nunja, so ist das manchmal.
Aber inzwischen habe ich nicht nur den Augenarzttermin erledigt, sondern ich habe den Klebezettel auch schon mehrfach neu beschriftet, das gefällt mir sehr gut.
Heute habe ich TÜV und Friseur erledigt, was bedeutet, ich habe telefonisch Termine vereinbart.
Einen neuen Zahnarzttermin habe ich heute auch ausgemacht, der war ja letzte Woche ausgefallen, weil die Zahnreinigungsdame erkrankt war, weshalb er heute hätte stattfinden sollen. Ich war auch pünktlich in der Praxis, bekam dort aber einen meiner derzeit üblichen Hustenanfälle, mit dem Erfolg, dass sie mich nicht behandeln wollten. Alles viel zu gefährlich inderaktuellensituation. Also habe ich einen neuen Termin gemacht, für in vier Wochen und hoffe, dass ich dann weniger huste, sonst kriege ich irgendwann noch Zahnprobleme wegen meinem Husten.
Nach dem missglückten Zahnarzttermin habe ich für ein paar Stunden Home-Office gemacht, das war langweilig, aber halt nicht zu ändern.
Am Nachmittag schien die Sonne, überall in den Nachbargärten ertönten Rasenmähergeräusche, also fühlte ich mich genötigt, auch mal vorsichtig in unseren Garten zu gucken. Das Gras war durch den vielen Regen der letzten Wochen schon fast kniehoch, es wurde also wirklich Zeit. Eigentlich war das Gras sogar schon viel zu hoch für einen Mäher, eine Sense wäre sicherlich besser gewesen, aber weder besitze ich so ein Teil noch kann ich damit umgehen, also blieb nur Mäher, es war entsprechend mühsam.
Nebenan saß die Nachbarin auf der Terrasse und beaufsichtigte ihren 2jährigen Sohn, dem die Eltern einen kompletten Spielplatz in den Garten gebaut haben. Es gibt ein riesengroßes Trampolin, ein noch größeres Klettergerüst mit Turm und Rutsche, eine Riesenschaukel, eine kleine Schaukel, noch eine Rutsche, irgendwas zum drehen, eine Wippe und einen Sandkasten. Die Nachbarn müssen nicht Rasenmähen, da ist kaum noch Platz für Rasen zwischen all diesen Spielplatzgeräten. All diese Spielgeräte interessierten das Kind aber nicht, es war total fasziniert davon, dass ich nebenan Rasen mähte und versuchte sehr hartnäckig und ausdauernd mir ein Gespräch aufzuzwingen. Es war ein bisschen kompliziert, weil das Kind eine sehr eigenwillige Sprache benutzte, ich also nicht verstand, was es mir erzählte. Solche Situationen kenne ich aber auch von Besprechungen mit wichtigen Personen, die erzählen auch oft wirren Kram, der niemanden interessiert, ich habe also reagiert wie ich im beruflichen Kontext in solchen Situationen auch reagiere, erst habe ich lange nichts gesagt und dann ebenfalls Blödsinn erzählt, das Kind war sehr zufrieden mit meiner professionellen Reaktion
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"Wie nennt man einen freiwillig, vorsorglich zurückgegebenen Doktortitel?" - "Giffeyway."
Sie ist der Meinung, dass sie zur Familienministerin nicht mehr taugt, für einen Bürgermeister-Innenposten in Berlin reicht es aber noch.
Das erinnert mich an die alte, angefetzte oder unmoderne Kleidung, die fürs Festland nicht mehr gut genug war und deshalb nach Borkum transportiert wurde. "Für Borkum reicht's noch." ist einer der geflügelten Sätze meiner Kindheit.
Ich kann die ganzen Familien-, Justiz-, Kultur- und Bildungsministerinnen immer nur schlecht auseinanderhalten, für Menschen, die sich mit Prosopagnosie zurecht finden müssen, ist es nicht hilfreich, wenn vier theoretisch unterschiedliche Frauen alle im mittleren Alter, mit mittlerer Körpergröße und blonden Haaren zu viele optische Ähnlichkeiten haben, ich muss sie mir also anhand anderer Kriterien unterscheidbar machen.
Bei Frau Giffey fiel mir das erstaunlich leicht, das ist nämlich die, mit der unsäglichen Piepsstimme.
Ich habe mich schon vor drei Jahren gewundert, wie ein Mensch mit einer derartigen Kinderstimme so ein öffentlichkeitswirksames Amt bekommen kann, aber wahrscheinlich ist das nur in meinen Augen ein nicht akzeptables Knock-Out-Kriterium, weil ich keine Ahnung von den wirklich entscheidenden Punkten in der vor allem proporzgetriebenen Postenschacherei habe.
Ansonsten war das heute ein ganzer Tag im Büro, den ich ausgesprochen anstrengend fand, ich glaube, es dauert noch etwas, bis ich auch die letzten Reste der Erkältung niedergekämpft habe und wieder normal fit bin.
Erfreuliche Nachricht des Tages: Nächste Woche soll die Mauer fallen, schon ganz bald kann ich also das Auto aufs Grundstück fahren
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Das Bild rechts unten ist vom Festland, da war es offensichtlich auch ziemlich nass die letzten Tage.
Das Bild oben links ist kurz vor der Küstenlinie entstanden, damit also noch überm Wasser, ich fand es beeindruckend, dass das Wasser unten fast genauso aussah wie das Wasser oben, denn der gesamte Flug war ziemlich feucht.

Wir flogen allerdings um einige wirklich rabenschwarze Wolken vorsichtshalber lieber drumherum, oben links sieht man so eine schwarze Wolke, die sich grade nach unten entleert, die Kanten sind relativ scharf, neben der Wolke ist Sonne und schönes Wetter.
Die anderen drei Bilder sind vom Anflug auf Münster, da konnten wir nicht um die Wolken drumherum fliegen, schließlich wollten wir dort landen.
Grundsätzlich waren es brauchbare Fliegerbedingungen, jetzt kein Topwetter, aber halt fliegbar, aber wie meistens bei solchen Wetterverhältnissen waren nur sehr wenige Flieger unterwegs, selbst die militärischen Sperrgebiete waren nicht gesperrt, auch den Soldaten war es wohl zu feucht.
Insgesamt haben wir 107 Minuten gebraucht für Haustür-Haustür, kein Rekord, aber wir sind gut durchgekommen.
Bevor wir abflogen hatten wir noch ein Treffen mit dem Installateur und die Erneuerung der Bäder sowie den Ersatz einiger Heizkörper besprochen, er wird uns ein Angebot machen. Der Mauerabriss ist auch beauftragt, es geht langsam, aber immerhin Schritt für Schritt voran.
Meine Erkältung habe ich heute ignoriert, denn ich hatte keine Zeit zum Kranksein, ich musste vor dem Flug noch das Haus sauber machen, den Kühlschrankinhalt einpacken und den Installateurtermin absolvieren, in Greven dann wieder alles aus- bzw. einräumen und anschließend sind wir einkaufen gefahren, denn auch wenn wir eine volle Kühltasche hin- und her transportiert haben, irgendwas fehlt ja doch noch immer. Am Abend haben wir noch Salat mit Pilzen und Putenstreifen geschnibbelt, gebraten und gegessen und "Um Himmels willen" geguckt.
Jetzt merke ich aber, dass das wohl doch etwas viel war und ich besser auf dem schnellsten Weg ins Bett verschwinden sollte
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Ich bin gegen 8h aufgewacht, habe bis halb neun gelesen und war dann so erschöpft, dass ich erst mal wieder bis 10h schlafen musste. Dann habe ich bis halb elf gelesen und bis 12h geschlafen. In diesem Rhythmus habe ich den Tag verbracht.
Am Nachmittag dachte ich kurz, ich könnte doch die Gelegenheit nutzen und mal in Ruhe irgendeinen der siebenundzwanzig Texte zu Ende bringen, die hier teilweise seit Jahren unvollendet in Onenote rumliegen, zu dem Zweck musste ich sie aber alle erst einmal lesen, dann war die halbe Stunde um und ich musste erst wieder anderthalb Stunden schlafen.
Dann war Abend und irgendwann musste auch das Thema Essen bearbeitet werden.
Außerdem habe ich eine der wachen halben Stunden genutzt und Klavier gespielt, K behauptet, Kalinka sei die Tetrismusik, stimmt das?, ich habe keine Ahnung, weil ich Tetris nicht kenne bzw. nicht spiele, fand es aber witzig, weil er meinte, ich spiele die Tetrismusik und ich dachte, ich spiele Kalinka. - und tja, das war der Tag im Wesentlichen
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Aber das ist ja das Dauerphänomen der Zeit, dass sie rückwärts betrachtet immer viel, viel schlanker ist als in der Aussicht nach vorne, wo einem die gleiche Zeitdauer als ein dicker, fetter Kloß vorkommt, der nie vorbeigeht.
Wahrscheinlich kann man Zeit sowieso immer nur durch eine verzerrte Linse sehen, die eben je nach Zeitrichtung ein und den gleichen Zeitraum komplett anders darstellt.
Wie auch immer, diese Woche ging echt schnell um, was ich grundsätzlich ja sehr begrüße, noch 1.221 Tage.
Vorhin ist mir ein Verwechslungsgeschick passiert: Ich schickte eine Nachricht an Person A und Person B antwortete darauf. Sowas passiert, wenn man die Mobilnummer von Person B unter den Kontaktdaten von Person A speichert. Dabei gelernt: iMessage kann man nicht zurückrufen, was ich jetzt mit dieser frischen Erfahrung als echtes Manko notiere.
Der Rauchmelder auf Borkum schlug Alarm und ich stellte fest, dass einen sowas auch dann sehr nervös macht, wenn man selber sehr sicher ist, dass es kein Feueralarm ist, sondern ein „meine Batterie ist gleich leer”- Alarm ist. Ich glaube, ich möchte diesem Rauchmelder keine neue Batterie mehr geben, es ist entspannter, wenn er für immer schweigt.
Ich habe für K eine Portion „Backofen-Feta mit Chili”gekauft, in der Mikrowelle heißgemacht und ihm zum Probieren gegeben. Ich habe das Zeug hauptsächlich deshalb gekauft, weil es im Discounter aus dem Fach „ich bin noch gut” stammte, deshalb 50% reduziert war und ich gerne das Tonförmchen haben wollte, in dem der Käse ausgeliefert wurde. K möchte jetzt morgen alle Discounter dieser Kette abfahren und den gesamten Restbestand aufkaufen, er hat sich geschmacklich grade verliebt und ich überlege, was ich mit so vielen Tonförmchen anfange
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und außer meinem Haustürschlüssel, meinem Autoschlüssel und einem (separat an- und abklickbaren) Büroschlüsselsatz ist da auch ein abziehbarer Einkaufswagenchip, ein einzelner Einkaufswagenchip und seit neuestem auch ein Schlüsselbundfinderchip dran.
Den abziehbaren Einkaufswagenchip habe ich schon sehr lange und finde ihn ungleich viel praktischer als einen losen Einkaufswagenchip (oder gar eine Münze), weil man sich damit einfach einen Einkaufswagen lösen kann, den man dann beim Zurückbringen nicht mehr mühsam irgendwo wieder anschließen muss, sondern kann den Wagen direkt an den nächsten Kunden weitergeben, es ist ja kein Chip drin. Aber auch ohne Übergabe an einen anderen Kunden ist es bequemer, einen Wagen ohne Chip zurückzustellen, man schiebt ihn einfach in die Wagenschlange und fertig. Ich wundere mich regelmäßig, dass es überhaupt noch Leute gibt, die Chips (oder gar Münzen) verwenden.
Den separaten Chip brauche ich nur, wenn es in einem Laden nur die ganz alten Einkaufswagen gibt, die, in den man den Chip einlegen muss und nicht reinstecken. Zum Glück werden die immer seltener, die sind echt deutlich unkomfortabler.
Heute hatte ich nur drei Dinge eingekauft, die ich alle gleichzeitig tragen konnte, deshalb wollte ich den leeren Einkaufswagen nicht mit bis zum Auto nehmen und schob ihn beim Verlassen des Ladens mit Schwung in die Richtung einer anderen Kundin, die grade auf die Einkaufswagensammelstelle zulief und rief ihr dabei zu, dass sie den Wagen nehmen könne, da wäre kein Chip drin.
Die Kundin wich dem auf sie zurollenden Wagen aber geschickt aus und rief zurück: “Nein danke, ich hole mir lieber selber einen.” ging zu der Sammelstelle, steckte einen Chip in einen Wagen und betrat dann mit dem “selbstgelösten” Wagen den Laden. Ich gebe zu, ich habe der Dame einigermaßen sprachlos hinterhergestarrt und wusste nicht so genau, was ich jetzt tun sollte, denn einerseits hatte ich keine Hand mehr frei, um den Wagen wieder einzusammeln und vernünftig zurückzubringen und andererseits stand der Wagen inzwischen aber auch mitten auf dem Parkplatz und sah sehr liederlich aus. Ich habe dann erst mal meine Einkäufe zu meinem Auto gebracht und anschließend noch mal nach dem Wagen geguckt. Den hatte inzwischen jemand sorgfältig an den Rand der Sammelstelle gestellt, aber alle Leute gingen weiter um den Wagen rum und lösten sich mit einem Chip lieber einen anderen Wagen aus der Sammelstelle. Sind die alle bekloppt, oder was?
Das zweite praktische Ding an meinem Schlüsselbund ist der Schlüsselbundfinderchip. Da ist ein Mini-GPS-Empfänger-Sender drin, den habe ich über mein Handy registriert und jetzt kann ich jederzeit auf meinem Handy sehen, wo mein Schlüsselbund ist. Ich kann es auch piepsen lassen und das finde ich beides sehr praktisch, denn ich habe eine sehr tiefsitzende Schlüsselverlierpanik und verspreche mir von diesem Chip eine Menge Erleichterung.
Im Büro habe ich mich heute mehrfach über alle möglichen Leute geärgert, das Gefühl von “alle irre” verließ mich den ganzen Tag über nicht
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Neulich den Augenarzttermin, dann den Optiker-Sehtest-Termin und den Zahnarzttermin hatte ich auch schon gemacht, der wäre morgen, wurde heute von der Praxis aber leider wieder abgesagt, wir haben jedoch sofort einen neuen Termin für nächste Woche festgemacht.
Mein zweiter Impftermin ist am 1.6., am 31.5. habe ich einen Termin beim Orthopäden, den ich auch endlich mal angerufen habe, weil mein Fuß nicht nur nicht heiler wird, sondern seit ca. zwei Wochen sich sogar wieder rückwärts entwickelt, d.h. er wird immer dicker und tut jeden Tag mehr weh. Langsam finde ich das alles nicht mehr normal.
Und einen Termin beim Hausarzt habe ich heute auch gemacht, weil meine halbjährliche Blutuntersuchung für Schilddrüse und sonstige Anomalien erledigt werden muss, damit ich meine Tabletten weiter verschrieben bekomme. Ich werde noch ein richtig vorbildlicher Patient.
Dann habe ich kurz überlegt, was ich als nächstes auf meine gelbe Klebezettel-App schreiben könnte, die auf der Startseite meines Handys die Dauermahnfunktion eines Memento-Sklaven übernimmt, “bedenke, dass du nie an alles denken kannst” und zum Glück fiel mir dann ein, dass ich ja grundsätzlich auch mal irgendwann wieder einen Gyn-Termin machen sollte (macht man die jährlich? seitdem ich nicht mehr schwanger bin und auch keine Kinder mehr bekommen kann, finde ich es schwierig, an solche Termine zu denken, es fehlt irgendwie der konkrete Anlass.) aber deshalb steht jetzt Gyn-Termin vorne auf dem Handy und ich denke, das werde ich erstmal nicht so schnell abarbeiten, nachher fällt mir gar nichts mehr ein, was ich als nächstes dort anmahnen kann.
Jetzt, wo ich da grad noch mal drüber nachdenke, fällt mir aber noch ein, dass mein Auto demnächst zum TÜV muss, TÜV-Termine sind so ähnlich wie Arzt-Vorsorge-Termine, es gibt doch gar keinen echten Anlass sich zu kümmern. Alles sehr mühsam.
Im Büro habe ich mich mit Aufräumen und dem Beantworten von seit länger wartenden E-Mail-Anfragen beschäftigt, für das Bearbeiten von größeren, komplexeren Themen war ich heute zu unkonzentriert. Insgesamt fühlte ich mich heute nämlich den ganzen Tag über enorm zerstreut, fahrig und nicht ganz bei der Sache, was aber ein idealer Zustand ist, um endlich mal all die hunderttausend Kleinigkeiten wegzuerledigen, für die man an guten Tagen weder seine Zeit noch seine geistigen Kapazitäten verschwenden will.
Insgesamt stelle ich jetzt am Ende des Tages fest, war ich heute enorm produktiv.
Da guck
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Auf der Fähre kann man jetzt mit der Luca-App einchecken, das finde ich prima,

darauf war ich vorbereitet, meine Luca-App ist selbstverständlich passend registriert :-)
Ein Fliegerkumpel von K war übers lange Wochenende auf Juist, weil er da eine Ferienwohnung hat. Ursprünglich wollten die zwei im Verband zurückfliegen, weil der Kumpel fliegerisch noch etwas unsicher ist und das Wetter war halt durchwachsen, aber dann hat K nichts mehr von ihm gehört und ist alleine und direct zurückgeflogen. Nach der Landung in Münster stellte er fest, dass der andere schon lange vor ihm gelandet war. Er rief ihn also an und fragte, weshalb er denn schon so früh wieder zurückgeflogen sei, so erfuhr er, dass dem anderen und seiner Familie auf Juist schlicht langweilig geworden war und sie wollten lieber wieder nach Hause.
Das Wetter war mies, kalt und nass, nix für lange Draußentouren, und alle Restaurants sind geschlossen, die saßen also zu viert in ihrer eigenen, anonymen Ferienwohnung und hatten nichts zu tun. Da sie die Wohnung sonst auch an andere Gäste vermieten, ist es de facto kein Unterschied, ob sie in ihrer eigenen Wohnung wohnen oder in einer fremden Ferienwohnung, Wohnungen, die zum Vermieten vorgesehen sind, können ja nicht mit privatem Zeug zugeräumt werden, die müssen immer relativ steril sein, eben weil ständig fremde Leute da drin wohnen.
Ich musste über diese Geschichte sehr grinsen, weil das ein Phänomen ist, was mich schon lange fasziniert: Wenn ich so viel Kohle habe, dass ich mir so eine Ferienwohnung leisten kann, warum um alles in der Welt muss ich dann noch nach den letzten 5000 Euro greifen, die ich pro Jahr als Miete zusätzlich einnehmen kann, muss mich dafür aber dann damit arrangieren, dass ich meine eigene Wohnung immer mit fremden Leuten teilen muss? Wo ist dann der Vorteil, dass es meine eigene Wohnung ist? Ich meine, dann kann ich mir doch auch gleich eine fremde Ferienwohnung mieten, für meinen eigenen Urlaub macht das absolut gar keinen Unterschied. Und als Geldanlage gibt es wahrlich lukrativere Möglichkeiten.
Ich weiß ja, dass das sehr viele Leute machen, also, sich eine Ferienwohnung zur Selbstnutzung kaufen und sie dann zusätzlich noch an andere vermieten, weil man angeblich damit viel Geld verdienen kann, mich lässt das jedesmal sehr ratlos zurück, weil ich weder die Kalkulation für die Geldanlage begreife noch den Nutzen, den die Selbstnutzung haben soll. Aber nun ja, jeder wie er kann, Ks Fliegerkumpel hat auf alle Fälle eine sehr schicke Ferienwohnung auf Juist, vor zwei Jahren für die Kleinigkeit von einer 3/4 Mio Euro gekauft, aber wenn das Wetter schlecht ist und die Restaurants zu sind, möchte er doch lieber wieder nach Hause. Pech.
Ich war mit dem miesen Wetter dagegen sehr zufrieden, so konnte ich nämlich mit gutem Gewissen zu Hause bleiben und weil ich mein Haus nicht als Ferienwohnung an fremde Leute vermiete, ist es auch ein ganz normales Zuhause, mit allen Dingen, die man eben so persönlich gerne in seinem Zuhause hat. Neben ausreichend Kleidung für jede Wetterlage und einer vernünftigen Home-Office Ausstattung, habe ich auch eine sehr große Küche mit einer großen, gut gefüllten Vorratskammer, einem Weinkeller und sonstigen Alkoholvorräten, die auch über längere, kalte und dunkle Tage hinweghelfen.
K hat zu Weihnachten die alten Gamecubes durch eine neue Switch ersetzt, ich habe ein Klavier und ganz viel Bastelzeug und all das Zeug kann da einfach sein, weil ich mir den Luxus leiste, auf die paar Kröten Zusatzeinnahmen zu verzichten, die durch eine Vermietung rein kämen.
Aber jeder hat halt seine eigenen Prioritäten
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Ein Werktag nach einem Feiertag und vor einem Wochenende wird Brückentag genannt, aber bei mir hat sich heute kein Brückengefühl eingestellt, denn ich habe den Brückentag ja nicht zur Wochenendverlängerung genutzt, also kein Minikurzurlaub oder so, sondern ich bin einfach nur zu Hause geblieben und habe den Werktag als Werktag benutzt - allerdings ohne Büroarbeitsverpflichtung.
Ein freier Werktag ist nämlich grundsätzlich etwas anderes als ein Sonn- oder Feiertag und auch etwas anderes als ein Samstag, weil der Rest der Welt ja ganz normal arbeitet, was bedeutet, dass alle Behörden, Banken, Betriebe, Läden etc. ganz normal geöffnet sind und man deshalb an einem freien Werktag Dinge erledigen kann, die an einem Wochenende halt nicht möglich sind.
Ich hatte heute deshalb einen Termin mit einem Handwerker und wir haben besprochen, was zu tun ist, damit ich demnächst vorm Haus aber auf dem Grundstück einen Stellplatz für das Auto habe, denn seit dem hier auf der Insel die "blaue Zone" eingeführt wurde, dürfen in der Saison Autos nachts nicht mehr auf der Straße stehen. Zumindest nicht in der Straße wo ich wohne.
Das war ein sehr gutes Gespräch, ich bekomme jetzt ein Angebot und es sieht so aus, als ob wenigstens schon mal die Mauer kurzfristig entfernt wird.
Nur Mauer weg ist noch kein endgültiger Stellplatz, dafür muss noch die bisherige Erde ausgekoffert, mit Schotter unterfüttert und befestigt werden, dann wird die alte Erde wieder aufgefüllt und mit Rasengittersteinen gepflastert, und dann muss noch eine neue Mauer gemauert werden, außerdem brauchen wir ein Tor vor der neuen Einfahrt - insgesamt ist das also noch ein weiter Weg, bis der Stellplatz endgültig fertig ist, aber wenn die Mauer weg ist, kann ich immerhin schon mal aufs Grundstück fahren, alles andere kommt dann danach, und das gefällt mir schon mal sehr.
Ansonsten habe ich vier Stunden lang den Bürgersteig, Rinnstein und Zuweg vorm Haus intensiv von Grünzeug und Dreck befreit, das sieht jetzt alles sehr schnieke aus, wenn die Mauer fällt, fällt sie immerhin sauber.
Vier Stunden Unkraut zupfen, hacken, kratzen und fegen ist für jemanden, dessen sportlicher Trainingsstatus irgendwo im dreistelligen Minusbereich liegt, eine echte körperliche Herausforderung. Entsprechend platt war ich danach auch. Aber auch sehr zufrieden.
K hat sich den gesamten Tag mit seiner IFR-Theorie beschäftigt und ist ausgesprochen übellaunig deshalb. Denn die Theorie, mit der er sich jetzt beschäftigen muss, hat den Nachteil, dass sie praxisrelevante Theorie ist und eigentlich hat er die komplette Theorieprüfung ja schon vor drei Jahren gemacht, aber das Gesamtwissen aus der Zeit wurde natürlich längst in heute nicht mehr erreichbare Gehirnregionen verdrängt, vor allem weil es damals auch alles nur theorie- und eben noch nicht praxisrelevant war.
Jetzt muss er große Teile dieser Theorie also wiederholen, nur diesmal mit der zusätzlichen Auflage, dass er den Kram auch wirklich verstehen muss. Das macht alles keine gute Laune, das kann ich verstehen
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Ich habe darüber nachgedacht, was diese über allem liegende Demotivationsstimmung verursacht haben könnte und konnte wenigstens als erstes schon mal den sonst überall genannten Hauptverursacher ausscheiden, die durch die Pandemie veränderten Lebensumstände sind es ganz sicher nicht. Eher im Gegenteil, gäbe es keine Pandemie, hätte ich deutlich mehr Probleme, das mit dem Home-Office auf Borkum einfach mal so umzusetzen und das gefällt mir grundsätzlich schon sehr gut. Gestern hat sich sogar eine weiter entferntere Bekannte bei mir gemeldet und angefragt, ob sie nicht mal eine Woche zu Besuch kommen könnte, um dann auch von hier aus Home-Office zu machen. Die Idee finde ich tatsächlich sehr attraktiv, Home-Office zu zweit ist bestimmt schöner als alleine, ich habe hier im Haus ja sogar mindestens vier einzelne Home-Office taugliche Zimmer, eigentlich könnte ich das Konzept noch viel weiter ausbauen, wir haben auf alle Fälle spontan schon weitere Details verabredet.
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Hier stand bis eben ein langer Rant über - ach, egal. ich habe das alles wieder gelöscht, weil ich beschlossen habe, mich nicht aufzuregen, sondern bestimmte Sachverhalte und bestimmte Menschen einfach nur zu ignorieren.
Wenn man Dinge nicht ändern kann, weil Menschen eben sind wie sie sind, dann lohnt es sich nicht, sich aufzuregen, dann ist es wesentlich pragmatischer nur gelassen die Schultern zu zucken, vielleicht dazu noch ein wenig trauriges Kopfschütteln, dann muss es aber auch reichen, mit der Anteilnahme, dem Interesse und überhaupt dem Umgang ganz allgemein, mit Menschen, mit denen die gemeinsam geteilte Schnittmenge an Meinung, Denkmuster und Selbstreflektion von einem Mathematiker als leere Menge bezeichnet würde.
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Die Fotos des Tages hat mir heute mein Westfalenmann geschickt, der war nämlich irgendwo in der Umgebung von Düsseldorf unterwegs und hat dort eine Tiefgarageneinfahrtsampel mit Blattgrün entdeckt und einen Friseur mit negativem Gebiss.

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