Es geht nämlich darum, dass Ks Brille inzwischen mindestens fünf Jahre alt ist und er sich bisher noch immer nicht darüber beklagt, dass er damit nicht mehr ordentlich sehen kann. Das ist zwar einerseits sehr schön für ihn, andererseits bin ich aber auch sehr neidisch darauf, denn meine Augen werden so schnell schlechter, dass ich alle zwei Jahre unbedingt eine neue Brille brauche, und da ärgert es mich schon, dass K mit diesem Aspekt des Alterns offensichtlich keine Probleme hat.
So nach und nach wirkten meine regelmäßig wiederholten Hinweise, dass es doch sicherlich nicht schaden könne, wenn er sich mal eine neue Brille zulegt, allerdings hatte er komplett falsche Vorstellungen davon, wie man dabei so vorgeht.
Damit er in dieser Angelegenheit nicht zu sehr in die falsche Richtung läuft, habe ich ihm heute vorgeschlagen, wir könnten doch den Vormittag dazu nutzen, in Münster mal bei verschiedenen Optikern vorbeizugehen und nach einem schönen Gestell Ausschau zu halten.
K fand diesen Vorschlag wunderbar und so verschoben wir das "allgemeine Aufräumen" auf morgen.
Ks Steuererklärung wurde heute also nicht fertig, dafür war der Ausflug in die Stadt unerwartet erfolgreich, denn ausgerechnet bei meinem Lieblingsoptiker war ein Termin zur Sehstärkenbestimmung unerwartet stand by verfügbar und, Überraschung, fanden wir dort auch einige wirklich schöne Brillengestelle.
Da es bei diesem Optiker größere Mengenrabatte gibt, je mehr Brillen man kauft, war es nur vernünftig, dass ich mir auch noch zwei Gestelle aussuchte, dadurch wurde der Preis pro Brille noch mal deutlich günstiger und außerdem hatten sich auch meine Werte mal wieder verändert und so wurde das insgesamt ein sehr erfolgreich Einkaufstag, für uns alle beide.
Ein Erlebnis war auch der Weg durch die Stadt, denn es war so voll, wie ich es in Münster noch nie erlebt habe, ich war allerdings auch noch nie an einem Adventssamstag in der Stadt. Das besondere an Münster ist ja, dass es dort nicht einen Weihnachtsmarkt gibt, sondern hundert. Na, okay, vielleicht nicht ganz hundert, aber auf alle Fälle viele, und wenn man einmal quer durch die Stadt läuft, dann kann man nicht umhin, über mindestens drei bis vier Weihnachtsmärkte zu laufen, einer voller als der andere, es ist grauenhaft.
Um meine innere Abneigung gegen Weihnachtsmärkte nicht in Panik und Fluchtverlangen umschlagen zu lassen, erinnerte ich mich an meine Streifzüge über diverse arabische Souks, die ähnlich voll waren, die sich für mich aber nur nach einer fremden Welt und Abenteuer anfühlten. Der Unterschied zwischen einem Souk in Marrakech und einem Weihnachtsmarkt in Münster besteht vor allem darin, dass sich die Welt der Münsteraner Weihnachtsmärkte für mich deutlich fremder anfühlt als jeder Souk in Afrika, aber mit diesem Gedanken im Kopf, fühlte sich der Weg über die Weihnachtsmärkte plötzlich nicht mehr bedrohlich an, sondern nur noch aufregend. Es ist wirklich spannend, wie seltsam die Menschen sein können, die direkt hier ums Eck wohnen.
Insgesamt war es heute also nicht nur ein erfolgreicher, sondern auch abenteuerlicher Ausflug und auf meine beiden neuen Brillen freue ich mich schon sehr
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Ich habe mich also mit Hausarbeit beschäftigt und erneut festgestellt, wie zufrieden mich das macht.
Jetzt sind die Betten frisch bezogen, die Küche ist gründlich geputzt und gewischt, der Rest des Hauses ist gestaubsaugt und der Staubsauger ist grundgereinigt. Drei Maschinen Wäsche sind gewaschen und getrocknet,
große Mengen an Gemüse wurden zu einem großen Topf Gemüsesuppe verarbeitet, es war ein wirklich schöner Tag.
Hausarbeit unterscheidet sich von Büroarbeit vor allem dadurch, dass man den Kopf abschalten kann und einfach nur so vor sich hinarbeitet. Ich finde das ungemein erholsam.
Außerdem bleibt man bei Hausarbeit in Bewegung und friert nicht, wenn die Raumtemperaturen nur bei 16°C liegen, noch ein positiver Aspekt.
Für morgen haben wir uns allgemeine Aufräumarbeiten vorgenommen
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Falls für nächstes Jahr ein ähnliches Programm geplant ist, möchte ich bitte lieber 20 Peitschenhiebe, das erscheint mir die attraktivere und angenehmere Variante.
Außerdem habe ich Backfisch und Pommes gegessen und natürlich nicht vertragen. Als ich zuhause war, habe ich mich eine Zeitlang immer dicht in der Nähe einer Toilette aufgehalten, ich hatte große Sorge, dass das fettige Essen schneller wieder rauswollte als es ein normaler Verdauungsdurchlauf vorsieht.
Mittlerweile hat sich mein Magen beruhigt, bis sich meine Gemütslage beruhigt hat, wird es aber wohl noch dauern
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K brachte zwar als Argument, dass wir mindestens vier Stunden im Auto säßen und es deshalb vier Stunden schön kuschelig warm hätten, anders als hier im Haus, wo wir uns tapfer und schlotternd bei durchschnittlich 17° ständig in Bewegung halten müssen. Ich bin heute schon ca. 20x die Treppe hoch und runter gelaufen, hilft sehr gut gegen Frieren, ist aber auch anstrengend.
Aber wie gesagt, wir haben grade noch die Kurve bekommen, bevor uns unser Spartrieb zu völlig schwachsinnigen Aktion verführen konnte.
Das mit der Schreibtischarbeit ist aber trotzdem ein Problem, diesmal nicht wegen Abwesenheit und auch nicht wegen verfrühter Trunkenheit, sondern ganz schlicht wegen Kälte. Länger als eine halbe Stunde kann ich nicht am PC sitzen, dann muss ich mich erst etwas bewegen und meine Finger wieder auftauen. Der Tee, den ich mir zum Magen- und Fingerwärmen gekocht habe, wird leider auch so schnell kalt, dass er nach einer halben Stunde nichts mehr nutzt, ich könnte ihn in einen Thermobecher füllen, dann wäre er nach einer halben Stunde vielleicht noch lauwarm, aber zum Finger wärmen taugt ein Thermobecher ja mal so gar nicht, es ist kompliziert.
Weil ich deshalb heute ständig in Bewegung war, war ich auch eine Zeitlang im Keller. Mir fiel ein, dass ich ja Ks Geschenk schon mal einpacken könnte und mein Einpackstudio ist im Keller. Die früheren Jahre habe ich im Winter stets sehr ungern Geschenke eingepackt, weil es mir im Keller viel zu kalt war, aktuell ist es im Keller aber kaum kälter als im Rest des Hauses (was nicht daran liegt, dass der Keller wärmer wurde), deshalb macht mir aber auch ausdauerndes Geschenkeeinpacken nichts aus, es ist nicht alles schlecht am Nichtheizen.
Und weil ich heute keine extra Eile hatte, aus dem Keller wieder zu verschwinden, habe ich die Gelegenheit genutzt, da überhaupt mal wieder ein bisschen aufzuräumen und Struktur reinzubringen und dabei entdeckte ich an zwei verschiedenen Stellen noch Geschenke für K. Ich war ja bisher sehr fest davon überzeugt, dass ich keines hätte und bin deshalb am Donnerstag etwas hektisch in die Stadt gefahren. Das stimmt aber gar nicht, ich habe sogar mehrere Geschenke, die waren nur alle gut versteckt und ich hatte sie komplett vergessen. Ich war in einem früheren Leben ganz bestimmt mal Eichhörnchen.
Jetzt überlege ich ja schon wieder, ob ich nicht eines der Geschenke strategisch bis Weihnachten aufbewahren sollte, habe mich aber dagegen entschieden, no risk no fun, mir wird schon noch ein Geschenk einfallen und bis Weihnachten habe ich ja noch 18 Tage Zeit (bis zur Abfahrt nach Borkum, wo alles besorgt sein sollte, denn für last minute Einkäufe am 24. ist die Auswahl auf der Insel wirklich nicht geeignet.)
Außerdem habe ich mich heute Nachmittag mit dem Kauf einer weiteren Lampe Berger beschäftigt.
So eine Lampe habe ich vor längerem mal auf dem Flohmarkt gekauft und nach Borkum mitgenommen, wo ich sie schon mehrfach sehr erfolgreich eingesetzt habe. Als wir neulich hier in Greven den Fisch gebraten hatten und dann ausführlich lüften mussten, was die eh schon niedrigen Raumtemperaturen noch niedriger machte, fiel mir wieder ein, dass ich so eine Lampe ja schon lange auch für Greven haben wollte.
Als ich meine erste Lampe auf dem Flohmarkt kaufte, wusste ich nicht, was ich da kaufe, aber weil ich von der Beschreibung der Verkäuferin, wie so eine Lampe funktioniert bzw. was die kann, so fasziniert war, dass ich es dringend selber testen wollte, bezahlte ich anstandslos die geforderten 10 € obwohl ich ansonsten auf dem Flohmarkt alle zweistelligen Beträge schon als ungemein teuer empfinde.
Sie verkaufte die Lampe, weil sie eine zweite geschenkt bekommen hatte und sagte, sie verlange im Vergleich zum Listenpreis dieser Lampe einen verhältnismäßig geringen Betrag, weil diese Lampen im Original sehr teuer seien.
Ich hatte zwar keine Ahnung, was die Lampen kosten, weil ich ja noch nicht mal eine Ahnung gehabt hatte, dass es solche Lampen überhaupt gibt, ich glaubte ihr aber schon deshalb bedenkenlos, weil ich sie so nett fand. Netten Leuten glaubt man gerne Dinge, nicht wahr?
So kam ich also zu meiner ersten Lampe Berger und bin seitdem Fan. Die Dinger sind tatsächlich ganz wunderbare Geruchsfresser ohne alles mit einem Alternativgeruch zu überlagern, es gibt nämlich auch komplett neutral riechende Öle für diese Lampe, wenn man die reintut und die Lampe anzündet, riecht das Haus nachher nach nichts außer Haus, aber eben auch nicht mehr nach Fisch oder nach welchem Geruch auch immer, den man verschwinden lassen wollte.
Und genau für den Zweck wollte ich natürlich dann auch gerne eine Lampe für Greven haben, hatte aber immer wieder vergessen, mich darum zu kümmern. Als wir aber neulich diesen üblen Fischgeruch in der Bude hatten, da fiel es mir wieder ein und deshalb stand der Kauf einer Lampe Berger jetzt ganz oben auf meiner to-do-Liste.
Jetzt ist es so, dass die Dinger tatsächlich nicht ganz billig sind, wenn man sie neu kauft, weshalb ich natürlich nur eine gebrauchte über ebay kaufen wollte. Da gab es auch diverse Lampen, die lustigerweise überwiegend heute Nachmittag ausliefen. Ich habe mal fröhlich auf mehrere geboten - und irgendwie eskalierte das dann alles und jetzt besitze ich nicht nur zwei weitere Lampen, sondern auch Mengen an passendem Duftöl (ich finde das neutrale Öl am besten, aber hmmm, vielleicht kann man die anderen ja doch mal ausprobieren, ich habe jetzt demnächst auf alle Fälle reichlich und nun, wir werden sehen.)
Zum Mittagessen gegen 16h briet ich dann schon wieder Fisch, das war sehr schlecht, weil die Lampe Berger ja noch nicht da ist, aber der Fisch musste weg, weil ich ihn ja nur gekauft hatte, weil er weg musste, das heißt, ich hatte ihn nur gekauft, weil er mit kurzem MHD um 30% reduziert war, denn das ist die Art, wie ich grundsätzlich einkaufe und wenn man am Wochenende gezielt für den sofortigen Verzehr einkauft, dann ist das sehr vernünftig, wenn man dabei auch gleich auf Rabatte achtet. Es hat sogar den Vorteil, dass man gar nicht darüber nachdenken muss, was man kochen oder essen möchte, was ja in aller Regel das Schwierigste am Kochen überhaupt ist, sondern dieses Problem wird einfach durch die eingeschränkte Auswahl an rabattierten Lebensmittel gelöst. Ist mehr als ein Lebensmittel rabattiert, wählt man das teuerste, weil man dabei am meisten spart, ist doch logisch.
Deshalb gibt es bei uns häufiger Fisch und Meeresfrüchte, denn die sind ziemlich teuer und haben grundsätzlich nur eine kurze Haltbarkeit, weshalb es öfter mal vorkommt, dass sie im Laden reduziert werden.
Heute also Lachs, denn der musste dringlich als erstes weg, eigentlich war der schon für gestern vorgesehen gewesen, gestern waren wir aber erst auf dem Weihnachtsmarkt, dann war mir schlecht, weil ich dieses Weihnachtsmarktessen mit all dem Fett und Öl nie vertrage, dann war mir kalt und ich habe so schnell so viel Glühwein getrunken, dass ich den verbliebenen Hunger einfach mit simplem Baguette bekämpft habe, was es eigentlich als Beilage zu dem Fisch geben sollte, so aber gab es das als Beilage zum Glühwein, das war genauso sättigend, hatte nur zur Folge, dass der Fisch ungebraten blieb und es deshalb heute dringlich wurde.
Wie auch immer, diesmal war das mit dem Fischgeruch erstaunlicherweise nicht so schlimm, lag vielleicht auch daran, dass ich klugerweise vor dem Braten in der Küche alle Türen geschlossen und alle Fenster geöffnet hatte. Was man halt so macht, wenn man noch keine Lampe Berger hat und selber denken muss.
Anschließend habe ich mich dann noch mal an den Schreibtisch gesetzt und alle offenen Grundsteuerfälle erledigt, das ist doch auch schon was.
Morgen wieder Büro, hilft ja nix
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Zu unserem großen Glück war das Angebot heute sehr überschaubar. Ich habe ein bisschen Krimskrams erworben, es hielt sich aber alles im Rahmen, wir hätten nichts verpasst, wenn wir nicht hingefahren wären.
Was wir allerdings langsam wirklich dringlich brauchen, sind neue Kaffee Pads. Wir trinken nicht sehr viel Kaffee, jeden Morgen jeder eine große Tasse und K manchmal am Wochenende noch 1-2 Tassen zusätzlich, im Schnitt brauchen wir von den Guten Morgen Doppelpads ca. 15 bis maximal 20 Pads pro Woche, also 1,5-2 Pakete.
Bisher konnte ich es stets vermeiden, diese Pads zum regulären Preis zu kaufen, weil sie immer mal wieder irgendwo im Angebot sind und dann spart man zwischen 1,20-1,50 € pro Paket verglichen mit dem regulären Listenpreis.
Wenn diese Pads im Angebot sind, dann kaufe ich üblicherweise auch gleich einen Halbjahresvorrat, das letzte Mal habe ich das im Frühjahr gemacht, es wurde jetzt also wieder Zeit.
Eine Google-Sucher ergab, dass die gesuchten Pads diese Woche bei Kaufland im Angebot sind, das passte gut, Kaufland gibt es in Rheda und da mussten wir am Nachmittag sowieso hin, K hatte mit einer neuen Mieterin eine Wohnungsübergabe vereinbart.
Bei Kaufland kauften wir dann die kompletten Bestände vom Guten Morgen Kaffee auf, weil das nur 33 Pakete waren, haben wir noch 18 Pakete Guten Morgen strong dazu eingepackt, das dürfte jetzt wieder für ein halbes Jahr reichen.
An der Kasse gab es etwas umständliche Verhandlungen mit der Kassiererin, die das nicht ganz geregelt bekam, von welcher Sorte wir jetzt wie viele Pakete hatten - und im Ergebnis hat sie statt 33 Pakete der Hauptsorte nur eines berechnet, das haben wir aber erst bemerkt als wir im Auto saßen und ich den Bon noch mal kontrollierte.
Ich denke, bei diesem Kaffeeeinkauf haben wir jetzt wirklich gewaltig gespart.
Nach der Wohnungsübergabe gab es dann noch den obligatorischen Gang übern Weihnachtsmarkt, weil K seine Reibekuchen essen wollte, ich hatte meine Fellschuhe an und deshalb kein Problem mit kalten Füßen, ich denke aber, ich brauche solche Schuhe jetzt auch noch für die Hände.
Zeit für Schreibtischarbeit blieb nicht, weil ich durchgefroren nach Hause kam und deshalb Glühwein trinken musste, der wiederum kontraproduktiv für Schreibtischarbeit ist, dafür war es aber ein schöner Tag - und morgen fahren wir ins Sauerland, hat K vorgeschlagen, ich sehe fast schon wieder schwarz für den Arbeitsstapel auf dem Schreibtisch
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Wir (also genaugenommen K selber, aber weil ich das nicht als Vorwurf verstanden haben will, sage ich einfach wir, das impliziert, dass ich die Idee auch selber hätte haben können, wenn ich eine Idee gebraucht hätte), also wir haben schon letztes Jahr begonnen, uns Geschenke zu machen, von denen wir beide profitieren und I think, that's a wunderbare Idee.
Wir kaufen also Gegenstände für den gemeinsamen Haushalt, die der jeweils andere nicht gekauft hätte, weil er entweder nicht weiß, dass es sie gibt oder weil sie grundsätzlich zu teuer sind, für Geschenke gibt es aber kein zu teuer und damit ist es perfekt.
Im Ergebnis haben wir das Geschenkethema vom Tisch und wir haben Haushaltsgegenstände, die geil sind, das ist doch wirklich winwin, oder?
So ein Geschenk war mir also auch eingefallen und das wollte ich für K zum Geburtstag kaufen, ich hatte aber noch eine angemessene Restunsicherheit, ob das, was ich mir da ausgedacht hatte, wirklich sinnvoll ist oder einfach nur aufgeblasener Edelhype, so etwas wie Balenciaga Schuhe, denn dann wäredas ja nun wirklich doppelt peinlich, weil es auf das offensichtlichste demonstrierte, dass man sich freikaufen wollte und noch nicht mal Bock hatte, sich mit dem Geschenk selber zu beschäftigen.
Bevor ich also die Geschenkidee durch Zücken der Kreditkarte in ein Geschenk umwandelte, wollte ich mir das Ding selber in echt ansehen und von einem
Online Bestellung schied also aus, ich musste es vor Ort in einem Ladengeschäft erwerben und zu dem Zweck fuhr ich heute in die Innenstadt von Münster.
Der Verkäufer versicherte mir, dass das ausgesuchte Teil wirklich so toll ist, wie es alle YouTubeVideos anpreisen, es fühlte sich auch in echt sehr gut an, ich habe also das Geburtstagsgeschenkproblem gelöst, jetzt brauche ich nur noch Weihnachtsgeschenke.
Auf dem Rückweg von dem Laden zu meinem Auto kam ich noch an einem anderen Laden vorbei, in den ich neugierig hineinging, wenn man alle sechs Monate einmal in der Stadt ist, kann man so etwas ja mal machen.
Dort fand ich durch reinen Zufall noch ein Geschenk, ebenfalls für den gemeinsamen Haushalt, diesmal aber ungeplant und unerwartet, es war also zunächst mal für mich eine Überraschung, nächste Woche wird es dann eine Überraschung für K sein, ich kann ihm nur raten, dass es ihm gefällt, sonst wär blöd.
Am Abend fuhren wir noch Einkaufen und kauften eine ganze Kiste Glühwein, das ist unsere Alternative zur Heizung, wirkt besser und ist preiswerter.
Weil es gestern gebratenen Fisch gab, roch die Bude heute immer noch nach dem Essen von gestern, wir lüfteten also (noch mal) gründlich, anschließend waren es nur noch 15° im Erdgeschoss, ich habe keine Ahnung, wie wir die Räume je wieder warm kriegen sollen, weil K bisher Heizung kategorisch ablehnt.
Er meint, wenn wir so ein richtiges Wärmeloch zwischen den beiden Nachbarhäuser machen, dann ziehen wir gewaltig Wärme von rechts und links und das freut ihn so sehr, dass er dafür wahrscheinlich auch Minustemperaturen im Wohnzimmer akzeptieren würde, Hauptsache, die Nachbarn müssen extra heizen.
Ich glaube, es wird Zeit, dass wir hier wegziehen, mein Westfalenmann scheint mir nicht wirklich nachbarschaftssozialtauglich, besser, wir wohnen künftig in einem freistehenden Haus, dann fallen solche Probleme schon mal weg.
Außerdem zitierte mir mein Westfalenmann heute noch ein altes, westfälisches Sprichwort:
"Wiehnachten geht de Düvel up Stelzen" und meinte damit, dass vor Weihnachten alles total bekloppt und hektisch wird. Weshalb deshalb der Teufel auf Stelzen geht, habe ich nicht verstanden, aber ich komme ja auch nicht von hier wech
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Während der Fahrt ins Büro hörte ich einen neuen Podcast, der mir sehr gut gefiel. Ist grade erst gestartet, ich hörte also die erste Folge von
Außer Tresen nichts gewesen, in der sich Andreas Loff und Peter Wittkamp über Dating unterhalten. Dating ist so weit außerhalb meines Lebens, dass ich es ausgesprochen faszinierend fand, über dieses Thema überhaupt mal wieder nachzudenken.
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Im Büro gibt es Besprechungen zum Thema "nachhaltiges Investieren" und ich stelle fest, dass das alles komplette Augenwischerei ist. Ich finde die Idee dahinter wirklich gut, aber die Umsetzung ist totaler Murks. Mittlerweile finde ich das alles enorm ermüdend.
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Am Abend schaue ich "Alice" und erinnere mich daran, wie damals das Gespräch mit Alice Schwarzer und Esther Vilar im Fernsehen übertragen wurde und meine Mutter das Programm eingeschaltet hatte, weil mein Vater nicht da war. Er kam aber mittendrin nach Hause, schaute kurz zu und kommentierte dann vor Arroganz und Selbstgerechtigkeit nur so triefend, dass man doch schon rein optisch erkennen könne, wer die Intelligentere von beiden sei und dass man so eine hässliche Krähe wie Alice Scharzer doch nun weiß Gott nicht ernst nehmen könne.
Ich glaube, das war der Moment, als mir klar wurde, wie dumm er ist.
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Wir haben die Heizung hier in Greven immer noch nicht angestellt, so ein Reihenmittelhaus wird halt gut von beiden Seiten gewärmt, aber inzwischen sind es nur noch 17° im Wohnzimmer und ohne meine Uggs hätte ich wohl ziemlich kalte Füße, aber K will den Heizungsboykott weiter durchhalten, weil er sich darüber freut, dass dann die Floddernachbarn mehr heizen müssen.
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K probiert sich systematisch durch alle E-Autos, die so auf dem Markt sind. Der Tesla ist endgültig durchgefallen und er wartet jetzt nur noch die Mindesthaltedauer ab, um ihn weiterzuverkaufen.
Gestern hat er einen Mercedes EQS ausprobiert, Gesamturteil: Daumen runter, was mich sehr erleichtert.
Ich wiederhole mantraartig, dass das nachhaltigste Auto das ist, was nicht extra neu gebaut wird und im übrigen weigere ich mich hartnäckig, in irgendetwas suvartiges auch nur einzusteigen. Wir werden sehen, wie es weitergeht
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So stellte neulich ein Kooperationspartner ein Projekt vor, für das wir (Firma) das passende Haus bauen sollen.
Mich faszinierte daran vor allem der Begriff "vorgealtert", weil ich mir einerseits gar nichts, andererseits natürlich ungemein viel darunter vorstellen konnte, je nach dem wie weit ich meinen Phantasieschalter in den Bereich des Absurden drehe.
Es stellte sich heraus, dass es Menschen gibt, die aufgrund einer Erkrankung vielleicht laut Pass erst 30 Jahre als sind, körperlich aber wie 80jährige daherkommen*, ihr Körper ist also schon mal vorgealtert, im Kopf dagegen sind sie aber immer noch normale 30jährige.
*ich war kurz versucht, hier "körperlich aber wie 80jährige zupass sind" zu schreiben, habe das dann aber als zu albernen Wortwitz verworfen
Ich habe ja auch das Gefühl, dass bei mir Kopf und Körper unterschiedlich schnell älter werden, allerdings befürchte ich oft, dass mein Kopf älter ist als mein Körper, weil es immer mehr Dinge gibt, die ich nicht verstehe und die mich dann nur mit einem ratlosen Kopfschütteln auf die Umstände schauen lassen.
In dem Zusammenhang habe ich heute das Wort "Gegenwartsschrumpfung" gelernt, das ausdrücken soll, in welchem Tempo Wissen veraltet.
Wissen veraltet dadurch, dass neue Dinge entstehen, die die vorherigen Dinge ersetzen oder überschreiben.
Es mag ja sein, dass die Boomergeneration noch weiß, was eine Cassette und ein Bleistift miteinander zu tun haben, aber außer, dass sie mit diesem Wissen nutzlose Fragen bei Facebook beanworten können, ist dieses Wissen heute nichts mehr wert, weil veraltet.
Und so geht es mit ungemein vielen Dinge, die ich alle mal gelernt habe - sie sind heute nutzlos geworden.
Ich wusste zB, dass man einen Nylonstrumpf im Notfall als Ersatz für einen Keilriemen benutzen kann. Neulich habe ich gelernt, dass moderne Autos gar keinen Keilriemen mehr haben.
Ich fürchte also, mein Wissen samt meinem Erfahrungswissen ist vorgealtert und damit ziemlich nutzlos geworden.
Das ist insgesamt keine sehr erfreuliche Erkenntnis
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Vorher war Haus wieder abreisefertigmachen auf dem Programm, K montierte noch schnell ein paar neue Steckdosen und wir zählten genau ab, welche und wie viele Teile wir jetzt noch alles kaufen müssen, um wirklich überall die guten, neuen Gira-Schalter und Stecker anbringen zu können, da ist der logistische Abzähl- und Bestellaufwand entschieden größer als das anschließende Montieren, denn natürlich muss ich schon aus Prinzip die günstigst möglichen Einkaufspreise herausfinden und in einer Zielwertsuche bestehend aus der Kombination von Stückzahlen und Versandkosten, die richtigen Händler dafür auswählen.
Wir waren pünktlich fertig, pünktlich an der Fähre und pünktlich im Eemshaven, von dort fuhren wir weiter zum Heim des Vaters, da hatte ich für 16h einen Slot mit Testen und Besuchszeit gebucht, Ankunft am Heim ebenfalls perfekt pünktlich.
Der Vater freute sich über den Besuch, mich machen solche Besuche dagegen immer aggressiv, aber das ist wohl das alte Tochter-Vater-Trauma, das lässt sich jetzt auch nicht mehr ändern, da muss ich im Zweifel einfach nur durch.
In Greven warteten schon meine bestellen Giesswein Cashmere Sneaker auf mich in der Packstation und ich war sehr gespannt, wie diese Schuhe sich am Fuß anfühlen. Nach einem ersten Anprobieren bin ich hochzufrieden, es war eine richtige Entscheidung, diese Rabattaktionen auszunutzen und gleich zwei dieser Schuhe zum Preis von einem zu kaufen.
Ausklang des Abends beim Griechen, dort sind die Preise immer noch sehr verträglich, wir bezahlten unter 40 € für zwei Personen und in dem Preis waren nicht nur zwei Essen, sondern auch zwei große Bier und vier Ouzo enthalten, ich finde das sehr akzeptabel.
Interessant finde ich, dass ich Bier im Restaurant immer noch mag, privat zu Hause lehne ich es nach wie vor ab und ziehe die alkoholfreie Variante ganz klar vor.
Ab morgen dann wieder Büroalltag as usual, noch 663 Tage
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Bis zu meinem Ausscheiden aus dem Büro sind es noch genau 666 Tage, also 5,88% meiner bisherigen Mutterschaft.
Ich dachte, dass ich mir mit dieser Berechnung die verbleibende Restarbeitszeit schönrechnen könnte, aber irgendwie gelingt mir das nicht, denn gefühlt bin ich schon seit 100 Ewigkeiten Mutter und 5,88% von einer Ewigkeiten ist schon lange, von 100 Ewigkeiten ist es ganz eindeutig nicht tröstlich wenig.
Jetzt wird das Kind beleidigt sein, wenn ich sage, dass es heute 100 Ewigkeiten alt wird, dabei sind es in echt ja nur 31 Jahre, die, wenn man sich überlegt wieviel Zeit nach vorne raus noch kommt, wirklich überhaupt kein Alter für einen jungen Mensch sind.
Für einen alten Mensch, der sich an Zeiten vor den 31 Jahren erinnern will, ist es aber dann doch eine lange Strecke und irgendwie habe ich mit dieser Rechnung jetzt alles vermurkst, dabei dachte ich, es wäre so eine gute Idee.
Wie auch immer, in meiner Tagestrichliste zählt der Tag heute voll, dabei habe ich schon mittags das Arbeiten eingestellt und habe mich auf den Weg nach Borkum gemacht. Jetzt im Winterfahrplan geht die Abendfähre nur noch ab Emden, das bedeutet, die Fähre braucht doppelt so lange wie von Eemshaven, heute Abend hatten wir aber Glück und fuhren voll mit der Tide, eine Fahrzeit von unter zwei Stunden ist für die Fähre ab Emden eine wirklich gute Zeit und im Grunde ist es auch egal, wie lange die Fähre unterwegs ist. Wenn man als Passagier eingestiegen ist, kann man komplett abschalten, das ist durchaus erholsam.
Mich stört nur noch die blöde Maske, die in Verkehrsmitteln noch Vorschrift ist, aber irgendwann wird auch das hoffentlich wieder vorbei sein.
Am Haus angekommen konnte ich den fertig gepflasterten Einstellplatz und den neu gepflasterten Weg zum Haus bewundern, es war zwar schon dunkel, aber ich hatte den Eindruck, da haben sich die Handwerker sehr viel Mühe gegeben, bisher bin ich also sehr zufrieden damit.
Der Schotterberg hinterm Haus ist auch verschwunden, auf eine Art fast schade, ich hatte viel Spaß daran, den Schotter nach und nach im Müll zu verstecken, aber natürlich ist es besser, wenn es jetzt auf einen Schlag aufgeräumt wurde.
Der Bürgersteig vor dem Einstellplatz wurde abgesenkt, also alles genau so, wie es beauftragt wurde, jetzt muss ich mich nur noch darum kümmern, dass jemand eine Mauer baut, aber auch das wird sich finden
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