anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Freitag, 3. April 2020
Unterwegs durch Herzebrock
Letzter Arbeitstag, ab sofort Urlaub, das fühlt sich gut an.

Gefeiert haben wir mit einem Ausflug, K musste etwas im ostwestfälischen abholen, einfach nur in der Gegend rumfahren ist auch mal eine Abwechslung.

Unterwegs fuhren wir durch Herzebrock, dort warb ein äußerst attraktives Geschäft mit einem wahrlich diversifizierten Angebot um Kunden



Ich fand das so witzig, dass K extra noch mal umdrehte, damit ich das Schild von beiden Seiten fotografieren konnte. Das Geschäft war gut besucht, drinnen waren mehrere Kunden, es sieht nur von außen so zu aus.

Gegenüber war übrigens ein Feinkostgeschäft, Inhaber Heinrich Todt.

In Herzebrock kann man richtig was erleben.

Dann fuhren wir hinter einem Auto her, auf dem Werbung für "die mobile" gemacht wurde. Ich dachte, das wäre ein schräger Scherz, denn was soll mit "stirb mobil" schon beworben werden? K sagte aber, das wäre ein Pflegedienst, was bei mir einen Lachanfall auslöste. Lustige Idee.
Bis ich die Website aufrief. Er hat recht. - Im Ostwestfälischen kann man wirklich was erleben
.

397 x anjeklickt (immerhin schon ein Kommentar)   ... ¿selber was sagen?


Freitag, 24. Januar 2020
Kreativer Freitag
Freitage sind die besten Tage der Woche.

Das hat K heute festgestellt und ich kann ihm darin nur vollumfänglich recht geben.

Seitdem ich den Freitag zum Homeofficetag erklärt habe, an dem ich all die Dinge erledigen kann, zu denen unter der Woche keine Zeit war, sind Freitage wirklich die besten Tage. Das gesamte Wochenende liegt noch vor mir, aber die hektische Woche ist vorbei und durch die Homeofficeruhe kriege ich richtig was geschafft.

Heute habe ich das Jahresabschlussreporting für unsere größste Vermögensverwaltungsgesellschaft fertig gestellt und statt in Stress, Hektik, Ärger und Wut zu verfallen, weil natürlich weder im ersten, noch im zweiten und auch nicht im dritten Anlauf die Zahlen stimmten, bin ich einfach aufgestanden, ins Nachbarzimmer gegangen und habe mich damit beschäftigt, eine Karte zu stempeln.

Früher war Stempeln ja mein richtiges hardcore Hobby, aber mit dem alten Leben habe ich auch die alten Gewohnheiten zurückgelassen, nur heute hatte ich das Gefühl, ich muss unbedingt mal wieder eine Karte machen.

Viele der Materialien sind natürlich in den letzten 12 Jahren eingetrocknet und unbrauchbar geworden und vor allem habe ich vergessen, was ich überhaupt so an Stempeln und Farben besitze und vor allem, wo das Zeug alles so lagert, aber letztlich gelang es doch und ich war nachher ganz zufrieden mit dem Ergebnis.



Das Entwerfen und Herstellen so einer Karte ist ja eine Mischung aus handwerklicher Arbeit und dem Nachspüren eines unbestimmten Bauchgefühls, auf alle Fälle ist es eine Arbeit ohne Nachdenken, was bedeutet, dass man dadurch ganz wunderbar den Kopf freibekommt - und plötzlich wusste ich dann auch, wo der Fehler in meinem Jahresendreporting war und was ich tun muss, um die Zahlen alle stimmig zu bekommen.
Toll.
Sowas geht nur im Homeoffice.

Ich bin sehr zufrieden mit dem heutigen Tag
.

55 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt)   ... ¿selber was sagen?


Dienstag, 31. Dezember 2019
Jahresrückblick 2019 mit Nachtrag
Da ich letztes Jahr beschlossen habe, für den letzten Tag des Jahres eine neue Tradition zu begründen, fülle ich den Fragebogen vom letzten Jahr dieses Jahr natürlich auch aus.


Wie schnell ist das Jahr vergangen?
So ca. 200 bis 250 Tage
Welche Farbe hatte das Jahr?
jadegrün
Auf einer Skala von 1-10?
8-9
Zusammengefasst?
Es gab ganz viele liquide Finanzzuflüsse von vielen verschiedenen Seiten


Familie:
Keine großen Veränderungen.
Alle drei Kinder studieren das gesamte Jahr.
N besteht sein zweites Staatsexamen als Mediziner und beginnt anschließend sein praktisches Jahr. Sein erstes Tertial absolviert er am UKM in Münster und wohnt in Greven, dann geht er für vier Monate nach Wien, über Weihnachten kommt er nach Hause, wo wir ihn mit einem neuen (gebrauchten, aber deutlich jüngeren) Auto überraschen, damit fährt er am 27.12. zurück nach Wien, packt dort seine Sachen und beginnt am 30.12. sein letztes Tertial in Bad Ischl.
C war während ihres Masterstudiums im Herbst für zweieinhalb Monate in St. Andrews, K und ich wollen sie mit dem Flugzeug besuchen, aber das Wetter ist so schlecht, dass wir keinen passenden Slot finden.
Sie beschließt aus ihrer 9er WG auszuziehen und sucht sich gemeinsam mit einer Freundin eine neue Wohnung, die beiden wohnen jetzt richtig seriös "wie Erwachsene" (naja, mit 25 kann man das ja auch mal anfangen)
J bekommt im Januar in Berlin ein Appartement in einem Studentenwohnheim, er ist der festen Überzeugung, dass er das Studium niemals schaffen wird und mindestens 20 mal durch alle Klausuren durchfällt, weil er keine Lust hat, so unsinniges Zeug auswendig zu lernen. Zu seiner großen Überraschung besteht er aber im Sommer alle Klausuren und kündigt das große Durchfallen jetzt für den nächsten Durchgang an.

Der Vater hat sich gesundheitlich stabilisiert, er muss dreimal die Woche zur Dialyse und wohnt deshalb dauerhaft im Seniorenheim in Leer.

Von der Mutter weiß ich kaum was, sie redet wenig mit mir, weil der Bruder ihr das verboten hat. Warum der Bruder das tut und was er gegen mich hat, kann ich nicht rausbekommen, weil reden ja unerwünscht ist und die Mutter auch kein Interesse daran hat, hier etwas zu vermitteln. Die Mutter hat große Sorge, es sich mit dem Sohn zu verderben, immerhin ist er der einzige, der sich anständig um sie kümmert, sagt sie. Die Töchter kritisieren nur an ihr rum, das mag sie nicht. Ich arrangiere mich damit, dass ich nicht für sie zuständig bin; wenn sie nach Borkum kommt, wohnt sie jetzt beim Bruder, so verkehrt finde ich die Lösung tatsächlich nicht. - Nachtrag: Diese Passage ist gestrichen, weil es alles ganz anders ist. Von der Mutter weiß ich kaum etwas, weil wir wenig miteinander reden. Ich rufe sie nicht an, weil ich üblicherweise überhaupt niemanden anrufe. Wenn sie wissen will, wie es mir geht, kann sie es ja hier lesen.
Ich weiß, dass der Bruder sie regelmäßig anruft und sie überhaupt viel mit dem Bruder zu tun hat, außerdem wohnt sie im selben Haus wie die Schwester, weshalb ich mich nicht für sie zuständig fühle.
Ich finde, es reicht, wenn ich mich um den Vater kümmere, da gerate ich auch nicht in Streit mit den Geschwistern, denn den mag sonst keiner.
Der Bruder lebt sein eigenes Leben auf seine eigene Art und Weise mit eigenen Schwerpunkten und eigenen Wichtigkeiten, die mir überwiegend derart fremd sind, dass ich nur Unmengen an Fragezeichen habe, aber keine Antworten bekomme - weil, wir reden ja nicht miteinander. Und vielleicht ist das auch besser so, denn sonst rege ich mich nachher nur auf.


Häuser und Wohnen:
Das Jahr der Verkäufe.
Die Fabrik in MG ist tatsächlich verkauft und das Hotel auch, hieran habe ich immerhin 1% Anteil gehabt und dadurch insgesamt einen Liquiditätszufluss dieses Jahr generiert, der wohl nie mehr zu toppen ist.
Für einen Teil des Geldes habe ich mir noch eine Immobilie auf Borkum gekauft, Immobilien sind einfacher zu verwalten, wenn sie nicht wild in der Weltgeschichte verstreut sind.
Außerdem besitze ich seit diesem Jahr einen Anteil an einem Grundstück im Ostwestfälischen, erster Teil der Umsetzung der Pläne des Vorjahres, denn auf diesem Grundstück wollen wir gemeinsam ein Haus bauen.
In der Wohnung in MG sind im Januar neue Mieter eingezogen, die Miete wird vom Jobcenter bezahlt, das mit den neuen Mieters auch anstandslos eine Mieterhöhung akzeptierte. Im Dezember wurde von dieser Miete die letzte Rate des Kredites für die Wohnung bezahlt, nach genau 25 Jahren ist die Wohnung nun komplett abbezahlt. Ich habe sie 1995 aus einer Zwangsversteigerung erworben und damals zu 100% finanziert. Sie war als private Zusatzrente gedacht, die Kalkulation ging deutlich früher auf als erwartet.
Das Mietshaus in Greven ist unverändert, es waren interessierte Käufer zur Besichtigung da, aber danach habe ich nichts mehr gehört. Ich möchte hier noch genau fünf Jahre wohnen, ich drücke mir die Daumen, dass das gelingt.

Pläne:
Die Hausbaupläne für das neue Haus auf dem Festland gehen sehr langsam voran, aber es bewegte sich was in 2019, für 2020 ist geplant, dass wir uns einen Architekten suchen und uns intensiv mit der konkreten Planung des neuen Hauses beschäftigen.
Die Umbau- und Erneuerungspläne für das Haus auf Borkum stecken fest, die örtlichen Handwerker verlangen Preise, die keinen Bezug mehr zum Festland haben, wir werden hier etwas anderes organisieren müssen.

Reisen
Keine, nur zuhause gewesen.
Da ich grundsätzlich ja eher unreisig bin, fehlt mir da zum Glück aber auch nichts.

Zum ersten Mal gemacht:
Immobilien verkauft.
Bisher habe ich in meinem Leben immer nur Immobilien gekauft, dieses Jahr habe ich erstmals welche davon wieder verkauft. Es macht sehr zufrieden, wenn ein Plan gelingt, denn alle Immobilien waren als Teil meiner privaten Altersabsicherung gedacht und jetzt, wo die ersten zwei tatsächlich in echtes Geld zurückverwandelt wurden, beginnt sich dieser Plan zu realisieren.
Außerdem: E-Bilanzen erstellt. Ganz alleine und ohne Datev-Unterstützung.
Und: Quinoa gekocht (und gegessen).

Häkchen auf der Bucketlist:
Die Sache mit dem Grundstück im Ostwestfälischen klargemacht und endlich ein paar BHs gefunden, die nicht kneifen.

Entdeckt und Spaß dran gefunden:
Swopper - Dieser wippende Bürostuhl ist einfach genial.
Außerdem: Quinoa als Reisersatz entdeckt und lieben gelernt und selbstgemachte Gemüsebrühe zum every and all time Standardgewürz erkoren.

Gesundheitliche Veränderungen:
Augen: Unverändert alt, drei neue Gleitsichtbrillen im Sommer gekauft und begriffen, dass Gleitsichtkontaktlinsen nichts für mich sind.
Ohren Bisher noch keine Ausfälle beobachtet (aber vielleicht höre ich es auch nur nicht……)
Unfälle Keiner (toi, toi, toi)
außerdem:
Alle alten Krankheiten auskuriert, die Schleimbeutel muckern nicht mehr und das Herz ist pumperlgesund.
Neue Krankheiten Ich bekomme einen Hallux am rechten Fuß, weshalb ich alle Absatzschuhe aussortiert habe, von dieser Art Schuhwerk habe ich mich dieses Jahr endgültig verabschiedet
Sonstiges Die Schilddrüse ist gut eingestellt und verlangt seit Sommer sogar weniger Stoff, insgesamt macht Altwerden aber immer noch keinen Spaß

Optische Veränderungen:
Gewicht unverändert, es ist dabei geblieben, dass ich nur eine Mahlzeit pro Tage esse, daran habe ich mich gut gewöhnt, aber weniger wird das Gewicht trotzdem nicht
Haare Farbe unverändert, ehemals Natur, mittlerweile habe ich so viele graue Haare, dass ich wirklich alle sechs Wochen nachfärben muss. Außerdem radikal kürzer, war ein Versuch im Oktober, gefällt mir aber nicht so gut wie erhofft, also lasse ich sie jetzt wieder wachsen, ist praktischer im Alltag, weil sich längere Haare besser zusammenbinden lassen.
Sonstiges meine Zähne werden immer schiefer, nächstes Jahr habe ich einen Termin beim Kieferorthopäden

Finanzen, Veränderung zum Vorjahr:
regelmäßiger Zufluss mehr
regelmäßiger Abfluss gleich
variable Ausgaben gleich
Gesamtvermögen deutlich mehr, weil der Wert der verkauften Immobilien jetzt realisiert ist
Besondere Anschaffungen ein Auto für N, sonst fällt mir nichts ein
Und sonst noch so:
In der Summe hat mir das Jahr 2019 sehr gut gefallen, der Verkauf der Immobilien hat nicht nur gewaltig Geld in die Kasse gespült, sondern auch sehr viel Ärger und Arbeit abgestellt.
Insgesamt kann ich mich an keinen größeren Ärger in 2019 erinnern, im Wesentlichen lief das Leben recht gleichmäßig vor sich hin, keine besonderen Vorkommnisse, alles im grünen Bereich.
Auf 2020 freue ich mich, weil ich die Zahl mag, und weil jetzt das Jahrzehnt beginnt, in dem viele Änderungen anstehen.
Zwei Kinder werden nächstes Jahr mit ihrem Studium fertig sein und sich anschließend allein unterhalten können. Jedes Stück Verantwortung, was wegfällt, ist positiv.
Ab morgen gilt: Noch vier Jahre - und dieses
.

84 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt)   ... ¿selber was sagen?


Mittwoch, 19. Juni 2019
Der Knutschfisch
Heute habe ich nur Bilder, weil mir die Worte fehlen, um den Knutschfisch zu beschreiben.
Außer Begriffe wie toll, fantastisch und großartig fällt mir nämlich nichts passendes ein, weil es passender als toll, fantastisch und großartig gar nicht geht.
Diesen Fisch hat mir die liebe B. gemacht und ich war sofort schockverliebt.



Außer, dass ich die Skulptur als solche schon einfach nur genial finde, passt sie auch noch perfekt ins Wohnzimmer, finde ich.
Der Fisch steht jetzt auf dem Klavier, würde aber auch an jeder anderen Stelle im Raum gut aussehen.


Ich habe auch noch Fotos von dem Augenbuch gemacht, aber erstens muss ich die noch "rahmen" und sortieren und zweitens kann ich die heute unmöglich auch posten, wäre schlicht zu viel, da würden sich Buch und Fisch gegenseitig die Schau stehlen, das geht auf gar keinen Fall, Buch also an einem anderen Tag.

Außerdem muss ich heute auch keine Bilder vom Flug nach Borkum posten, der fiel nämlich aus wegen Wetter. Wir hatten hier einen klitzekleinen Weltuntergang, zwar nicht sehr lange, aber gewaltig heftig. Allerdings lange zuvor angekündigt, deshalb haben wir uns auch nicht getraut zu fliegen.

Plan B sagt also jetzt Flug dann halt morgen, in NRW ist ja morgen fröhlicherweise Happykadaver und damit landesweiter Feiertag.
Danach beginnt dann leider die brückentagslose Zeit - der nächste Feiertag ist im Oktober, das wird eine harte Zeit, zum Glück habe ich zwischendurch vier Wochen Urlaub :-)

Sonst ist auch nichts Berichtenswertes passiert, außer dass ich heute morgen gelernt habe, dass es unklug ist, den Augenbrauenstift mit dem Kajalstift zu verwechseln, weil, Kajalstift macht gräßlich hässliche Augenbrauen, die auch kaum noch wieder wegzuwischen sind. Deshalb ganz klar meine Empfehlung an alle: Nicht nachmachen, Kajalstift nicht zum Augenbrauenanmalen benutzen, ganz schlechte Idee, wirklich, ich habe es für euch getestet
.

185 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt)   ... ¿selber was sagen?


Donnerstag, 30. Mai 2019
Es ist vollbracht
Der Schlafsessel steht, wenngleich er noch einen kleinen Mangel hat, den ich noch reparieren muss.
Aber der Reihe nach, denn selbstverständlich habe ich den Transport und den Aufbau sorgfältig fotodokumentiert, denn mir schwebt ja immer noch ein Fotobuch mit Geschichten als Biographie dieses Hauses vor, deshalb wird jede Neuerung mit der Kamera begleitet.
Zunächst mal steckte das Unterteil ja im Auto, wir haben es dann heute morgen ausgeladen.

(oberes Foto Auto von innen mit Dach zu, unteres Foto dann kurz vorm Rausheben)

In Cs Zimmer haben wir das Gestell dann ausgeklappt abgestellt, die Bezüge von Armlehnen und Kissen hatte ich gestern Abend noch in die Waschmaschine gesteckt, die waren heute morgen also sauber und konnten wieder aufgezogen werden.


Den Überzug hat K beim Onkel abgeholt, der hatte ihn ja am Wochenende in der großen Gewerbemaschine gewaschen, dann wurde alles zusammengezippt und dabei haben wir dann festgestellt, dass ein Reißverschluss leider kaputt gegangen ist, da müssen wir jetzt einen neuen Schlitten besorgen, der alte ist zerbrochen, aber so ein Schaden dürfte sich beheben lassen und benutzbar ist der Sessel trotzdem.

So sieht es jetzt aus:

und ich bin sehr zufrieden mit dieser Neuerung.

C kam erst mit der Nachmittagsfähre, ich hatte zur Feier des Tages einen Obstkuchen gemacht (das erste Mal den Biskuitboden selber gebacken und er schmeckte deutlich besser als jeder gekaufte, keine Ahnung, warum ich das nicht schon längst mal ausprobiert hatte)

so dass es nach Kuchenessen, Sessel zusammenzippen und Leihsessel wieder zurückbringen plötzlich schon nach 19h war, ich wollte aber wenigstens noch einmal am Strand nach dem Wasser gucken - und stellte fest, dass wohl aktuell grade Nesselquallenhochsaison ist.
Der Strand war übersät mit Hunderten von kleinen Nesselquallen, auf dem großen Foto links sieht man viele helle Punkte auf dem Strand, jeder Punkt ist eine Qualle.


K machte ein paar sehr hübsche Fotos von den Strandkörben

obwohl ich Strandkörbe eigentlich nicht mag, denn die gehören hier nicht auf die Insel. Traditionell gibt es hier Strandzelte, aber die Nörgelgäste kannten die von anderen Inseln und haben dann auf Borkum auch danach verlangt - wenn dann ein Strandzeltvermieter anfängt und auch Körbe kauft und vermietet, dann ziehen die anderen natürlich nach und mittlerweile stehen fast mehr Körbe als Zelte auf dem Strand, was ich wirklich, wirklich schade finde.
Aber nun ja.

Ich setze mich auf alle Fälle grundsätzlich nur in ein Strandzelt, alles andere käme mir vor wie Inselverrat.

(Die Möwe hat auch K geknipst, ich habe mich derweil mit C ein wenig im Zelt ausgeruht)

Mal schauen, wie das Wetter morgen wird, heute war es eher trüb und diesig, aber der Rasen braucht dringend einen Schnitt, wär ja schon gut, wenn es morgen trocken bleibt
.

104 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt)   ... ¿selber was sagen?


Freitag, 24. Mai 2019
Glück gehört auch dazu
In den Weihnachtsferien hat mich ja der akute Umräumwahn gepackt und ich habe den alten Schreibtisch, der seit Jahren unten in Cs Zimmer stand, nach oben in das Wohnbüro getragen und es damit endlich geschafft, diesen Raum nicht nur gemütlich, sondern auch enorm praktisch und gleichzeitig auch noch optisch ansprechend zu gestalten, so dass ich davon ziemlich begeistert war.
An der Einrichtung dieses Raums habe ich über zwölf Jahre rumgebastelt, nie war ich wirklich zufrieden, bis letztes Jahr Dezember, seit dem ist es der schönste Raum im Haus, finde ich.

Anfangs hatte ich das Gefühl, dieser Raum wird nie was. Hier stand zwar von Anfang an mein Schreibtisch, so dass ich mich sogar recht viel in diesem Raum aufgehalten habe, aber gemütlich war er eindeutig nicht.
Die Möbel standen unzusammenhängend und lieblos aufgereiht an der Wand rum und es fehlte mir jede Idee, wie man diesem Raum Atmosphäre einhauchen könnte.
Dann kam die große Flut, die sich von oben nach unten genau durch diesen Raum ergoss, alles musste neu und der Raum gewann deutlich an Fläche, weil wir beschlossen, die Begradigung der Dachschräge auf der linken Seite nur noch 60cm hoch zu ziehen, das war schon mal ein großes Plus für den Raum. Auch der neue Boden wertete sehr auf, aber trotzdem fehlte dem Raum noch was.
Vier Jahre später deckte Orkan Christian das Dach ab, das war die Gelegenheit, nun auch auf der anderen Seite des Raums die Kulissenabtrennung zu entfernen, denn wir hatten mit dem neuen Dach auch einen nutzbaren Dachboden.
Der Raum wurde also noch mal größer und auch heller, weil wir ein zusätzliches Dachfenster einbauten und im Winter darauf kam dann noch der Kaminofen.
Seitdem war es schon ziemlich gemütlich dort oben, so ein Kaminofen ist fast unschlagbar, was Gemütlichkeit angeht, aber ganz perfekt war es immer noch nicht, die Schreibtischsituation musste noch optimiert werden.
Die Idee dazu hatte ich wie gesagt im Dezember, dafür fehlte in Cs Zimmer jetzt was.
Hier hatte ich aber sehr schnell eine Idee, wie man dieses Zimmer verbessern könne, es brauchte nämlich keinen neuen Schreibtisch, sondern vielmehr ein Sofa oder noch besser: einen richtig gemütlichen Schlafsessel. Am allerbesten würde das "Multy" von Ligne Roset als Sessel passen, setzte ich mir in den Kopf, denn erstens haben wir im Haus schon zwei Multys und jeder weiß, wie man sie bedient. Außerdem sind es die besten Schlafsofas, die ich kenne, sie sind als Sofa superbequem und gleichzeitig kann man wirklich gut darauf schlafen, für ein Gästebett mit Doppelnutzen kenne ich keine bessere Lösung. Dumm nur, dass so ein Schlafsessel über 2000 € kostet, wenn man ihn neu kauft, es war also klar, dass ich irgendwas Passendes bei ebay finden musste, wobei "irgendwas Passendes" nur wenig Spielraum zuließ, denn eigentlich kam außer Gelb auch keine andere Farbe in Frage.
Seit Dezember verfolge ich also die Angebote bei ebay, Multys gibt es in rauen Mengen, nur in der 95cm Variante sind sie echt selten und die wenigen, die drin stehen, sind immer noch unangenehm teuer.
Dann gab es mal eines in Bayern, das ist für 400€ verkauft worden, ein echter Schnapper - aber eben Bayern, das wäre schon eine arg mühselige Reise, es dort abzuholen und wenn man es per Spedition verschicken lässt, wird es halt auch gleich wieder teuer. Und gelb war es auch nicht.

Seit vier Wochen wird ein gelbes in Neuköln angeboten. J meinte, er würde es mir dort abholen und nach Borkum bringen, aber die Leute wollten immer noch 500€ und einen Fleck hatte es auch und überhaupt kein Zubehör. Also weder Armlehne, noch Kissen, da finde ich 500€ dann halt schon noch viel.
Andererseits sind in der Zwischenzeit auch zwei andere Multysessel bei ebay für mehr als 500€ verkauft worden (eines beige eines blau), die fünf, die aktuell drin stehen, sollen aber alle noch mehr 1.000€ kosten, vielleicht ist also 500€ doch nicht zuviel? Wäre ja auch nur 25% vom Neupreis. - Ich konnte mich nicht entscheiden.
Ich habe aber jede Woche mal wieder bei ebay reingeschaut, was es an neuen Anzeigen gibt - und heute war es dann soweit: Ein gelber! Multyschlafsessel mit allem Zubehör, also zwei Armlehnen, einem Kissen und einer Zusatzauflage wurde angeboten - und sollte nur 100€ kosten. Laut Anzeigentext "neuwertig", Standort Kassel, ich konnte mein Glück ja kaum fassen.

Der Verkäufer antwortete auch sofort, wir machten den Kauf fest, ich organisierte einen Kombi und überredete K unseren geplanten Flug nach Borkum auf morgen zu verschieben - und dann fuhren wir nach Kassel, den Schlafsessel abholen.

Hat alles ganz wunderbar geklappt, der Sessel ist wirklich wie neu, man kann also sagen, das ist rundum perfekt.

Zuhause angekommen habe ich das Teil komplett auseinandergebaut, denn auch wenn er neuwertig aussieht, so fühle ich mich doch wohler, wenn ich den Bezug einmal durch die Waschmaschine gejagt habe und das geht sowieso nur auf Borkum in der Gewerbewaschmaschine beim Onkel.
Außerdem hoffe ich, dass ich Matratze und Bezug morgen in den Flieger packen kann und das Gestell passt dann mit ein bisschen Glück ins Cabrio, das nehme ich dann am Mittwoch mit rüber und dann könnte ich das "Projekt Multy-Sessel" endgültig abschließen.
Das wäre schon genial
.

121 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt)   ... ¿selber was sagen?


Sonntag, 10. März 2019
Buchhaltung selbstgemacht
Als erklärter Listenfan, führe ich natürlich auch eine Liste über meine privaten Ein- und Ausgaben. Nicht, weil ich es müsste, sondern weil ich es spannend finde.
Rein berufsbedingt finde ich "Buchhaltung" ja sowieso eine sinnvolle Erfindung, für meine rein privaten Zwecke benutze ich aber kein klassisches Buchhaltungsprogramm, sondern eine im Laufe der Jahre immer weiter entwickelte Exceltabelle, weil meine private Buchhaltung ja nur mein Privatvergnügen ist und keinen gesetzlichen Vorgaben genügen muss.
Offizielle Buchhaltungsprogramme sind deutlich umständlicher in der Handhabung als eine Exceltabelle, dafür bieten sie dann auch externe Schnittstellen und einen hohen "Betrugsschutz", alles Features, die gesetzlich vorgeschrieben sind und sinnvoll sein können, wenn man ein großes Unternehmen buchführt, privat brauche ich das aber nicht, denn ich könnte mich ja nur selber betrügen und eine Schnittstelle fürs Finanzamt brauche ich privat zum Glück auch nicht.
Ich benutze also eine einfach Exceltabelle, die ich dafür im Laufe der Jahre immer perfekter auf meine eigenen Bedürfnisse zurechtgeschneidert habe, jedes Jahr wird sie ein bisschen weiter ausgefeilt, mittlerweile bin ich ziemlich stolz auf meine Lösung.

Die Exceltabelle ist so aufgebaut, dass ich in den ersten fünf Spalten die Werte der Kontoumsätze, die ich regelmäßig aus dem Onlinebanking exportiere, einfach reinkopiere (Datum, Name der Bank, Umsatzart/Empfänger, Verwendungszweck und Betrag), Spalte 6 habe ich freigelassen für "Bemerkungen" (sehr wichtig, wenn man ein Jahr später noch mal was nachgucken will und bei dem Verwendungszweck "Paypal Ref. 27i45q30547u305" nicht automatisch auswendig weiß, was man da gekauft hat) , daneben eine Spalte für die Kategoriezuweisung* und dann so viele Spalten, wie ich meine, einzelne Kategorien in der Feinaufteilung zu brauchen.
*Das mit der Kategoriezuweisung ist der eigentliche Witz dieser Buchhaltungsmethode, denn ich habe meinen Kategorien Namen gegeben statt Kontonummern (merkt sich selbst für mich Zahlenmensch leichter) und den Rest der Tabelle so programmiert, dass der Betrag, der in der Spalte "Umsatz" steht (den ich aus dem online-Banking importiert habe), automatisch in der Spalte "anje" noch mal ausgewiesen wird, wenn ich in der Kategoriezuweisungsspalte nur die Buchstaben "anj" eingebe. Ganz oben in dieser Spalte addieren sich alle Beträge, die in dieser Spalte stehen, so dass ich jederzeit sehen kann, dass ich z.B. dieses Jahr bereits 227,19 nur für "anje" ausgegeben habe. (Es ist in echt mehr, denn ich war dieses Jahr ja schon Schuhe shoppen und überhaupt habe ich ja aufgehört bei "anje" zu sparen, ich wollte nur das Prinzip der Tabelle erklären.)
Alles, was ich im Rahmen der Buchhaltung also tun muss, ist im ersten Schritt die Umsätze aus dem Online-Banking zu exportieren und in diese Tabelle einzufügen, anschließend muss ich nur noch jede Kontobewegung einer Kategorie zuweisen, in dem ich hinter den Kontoumsatz die ersten drei Buchstaben der jeweiligen Kategorie schreibe.)

Für 2019 habe ich aktuell 29 Kategorien, in einer klassischen Buchhaltung würde man das "Konten" nennen.
So gibt es je ein Konto für jedes der Kinder, für mich und für K, (die Kinderkonten werden dabei auch mit Plus und Minus befüllt, d.h. das Kindergeld buche ich "plus", den Unterhalt, den ich überweise dann wieder "minus") außerdem unterscheide ich nach Auto, Essengehen, Haushaltkrimskrams, Lebensmitteleinkäufe, Versicherungen, Geschenke und Sonstiges, außerdem gibt es natürlich für jede Immobilie ein eigenes Konto und schließlich unterscheide ich die sonstigen Einnahmen auch noch nach Herkunft (also Gehalt, Zinsen, Gewinne aus Verkäufen usw.). Ganz wichtig ist das Konto "Geldtransfer", weil hier alle Geldverschiebungen gebucht werden, wenn ich also zB Bargeld abhebe oder von einem Konto auf ein anderes überweise.
Praktisch funktioniert das jetzt so, dass ich die Umsätze der Bankkonten aus dem Onlinebankking als csv-Datei exportiere und dann in das für die einzelne Bank vorgesehene Tabellenblatt per copy and paste einfüge. Da ich ja mehrere Bankkonten habe, gibt es für jede Bank ein eigenes Tabellenblatt, was das Jahr über gefüllt wird. Diese Tabellenblätter sind grundsätzlich alle gleich aufgebaut, so dass ich am Jahresende (oder monatlich, wenn ich das möchte) die Daten ganz problemlos aus den einzelnen Tabellenblätter weiter in einer Gesamttabelle zusammenfügen kann, in dem ich sie einfach untereinander weg da rein kopiere, dann muss ich nur noch nach Datum sortieren - und zack - ist eine chronologisch sortierte Gesamtbuchhaltung fertig. Jedes Konto (also jede Kategorie) weist oben die Summe aus, so habe ich eine wunderbare Übersicht, wo ich welches Geld reingesteckt habe und wo es hergekommen ist.

Mittlerweile bietet zwar auch jedes online geführte Bankkonto diese Kategorieaufteilung an und alle werben damit, dass man in dem jeweiligen online-Banking-Programm auch andere Banken mit einbinden kann, allerdings gibt es dort nur fest vorgegebene Kategorien, über die ich mich regelmäßig ärgere, weil sie für mich wichtige oder sinnvolle Unterscheidungen nicht vorsehen - und weil das Programm sie natürlich sehr oft falsch zuordnet. Manchmal sind diese Falschzuordnungen sehr witzig (ich habe neulich Wein in einem Weinladen eingekauft und die Abbuchung auf dem Konto sortiert das Bankprogramm unter "Tanken", was zwar irgendwie auch richtig ist, aber ich glaube, das Programm hat sich nicht ganz so zweisinnige Gedanken bei der Zusortierung gemacht), manchmal sind sie aber auch einfach nur langweilig falsch und verlassen kann man sich auf diese automatische Zusortierung deshalb überhaupt nicht, man muss grundsätzlich jede Buchung überwachen und im Zweifel einzeln korrigieren, allein schon deshalb sehe ich darin also überhaupt keine Arbeitsersparnis und sortiere meine Kategorien viel schneller in meiner eigenen Excel-Tabelle.
Mit Datenschutz habe ich normalerweise wenig Probleme, d.h. ich finde meine eigenen Daten jetzt nicht sonderlich geheim oder geheimhaltenswert, dass ich aber freiwillig in dem online-Banking einer Bank alle Daten aller anderen Banken auch gleich mit einbinden würde, ähem, ne, da werde ich dann doch plötzlich misstrauisch und finde es wesentlich sinnvoller, alle meine Bankdaten offline in einer selbsterstellten Excel-Tabelle zu verwalten.

Seit letztem Jahr schreibe ich auch alle Barausgaben auf, was eine besondere Herausforderung ist, weil ich das ja einigermaßen zeitnah und regelmäßig erledigen muss, um mich überhaupt daran zu erinnern, was ich alles so gekauft habe, allerdings ist das im Sommer komplizierter als im Winter, weil es im Sommer viel mehr Flohmärkte gibt und ich dort viel öfter unterwegs bin.
Dieses Jahr habe ich bisher im Januar und Februar nur an sechs Tagen überhaupt Bargeld benutzt, insofern ist es im Moment also noch sehr überschaubar, führt aber insgesamt dazu, dass ich tatsächlich einen Komplettüberblick über meine Ausgaben und Einnahmen bekomme und das gefällt mir schon sehr.
Listenfan eben
.

127 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt)   ... ¿selber was sagen?


Mittwoch, 6. Februar 2019
Technikwunder
Im Moment begegnen mir immer wieder technische Besonderheiten.
Am Sonntag haben wir mit dem Tanken so lange gewartet, bis die Spritpreise auf ein Niveau gesunken waren, das K bereit war, als angemessen zu akzeptieren.
Das Auto zeigte beim Halt an der Zapfsäule noch eine Restreichweite von 15km, alles easy sagte mein Westfalenmann und tankte 60l Benzin in meinen 55l Tank.
Nach dem Tanken, sprang die Restreichweitenanzeige auf 580km Und stieg seit der Zeit kontinuierlich an. Mittlerweile bin ich schon 90 km weiter gefahren, habe aber 50 km mehr Restreichweite als direkt nach dem Tanken.
Muss man nicht verstehen, oder?


Heute war ich auf einer Bankveranstaltung in einem frisch umgebauten Hotel in Münster, dort ist alles schnieke und neu, aber den Vogel abgeschossen hat die Toiletteninstallation:

Ich bin ja regelmäßig fasziniert, von den kreativen Technikideen in öffentlichen Waschräumen und betrachte es grundsätzlich als sportliche Herausforderung, die Bedienung von Waschtisch und Spülung ohne fremde Hilfe herauszufinden, aber weshalb man auf einer Toilette die Strahlintensität messen soll und was genau dort gefönt wird, das wollte ich heute tatsächlich nicht mehr erkunden
.

198 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt)   ... ¿selber was sagen?


Samstag, 19. Januar 2019
Ein Inseltag bei prächtigem Wetter
Das Wetter war heute genau so wie angekündigt: Sonne, klarer Himmel, keine Wolken, super Sichten, wenig Wind, Idealbedingungen zum Fliegen. K war sehr zufrieden und alles klappte wunderbar nach Plan. Gegen 9h sind wir aufgestanden, um viertel nach 10h waren wir am Platz, um kurz vor 11h in der Luft und um viertel vor 12h auf Borkum. Trotz des perfekten Fliegerwetters war wenig los unterwegs, die meisten Hobbypiloten machen von O-O Winterpause, was das Fliegen für den Rest doppelt angenehm macht.

Da der Wind fast aus Süden kam, war die Bahn "eins-drei" in Betrieb. Landebahnen haben ja immer zwei Richtungen mit 180° Unterschied. Die Bahn "eins-drei" (13) zeigt in 130°, wenn man genau umgekehrt landet, wäre es die "drei-eins", also 310°. Diese Start- oder Landerichtung nutzt man, wenn der Wind aus Nordwesten kommt, da man grundsätzlich gegen den Wind startet oder landet, weil Gegenwind beim Landen besser bremst und beim Starten besser unter die Flügel rutscht und damit für Auftrieb sorgt. Flugplätze sind üblicherweise so ausgelegt, dass man die Landebahn in die Hauptwindrichtung legt, auf Borkum kommt der Wind sehr häufig aus Nordwesten. Wenn er stramm aus Osten kommt, kommt er auf Borkum aus Norden (kleines Späßchen der Insulaner, weil die Stadt Norden östlich von Borkum liegt), für solche Situationen gibt es auf Borkum auch noch eine Grasbahn in der Richtung null-fünf bzw. zwei-drei, also 50° bzw. 230°, damit kann man die gefürchteten Seitenwindlandungen vermeiden. Gekreuzte Bahnen sind schon eine Besonderheit, haben nicht viele kleine Flugplätze.
Heute kam der Wind aus 150°, weshalb also die eins-drei in Betrieb war, was bedeutet, wir müssen zum Landen einmal um die Insel herumfliegen.
Was wiederum bedeutet, dass ich noch schnell ein paar Fotos machen konnte


Am Nachmittag sind wir dann mit den Fahrrädern losgefahren, die Post aus dem Vaterhaus holen, Einkaufen und dann kontrollieren, ob der Strand noch da ist.
War er - es war wirklich phantastisches Wetter


Beim Einkaufen mussten wir natürlich wieder über die Stränge schlagen, obwohl wir noch genug zu essen im Tiefkühler hatten, mussten wir dringend noch mehr kaufen. Jetzt haben wir noch mehr im Tiefkühler, weil wir am Abend gemeinsam feststellten, dass wir gar keinen Hunger mehr haben, wir hatten vorher schon Brötchen und Wavelkes gegessen (der Onkel hatte gebacken), so dass wir nicht nur unsere Vorröte nicht aufgegessen, sondern auch noch aufgestockt haben - aber man weiß ja nie, könnte ja sein, dass hier morgen der Notstand ausbricht.

Am späten Nachmittag sind wir noch mal ins Dorf gefahren, ich hatte noch Dinge zu erledigen und als wir zurückfahren wollten, ging grade die Sonne unter.
Bei diesem Wetter ein Wahnsinnsspektakel - und um diese Jahreszeit kann man das sogar fast ungestört am Hauptstrand genießen, weil die Insel grade angenehm leer ist.


Ich fand die Spiegelung in den Hotelscheiben fast so schön, wie die Sonne überm Wasser, K fotografierte dafür sehr ordentlich "die richtige Seite" und ich gebe zu, das sieht auch sehr gut aus


Es ist beeindruckend, in welchem Tempo die Sonne im wahrsten Sinne des Wortes im Meer versinkt, dauert keine Minute, erst ist noch ein voller Kreis über dem Horizont zu sehen - und dann rutscht sie einfach unter Wasser und ist weg. Beim Zugucken hat man das Gefühl, da hat jemand den Zeitraffer eingestellt, so fix geht das.

Der rote Horizont mit dem hellen Eintauchkrater leuchtet aber noch längere Zeit nach dem Sonnenuntergang und auch wenn schon die Lampen angegangen sind, kann man noch immer gut erkennen, wo die Sonne abgetaucht ist.


Als wir Richtung Insel schauten, bemerkte K, dass der Mond direkt über dem Leuchtturm steht und es aussieht, als ob der Leuchtturm auf den Mond zeigt. In echt sah es wirklich ganz faszinierend aus - auf den Fotos kommt das nicht so gut rüber, es war wohl schon zu dunkel und dadurch ist alles etwas blass ausgeleuchtet nur der Mond ist viel zu hell - aber weil K sich so viel Mühe gegeben hat, genau die richtige Stelle für ein Foto zu finden, füge ich diese Bilder hier auch noch an.


Morgen wollen wir gegen Mittag los und drücken uns die Daumen, dass der Flieger über Nacht nicht zu sehr vereist, auf dem Rückweg stoppen wir dann einmal in Leer und gehen den Vater besuchen, praktischerweise ist sein Seniorenheim nicht weit weg vom Flugplatz
.

181 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt)   ... ¿selber was sagen?


Montag, 31. Dezember 2018
Jahresrückblick 2018
Ich habe ja lange gezögert, ob und wenn ja, wie ich es mit so einem Fragebogen für den Jahresrückblick halte, aber dieses Jahr habe ich mich endlich mal aufgerafft und meinen eigenen Fragebogen entworfen, der für mich einfach besser passt als der Standardfragebogen, der ansonsten in Bloggerkreisen verwendet wird.
Eigentlich könnte ich unter "erstes Mal gemacht" jetzt auch eintragen "Fragebogen mit Jahresrückblick ausgefüllt", aber das schenke ich mir, weil zu offensichtlich.
Noch ist dieser Fragebogen natürlich keine Tradition, aber auch die älteste Tradition hat ja mal irgendwann angefangen. Und 2018 ist also das Jahr, in dem diese Tradition begründet wird:

Wie schnell ist das Jahr vergangen?
Unter 100 Tagen
Welche Farbe hatte das Jahr?
hellblau
Auf einer Skala von 1-10?
7-8
Zusammengefasst?
Gibt nix zu meckern


Familie:
Das letzte Kind hat Abitur gemacht und ist zum Studium endgültig ausgezogen.
Der Vater ist schwer krank und wird künftig in einem Seniorenheim wohnen.
Alle anderen: leben noch und ansonsten unverändert.

Häuser und Wohnen:
Die Firma, die mir CW als "Rente" hinterlassen hat, ist für 1 € verkauft worden, dafür bekam ich die Papiere ausgehändigt, um die Grundschulden auf der Immobilie in MG endlich löschen lassen zu können. Nach vier Jahren Gehampel endlich ein Schritt nach vorne.

Ich habe ein Mietshaus auf Borkum gekauft (naja, der Vertrag war schon letztes Jahr, aber seit diesem Jahr gehört es mir) und der schwierige Mieter ist nach drei Monaten ausgezogen, darüber habe ich mich sehr gefreut. Jetzt wohnen nur nette Mieter in dem Haus. Außerdem hat das Haus neue Fenster bekommen und ich habe das ganz alleine organisiert.
In der Wohnung in MG sind die Mieter über Nacht abgeschoben worden und haben ein Chaos hinterlassen - es sieht aber so aus, als ob ich schon eine neue Familie gefunden habe, die dort einzieht und das Chaos auch selber beseitigt. Innerhalb von drei Monaten also von "ganz schrecklich" bis zu "alles wird gut".
Das Haus, in dem ich auf dem Festland zur Miete wohne, ist zwischenverkauft worden und soll weiter verkauft werden. Ich habe mich entschieden, dass ich es nicht selber kaufen werde, damit wird das Wohnen in dem Haus zu einem Glücksspiel. (Ich habe mal nachgezählt: Mir ist in meinem Leben bisher schon dreimal wegen Eigenbedarf gekündigt worden, ich habe ganz wenig Lust auf ein viertes Mal, wir werden sehen, wie lange das gut geht.)

Pläne:
Ich möchte gerne ein neues Haus bauen, auf dem Festland, zusammen mit meinem Westfalenmann. Für 2019 möchte ich auf der Organisationsspur dafür ein großes Stück weiter kommen
Außerdem möchte ich die Immobilie in MG verkaufen und drücke mir gewaltig die Daumen, dass das 2019 endlich klappt.

Reisen
Wenn man als "Reise" die Zeiten definiert, wo ich in einem Hotel übernachtet habe:
Drei Tage Frankfurt
Zwei Tage Hamburg
Sonst nur zuhause.
Da ich grundsätzlich ja eher unreisig bin, fehlt mir da zum Glück aber auch nichts.

Zum ersten Mal gemacht:
In 2018 habe ich zum ersten Mal in meinem Leben an einem Barcamp teilgenommen, das war toll, hat Spaß gemacht und ich werde es 2019 ganz bestimmt wiederholen.

Häkchen auf der Bucketlist:
Ich war in der Elbphilharmonie (und nu ist auch gut, Bulletpoints auf der Bucketlist müssen schließlich nicht zweimal abgehakt werde, ich bin aber froh, dass ich dort war.)

Entdeckt und Spaß dran gefunden:
Podcasts. Nachdem ich lange damit gehadert habe, weil ich keinen Weg fand, Podcasts in meinen Alltag zu integrieren, bin ich mittlerweile bei allen Autofahrten begeisterter Podcasthörer
Meine aktuelle Empfehlungsliste:
Durch die Gegend von Christian Möller. Mittlerweile habe ich mich komplett durch alle alten Folgen gehört und freue mich, dass es jeden Monat eine neue gibt.
Meine Lieblingsfolgen bisher sind
Judith Holofernes,
Juli Zeh und
Robert Habeck

Und die Folge mit Gregor Gysi hat mir deshalb gefallen, weil ich seitdem Gregor Gysi in einem völlig neuen Licht sehe. (Ich fand Gregor Gysi immer eine ausgesprochen faszinierende Persönlichkeit und hätte ihn immer als erstes genannt, auf die Frage: Mit welchem Prominenten würdest du gerne mal essen gehen. - Nach dieser Podcastfolge bin ich kuriert, jetzt würde ich immer Robert Habeck wählen.)

Außerdem habe ich alle Podcastfolgen von Vanessa Giese und Christian de Vries gehört und mich darüber gefreut, dass es Leute gibt, die einfach nur so, ohne kommerzielles Interesse, einen Podcast aufnehmen, in dem sie sich über allgemeine Themen unterhalten und das Ganze genau so rüberbringen wie es heißt:
Ein Mann.
Eine Frau.
Ein Gespräch.

Mir macht es Spaß, zwei Leuten, die sich unterhalten, zuzuhören, weil sie keines der k.o. Kriterien, die bei mir für ein schnelles Abschalten eines Podcastes sorgen, erfüllen.
Ich mag die Stimmen, die Tonlage und den "Nichtslang" (es gibt Leute, denen kann ich schon nur wegen diese k.o. Kriterien nicht länger als fünf Minuten zuhören. Ich bin da vielleicht etwas empfindlich, aber Stimme, Tonlage und Slang müssen passen, sonst lasse ich die Geräusche nicht an meine Ohren.)
Und sie reden keinen albernen Dünnschiss, verfallen nicht in langweilige Selbstbeweihräucherung, besprechen keine nerdigen Randthemen, verbreiten aber auch keine plattgebügelten Alltagsklischees, kurz, sie unterhalten sich einfach über die Dinge, die ich auch interessant finde, und dann macht das Zuhören Spaß.

Ich habe auch noch reichlich andere Podcasts gehört, da war aber keiner bei, den ich empfehlen würde, eine Negativliste ist aber auch nicht mein Ding, also lassen wir die alle einfach unerwähnt.

Gesundheitliche Veränderungen:
Augen: Ohne Gleitsichtbrille geht gar nix mehr, ich scheine aber drei verschiedene Stärken zu brauchen, je nach Tagesform, die neuen Werte aus 2018 sind wieder weniger stark, machen aber nicht an allen Tagen gleich scharf.
Ohren Bisher noch keine Ausfälle beobachtet (aber vielleicht höre ich es auch nur nicht……)
Unfälle Mein Sturz vom Fahrrad, das mich beim Aufsteigen abwarf, Folgen: Ein gebrochenes Handgelenk und eine durchtrennte, genähte Oberlippe,
außerdem:
Mittelfinger geklemmt letzte Woche, aktuell dunkelblauer Fingernagel, möchte jemand Fotos sehen?
Neue Krankheiten Naja, diese blöde Schleimbeutelgeschichte in beiden Hüften hat im Januar begonnen und wird nicht besser, mit Pech ist da mittlerweile auch irgendwas mit dem Herzen, ich hatte bisher aber noch keine Zeit, zum Kardiologen zu gehen
Sonstiges Die Schilddrüse ist gut eingestellt und muckt sich nicht, insgesamt kann ich aber feststellen: Ich finde Altwerden Scheiße


Optische Veränderungen:
Gewicht unverändert, aber immerhin unverändert. Nachdem es die letzten 10 Jahre jedes Jahr mehr wurde, habe ich es jetzt endlich geschafft, es zum Stillstand zu bringen. Seit April relativ konsequentes Teilzeitfasten, was zwar nicht zu einer Abnahme führte, aber eben immerhin zu einem Stillstand.
Haare Farbe unverändert ehemals Natur, dafür genau ein Jahr länger, habe nichts mehr abschneiden lassen
Sonstiges s.o. - ich finde Altwerden Scheiße

Finanzen, Veränderung zum Vorjahr:
regelmäßiger Zufluss mehr
regelmäßiger Abfluss gleich
variable Ausgaben gleich
Gesamtvermögen mehr (logisch)
Besondere Anschaffungen naja, das Mietshaus und dann die Fenster für das Haus waren schon teuer, aber irgendwie zählt das eher als Investition, oder? Anschaffungen für den Verbrauch - hmm, irgendwie fällt mir nichts Bemerkenswertes ein. (Geschenke ignoriere ich jetzt mal unauffällig)
Wir haben auf Borkum eine neue Spülmaschine bekommen und das Büro-Kaminzimmer umgeräumt und deshalb die Büroeinrichtung aktualisiert. Zum ersten Mal seit 10 Jahren haben wir jetzt hier beide wirklich sehr gut nutzbare Arbeitsplätze.

Uns sonst noch so:
K hat die Theorieprüfung für den IFR-Schein bestanden, mit der praktischen Ausbildung hat er allerdings noch nicht mal angefangen
Ich habe im Sommer das erste Mal seit über 34 Jahren einen selbstverschuldeten Autounfall produziert
J hat als Jahrgangsbester mit 1,1 sein Abitur bestanden und anschließend eine bezahlbare Wohnung in Berlin gefunden
Ich habe Ks Familie kennengelernt. Nach über 10 Jahren Zusammenleben sind wir immerhin schon so weit.
Ich habe eine neue, eigene Mobiltelefonnummer, die ich allerdings erst in sechs Jahren ausschließlich nutzen werde. (Bisher läuft ja alles über das Büro, aber ich fange schon an, mich auf den Abschied vorzubereiten und eine eigene Mobilnummer erscheint mir da als ein wichtiges Feature. Die, die ich jetzt habe, war grade frei und dazu besonders hübsch, da habe ich einfach mal zugegriffen.)
Und schließlich: Ich habe ein weiteres Jahr mit dem täglichen Tagebuchbloggen durchgehalten, so ganz alleine für mich bin ich damit schon sehr zufrieden
.

186 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt)   ... ¿selber was sagen?