*Jede weitere Bemerkung zu Mitarbeitern im öffentlichen Dienst habe ich mir im Folgenden heroisch verkniffen, wenigstens darauf möchte ich hinweisen.
Ich gehe davon aus, dass dieser Glottal Stop immer hipper wird, so dass diese Sprechweise auf Dauer die Verdoppelung verdrängt, d.h. aus Bürgerinnen und Bürgern werden künftig nur noch Bürger'innen, was in der Konsequenz bedeutet, dass das generische Maskulinum künftig durch das generische Femininum ersetzt wird, denn es ist jetzt schon zu beobachten, dass sich im Sprachfluss der Menschen, die diese Variante benutzen, der theoretisch gedachte Glottal Stop immer mehr abschleift und so aus Bürger'innen sehr schnell Bürge'rinnen werden, einfach weil sich das leichter spricht.
Da es grade für den öffentlichen Dienst ja eine gesetzliche Zwangsvorschrift gibt, sich "genderneutral" ausdrücken zu müssen, bin ich mal gespannt, wann sich der erste Mann beschwert, dass er sich bei Bürge'rinnen nicht mehr mitgemeint fühlt.
Ansonsten stelle ich für mich fest, dass die krampfhaften Jünger'innen dieser Sprechform bei mir ein Kicher-Gen triggern, das ich nur mit sehr viel Konzentration unterdrücken kann, was wiederum dazu führt, dass ich inhaltlich wenig mitbekomme, weil ich leider hauptsächlich damit beschäftigt bin, nicht eine blöde Bemerkung nach der anderen abzulassen. Im Endeffekt verstärkt es aber auch nur meine Überzeugung, dass ich einfach zu alt bin, für die heute übliche Kommunikationsform der jüngeren Menschen und dass deshalb alle davon profitieren, wenn ich mich so schnell wie möglich aus diesem Spiel verabschiede.
Noch drei Jahre und dieses, oder, Stand heute: noch 1.305 Tage.
Neulich las ich bei irgendsoeinem Coaching-Motivations-Fredel, dass Menschen, die sich auf die Rente freuen, den falschen Job haben. Dem kann ich nur zustimmen, ich habe ganz bestimmt den falschen Job, mein Traumjob wäre eindeutig "Privatier", aber ich arbeite ja dran.
In der Vorstellung dieses Flächentools ging es heute darum, dass dort Länder, Gemeinden/Kommunen und Kreise Flächen eintragen können, die sie für den Aufbau einer Ladeinfrastruktur zur Verfügung stellen.
"Anbieter" im Sinne der Idee dahinter sind also Körperschaften öffentlichen Rechts und keine Einzelpersonen. Trotzdem wurden die Anbieter natürlich zu Anbieter'innen, was mich wirklich sehr erheiterte und zu der Feststellung brachte, dass dann ja wohl DER Bund die männliche Oberherrschaft übernimmt, DIE Gemeinde, DIE Stadt oder eben DIE Kommune die weibliche
Süß war dann noch, dass sich am Ende der Veranstaltung mehrere Teilnehmer offen im Chat für das wunderbare Gendern bedankten, das hätten sie ganz toll gefunden. Ich fand's auch toll, ich hatte schließlich viel Spaß daran.
Noch ein Schmankerl zur Gendersprache: Ich arbeite unter anderem viel mit gemeinnützigen Gesellschaften zusammen, die sich um die Belange von Menschen mit Behinderung kümmern. In diesem Zusammenhang ist das Entwickeln von Leitfäden, Informationsflyern, Handbüchern u.ä. in einfacher oder leichter Sprache ein wichtiger Baustein.
Grade wenn es um den gesamten administrativen und bürokratischen "Lebens-Drumherum-Kram" geht, den jeder, der für sich selber verantwortlich und selbstständig lebt, managen muss, ist es ungemein wichtig, dass die Menschen überhaupt erst mal lernen, was es bei diesen Themen alles zu beachten gibt und was man wissen muss.
So wurde z.B. ein "Mieterführerschein" in leichter Sprache entwickelt, wo alles, was man rund um das Thema "eigene Wohnung" wissen sollte, so verständlich erklärt wird, dass ich mir das Teil gleich mal abgespeichert habe, um es an meine Kinder weiterzugeben, wenn von dort Fragen kommen zu Nebenkostenabrechnung, Stromanbieter, Kaution, Kündigung oder was man eben sonst so lernen muss, wenn man nicht mehr bei den Eltern wohnt.
Wirklich gut finde ich auch Energiespar- und Umwelt-Tipps in leichter Sprache, ich erinnere mich noch gut an die hochkomplexen Einweisungen in das System der Mülltrennung, die ich jährlich jedem neuen AuPair mühsam beibringen musste und wie kompliziert ich es fand, dieses System möglichst einfach zu erklären.
Die neueste Entwicklung ist jetzt ein Mietvertrag in einfacher Sprache, was ich für eine wirklich genial gute Idee halte, denn von der ganz unbestritten komplett vermurksten Juristensprache sind tatsächlich nicht nur Menschen mit einer Behinderung überfordert. Hier sehe ich ernsthaftes und sinnvolles Potential für eine generelle Änderung der Sprache.
Das Problem wird nur sein, dass die einfache Sprache keine Gendervarianten kennt, die sind nämlich nur was für Akademiker, die überhaupt einen Unterschied zwischen gefühltem Femininum und generischem Maskulinum markieren können und für derartig intellektuelle Kopfwichsereien Kapazitäten frei haben.
In der einfachen Sprache, die eine wirklich wichtige und wesentliche Kommunikationsplattform für viele Menschen bedeutet (oder bedeuten würde), ist für solche Spirenzchen kein Raum, das wiederum wird aber wohl bedeuten, dass sich, getragen von der aktuellen Modeströmung, die einfache Sprache kaum unterstützt wird, denn das geht ja gar nicht, dass man da einfach nur von Mietern spricht und dann alle Menschen einheitlich mitmeint.
Ach, und weil ich grade dabei bin, mich über Akademike'rinnen lustig zu machen, die so offensichtlich andere Schwerpunkte im Leben haben als ich, heute war der vorletzte Tag unserer promovierten Dr. phil. Sekretärin, und ich bin extrem guter Hoffnung, dass unserer Sekretariat ab nächster Woche wieder einwandfrei funktionieren wird, wir haben back to the basics nachbesetzt und das bedeutet, dass wir künftig einfach wieder "einfach" arbeiten können
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Den ganzen Tag über, solange ich im Büro oder sonstwo unterwegs bin, habe ich ganz viele Ideen, über was ich dringlich mal etwas schreiben möchte, ich erlebe witzige Begebenheiten, die ich erzählen möchte, ich denke über Dinge nach, die ich unbedingt schriftlich festhalten will, weil ich das Gefühl habe, dass es sich schriftlich noch viel besser und weitreichender darüber nachdenken lässt, kurz, mein Kopf ist randvoll mit Blogcontent, es mangelt mir nur an der technischen Möglichkeiten, den tagsüber aufzuschreiben. Aber knapp gehe ich abends durch die Haustür und betrete mein Zuhause, ist mein Kopf wie leergeblasen, meine Motivation, irgendetwas aufzuschreiben bewegt sich im Minusbereich und ich verwende meine letzte Restenergie, mir Ausreden auszudenken, weshalb ich grade heute doch wirklich mal eine Ausnahme von meiner täglichen Bloggerei machen könnte.
Das ist mir in der letzten Zeit so frappierend oft passiert, dass ich inzwischen fest davon überzeugt bin, dass das somatische Gründe haben muss, die wiederum durch dieses nach Hause kommen getriggert werden.
Heute habe ich mal etwas Neues probiert und bin von der Haustür auf direktem Weg, ohne
Jetzt schauen wir mal.
Rechner: Stichwort, dazu ist mir heute einiges durch den Kopf gegangen, erstmal nur das Stichwort festhalten.
Apotheke: Ich bin über dunkle Kanäle noch an ein weiteres Paar Maskengutscheine der Bundesregierung gekommen und möchte die jetzt gerne gegen FFP2 Masken eintauschen, die nicht per Gummi hinter den Ohren, sondern per Gummi hinterm Kopf befestigt werden, weil diese Befestigungsmethode für Masken Langstreckentragerei eindeutig bequemer ist und überhaupt kann man diese Masken viel leichter auf- und absetzen, weil man sie einfach um den Hals baumeln lassen kann, wenn man sie grade mal nicht trägt. Ich weiß, es gibt so Verlängerungsdingsis, mit denen kann man die Ohrengummis am Hinterkopf zusammenführen, das ist insgesamt aber eine mühsame Bastelei und neulich hat sich eines dieser mit Haken versehenen Verlängerungsdingsis in meinen Haaren verheddert und ließ sich fast nicht mehr lösen, ich war ganz kurz vor der Radikallösung Schere. Sie lösen sich aber garantiert blitzschnell und zuverlässig, wenn man die Maske nach unten zieht und eigentlich gerne um den Hals baumeln lassen möchte.
Deshalb wollte ich Masken haben, wo die Gummis gleich anders angebracht sind.*
N hat solche Masken und hat mir davon eine abgegeben, und jetzt will ich mehr davon.
*Durch diese Maske ist mir erst aufgefallen, dass der Mensch, über dessen Entenschnabelmaske ich mich neulich so amüsiert habe, wahrscheinlich auch so eine Gummihintermkopf-Maske trug, ohne zu wissen, dass es so eine Maske ist, wenn man diese Masken nämlich um 90° dreht, dann kann man die Gummis auch hinter den Ohren einhaken, mit dem Erfolg, dass die Maske vorne seltsam sitzt und beim Einatmen der Entenschnabeleffekt erntsteht.
Die Apotheke, in der ich meine Gutscheine neulich einlöste, gab mir Ohrengummimasken, deshalb kam ich auf die Idee, dort vorher anzurufen, ob sie auch Hinterkopfgummimasken haben. Ergebnis: Haben sie nicht. Keine der Apotheken in einem 30km Radius in und um Greven herum hat solche Masken. Nach der dritten telefonischen Absage nahm ich die Herausforderung sportlich und habe systematisch wirklich alle Apotheken im Umkreis abtelefoniert.
Einige waren sehr freundlich und erboten sich, bei ihrem Großhändler anzufragen, ob sie mir von dort welche bestellen könnten, aber auch die Großhändler haben solche Masken nicht. Andere versuchten, mich zu überreden, doch diese Verlängerungsdingsis zu benutzen, die wären doch sehr praktisch und manche behaupteten sogar, die Masken mit anders angenähten Gummis wären dann sicher nicht zertifiziert und rieten mir eindringlich ab, darüber überhaupt nachzudenken.
Im Ergebnis war es mir also nicht möglich, solche Masken in einer Apotheke zu beziehen, übrigens auch online nicht. Auf diese Suchidee brachte mich J, dem ich empört von dem Maskenmissstand im Münsterland erzählte, der sich aber gleichzeitig auch sehr verständnisvoll für meine Empörung zeigte, denn seiner Aussage nach gibt es die Dinger auch in Berliner Apotheken nicht. Zumindest nicht in der Apothekenkette, in der er arbeitet und er sagt, sein Chef wäre Maskenjunkie und sie hätten mindestens 20 verschiedene FFP2 Varianten, aber keine mit Gummis für hintern Kopf.
Online habe ich jedoch auch keine Apotheke gefunden, die solche Masken gegen die Berechtigungsgutscheine tauscht, deshalb habe ich meine Gutscheine nun an eine Online-Apotheke geschickt, die zwar nur normale FFP2 Masken vertreibt, mir für die Gutscheine aber die doppelte Menge an Masken zuschickt und auch noch auf die Zuzahlung von 4 Euro verzichtet. Sagt sie wenigstens und ich dachte mir, ich probiere das einfach mal.
Als Extraservice bietet sie sogar eine versandkostenfreie Einsendung für die Gutscheine an, zu dem Zweck muss man sich nur den Einsendebriefumschlag runterladen, den man komfortabel über einen Downloadlink anklicken kann.
Wie man sich ganze Umschläge aus dem Internet runterlädt hat mich natürlich sehr fasziniert, es war dann leider doch kein Umschlag, sondern nur den Aufdruck für einen Umschlag. Aber immerhin. Ich habe also einen Umschlag passend bedruckt, meine Gutscheine eingelegt und jetzt warte ich mal ab.
Die Gummihintermkopf-Masken kann man sich ansonsten natürlich ganz normal im Internet bestellen, es gibt ja diverse Händler, die zertifizierte Masken in verschiedenen Varianten anbieten, nur ist leider keiner dieser Händler eine Apotheke, die die Gutscheine akzeptiert. Pech, aber dann ist das so.
Neues vom Bettentransport:
N ist samt neuem Bett für Js Zimmer unfallfrei auf Borkum angekommen, unterwegs hat er sogar noch seine Schwester in Hannover eingesammelt, so dass sie jetzt zu zweit auf der Insel sind und er jemanden hatte, der ihm beim Ausladen und wieder Einladen des Autos helfen konnte. N fährt morgen wieder nach Berlin, C bleibt auf Borkum und spekuliert darauf, dass wir am Wochenende auch kommen, so dass sie am Sonntag mit uns zurückfliegen kann.
Das Wetter scheint den Plan zu unterstützen.
Jetzt ist das Stichwort "Rechner" noch offen, aber dazu habe ich jetzt keine Lust mehr, das vertage ich auf ein anderes Mal, es wird sich eine Gelegenheit finden
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Da auf der Hinfahrt das Auto komplett leer wäre, kam ich auf die Idee, nach einem Bettgestell für Js Zimmer bei ebay Kleinanzeigen in Berlin Ausschau zu halten, was auch perfekt funktionierte.
J hat sich dann darum gekümmert und das Bett mit zwei Lattenrosten heute bei der Verkäuferin abgeholt und zu Ns Wohnung gebracht, damit der es dort jetzt nur noch in sein ausgeräumtes Auto packen muss, Berlin-Emden sind rund 550km, um die 14h Fähre zu bekommen, muss er also recht früh schon wieder los.
Um das Bett in Berlin-Steglitz abzuholen, hat J sich über Miles einen Transporter geliehen und sich dann über das Preisverhältnis amüsiert: Bett=40?, Transport 30?, ich denke allerdings, dass es insgesamt die perfekte Logistikorganisation ist und es besser gar nicht hätte laufen können.
Ansonsten ist meine genervte Grundstimmung unverändert, keine Ahnung, was ich dagegen tun kann, werde ich mich wohl dran gewöhnen müssen
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Für einen Text über tiefschürfende Gedanken reicht es also nicht mehr, aber ich kann ja die letzten zwei Stunden beschreiben:
K hat eine neue Playbar für Borkum bestellt, die laut seiner App heute hätte geliefert werden sollen. Wurde sie aber nicht, zumindest nicht so lange er im Büro war und das ärgerte ihn sehr, denn morgen wollen wir nach Borkum fliegen und das wäre ja prima gewesen, die dann gleich mitzunehmen und zu tauschen.
Er betreibt aktuell das Modell des gleitenden Updates der Hardware und das funktioniert wirklich sehr gut. Die alte Hardware ist jetzt ca. 4 Jahre alt, erzielt aber immer noch sehr gute Preise bei ebay. Im Schnitt kostet so ein Upgrade 20% des Neupreises, damit haben die Lautsprecher einen Wertverlust von rund 5% pro Jahr, was lächerlich wenig ist, da davon auszugehen ist, dass sie keine 20 Jahre gleichmäßig gut funktionieren werden - und genau das müssten sie ja, wenn man den bisherigen Wertverlust linear fortschreibt.
Es ist also eine richtig gute Idee, die alte Technik zu diesem Zeitpunkt gegen die neue Version zu tauschen, nur leider kam die neue Playbar nicht passend an.
Während K auf seinem Handy rumguckte und sich über die trödelige Lieferung ärgerte, kam eine neue Nachricht an und die App meldete das Paket als zugestellt. Freitagnachmittag 17h im Büro, wird dann wohl die Putzfrau angenommen haben.
K wollte also noch mal ins Büro fahren und nach dem Paket Ausschau halten, ich sagte, ich fahre zur Unterhaltung mit, wenn wir vorher noch einen Ausflug zu Aldi machen, da war ich schon seit Wochen nicht mehr gucken, was die so für Angebote haben.
Nicht, dass wir irgendetwas bräuchten (außer Brühwürfel, aber auch die sind nicht sehr dringend), aber das ist ja eine normale Einkaufsausgangssituation, wir brauchen ja selten etwas, finden dann aber doch immer wagenweise Krimskrams, genau das macht ja den Spaß am willkürlichen Einkaufen aus.
So geschah es, wir fuhren also erst zu Aldi und ich bin dort sehr ausgiebig und mit großer Shoppinglust durch alle Gänge gelaufen - und stellte zu meiner tiefen Enttäuschung fest, dass ich nichts von dem, was dort angeboten wurde, kaufen wollte.
Das ist schon fast beängstigend.
Ich habe dann natürlich Brühwürfel gekauft, sogar zwei Pakete, und einen Liter Milch, eine Tüte Haribo, ein Paket Kekse und bezahlte schließlich 6,10? an der Kasse.
6,10?, bei Aldi, ich glaube, das ist mein neuer Billigrekord, wie traurig.
Liegt das jetzt am Alter? Ich meine, sollte ich mir Sorgen machen? Wird das jetzt schlimmer? Das wäre wirklich deprimierend, denn wenn ich eines bisher sehr gut konnte, dann war es Unsinn kaufen und Dinge, die ich wirklich nicht brauche, die im Laden aber grade so verlockend aussahen.
Ich saß sehr niedergeschlagen im Auto, während K in sein Büro fuhr, um nach dem zugestellten Paket zu fahnden.
Er hat dort sehr ausgiebig danach gesucht, es war aber eindeutig nicht da, aus seinem Büro hatte es also ganz sicher niemand angenommen.
Letztlich fuhren wir unverrichteter Dinge wieder nach Hause, keine Playbar, die wir morgen mitnehmen können und Einkaufen habe ich auch verlernt, es war ein düsterer Abend
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Es scheitert zuvörderst und vor allem an meinem nicht mehr
Heute war mir zur Abwechslung mal nicht nach alkoholfreiem Bier (sehr spannend übrigens die Feststellung, dass ich normales Bier im Grunde nicht mehr mag, keine Ahnung, wie das passieren konnte, aber so ist es aktuell), wie auch immer, heute war mir nicht nach Bier, sondern nach Weißwein, den hätte ich mir mit Mineralwasser verdünnt, weil ich, wenn überhaupt, eh nur Schorle mag, aber wir hatten keinen Weißwein, sondern nur Prosecco und so geschah es eben, dass ich inzwischen zwei Gläser Prosecco (unverdünnt, weil, Prosecco ist nicht verdünnbar) getrunken habe und nu fühle ich mich nicht mehr ausreichend befähigt, hier seriöse Texte zu veröffentlichen.
Was ich also etwas langatmig formuliert im Grunde nur kurz zusammengefasst verkünden möchte: Das wird heute nix mit einem seriösen Blogbeitrag, ich habe aber noch ein hübsches Zitat von Stephen Hawkings, was ein Kollege heute im Videocall als Hintergrundbild hatte, und es gefiel mir sehr gut:
1N73LL1G3NC3 1S 7H3
4B1L17Y 7O 4D4P7
7O CH4NG3
S73PH3N H4WK1NG
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Ich habe keine Menschen getroffen, war nicht Teil einer Menschenmenge (und wenn, dann immer nur widerwillig), hatte keine (freiwilligen) sozialen Kontakte und bin weder ins Theater, noch ins Kino, nicht ins Museum und schon gar nicht auf Konzerte gegangen.
Ich habe keinen Sport gemacht, ich bin nicht in Läden einkaufen gegangen und ich fuhr nicht in Urlaub. Es gibt also nichts, was sich für mich geändert hat, außer dass ich viele Dinge, die ich früher mangels passender Ausrede doch trotz Widerwillen getan habe, heute nicht mehr tun muss, per Saldo hat sich für mich das Leben also eindeutig verbessert.
Aber das ändert nichts daran, dass hier nichts Erzählenswertes passiert. Der einzige Unterschied ist, dass ich mit meinem ereignislosen Leben jetzt nicht mehr so alleine bin, plötzlich gibt jeder damit an, dass bei ihm nichts passiert.
Ich wundere mich dann immer nur, was die Menschen daran stört.
Ist es nicht schön, wenn nichts passiert? Die Abwesenheit von Ereignissen ist ja auch gleichzeitig das Fehlen von Katastrophen und schlechten Nachrichten.
Ich bin ziemlich zufrieden damit, dass nicht passiert, kann so bleiben, mein Bedarf an Drama ist für die nächsten 25 Jahre immer noch gut gedeckt und Freude generiere ich mir einfach selber.
Heute z.B. habe ich mich darüber gefreut, dass nichts Schreckliches passiert ist, ich finde, heute war ein guter Tag
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1023 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
Am Mittwoch hatte N ja schon seinen Auszug aus Borkum vollzogen, aber den größten Teil seines Hausstandes hatte er vor zwei Jahren hier in Greven eingelagert und den hat er nun die letzten beiden Tagen wieder vom Dachboden und aus dem Keller geholt, gesichtet, sortiert, neuverpackt und/oder weggeschmissen, denn auf dem Dachboden leben wohl Mäuse und die hatten sich in einigen Kartons häuslich eingerichtet.
Seit gestern Abend war unser Wohnzimmer randvoll mit Kisten und Dingen zugepackt, K unkte die ganze Zeit, dass das das niemals in einer Fuhre in ein Auto passt, aber dann kam heute Mittag Ns Kumpel aus Hamburg* und der hatte ein Auto, das war tatsächlich groß genug.


Ich war total begeistert von diesem Auto, vor allem von dem Gelblicht auf dem Dach, das funktioniert auch noch und jetzt wünsche ich mir intensiv auch genau so einen Bus. Muss nicht Rohrverleger drauf stehen, aber wenn es das täte, würde ich es auch draufstehen lassen, finde ich eine sehr hübsche Aufschrift. Mein Westfalenmann hat schon leicht genervt die Augen verdreht, als ich ihm zum 17. Mal das Versprechen abnahm, dass er ab sofort intensiv Ausschau nach einem vergleichbaren Wagen hält, aber ich plane innerlich ja schon unseren Umzug in einer Zukunft zwischen 2-3 Jahren, da ist es einfach perfekt, wenn man so ein Auto hat.
*Solche Freunde finde ich ja immer wieder beeindruckend, der kam wirklich extra aus Hamburg nach Greven, weil er das große Auto hat, um damit N bei seinem Umzug nach Berlin zu helfen.
Als alle abgefahren waren, habe ich mit K zusammen das hiesige Haus saubergemacht.
N hat sein Zimmer und alle Bereiche, wo er Dinge gelagert hatte, sehr sauber, aufgeräumt und ordentlich hinterlassen, das war schon echt prima, aber unser eigener Wohnbereich, insbesondere Bäder, Küche und Wohnzimmer hatte es sehr nötig und der Fußboden im Eingang brauchte auch dringend eine Wischung, das war aber mit Ansagen und ist ganz normal, wenn man bei dem Wetter ständig rein und rausläuft, um Kisten ins Auto vorm Haus zu tragen.
Jetzt ist alles wieder schnieke, N hat alle Blumen wieder mitgenommen und ich bin den Urwald vor meinem Terrassenfenster wieder los, der Raum ist plötzlich deutlich größer und mir gefällt es so "leer" auch sehr gut.
Eben bekam ich kurz einen Traurigkeitsanfall, weil ich dachte, dass morgen Montag ist und das Wochenende mal wieder viel zu kurz war, bis ich bemerkte, dass morgen ja doch erst Sonntag ist und jetzt bin ich sehr zufrieden und habe mir für morgen vorgenommen, sehr ausführlich nichts zu tun
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Heute ist der Tag des Palindroms, weil der 12.02.2021 vorwärts wie rückwärts gleichbleibt, das mit dem Neger ist aber wahrscheinlich inzwischen nicht mehr
Der 12.02.2021 könnte aber auch eine Zahl aus dem Dreiersystem sein. Es wäre dann zwar eine palindrome Zahl, aber ins Dezimalsystem übersetzt, hätten wir dann gar nicht heute, sondern den 3.8.68, der Tag ist also schon zweiundfünfzigeinhalb Jahre alt, wenn man das Stellenwertsystem wechselt.
Weitere Neuigkeiten des Tages: N hat Schnupfen. Richtig doll viel Schnupfen, mit permanenter Schniefnase und Niesen und Kranksein. Vorsichtshalber hat er sich sofort mal testen lassen, der Schnelltest sagte aber, er hätte kein Corona, also hat er einfach nur Schnupfen. Ich behaupte ja, das ist kein Wunder, schließlich ist er die letzten zwei Tage ständig nur mit T-Shirt und barfuß in Schlappen durch den Schnee gehüpft, N sagt aber, dass das davon überhaupt nicht kommen kann, weil er das schon immer so gemacht hat und überhaupt kriegt man von im T-Shirt rumlaufen keinen Schnupfen, sondern von Viren und die interessieren sich nicht für T-Shirts.
Er wird es wissen, er ist Arzt. Ich bin nur Mutter und beobachte genau, aber was weiß ich schon.
Ansonsten bin ich froh, dass die Woche um ist, obwohl es nur zwei Tage Büroarbeit waren, reicht es mir schon wieder ausführlich und ich mache mir mal wieder ausführlich Gedanken, wie ich das die nächsten drei Jahre und dieses überstehe. Aber vielleicht ist der Trick wirklich, dass man nicht ans Ende schaut, sondern einfach immer nur auf den nächsten Tag. Ein Tag nach dem anderen, noch 1.318 mal und davon sind nur 791 Tage Arbeitstage. Das ist doch überschaubar
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Danach hatte ich einen Termin in der Bank, richtig echt außer Haus mit echten anderen Menschen, aber natürlich mit viel Abstand und alle mit Maske.
Ich bin ja schon vor einiger Zeit auf FFP2 umgestiegen und stelle fest, dass das immer mehr Menschen auch so machen. Das finde ich gut, denn bei FFP2 Masken sehe ich auch einen echt sinnvollen Nutzen und Schutz, die selbstgenähten Stofflappen dagegen hatten für mich immer nur symbolischen Charakter. Sie machten das Leben außer Haus unbequemer und führten auf diese Art dazu, dass sich die Leute nicht so lange außer Haus aufhielten, was unter dem Aspekt der Kontaktvermeidung sehr positiv ist, das war aber meiner Meinung auch der einzige Nutzen, den einfache Stoffmasken hatten.
Aber egal, mittlerweile sind ja eh nur noch die sogenannten "medizinischen Masken" erlaubt bzw. vorgeschrieben, was sicherlich auch für viele Leute ein Grund war, dann auch gleich komplett auf FFP2 umzusteigen.
Der Banker heute hatte also eine FFP2 Maske auf, allerdings saß die irgendwie seltsam bei ihm, denn wenn er einatmete, dann zog sich der vordere Teil der Maske in der Breite zusammen und sah dann aus wie ein Entenschnabel. Sehr lustig. Einatmen Entenschnabel, ausatmen Maskendeckel, einatmen Entenschnabel, ausatmen Maskendeckel.
Ich habe nur die Hälfte vom Gespräch mitbekommen, weil ich ständig auf seine Maske starren musste und darauf wartete, dass sich der Entenschnabel wieder bildete. Das war sehr anstrengend, weil ich mich gleichzeitig selber innerlich ständig zur Ordnung rief, ich war ja schließlich nicht quer durch Westfalen gefahren, um Entenschnäbelmasken zu beobachten, sondern ein ernsthaftes Bankergespräch zu führen.
Das war aber eindeutig beeinträchtigt durch dieaktuellesituation, wenn auch nur mittelbar
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Heute morgen sah es dann so aus:

Aber zum Glück war wirklich nur auf Borkum Schnee, wir mussten uns also nur einmal bis zur Fähre durchkämpfen, was uns zum Glück auch pünktlich gelang. Auf dem Festland war in Ostfriesland sozusagen gar kein Schnee und weiter südlich waren die Straßen alle gut geräumt, die Fahrt war also kein Problem und wir kamen gut durch.
Hier in Greven staunten wir dann allerdings sehr über die schieren Schneemassen, die sich vor der Haustür, überall auf unserer kleinen, nicht geräumten Nebenstraße und bei uns im Garten auftürmten. Das ist schon eine Menge und auch deutlich mehr als die 10cm, die es heute auf Borkum geschneit hatte.
N plant jetzt die Logistik des weiteren Umzugs, ich muss morgen wieder ins Büro und jetzt auf dem schnellsten Weg ins Bett, denn der Tag war lang und anstrengend
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