anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Donnerstag, 28. Januar 2021
Veränderung
Hier passieren grade eine Menge Dinge unter der Überschrift "Veränderung Einrichtung", weil N in seine erste richtige, eigene Wohnung zieht, also nicht nur ein WG-Zimmer, sondern eine echte Wohnung und wir die Gelegenheit nutzen, Dinge in unseren Haushalten zu ersetzen, die eigentlich nicht dringend ersetzt werden müssten, die wir aber gerne ersetzen, wenn wir wissen, dass N die bisherigen Dinge übernimmt.

Heute habe ich zwei neue Schreibtische für Borkum gekauft, weil N den einen der bisherigen Schreibtische mit nach Berlin nehmen will und ich finde das richtig toll.
Es ist der Schreibtisch seines Opas, ein großer, massiver Nußbaumschreibtisch mit grüner Ledereinlage, ich denke, sein Opa wird ihn nach dem Krieg irgendwo gebraucht übernommen haben, weil er vom Stil her typisch Gründerzeit ist - und so alt war Ns Opa nicht, als dass er zu der Zeit schon alt genug gewesen wäre, um sich derart große Chefschreibtische neu zu kaufen. Aber er hat mindestens 30 Jahre an diesem Schreibtisch gearbeitet, dann war der Tisch eine Zeitlang bei CW im Büro, bis wir ihn nach Borkum brachten.
Und jetzt geht er wieder zurück aufs Festland und wird von dem Enkel weiter benutzt. Solche Geschichten gefallen mir und deshalb freue ich mich ganz arg, dass N der Schreibtisch auch gut gefällt und er ihn mitnimmt.

Dass ich auf Borkum in dem Wohnbüro die Schreibtische mit den Kopfseiten gegenüber hingestellt habe, ist jetzt genau zwei Jahre her, damals war ich sehr angetan von dieser neuen Optik. Aber der zweite Schreibtisch war leider immer nur optisch schön, nie komfortabel zum dran arbeiten und deshalb bin ich sehr zufrieden, wenn wir das Ensemble jetzt auflösen, N den Traditionstisch mitnimmt, ich den zweiten Schreibtisch ohne Bedauern verschenken kann und wir dafür zwei funkelnagelneue Schreibtische bekommen, die dem Raum dann wieder ein ganz anderes Bild geben.

Das Wasserbett habe ich ihm auch geschenkt, ich wollte schon lange mal ausprobieren, ob ich nicht auch auf einer guten Matratze bequem liegen kann, jetzt ist dafür eine gute Chance.

Außerdem hat K für Greven nun doch einen neuen Fernseher gekauft, den hat er hier heute ausgepackt und deshalb hat N jetzt auch noch ein großes TV in seiner ersten Ausstattung.

Ich mag es ja, wenn sich Dinge verändern, insofern bin ich sehr zufrieden mit dieser Entwicklung und überlege jetzt nur noch, wie ich das am besten mit einem neuen Bett organisiere.
Es bleibt spannend
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Mittwoch, 27. Januar 2021
Mülltonnenekel, Zeugnisprobleme und miserable Anwälte
Die Rest- und die Biomülltonne werden hier in Greven im 14tägigen Rhythmus geleert, heute war wieder "Mülltag" und diesmal ging mein Westfalenmann nach der Leerung raus, um die leeren Mülltonnen wieder einzusammeln. Weil die Müllmänner beim Auskippen der Tonnen in den Müllwagen wohl etwas schwungvoll waren, war ein Teil des Biotonneninhalts nicht im Müllwagen, sondern auf der Straße gelandet, K nahm also eine Kehrschaufel mit Besen mit, um den Unfall aufzuräumen und als er wieder reinkam, schimpfte er lautstark vor sich hin, weil die Biotonne von innen so fies, schmierig und mit einer dicken, fauligen Ekelschicht überzogen ist, dass er seine Wut auf diesen Zustand nur mit einer großen Schimpftirade abreagieren konnte. Seiner Meinung nach kommt das alles nur davon, dass ich regelmäßig Wasser in die Tonne kippe. Ich fand seine Geschimpfe richtig süß und habe ihm vorgeschlagen, er könne doch mal die Kanalisation besichtigen gehen, da könnte er sich noch viel besser über den ekligen Dreck aufregen, mit dem die Kanalrohre überzogen sind, das liegt dort auch am Wasser, aber hauptsächlich daran, dass es zu wenig Wasser ist, was durch die Rohre fließt. Über diesen Vorschlag regte er sich dann natürlich auch auf.
Meine gelassene Nachfrage, was er denn als Änderungsvorschlag anbieten würde, brachte ihn endgültig auf die Palme, weil die Mülltonne so fies und schmierig ist, dass er da eigentlich gar nicht drüber reden wollte, aber auf alle Fälle sei ich schuld, weil ich Wasser in die Tonne kippe.
Wenn ich kein Wasser in die Tonne kippe, klebt der Biomüll an der Tonne fest und die Tonne ist nach der Leerung so voll wie vor der Leerung, das habe ich mehrfach getestet, genau deshalb kippe ich ja Wasser in die Tonne, so flutscht der größte Teil bei der Leerung raus und es bleibt nur diese eklige Schmierschicht zurück. Ich könnte den Biomüll auch immer erst in eine Plastiktüte stopfen, bevor ich ihn in die Biomülltonne werfe, das halte ich aber für kontraproduktiv, ich finde eine eklige Schmierschicht biologischer, ich glaube, mein Westfalenmann und ich, wir haben da einen Dissens.

Im Büro ging es dann gleich mit viel Schwung weiter, ein Video-Call jagte den nächsten, zwischendurch ein bisschen nackichtes Telefon, da fühlt man sich ja schon fast mittelalterlich, wenn man da mit einem Hörer am Ohr mit Schnur dran, ohne Bilder und nur mit einer freien Hand auf seinem Platz sitzt und feststellt, dass einhändiges Tippen ungemein lästig ist.

Der scheidenden Sekretärin habe ich den Rohentwurf eines Zeugnisses geschickt, mit der Bitte, sie möge es nach eigenem Gusto ergänzen und verbessern, was sie tat und nun sitze ich staunend vor einem Gruselwerk von Zeugnis.
Grundsätzlich hat man als Arbeitgeber ja wenig Spielraum, einem Arbeitnehmer, dessen Leistung man als nicht sehr gut beurteilt, deshalb ein schlechtes Zeugnis auszustellen. Es bleibt so ein alberner Spielraum zwischen vollster Zufriedenheit und voller Zufriedenheit, bei jeder schlechteren Beurteilung hat der Arbeitnehmer ein Recht auf Nachbesserung. Weil damit die Aussagekraft von Zeugnissen eh kaum noch gegeben ist, biete ich ausscheidenden Arbeitnehmern gerne an, das sie ihr Zeugnis selber schreiben, wen stört's.
Nun ist bei diesem Zeugnis das passiert, was fast zu erwarten war, die scheidende Sekretärin hat ihre fehlenden Orthographie- und Grammatikkenntnisse auch ausführlich in das ihr auszustellende Zeugnis eingebaut. Und nein, sie hat weder eine fremdmuttersprachliche Entschuldigung noch einen niedrigen Bildungsgrad. Genau genommen hat sie den höchsten Bildungsgrad aller Mitarbeiter, denn sie ist sogar promoviert. Allerdings in irgendwas mit Kultur, weshalb sie den Job als Sekretärin der Arbeitslosigkeit in der Kultur vorzog. Wir haben hier den klaren Beweis, dass ein Dr. phil. nicht mit sprachlichen Fähigkeiten korrelieren muss, was allerdings blöd ist, wenn ausgerechnet die sprachlichen Fähigkeiten eine Kernkompetenz des ausgeübten Berufes darstellen sollten. Ich gebe es zu, dass ihr sprachliches Unvermögen derart hoch ist, hätte ich nicht erwartet, aber ich habe eine kleine, bösartige Neigung, ihr ihr Zeugnis so auszustellen, wie sie es selber entworfen hat. Allerdings meinte der Chef erster Ordnung, dem ich das Meisterwerk grinsend vorlegte, ich solle doch bitte die schlimmsten Fehler rauskorrigieren, er würde sich sonst schämen, so etwas zu unterschreiben. Schade eigentlich.

Beim Nachhausekommen dann ein Brief in der Post, in dem ein Anwalt mir androht, mich mal wieder zu verklagen, weil die Stadtwerke in Mönchengladbach immer noch Geld haben wollen für Stromlieferungen an die vor zwei Jahren verkaufte Fabrik. Dieser Anwalt ist schon faszinierend schlecht organisiert, denn ich habe mit ihm höchstpersönlich vor einem Jahr einen gerichtlichen Vergleich abgeschlossen, in dem er als Vertreter der Stadtwerke auf alle weiteren Forderungen, die sonst noch bestehen könnten, verzichtet, ich überlege jetzt, ob ich ihm seine eigenen Vergleichsunterlagen jetzt schon in Kopie schicke oder warte, bis er mich wirklich verklagt und es dann dem Gericht vorlege. Ich glaube, ich mache das letztere, macht mehr Spaß.
So ein Dummbatz aber auch
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Sonntag, 24. Januar 2021
Dies und das
Heute Abend lief "Hits aus den 60ern" auf WDR3 und wir hatten viel Spaß dabei.
Erkenntnisse:
- Mike D'Abo, der Sänger von Manfred Mann's Earth Band für den Song "Mighty Quinn" sieht aus wie der große Bruder von Overbeck, dem trotteligen Inspektor aus Wilsberg.
- Achim Reichel ist älter als CW und lebt immer noch, sieht aber heute aus wie ein Buchhalter in Rente. Ich glaube, CW hätte nicht so enden wollen und wird deshalb wahrscheinlich froh sein, dass er schon tot ist.
- Aber was ist eigentlich mit Uschi Overbergmaier, lebt die noch?

Musik aus den 60er waren für mich seit Ende der 70er vor allem die zwei Cassetten mit rund 40 Titeln drauf, die ich mit Oldies 1 und Oldies 2 beschriftet hatte. Ich weiß nicht mehr, wo ich die Musik her hatte, aber ich mochte die Stücke sehr.
Mit Jimi Hendrix konnte ich nie was anfangen, liegt wahrscheinlich daran, dass ich keinen Zugang zu "elektrischer Musik" hatte und habe, der kam auf den beiden Cassetten nicht vor, Otis Redding dagegen (natürlich!) schon, heute gelernt, dass er es nicht in den Club der 27 geschafft hat, weil er schon mit 26 gestorben ist. Sowas.

Am Vormittag habe ich mit J telefoniert, dem ich erzählte, dass es gestern einen Beitrag im Fernsehen gab, in dem verschiedene Berliner StudentenStudier-Ende gefilmt und interviewed wurden, die sich massiv beklagten, dass sie in der Corona-Pandemie so alleine gelassen werden und dass man da durchaus von einem verlorenen Jahr sprechen könne.
J kommentierte das mit: "Im Beschweren sind Studenten ganz weit vorne." Ich glaube, J hat keine gute Meinung von seinen Leidensgenossen, *innen nicht wie *außen.
Ich erzählte ihm dann von der einen Studentin (wie ist denn nun eigentlich der korrekte feminine Singular von Studier-Enden? Studier-Endendin? Man möge meine vorsintflutliche Wortwahl entschuldigen, aber ich bin grade sehr unsicher.), also, wie auch immer, ich erzählte ihm von einer Kommilitonin aus einer anderen Studienrichtung, die in die Kamera jammerte, dass sie jetzt 16 Semester studiert habe und nun ließe der Staat sie einfach alleine im Regen stehen, weil ihr Antrag auf finanzielle Unterstützung abgelehnt worden sei und das könnte bedeuten, dass sie 16 Semester einfach in den Sand gesetzt hätte. Was J dann kommentierte mit: "Oh, das sind die Geschichtsstudenten, die so lange studieren, bis sie aus der Ich-Perspektive erzählen können." Was bei mir dann einen so akuten Lachanfall auslöste, dass ich das Telefonat kurz unterbrechen musste.

J selber prokrastiniert seine Lernerei zur Zeit ebenfalls wieder erfolgreich, was für ein Glück, dass grade Corona ist, da hat er wenigstens eine akzeptable Entschuldigung, wenn er das mit der Prokrastinerei übertreibt, aber grundsätzlich unkt er ja eh vor jeder Klausur rum.

Ansonsten ist mir noch aufgefallen, dass ich mich vor allem dadurch von der Mehrheit der Bevölkerung unterscheide, dass ich nur vor sehr wenigen Dingen Angst habe. Angst entsteht für mich vor allem durch fehlende Information und wenn ich das Gefühl habe, ich verstehe von Dingen nicht genug, dann lasse ich sie entweder bleiben oder gehe ihnen aus dem Weg - und wenn das nicht praktikabel ist, dann informiere ich mich halt solange, bis ich das Gefühl habe, ich kann die Situation ausreichend beurteilen.
Eine umfassende Information führt dann allerdings auch oft dazu, dass ich mich weigere, mich herrschenden Regeln anzupassen, nämlich immer dann, wenn ich der Meinung bin, dass die Regeln unsinnig sind und ich die Sanktionen, die auf Regelverstöße stehen, nicht fürchte. Es gibt nämlich erstaunlich viele Regeln, die in der Realität recht zahnlose Tiger sind und warum sollte ich die einhalten, wenn ich sie vom Grunde her schon für unsinnig halte?
Aufgefallen ist mir das, als ich mit einer Kollegin eine Diskussion über eine Vertragsklausel hatte, die verlangte, dass wir dies und jenes tun sollen, was ich für absolut blödsinnig hielt, sie aber meinte, das stände halt so im Vertrag. Als ich sie dann anwies zu prüfen, was passiert, wenn wir das trotzdem nicht tun, stellte sie fest, dass dann gar nichts passiert, das wurde wohl vergessen zu regeln. Was soll ich dazu dann sagen, außer "tja nun, dann tun wir es natürlich nicht, weil es einfach nur überflüssige Arbeit bedeutet und niemandem einen Nutzen bringt." Sie schaute mich mit großen Augen an und wollte, dass ich das schriftlich abzeichne, weil, so etwas würde sie sich nie trauen. Es steht doch da, dass wir das tun müssen.....

Mich fasziniert es dafür umgekehrt immer sehr, was für einen Blödsinn die Leute freiwillig mitmachen, nur weil sie meinen, das sei so vorgeschrieben. Selber denken ist auf keinen Fall eine normale Eigenschaft
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Mittwoch, 20. Januar 2021
Nichts zu berichten
Erlebnistechnisch war das ein kurzer Tag heute:
Büro, Massage, Bett

Im Büro: Keine besonderen Vorkommnisse heute, der Chef erschien nüchtern zum Dienst.*

Massage: deutlich weniger schmerzhaft als letzte Woche, aber das lag vor allem daran, dass die Physiodame sich mehr auf die linke als auf die rechte Seite konzentriert hat - und links sind keine Verspannungen

Bett: Jetzt gleich. Ich verspüre einen akuten Müdigkeitsschub.

*so ein Satz macht lustige Bilder, nicht wahr? Die sind alle verkehrt, aber ich mag diesen Satz als gutes Beispiel für Manipulation.

Nachtrag Finanzen: Die Märkte sind völlig außer Rand und Band. Es gibt Impfstoffe, Trump wurde vom Hof gejagt, es kann jetzt nur noch besser werden und alle schmeißen ihre in den letzten Monaten ängstlich zurückgehaltene Liquidität in den Markt und kaufen wie die Blöden.
Ich bin übrigens ebenfalls fest davon überzeugt, dass das das einzig Sinnvolle ist, was man mit freier Liquidität tun kann, denn es gibt langfristig schlicht keine Alternative. Die Zinsen werden nicht mehr steigen, weil dann die gesamte Welt pleite wäre und deshalb wird es auch keine nennenswerte Verbrauchsgüter-Inflation geben. Wir haben allerdings eine Vermögensinflation, Stichwort: "Anlagenotstand", die Leute wissen tatsächlich nicht wohin mit ihrem Ersparten, deshalb kann man zugucken, wie die Vermögenswerte immer teurer werden, was gleichzeitig natürlich den Abstand zwischen armen und reichen Leuten immer weiter vergrößert. Das ist schon alles ziemlich pervers.
Und trotzdem gibt es immer noch eine große Anzahl von Menschen, die Angst vor Aktien haben und Aktien für heuschreckenartiges Teufelszeug halten, ich wäre ja sehr neugierig, ob es da statistische Zusammenhänge zu Impfgegnern gibt
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Dienstag, 19. Januar 2021
Lästiger Krimskrams und ein Fax
Und noch ein langer Bürotag, heute merkte ich aber, dass das mit dem Durchhalten der guten Laune anstrengend ist, wenn man zwischendurch immer mal wieder durch kleinere Nickeleien ausgebremst oder aufgehalten wird.

Beim Eingeben meines Passwortes in SAP habe ich mich zweimal vertippt und als ich es beim dritten und letzten Versuch extra sorgfältig und konzentriert machen wollte, stellte ich fest, dass ich mein Passwort vergessen hatte. Ich wusste es einfach nicht mehr. Ich weiß nicht, wie das möglich ist, aber ich hatte es von einer Sekunde auf die andere komplett vergessen, Blackout und die Erinnerung kam auch nicht mehr wieder.
Natürlich war der dritte Versuch dann auch verkehrt und ich hatte mich aus dem SAP System ausgesperrt. Kommt gut, mitten in den Abschlussarbeiten.
Der Systemadministrator machte heute Home-Office, was konkret bedeutet, dass er notfallmäßig nicht zu erreichen ist, weil man ja nicht einfach in sein Büro platzen und "Hilfe" brüllen kann, das Büro ist leer und die Gesprächslampe auf seinem aufs Handy umgeleiteten Telefon leuchtete, er telefonierte also, immerhin findet man so heraus, warum er nicht ans Telefon geht.
Eine Stunde später war ich wieder freigeschaltet, diese Stunde hat aber viel Energie verbraucht.

Dann zickte mein Rechner. Keine Ahnung, was der hat, aber er fror ständig ein und nix rührte sich mehr. Runterfahren, neu starten, dann lief er wieder, für zwei Stunden war alles normal, dann ging es von vorne los.
Das nervt.

Im Posteingang verschiedene Rechnungen, die ich alle schon mal gesehen hatte, ich habe für solche Dinge einen riesengroßen passiven Speicher im Hirn, ich kann den Inhalt nicht aktiv abrufen, aber ich merke immer, wenn Dinge doppelt oder verblüffend ähnlich, aber nicht komplett identisch sind, wenn ich denselben Sachverhalt mehrfach vorgelegt oder erzählt bekomme.

Es stellte sich heraus, die Firmen hatten die Rechnungen tatsächlich doppelt geschickt, eine mit 19% und eine mit 16% Umsatzsteuer, damit gab es zwei unterschiedliche Rechnungsendbeträge, weshalb das Buchungssystem die Rechnungen nicht als Dubletten erkannte. Wenn ich heute davon vier Stück aus der Post gefischt habe, möchte ich nicht wissen, wie viele davon ungeprüft durchgewunken werden.
Ich habe auf alle Fälle sofort das interne Controllsystem aktiviert und neue Prüfroutinen befohlen, führte zu langen Gesichtern bei den Mitarbeitern, weil es natürlich deutlich mehr Arbeit macht, aber wenn die einzige Kontrollinstanz mein seltsames Gedächtnis ist, dann ist mir das zu wenig.

Ein breites Grinsen zwischendurch löste ein Fax aus, was mir von einem kanadischen Anwalt an meine Borkumer Festnetznummer geschickt wurde. Weil ich vor Jahren mal den Fehler begangen habe, meine Telefonnummer ins Telefonbuch eintragen zu lassen, wird die Nummer regelmäßig von Spamanrufern zugemüllt. Dieses Problem hat K dadurch gelöst, dass er die eingetragene Nummer als Faxnummer umprogrammierte und die ehemalige Faxnummer ist jetzt auf die Festnetztelefone geschaltet, die Menschen, die mich noch übers Festnetz erreichen wollen, haben die Nummer, der Rest der Welt muss mich nicht erreichen können.
Die Faxanrufe werden natürlich alle von der Fritzbox protokolliert, die mir dann alles per E-Mail weiterleitet. Soweit so gut, ich freue mich, wenn ich sehe, wie viele Spamanrufer immer wieder nur das Pfeifen des Faxes zu hören bekommen und wundere mich, wie hartnäckig die es immer wieder probieren. Aber heute rief einer an und die Fritzbox schickte zwei Mails, in der zweiten war ein Fax. Tatsächlich ein richtig echtes Fax mit ganz viel Text und an mich adressiert, sogar mein Name war (fast) richtig und es hatte sich jemand wirklich die Mühe gemacht, dieses Fax passend zu personalisieren.

Der nigerianische Prinz wird jetzt von einem kanadischen Anwalt vertreten. Dass die das jetzt mit so viel Aufwand an einzelne, personalisierte Faxnummern schicken, mein lieber Scholli, das scheint wirklich ein lukratives Geschäft zu sein

Und am Abend gab es noch eine richtig gute Nachricht: N hat seinen Wunschjob an der Charité bekommen, nächsten Monat packt er seine Sachen und zieht von der Insel in die Großstadt. Damit dürfte das Kapitel der "Zwischenstation" auch erledigt sein, Kind 1 also endgültig sehr gut im Berufsleben untergebracht
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Montag, 18. Januar 2021
Angenehmer Wochenstart
Unter Berücksichtigung der Umstände, nämlich Montag UND langer Bürotag, bin ich immer noch recht gut gelaunt, dabei habe ich überhaupt keine Ahnung, woran das liegt, aber ich beschwere mich zur Abwechslung mal nicht über den Bürokram, das möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich hervorheben.

Vielleicht liegt das an der Tatsache, dass unsere Sekretärin gekündigt hat und ich stolz darauf bin, dass ich mich ihr gegenüber angemessen betroffen, aber gleichzeitig verständnisvoll gezeigt habe, während ich innerlich nur "Chacka. Yes!" dachte, denn es machte zunehmend wenig Spaß, mit ihr zu arbeiten.
Es ist immer ein Problem, wenn bei der Bewertung der erbrachten Leistungen die Eigenwahrnehmung stark von der Fremdwahrnehmung abweicht und genau das lag hier vor, weshalb wahrscheinliche beide Seiten nicht mehr mit dem Ist-Zustand zufrieden waren.
Jetzt hat jeder eine neue Chance, sie wechselt zu einem Arbeitgeber, der meiner Meinung nach auch viel besser zu ihr passt (sehr konservativ, sehr bürokratisch, sehr langweilig, dafür aber auch sehr gradlinig organisiert und ich drücke ihr die Daumen, dass die dort nicht so eine Nulpe als Assistent der Geschäftsführung haben, wie wir, dann wird für sie alles gut) und wir haben die Möglichkeit, das Aufgabenfeld des Sekretariats noch mal komplett neu zu definieren, das passt mir grade sehr gut in den Kram.

Grundsätzlich hatten wir ja schon bei der letzten Stellenausschreibung vor, das nicht mehr als riesengroße Anzeige mit endlos viel Text in den Jobbörsen der näheren Zeitungs- und Internetwelt zu verteilen, sondern wir wollten nur noch eine kleine Anzeige schalten mit einem QR-Code, der auf eine Internetseite weiterleitet, in der es dann ausführliche Informationen zu der ausgeschriebenen Stelle gibt.
Das ist schick, das ist modern und das ist vor allem deutlich preiswerter.
Es scheiterte bisher nur daran, dass wir keine Internetseite haben.
Das große Mutterhaus hat natürlich eine umfängliche Internetpräsenz, aber wir waren bisher vollkommen zufrieden damit, maximal unbeachtet vor uns hin zu wurschteln und unsere Arbeit zu machen, ohne dass fremde Leute uns großartig wahrnehmen.
Das Mutterhaus kontrolliert uns natürlich und die Wirtschaftsprüfer auch einmal jährlich, das ist okay und richtig, aber sonstige Öffentlichkeit ist erfahrungsgemäß schnell anstrengend und wir haben keinen Vorteil von einer größeren Bekanntheit.
Wenn ich aber Stellenausschreibungen online präsentieren will, dann ist es klug, dafür wenigstens irgendwo eine Seite zu haben, auf die man so etwas hochladen kann. Dass wir uns an die Internetpräsenz des Mutterhauses dranhängen, kommt aus grundsätzlichen Erwähnung niemals und auf keinen Fall in Frage.
Also wurde der Beschluss gefasst, dass wir uns selber darum kümmern. Und jetzt, wo die Sekretärin gekündigt hat, pressiert es auf einmal, also habe ich einen Teil des Tages heute zunächst mal damit verbracht, den aktuellen Ist-Zustand unseres System herauszubekommen. Das war lustig und ich hatte viel Spaß daran, festzustellen, dass in unserer Firma tatsächlich niemand das Passwort für die Domain hat, über die immerhin unsere E-Mail-Adressen laufen.

Nun, wie auch immer, ich habe eine Menge telefoniert, viele Informationen bekommen, viele Empfehlungen und Vorschläge mitgenommen, das Ganze dann mit dem Chef erster Ordnung besprochen und jetzt schaun wir mal.

Der Rest des Tages war unspektakulär, aber friedlich, das ist auf alle Fälle ein positives Ergebnis
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Sonntag, 17. Januar 2021
Kellerthematik und Salzdosen
Seit dem wir einen Architekten haben, schlagen hier intern die Wellen hoch, wenn wir darüber reden, was wir alles in dem neuen Haus brauchen und was der Architekt unbedingt einplanen muss.
Mein Westfalenmann möchte unbedingt einen Keller haben.
Ich dagegen mag Keller nicht, ich habe unschöne Erlebnisse mit Kellern, die hauptsächlich darin bestehen, dass es Feuchtig- und Muffigkeitsprobleme gibt, sie sind dunkel, kalt und voller Spinnen. Dachböden sind auch voller Spinnen, aber aus Gründen, die ich gar nicht weiter erklären kann, sind mir Dachbodenspinnen deutlich sympathischer als Kellerspinnen.
Hier in Greven ist die gesamte Reihenhauskette bis unter die Gärten unterkellert, weil es eine Tiefgarage gibt, die direkt von den Kellerräumen aus erreichbar ist. Das ist sehr praktisch und ich bin auch sehr froh, dass dieses Haus hier so konzeptioniert ist, denn wir haben neben drei Tiefgaragenstellplätzen auch noch viereinhalb relativ große Kellerräume, die alle komplett vollgeräumt sind und natürlich muss der Kram im neuen Haus auch irgendwo hin, wegwerfen ist bei den meisten Dingen keine sinnvolle Alternative, denn schließlich brauche ich irgendwo einen Platz für die Wäsche (aktuell Waschkeller, ca. 10qm), allerlei Handwerkszeug und Küchenmaschinen und Zubehör, das nur selten im Einsatz ist, (aktuell Werkzeugkeller, ebenfalls ca. 10qm), Fahrräder und Autozubehör (Fahrradkeller, auch 10qm), Verpackungsmaterial in allen Formen und Varianten (Bastelkeller, ca. 10qm) und Getränke- und Lebensmittelvorräte.
Das ist hier in Greven wirklich sehr praktisch im Keller untergebracht, das heißt aber deshalb trotzdem nicht, dass ich das in einem Neubau genau so wiederholen würde.

Einig sind wir uns allerdings ohne jeden Dissens, dass wir insgesamt sehr viel Platz brauchen.
K ärgert sich inzwischen, dass er das Nachbargrundstück vor 15 Jahren, als die Grundstücke verkauft wurden, nicht auch gleich dazu gekauft hat, hier ist aber leider nichts mehr zu machen, denn dort steht inzwischen ein Haus und ich schätze, die Bewohner wollen nicht ausziehen.

Wir müssen unseren großen Platzbedarf also irgendwie auf dem vorhandenen Grundstück unterbringen und K meint, das geht nur mit Keller und eine 200qm Garage passe nicht aufs Grundstück.
Ich meine, es muss auch andere Möglichkeiten geben und habe gefragt, was denn mit Dachboden ist? Wir könnten doch den Keller einfach auf statt unter das Haus bauen. An dieser Stelle haben wir dann die Diskussion vertagt, wir brauchen einen Architekten wohl vor allem auch als Mediator.

Weil es jetzt eindeutig konkret wird, dass wir demnächst (also irgendwann bis 2024) ins Ostwestfälische umsiedeln, ist die Anziehungskraft dieser Gegend schlagartig gestiegen, so haben wir gestern spontan einen Ausflug dorthin gemacht. Eigentlich wollte ich zum Großmarkt fahren, um die Wochenendeinkäufe zu erledigen, der Großmarkt liegt im Süden von Münster, Greven liegt im Norden von Münster, bis zum Großmarkt sind es 30km. Die Strecke zum Großmarkt ist mir noch nie als "Reise" vorgekommen, weil es ja Münster ist und Münster gefühlt direkt vor der Haustür liegt.
Bis ins Ostwestfälische sind es aber auch "nur" 50km, sooo viel weiter ist das also gar nicht, fühlt sich aber deutlich viel weiter an, weil es keine Autobahn dorthin gibt und man über verschlungene Landstraßen und durch viele kleine Orte fahren muss, bis man dort ist. Als K aber sagte, dort gäbe es einen funkelnagelneuen Edeka auf 3000qm war ich sofort neugierig und fand es eine sehr gute Idee, wenn wir statt zum bekannten Großmarkt nach Münster lieber zum neuen Edeka ins Ostwestfälische fahren. Bei der Gelegenheit sind wir anschließend noch bis Bielefeld weiter gefahren, um C Dinge zu bringen, die für sie in Greven parat standen. Das war eine schnelle, kontaktlose Übergabe, wir gaben Bescheid als wir vor der Haustür standen, sie kam runter, nahm die Tüte in Empfang und wir fuhren wieder weiter, von dort dann zurück nach Greven, Corona macht seltsame Sachen mit unseren sozialen Kontakten.
Der Edeka hat mir ausnehmend gut gefallen. Ich mag ja diese Riesenläden, die nicht nur Discounterangebote, sondern auch sehr viel Feinkost und Spezialitäten im Angebot haben. In Hamburg gibt es einen Edeka in den Rindertorhallen, den finde ich auch großartig.
Wir kauften also allerlei Zeug, was wir eigentlich gar nicht brauchten, aber so ist das ja immer in solchen Läden.
Mein absolutes Highlight des Tages war aber eine Dose Baleine Salz, weil ich genau diese Salzdose seit über 30 Jahren als großen Salzstreuer in meinen Küchen benutze, die letzte Dose aber so langsam beginnt zu zerfallen, in Greven habe ich sie schon endgültig ausgemustert, auf Borkum ist die letzte noch im Einsatz, hat aber schon merklich Federn gelassen. Da es mir nicht um das Salz, sondern um die Dose geht, fülle ich sie regelmäßig mit normalem Salz nach, wenn der Inhalt verbraucht ist, aber irgendwann werden sie auch außen rum schäbig, die Verschlüsse brechen ab und sie sind halt einfach abgegriffen. Früher war das nie ein Problem, Ersatz zu beschaffen, wenn eine Dose aussortiert werden musste, früher waren wir aber auch regelmäßig in Frankreich, weil CW da seine Wohnung hatte und dort gibt es dieses Salz in jedem Supermarkt. Doch dann entwickelten sich die Dinge, wie sie sich eben entwickelten, deshalb war ich schon seit über 10 Jahren nicht mehr in Frankreich und das ist eine lange Zeit für so einfache Salzstreudosen aus Pappe.
Ich hatte schon ernsthaft überlegt, ob ich K nicht mal einen Fliegerausflug nach irgendwo in Frankreich vorschlage, der springt auf solche Vorschläge ja sofort an und ich hätte nur eine Stadt finden müssen, die einen Supermarkt in der Nähe des Flugplatzes hat, damit ich dort eine neue Salzdose kaufen kann.
So eine Dose einfach bei Amazon zu bestellen ist mir übrigens nicht eingefallen, ich sehe jetzt erst, dass man die dort kaufen könnte (allerdings zu horrenden Preisen), als ich nach einem Bild dieser Dose googelte, um es hier zu verlinken.
Aber all diese Überlegungen kann ich jetzt ad acta legen, ich habe wieder frische Salzdosen und das auch noch zu einem Preis, der in Frankreich wahrscheinlich auch nicht günstiger ist. Bei so was bin ich dann ja auch noch eigen: 8€ mit Versand für diese Dose bei Amazon, die in Frankreich nur 1€ kostet, verweigere ich innerlich komplett. Lieber fliege ich dann selber nach Frankreich, um sie dort vor Ort zu einem angemessenen Preis zu erwerben.
Ähem
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Freitag, 15. Januar 2021
Time flies
Die Freude, einen Architekten gefunden zu haben, der bis Ende Februar die ersten Pläne vorlegen will, hielt auch heute noch an und wallte zusätzlich zwischendurch immer auch mal akut hoch, was dann dazu führte, dass ich richtig gute Laune hatte.

Das war sehr praktisch, denn gleichzeitig hatte ich heute ab mittags einen nervigen Druckkopfschmerz, den ich immer dann besonders gut ignorieren konnte, wenn mal wieder eine neue "ichfreumichso-Welle" hochschwappte.

Ich brauche ja in meinem Leben immer irgendeine Aussicht. Irgendein Ziel, ein Vorhaben, einen Plan, irgendetwas, was erreicht werden muss und für das es sich dann lohnt, sich anzustrengen und vor allem die Langeweile des sonstigen Alltags zu ertragen.
Mein Dauermantra: "Noch drei Jahre und dieses" ist zwar auch so ein Ziel, aber dafür muss ich nichts anderes tun als nur durchzuhalten und abzuwarten.

Dass wir ein neues Haus bauen und dass wir dann von Greven ins Ostwestfälische ziehen und beide nicht mehr nach Münster zur Arbeit fahren müssen, das gehört zwar auch irgendwie zu diesem "Noch drei Jahre und dieses", nur ist hier natürlich noch eine ganze Menge aktiv zu tun und das muss alles vorher passieren, sonst ist blöd.
Und genau das ist jetzt (endlich) auf einem guten Weg, oder besser gesagt: überhaupt auf einem Weg, denn erst, wenn sich etwas bewegt, kann es auch vorangehen. (Es kann dann natürlich auch nach hinten losgehen, aber das blende ich vorsichtshalber lieber komplett aus.)

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Und außerdem habe ich dann heute noch eine weitere Uhr fertiggestellt.

Ich sagte ja, dass ich meine Stempel wieder rausgekramt habe
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Mittwoch, 13. Januar 2021
Erst Büro, dann Massage
Aktuell quäle ich mich hier ein wenig durch die Tage. Die Bürotage sind randvoll mit Jahresabschlussarbeiten, zusätzlich noch die Kick-Off Termine, für das große Projekt, was jetzt startet, es gibt auf alle Fälle genug zu tun, mir fehlt es nur ganz ausgeprägt an Schwung und Energie, all diese Dinge zu erledigen, was es insgesamt noch anstrengender macht als es eh schon ist.

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Heute Abend war der erste Massagetermin. Ich habe ja schon Anfang Dezember eine feste Terminreihe immer für Mittwochs 18.30h vereinbart, einmal die Woche Massage mit dem Schwerpunkt Schulter und Nacken, und auch, wenn mir Schulter und Nacken jetzt deutlich mehr weh tun als vor der Massage, so bin ich doch davon überzeugt, dass das auf Dauer eine wirklich positive Wirkung haben wird.
Die Physiodame hatte allerdings eine Methode, zielsicher insbesondere die besonders schmerzhaften Stellen zu finden und zu drücken, dass ich zwischendurch nur mit guter Atemtechnik laute Schmerzschreie unterdrücken konnte, sie nannte es eine Faszien-Technik, ich denke, sie könnte damit auch locker als Domina Karriere machen, aber egal, ich habe es ja so gewollt und glaube fest daran, dass es nützt
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Sonntag, 10. Januar 2021
Ausmisten und Verkaufserfolge
Das Ausmisten hier im Haus geht gut voran. K hat seine ebay Verkaufsleidenschaft entdeckt und nachdem er höchst erfolgreich diverse Sonos Boxen versteigert hat, hat er sich anschließend auch der Dinge angenommen, die ich teilweise schon vor mehr als einem Jahr aussortierte, aber mich bisher nicht aufraffen konnte, mich um die Endverwertung zu kümmern.
Ich habe ja lange Zeit eine Art Verkaufslager in der Kruschelecke hinterm Sofa betrieben, in der ich immer mehr Kram anhäufte, bis ich diese Sammlung im Rahmen der neuen Lichtinstallation auflöste und alles nach oben in Ks "Tonstudio" unterm Dach brachte. Dort stehen Ks Tonbänder und alles, was er gerne so als Hobby betreiben würde, wenn er Zeit hätte, dass dort jetzt auch aussortierte Milchschäumer, Kaffeekannen und Fahrradsattel rumlagen, störte ihn, weshalb er sich schwungvoll daran machte, alles bei ebay einzustellen und bis auf ein DinA4-großes, höllenschweres, dickes AMC Kochbuch hat er auch wirklich alles verkauft. Richtig witzig finde ich, dass er für einige Teile sogar mehr bekommen hat als ich vor Jahren mal auf dem Flohmarkt dafür bezahlt habe. Wenn man das systematisch betreiben würde (und wenn dann mal keine Pandemie mehr ist und Flohmärkte wieder stattfinden), könnte man daraus ein Gewerbe machen, denn in aller Regel kauft es sich auf dem Flohmarkt tatsächlich deutlich preiswerter ein als bei ebay. Schade eigentlich, dass ich keinen Job suche.

Das Kochbuch habe ich übrigens in die Papiertonne gepackt (auf die Zigarettenasche), man muss auch verlieren können.

Alles, was man nicht mehr mit gutem Gewissen verkaufen kann, wird weggeworfen, ich habe heute eine große Kiste mit alten Telefonen zum Elektroschrott/Sondermüllplatz gebracht, so nach und nach leert sich das Haus tatsächlich. Das fühlt sich gut an, dann kann ich demnächst ohne Platzprobleme wieder neuen Kram anschleppen, irgendwann werden die Flohmärkte ja hoffentlich wieder öffnen
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