Heute zum Beispiel habe ich nichts von dem geschafft, was in meiner Inbox auf dringende Erledigung wartete, dafür aber jede Menge anderer Dinge, die einfach so durch Zufall vom Himmel fielen und auch getan werden mussten? sollten? wurden!
Ging schon los am frühen Morgen mit diversen, unerwarteten Telefonanrufern, die mir Dinge erzählten, die ich dann unbedingt wieder weiterbesprechen musste, was dazu führte, dass ich dann selber aktiv andere Leute anrief und über die frisch aufgeworfenen Themen noch reichlich länger weiter telefonieren musste.
Wenn man ständig telefoniert, muss man sich natürlich nicht wundern, dass man zu nichts kommt.
Als ich das so gegen Mittag feststellte, habe ich den Tagesplan spontan komplett gecancelt und endlich mal das getan, was ich schon seit langer, langer Zeit tun wollte, nur nie genug Zeit hatte, mich überhaupt damit zu beschäftigen, weshalb ich fand, das ist genau die richtige Beschäftigung für einen Tag wie heute, der eh nicht mehr zu retten war.
Deshalb habe ich heute meinen Kalender aufgeräumt, seit 2008 rückwärts alle Termine auf Sitte und Anstand kontrolliert, die eher unanständigen alle privat versiegelt, dann noch die nähere Zukunft analysiert, beruhigt festgestellt, dass es da schon ganz gut aussieht - und dann meinen Kalender dem Sekretariat freigegeben.
Da ich mich seit neun Jahren stets erfolgreich dagegen gewehrt habe, war das für mich ein großes Ding. Mag ja sein, dass das für alle anderen ganz normal ist, aber ich kam mir ein bisschen vor wie eine Nonnenschülerin auf dem FKK Strand. Fühlt sich schon sehr intim an, anderen Einblick in meinen Kalender zu geben.
Die Sekretärin war auf alle Fälle sehr dankbar dafür und ließ nicht ab, mir zu versichern, wie viel einfacher sie nun ihren Alltag gestalten kann. Endlich Herrin über alle Kalender - wahrscheinlich fühlt sie sich jetzt wie eine Domina auf dem FKK Strand....
Naja, und weil ich dann einmal dabei war, habe ich mich gleich ausführlich mit den sonstigen Kalenderfunktionen beschäftigt und ein wenig für Farbe gesorgt, in dem ich über bedingte Formatierungen die unterschiedlichen Termine gleichmäßig farblich zusammenfügte. "Privat" ist jetzt grün und "Urlaub" gelb, irgendwie war allerdings die Farbauswahl insgesamt nur so mittelbegeisternd.
Und so verging der Tag mit Tändeleien, aber ganz ehrlich? - Insgesamt fand ich das alle völlig in Ordnung und ich habe heute nicht einmal gestresst gestöhnt. Muss vielleicht auch mal sein, so ein Urlaubstag im Büro
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Faxe verschicken tue ich dagegen relativ selten. Privat habe ich zwar ein Gerät, das das theoretisch könnte, aber ich habe mir schon lange nicht mehr die Mühe gemacht, meinen Telefonanschluss und die Fritzbox und das Gerät so miteinander zu verbinden und zu konfigurieren, dass es auch tatsächlich als Faxgerät einsetzbar. Denn ich bräuchte es ja nur zum Verschicken, empfangen kann ich Faxe auch ohne Spezialgerät.
Im Büro steht aber natürlich noch ein Faxgerät und wenn ich termingebundene Behördenpost habe, die, was bei mir ja durchaus schon mal vorkommt, grade eben kurz vor Fristablauf noch mit Aus- und Eingangsstempel transportiert werden muss, dann nutze ich natürlich gerne das Faxgerät, üblicherweise ist das "gerichtsfest".
Aber sonst? Warum sollte man heute noch Faxe verschicken?
Aber ich habe heute einen Grund gefunden: Weil der Empfänger das problemlos empfangen kann. Und aus genau dem Grund habe ich heute sogar eine E-Mail als Fax verschickt. Ich musste zwar etwas grinsen, weil es irgendwie so seltsam verwickelt retro ist, aber wenn es doch ein sinnvoller Weg ist, sollte man ihn nehmen, dachte ich mir.
Ich habe heute nämlich den Stadtwerken auf Borkum eine E-Mail geschrieben wegen des Pfusch am Baus beim Haus meines Vaters. Und damit sowohl mein Onkel als auch mein Vater darüber informiert sind, was ich da geschrieben habe, habe ich die E-Mail anschließend ausgedruckt und dann meinem Onkel als Fax nach Borkum geschickt. Er hat theoretisch auch Internet und einen Computer und ein Smartphone, aber ob und wann und wie er da eine E-Mail mit Anhang rausfischt, das wollte ich mir lieber nicht vorstellen, deshalb habe ich ihm die E-Mail lieber als Fax geschickt. Und sie ist angekommen, er hat sich schon gemeldet und alle sind jetzt informiert.
Am Donnerstag findet jetzt eine erneute Begeheung des Hauses statt, diesmal mit dem zweiten Geschäftsführer der Stadtwerke, bin ja mal gespannt, wie das alles so weitergeht
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Uff.
Gefühlt das erste Mal heute, denn bisher war ich den gesamten Tag über durchgängig mit irgendwas beschäftigt.
Es ging los mit einem Termin mit den Stadtwerken in Vaters Haus. Da es die Wasserleitung der Stadtwerke war, die letzten Sommer undicht wurde und dadurch diesen Riesenwasserschaden in Vaters Haus verursacht hat, haben die sich bisher auch darum gekümmert, das ganze wieder zu reparieren - und jetzt meinten sie, wären sie erst mal fertig. Alles, was nass war, wurde entfernt, dann wurde das entkernte Haus drei Monate getrocknet und jetzt wurde der Estrich wieder neu verlegt. Nur ein Haus mit nackichtem Estrich ist ja noch nicht fertig. Jetzt fehlt noch der Bodenbelag und die Wände müssen auch alle noch gemacht werden. Die Stadtwerke meinen nun, dass sie dafür nicht mehr zuständig seien, denn der alte Bodenbelag sei ja schon sehr alt gewesen und deshalb wertlos und etwas wertloses müssen sie nicht ersetzen. Und das gleiche gelte für die Wände bzw. Tapeten.
Ich glaube allerdings, wir werden da jetzt Streit bekommen.
Nach den Stadtwerken habe ich dann sofort den Maler angerufen, der auch spontan Zeit hatte, sich das Haus im derzeitigen Zustand beguckte, immer wieder nur den Kopf schüttelte und betrübt feststellte, dass da noch sehr viel zu machen sei. Gut fünfstellig, meint er.
Jetzt wird es also so sein, dass wir den Maler beauftragen und mit seiner Rechnung erst mal in Vorleistung gehen müssen, dann müssen wir noch einen Anwalt beauftragen und auch den erst mal bezahlen - und dann schauen wir mal, was die Stadtwerke davon so übernehmen werden oder müssen. Hilft alles nix, denn sonst wird das Haus nie mehr fertig und ich habe einen Dauerbewohner in meinem Haus gewonnen. Ich kümmere mich also aus reinem Selbstnutz.
Nach diesen Handwerker- und Bauterminen war es Mittag und ich bin umgehend ins Dorf gefahren, die nächste Liste an Erledigungen abarbeiten. Fahrkarte kaufen für die Fähre morgen und bei Rossmann einkaufen und die Drogeriebestände wieder auffüllen. Mittlerweile bin ich schon so weit, dass ich auch die notwendigen Drogeriebestände für das Festlandhaus hier auf der Insel kaufe, denn hier habe ich tatsächlich einen Drogeriemarkt in erreichbarer Nähe und so habe ich heute Zahnpaste und Deo und Shampoo und Müllbeutel gekauft - was ich morgen alles mit nach Greven nehme. Irgendwie schon arg bekloppt, erst wird der Kram hier aufwendig mit der Fähre hingeschafft und jetzt karre ich ihn mit der Fähre wieder zurück - aber wann soll ich unter der Woche Drogerieartikel einkaufen? Deshalb eben so.
Dann Weiterfahrt zum Onkel und dort stundenlang den Computer und das Handy wieder resettet und ans Laufen gebracht. Wenn man alte Leute länger als vier Wochen mit irgendeinem EDV-Kram alleine wurschteln lässt, ist in der Regel alles so sehr verstellt, dass man am allerbesten gleich eine Recovery-CD reinschiebt und alles neu aufsetzt.
Erst gegen 17.30h waren wir da fertig, dann Weiterfahrt zu Lidl, noch fix die Dinge kaufen, die wir gestern vergessen hatten.
Und außerdem mussten wir auch noch im Getränkemarkt vorbei, die Kiste mit Malzbier zurückgeben, die K. aus Versehen erwischt hatte. K. behauptet ja, dass er durch seine Brille, die ihm der Optiker angepasst hat, nicht gut gucken kann, weshalb er sie höchst selten trägt. Ohne die Brille kann er aber eigentlich gar nichts mehr gucken, zumindest nichts lesen, und dann erwischt er halt schon mal Malzbier statt Pilsbier.
Jetzt haben wir das richtige Bier und genug zu essen, gegen 18.30h war ich endlich wieder zu Hause. Dann aber noch Kochen und Kuchenbacken - Vater hat morgen Geburtstag und deshalb erwartet auf alle Fälle sein Enkel, dass es die traditionelle Familienschwarzwälderkirschtorte gibt, die schon meine Großmutter immer zu Geburtstagen hergestellt hat.
Aber nu ist alles geschafft, alle sind satt und zufrieden, Küche ist wieder aufgeräumt, die fünfte Maschine Wäsche ist nicht nur fertig getrockent, sondern auch schon gelegt und wieder eingeräumt, Torte steht im Kühlschrank, nur der Ofen, den kriegt K. nicht zum Brennen.
Heize ich eben von innen nach und hole mir noch einen Rotwein.
Prost
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Heute waren aber bereits ab 9h Bewerbungsgespräche angesetzt, so dass ich sowieso deutlich früher als sonst im Büro sein musste - und wenn ich eh schon so früh unterwegs bin, dann kann ich den Erledigungskram ja auch gleich noch miteinbauen.
Also habe ich heute morgen auf dem Weg ins Büro drei Rollen gelbe Säcke aus dem Rathaus besorgt (auf dem Schild vor der Kiste mit den gelben Säcken steht, man soll maximal zwei Rollen pro Person mitnehmen, aber solche Verbote reizen mich ja spontan, sie zu übertreten, deshalb habe ich eine dritte Rolle unter meinem Pulli aus dem Rathaus geschmuggelt. Nicht, dass es irgendjemanden interessiert hätte, aber ich kam mir wunderbar verrucht vor.) - und nach dieser Aktion bin ich beim Arzt vorbeigegangen und habe meine Versichertenkarte einlesen lassen. (Dass ich es neulich überhaupt rechtzeitig geschafft hatte, zum Arzt zu gehen, um mir mein Quartalsrezept abzuholen, hat mich ja schon schwer stolz gemacht. Da kann dann keiner erwarten, dass ich dann auch noch gleich meine Versichertenkarte dabei habe). Und dann war ich noch beim Bäcker und habe mir ein belegtes Brötchen fürs Büro gekauft.
Richtig große Aktion also.
Als ich im Büro ankam, stellte ich fest, dass ich heute insgesamt nur genau 10 Minuten länger zwischen Wohnung und Büro unterwegs gewesen bin als sonst, was also im Umkehrschluss bedeutet, dass ich für meine "große Erledigungstour", für die ich ja sonst nie Zeit habe, genau 10 Minuten gebraucht habe.
Hmmm, hat mich schon sehr nachdenklich gemacht.
Ich glaube, an meinem Zeitgefühl und meinem Zeitmanagement sollte ich dringend noch mal arbeiten
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Ich mag Kaminers Texte, weil ich die trockene und sehr anschauliche Art, wie er Lebenssachverhalte zusammenfasst und auf den Punkt bringt,sehr schätze, ich dachte also, es wird bestimmt toll.
Aber so eine Lesung außerhalb des eigenen Sofas ist mühsam, durfte ich mal wieder feststellen. Hörbuch mit Kopfhörer zuhause wäre doch sehr viel mehr mein Geschmack, hilft nix. Zuhause habe ich Nüsse zum Knabbern, Pausen, wenn ich Pipi muss (und dann ohne Schlange vorm Klo) und vor allem keine parfümierten Sitznachbarn, die auch noch auf russisch miteinander flüstern.
Ich hatte die Nüsse vergessen mitzunehmen, musste Pipi, als keine Pause war und meine Sitznachbarinnen waren schwer zu ertragen.
Ich bin halt eher nicht so der Weggehtyp.
Aber sonst war's toll
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Ist zwar grundsätzlich nichts Besonders, schon gar nicht, weil heute wahrscheinlich überall in Deutschland Schnee lag, selbst auf Borkum hatte es geschneit, aber wenn es sich um den eigenen Schnee handelt, also ich meine, um den, durch den man selber durchfahren muss, weil man sich für morgens um 10h einen Termin im Büro gemacht hat (und ja ich weiß, heute ist Samstag und Termine am Samstag sind eher das 100%ige Gegenteil von meinen Neujahrsvorsätzen, aber manchmal geht es halt nicht anders und insgesamt war das auch ein überaus erfolgreicher Termin) - aber ich musste halt erst mal hin kommen. Ins Büro. Durch den Schnee.
Die größte Herausforderung war dann gleich auf den ersten 100m zu überwinden: Ich musste erst mal aus der Tiefgarage rauskommen. Auf der Rampe lag nämlich auch Schnee und eine Rampenheizung gibt es nicht.
Das Problem habe ich natürlich immer, wenn Schnee liegt, so dass ich längst eine halbwegs brauchbare Schneeausfahrtmethode entwickelt habe: Erst einmal bis zum Rolltor vorfahren, damit es sich öffnet, dann aber wieder bis ans hintere Ende der Garage zurücksetzen, so dass ich rd. 50m Anlauf nehmen kann, die ich brauche, um auf dieser trockenen Strecke maximal zu beschleunigen und die Rampe mit so viel Schwung hochschießen kann, dass ich oben bin, bevor die Räder überhaupt bemerkt haben, dass es so rutschig ist, dass sie ja eigentlich durchdrehen müssten. Klingt insgesamt gar nicht so kompliziert, der Haken dabei ist nur, dass die Rampe nicht einfach gradeaus nach oben führt, sondern dass mittendrin eine 90° Kurve gefahren werden muss, um nicht stumpf gegen die Wand zu brettern. Dadurch bekommt diese Aktion dann doch einen gewissen herausfordernden Nervenkitzel - aber heute bin ich gut durch und rausgekommen, ich war aber auch der erste, der heute morgen aus der Tiefgarage fuhr, so dass es noch keine festgefahrene, glatte Rutschbahn gab, die das ganze Spiel sonst deutlich herausfordernder macht.
Nach diesem Erfolg bin ich selbstverständlich nicht über die geräumte und gestreute Bundesstraße ins Büro gefahren, sondern durch die Rieselfelder, wenn schon, denn schon.
Hier gab es zum Glück bereits eine gespurte Loipe, was praktisch war, denn die geteerte Straße unter dem Schnee ist deutlich schmaler als der Schnee vermuten lässt, rechts und links sind reichlich Untiefen und Löcher, wenn man also vom geteerten Weg abkommt wird es sehr huckerig und es kann durchaus passieren, dass man komplett stecken bleibt. Damit noch mehr Nervenkitzel, aber auch hier bin ich fehler- und unfallfrei durchgekommen, war deshalb hellwach und sehr motiviert als ich im Büro ankam und entsprechend gut ist der Termin gelaufen.
Jetzt ist draußen überall Blitzeis - da fällt Autofahren schon deshalb aus, weil man gar nicht heil bis zum Auto kommt, schon zu Fuß gehen ist schlicht nicht mehr sinnvoll möglich. Morgen muss J. allerdings nach Esens zurück fahren, drücken wir die Daumen, dass die Wetterverhältnisse dann etwas besser sind für ihn
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Heute war ich aber schon gegen 12h "unten" und damit ungewöhnlich früh für meine Verhältnisse.
Da mein Vater ja immer noch bei mir im Haus wohnt, habe ich mich weitestgehend in die erste Etage ins Schlafzimmer und vor den Computer zurückgezogen, zum Essen bleibt mir aber nichts anderes übrig, als runter zu gehen, das Haus hat leider nur eine Küche.
Es hat aber zum Glück zwei Bäder. Hier oben ist nämlich noch ein kleines Duschbad, was normalerweise ausschließlich von K. und mir benutzt wird, ein Privatbadluxus, den ich sehr liebe und auf den ich üblicherweise auch immer bestehe.
In den letzten 10 Tagen habe ich es aber auch für die Kinder freigegeben, die ansonsten unten ihre Schlafzimmer haben und eigentlich das große Bad im Erdgeschoß benutzen könnten, aber das wollte ich ihnen in der aktuellen Situation nicht zumuten. Denn dorthin geht mein Vater und da ekeln sich halt alle. Wenn er irgendwann wieder ausgezogen ist, werden wir einfach das gesamte Bad im Erdgeschoß neu machen, haben K. und ich schon beschlossen. Wir hatten es ja eh vor, aber jetzt ist es erste Priorität. Denn auch mit viel Chlorbleiche und Sagrotan lässt sich das latente Ekeln vor diesem von meinem Vater nun mal sehr strapazierten Raum nicht ganz wegputzen.
Weil ich in der bürofreien Zeit nun überhaupt keinen Grund habe, früh aufzustehen, war es meist der Hunger, der mich so gegen 14h aus dem Bett und in die Küche trieb - und heute war ich dort halt schon um 12h. Heute hatte ich aber auch viel Frühstücksappetit, was bei mir dann heißt, ich stelle eine große Portion Baked Beans mit Bacon und Spiegeleiern her - immer wieder ein schöner Start in den Tag.
Nun ja, es ging dann auch geruhsam weiter, nach dem Frühstück sattelten K. und ich die Räder samt Anhänger und brachten einen vollen Müllsack zur Kippe. Das ist jetzt nämlich die perfekte Lösung für mein Müllproblem hier auf der Insel: Ich fahre den Müll einfach selber ab, direkt zur Kippe. Warum ich da nicht früher drauf gekommen bin, sondern immer einen Riesenhampeltanz mit meiner Müllentsorgung veranstaltet habe, kann ich nicht erklären - aber heute war es soweit, wir haben probeweisen einen vollen gelben Sack in den Fahrradanhänger gepackt und sind zur Müllkippe gefahren. - Und - Überraschung - die nehmen auf der Müllkippe tatsächlich Müll an. Auch fertig in Tüten verpackten.
Morgen bringen wir deshalb noch den schwarzen Müllsack zur Kippe - und ich habe keinerlei Restmüllproblem bei der Abfahrt. Was für ein wunderbares Gefühl.
Und dann ist der Urlaub auch schon wieder rum, zum Heulen, wenn ich genau drüber nachdenke. Ich könnte jetzt locker noch mindestens ein Jahr länger Urlaub machen. Aber nur, wenn K. auch Urlaub macht, alleine hätte ich dann doch wieder keine Lust. Es ist also kompliziert. K. meint nämlich, er müsse wieder arbeiten gehen, weil er noch jung ist und das Geld braucht. Oder so ähnlich begründet.
Also gehe ich auch wieder arbeiten, hilft wohl nix, in Kombination immer noch besser als alleine zurückzubleiben, morgen wird dann erst hier das Haus geschrubbt und dann aufs Festland übergesetzt.
Ab Mittwoch wieder Büro
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Es spielten Laway mit Albertus Akkermann


Dieses Konzert am 28.12. ist mittlerweile eine von allen genossene Familientradition. Die beiden Großen fahren deshalb erst morgen zurück aufs Festland
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Jeder kocht dann ein wenig, wenn ihm danach ist, so gab es heute ständig irgendwelche Kleinigkeiten "zwischendurch", ohne dass sich irgendjemand verpflichtet fühlte, für eine offizielle Mahlzeit zu sorgen.
Von gestern war noch Thunfisch übrig geblieben (weil ich absichtlich so viel bestellt hatte, damit etwas übrig bleibt) und als ich irgendwann sagte, ich würde dann jetzt mal Thunfischtartar herstellen, fragte jedes Kind, was es dabei helfen könne und so war nicht nur das Tartar ruckzuck fertig, sondern nebenher auch noch Kartoffelplätzchen als Unterlage gebacken.
Das war dann unser Nachmittagsessen.
Nach dem Frühstück, mit dem wir erst gegen 13h fertig waren, schob ich einen Butternutkürbis in den Ofen, dessen Zubereitungsanweisung ich bei Herrn Buddenbohm gelesen hatte und neugierig ausprobieren wollte.
Ergebnis: Toll. Wirklich sehr lecker, war auch sehr schnell alle.
Gemeinsam mit C. schälte und kochte ich anschließend einen Riesentopf Kartoffel, so dass wir morgen Klöße machen können, dann kam die Idee mit dem Thunfischtartar, dann habe ich K. ein wenig geholfen, der die neuen Sonos Elemente aufgehangen hat (und ja, wir haben jetzt tatsächlich dieses edle Soundsystem hier am Start, K. war davon genauso angefixt wie ich, so dass er es kurzerhand als Weihnachtsgeschenk gekauft hat.) und als ich wieder runterging, war C. schon fast fertig mit der vegetarischen Lasagne, ich musste eigentlich nur noch die Soße für den Salat zusammenrühren.
Insgesamt war es also ein sehr essenslastiger Tag, vor die Tür gekommen ist keiner von uns (außer meinem Vater, der grundsätzlich mittags um 12h in den Ort fährt, um dort etwas zu essen, was er auch macht, wenn wir alle da sind und ständig irgendwas kochen und brutzeln.), dafür waren alle Dinge aber wirklich richtig lecker und es hat viel Spaß gemacht, so ganz entspannt einfach nur so und nur aus Genuss alle möglichen Speisen zu kochen.
Am schönsten war die fehlende Verpflichtung und dass keinerlei Regeln eingehalten werden mussten. Es gab weder vorgegebene Essenszeiten noch vorgegebene "Stilrichtungen", das klassische "Kaffee und Kuchen" fand zB gar nicht statt, weil keiner Appetit darauf hatte. Nichts musste zu einer bestimmten Zeit fertig sein und jeder konte selber entscheiden, ob er auch etwas essen wollte oder hiervon nicht.
Kurz: Es war so, wie ich mir Weihnachten immer gewünscht habe.
Morgen gehe ich vielleicht mal wieder vor die Tür
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Prächtiges Timing, alles ergab sich nach und nach und fügte sich insgesamt zu einem perfekten Ablauf.
Mein Vater, dem ja der religiöse Aspekt von Weihnachten enorm wichtig ist, ging am Nachmittag in die Kirche, so dass uns genug Zeit blieb, zu überlegen, wie es weitergehen könnte und so entschlossen wir uns zu einem zweigeteilten Heiligabendverlauf. Als mein Vater aus der Kirche zurück kam, gab es deshalb Essen Teil 1, Misosuppe und Bruschetta, zwar eine seltsame Kombi, aber ausreichend, um formal als Komplettessen durchzugehen.
Dann Bescherung für meinen Vater, der sich anschließend sehr intensiv in ein Buch vertiefte, das er geschenkt bekommen hatte. Während er las, begannen wir anderen fünf mit der Herstellung von Sushi, was dieses Jahr außerordentlich gut funktionierte. Besonders erwähnenswert ist dabei, dass es keinen Streit gab, niemand schmollte und alle motiviert und mit guter Laune bei der Sushiproduktion mitmachte. Als wir so gegen 19h damit fertig waren, hatte aber niemand von uns Hunger, die vorherige Mahlzeit war noch nicht komplett verdaut. Also packten wir die Sushiplatten in Zelluphanfolie ein, stellten sie in die Speisekammer und beschlossen spontan, zu einem Strandspaziergang aufzubrechen.
Das war ein wunderbare Idee, es wehte ein ziemlich stürmischer Wind, aber mit 8°C war es nicht kalt und wir waren komplett alleine am Strand. Die Kinder tollten wie junge Hunde durch die Gischtflocken, spielten Nachlaufen und schaukelten um die Wette, denn natürlich gehörte uns auch der Spielplatz am Strand ganz alleine.
Als wir gegen 21h zurückkamen, war mein Vater schon ins Bett gegangen und wir konnten Weihnachten Teil 2 ganz in Ruhe für uns selber starten.
Ich stelle für mich fest, dass Weihnachten mit großen Kindern viel toller ist als mit kleinen, weil jedes Showgetue überflüssig ist und man tatsächlich nur das tut, was einem selber Spaß macht - und allen gefällt das gleiche
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