Dienstag, 18. August 2026
Licht- und Schalterplanung
anje, 21:31h
Der Elektriker möchte wissen, welches Schalterprogramm wir haben möchten und plötzlich muss ich mich für Dinge entscheiden, von denen ich gefühlt viel zu wenig Ahnung habe.
Nach dem ich mich erst sehr mit meinem Westfalenmann rumgestritten habe, weil ich immer nur stur wiederholte, dass ich keine wilden Schalterorgien an den Wänden haben will, nur weil wir ein Smarthome bekommen, bei dem so ziemlich alles gesteuert werden kann, was elektrisch bedient wird.
Das lässt sich auch alles übers Handy steuern und zusätzlich auch gerne über eine zentrale Haussteuerung mit großem Monitor, davon bekommen wir auf jeder Etage eine.
Was ich aber auf keinen Fall will ist mehr als ein Schalter an den Stellen, wo man einen Schalter braucht, um zunächst mal das Licht an- oder auszuschalten, wenn man es nicht über Handy bedienen will.
Gleichzeitig habe ich aber auch eine sehr große Abneigung gegen so fissilige kleine Schalter mit drölfzig Einzeltasten, deren Bedienung sich mir nicht intuitiv erschließt und ich dann ewig lange darauf herumtatsche, nur weil ich erst mal überhaupt irgendein Licht einschalten will.
Bis das Licht dann endlich an ist, habe ich aber beim rumtatschen auch dreimal die Jalousien hoch- und runtergefahren, die Fenster auf und zu gemacht, das Garagentor geöffnet und die Heizung ausgestellt. Kann man ja schließlich alles an diesen multipatenten Schaltern einstellen.
Will ich auf keinen Fall haben.
Wenn ich die Temperatur verändern oder die Jalousien runterlassen möchte, will ich all diese Dinge in Ruhe auf meinem Handy oder dem Tablet bedienen, oder eben an dem großen Monitor der zentralen Steuereinheit, aber nicht über einen kleinen Minischalter an der Wand.
Ich möchte einfach nur einen pupsnormalen An-Aus-Lichtschalter zentral am Eingang jedes Raumes und fertig.
Weil ich diese komplexen Schalter alle so ätzend finde, weil ich gleichzeitig aber auch gar keine richtige Ahnung habe, wie das knx-System, was wir jetzt überall installiert haben, funktioniert und welche technischen Anforderungen es verlangt, ist es sehr kompliziert, von mir in diesem Punkt eine Entscheidung für Schalter zu verlangen, trotzdem muss ich eine Entscheidung treffen, denn der Elektriker will installieren.
Also habe ich mir heute erstmal ganz für mich alleine in Ruhe überlegt, was bei uns überhaupt alles elektrisch gesteuert wird und was ich unbedingt von einem Wandschalter aus steuern will und was eben nicht.
Heutzutage ist es ja nicht nur Licht an und aus, was man schalten kann, sondern jede Menge verschiedene Lichtszenarien, hell, dunkel, bunt, von Puff bis OP-Saal kann ich heute jede gewünschte Lichtstimmung erzeugen. Ich finde allerdings, das steuert sich am Handy bequemer als an einem fest montierten Wandschalter.
Außerdem kann ich die Heizung und die Klimaanlage regeln, diverse Fenster elektrisch auf- und zu machen und fast überall haben wir Raffstores zur Verschattung, natürlich ebenfalls elektrisch.
Als nächstes habe ich mir aufgeschrieben, welche Lampen in welchem Raum angebracht werden und wie ich vorhabe, diese Lampen zu steuern - und dann habe ich meinem Lichtberater eine Whatsapp geschrieben und gefragt, ob er Zeit hat, das Thema mit mir durchzugehen.
Hatte er, er rief an und wir haben dann über fünf Stunden telefoniert. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal ein derart langes Telefongespräch geführt habe, aber am Ende hatten wir gemeinsam einen sinnvollen Schaltplan entwickelt und ich habe endlich ein einigermaßen gutes Gefühl dabei.
Ich weiß jetzt, dass ich an den meisten Stellen sinnvoillerweise spezielle "smarte Schalter" montieren sollte, weil in denen Temperatursensoren verbaut sind und die brauche ich sowieso, um die Heizung steuern zu können.
Ich kann aber selber entscheiden, mit welchen Funktionen diese Schalter belegt sind. (d.h. ich muss nicht die Heizung über den Schalter steuern, er misst die Temperatur einfach im Hintergrund und meldet sie an das Zentralsystem. Aber ich könnte die Heizung über den Schalter steuern, wenn ich das will.)
Wir sind Raum für Raum alle Schalterpositionen durchgegangen, haben überall aufgeschrieben, was der jeweilige Schalter sinnvollerweise schalten sollte, welche Lampen wir zu Gruppen zusammenschalten, welche dimmbar sein sollen und was der Schalter sonst noch schalten sollte, wenn noch nicht alle Tasten belegt waren.
Nach fünf Stunden war der Schaltplan fertig. Den hätte ich sowieso erstellen müssen, denn der knx-Programmierer braucht ja eine Vorgabe, wie er nachher alle Abnehmer passend programmieren soll, es war also ein ausgesprochen produktiver Nachmittag und ich bin sehr zufrieden.
Es sind immer noch diverse Themen und Fragen offen, die geklärt werden müssen, aber ich habe endlich nicht mehr das Gefühl, dass ich überhaupt nicht verstehe, wie das alles funktioniert.
Als ich K im Anschluss erklärte, wie ich mir das jetzt alles vorstelle, war er sehr damit zufrieden und ich hoffe, dass wir damit das Thema Licht endlich brauchbar im Griff haben
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Nach dem ich mich erst sehr mit meinem Westfalenmann rumgestritten habe, weil ich immer nur stur wiederholte, dass ich keine wilden Schalterorgien an den Wänden haben will, nur weil wir ein Smarthome bekommen, bei dem so ziemlich alles gesteuert werden kann, was elektrisch bedient wird.
Das lässt sich auch alles übers Handy steuern und zusätzlich auch gerne über eine zentrale Haussteuerung mit großem Monitor, davon bekommen wir auf jeder Etage eine.
Was ich aber auf keinen Fall will ist mehr als ein Schalter an den Stellen, wo man einen Schalter braucht, um zunächst mal das Licht an- oder auszuschalten, wenn man es nicht über Handy bedienen will.
Gleichzeitig habe ich aber auch eine sehr große Abneigung gegen so fissilige kleine Schalter mit drölfzig Einzeltasten, deren Bedienung sich mir nicht intuitiv erschließt und ich dann ewig lange darauf herumtatsche, nur weil ich erst mal überhaupt irgendein Licht einschalten will.
Bis das Licht dann endlich an ist, habe ich aber beim rumtatschen auch dreimal die Jalousien hoch- und runtergefahren, die Fenster auf und zu gemacht, das Garagentor geöffnet und die Heizung ausgestellt. Kann man ja schließlich alles an diesen multipatenten Schaltern einstellen.
Will ich auf keinen Fall haben.
Wenn ich die Temperatur verändern oder die Jalousien runterlassen möchte, will ich all diese Dinge in Ruhe auf meinem Handy oder dem Tablet bedienen, oder eben an dem großen Monitor der zentralen Steuereinheit, aber nicht über einen kleinen Minischalter an der Wand.
Ich möchte einfach nur einen pupsnormalen An-Aus-Lichtschalter zentral am Eingang jedes Raumes und fertig.
Weil ich diese komplexen Schalter alle so ätzend finde, weil ich gleichzeitig aber auch gar keine richtige Ahnung habe, wie das knx-System, was wir jetzt überall installiert haben, funktioniert und welche technischen Anforderungen es verlangt, ist es sehr kompliziert, von mir in diesem Punkt eine Entscheidung für Schalter zu verlangen, trotzdem muss ich eine Entscheidung treffen, denn der Elektriker will installieren.
Also habe ich mir heute erstmal ganz für mich alleine in Ruhe überlegt, was bei uns überhaupt alles elektrisch gesteuert wird und was ich unbedingt von einem Wandschalter aus steuern will und was eben nicht.
Heutzutage ist es ja nicht nur Licht an und aus, was man schalten kann, sondern jede Menge verschiedene Lichtszenarien, hell, dunkel, bunt, von Puff bis OP-Saal kann ich heute jede gewünschte Lichtstimmung erzeugen. Ich finde allerdings, das steuert sich am Handy bequemer als an einem fest montierten Wandschalter.
Außerdem kann ich die Heizung und die Klimaanlage regeln, diverse Fenster elektrisch auf- und zu machen und fast überall haben wir Raffstores zur Verschattung, natürlich ebenfalls elektrisch.
Als nächstes habe ich mir aufgeschrieben, welche Lampen in welchem Raum angebracht werden und wie ich vorhabe, diese Lampen zu steuern - und dann habe ich meinem Lichtberater eine Whatsapp geschrieben und gefragt, ob er Zeit hat, das Thema mit mir durchzugehen.
Hatte er, er rief an und wir haben dann über fünf Stunden telefoniert. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal ein derart langes Telefongespräch geführt habe, aber am Ende hatten wir gemeinsam einen sinnvollen Schaltplan entwickelt und ich habe endlich ein einigermaßen gutes Gefühl dabei.
Ich weiß jetzt, dass ich an den meisten Stellen sinnvoillerweise spezielle "smarte Schalter" montieren sollte, weil in denen Temperatursensoren verbaut sind und die brauche ich sowieso, um die Heizung steuern zu können.
Ich kann aber selber entscheiden, mit welchen Funktionen diese Schalter belegt sind. (d.h. ich muss nicht die Heizung über den Schalter steuern, er misst die Temperatur einfach im Hintergrund und meldet sie an das Zentralsystem. Aber ich könnte die Heizung über den Schalter steuern, wenn ich das will.)
Wir sind Raum für Raum alle Schalterpositionen durchgegangen, haben überall aufgeschrieben, was der jeweilige Schalter sinnvollerweise schalten sollte, welche Lampen wir zu Gruppen zusammenschalten, welche dimmbar sein sollen und was der Schalter sonst noch schalten sollte, wenn noch nicht alle Tasten belegt waren.
Nach fünf Stunden war der Schaltplan fertig. Den hätte ich sowieso erstellen müssen, denn der knx-Programmierer braucht ja eine Vorgabe, wie er nachher alle Abnehmer passend programmieren soll, es war also ein ausgesprochen produktiver Nachmittag und ich bin sehr zufrieden.
Es sind immer noch diverse Themen und Fragen offen, die geklärt werden müssen, aber ich habe endlich nicht mehr das Gefühl, dass ich überhaupt nicht verstehe, wie das alles funktioniert.
Als ich K im Anschluss erklärte, wie ich mir das jetzt alles vorstelle, war er sehr damit zufrieden und ich hoffe, dass wir damit das Thema Licht endlich brauchbar im Griff haben
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