anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Donnerstag, 29. Dezember 2016
Lüchterkark
Heute zu fünft in der Lüchterkark gewesen.



Es spielten Laway mit Albertus Akkermann



Dieses Konzert am 28.12. ist mittlerweile eine von allen genossene Familientradition. Die beiden Großen fahren deshalb erst morgen zurück aufs Festland
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Sonntag, 25. Dezember 2016
Und immer noch entspannt
Kein Streit, kein Stress, es ist nach wie vor alles ausgesprochen friedlich.
Jeder kocht dann ein wenig, wenn ihm danach ist, so gab es heute ständig irgendwelche Kleinigkeiten "zwischendurch", ohne dass sich irgendjemand verpflichtet fühlte, für eine offizielle Mahlzeit zu sorgen.
Von gestern war noch Thunfisch übrig geblieben (weil ich absichtlich so viel bestellt hatte, damit etwas übrig bleibt) und als ich irgendwann sagte, ich würde dann jetzt mal Thunfischtartar herstellen, fragte jedes Kind, was es dabei helfen könne und so war nicht nur das Tartar ruckzuck fertig, sondern nebenher auch noch Kartoffelplätzchen als Unterlage gebacken.
Das war dann unser Nachmittagsessen.
Nach dem Frühstück, mit dem wir erst gegen 13h fertig waren, schob ich einen Butternutkürbis in den Ofen, dessen Zubereitungsanweisung ich bei Herrn Buddenbohm gelesen hatte und neugierig ausprobieren wollte.
Ergebnis: Toll. Wirklich sehr lecker, war auch sehr schnell alle.

Gemeinsam mit C. schälte und kochte ich anschließend einen Riesentopf Kartoffel, so dass wir morgen Klöße machen können, dann kam die Idee mit dem Thunfischtartar, dann habe ich K. ein wenig geholfen, der die neuen Sonos Elemente aufgehangen hat (und ja, wir haben jetzt tatsächlich dieses edle Soundsystem hier am Start, K. war davon genauso angefixt wie ich, so dass er es kurzerhand als Weihnachtsgeschenk gekauft hat.) und als ich wieder runterging, war C. schon fast fertig mit der vegetarischen Lasagne, ich musste eigentlich nur noch die Soße für den Salat zusammenrühren.

Insgesamt war es also ein sehr essenslastiger Tag, vor die Tür gekommen ist keiner von uns (außer meinem Vater, der grundsätzlich mittags um 12h in den Ort fährt, um dort etwas zu essen, was er auch macht, wenn wir alle da sind und ständig irgendwas kochen und brutzeln.), dafür waren alle Dinge aber wirklich richtig lecker und es hat viel Spaß gemacht, so ganz entspannt einfach nur so und nur aus Genuss alle möglichen Speisen zu kochen.
Am schönsten war die fehlende Verpflichtung und dass keinerlei Regeln eingehalten werden mussten. Es gab weder vorgegebene Essenszeiten noch vorgegebene "Stilrichtungen", das klassische "Kaffee und Kuchen" fand zB gar nicht statt, weil keiner Appetit darauf hatte. Nichts musste zu einer bestimmten Zeit fertig sein und jeder konte selber entscheiden, ob er auch etwas essen wollte oder hiervon nicht.
Kurz: Es war so, wie ich mir Weihnachten immer gewünscht habe.
Morgen gehe ich vielleicht mal wieder vor die Tür
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Sonntag, 25. Dezember 2016
Weihnachten
Es war ein wirklich tolles Weihnachtsfest bisher.
Prächtiges Timing, alles ergab sich nach und nach und fügte sich insgesamt zu einem perfekten Ablauf.
Mein Vater, dem ja der religiöse Aspekt von Weihnachten enorm wichtig ist, ging am Nachmittag in die Kirche, so dass uns genug Zeit blieb, zu überlegen, wie es weitergehen könnte und so entschlossen wir uns zu einem zweigeteilten Heiligabendverlauf. Als mein Vater aus der Kirche zurück kam, gab es deshalb Essen Teil 1, Misosuppe und Bruschetta, zwar eine seltsame Kombi, aber ausreichend, um formal als Komplettessen durchzugehen.
Dann Bescherung für meinen Vater, der sich anschließend sehr intensiv in ein Buch vertiefte, das er geschenkt bekommen hatte. Während er las, begannen wir anderen fünf mit der Herstellung von Sushi, was dieses Jahr außerordentlich gut funktionierte. Besonders erwähnenswert ist dabei, dass es keinen Streit gab, niemand schmollte und alle motiviert und mit guter Laune bei der Sushiproduktion mitmachte. Als wir so gegen 19h damit fertig waren, hatte aber niemand von uns Hunger, die vorherige Mahlzeit war noch nicht komplett verdaut. Also packten wir die Sushiplatten in Zelluphanfolie ein, stellten sie in die Speisekammer und beschlossen spontan, zu einem Strandspaziergang aufzubrechen.
Das war ein wunderbare Idee, es wehte ein ziemlich stürmischer Wind, aber mit 8°C war es nicht kalt und wir waren komplett alleine am Strand. Die Kinder tollten wie junge Hunde durch die Gischtflocken, spielten Nachlaufen und schaukelten um die Wette, denn natürlich gehörte uns auch der Spielplatz am Strand ganz alleine.
Als wir gegen 21h zurückkamen, war mein Vater schon ins Bett gegangen und wir konnten Weihnachten Teil 2 ganz in Ruhe für uns selber starten.
Ich stelle für mich fest, dass Weihnachten mit großen Kindern viel toller ist als mit kleinen, weil jedes Showgetue überflüssig ist und man tatsächlich nur das tut, was einem selber Spaß macht - und allen gefällt das gleiche
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Samstag, 24. Dezember 2016
Ein fast perfekter PLan
Die logistische Planung für den Tagesablauf heute habe ich mehrfach überarbeitet und Einzelheiten immer wieder perfektioniert, bis ich das Gefühl hatte, besser geht jetzt nicht mehr. Ziemlich dicht an perfekt, sozusagen.
Zielvorgabe war: möglichst stressfrei mit dem Auto nach Borkum fahren und dabei alles im Auto mitnbringen, was für die Weihnachtstage mit der gesamten Familie notwendig ist.
Es gab da mehrere Engpass-Stellen, weil verschiedene Leute beteiligt waren und wichtige Entscheidungen erst sehr spät getroffen wurden und ich deshalb immer noch neben Plan A und B auch noch Plan C, D und E in der jonglierenden Hinterhand bewegte.
Aber dann standen die Eckdaten alle fest und es wurde sehr konkret.
Zwei Kinder sind schon gestern mit dem Zug gefahren, was mir enorm viel Platz im Auto freigab, denn das war eine meine größeren Sorgen gewesen: Wenn wir zu viert im Auto fahren, wo lasse ich dann bloß all die Dinge, die mitgenommen werden müssen und zusätzlich auch noch das Gepäck der beiden Kinder, das ja dann ebenfalls noch dazu kommt. Schließlich habe ich keinen Familienvan mehr, sondern ein Golf Cabrio, das im Alltag für mich alleine perfekt ausreicht, aber in Sachen Kofferraum und Transportmöglichkeiten eher armselig ausgestattet ist.
Aber wenn zwei Kinder schon einen Tag vorher mit dem Zug fahren, war die Lösung perfekt, denn so hatte ich plötzlich den gesamten Rücksitz zu meiner freien Gepäckverfügung. Zwar hatten die Kinder ein paar Tüten und Dinge hintergelassen, damit ich sie im Auto mitbringe und sie sie nicht umständlich zu Fuß und im Zug transponieren müssen, aber das war eine überschaubare Menge an zusätzlichem Gepäckvolumen, das sollte kein Problem sein.
Ich konnte sogar noch viel mehr Gepäck unterbringen, weshalb ich gestern noch einen Großeinkauf bei Aldi absolvierte, denn Aldi gibt es auf Borkum nicht und was eingekauft ist, ist eingekauft, da kann dann auch schon mal nichts mehr schiefgehen.
Gestern Abend habe ich dann schon alle Sachen in den Kofferraum geschachtelt, die vorab schon verpackt werden konnten. Es fehlten nur noch unsere Computertaschen und die Kühltaschen mit dem Kühlschrankinhalt. Aber alle Geschenke und die Aldieinkäufe und was ich sonst noch so für Borkum gesammelt hatte, habe ich gestern abend schon in den Kofferraum gepackt.

Solange CW lebte, hat CW die Autos bepackt. CW war ein begnadeter Meisterpacker, er schaffte es, in einem Auto mit 500l Gepäckraumvolumen locker 800l Gepäck unterzubringen. Ich habe es immer wieder staunend beobachtet, aber er brachte wirklich immer und in jeder Situation auch die irrwitzigesten Gepäckmengen im Auto unter. Neben CWs Packkünsten konnten meine laienhaften Packstümpereien nur mitleidig zur Seite geschoben werden, weshalb ich irgendwann zu 100% daran gewöhnt und auch davon überzeugt war, dass es eine ganz natürliche Rollenverteilung ist, dass der Mann das Auto packt.
Aber dann lernte ich meinen Westfalenmann kennen und lernte gleichzeitig, dass „Packen“ keine gottgegebene männliche Standardeigenschaft ist, sondern dass es durchaus Männer gibt, bei denen es gescheiter ist, wenn Frau das Packen übernimmt, sonst verliert man unterwegs die eine Hälfte und der Rest der Ladung springt so wild im Auto rum, das alles kaputtgeht. Kurz gesagt: K. ist mindestens genauso viel Packversager, wie CW Packgenie war.
Ich habe mit K.s Packkünsten schon ganze Betten unterwegs aus dem Auto verloren und größere Sauereien wegen ausgelaufener Lebensmittel wegputzen dürfen.
Deshalb lasse ich K. nicht mehr packen. Macht mir zuviel Arbeit, die Packfehler alle wieder auszubügeln. Seitdem ich mit K. zusammenlebe, packe ich selber.
Insbesondere wenn es so komplizierte Packaktionen gibt wie die aktuelle: Viele Tüten mit Geschenken, die nicht gequetscht oder geknickt werden sollen und insgesamt einfach so viel Kram, dass man das vorhandene, cabriobedingte geringe Kofferraumvolumen schon sehr gut ausnutzen muss, um alles mitzukriegen. Deshalb habe ich diese kniffelige Aufgabe schon gestern Abend erledigt, da konnte ich in aller Ruhe solange puzzeln, bis alles optimal verstaut war. Und natürlich habe ich jeden Fitzel Raum in diesem Auto ausgenutzt. Auch die Hutablage, die man beim Cabrio sonst besser nicht vollräumt, denn dorthin faltet sich das Dach zusammen, wenn man es öffnet. Aber wer öffnet schon am 23. Dezember ein Cabriodach, ist ja eher nicht so die Offenfahrsaison. Fand ich also sehr sinnvoll, die Hutablage vollzuräumen, vor allem mit leichten Sachen, die nicht geknickt oder gequetscht werden dürfen.

Heute morgen musste dann nur noch der Kühlschrank ausgeräumt werden, aber für die Kühl- und für die Computertaschen hatte ich ja extra den gesamten Rücksitz freigelassen, das ist gar kein Problem, das kann sogar K., die Taschen dort einfach nebeneinander auf den Rücksitz zu stellen. Dachte ich und beauftragte ihn um 7.35h genau damit, während ich noch eben ein wenig die Küche sauber machte. Geplant war zwar eine Abfahrt um 7.30h, aber 5 Minuten Verspätung ist ja nun kein Beimbruch.
Um 7.45h erschien K. bei mir in der Küche und sagte, er hätte ein Problem. Er hätte das Dach aufgemacht, weil er dann die Taschen leichter auf den Rücksitz stellen kann, aber nun würde das Dach nicht mehr zugehen und irgendwie wäre alles blockiert. Logisch, ich hatte ja auch die Hutablage vollgeräumt, da hatte das sich öffnende Dach sich nicht ordnungsgemäß zusammenfalten können – und nun ging nichts mehr. Nicht mehr vor und nicht mehr zurück.
Auch gemeinsam bekamen wir das Dach nicht wieder zu.
Um 7:55h war ich kurz vor einem hysterischen Nervenzusammenbruch und wir beschlossen, mit dem offenen Auto zur nächsten VW Werkstatt zu fahren, was blieb uns auch anderes übrig.
Man kommt sich ein wenig blöd vor, wenn man am 23.12. morgens um 8h mit einem offenen Cabrio, dessen Rücksitz vollbepackt ist und wo an der Seite bunte Schleifenbänder rauswehen, durch die Stadt fährt, aber hilft ja nix, alleine bekamen wir das Dach nicht mehr zu.
In der VW Werkstatt habe ich dann Großalarm ausgelöst, weil dort drei Kunden Schlange standen und den einzigen Servicemitarbeiter mit Beschlag belegten. Mit dem Ruf „Ich bin ein Notfall, ich muss unbedingt meine Fähre erreichen, aber mein Dach geht nicht mehr zu.“ habe ich es geschafft, den Werkstattleiter persönlich zu meinem Auto zu lotsen, nur leider hatte der wohl so einen Fall auch noch nicht gehabt. Er probierte all das aus, was wir selber vorher auch schon ausprobiert hatten, erfolglos. Dann schloss er seinen Diagnose-PC an das Auto an, um die Fehlermeldungen auszulesen und stellte fest, dass das Dach eine Störung meldete - was für eine Überraschung. Schließlich fragte ich, ob das Dach keine mechanische Notfallsteuerung hätte, was der Meister durch einen Blick in die Bedienungsanleitung des Autos bestätigte. Nur leider befand die sich im Kofferraum und der war ziemlich voll.
Irgendwann war aber der Kofferraum weit genug ausgeräumt, um an die Steuerung zu kommen, dann konnten wir das Dach mechanisch nach vorne klappen, den gesamten Kram auf der Hutablage wegräumen, dann die elektrische Steuerung wieder anklemmen und schließlich das Dach ordnungsgemäß elektrisch öffnen und schließen. Um 8.30h war das Dach zu und das Auto wieder komplett eingeräumt und wir konnten endlich losfahren. Erst nach Ibbenbüren, den Fisch abholen und dann weiter nach Emden. Von jetzt an lief aber alles wie am Schnürchen, die Straßen waren komplett leer und die Großbaustelle, die seit anderthalb Jahren die A31 übelst verlangsamt, war bis auf wenige Kilometerchen zusammengeschrumpft, im Wesentlichen konnten wir also mit 200km/h durchbrettern, so dass wir insgesamt deutlich weniger als zwei Stunden Fahrtzeit brauchten und entspannt um 10.30h in Emden noch in einer Waschstraße vorbeifahren konnten, um mit einem weihnachtlich sauberen Auto pünktlich auf die Fähre zu rollen.

Auch der restliche Tag verlief anschließend störungsfrei, der Baum ist schon aufgestellt, der örtliche Großeinkauf erfolgreich absolviert, der Kühlschrank bis zum Anschlag voll und das dritte Kind ist mittlerweile ebenfalls eingetroffen.
Wird bestimmt ein tolles Weihnachtsfest
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Freitag, 23. Dezember 2016
Zwischenstand
Büro: letzter Arbeitstag des Jahres ist vorbei. Unter "erfolgreich" stelle ich mir zwar was anderes vor, aber "überlebt, ohne Mordanklage" ist doch auch schon positiv, finde ich zumindest.
Eine ganz persönliche Erfolgsmeldung habe ich aber auch noch, denn eine der Oberoberchefinnen aus dem Mutterkonzern hat mich gefragt, ob ich ihr einen guten Steuerberater für sie privat empfehlen könnte und nachdem ich mich gewaltig hin- und hergewunden habe, weil ich in meinem ureigenen Fachbereich keinen kenne, den ich da uneingeschränkt empfehlen würde und ich ihr deshalb erstmal nur eine gute Anwältin für Familien- und Erbrecht empfohlen habe, entwickelte sich im Laufe des Gesprächs dann doch noch das Endergebnis, dass ich nun ihre persönliche Steuersituation mit ihr optimiere. Sie wollte mich nicht direkt fragen, weil sie das für übergriffig hielt und ich wollte ihr nicht direkt sagen, dass ich denke, dass ich selber die qualifizierteste Person für ihr Problem bin, weil ich das für zu anbiedernd und einschleimend hielt; per Saldo also eine ziemliche Sackgassensituation, wenn nicht einer von beiden den Mut aufbringt, über seinen Schatten zu springen. Nun, tatsächlich haben wir es beide gleichzeitig geschafft, denn in dem Moment als ich ihr sagte, dass sich bestimmt jemand findet, der gemeinsam mit der Anwältin dann auch den steuerlichen Teil betreut, ich ihr dann aber gerne anbiete, dass ich da mal drüberschaue, hakte sie sofort nach und sagte, dass wäre eigentlich genau das, worum sie sich nicht getraut hätte, direkt zu bitten.
So umständlich kann es manchmal sein, wenn man sich nicht traut, das zu sagen, was man eigentlich meint oder will.
Als absolutes Ergebnis nehme ich diese Situation jetzt aber als dickes Kompliment. Wenn jemand aus der obersten Konzernspitze meint, ich sei gut genug, um auch seine persönliche Steuersituation zu betreuen, nun, dann kann das daran liegen, dass dieser Mensch sonst sehr wenig Kontakt zu Steuerberatern hat. Da ich aber zufällig weiß, dass sie tatsächlich sogar sehr viel Kontakt zu allen möglichen verschiedenen Steuerberatern hat, nehme ich es als ganz persönliches Kompliment, dass sie unter all ihren Kontakten ausgerechnet mich ausgewählt hat.
Aber auch diese Aufgabe ist erst im nächsten Jahr ein Thema.
Ansonsten ist Büro für dieses Jahr erledigt. Abgehakt, fertig und wird ohne größere schlummernde Leichen erst nächstes Jahr wieder angepackt.
Privat: Läuft alles nach Plan, keine Auffälligkeiten. Zwei Kinder sind schon gut auf Borkum angekommen, ich habe mein Auto zu 4/5 fertig gepackt, alle Weihnachtsgeschenke sind drin, davon die allermeisten schon fertig verpackt, morgen früh muss nur noch der Computerkram und der Kühlschrankinhalt verstaut werden, dann kann es losgehen.
J.s Auto haben wir am Bahnhof abgeholt und in die Werkstatt gebracht, dort bekommt es nächstes Jahr eine frische TÜV-Plakette, dann haben wir uns von unserem Griechen verabschiedet, was nicht unter vier Ouzo möglich ist, deshalb ist jetzt nur noch Bett angesagt, bevor dann morgen der zweite Teil der geplanten Logistik abgespult wird
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Donnerstag, 22. Dezember 2016
Angetrunkener Schwungabfall
Irgendwas ist ja immer.
Heute zum Beispiel kam mir die fast leere Glühweinflasche dazwischen.
Zwischen meinen Schwung und mich.
Glühwein ist Gift für Schwung.
Eben noch voller Elan und frohen Mutes, dass es noch sehr früh am Tag ist und ich deshalb noch ganz viele Dinge erledigen kann und auch schwungvoll erledigen will, steht da diese blöde, fast leere Glühweinflasche in der Küche rum und mir kommt die noch blödere Idee, ich könnte ja mit Aufräumen anfangen und erst mal diese Flasche verschwinden lassen.
Das letzte kleine Glas, was noch drin war, das trinke ich halt schnell aus und dann, dann geht es richtig los.
Noch zwei Steuererklärungen fertigstellen und eine Buchhaltung kontrollieren, die Geschenke für die Kinder einpacken und in Ruhe überlegen, was ich morgen noch hier auf dem Festland einkaufen muss, damit am Freitag der bereits feststehende Logistikplan nur noch abgewickelt werden muss.
Denn das ist schon alles organisiert und gefällt mir sehr gut: Ich habe die Fähre um 11h gebucht und für 8h den Fischgroßhändler überredet, schon mal seine Hallen extra für mich und meine Vorbestellung zu öffnen, so dass ich mit dem gut verpackten und auf Eis gelegten Fisch direkt weiter bis zur Fähre fahren kann, bin dann um 13h auf Borkum und habe dort noch genug Zeit, die letzten Dinge vor Ort zu erledigen und zu organisieren. Wie das an Heiligabend dann genau wird dieses Jahr, hatte ich noch keine Lust zu planen, irgendwie müssen wir ja wohl meinen Vater integrieren, denn der wohnt ja immer noch bei mir im Haus, aber dazu fällt uns sicher spontan was ein. Wichtig ist nur, dass am 24. auch alle, die mir wichtig sind, wirklich da sind, und das ist dieses Jahr schon mal sichergestellt. K. hat sich letztes Jahr endgültig entschieden, dass er Heiligabend künftig mit mir auf Borkum sein wird, die Kinder sind auch alle da, da kann doch eigentlich gar nichts schiefgehen.
Ich habe ja nun so gar nichts mit diesem Religionskram am Hut, das heißt, die christliche Seite von Weihnachten ist mir ehrlich gesagt ziemlich egal, aber ich mag Traditionen und ich mag die Stimmung und die Atmosphäre und finde die Idee wunderbar, dass zu diesem Zeitpunkt im Jahr genau die Menschen zusammen sind und sich füreinander Zeit nehmen, die sich gegenseitig die wichtigsten Menschen im Leben sind. Ich mag es, dass man sich gegenseitig Geschenke macht und leckere Sachen isst. Und ich mag es, dass es dann draußen kalt ist und man den Ofen anmacht und es sich drinnen gemeinsam mit seinen Lieblingsmenschen gemütlich macht.
Deshalb freue ich mich auf Weihnachten und bin fest davon überzeugt, dass es schöne Tage werden.

Nur vorher wollte ich mit viel Schwung noch all das erledigen, was halt vorher erledigt werden muss, wenn da dieses kleine Glas Glühwein nicht gewesen wäre.

Den Bürokram habe ich deshalb elegant weiter verschoben, aber immerhin hat es zum Geschenke einpacken noch gereicht. Aus gesundheitsschonenden Überlegungen sollte ich Geschenke einpacken zwar auch besser ohne Glühwein machen, denn neben drei dicken Brandblasen (Heißkleber) habe ich jetzt auch mehrere blutige Stellen vom Tesabandabroller, so dusselig stelle ich mich sonst üblicherweise nicht an, aber egal, wenigstens das habe ich heute Abend geschafft.

Ich brauche jetzt noch unbedingt Essenideen für Sonntag und Montag, bisher ist nur das Samstagsessen klar(Sushi, es lebe die Tradition), aber vielleicht träume ich ja heute Nacht etwas leckeres
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Montag, 19. Dezember 2016
Spaß am Abend
So stückchenweise gehen die noch zu erledigenden Tätigkeiten in den Jahresendspurt über, ich stelle aber schwer erfreut fest: Es geht voran.
Heute war ein ausgesprochen produktiver Tag, an dem sogar noch ein Flohmarktausflug untergebracht werden konnte. Auf den Sonntagsflohmärkten sind sind zwar meist große Mengen an Händlern mit Neuware, aber so kurz vor Weihnachten zum gezielten Geschenkeeinkauf ist das sehr vorteilhaft. Ich glaube, ich habe jetzt für jeden, dem ich gerne etwas schenken möchte, auch mindestens ein Geschenk, mein Geschenkegewissen zumindest vermeldet entspannte Gelassenheit.

Wieder zu Hause packte mich die große Aufraumwut und ich wollte endlich das Bügelbrett im Wohnzimmer wegräumen. Nur blöderweise lagen da noch ein paar "angefangene Hemden", die ich nicht mehr in die Wäscherei gebracht hatte, weil ich dachte, ich könnte ja auch mal selber bügeln. Ich fürchte allerdings, das Bügelbrett steht da schon etwas länger, denn alle "angefangenen Hemden" waren kurzärmelig, ähem, räusper.



Aber am 4. Advent einen Schwung kurzärmelige Hemden zu bügeln, hat doch auch schon wieder Unterhaltungswert. K. zumindest hat sich gefreut, dass sie fertig wurden, bevor wieder Sommer ist.

Noch mehr Unterhaltungswert hatte ich aber heute mit meiner immer noch aktivierten MCID. Da ich auf Borkum mal eine Zeitlang viel Ärger mit anonymen Anrufen hatte, habe ich eine "Malicious Call Identification" beantragt und bekommen. Genutzt bzw. bezahlt habe ich die nur einen Monat lang, danach war der Kerl identifiziert und die Geschichte war erledigt, aber der Telefonprovider hat wohl einfach vergessen, dieses Merkmal bei meinem Anschluss wieder auszuschalten, was dazu führt, dass ich bei jedem "anonymen Anruf", der auf dem Festnetz in Borkum eingeht, per Mail benachrichtigt werde und sehe, von welcher Rufnummer der Anruf tatsächlich kam. Grundsätzlich ruft auf der Festnetznummer in Borkum nur sehr selten jemand an, aber seitdem mein Vater dort zwischenstationiert ist, hat ihn natürlich meine Mutter ein paarmal angerufen und auch andere Freunde. Und eine anonyme Nummer rief an. Das letzte Mal hat mich das nicht wirklich interessiert, aber heute habe ich dann mal aus reiner Neugier geschaut, ob ich die Nummer finde bzw. kenne. Und - voilà, Volltreffer. Jetzt kicher ich hier den ganzen Abend schon leise vor mich hin - da schaltet jemand extra seine Rufnummerübertragung aus, bevor er meinen Vater anruft, weil er nicht will, dass ich sehe, dass er anruft - und dann hat er das Pech, dass diese MCID-Schaltung immer noch aktiviert ist.
Ich hatte auf alle Fälle viel Spaß daran
:-)

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Mittwoch, 7. Dezember 2016
Geschenke
Ich weiß gar nicht, wann ich damit angefangen habe, es ist aber schon ziemlich sehr lange her, dass meine Geschenkverpackungen oft aufwändiger sind als der Inhalt.
Aufgewachsen in einer Familie, in der Geld nicht als verwendbare Größe vorkam, dafür aber jeder sehr viel Zeit darauf verwendete, Dinge schön zu machen, in dem man neben handwerklichem Geschick viel Kreativität in die Umsetzung steckte, erschien es mir schon sehr früh sinnvoll, einfache und simple Geschenke dadurch aufzuwerten, dass ich sie maximal aufwändig verpackte.
Mit buntem Schleifenband kann man da schon sehr viel reißen und ich erinnere mich noch sehr gut an einen Urlaub in Ägypten, den ich während des Studiums mit sehr knappem Budget grade so finanzieren konnte, dessen Mitbringsel-Highlight für mich aber drei große Rollen Schleifenband waren, die ich für wenige Pfund in einem Souk in Kairo gekauft hatte. Gegen den sonstigen Souvenirkram war ich immun, aber diesen Riesenrollen Schleifenband (von denen ich heute noch Reste habe, auf jeder waren 100m in 8cm Breite), denen konnte ich nicht widerstehen.
Rund 80% meiner heutigen Gesamtausstattung habe ich übrigens auf einen Schlag gekauft, nämlich die gesamte Verpackungsabteilung eines Pleite gegangenen Floristikunternehmens, darunter unter anderem drei große Umzugskartons voll Schleifenband, insgesamt mehr als 200 verschiedene Rollen, bot jemand für ganz kleines Geld auf dem Flohmarkt an - und ich habe kurzerhand alles aufgekauft.
Und so entwickelte ich im Laufe der Zeit einen sehr pompösen Verpackungsstil und finde es bis heute immer noch eine gute Idee. Ich kann zB jemandem irgendeine Flasche Wein in einem hübschen Geschenkkarton schenken - oder ich kann die gleiche Flasche selber verpacken und eine mehrstöckige Schleife dran binden - die Flasche mit der Schleife dran bleibt in Erinnerung.

K. bekam deshalb heute zum Geburtstag hauptsächlich Verpackung



der Inhalt wird dann zweitrangig, weil allein der fertig aufgebaute Gabentisch schon so gewaltig aussieht, dass man gar nicht daran zweifelt, dass das ganz besonders tolle Geschenke sein müssen.... (Obwohl, K. ist mittlerweile nicht nur dran gewöhnt, sondern auch noch Westfale, sein Hauptproblem ist die Frage, ob von ihm erwartet wird, die Verpackung wiederverwendbar heil zu lassen, oder ob er es einfach so auf- und kaputtreißen darf.)

Ich habe heute aber nicht nur K. Geschenke gemacht, sondern auch mir

Wenn ich mich jetzt einmal dazu durchgerungen habe, diese Schuhe zu tragen, kann ich die Phase auch komplett ausleben, weshalb ich mir kurzerhand ein zweites Paar dieser UGG-Fellstiefel kaufte, diesmal als Clogs mit Holzsohle.
Ich liebe Holzschuhe und habe als Kind/Jugendliche jahrelang nur Clogs getragen. Als ich jetzt entdeckte, dass es diese UGG-Felldinger tatsächlich auch als Holzschuhe gibt, war eigentlich klar, dass ich davon auch ganz dringlich ein Paar haben muss.
Sie klappern ganz fantastisch prima beim Laufen - und sind, wie erwartet, nicht nur extrem warm, sondern auch genauso bequem.
War eine gute Idee, diese Schuhe zu kaufen
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Dienstag, 6. Dezember 2016
Und so geschah es
Ich habe gestern tatsächlich bis nachts um kurz vor 2h die Akten durchgearbeitet. Jetzt fühlt es sich so an, als ob ich eine Struktur schaffen könnte, zumindest ist deutlich ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen und das gibt schon mal enorm Auftrieb.
Die gebuchte Fähre um 7.30h habe ich nach dieser Nachtsitzung aber glatt verpennt, mit Glück habe ich es dann noch auf die 13.30h Fähre geschafft, die mit all den Butenbörkumern, die gestern Klaasohm gefeiert haben, rappelvoll war.
In Folge der verpassten Fähren hatte sich auch das Erscheinen im Büro erübrigt, wenn ich erst um 19h in Münster bin, lohnt sich das alles irgendwie nicht mehr richtig.....
Eigentlich wollten J. und ich ja gestern gemeinsam abends ins Dorf gehen und wenigstens zugucken, wie sich die Klaasohms von der Litfasssäule in die Menge stürzen, aber da ich akten- und arbeitstechnisch grade einen Lauf hatte und es äußerst unklug ist, so einen Fluss zu unterbrechen, denn dann kann es schon mal über ein Jahr dauern, bis ich erneut bereit bin, mich mit diesem äußerst ungeliebten Kram zu beschäftigen, war J. klug genug, mich nicht zu stören und erschien erst so gegen 23h, weil er immerhin und berechtigterweise anmerken wollte, dass er Hunger hat. Es gab dann Schinkennudeln, derart aufwendige Gerichte bin ich auch um Mitternacht noch bereit, mal eben zusammenzurühren, und das schöne an meiner Familie ist, dass sich jeder auch jedes Mal freut wie Bolle, wenn es endlich mal wieder Schinkennudeln gibt. K. ist mindestens so ein Schinkennudelfan wie J. - da kommen die drei leckersten Lebensmittel der Welt (Schinken, Nudeln und Sahne) in einer Schüssel zusammen und werden dann auch noch mit Käse überbacken. Göttlich. Wenn man Nudeln, Schinken und Sahne mag.
Ich mag davon maximal Schinken, aber selbst den nur so halb, denn für Schinkennudeln wird traditionell gekochter Schinken verwendet und gekochter Schinken ist für mich wie - nun ja, gekochter Schinken eben. Kann man essen, stirbt man nicht von, aber wenn es was anderes noch zur Auswahl gibt, würde ich immer gucken, ob das andere nicht vielleicht attraktiver ist.
Aber die Schinkennudeln waren ja für J. - und der hat die gesamte Schale leer gemacht. Ich habe meinen Anstandsklecks gegessen und alles war gut.
Am Nachmittag (als ich noch mit diesem "ich will diese Akten nicht angucken"-Syndrom kämpfte) hatte ich aus reiner Verzweiflung und fachgerecht prokrastinierend schon eine große Schüssel Applecrumble mit Vanillepuddingsauce hergestellt, die J. mit den Worten kommentierte: "Das beste an dir ist, dass du nicht für wenige Leute kochen kannst."
Es war wirklich eine ziemlich große Schüssel, aber wir haben sie zu dritt (mein Vater war auch noch da und konnte sich vor Entzücken kaum fassen, dass er so etwas leckeres zu essen bekam) ruckzuck leergegessen, so dass ich damit für den Tag genug hatte, aber J. ist ja aktuell auf Diät, kein Tag unter 5000 Kalorien, deshalb brauchte er um Mitternacht noch mal Schinkennudeln.

Die Fähre um 7.30h zu verpassen war im übrigen eine sehr gute Idee, ich weiß gar nicht, welcher Idiot mich getrieben hat, überhaupt für diese Uhrzeit eine Abfahrt für mich zu planen. Völlig bescheuert, das wäre nur gegangen, wenn ich gleich durchgemacht hätte und statt schlafen, dann um 2h mit dem Hausputzprogramm weitergemacht hätte.
Denn auch wenn ich mir vorkomme wie ein schwer therapiebedürftiger Sisyphos, ich kann die Putzerei in diesem Haus nicht lassen, schon gar nicht jetzt, wo mein Vater dort lebt und ich zugucken kann, wie Bad, Küche und Wohnzimmer systematisch zudrecken.
Er macht das gar nicht extra und er bewegt sich auch nicht viel, aber so ein lebender Mensch ist einfach an sich schon eine permanent Dreck produzierende Maschinerie. Schließlich muss er essen - und danach verdauen, lässt sich gar nicht verhindern. Das Problem bei meinem Vater ist zum einen, dass er nur sehr schlecht sieht, d.h. er sieht gar nicht, wo er überall Spuren hinterlässt und zum anderen, dass er auch nicht mehr beweglich genug ist, sich selber den Hintern vernünftig abzuputzen. Da bleiben also Reste, und die verteilt er im Bad.
Ein weiteres Problem ist, dass sein Lieblingsessen Schokopuddingdesserts sind, die er in Mengen auf Vorrat kauft und jeden Tag mindestens einen isst. Alters- und motorikbedingt verschmiert er auch diesen Schokopudding überall hin, insbesondere in Küche und Wohnzimmer.
Mein Problem ist jetzt, dass sich in meinem Kopf die Ursachen mischen. Ich will ja fest daran glauben, dass alle braunen Flecken im Wohnzimmer Schokopudding ist, weil es eindeutig die angenehmeren Bilder sind, aber es gelingt mir nicht immer und regelmäßig bekomme ich hysterische Ausraster, wenn ich braune Schmierflecken an den unmöglichsten Orten finde.
Deshalb putze ich im Moment. Ständig und immer wieder, wenn ich auf Borkum bin. Und krieg dabei die Gedanken nicht aus dem Kopf, was ich da putze. Ein bisschen komme ich mir vor wie Lady Macbeth - nur geht es nicht um Blut, sondern um Kacke.

Egal - Themenwechsel.
Die Rückfahrt war problemfrei, nur 4km vor zuhause hatten sich zwei Autos mitten auf der Bundesstraße ineinander verknäult, der Stau war dementsprechend lang, aber ich bin über die Feldwege ausgewichen und so noch halbwegs unbetroffen ob dieser Vollsperrung gut nach Hause gekommen.
Morgen wieder Büro, man gönnt sich ja sonst nix
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Donnerstag, 1. Dezember 2016
Uggmhmpf
Ich hab's getan.
Ich habe es wirklich getan.
Ich schäme mich schon ein bisschen, genauer gesagt schäme ich mich sogar sehr und es ist mir auch wirklich peinlich - aber irgendwie war es mir jetzt auch egal und ich dachte mir, ich bin jetzt sowieso alt und hässlich und deshalb kommt es da nun auch nicht mehr drauf an.
Ich habe mir nämlich UGG Boots gekauft.

Uggfmphff

ja, genau diese unendlich hässlichen Dinger, vor denen es mich seit Jahren gruselt und deren Trägerinnen ich auf das tiefste verachte, weil ich immer fest davon überzeugt war, dass ich niemals, never ever je so tief sinken würde, so einen Modemüll, der wirklich den Tiefpunkt jeglicher modischer Peinlichkeit kennzeichnet, also dass ich so etwas je überhaupt nur in Erwägung ziehen würde auch nur anzuprobieren.

Aber jetzt habe ich sie nicht nur anprobiert, ich habe sie auch noch gekauft.
Und was soll ich sagen: Sie sind mindestens so warm und kuschelig wie sie hässlich sind.
Federleicht und sehr bequem, unter der reinen Nutzfunktion betrachtet sind es wirklich traumhaft tolle Schuhe.
Wenn sie nur nicht so hässlich wären.
Und wenn es nicht immer noch ein paar unverwüstliche Modehonks gäbe, die meinen, dass es besonders schick ist, diese Pantoffelstiefel zum Minirock zu kombinieren....

Aber das muss ich ja zum Glück gar nicht tun. Ich muss sie auch nicht im Büro tragen, sondern nur privat am Wochenende, vorzugsweise wenn es maximal dunkel ist oder ich mir alternativ einen Burkaschleier über den Kopf werfe, dann kann es mir auch egal sein, ob ich gesehen werde.
Denn es bleibt als Fakt: Wenn ich jetzt irgendwo kalte Füße bekomme, dann bin ich selber schuld, weil ich meine verdammte Eitelkeit nicht in Griff kriege und mir immer noch einbilde, ich müsste akzeptables Schuhwerk tragen.
Irgendeinen Tod muss man wohl sterben
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