Es gab Musik von einem extra eingeladenen Musiker, seines Zeichens Singer-Songwriter, er begleitete sich selber auf der Gitarre und sang jede Menge Lieder, die er zwischendurch auch immer noch ausführlich an- und abmoderierte. Er war sogar ein echter, professioneller Musiker, der schon Preise für sein Singer-Songerwritertum gewonnen hatte und hauptberuflich davon lebte, dass ihm Menschen Geld für seine Musikdarbietungen bezahlen, aber unabhängig von der Tatsache, dass er unbestritten eine sehr schöne Stimme hatte und auch wirklich extrem gut Gitarre spielen konnte - so werde ich mir doch nur wenig, von dem was er vortrug, noch mal bei Spotify anhören und eine seiner CDs brauche ich auch nicht zu kaufen, ich habe ihm einfach nur so Geld gegeben für den Abend, die CDs, die er dabei hatte, kann er besser jemandem geben, der sie auch zu schätzen weiß.
So ist das ja manchmal mit der Kunst, sie kann so hoch bepreist sein, wie nur geht, wenn sie einem selber nix sagt, dann ist man offensichtlich die falsche Zielgruppe, und ich bin ganz bestimmt die falsche Zielgruppe für Singer-Songerwriter Musik, die bewusst nicht melodiös ist, sondern mit onomatopoetischen Elementen spielt, um dem Stück: "Schrei in die Gischt" die nötige musikalische Tiefe zu geben. Mir wär's lieber gewesen, er hätte die Gischt nicht angeschrien, sondern sich friedlich am Strand vor die Wellen gesetzt und seine Sehnsucht nach Freiheit thematisiert, ich bin sicher, das wäre weniger laut gewesen. Aber was weiß ich schon von Kunst, ich bin bekennender Musikbanause und finde es ausreichend, am Strand spazierenzugehen und mir dabei die Gischt anzuschauen, ich muss sie weder anbrüllen noch das Gesamtwerk dann musikalisch konservieren.
Neugierig war ich auf das Haus des Architekten, denn seitdem wir unsere eigenen Hausbaupläne immer weiter konkretisieren und überarbeiten, klauen wir ja Ideen überall wo es nur geht.
In diesem Fall klauten wir nur Hinweise auf Ideen, die wir aktiv vermeiden wollen. Das bringt uns in unserer Planung zwar nicht voran, beruhigt aber insoweit, als dass wir sehen, dass es auch Profis nicht immer perfekt hinbekommen.
Die Frau des Architekten ist Innenarchitektin, deshalb war ich auf das Haus von innen mindestens so gespannt, wie auf das Haus von außen bzw. den Grundriss. Auch hier die beruhigende Feststellung, dass es enorm langweilig sein kann, was Innenarchitekten so einrichten und damit war das Thema dann auch erledigt.
Heute war ausführliches Ausschlafen und Ausruhen angesagt, das funktionierte auch einigermaßen brauchbar, noch zwei Tage Büro und dann ist auch erst mal genug für dieses Jahr
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Die übliche Flasche Wein, die man sonst mitbringt, ist zwar immer richtig, aber auch immer langweilig.
Diesmal habe ich ein ganz besonderes und sehr persönliches Geschenk und jetzt bin ich schon ganz hibbelig, weil ich es kaum erwarten kann, was der Empfänger dazu sagen wird.
Als Verpackung habe ich aus einem großen Kalenderblatt noch eine passende Schachtel gebastelt, jetzt macht das fertige Päckchen richtig was her.
Es hat sich gelohnt, dass ich neulich aufgeräumt habe, denn auch mein alter Boxmaker ist wieder aufgetaucht, mit diesem Hilfsmittel ist es supereinfach, eine millimetergenau passende Schachtel aus Pappe zu basteln und weil ich schönes Papier so schlecht wegwerfen kann, besteht jetzt das Buch samt Verpackung aus recyceltem Papier.
Die Verpackung:
Und das Buch

Ansonsten habe ich heute noch ein paar Geschenke für Weihnachten eingepackt, eine große Portion rotes Pesto hergestellt und mindestens eine Stunde an meinem Outfit samt Styling rumprobiert. Die Einladung kommt aus einem Architektenhaushalt, weshalb ich auf keinen Fall etwas Schwarzes anziehen wollte, ich bin schließlich kein Architekt und will auch nicht so tun als ob ich in diese Szene gehöre.
Bunt wollte ich aber auch nicht, das tragen auf Architekteneinladungen immer die esotherischen Auftraggeberinnen, es war also kompliziert.
Ich habe mich schließlich für helle Naturtöne entschieden und bin jetzt ganz zufrieden mit meinem Outfit.
Das wird bestimmt ein interessanter Abend
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Im März wurden auf Borkum die neuen Türen eingebaut, damit zog auch ein neues Schlosssystem ein, im April tauschten wir auch in Greven die Schlösser und spätestens im Mai jammerte ich über das Schloss in der Tiefgaragentür, denn das war so schwergängig, dass ich es nur mit großen Schwierigkeiten ohne weitere Hilfsmittel (Zange) auf- oder zuschließen konnte.
Diese Woche hat K das Schloss in der Tiefgarage geölt und jetzt funktioniert alles so butterweich, dass ich die Tür vor lauter Begeisterung täglich fünf mal auf- und zuschließe, was für eine Freude.
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Vor sechs Wochen gab es bei Lidl spezielle Senseo-Maschinen als Sonderposten für 70 Euro und ich kaufte eine mit einem zusätzlichen 10% Gutschein, bezahlte also nur noch 63 Euro. Zu der Zeit gab es auch eine Sonderaktion auf der Senseo-Website, wenn man eine Senseo Maschine gekauft hatte und den Kassenbon hochlud, bekam man 100 Kaffeepads geschenkt.
Ich lud den Kassenbon hoch und bekam 100 Kaffeepads geschickt, das funktionierte perfekt.
Letzte Woche ging die Maschine kaputt, sie spritzte nur noch sinnlos mit Wasser, nix mehr Kaffee.
ich fragte bei Lidl nach, wie ich die Garantie geltend machen könne, Antwort: Ich solle die Maschine einfach mit Kassenbon zurückbringen, dann bekäme ich mein Geld zurück. Alternativ könne ich sie bei Philipps direkt reklamieren.
Letzteres erschien mir zu umständlich, ich packte die Maschine also wieder zurück in den Originalkarton und schleppte sie mitsamt dem Kassenbon zurück zu Lidl.
Auf dem Kassenbon stand: Kaufpreis 69,99, Rabatt 7
Der Lidlkassierer nahm alles in Empfang, zog den Bon und die Maschine über den Scanner - und zahlte mir 69,99 aus.
Wenn das mal kein gutes Geschäft war: Den 10% Gutschein habe ich mit 7 Euro cash ausgezahlt bekommen und noch 100 Kaffeepads extra. Besser geht kaum.
Außerdem habe ich noch die Erfahrung gemacht, dass eine einfache, simple Senseo-Basis-Maschine ausreicht, alle anderen hightech Varianten bringen für mich keinen Zusatznutzen, sehr kostensparende Erfahrung
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Immerhin habe ich die gestern runtergeladenen Noten schon mal ausgedruckt, natürlich gleich zweimal, auf Borkum habe ich zwar keinen Flügel, aber ein recht brauchbares elektrisches Klavier und üblicherweise mehr Zeit als in Greven, ich freue mich schon auf die Weihnachtsferien.
In Velbert war heute Neueröffnung, die Sanierung nach der Flutkatastrophe ist abgeschlossen, die Bank hat den Kredit genehmigt, der Mietvertrag wurde verlängert, in 10 Jahren ist dann alles abbezahlt und das Drama erledigt, das sind doch positive Langfristaussichten.
Auf Borkum werden die gelben Säcke durch gelbe Mülltonnen ersetzt, die diese Woche ausgeliefert wurden. Leider sind die Tonnen so riesig, dass sie nicht in die Müllbox passen, dafür können sie nicht mehr von den Möwen geplündert werden, wenn sie an der Straße auf das Müllauto warten. Grundsätzlich finde ich Tonnen viel besser als Säcke, aber wohin jetzt mit dem Riesentrum? Es ist ein Problem.
Nächste Woche um diese Zeit ist der externe Büroteil für dieses Jahr erledigt, eigentlich gibt es noch sehr viel zu tun, aber aktuell ist jeder bereit, alles großzügig auf irgendwann nächstes Jahr zu verschieben, allen ist ein bisschen die Puste ausgegangen, so dass insgesamt flächendeckend das Tempo gedrosselt wurde, es ist nicht alles schlecht an so einer Pandemie.
Karneval wird abgesagt, dass finde ich traurig, ich habe für die Tage schon fest Freizeit eingeplant. Nicht, um zu feiern, sondern um zu flüchten, aber dann flüchte ich halt mit Überstundenabbau, auch wenn es nichts zu flüchten gibt, alles egal, Hauptsache weg
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So eine wunderbare Idee.
Ich hatte mir nämlich Noten gewünscht, weil ich neulich einen ganzen Tag lang Bella Ciao als Ohrwurm hatte und dabei feststellte, dass ich für dieses Lied keine vernünftigen Klaviernoten besitze. Einen Ohrwurm vertreibe ich nämlich am liebsten dadurch, dass ich laut auf dem Klavier gegenanspiele, aber ohne Noten kann ich nur die Melodie klimpern, das reicht nicht für eine anständige Ohrwurmvertreibung, da braucht es schon ein gutes Arrangement.
Und deshalb habe ich mir von meiner Tochter die Noten von Bella Ciao gewünscht. Mir von anderen Leuten, die nicht selber ausreichend gut Klavier spielen, Noten zu wünschen, ist allerdings kompliziert, denn es ist ja schon entscheidend, wie das Stück arrangiert ist, da gibt es gewaltige Unterschiede. Ich habe ihr also versucht, die wichtigsten Dinge zu beschreiben - keinen pisseligen Anfängersatz aber auch keinen Konzertpianistensatz, den nur Clara Schumann spielen kann. Irgendwas harmloses, spielbares aber trotzdem klangvolles dazwischen.
Bei Klaviernoten geht es mir wie beim Kochen. So für schnell mal zwischendurch bin ich großer Fan von aufgepimpten Tütensuppen, ich muss nicht täglich sowas wie Boeuf bourgignon herstellen.
Auf Klaviernoten übertragen bedeutet das, ich mag einfache Arrangements, die mit ein bisschen Pedal und ein paar geschickt gesetzten Akkorden sofort viel hermachen.
Vorhin meldete sich meine Tochter und schickte mir einen Satz Noten für Bella Ciao und fragte, ob ich damit zufrieden bin. Ich sagte, das wäre schon ganz prima, aber wenn sie noch mal durch Zufall an einem anderen Arrangement vorbeikommt, würde ich das auch nehmen, ich fände es aber nicht notwendig, so etwas extra für teures Geld zu kaufen, das wäre die Sache dann auch nicht wert.
Noten sind ganz ungemein teuer, wenn man sie offiziell erwirbt, ich habe also früh gelernt, mir genau zu überlegen, wann und welche Noten ich tatsächlich kaufe.
Und dann schickte sie mir fünf andere Arrangements, von Bella Ciao und sagte, sie hätte jetzt ein Schnupper-Abo in einem Notendownloadkanal.
Was für eine geniale Idee.
Ich schrieb ihr sofort, welche Noten ich noch gerne alles haben möchte - und sie suchte und lieferte.
Das finde ich so super, dass ich es kaum beschreiben kann.
Ich habe grade gezählt, 23 Downloads muss ich morgen ausdrucken und mir außerdem ausführlich Gedanken darüber machen, welche Noten ich mir jetzt noch wünsche, eine Woche gilt dieses SchnupperAbo.
Ich bin komplett hin und weg vor Begeisterung.
Das ist das absolut beste Weihnachtsgeschenk, was ich mir vorstellen kann, einfach nur wunderbar
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Heute habe ich eine Word-Datei formatiert.
Nächsten Samstag bin ich eingeladen und mir fiel ein, dass ich als Gastgeschenk ein selbstgemachtes Buch mitbringen könnte, weil der Gastgeber genau der Typ Mensch ist, der sich darüber wahrscheinlich wirklich richtig freut.
Früher habe ich ja sehr oft Bücher selbergemacht, weil ich irgendwann mal einen Buchbinderlehrgang besucht habe, und deshalb weiß, wie es geht.
Im Anschluss an den Kurs habe ich mir alle Maschinen und Werkzeuge und alles Zubehör gekauft, das es braucht, wenn man auch dickere Bücher vernünftig selber binden möchte, und hatte längere Zeit viel Spaß daran, möglichst kunstvolle Bücher zu herzustellen.
In den letzten 13 Jahren habe ich mich jedoch nur noch sehr wenig mit Bastelarbeiten jedweder Art beschäftigt, weil hier im Haus deutlich weniger Platz ist als früher in der Fabrik und vor allem nicht mehr alles in einem Raum. Wenn man einmal durch den Luxus eines riesigen Bastelzimmers verwöhnt ist, dann fällt es schwer, sich jammerfrei auf ein Standardmaß runterzugewöhnen, vieles ist mir hier in den gefühlt beengten Verhältnissen schlicht zu umständlich.
In unserem neuen Haus wird es dann aber endlich wieder ein sehr großes Büro- und Bastelzimmer geben und darauf freue ich mich jetzt schon.
Als Vorgeschmack auf mein künftiges, ausschweifendes Bastlerleben wollte ich also heute mal wieder ein Buch binden.
Bevor ich mit der praktischen Buchbinder-Handwerksarbeit beginnen kann, muss ich mir aber erst mal überlegen, was in dem Buch denn drinstehen soll und wofür es gedacht ist.
Ich beschloss, ein persönliches Notizbuch in DIN A5 wäre eine gute Idee, dazu musste ich nur ein Word-Dokument mit vier Seiten passend formatieren und dann 35x ausdrucken.
4 DIN A 5 Seiten für ein Buch druckt man auf ein Blatt DIN A 4 Papier, Vorder- und Rückseite bedruckt und in der Mitte gefaltet, voilà. Davon 35 Blätter bedruckt, ergibt 70 Blätter DIN A 5, mit Vor- und Rückseite hat das Notizbuch dann 140 Seiten, ich denke, das ist akzeptabel.
Das wirklich Komplizierte dabei ist das Befüllen und Formatieren der Word-Datei, denn erstens muss ich mich entscheiden, wie ich Kopf- und Fußzeile gestalte (auch ein leeres Notizbuch zum selber reinschreiben kann ja personalisiert sein, in dem man Kopf- und Fußzeilen beschriftet) und zweitens holt mich bei dieser Tätigkeit wieder meine Rechts-Links-Schwäche ein, die beim Buchbinden besonders eklige Folgen hat. Ungerade Seiten in einem Buch müssen anders formatiert werden als gerade, weil der "Außenrand" der Seiten einmal rechts und einmal links ist. Da ich nach dem Falten und Zusammennähen der Seiten die Ränder noch beschneide, um eine glatte Kante zu bekommen, muss der Außenrand vorm Beschneiden ungleich breit sein, damit er nach dem Beschneiden dann exakt gleich ist. Es ist also ganz schön tricky und man muss enorm aufpassen, damit am Ende das Buch einigermaßen grade wird
Eine DIN A4 Seite wird also im Querformat beidseitig bedruckt, vorne links Seite 4, rechts daneben Seite 1 und auf der Rückseite dann links Seite 2 und rechts Seite 3. Bis ich dafür eine funktionierende Word-Vorlage zusammengebastelt hatte, waren ca. 27 Fehldrucke und ein Nachmittag Zeit nötig. Außerdem musste ich mindestens fünfmal aktiv den Knoten im Kopf wieder rausschütteln, der mir bei solchen Aufgaben blitzschnell das Hirn vernebelt.
Aber jetzt habe ich die Word-Datei fertig und der Tag ist um, naja.
Vor der Tür war ich heute gar nicht, dafür kann ich aber noch ein paar Fotos von gestern nachreichen, denn wir sind mal wieder nach Rheda gefahren und die Fahrt über Land ging nicht nur über ziemlich verlassene Straßen, sondern auch quer durch dicke Nebelschwaden und die Landschaft sah wunderbar verwunschen und verschleiert aus.

In Rheda wollten wir unter anderem in einem Haus einen Aufzug angucken, von dem unser Architekt meint, der wäre auch für unser Haus gut geeignet und in einem anderen Haus wollten wir den Fußboden besichtigen, den wir wahrscheinlich in der Deele verlegen werden.
Das Haus mit dem Aufzug war früher ein privates Wohnhaus und wurde dann mit relativ wenigen Eingriffen zu einem Ladenlokal umgestaltet, in dem heute eine Gruppe von mittelalten Frauen
Den Aufzug haben wir auch ausführlich beguckt und probegefahren, wir wissen jetzt, dass er in unserem Haus irgendwo in einer Ecke eingebaut werden sollte und nicht mitten in der Deele, dafür ist er wirklich nicht schön genug. Wäre dieses Thema auch geklärt.
Der Boden, den wir in dem anderen Ladengeschäft anschauten, ist dafür wirklich sehr schön. Wir werden also Anröchter Sandstein in der Deele verlegen. Es ist gut, solche Dinge schon mal als "entschieden" abhaken zu können.
Und weil wir zufällig in der Gegend waren, musste K natürlich auch auf den Wiedenbrücker Weihnachtsmarkt gehen, dort gibt es nämlich den von ihm heißgeliebten Reibekuchen-Stand, wo er sich traditionell mindestens einmal im Jahr dran überfressen muss. Ich hab's ja sonst eher nicht so mit Weihnachtsmärkten, ich weiß nie so genau, was ich da tun soll, es ist kalt und voller fremder Menschen, wenn ich leckeren Glühwein trinken möchte, kann ich das bei mir zuhause viel gemütlicher tun.
Aber einmal bis zum Reibekuchenstand über den Weihnachtsmarkt zu gehen ist okay, gestern waren wir dort sogar schon zum zweiten Mal in diesem Jahr. Wie in vielen anderen Städten auch, gibt es dort dieses Jahr das "Weihnachtsmarktbändchen", man weist sich einmal mit Impf- und Personalausweis als geimpfte Person aus, bekommt dann ein Bändchen und hat damit überall Zutritt, wo 2G gilt, ohne sich jedesmal wieder neu ausweisen zu müssen.
Weil ich beim letzten Mal als wir dort waren, Stulpen an den Handgelenken trug, bekam ich das Bändchen über die Stulpen geklebt - und konnte es dann ohne es zu zerstören mit den Stulpen wieder heile ausziehen.

In weiser Vorausschau hatte ich mir deshalb gestern schon zuhause wieder die Stulpen mit dem Weihnachtsbändchen angezogen - und fand es sehr komfortabel, dass ich mich nicht erneut ausweisen musste.
Außer einer Portion schneller Reibeplätzchen haben wir aber sonst gestern nichts mehr auf dem Weihnachtsmarkt gemacht, ich war abends auch froh, wieder zu Hause zu sein und überhaupt ist mein Eierpunsch deutlich besser als alles, was ich je auf einem Weihnachtsmarkt getrunken habe
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Sich den ganzen Tag nur um Dinge kümmern, die einen selber interessieren, das ist eine tolle Sache.
Spannende Sachen gesehen, interessante Läden besucht, viel Geld gespart durch den Beschluss, das alles nicht zu brauchen, einige Dinge mussten dann aber doch gekauft werden und deshalb besitze ich jetzt ein Paar neue Fellschuhe und einen künstlichen Lichterbaum. Manchmal muss ich halt tun, was ich tun muss.
So ein Tag macht aber auch müde, vor allem, wenn man den Abend mit einem großen Glas Sahnepunsch feiert.
Für morgen sind keine Ausflüge geplant
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Irgendwann war dann auch das Wichtigste erledigt, da war es allerdings mittlerweile nach 20h und ich hatte mich schon längst von einem frühen Wochenende verabschiedet.
Als ich gegen viertel vor neun zu Hause ankam, war ich müde, missmutig und malade. So ein langer Tag voller Hektik, an dem man zu wenig trinkt und zu viele Bürokekse isst, schlägt auf die Laune und den Magen.
Vielleicht repariert der sich jetzt aber von alleine, ich versuche es mal mit lange schlafen
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Heute war also großes Aufräumen für Dinge der letzten zwei Wochen angesagt und es begann damit, dass ich mich sofort gründlich ärgerte.
Es gab nämlich eine Menge E-Mails, die hatte ich nur als Marker für "hier noch mal kurz nachfragen, ob XY, der dafür zuständig sein sollte, seine Aufgaben auch wirklich erledigt hat." Und in allen Fällen, in denen ich hoffnungsvoll anfragte, wie weit die Sache gediehen sei, erntete ich ein bedauerndes Schulterzucken und die Antwort: "Ich wusste nicht, ob Sie wirklich wollten, dass ich das mache."
Solche Antworten machen mich ja regelmäßig fassungslos, weil ich nicht verstehe, was an dem Satz: "Dann ist das jetzt künftig Ihre Aufgabe" noch großartig interpretiert werden muss.
Aber so war es und damit geriet mein schwungvolles Aufräumen auch fix ins Stocken, weil ich plötzlich wieder Dinge selber machte, die ich längst abgegeben zu haben glaubte.
Außerdem ärgerte ich mich über E-Mails, die mir Menschen in gehobener Leitungsfunktion aus anderen Abteilungen schickten, denen Verträge beilagen, die ihrer Meinung nach final bearbeitet und nun unterschriftsreif seien. Aber wenn ich wollte, könnte ich ja auch noch mal drüberschauen.
Eigentlich bin ich überhaupt gar nie daran interessiert, über andererleuts Verträge drüber schauen, denn ich habe grundsätzlich keine Lust, andererleuts Arbeit zu machen. Deshalb bleiben diese Mails auch immer erst mal liegen und werden nicht sofort bearbeitet. Beim Aufräumen fallen sie mir aber natürlich wieder in die Finger, ich öffne die Anhänge dann doch und ärgere mich dann eben. Es ist schon bemerkenswert, was für einen Murks auch (oder gerade?) Menschen in gehobenen Leitungspositionen ohne mit der Wimper zu zucken fabrizieren.
Einen weiteren, größeren Teil des Tages war ich also damit beschäftigt, Verträge, für die ich eigentlich gar nicht zuständig bin, vernünftig zu formulieren.
Grummel.
Am Abend bekam der Tag aber doch wieder eine Wendung ins Positive, denn K brachte eine große Tüte voll mit frischen Sushi vom Japaner mit - und so gibt's am Ende dann immerhin doch noch vier Punkte
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Das plink, plink, plink auf meinem Handy überschlug sich heute mal wieder mit Sondermeldungen, alle von mir abonnierten Kanäle brachten zeitgleich diese unglaublich überwältigende, vollständige unerwartete Sonderneuigkeit.
Olaf Scholz zum Bundeskanzler gewählt
Ich denke, da muss niemand mehr nach dem Grund fragen, weshalb dieses Virus des zunehmenden Journalismusüberdrusses grassiert.
Ich frage mich dagegen, ob es sich für eine Zeitung wirklich überhaupt nicht lohnt, eine wenigstens in Ansätze seriöse und intellektuell nicht vollkommen unterbelichtete Klientel als Zielgruppe anzupeilen.
Aber ganz offensichtlich lohnt das nicht, sonst würden sich ja auch so Blätter wie Handelsblatt, Zeit und Frankfurter Allgemeine nicht so durchgängig und hartnäckig weigern, diese Zielgruppe ernstzunehmen.
Sie posten statt dessen Eilmeldung und Sondernachrichten, wenn so überaus unvorhergesehene Dinge passieren wie heute, wo Olaf Scholz vollkommen unerwartet und einfach so mal rein zufällig zum Bundeskanzler gewählt wird.
Wer hätte damit gerechnet.
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Im Büro hatte ich heute ein lustiges Gespräch mit einem Kollegen. Der Gute ist, was Haltung und Meinung angeht, vorsichtig ausgedrückt, recht traditionell unterwegs. Männer sind Männer und er selber war Panzerkommandant und Offizier bei der Bundeswehr. Nach seinem Ausscheiden finanzierte ihm die Armee noch ein BWL-Studium und als er damit fertig war, fing er bei uns in der Firma an und ist seitdem Leiter des Immobilienmanagements. Ich halte ihn für einen guten Mitarbeiter, der seinen Job sorgfältig, gewissenhaft, zuverlässig und immer unter Beachtung aller Vorschriften zu meiner vollen Zufriedenheit erledigt.
Ganz so, wie ich es von einem ehemaligen Panzerkommandanten auch erwarten würde.
Ab und zu reitet mich aber ein kleines Teufelchen und ich muss den armen Kerl mit kecken Feminismussprüchen provozieren. Eigentlich weiß er, dass ich mich über so obereifrige Feministen sehr gerne lustig mache, aber wenn ich ihm die Sprüche im richtigen Kontext passend genug serviere, dann nimmt er sie ernst und wehrt sich.
Heute hat er mir sehr ausführlich erklärt, dass es immer wieder Situationen gäbe, wo die Frauen sich kackfrech alle Rechte nähmen und dann bliebe die gesamte Drecksarbeit an den Männern hängen.
Ich habe mir das in aller Seelenruhe angehört, um ihm abschließend zu 100% beizupflichten. Ja, er hat vollkommen recht, so ist das, Frauen picken sich tatsächlich sehr gerne und auch nicht zu selten die Rosinen aus dem Alltagskuchen des Lebens - und lassen den Männern die Arbeiten, die keiner gerne tut.
Aber wo ist das Problem? Das ist das normale Verhalten des Überlegenen und ich persönliche halte Darwinismus für einen sehr gut nachvollziehbaren Erklärungsansatz. Er hätte halt Pech, weil er leider nur ein Mann sei, die müssen sich meistens mit dem begnügen, was übrig bleibt. Und natürlich ist das unfair, aber er würde doch wohl nicht wirklich von mir erwarten, dass ich das ändere?
Seitdem ich denken kann, profitiere ich davon, dass ich eine Frau bin und Männer so konditioniert sind, Frauen genau diese unfaire Rosinenpickerei ohne Widerstand zu gestatten.
Wenn sich wirklich was ändern soll, dann muss das in allen Köpfen passieren, nämlich dadurch, dass die Menschen aufhören in Unterschieden zu denken, was das Geschlecht und die dazu passende Arbeit angeht. Diese Gleichheit ist aber noch nicht mal bei überzeugten Feministinnen als Selbstverständlichkeit verankert, sonst würden sie sich nicht dafür feiern lassen wollen, dass sie ihren Söhnen Dinge wie Kochen, Waschen und Nähen beibringen, typische Mädchenarbeiten also.
Ich halte es für eine Selbstverständlichkeit, dass jeder Mensch Dinge wie Kochen, Waschen und Nähen beherrscht, einfach weil es die individuelle Unabhängigkeit fördert und das ist in meinen Augen ein ganz wichtiges Ziel, bei dem jedes Kind grundsätzlich unterstützt werden sollte.
Aber solange Geschlechtskämpfer gleich welchen Geschlechts für irgendeine Gleichheit kämpfen, die sie dadurch erreichen wollen, dass sie dem einen Geschlecht (egal welchem) mehr oder weniger Rechte und Selbstverständlichkeiten zubilligen, solange stehen sich alle Geschlechtskämpfer einfach nur selber im Weg. Denn es geht nicht darum, wer mehr oder weniger hat/darf/kann/bekommt, sondern nur darum, dass es tatsächlich einfach gar keinen relevanten Geschlechtsunterschied gibt, wenn es um Können, Wollen oder Wünschen geht.
Aber genau das würde ja allen Geschlechtskämpfern komplett den Wind aus den Segeln nehmen, und deshalb ist diese Theorie sehr unbeliebt - bei Männlein genauso wie bei Weiblein.
Weil diese Theorie aber zufällig genau meine feste Überzeugung ist - und ich diese Überzeugung auch schon seit meiner frühesten Jugend so sehr verinnerlicht habe, dass es mir unmöglich ist, mir irgendetwas anderes auch nur theoretisch als realistisch vorzustellen, fehlt mir jedes Verständnis für Beschwerden von Mädchen über Jungs und umgekehrt.
Was mich gleichzeitig aber nicht hindert, die Vertreter für jede Geschlechterkampfseite mit Spaß zu provozieren, um ihnen dann zu erklären, dass sie schlicht den falschen Baum anbellen
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