Irgendwann war dann auch das Wichtigste erledigt, da war es allerdings mittlerweile nach 20h und ich hatte mich schon längst von einem frühen Wochenende verabschiedet.
Als ich gegen viertel vor neun zu Hause ankam, war ich müde, missmutig und malade. So ein langer Tag voller Hektik, an dem man zu wenig trinkt und zu viele Bürokekse isst, schlägt auf die Laune und den Magen.
Vielleicht repariert der sich jetzt aber von alleine, ich versuche es mal mit lange schlafen
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Heute war also großes Aufräumen für Dinge der letzten zwei Wochen angesagt und es begann damit, dass ich mich sofort gründlich ärgerte.
Es gab nämlich eine Menge E-Mails, die hatte ich nur als Marker für "hier noch mal kurz nachfragen, ob XY, der dafür zuständig sein sollte, seine Aufgaben auch wirklich erledigt hat." Und in allen Fällen, in denen ich hoffnungsvoll anfragte, wie weit die Sache gediehen sei, erntete ich ein bedauerndes Schulterzucken und die Antwort: "Ich wusste nicht, ob Sie wirklich wollten, dass ich das mache."
Solche Antworten machen mich ja regelmäßig fassungslos, weil ich nicht verstehe, was an dem Satz: "Dann ist das jetzt künftig Ihre Aufgabe" noch großartig interpretiert werden muss.
Aber so war es und damit geriet mein schwungvolles Aufräumen auch fix ins Stocken, weil ich plötzlich wieder Dinge selber machte, die ich längst abgegeben zu haben glaubte.
Außerdem ärgerte ich mich über E-Mails, die mir Menschen in gehobener Leitungsfunktion aus anderen Abteilungen schickten, denen Verträge beilagen, die ihrer Meinung nach final bearbeitet und nun unterschriftsreif seien. Aber wenn ich wollte, könnte ich ja auch noch mal drüberschauen.
Eigentlich bin ich überhaupt gar nie daran interessiert, über andererleuts Verträge drüber schauen, denn ich habe grundsätzlich keine Lust, andererleuts Arbeit zu machen. Deshalb bleiben diese Mails auch immer erst mal liegen und werden nicht sofort bearbeitet. Beim Aufräumen fallen sie mir aber natürlich wieder in die Finger, ich öffne die Anhänge dann doch und ärgere mich dann eben. Es ist schon bemerkenswert, was für einen Murks auch (oder gerade?) Menschen in gehobenen Leitungspositionen ohne mit der Wimper zu zucken fabrizieren.
Einen weiteren, größeren Teil des Tages war ich also damit beschäftigt, Verträge, für die ich eigentlich gar nicht zuständig bin, vernünftig zu formulieren.
Grummel.
Am Abend bekam der Tag aber doch wieder eine Wendung ins Positive, denn K brachte eine große Tüte voll mit frischen Sushi vom Japaner mit - und so gibt's am Ende dann immerhin doch noch vier Punkte
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Das plink, plink, plink auf meinem Handy überschlug sich heute mal wieder mit Sondermeldungen, alle von mir abonnierten Kanäle brachten zeitgleich diese unglaublich überwältigende, vollständige unerwartete Sonderneuigkeit.
Olaf Scholz zum Bundeskanzler gewählt
Ich denke, da muss niemand mehr nach dem Grund fragen, weshalb dieses Virus des zunehmenden Journalismusüberdrusses grassiert.
Ich frage mich dagegen, ob es sich für eine Zeitung wirklich überhaupt nicht lohnt, eine wenigstens in Ansätze seriöse und intellektuell nicht vollkommen unterbelichtete Klientel als Zielgruppe anzupeilen.
Aber ganz offensichtlich lohnt das nicht, sonst würden sich ja auch so Blätter wie Handelsblatt, Zeit und Frankfurter Allgemeine nicht so durchgängig und hartnäckig weigern, diese Zielgruppe ernstzunehmen.
Sie posten statt dessen Eilmeldung und Sondernachrichten, wenn so überaus unvorhergesehene Dinge passieren wie heute, wo Olaf Scholz vollkommen unerwartet und einfach so mal rein zufällig zum Bundeskanzler gewählt wird.
Wer hätte damit gerechnet.
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Im Büro hatte ich heute ein lustiges Gespräch mit einem Kollegen. Der Gute ist, was Haltung und Meinung angeht, vorsichtig ausgedrückt, recht traditionell unterwegs. Männer sind Männer und er selber war Panzerkommandant und Offizier bei der Bundeswehr. Nach seinem Ausscheiden finanzierte ihm die Armee noch ein BWL-Studium und als er damit fertig war, fing er bei uns in der Firma an und ist seitdem Leiter des Immobilienmanagements. Ich halte ihn für einen guten Mitarbeiter, der seinen Job sorgfältig, gewissenhaft, zuverlässig und immer unter Beachtung aller Vorschriften zu meiner vollen Zufriedenheit erledigt.
Ganz so, wie ich es von einem ehemaligen Panzerkommandanten auch erwarten würde.
Ab und zu reitet mich aber ein kleines Teufelchen und ich muss den armen Kerl mit kecken Feminismussprüchen provozieren. Eigentlich weiß er, dass ich mich über so obereifrige Feministen sehr gerne lustig mache, aber wenn ich ihm die Sprüche im richtigen Kontext passend genug serviere, dann nimmt er sie ernst und wehrt sich.
Heute hat er mir sehr ausführlich erklärt, dass es immer wieder Situationen gäbe, wo die Frauen sich kackfrech alle Rechte nähmen und dann bliebe die gesamte Drecksarbeit an den Männern hängen.
Ich habe mir das in aller Seelenruhe angehört, um ihm abschließend zu 100% beizupflichten. Ja, er hat vollkommen recht, so ist das, Frauen picken sich tatsächlich sehr gerne und auch nicht zu selten die Rosinen aus dem Alltagskuchen des Lebens - und lassen den Männern die Arbeiten, die keiner gerne tut.
Aber wo ist das Problem? Das ist das normale Verhalten des Überlegenen und ich persönliche halte Darwinismus für einen sehr gut nachvollziehbaren Erklärungsansatz. Er hätte halt Pech, weil er leider nur ein Mann sei, die müssen sich meistens mit dem begnügen, was übrig bleibt. Und natürlich ist das unfair, aber er würde doch wohl nicht wirklich von mir erwarten, dass ich das ändere?
Seitdem ich denken kann, profitiere ich davon, dass ich eine Frau bin und Männer so konditioniert sind, Frauen genau diese unfaire Rosinenpickerei ohne Widerstand zu gestatten.
Wenn sich wirklich was ändern soll, dann muss das in allen Köpfen passieren, nämlich dadurch, dass die Menschen aufhören in Unterschieden zu denken, was das Geschlecht und die dazu passende Arbeit angeht. Diese Gleichheit ist aber noch nicht mal bei überzeugten Feministinnen als Selbstverständlichkeit verankert, sonst würden sie sich nicht dafür feiern lassen wollen, dass sie ihren Söhnen Dinge wie Kochen, Waschen und Nähen beibringen, typische Mädchenarbeiten also.
Ich halte es für eine Selbstverständlichkeit, dass jeder Mensch Dinge wie Kochen, Waschen und Nähen beherrscht, einfach weil es die individuelle Unabhängigkeit fördert und das ist in meinen Augen ein ganz wichtiges Ziel, bei dem jedes Kind grundsätzlich unterstützt werden sollte.
Aber solange Geschlechtskämpfer gleich welchen Geschlechts für irgendeine Gleichheit kämpfen, die sie dadurch erreichen wollen, dass sie dem einen Geschlecht (egal welchem) mehr oder weniger Rechte und Selbstverständlichkeiten zubilligen, solange stehen sich alle Geschlechtskämpfer einfach nur selber im Weg. Denn es geht nicht darum, wer mehr oder weniger hat/darf/kann/bekommt, sondern nur darum, dass es tatsächlich einfach gar keinen relevanten Geschlechtsunterschied gibt, wenn es um Können, Wollen oder Wünschen geht.
Aber genau das würde ja allen Geschlechtskämpfern komplett den Wind aus den Segeln nehmen, und deshalb ist diese Theorie sehr unbeliebt - bei Männlein genauso wie bei Weiblein.
Weil diese Theorie aber zufällig genau meine feste Überzeugung ist - und ich diese Überzeugung auch schon seit meiner frühesten Jugend so sehr verinnerlicht habe, dass es mir unmöglich ist, mir irgendetwas anderes auch nur theoretisch als realistisch vorzustellen, fehlt mir jedes Verständnis für Beschwerden von Mädchen über Jungs und umgekehrt.
Was mich gleichzeitig aber nicht hindert, die Vertreter für jede Geschlechterkampfseite mit Spaß zu provozieren, um ihnen dann zu erklären, dass sie schlicht den falschen Baum anbellen
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Ich finde solche Besprechungen immer enorm anstrengend. Wir waren gegen 14h fertig, danach habe ich noch kurz die Post durchgesehen und ein paar Unterschriften verteilt, um mir gegen 16h einzugestehen, dass ich heute nichts Produktives mehr auf die Beine stellen werde, weshalb ich kurzerhand meine Sachen packte und nach Hause fuhr.
In Emsdetten ist diese Woche großer Sonderwerksverkauf von Emsa, so ein früher Feierabend ist eine gute Gelegenheit dort mal vorbeizuschauen.
Sonst war ich ja meistens direkt am ersten Tag, wenn der Sonderverkauf startet, da und dann gibt es dort regelmäßig irre lange Schlangen vorm Einlass, letztes Jahr war es besonders schlimm, weil die zugelassene Besuchermenge wegen Pandemie noch kleiner als eh schon war und dann hatte ich mich noch mit der Zeit vertan, aber dieses Jahr war ich am Eröffnungstag auf Borkum, so dass jeder Ehrgeiz, möglichst früh dort zu sein, eh hinfällig war und Montagnachmittag erschien mir eine harmlose Zeit, was Andrang und Wartezeiten angeht.
Dachte ich.
War aber nicht.
Auch am Montagnachmittag gibt es dort absurd lange Schlangen, der Einlass war heute wegen der komplizierten Kontrollen besonders schleppend.(entweder 2G+ oder 2GB, also geimpft mit Test oder geboostert, dann auch ohne Test).
Sehr viel gekauft habe ich übrigens nicht. Ich glaube, die richtig interessanten Schnäppchen gibt es wirklich nur am ersten Tag.
Zum Abendessen gab es Fisch-Bordelaise mit Kartoffelpürree und Gurkensalat, K fand, es sei ein würdiges Vorgeburtstagessen, für Kinderessen kann man nie zu alt sein.
Dann habe ich Ks Geschenke eingewickelt und schon mal den Geburtstagstisch auf dem Flügel aufgebaut, jetzt muss ich noch bis Mitternacht wachbleiben, dann gibt es Sekt
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Ich hatte ein Gespräch über Regeln und Vorschriften und bin immer wieder erstaunt, wie viele Leute auch noch stolz darauf sind, dass sie sich immer an Regeln halten.
Mich macht das regelmäßig fassungslos, denn ich denke, genau mit dieser Vorschriftsgläubigkeit konnten die Nazis das werden, was sie geworden sind, zunächst mal extrem erfolgreich und ein gesamtes Volk folgte den Vorschriften, die sie erlassen haben, egal wie unsinnig, schwachsinnig oder gruselig sie waren.
In Unternehmen nennt man das Befolgen von Regeln "compliance", das hört sich schick und modern an und wird als extrem positiv gewertet. Unternehmen brauchen natürlich Regeln, deren Umfang in gewisser Weise mit der Mitarbeiterzahl korreliert, also, je mehr Mitarbeiter je mehr Regeln, aber je mehr Regeln es gibt, desto größer wird auch die Wahrscheinlichkeit, dass es immer wieder sinnvolle Ausnahmen geben sollte, die nur, und auch das ist eine Folge des Systems, mit wachsender Größe des Unternehmens tatsächlich immer unmöglicher umzusetzen sind.
Ich verstehe das System dahinter, schließlich arbeite ich für ein Unternehmen, das Teil eines Riesenkonzerns ist und dort gibt es sehr viele Regeln, die gelten auch kompromisslos für jeden, also auch für die alleroberste Führungsspitze, anders ginge es nicht, aber trotzdem habe ich keine Lust, sie zu befolgen, wenn sie im Einzelfall keinen Nutzen haben, außer der grundsätzlichen Aufrechterhaltung des Prinzips.
In der Realität führt das dann dazu, dass ich mich selbstverständlich nicht an Regeln halte, wenn sie im Einzelfall keinen Sinn ergeben, ich akzeptiere aber, dass ich dafür sanktioniert werde, wenn ich bei Regelverstößen aufkippe. Das ist Teil des Deals, bedeutet für mich aber nur eine sehr rational kalkulierte Risiko-Nutzen Abwägung. Und ganz nebenbei habe ich im Laufe meines Lebens eine gewisse Expertise erworben, ein Aufkippen zu verhindern.
Beispielsweise finde ich es sinnvoll, dass es Verkehrsregeln gibt und natürlich kann es keine individuellen Ausnahmen mit Auslegungsspielraum geben, wenn es also eine Geschwindigkeitsbeschränkung gibt, dann gibt es eine, es gibt aber immer wieder Situationen, wo ich mich nicht dran halte und zu schnell durch die Gegend fahre, wenn ich dabei aber geblitzt werde, dann akzeptiere ich auch die Folgen.
Und so ähnlich ist auch meine Einstellung zu den staatlichen Vorschriften in Bezug auf die Pandemie, allerdings halte ich die Straßenverkehrsordnung für entschieden sinnvoller als die Pandemievorschriften, vor allem auch deshalb, weil ich akzeptiere, dass ich durch die Straßenverkehrsordnung selber auch geschützt werde, was ich bei den Pandemievoschriften überhaupt nicht sehe.
Die Pandemievorschriften halte ich überwiegend für völlig blödsinnig, weil sie teilweise komplett erratisch sind, weil sie auch nicht vernünftig kontrolliert werden und es außerdem ausreichend Menschen gibt, die das alles aufgrund eines persönlichen Prinzips sowieso nicht befolgen.
Wäre die Straßenverkehrsordnung ähnlich blödsinnig wie die Pandemievorschriften, würde ich mir wahrscheinlich einen Panzer kaufen, wenn ich mich in den Straßenverkehr begebe, denn dann hätte ich intensiv das Gefühl, ich wäre für meinen Schutz selber verantwortlich und hielte es für mich persönlich gesehen für irre, mich da auf die offiziellen Vorschriften zu verlassen.
Weil ich dem Staat also definitiv nicht zutraue, mich vor der Seuche zu schützen, kümmere ich mich selber, deshalb habe ich mir meine erste Boosterimpfung schon im August besorgt und meine zweite Boosterspritze dann letzte Woche und ansonsten versuche ich aktiv, unterm Radar der offiziellen Stellen durchzukommen und interessiere mich tatsächlich nicht dafür, was grade verboten ist.
Wenn ich also einen Satz mit "Regeln" und "grundsätzlich" formulieren müsste, dann lautete der:
Ich halte mich grundsätzlich nur an Regeln, deren Sinn ich verstehe und akzeptiere.
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Dieses Jahr wäre Klaasohm aber heute gewesen, weil es zwar immer am 5. Dezember gefeiert wird, aber nie an einem Sonntag.
So gesehen ist Klaasohm damit doppelt ausgefallen, denn natürlich wurde es auch dieses Jahr (und noch ein doppelt, nämlich das zweite Jahr in Folge) abgesagt, die Seuche frisst ihre Kinder.
Wir haben dafür heute eine Menge im Haus geschafft, so nach und nach gehen die Handwerksarbeiten voran.
In den Herbstferien wurde K ja erst auf den allerletzten Drücker aktiv und tapezierte dann anderthalb Tage durch, aber es waren auch noch andere Dinge zu tun, und dazu habe ich ihn heute genötigt.
Wir haben zu Ostern ja neue Fenster bekommen und um dann sofort alles schön zu haben, hatten wir durch ein paar geschickte Tricks mitten im Lockdown neue Gardinen und neue Gardinenstangen für alle Fenster gekauft.
Das war sehr schön und ich fand das auch ganz toll, nur die neuen Gardinenstangen wurden bis auf eine Ausnahme noch alle nicht montiert. Das Tricksen im Lockdown hat sich richtig gelohnt?..
Aber immerhin lagen die neuen Gardinenstangen hier parat, es musste nur der Tag kommen, an dem K bereit war, sich der Sache anzunehmen. Im Sommer klappte das nicht, weil K im Sommer seinen IFR-Schein machte und deshalb dauergenervt war, im Herbst klappte das nicht, weil K da endlich mal nichts tun wollte und das auch gründlich tat, aber heute, heute war der perfekte Gardinenstangenmontierttag und deshalb kann ich jetzt Vollzug melden, alle Gardinenstangen sind angebracht.
Die im Wohnzimmer müssen noch gekürzt werden und K hat deshalb auch extra eine Akku-Flex gekauft, oder er wollte eine kaufen, das weiß er nicht mehr so genau, aber wenn er eine gekauft hat, so ist die auf alle Fälle nicht hier.
Werden die Stangen eben später gekürzt, immerhin sind sie schon mal angebracht.
In den Schlafzimmern im Erdgeschoss ist aber jetzt wirklich alles fertig und hübsch. C hatte ja im Oktober auch am letzten Tag bis kurz vor Abfahrt noch die schadhaften Tapetenstellen ausgebessert und neu gestrichen. Der Einbau neuer Fenster bringt immer gewisse Tapetenkollateralschäden mit sich, aber die hat C wirklich meisterhaft repariert, sieht alles aus wie neu. Und ab heute auch mit neuen Gardinenstangen, wenn das mal nicht extraschick ist.
Dann hat K noch zwei Mehrfachsteckdosen an die Wand geschraubt, dabei kam es zu gewissen Spannungen zwischen uns. K wollte die Steckdosen gerne fachmännisch und technisch optimiert anschrauben und ich wollte sie dort haben, wo ich dann auch Stecker reinstecken kann, leider passten diese Vorstellungen nicht übereinander. Sprich, K hat eine Mehrfachsteckdose an einer Stelle angeschraubt, wo sie sicherlich technisch perfekt angebracht ist, es gibt nur leider keine Lampe oder irgendein anderes elektrisches Gerät, was ich da einstöpseln könnte, weil die Steckdose zu weit weg ist bzw. die Anschlussschnüre zu kurz sind. Ich habe dann nach einer zweiten Mehrfachsteckdose gesucht, die ich als Verlängerungsschnur benutzen kann, allerdings konterkariert das das gesamte Vorhaben, denn eine Mehrfachsteckdose, die einfach auf dem Boden rumlag und als Verlängerungsschnur diente, hatte ich vorher ja auch, genau die wollte ich ja an die Wand geschraubt haben.
Es war tatsächlich etwas kompliziert. Und erst als ich drohte, dass ich jetzt einfach irgendeine Steckdose mit Silikon an die Wand klebe, lenkte K ein und brachte mir das Teil dort an, wo ich es auch benutzen kann.
Das einzige neu eingebaute Fenster, bei dem C die durch den Einbau entstandenen Wand- und Tapetenschäden noch nicht repariert hatte, war das Fenster hier oben im Wohnbüro, denn da waren im Fenstersturz ganze Stücke Putz rausgebrochen, die mussten erst gespachtelt werden, bevor man mit Tapete und Farbe arbeiten kann. Weil dieses Fenster auch eine neue Gardinenstange bekam, schlug ich K vor, dass er als allererstes die Löcher zuspachtelt, dann kann das schon mal trocknen und wir können die Folgearbeiten im Anschluss erledigen. So geschah es, K holte eine Tube Flüssigspachtel und schmierte die Löcher zu, was sich als unerwartet mühselige Arbeit erwies.
Als er endlich fertig und die Tube leer war, stellte er fest, dass auf der Tube "Montagekleber" stand. Wir haben jetzt also zugeklebte Löcher und keine zugespachtelten, ich denke aber, das wird trotzdem halten.
Am Abend gab es noch mal awm-Suppe, die musste weg
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Die Fahrt verlief komplett störungsfrei, gegen kurz nach eins waren wir zuhause und das war ein rundum wunderbares Gefühl. Ich hatte ja ein wenig Sorge, ob das noch alles funktioniert mit Fähre über die Niederlande und Ausland und fremde Regeln, die keiner kennt, es war aber derart unproblematisch, dass man meinen könnte, die Seuche interessiert niemanden mehr.
Ich hatte gestern schon per Fernschaltung die Heizung angemacht, das Haus war also angenehm warm, als wir ankamen, den Kühlschrankinhalt hatte ich fast komplett in eine Kühltasche gepackt, es war also alles da und wir konnten sofort loswohnen.
Am Nachmittag holten wir beide unsere Home-Office-Arbeiten nach, die noch dringend gemacht werden mussten, K schmiss nebenher den Ofen an, der seitdem gemütlich vor sich hin bullert und mir geht es grade einfach nur gut.
Am Abend gab es eine awm*-Gemüsesuppe.
*alles, was weg muss
Ich hatte das gesamte Gemüsefach aus Greven in eine Tüte gepackt und hier dann kurzerhand kleingeschnibbelt*+ und zu Suppe verarbeitet, das war eine prima Idee, denn so sind jetzt endlich die Reste verarbeitet und lecker war es auch noch.
**Genaugenommen hat K das meiste geschnibbelt, ich habe vor allem die strategische Organisation geleitet.
Das Wetter draußen ist ungemein ungemütlich, es stürmt und gießt und ich bin sehr froh, dass wir das Auto hier haben, so musste ich für die letzten drei Teile, die doch noch eingekauft werden mussten, nicht mit dem Rad quer über die Insel fahren.
Aber so ist grade wirklich alles perfekt, ich werde mir jetzt noch einen Sanddorngrog machen und dann mit einem Buch im Bett verschwinden
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Irgendwann verließ ich entschieden und gleichzeitig achselzuckend das Büro, ich hatte einen Termin zum Impfen und wollte dort pünktlich erscheinen.
Dritte Impfung auf das erste Zertifikat, diesmal gab es Moderna und jetzt habe ich bis auf Astra schon von jedem Impfzeug etwas intus. Finde ich gut, so eine vielseitige Impfmischung, ich bin sicher, gemischt schützt besser als monoton.
Insgesamt war das eine ziemlich schnelle Sache, dieses Impfen heute, nach fünf Minuten war ich schon wieder draußen, den QR-Code zum Einlesen in die App hatte ich sogar schon vor der Impfung selber bekommen.
Am Ticketcounter neben mir verhandelte ein mittelalter Mann, der auch einen Termin hatte, mit der Arzthelferin über den Impfstoff, denn als er hörte, es gäbe heute nur Moderna, wollte er doch nicht mehr geimpft werden und ob sie ihn nicht benachrichtigen könnten, wenn sie wieder Biontech im Angebot hätten. Die MTA versuchte ihm ausführlich zu erklären, dass Moderna als Booster sogar besser wäre als Biontech, und eigentlich wäre es ja ansonsten sowieso sehr ähnlich, halt auch ein mRNA Präparat und er müsse sich da keine Sorgen machen, aber der Mann wand sich wie ein Aal und entschied sich schließlich, den Termin heute abzublasen, er traut der Sache nicht. Mir kam er vor wie ein Kleinkind beim Friseur, das panisch wird, wenn jemand mit einer Schere zu dicht an seinen Kopf kommt, blöd nur, wenn man als ausgewachsener Mensch da immer noch in derart irrationalen Reaktionen festhängt.
Am Abend war ein virtuelles Cafe Klatsch Meeting mit einer langen Diskussion über die eigene Einstellung zur aktuellen Situation und ich habe mal wieder gelernt, dass ich mit meiner ausgesprochen pragmatisch geprägten Grundhaltung im Sinne von "shit happens, was kann ich tun, um mich selber zu schützen?" nicht mehrheitsfähig bin.
Die Mehrheit der Leute wollen sich erstens über andere Leute aufregen und biegen sich zweitens ihr Leben im Sinne von "ich habe Verantwortung und mache das ja alles hauptsächlich für andere" auf eine für mich ausgesprochen faszinierende Weise zurecht.
Ich mache ja nie irgendetwas für andere, habe ich auch noch nie getan und plane das auch bis zu meinem Ableben so beizubehalten.
Ich mache alles immer nur für mich und bin der festen Meinung, dass es allen besser ginge, wenn das jeder täte.
Ich halte Egoismus auch für eine ausgesprochen soziale Lebensform, denn in allen Bereichen, in denen ich mit anderen interagiere, die tendenziell für mich nützlich sein könnten, bemühe ich mich ja schon aus reinem Eigeninteresse, den anderen bei Laune zu halten und für gute Stimmung zu sorgen.
Für mich ist das Leben alles in allem ein großes Tauschgeschäft, das nach dem Prinzip des komparativen Kostenvorteils funktioniert und wenn man diese Idee optimiert, dann ist es eine win-win-Situation für alle.
Wenn also Menschen Nutzen und Zufriedenheit daraus ziehen können, dass sie sich für andere aufopfern, dann ist das ja auch akzeptabel getauscht, bietet nur für mich keine Grundlage für Geschäfte, weil ich nicht bereit bin, so viel zu geben. Ich kann lieber und grundsätzlich immer alles alleine, macht aber das Tauschgeschäft zu einer low budget Show, denn natürlich spielen die ganz großen Dramen auf einer deutlich größeren Bühne, wo auch große Emotionen bühnenreif ausgelebt werden können.
Interessant fand ich eine Frage zum Schluss, als jemand wissen wollte, welche Musikstücke man sich wohl selber für den großen Zapfenstreich aussuchen würde, wenn man abtritt.
Ich habe gründlich darüber nachgedacht und mich schließlich für "Take five" entschieden. Ich würde mir kein Lied mit Text aussuchen, weil der von so vielen Menschen anders bzw. eben verschieden interpretiert wird und dann würde ich mich schon ärgern.
Den Tweet, dass sich jemand darüber amüsierte, dass Frau Merkel sich ausgerechnet ein Lied ausgesucht hat, in dem sich eine wütende Frau über einen schlecht vorbereiteten Mann ärgert, habe ich auch gelesen und hatte Mitleid mit Frau Merkel. Ich glaube nicht, dass sie sich diese Interpretation vorgestellt hat.
Und deshalb würde ich mir nur etwas Instrumentales aussuchen, aber die Idee, sich das mal für sich selber zu überlegen, fand ich gut.
Deshalb fragte ich zwei Stunden später auch K, was er sich als Zapfenstreichmusik aussuchen würde. Er überlegte gründlich und meinte dann: "Auf alle Fälle wäre "Take Five" dabei."
Das wiederum fand ich sehr faszinierend, denn unsere gemeinsame Musikschnittmenge ist eigentlich gar nicht so groß
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Seitdem ich vor dem Computer sitze, um wenigstens eine davon zu erzählen, haben sie sich alle in eine geistige Leere verwandelt.
Es ist nichts, wirklich komplett gar nichts übrig geblieben und ich starre verzweifelt auf die Tastatur und wünsche mir einen schreibenden Autopiloten.
Aber auch den müsste ich ja vorher programmieren und ihm wenigstens ein Ziel eingeben, doch auch das kenne ich grade nicht.
Es sieht also ziemlich schlecht aus für einen brauchbaren Blogeintrag heute.
Doch, eins fällt mir grade wieder ein: Ich hatte einen Wunsch geäußert für einen Gegenstand, den ich gerne hätte und den man doch sicherlich mit viel Rabatt günstig am Black Friday kaufen könnte.
K griff den Wunsch auf und freute sich, damit die Weihnachtsgeschenkproblematik für dieses Jahr gelöst zu haben, allerdings war der maximale Rabatt, der für das von mir gewünschte Teil zu finden war, schlappe 8%. Für Black Friday nicht überwältigend, aber immerhin.
Am Samstag googelte ich mich etwas unmotiviert durchs Internet und stellte dabei fest, dass ich ja seit ungefähr 100 Jahren einen Account bei Payback habe, den ich aber die letzten 95 aber nicht mehr benutzt habe.
Das letzte Mal ist über fünf Jahre her, damals hatte ich viel Spaß an dem Profit, den ich durch einfaches Geldabheben machen konnte, seitdem dümpelt mein Payback-Konto ziemlich gelangweilt vor sich hin, weil ich so selten in Geschäften einkaufe, wo ich für diese Karte Bonuspunkte bekomme.
Beim Klicken durchs Internet stellte ich allerdings fest, dass ich das von mir gewünschte Teil mit 16,5% zusätzlichem Payback-Rabatt in genau dem Internetshop kaufen könnte, der von sich auch noch zusätzlich eben jene 8% bot, bei denen K schon zugeschlagen hatte.
Nachdem ich zweimal überprüft hatte, ob das wirklich stimmt, kaufte ich mir mein Weihnachtsgeschenk kurzerhand selber und in gewisser Weise doppelt, denn K hatte das gleiche Teil schon einen Tag vorher bestellt. Im selben Laden, nur eben ohne diese 16,5% Zusatzrabatt.
K versuchte seinen Kauf zu stornieren, was aber nicht mehr gelang, seine Bestellung war schon bearbeitet, also wird er das Teil zurückschicken, sobald es angekommen ist. Ein bisschen blöd, dass es zweimal in der Gegend rumverschickt wird, die 16,5% Zusatzrabatt machen aber knapp 100 € aus und da finde ich schon, dass sich das lohnt, es dafür doppelt rumschicken zu lassen.
Meine Bestellung wurde übrigens heute geliefert, K wartet noch auf seine, auch seltsam, nicht wahr? Wir haben im selben Online-Shop bestellt, er einen Tag vor mir, aber meine Bestellung mit Extra-Rabatt wird eher ausgeliefert. Da verstehe einer die Versandlogik.
Auf alle Fälle habe ich jetzt beschlossen, dass ich das Teil K zu Weihnachten schenke, damit habe ich die Weihnachtsgeschenkproblematik erledigt und K muss weiter suchen, ich bin sehr zufrieden mit dieser Lösung
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Es begann damit, dass ich feststellte, dass einige Mitarbeiter eine sehr individuelle Priorisierung von Tätigkeiten haben und - was das Ganze noch schlimmer macht - auch noch eine derart große Durchsetzungskraft besitzen, dass sie andere Mitarbeiter, die grundsätzlich sonst erwartungsgemäß gearbeitet hätten, von ihrer eigenen Erledigungsspur abbringen, um sich bei völlig überflüssigen und unwichtigen Tätigkeiten helfen zu lassen.
Wenn ich so etwas erst am Montag merke und damit gleichzeitig weiß, dass die am Freitag abgelaufenen Fristen nun auch wirklich endgültig gerissen sind, dann ist das kein angenehmer Start in die Woche.
Ich habe also die erste Stunde im Büro damit verbracht, meinen Mitarbeitern eindringlich klarzumachen, dass sie sich gefälligst an MEINE Prioritätsvorgaben zu halten hätten und es mir völlig schnurzepiepegal ist, wenn jemand anderes meint, er hätte auch wichtige Dinge zu tun. Jemand anderes hat hier nicht zu bestimmen und soll sich gefälligst alleine darum kümmern, wie er mit seinem Kram fertig wird.
Echt mal, manchmal kann man sich nur schütteln, wenn man mitbekommet, wie erbärmlich obrigkeitshörig viele Menschen sind.
Ich habe mich heute mehrfach gründlich geschüttelt und einigen Kollegen sehr deutlich die Meinung gesagt.
Dass so etwas immer mal wieder nötig ist, finde ich ungemein ermüdend.
Den Rest des Tages habe ich dann im Dauerlauf damit verbracht, Vorlagen und Präsentationen zu schreiben bzw. zu erstellen und mich dabei die ganze Zeit geärgert, dass ich das selber machen muss, was sich aber nicht ändern lässt, wenn meine Erwartungshaltung nur ein geringes Maß an Fehlerquote toleriert.
Am Abend besuchte mich dann eine Vorständin aus dem Mutterhaus, die mit mir Personalangelegenheiten besprechen wollte - und das einzige, was mich bei diesem Gespräch tröstete, war die Tatsache, dass die Mitarbeiter im Mutterhaus auch nicht besser sind.
Es mag sein, dass man in den heutigen, weichgespülten Achtsamkeitszeiten von den Mitarbeitern auch nicht mehr erwarten kann, dass sie außerhalb ihrer geregelten 9-17 Arbeitszeiten tätig werden, es ist halt nur blöd, wenn die eigentlichen Jobinhalte zu 70% außerhalb der offiziellen Kernarbeitszeit passieren. Im Ergebnis hat man entweder einen Mitarbeiter, der seinen Job schlecht macht oder einen Mitarbeiter, der für den Job nicht taugt. Beides keine optimalen Voraussetzungen für Gehaltsgespräche.
Wir haben uns dann gegenseitig etwas ausführlicher als nötig unser Alltagselend im Job geklagt, muss aber auch mal sein - nur war ich deshalb erst nach 23h zu Hause und dann wird das alles etwas knapp mit bloggen.
Morgen wird bestimmt ein viel tollerer Tag
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