Nächste Woche ist mal wieder Aufsichtsrat und da wird es Zeit, dass die Präsentationen fertig werden. Wer unter der Woche trödelt, muss halt am Wochenende ran.
Zwischendurch habe ich mich über meinen Westfalenmann amüsiert, der mit Zollstock und Grundrissplänen für das neue Haus durch unser bisheriges Haus lief und versuchte, die Planung des Architekten zu verbessern. Ich schätze, da wird es noch ein paar heiße Diskussionen geben, aber vielleicht hat der Architekt ja auch für die jetzt neu aufgekommenen Probleme eine perfekte Lösung.
Außerdem haben wir schon ein paar wesentliche Einrichtungsdetails entschieden, es ist immer wichtig, den fünften Schritt vor dem zweiten zu machen, aber in der Deele wird es nicht nur eine Nische mit einer eingebauten Bank geben, sondern auch ein Loch im Boden, durch das man in den darunter liegenden Weinkeller gucken kann.
Aktuell hat der Architekt den Waschkeller in der ersten Etage, gleich neben dem Schlafzimmer, vorgesehen, weshalb es wohl keinen Wäscheabwurfschacht geben wird, was K zutiefst bedauert. Deshalb bekommt er jetzt einen Weinkeller mit Guckloch.
Ansonsten habe ich nebenher drei Maschinen Wäsche gewaschen, getrocknet und schon wieder zusammengelegt, die Küche aufgeräumt, geputzt und schon wieder neu eingedreckt, ein bisschen eingekauft und auf dem Weg den Glasmüll weggebracht und das Einwegpfand eingelöst.
Am Abend haben wir einen alten Münster-Tatort auf WDR3 geguckt, danach kam ein Donna Leon-Brunetti Krimi, den haben wir auch noch geguckt - und jetzt ist es Zeit fürs Bett, genug geschafft für heute
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Diese langweiligen TelKos sind ein faszinierendes Phänomen. Der größte Teil aller früheren Meetings, die jetzt als Video- oder Telefonkonferenz laufen, ist im Distanzmodell deutlich effizienter. Die Leute reden weniger und zielgerichteter, man hat ja auch nicht so viel Energie investiert, um an so einer virtuellen Zusammenkunft teilnehmen zu können, deshalb kann man so ein Treffen auch eher mal durchwinken und muss nicht jedesmal einen auf dicke Hose machen. In der Regel schmeißen die Leute stand by ihre webcam an und es geht los, maximal die, die etwas vortragen sollen, bereiten sich noch einigermaßen vor, aber der Druck auf die eingebildeten Alphatierchen, dass sie nur etwas gelten, wenn sie viel Redezeit für sich beanspruchen, damit sich der Aufwand der umständlichen Anreise rechnet, dieser Druck ist weg und als Ergebnis haben wir "lean meetings". Ich begrüße das sehr und hoffe, dass sich das noch lange so hält.
Trotzdem gibt es ab und zu noch Termine, wo der eingeladene Hauptredner bei diesem Termin seinen Rechtfertigungsdruck noch nicht ganz abgelegt hat und deshalb immer noch meint, sich nur über sehr langatmige und dementsprechend zeitfressende Erzählungen seine Existenzberechtigung zu verdienen. So eine Veranstaltung war das heute, weshalb ich mich so gründlich langweilte.
Den zweiten Teil des Tages habe ich Excel-Tabellen repariert und korrigiert, das ist anstrengend, weil es eine enorme Konzentration erfordert, deshalb bin ich heute früh müde und gehe jetzt schon mal ins Bett
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heute habe ich gelernt, dass sie nur eine Schönwetterpackstation ist, denn wenn es regnet entsteht genau vor dem Eingabedisplay eine sehr große Pfütze, die auch gar nicht mal wenig tief ist. Zumindest eindeutig tiefer als die Ledersohlen meiner Chelseaboots abkönnen und trocken halten.
Memo to myself: Ein Paar Gummistiefel ins Auto stellen, damit ich künftig auch bei Regenwetter Pakete aus der Packstation trockenen Fußes abholen kann.
Gelernt habe ich außerdem, dass die Packstationbefüller auch zwei Pakete in ein Fach packen, wenn die beide an dieselbe PostID adressiert sind. Bis ich das aber wirklich richtig gelernt und begriffen hatte, brauchte es eine Viertelstunde, in der ich immer wieder verzweifelt versuchte, die Packstation dazu zu bringen, dass sie mir für das zweite Paket, das mir die App zum Abholen bereit angekündigt hatte, auch noch ein Türchen öffnet. Das tat sie nämlich hartnäckig nicht, sondern es sprang immer nur wieder dasselbe Türchen auf, natürlich das ganz unten unter dem Eingabefeld, das genau über der großen Pfütze.
Da hatte ich ja schon ein Päckchen rausgeholt, kann ich ahnen, dass in demselben Türchen noch ein Päckchen versteckt ist? Das fand ich erst als ich nach einer Viertelstunde fruchtlosen Rumprobierens auf die glorreiche Idee kam, mal mit meinem Handy tief in das Fach zu leuchten (inzwischen hatte ich eh patschnasse Füße, da war es irgendwann halt auch egal) - und da lag dann das zweite Päckchen, was laut App auch abgeholt werden sollte.
Das machte alles keine sehr gute Laune. Da half es auch nichts mehr, dass das zweite Päckchen das von der Versandapotheke war, der ich vor zwei Wochen mein zweites Set an Berechtigungsgutscheinen für Masken geschickt hatte. Die hatten mir tatsächlich komplett kostenfrei 24 FFP2 Masken geschickt. Jetzt gibt es in diesem Haushalt so viele FFP2 Masken, dass ich mir schon wieder Sorgen mache, ob wir die auch alle aufbrauchen, bis die Pandemie ein Ende hat.
In dem ersten Päckchen waren übrigens Batterien, aus einer Bestellung, die wohl in vier Einzelteilen geliefert wird, auch so ein Logistikwahnsinn, der mich nur den Kopf schütteln lässt. Wie kann man denn an solchen Bestellungen noch etwas verdienen, wenn man viermal Porto bezahlen muss als Unternehmen? Ich verstehe das nicht, aber ab 29 Euro liefern die versandkostenfrei
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Die Flugzeit war mit 43 Minuten heute auch eine Minute schneller als üblich, wir hatten ein wenig Schiebewind. Die Sichten waren wirklich nicht berauschend und die Wolkendecke hing mit rund 2000 Fuß auch recht niedrig, so dass wir auf 1500 Fuß immer sorgfältig um die Windräder drumherum geflogen sind, alles in allem war es kein echter Spaßflug, aber wir wollten ja auch nur wieder heil aufs Festland.
Die nächsten drei Wochen ist jetzt also wieder jeden Tag Büro angesagt, meine Laune bewegt sich bei dieser Aussicht irgendwo auf Ameisenkniehöhe, aber nur noch 1.295 Tage, ich zähle weiter tapfer abwärts
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Ich wollte am Montag nämlich eine Autofähre für den 26. März reservieren und durfte erfahren, dass schon alles ausgebucht ist, es gab noch eine Zusatzfähre abends ab Eemshaven, die sie mir anboten und die ich dann natürlich dankend annahm. Am 26.3. ist der letzte Schultag und damit natürlich Anreisetag für Osterurlauber, Corona hin oder her, erstmal buchen.
Nun sind aber im Laufe der Woche die neuen Coronaregeln rausgekommen und zumindest bis zum 28.3. ist hier noch alles zu, keine Anreise für Urlauber, deshalb hat die AG Ems auch ihren aktuellen, extrem eingeschränkten Coronafahrplan bis zum 28.3. verlängert, was wiederum bedeutete, dass alle bisherigen Reservierungen hinfällig waren.
Weil ich aber nun am 26.3. unbedingt das Auto mitnehmen möchte, musste ich heute schnell sein und die einzige Fähre, die noch fuhr, neu reservieren, denn durch die Stornierung des geplanten Fahrplans waren auch die bisherigen Buchungen für diese Fähre aufgehoben worden, so dass die Plätze auf dieser Fähre nun nach dem Windhundprinzip neu vergeben wurden. Und erfahrungsgemäß geht das vor Ort und persönlich deutlich besser als online.
Das fiel mir erst ein als ich um 12h die Samstagssirene hörte und ich musste nicht nur aufstehen, sondern auch dringend Haare waschen, denn meine Sandengelkapriolen von gestern hatten reichlich Sandreste in den Haaren hinterlassen. Aber es klappte alles, um 12.55h war ich am Schalter der Kleinbahn und reservierte hoch zufrieden die einzige Fähre für Freitagnachmittag.
Dann traf ich mich mit K beim Onkel, der noch einige Dinge zu erledigen hatte. Das mit dem Onlinebanking ist so eine Katastrophe wie ich es vorhergesagt habe, aber mein Westfalenmann hat eine Engelsgeduld und stellt sich für jede Überweisung brav daneben und passt auf, dass alles funktioniert. Sieht also so aus, als ob der Onkel dann künftig eben Onlinebanking mit K gebucht hat, schaun wir mal, wie lange das funktioniert.
Am Nachmittag hat K die neue Playbar angebracht und ich habe ein Regal in der Küche geputzt, jeder proddelte zufrieden vor sich hin, sehr gemütlich.
Das Wetter war heute deutlich schlechter als gestern, soll aber morgen so ähnlich sein und ab Mittag wird sich hoffentlich ein Loch zum Fliegen ergeben, war heute auch so, wir entschieden uns aber bewusst auf Risiko, dass es morgen ebenfalls funktionieren wird
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Ich bin ja normalerweise nie komplett alleine, weil ich meistens da bin, wo K auch ist, aber diese Woche war jetzt tatsächlich mal komplett anders.
Da ich ja etwas ungeplant einfach hier geblieben bin, musste ich am Montag, nach dem ich K zur Fähre gebracht hatte, erstmal einkaufen gehen und stellte zu meinem eigenen Erstaunen fest, dass ich mit dem Gefühl im Hinterkopf, mich eine ganze Woche nur um mich selber kümmern zu müssen, komplett andere Dinge eingekauft habe als ich das normalerweise mache. Das fand ich vor allem deshalb spannend, weil ich ansonsten immer fest behauptet hätte, dass ich doch immer nur die Dinge einkaufe, die ich gerne haben möchte, aber interessanterweise scheine ich andere Dinge haben zu wollen, wenn ich alleine bin, als wenn wir zu zweit sind.
Die ersten zwei Tage der Woche war C noch hier, aber für die musste ich nicht einkaufen, die hatte gesagt, sie wolle das selber machen, weil sie ja Vegetarierin ist und überhaupt andere Dinge isst, als ich mir so vorstellen kann, da ist es schlicht praktischer, wenn sie ihre Einkäufe selber auswählt. C ist am Mittwoch mit der 6.10h Fähre (grusel-schüttel) zurück aufs Festland gefahren, als ich am Mittwoch also morgens aufwachte, war ich schon alleine im Haus und ich stelle fest, es gefällt mir gut.
Grundsätzlich finde ich es definitiv schöner, wenn K auch da ist wo ich bin, aber die letzten zwei Tage waren eine interessante Abwechslung und ich bin erstaunlich gut mit mir selber klargekommen.
Gestern habe ich absolut gar keinen Fuß vor die Tür gesetzt, ich wusste, dass der Onkel abends auf mich wartete, aber das Wetter war kalt und uselig und einfach so sehr nicht nach draußen rumlaufen, dass ich ihn anrief und auf heute vertröstete.
Heute habe ich dann sogar ein bisschen im Haus aufgeräumt, denn der Müll musste raus und weil noch Platz im Restmüllsack war, bin ich durchs Haus gewandert und habe Dinge gesucht, die ich da noch reinstecken kann. Das war sehr schön und sehr befriedigend.
Ansonsten war halt Home-Office, d.h. ich habe den mit Abstand längsten Teil des Tages vor dem PC und/oder am Telefon verbracht und ich kann mir sehr gut vorstellen, auf diese Art die nächsten Wochen weiterzumachen.
Solange, bis ich irgendwann eine Chance auf eine Impfung habe. Vorher mag ich tatsächlich am liebsten niemanden mehr sehen.
Wenn ich mir durch eine Unachtsamkeit jetzt noch, also auf den letzten Metern vorm Ziel, die Seuche doch noch einfangen würde, das wäre noch viel ärgerlicher als sowieso schon, das ist wie beim Mensch-ärger-dich-nicht Spielen, wenn man kurz vorm Häuschen rausgeworfen wird.
N wurde heute geimpft, weil in der Charité wohl alle Mitarbeiter geimpft werden, er schlug mir vor, ich solle als Praktikant in der Charité anfangen, denn auch Praktikanten werden dort geimpft.
J schickte Bilder von seinem Wasserbett, beide Jungs haben also jetzt ihr Bett fertig aufgebaut und befüllt, ich schlafe hier derweil auf dem Ausklappsofa und finde es gar nicht unbequem.
Den Umstieg vom Wasserbett zu einem normalen Bett ausgerechnet im Winter und dann auch noch über ein Ausklappsofa durchzuziehen, ist sicherlich die brutalste Wasserbettentwöhnung, die man sich vorstellen kann, denn natürlich ist das schönste an einem Wasserbett die wohlige Wärme, in die man im Winter reinkriechen kann, aber ich habe stattdessen jeden Abend den Ofen angefeuert, das ist auch eine tolle Wärme und insgesamt bin ich tatsächlich völlig zufrieden und vermisse nichts
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Ich habe bis eben Excel-Tabellen grade gebogen und abgestimmt und vor allem habe ich mich geärgert. Die meiste Energie meines Arbeitstages habe ich damit verbracht, mich darüber zu ärgern, dass ich das überhaupt machen muss, denn es ist genau das noch mal passiert, was vor vier Wochen auch schon mal passiert ist: Ein Kollege hat eigenmächtig in den Tabellen rumgefuhrwerkt und dabei Formeln geändert und Bezüge verschoben und ich hasse ihn dafür sehr.
Grundsätzlich habe ich nämlich überhaupt keine Lust, mich um diese Tabellen zu kümmern, ich will eigentlich nur, dass das alles völlig geräusch- und problemlos läuft und dass die Kollegen, die dafür zuständig sind, ihre Arbeit machen und fertig. Wenn die nämlich alle ihre Arbeit vernünftig machen, habe ich am Ende nichts mehr zu tun und das ist für mich der anstrebenswerte Idealzustand.
Was ich überhaupt nicht will, ist, dass die Kollegen, die mit diesem System arbeiten, ständig Fehler in ihre Arbeiten einbauen, die ich dann finden und korrigieren muss, weil das Gesamtsystem sehr schnell zum Stillstand kommt, wenn Fehler gemacht und nicht sofort korrigiert werden.
Dass dieses System so hypersensibel auf Fehler reagiert, liegt daran, dass ich das so programmiert habe. Ich ging davon aus, dass es sinnvoll ist, dass jeder sofort sieht, wenn er beim Bearbeiten der Daten etwas falsch gemacht hat, denn dann kann man ja auch sofort reagieren und sofort seinen eigenen Fehler suchen.
Ich konnte mir nicht vorstellen, dass Leute solche Fehleranzeigen einfach ignorieren und stumpf weitermachen.
Die Öllampe blinkt und tutet und signalisiert: Sofort anhalten und Öl nachfüllen - und der Mensch, der am Lenkrad sitzt, dreht das Radio lauter und fährt einfach weiter. Damit ruiniert er natürlich den Motor, das ist ihm aber schnurzegal. Dass er den Motor nicht selber reparieren, ist nicht sein Problem, denn für Motor reparieren ist er nicht zuständig. Im Gegenteil, er hat jetzt eine Woche frei, weil sein Fahrzeug ja nicht einsatzbereit ist.
Ich repariere also den Motor und hasse währenddessen den Kollegen, irgendwas muss ich da noch an diesem System ändern.
Ansonsten habe ich K heute zur Fähre gebracht, der ist jetzt wieder auf dem Festland und arbeitet seine Termine ab. Fliegen war komplett unmöglich, also reiste er mit der Kombination Fähre, Fußmarsch, Bahn, Taxi und bezahlte für jeden Reiseabschnitt das gleiche, bis auf den Fußmarsch, der war nicht nur kostenlos, sondern ersparte ihm auch das Taxi zwischen Fähre und Bahn. Zwischen Ankunft Fähre am Hafen in Emden und Abfahrt Bahn am Bahnhof in Emden liegen genau 50 Minuten und 3,5km. Man kann sich also entscheiden, ob man mit dem Taxi zum Bahnhof fährt, um dort dann den Rest der Zeit blöde rumzuwarten bis der Zug abfährt, oder ob man die Strecke einfach zu Fuß geht, das dauert nämlich ziemlich genau 45 Minuten und erspart einem nicht nur die kosten fürs Taxi, sondern auch viel langweilige Wartezeit.
Die Fähre Borkum-Emden kostet 22 Euro, der Zug Emden-Greven kostet 23 Euro und das Taxi Greven Bahnhof bis Greven Flughafen kostet wieder 22 Euro, insgesamt also 67 Euro. Mit dem Flugzeug ist man 45 Minuten unterwegs, dabei verbraucht der Flieger ca. 40l Benzin, ein Liter kostet ca. 1,40 Euro, insgesamt also 56 Euro, wir stellen fest: Fliegen ist preiswerter, zumindest wenn man als Kosten nur den Sprit rechnet.
Verrückte Welt
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Als wir morgens aus dem Fenster sahen, sahen wir nichts. Und es wurde auch nicht besser, als ich das Fenster aufmachte, es lag eindeutig nicht an menen ungeputzten Fenstern, es war einfach nur unglaublich nebelig.
Gegen Mittag wurde es etwas besser, aber gute Sicht geht eindeutig anders.

Wenn ich den Leuchtturm vor meiner Haustür nur verschwommen und den Funkmast nicht vollständig sehen kann, dann ist es nebelig.
Wir fuhren dann ins Dorf, weil ich schon seit einer Woche ein Rezept mit mir rumschleppe, was ich einlösen muss, bevor meine Tabletten komplett alle sind und ich wollte in den Drogeriemarkt, es gab inzwischen einiges an Vorräten aufzufüllen.
Auf dem Rückweg fuhren wir über die Promenade, das Wasser war allerdings mehr zu erahnen als zu sehen

Wir drücken uns jetzt sehr die Daumen, dass sich dieser Nebelspuk morgen nicht wiederholt, denn dann kämen wir irgendwie nur schlecht weg hier, fliegen ist bei diesen Sichtbedingungen eher nicht möglich.
Aber das wird schon, K ist wie immer sehr optimistisch.
Am Nachmittag habe ich mich damit beschäftigt, im Internet nach einem Bett zu suchen und war nach vier Stunden online Betten gucken so genervt, dass ich erstmal eine Pause machen musste, weil ich sonst mit Dingen geworfen hätte. Ich stelle für mich fest: Online Möbel kaufen macht wirklich überhaupt keinen Spaß.
Außerdem hatte ich keine Vorstellung, wie teuer Betten sind. Ich kannte grob die Bettenpreise von Ikea, die fand ich zwar nicht günstig, aber naja, neue Dinge kosten immer mehr als gebrauchte und weil ich ja beschlossen habe, dass ich reich bin, kann ich ja auch mal neue Dinge kaufen, wenn es bequemer ist, als mühsam nach passenden gebrauchten zu suchen.
Aber als ich feststellte, dass rund 1000 Euro für ein popeliges Bettgestell, ohne Lattenrost und ohne Matratze, also eigentlich nur für vier Holzbretter mit Füßen, ein völlig normaler Preis sind, kam ich doch ernsthaft ins Grübeln. Das Bettgestell ist ja nur die Optik nach außen, das hat Null Einfluss auf meinen Schlafkomfort und wenn ich schlafe, sehe ich die Optik noch nicht mal, ich finde deshalb 1000 Euro echt teuer, vor allem weil ich ja gerne ein maximal schmales Bett haben möchte, bei dem der Bettrahmen keinen Extraplatz wegnimmt.
Nach einer Diskussion mit meinem Westfalenmann, der mir mitteilte, dass ihm die Optik auch nicht so wichtig ist, dass er aber gerne ein "Springbock-Bett" haben möchte, (er hatte da im Kopf wohl aus Boxspring erst Bockspring und dann Springbock gemacht) also eines mit hohem altersgerechten Ein- und Ausstieg, haben wir uns schließlich auf ein "SUV-Bett" geeinigt, das hat auch einen hohen Ein- und Ausstieg, aber deshalb, weil es extra Stauraum unten drunter eingebaut hat und wenn schon Rentnerbett, dann wenigstens mit einem praktischen Zusatznutzen.
So'n SUV kommt mir ja nicht in die Garage, nur über meine Leiche, weil es für mich kein offensichtlicheres Rentnersymbol gibt als so ein höhergelegtes Auto mit bequemem Ein- und Ausstieg. Ne, SUV wirklich niemals freiwillig, wenn ich ein größeres Auto wegen erhöhtem Transportbedarf brauche, dann gerne einen Van oder einen Bus oder einen Sprinter, aber niemals, ich wiederhole NIEMALS so eine überteuerte Rentnerkarre. Bah, wie peinlich.
Aber jetzt habe ich dafür dann demnächst einen SUV im Schlafzimmer, so kann's gehen.
Nachdem wir das also alles mehrfach vor- und zurückbesprochen haben, habe ich dann rigoros den Browser mit den 127 geöffneten Bettentabs geschlossen, anschließend wieder neu gestartet und direkt Ikea aufgerufen. Dort habe ich nun ein Bett mit Schubladen untendrunter und gesamten Außenmaß von 2,03m ausgesucht, einen Satz Lattenroste dazu bestellt und mich dann noch mal fast zwei Stunden mit der Wahl der passenden Matratze beschäftigt. Bei Matratzen bin ich wesentlich eher bereit, einen größeren Geldbetrag auszugeben, weil ich mir hier sehr fest einbilde, dass an der Matratze schon der größte Teil des Schlafkomforts hängt, weil man das aber erst weiß, wenn man schon mal eine Weile Probe geschlafen hat, haben wir uns im ersten Versuch für eine mittelpreisige Latexmatratze mit extra Topper aus Memoryfoam entschieden, wenn das nicht gut ist, können wir einfach etwas anderes ausprobieren, weil für Js Bett muss ja auch noch eine Matratze gekauft werden und wenn uns die, die wir jetzt bestellt haben, nicht gefällt, dann haben wir immerhin schon eine für Js Bett.
Apropos, so sieht sein Zimmer jetzt aus:

Und das andere Bett ist bestellt und wird am 30.3. geliefert, die Bestellabwicklung von Ikea ist schon echt professionell, wenn dann nachher alles klappt und funktioniert, dann macht online Einkaufen doch wieder Spaß
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Endlich dran gedacht: Ich habe einen Friseurtermin vereinbart. Für den 30.3. - da bin ich mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit auf Borkum und ich habe grade noch rechtzeitig angerufen, denn bis zum 27.3. war der Terminkalender wohl schon ziemlich zugelaufen.
Ich finde ja, dass man das nur bei sehr wenigen Menschen sieht, dass die Friseure seit zweieinhalb Monaten geschlossen sind, auf gar keinen Fall passt die Menge der optischen Frisurkatastrophen zu der Menge der lautstarken Jammereien darüber. Im Gegenteil, bei manchen Leuten habe ich das Gefühl, dass sie endlich mal eine etwas ansprechende Frisur bekommen und hege die heimliche Hoffnung, dass der ein oder andere das auch selber merkt und aufgibt, sich ständig die Haare so raspelkurz an einzelnen Stellen schneiden zu lassen. Ich kenne nur sehr, sehr wenige Menschen, denen das wirklich steht, aber gleichzeitig kenne ich auch sehr viele Menschen, die meinen, es würde ihnen stehen. Nun, wir werden sehen, wie sich die Frisurmode in den nächsten Monaten entwickelt.
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Pinöppelwechsel bringt Booster für den Zitronenbaum.
Ich bin ja nicht gut in regelmäßigem Blumengießen, deshalb hatte ich früher alle Zimmerpflanzen auf Hydrocultur umgestellt, aber das war früher. Für die drei Pflanzen, die ich heute besitze, habe ich mir so Bewässerungspinöppel gekauft, die sind aus Ton und haben obendrauf ein Flaschen-Gewinde, so dass man eine mit Wasser gefüllte Flasche da draufschrauben kann, dann steckt man den Pinöppel in den Blumentopf und das Wasser sickert gaaaanz langsam durch die Außenwand aus Ton in die Blumenerde, so dass die Pflanze immer eine leicht feuchte Erde hat. Je nach Durst der Pflanze hält so eine Wasserbeladung ca. eine Woche und ich sehe, wann die Pflanze mal wieder Nachschub braucht.
Letzten Herbst habe ich einen alten Zitronenbaum von meiner Mutter mitgenommen, dem es auch zunächst ganz gut ging bei mir, aber dann begann er immer mehr zu schwächeln. Ich weiß, dass Zitronenbäume im Winter immer schwächeln und ich weiß, dass sie dann auch weniger Wasser brauchen also dachte ich mir nichts dabei, dass dieser Zitronenbaum über drei Wochen mit einer Flasche Wasser auf dem Pinöppel auskam, das Wasser steckte ja auf der Pflanze, der wird sich schon nehmen, was er braucht.
Dann sammelte N all seine Pflanzen in meinem Haushalt ein, begutachtete dabei auch den Zitronenbaum und meinte, dass ich grade dabei sei, den hinzurichten. Das hat mich dann aufmerksam gemacht, sooo lieblos wollte ich auch nicht dargestellt werden, also habe ich den Tonpinöppel mal untersucht und probehalber mit einem anderen Pinöppel getauscht.
Ergebnis: Der Zitronenbaum soff die gesamte Flasche Wasser in einem Tag leer.
Und am nächsten Tag wieder und am übernächsten auch.
Es steht aber kein Wasser im Topf, die Pflanze verbraucht das tatsächlich irgendwie selber, sie muss gewaltig ausgedurstet gewesen sein.
Allerdings sieht man inzwischen auch sehr deutlich, wie gut es ihr nun mit so viel Wasser geht, sie schlägt nämlich an allen möglichen Stellen aus und streckt ihre Blätter überhaupt wie ein junger Frischling straff nach oben. Sehr beeindruckend.
Der andere Pinöppel muss irgendwie verstopft gewesen sein, ich sollte wohl noch mal ein paar neue kaufen.
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Gegen Mittag war K schon wieder da, wir beschlossen gemeinsam, dass Freitage nur halbe Arbeitstage sind, packten Rechner und ein bisschen Kram aus dem Kühlschrank ein und fuhren zum Flugplatz.
Um viertel vor drei waren wir auf Borkum, der Himmel unterwegs eine wahre Wolkenpracht,

Abgeholt wurden wir diesmal von C, die sich das Auto vom Onkel geholt hatte, das ersparte uns das Abenteuer Autofahrt von letzter Woche.
Das Bett in Js Zimmer ist schon aufgebaut und sieht ganz prima aus, wir werden jetzt noch eine Matratze dafür bestellen und können dann testen, wie bequem es sich darauf schläft, das finde ich sehr praktisch, dass wir uns auf die Art langsam vorantasten können
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*Jede weitere Bemerkung zu Mitarbeitern im öffentlichen Dienst habe ich mir im Folgenden heroisch verkniffen, wenigstens darauf möchte ich hinweisen.
Ich gehe davon aus, dass dieser Glottal Stop immer hipper wird, so dass diese Sprechweise auf Dauer die Verdoppelung verdrängt, d.h. aus Bürgerinnen und Bürgern werden künftig nur noch Bürger'innen, was in der Konsequenz bedeutet, dass das generische Maskulinum künftig durch das generische Femininum ersetzt wird, denn es ist jetzt schon zu beobachten, dass sich im Sprachfluss der Menschen, die diese Variante benutzen, der theoretisch gedachte Glottal Stop immer mehr abschleift und so aus Bürger'innen sehr schnell Bürge'rinnen werden, einfach weil sich das leichter spricht.
Da es grade für den öffentlichen Dienst ja eine gesetzliche Zwangsvorschrift gibt, sich "genderneutral" ausdrücken zu müssen, bin ich mal gespannt, wann sich der erste Mann beschwert, dass er sich bei Bürge'rinnen nicht mehr mitgemeint fühlt.
Ansonsten stelle ich für mich fest, dass die krampfhaften Jünger'innen dieser Sprechform bei mir ein Kicher-Gen triggern, das ich nur mit sehr viel Konzentration unterdrücken kann, was wiederum dazu führt, dass ich inhaltlich wenig mitbekomme, weil ich leider hauptsächlich damit beschäftigt bin, nicht eine blöde Bemerkung nach der anderen abzulassen. Im Endeffekt verstärkt es aber auch nur meine Überzeugung, dass ich einfach zu alt bin, für die heute übliche Kommunikationsform der jüngeren Menschen und dass deshalb alle davon profitieren, wenn ich mich so schnell wie möglich aus diesem Spiel verabschiede.
Noch drei Jahre und dieses, oder, Stand heute: noch 1.305 Tage.
Neulich las ich bei irgendsoeinem Coaching-Motivations-Fredel, dass Menschen, die sich auf die Rente freuen, den falschen Job haben. Dem kann ich nur zustimmen, ich habe ganz bestimmt den falschen Job, mein Traumjob wäre eindeutig "Privatier", aber ich arbeite ja dran.
In der Vorstellung dieses Flächentools ging es heute darum, dass dort Länder, Gemeinden/Kommunen und Kreise Flächen eintragen können, die sie für den Aufbau einer Ladeinfrastruktur zur Verfügung stellen.
"Anbieter" im Sinne der Idee dahinter sind also Körperschaften öffentlichen Rechts und keine Einzelpersonen. Trotzdem wurden die Anbieter natürlich zu Anbieter'innen, was mich wirklich sehr erheiterte und zu der Feststellung brachte, dass dann ja wohl DER Bund die männliche Oberherrschaft übernimmt, DIE Gemeinde, DIE Stadt oder eben DIE Kommune die weibliche
Süß war dann noch, dass sich am Ende der Veranstaltung mehrere Teilnehmer offen im Chat für das wunderbare Gendern bedankten, das hätten sie ganz toll gefunden. Ich fand's auch toll, ich hatte schließlich viel Spaß daran.
Noch ein Schmankerl zur Gendersprache: Ich arbeite unter anderem viel mit gemeinnützigen Gesellschaften zusammen, die sich um die Belange von Menschen mit Behinderung kümmern. In diesem Zusammenhang ist das Entwickeln von Leitfäden, Informationsflyern, Handbüchern u.ä. in einfacher oder leichter Sprache ein wichtiger Baustein.
Grade wenn es um den gesamten administrativen und bürokratischen "Lebens-Drumherum-Kram" geht, den jeder, der für sich selber verantwortlich und selbstständig lebt, managen muss, ist es ungemein wichtig, dass die Menschen überhaupt erst mal lernen, was es bei diesen Themen alles zu beachten gibt und was man wissen muss.
So wurde z.B. ein "Mieterführerschein" in leichter Sprache entwickelt, wo alles, was man rund um das Thema "eigene Wohnung" wissen sollte, so verständlich erklärt wird, dass ich mir das Teil gleich mal abgespeichert habe, um es an meine Kinder weiterzugeben, wenn von dort Fragen kommen zu Nebenkostenabrechnung, Stromanbieter, Kaution, Kündigung oder was man eben sonst so lernen muss, wenn man nicht mehr bei den Eltern wohnt.
Wirklich gut finde ich auch Energiespar- und Umwelt-Tipps in leichter Sprache, ich erinnere mich noch gut an die hochkomplexen Einweisungen in das System der Mülltrennung, die ich jährlich jedem neuen AuPair mühsam beibringen musste und wie kompliziert ich es fand, dieses System möglichst einfach zu erklären.
Die neueste Entwicklung ist jetzt ein Mietvertrag in einfacher Sprache, was ich für eine wirklich genial gute Idee halte, denn von der ganz unbestritten komplett vermurksten Juristensprache sind tatsächlich nicht nur Menschen mit einer Behinderung überfordert. Hier sehe ich ernsthaftes und sinnvolles Potential für eine generelle Änderung der Sprache.
Das Problem wird nur sein, dass die einfache Sprache keine Gendervarianten kennt, die sind nämlich nur was für Akademiker, die überhaupt einen Unterschied zwischen gefühltem Femininum und generischem Maskulinum markieren können und für derartig intellektuelle Kopfwichsereien Kapazitäten frei haben.
In der einfachen Sprache, die eine wirklich wichtige und wesentliche Kommunikationsplattform für viele Menschen bedeutet (oder bedeuten würde), ist für solche Spirenzchen kein Raum, das wiederum wird aber wohl bedeuten, dass sich, getragen von der aktuellen Modeströmung, die einfache Sprache kaum unterstützt wird, denn das geht ja gar nicht, dass man da einfach nur von Mietern spricht und dann alle Menschen einheitlich mitmeint.
Ach, und weil ich grade dabei bin, mich über Akademike'rinnen lustig zu machen, die so offensichtlich andere Schwerpunkte im Leben haben als ich, heute war der vorletzte Tag unserer promovierten Dr. phil. Sekretärin, und ich bin extrem guter Hoffnung, dass unserer Sekretariat ab nächster Woche wieder einwandfrei funktionieren wird, wir haben back to the basics nachbesetzt und das bedeutet, dass wir künftig einfach wieder "einfach" arbeiten können
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