Zwischendurch habe ich ja rumgewitzelt, dass wir es uns eigentlich gar nicht mehr leisten können, dort selber hinzugehen, denn die Karten für diese Plätze werden im Internet inzwischen mit über 400€ pro Karte gehandelt, weshalb wir genau genommen jetzt Konzertkarten im Wert von 800€ verbrauchen und das ist ja schon ein ziemlicher Luxus.
Einerseits finde ich den Handel mit diesen Karten absolut unfair, ich finde, den Job eines „Kartenhändlers“ braucht unsere Gesellschaft wirklich nicht, andererseits bringt unsere Gesellschaft so viele überflüssige und nutzlose Jobs hervor, dass man es niemandem vorwerfen kann, wenn er genau in diesen üblicherweise ja auch noch extrem gut bezahlten Bereichen sein Geld verdient. Hier müsste sich erst unser gesellschaftliches Grundkonzept ändern, was im Zweifel aber nur zur Folge hätte, dass es dann eben andere Missstände gäbe.
Da ich keine vernünftige Lösung für dieses Problem kenne, halte ich mich üblicherweise ganz raus und versuche nur, mein eigenes Leben an die existierenden Vorgaben so sinnvoll wie möglich anzupassen.
Altruistisch genug, um selber auf Bequemlichkeiten zu verzichten, die mir das jetzige System als selbstverständliche Normalität bietet, bin ich nicht, aber ich bemerke ein fortschreitendes Umdenken dahingehend, dass ich viele Dinge, die ich bisher kaum beachtet habe, mittlerweile immer bewusster wahrnehme und immerhin schon mal auf die Sachen verzichte, die mir gefühlt so gut wie keinen oder nur einen geringen Vorteil bieten und meiner Meinung nach deshalb sehr überflüssig sind.
Konsumverzicht ist da so ein Schlagwort und ich habe meine ganz eigene Methode entwickelt, das zu leben.
Zugegeben, ich habe da ehrlicherweise kaum Gutmenschgründe, aber ich mag dieses Wort, weil es sich so positiv nach aktiv bewusster Lebensführung anhört und ich finde, ich habe auch dann ein paar „Konsumverzichtskarmapunkte“ verdient, weil ich es nur tue, weil es sowieso meiner grundsätzlichen Lebens- und Werteeinstellung entspricht.
Denn wenn ich mir so ansehe, wofür andere Leute ihr Geld ausgeben und was ihnen so wichtig ist, dass sie viele Arbeits- und Energiestunden investieren, um es sich leisten zu können, dann stelle ich immer wieder aufs neue fest, dass ich vor allem deshalb sehr genügsam bin, weil ich so viele Dinge und Erlebnisse gar nicht brauche.
Die meisten Dinge brauche ich vor allem deshalb nicht, weil mir die Beschaffung zu mühsam ist oder weil ich finde, sie sind „meine Arbeitszeit“ nicht wert.
Denn wenn ich für irgendetwas Geld ausgebe, muss ich das Geld ja vorher durch Arbeit verdient haben. Wenn ich das Geld dagegen nicht ausgebe, muss ich weniger arbeiten und kann länger faul im Bett liegen. Da ich viel lieber faul im Bett liege statt zu arbeiten, verzichte ich eben auch lieber aufs Geldausgeben und übe so aus ganz egoistischen Gründen sehr oft Konsumverzicht.
Wenn ich dagegen Dinge, die ich grundsätzlich ganz hübsch finde, für einen Bruchteil ihres üblichen Konsumentenpreises auf dem Flohmarkt kaufen kann, dann macht mir Geld ausgeben wieder Spaß und gleichzeitig ist es ja kein „echter Konsum“, zumindest nicht im klassischen Sinn, sondern eben eher so was wie sinnvolle Resteverwertung - und das muss doch Karmapunkte geben, oder?
Da ich keine Ahnung habe, wann das Konzert heute zu Ende ist, habe ich meinen heutigen Blogeintrag jetzt schon mal erledigt und muss jetzt Schluss machen, da wir grade in Hamburg angekommen sind und und jetzt mit N. treffen
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In Münster war heute Nachmittag „Nachtflohmarkt“, wobei der Name falsche Öffnungszeiten vorspiegelt, genau genommen geht es um 15:00 Uhr los und um spätestens 20:00 Uhr packen alle wieder ein.
Bei so einem Wetter wie heute ist es natürlich ein toller Ausflug nach dem Büro und ich habe auch einige hübsche Sachen gefunden.
Als ich nach Hause kam, hatte K. grade den Rasen vor und hinter dem Haus gemäht und die Buchsbäume beschnitten, morgen müssen wir früh aufstehen, um all den Grünabfall wieder loszuwerden.
Die radikal beschnittene Hecke im Garten wird tatsächlich langsam wieder grün, die Kletterrose hat hunderte von Knospen und ist dick und buschig geworden, K. platzt vor Stolz über seine Beschneidungskünste, nur deshalb wird jetzt alles so schön
:-)
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Über einen Mitarbeiter habe ich mich geärgert, weil ich das Gefühl hatte, da klaffen Eigen- und Fremdwahrnehmung doch eher deutlich auseinander, was bedeutet, er hat Erwartungen, die sich absolut nicht mit dem decken, was ich bereit, ihm als "return" für seine Leistungen zu geben. Konkret heißt das, dass der Mitarbeiter sehr viele Fehler macht, die er jedesmal mit "ach Mist, da ärgere ich mich sehr drüber" kommentiert, ohne die Fehlerquote spürbar zu vermindern.
Wenn er dann aber gleichzeitig sein Einzelbüro mit dem Argument verteidigt, dass seine Konzentration in einem Zweierbüro stark leidet, dann fällt es mir sehr schwer, darauf nicht schnippisch zu antworten, dass das ja wohl keinen großen Unterschied machen kann, da es mit seiner Konzentration eh nicht so weit her ist, bei der Fehlerquote, die er bisher präsentiert hat.
Aber ach, im Zweifel darf ich so etwas als "Führungskraft" wahrscheinlich wieder nicht sagen, ich habe es mir deshalb vorsorglich verkniffen und ihm nur angekündigt, dass er mit diesem Einwand sicher sein Einzelbüro behalten könne, dann allerdings in einem anderen Raum (statt 20qm dann nur noch 8qm und auf einer anderen Etage) und wir würden in seinem Büroraum dann eben zwei Leute unterbringen, die weniger starke Konzentrationsprobleme haben.
Der Rest des Tages verlief ansonsten erwartungsgemäß, viel Post und Berge an E-Mails, die teilweise natürlich schon fünf Tage alt waren, da ich die letzten Tage keine Lust gehabt hatte, das ordnungsgemäß abzuarbeiten.
Diese DSGVO macht mich immer aggressiver. Ich habe mitterlerweile diverse Fortbildungsveranstaltungen zu diesem Thema besucht, sehr viel dazu gelesen und mit großem Intreresse beobachtet, wie die anderen Menschen und Firmen um mich herum damit umgehen, insgesamt habe ich für mich festgestellt: Die spinnen alle. Das wirkliche Problem sind ja nicht die geänderten Datenschutzvorschriften, das ist alles harmlos und im Grunde ist vieles davon sogar sinnvoll, nein, das eigentliche Problem ist die Angst vor den Abmahnanwälten, die überall geschürt wird und ich fürchte, zu recht geschürt wird.
Dabei ließe sich das ganz leicht lösen - es bräuchte nur ein kleines Gesetz als Änderung der RVG - für eine Abmahnung kann ein Anwalt künftig nur noch 10€ verlangen - und schwupps, wäre alles kein Problem mehr, außer dass die Arbeitsämter scharenweise arbeitslose Abmahnanwälte durchfüttern müssten. Aber wirklich Mitleid hätte ich mit denen nicht
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Allerdings ist das Wetter auch wirklich so fantastisch, dass es eine Schande wäre, säße man bei dieser Sonne statt am Strand vor dem Rechner.
Als die Sonne dann verschwunden war, war ich zwar im Haus, hatte aber so gar keine Lust mich mit ernsthaften Dingen zu beschäftigen, sondern habe mich einfach aufs Sofa gesetzt und den Fernseher eingeschaltet. Irgend einen Schnulzen Film, völlig egal, abschalten und sich berieseln lassen.
Dann gab es noch irgend einen Krimi aus Sylt, tja, und nun ist es eben schon wieder so spät.
Aber ich kann ja schon mal ein paar Bilder nachreichen:

Das war am Samstag, das Wetter war am Samstag noch längst nicht so gut, aber ich hatte auf der Fähre mal wieder den Platz ganz vorne und war deshalb rechtzeitig genug auf der Insel, um K., der mit dem Flieger und weiterem Besuch kam, vom Flugplatz mit dem Auto abholen zu können.
Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit hatte ich das letzte Mal den Kühlschrank hier im Haus angelassen und als ich jetzt die mitgebrachten Lebensmittel noch dazu einräumen wollte, gelang es mir nicht, zwei Bierflaschen, die aufrecht auf einem Regalboden im Kühlschrank standen, zur Seite zu schieben. Irgendetwas muss mit den Bierflaschen passiert sein, auf alle Fälle waren sie so fest auf dem Glasboden angeklebt, dass ich mich nicht getraut habe, sie mit Gewalt zu lösen, weil ich Sorge hatte, dabei geht der Regalboden zu Bruch. Ich habe deshalb den Regalboden mitsamt den Flaschen aus dem Kühlschrank ausgebaut und in die Spüle gestellt, mit reichlich warmem Wasser ließen sich die Bierflaschen schließlich lösen.
War schon recht skurril

Gestern und heute war dann wirkliches Traumwetter, K. hat gestern eine Tour bis zur Ostspitze von Borkum mit seinem Besuch gemacht, ich habe derweil auf der Liege im Garten gelegen und Podcasts gehört, nach einem kurzen Blick auf die Menschenmassen, die sich Richtung Strandaufgang bewegten, war mir Garten eindeutig sympathischer.

Heute war ich dann doch am Strand, es gibt ja auch noch ein paar ruhige und nicht so hektische Strandabschnitte
,am Nachmittag flog K. dann den Besuch wieder aufs Festland und nahm bei der Gelegenheit auch C. gleich mit zurück, die hat morgen wieder Uni.
Kurz vor 19:00 Uhr war er zurück und dann haben wir einfach nur noch zufrieden das ruhige Haus für uns genossen
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Ich habe heute erst begriffen, dass nächste Woche in NRW tatsächlich eine Woche lang Pfingstferien sind, irgendwie habe ich die Info bisher nicht ernst genommen bzw. einfach nicht geglaubt.
Pfingstferien? Sind doch schon ewig abgeschafft.....
Grundsätzlich habe ich zwar mit den Schulferien nicht direkt etwas zu tun - aber wenn Schulferien sind, dann ist einfach allgemein weniger los im Büro und das ist für mich ja immer schon ein Grund, selber auch nur Teilzeit zu arbeiten.
Den Dienstag hatte ich deshalb schon seit langem als Gleittag eingetragen, Pfingstdienstag ist ja auch traditionell DER Pfingstferienferientag, aber jetzt überlege ich natürlich, auch den Mittwoch noch wegzugleiten.
Überhaupt habe ich beschlossen, dass ich mal langsam beginnen sollte, mein Überstundenkonto systematisch abzubauen. So im laufenden Betrieb kommen üblicherweise immer nur neue dazu, weshalb ich den Bestand nun einfach gleichmäßig durch Mehrurlaub abgleiten werde. Ich muss nur noch sechs Jahre und dieses arbeiten - wenn ich in den nächsten Jahren jeden Sommer zwei Wochen Extraurlaub mache, schaffe ich es grade, den aktuellen Bestand auf Null zu gleiten, die zusätzlich anfallenden Überstunden, die sich im täglichen Arbeitsalltag ganz von selbst ergeben, kann ich dann noch zusätzlich an den normalen Brückentagen eines Jahres wieder abbauen.
Ich denke, das ist ein sehr sinnvoller Plan.
Ansonsten begann der Tag heute mit einem wirbeligen Aktivitätsschub: K. war schon um kurz nach acht verschwunden, weil er Termine hatte, so dass ich auch schon relativ früh fertig war und mir überlegte, es wäre eine gute Gelegenheit, mal beim Friseur vorbeizufahren und einen Termin auszuhandeln (wie man so etwas am Telefon und dann im Zweifel noch durch einen Chatbot erledigen kann, wird mir immer ein Rätsel bleiben, ich kann so etwas nur persönlich und vor Ort erledigen. Aus diesem Grund gehe ich auch nur alle neun Monate einmal zum Friseur, eben weil mir meist schon das Termin machen zu aufwändig ist.) Aber heute, heute war es soweit, ich bin extra dort vorbeigefahren und jetzt habe ich sogar zwei Termine. Einen für in zwei Wochen, Schneiden und entgrauen und einen weiteren am 21.6. - also einen Tag vor J.s Abiball, den extra nur zum Waschen und Fönen in der Hoffnung, dass die handwerklich geföhnte Pracht dann auch am nächsten Tag noch für ausreichend Schönheit sorgt.
Und weil ich mit den abzusehenden Terminverhandlungen offensichtlich später dran sein werde, bin ich dann auch spät genug, um in der Reinigung auch noch die Bügelwäsche abzugeben, dachte ich mir heute morgen so.
Die Reinigung macht nämlich immer erst um 9.15h auf und ich plane ja üblicherweise jeden Tag spätestens um 8.30h im Büro zu sein. Das klappt zwar nie und auch wenn ich häufig erst um 10h im Büro ankomme, macht die Reinigung immer zu spät auf, als dass ich die Möglichkeit hätte, dort ohne Stress die Wäsche abzugeben. Planung ist alles.
Aber heute, heute kann ich mir das mal leisten, mit Ansagen mit so einer großen Verspätung erst ins Büro zu fahren. Deshalb habe ich heute nicht nur den Friseurtermin abgemacht, sondern auch die Bügelwäsche abgegeben und bin in der Autowerkstatt vorbeigefahren, um die Schrauben an meinen frisch gewechselten Sommerrädern nachziehen zu lassen und dabei zu erfahren, dass N.s Auto, das er dort vorletzte Woche zur Reparatur gegeben hat, auch heute endlich fertig wird und ich das morgen abholen kann.
Ich war dann übrigens um 9.40h im Büro, hatte aber das Gefühl, ich hätte schon einen halben Arbeitstag hinter mir, denn so fühlte sich diese ausführlich abgehakte to-do-Liste an.
(Btw: Schöner Spruch, den ich neulich irgendwo aufgeschnappt habe: Eine abgehakte to-do-Liste ist eine TA-DAA-Liste)
Nach diesem schwungvollen Tagesbeginn verlief der Rest dann eher ruhig, heute Abend gab es Salat mit kalten, gegrillten Hähnchenstücken, sehr lecker. Wenn viel Grün drumrum ist, finde ich Fleisch auch völlig okay.
Meine Excel-Listen, an denen ich seit Wochen rumbastele, nähern sich dem endgültigen Fertigstellungszustand, sehr gutes Gefühl.
In den Rieselfeldern habe ich heute einen Storch gesehen, der kein weißes, sondern ein überwiegend braunes Gefieder hatte, weil er sich wohl ausführlich im Schlamm gewälzt hatte. Ich glaube, von so einem Storch wurden auch meine Kinder gebracht, zumindest wäre das eine Erklärung für ihre Schmutzaffinität
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Heute war so ein Tag der vielen ???
Der Sachverhalt, der sich aus einer Situation, die sich wiederum von ganz alleine durch Zeitablauf ergeben hatte, entwickelt hatte, bewegte sich in eine Richtung, die ich einfach nicht mehr als sinnvoll mitzeichnen wollte, weshalb ich begann, einfach alles grundlegend zu hinterfragen.
Zusammenfassung der Fragestellung: Warum mache ich all den Scheiß eigentlich tatsächlich?
Antwort (bisher) : Ich weiß es nicht!
Bei so einem kurzen Frage-und Antwort Spiel, muss man sich nicht wundern, dass ein Blog Eintrag dazu sehr kurz ausfällt
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Als wir in Münster am Flugplatz ankamen, war strahlender Sonnenschein und nichts deutete daraufhin, dass hier gestern kurz die Welt untergegangen war. (Außer den vielen Wasserlachen auf den Feldern).
Allerdings hatten wir auch sehr viel Glück, dass wir nur genau bis Münster fliegen mussten, denn weiter wären wir auch nicht gekommen. Schon der nächste Flughafen, Telgte, lag komplett im Nebel. Nur 500 m hinter dem Flugplatz Münster stand eine dicke Nebelwand und sah sehr ungemütlich aus. Für Sichtflugflieger undurchquerbar, aber K. arbeitet ja intensiv an seiner IFR-Lizenz, wenn er die hat, können wir auch durch Nebel fliegen.
Aber heute konnte uns der Nebel ja zum Glück völlig egal sein, genau bis Münster war das Wetter perfekt, mehr brauchten wir nicht.
Um 9.30h war ich im Büro, damit nicht später als an anderen Montagen auch, alles gut gelaufen.
Auf Borkum waren heute die Maler im Haus und haben endlich J.s Zimmer renoviert. Das musste nach dem Wasserschaden von Anfang März ja immer noch neu tapeziert und gestrichen werden. Der Fußboden ist zum Glück ohne weitere Folgeschäden von alleine getrocknet, aber Wände und Decken mussten komplett neu gemacht werden. Nach zweieinhalb Monaten Umstand wird es jetzt also.
Damit klappt es auch problemlos, dass K. seinen Besuch planmäßig über Pfingsten einladen kann, denn sonst wäre kein Bett in der Herberge gewesen. (d.h. Bett schon, aber vollgestellt, weil J.s Sachen ja alle in N. Zimmer stehen und J. selber deshalb bei C. im Zimmer
Aber nun wird alles fein, wir müssen nur noch alle Sachen wieder zurückräumen und J.s Wasserbett wieder füllen, dann ist das Kapitel "Wasserschaden 3.0" abgehakt, als letztes muss ich dann noch den Schaden mit der Versicherung abrechnen
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Aber diese Unwetterfront, die da heute quer übers Ems- und Münsterland zog (und über viele andere Stellen natürlich auch, aber die wären uns egal gewesen, weil wir da ja nicht durchfliegen müssen), also, diese Unwetter brachten uns zu dem Entschluss heute doch lieber nicht zurück zu fliegen, sondern lieber erst morgen früh, safety first, dann sind wir halt erst am etwas späteren Vormittag im Büro, bei mir sind das ja sowieso alle gewöhnt.
Nach dem wir uns also entschieden hatten, dass wir erst morgen fliegen, fühlte sich der Tag plötzlich wie ein komplett gewonnener, zusätzlicher Tag an, ist schon seltsam, dass diese An- und Abreisetage sich nie wie "frei" anfühlen.
Hier auf Borkum war übrigens bis 19h strahlendster Sonnenschein bei über 20°, erst vorhin fing es leicht an zu regnen, aber alles im harmlosen Bereich.
Damit wir morgen früh gleich starten und abfliegen können, sind wir heute Nachmittag noch mal zum Flugplatz gefahren und haben schon mal alle Gebühren bezahlt, außerdem ist die Fahrt zum Flugplatz immer eine schöne Radtour und wir hatten hier ja wirklich prächtiges Wetter.
Zurück sind wir ein Stück am Strand lang gefahren und haben die Ruhe genossen - die nur von einem Trupp krawalliger Austernfischer gestört wurde.
Wer es sich anhören möchte: unbedingt Ton anschalten:
und ja ich weiß, das nächste Mal halte ich das Handy quer, wenn ich ein Video aufnehme, sorry, vergessen, aber eigentlich hat mich auch das Gezeter der AuFis mehr fasziniert als die Bilder.
Was man aber auf dem Video erkennen kann: Es sind nur drei oder vier Vögel und sie sind ziemlich weit weg, wenn man diese Info mit dem Lärm kombiniert, der zu hören ist, kann man sich vielleicht vorstellen, zu welchem Krach diese Tiere fähig sind.
Hier bei uns hinterm Schlafzimmerfenster nistet auch ein Austernfischerpärchen und wenn die morgens um 6h
Auch eine autolärmfreie Umgebung kann also ihre Nachteile haben
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Er neigt ja grundsätzlich zu der westfälischen Methode des Rückschnitts, d.h. radikal „auf den Stumpf setzen“ ist sein Credo. Radikahl ist vielleicht eine passende Beschreibung.
Die Kletterrose hat er ebenfalls zurückgeschnitten, die ist mittlerweile auch tatsächlich schon wieder ziemlich grün und hat sehr gut ausgeschlagen.
Die Hecke ist aber nach wie vor komplett kahl und man merkt, dass K. langsam nervös wird, weil ich ja nicht an Spott sparen werde, wenn der Heckenrückschnitt dann doch zu westfälisch robust war, schließlich habe ich bei der Hecke mehrfach versucht ihn zu bremsen.
In den letzten Tagen inspizierte er die Hecke deshalb täglich sehr genau und am Dienstag präsentierte er mir dann auch sehr zufrieden größere Mengen an Knospen, die sich „überall“ an der kahlen Hecke wie kleine dicke Pickel an den rasierten Zweigen bildeten.
Mehrfach musste ich ihm bestätigen, dass wirklich „überall“ Blätterknospen zu sehen sind, er schien sich wirklich große Sorgen gemacht zu haben.
Heute fuhren wir an diesem Baum vorbei

und K. triumphierte: „Kuck mal, den hat jemand noch viel gründlicher zurückgeschnitten.“
Hier bin ich jetzt auch sehr gespannt, wie der im Sommer aussieht. Ich werde berichten
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An Tagen wie heute ist Fliegen natürlich die entschieden angenehmere Variante, man muss nicht pünktlich zur Fährabfahrt am Hafen sein, und sich deshalb mit einem vorsichtshalber verdreifachten Zeitpuffer stundenlang über komplett verstopfte Autostraßen quälen, weil natürlich jeder bei diesem tollen Wetter den Brückentag nutzt und ins verlängerte Wochenende startet und gewinnt so mindestens einen halben Tag.
Weil die Abfahrt plötzlich nicht mehr so eilig war, sind wir dann natürlich doch später losgekommen als gedacht, aber egal, immerhin sind wir noch rechtzeitig vor Schließung des Flugplatzes auf Borkum reingekommen und mussten wegen des relativen Ostwindes erst einmal um die Insel rumfliegen, um dann "von der anderen Seite" die Landebahn anzufliegen.
Dabei entstehen dann solche Fotos

J. war mit J2 schon mittags mit dem Kat gefahren, die zwei wollen für die mündliche Abiprüfung nächste Woche lernen, aber vorher hatten sie noch Zeit, einkaufen zu gehen, damit wir heute Abend genug zu essen haben, sehr praktisch, so eine Ankunft, wenn die wesentlichen organisatorischen Dinge schon erledigt sind.
Nach dem Essen haben wir dann noch eine kleine Runde übern Strand gedreht, es ist wirklich ziemlich windstill und sehr mild und im fast erloschenen Tageslicht sieht alles sehr friedlich aus

Es ist dieses Gefühl des Nachhausekommens zusammen mit dem bewusst erlebten Glück, dass ich tatsächlich hier zu Hause bin und sein kann, was immer wieder neuen Schwung gibt, auch die hektischeren Zeiten zu überstehen
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