anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Samstag, 15. August 2026
Spezial-Salat mit Krabben
Der Husten hat sich weiterentwickelt, wenn ich nur doll genug huste, kommen jetzt Bröckchen, das ist ein deutlicher Fortschritt und ich bin sehr hoffnungsvoll für die nächsten Tage.

Die Schnieferei ist völlig vorbei, die Nase ist noch nicht mal mehr verstopft, sondern einfach nur noch eine normale Nase ohne Auffälligkeiten, sehr angenehm.

Alles in allem sieht es so aus, als ob ich diesmal doch nicht versterbe.

Am Vormittag war heute Tierheim-Flohmarkt, diesmal aber ohne besondere Highlights.
Ich habe zwei Kochbücher mitgenommen, die schon in die Tasche fürs Festland gepackt wurden und außerdem zwei uralte Goethe-Ausgaben in Frakturschrift sowie einen Bildband mit schönen Fotos - die kann ich alle sehr gut für meine Collagen-Projekte gebrauchen, muss ich demnächst also unbedingt mal mit rumspielen.

Am Nachmittag flog K einen Bekannten nach Emden, der keinen Platz mehr auf dem ausgebuchten Kat bekommen hatte aber dringend rüber musste. Ich besuchte derweil den Onkel und holte K anschließend am Flugplatz wieder ab.

Zum Abendessen gab es Hähnchenunterschenkel aus dem Airfryer und einen neu komponierten Salat, der uns beiden ausgesprochen gut schmeckte.

Weil wir ihn beide so gut fanden, wollen/werden wir ihn sicherlich noch mal wiederholen und deshalb halte ich das Rezept hier fest, dann kommt es nicht weg.

Salat Mischung Spezial

Zutaten für zwei Personen:
ca. 8 große Radieschen - in feine Scheiben gehobelt
2 Frühlingszwiebeln - in schmale Ringe geschnitten
1 Schalotte - klein gewürfelt
1/2 Paprika - in kleine Würfel geschnitten
eine Scheibe (ca. 2-3 cm dick) Spitzkohl, in kleine Stücke geschnitten, mit etwas Räuchersalz bestreuen und dann gut kneten
200g Nordseekrabben

alle Zutaten in einer Schüssel vermengen, dann mit einer Vinaigrette übergießen.

Ich habe jahrelang sehr sorgfältig nach einem klassischen Rezept eine Himbeer-Vinaigrette von Hand angemischt - bis ich irgendwann die fertige Himbeer-Vinaigrette-Sauce von Kühne entdeckte und seitdem ist das meine Standardsalatsauce.
Ich schütte einfach zwei oder drei gute Schuss dieser fertigen (geschüttelten) Himbeervinaigrette in den Salat, dazu noch etwas Balsamico, gerne Apfelbalsamico (weil der einfacher zu kaufen ist als Himbeerbalsamico und meine Zunge nicht fein genug ist, hier noch Unterschiede rauszuschmecken) und zusätzlich auch noch extra Olivenöl. Menge rein aus dem Handgelenk gefühlt, ich weiß nicht wie viel das ist, es passt aber immer.

Dann alles untermischen - und fertig ist ein nahezu perfekter Salat.

Dazu gab es bei uns heute Hähnchenunterschenkel, die abgekauten Knochen sammelten wir auf einem Teller am Tischrand. Wir aßen heute draußen auf der Terrasse, der Hund saß daneben.

Bixa tropft vor Begeisterung, aber sie benimmt sich

Sie benahm sich wirklich vorbildlich. Sie saß einfach neben unserem Tisch und fixierte die Hähnchenschenkelknochen. Sie rührte sich nicht und sie bettelte nicht. Das einzige, was sie nicht beherrschen konnte, war das Wasser, was ihr im Mund zusammenlief, bei den Gerüchen, die da ihre Nase fluteten.
Für einen Hund, der sonst nie sabbert, waren es schon bemerkenswert lange Speichelfäden, die ihr da aus dem Mund hingen und auf den Boden tropften.

Es ist aber auch gemein, wenn die Menschen da einfach direkt vor ihrer Nase solche Leckerein auftischen und sie bekommt nichts ab
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Donnerstag, 9. April 2026
Hefezopfschaf und gepimpte Fertigsauce
Sehr viel habe ich heute nicht gemacht.
Hauptsächlich bin ich ein wenig durchs Haus gestromert, habe hier etwas angefangen, dort etwas rumprobiert, dies und das versucht und wieder weggelegt, insgesamt wenig, was in der Rückschau auf den Tag hängengeblieben ist.

Aber immerhin:
Ich habe einen Hefezopf in Form eines Schafs gebacken, einfach nur so, weil ich da grade Lust zu hatte

Ein Hefezopf als Schaf

Jetzt liegt das Schaf da unten rum und keiner will es.

Wie das Schaf bei Eugen Roth:

Ein Mensch, der einen andern traf,
geriet in Streit und sagte „Schaf!“
Der andre sprach: „Es wär Ihr Glück,
Sie nähmen dieses Schaf zurück!“
Der Mensch jedoch erklärte: „Nein,
er säh dazu den Grund nicht ein.“

Das Schaf, dem einen nicht willkommen,
vom andern nicht zurückgenommen,
steht seitdem herrenlos und dumm
unglücklich in der Welt herum.


Ich liebe die "Ein Mensch-Gedichte" von Eugen Roth, früher konnte ich mal ganz viele davon auswendig, dieses fiel mir spontan ein, als ich mein eigenes, ungewolltes Schaf ansah.

Außerdem habe ich heute eine Sauce erfunden, die mir ausgesprochen gut geschmeckt hat.
Es gab Kartoffeln und Schweinesteaks, wir hatten beide nicht viel Hunger, weshalb eine größere Gemüsebeilage schon zu viel gewesen wäre, aber nur Kartoffeln fand ich zu trocken und kam deshalb auf die Idee, eine Sauce dazu zu machen.

Im Kühlschrank fanden sich Gemüsereste, die wegmussten, eine Paprika, Pilze, Frühlingszwiebeln und außerdem habe ich immer noch etwas von dem pürierten Ofengemüse von vor zwei Wochen.
Das Gemüse kleinschnibbeln, anbraten, dann zwei große Löffel Ofengemüsematsch dazu geben, so lange rühren, bis alles gleichmäßig verteilt ist. Mit einem Teelöffel Kräuterbuttergewürz würzen.
In 100ml Kochsahne und 150ml Wasser ein Paket Rahmsauce (Trockenpulver) einrühren, über das Gemüse gießen, unter Rühren einmal aufkochen und dann auf kleiner Flamme noch drei Minuten weiter köcheln.

Ich habe zum Schluss noch einen Schuss Portwein untergerührt, muss aber nicht, schmeckte vorher auch schon gut.

Fertigsaucenpulver habe ich eigentlich immer in verschiedenen Varianten im Haus, weil es eine ungemein bequeme Methode ist, eine schnelle Sauce zu zaubern.
Ich benutze es allerdings nie "nur so", sondern pimpe die Sauce immer noch ein wenig mit weiteren Zutaten auf
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Samstag, 4. April 2026
Hosenkauf und Spitzkohlsalat
Für heute war noch mal der Tierheimflohmarkt angekündigt und selbstverständlich wollte ich da wieder hingehen. Sie bekommen regelmäßig neue Ware, es gibt also immer wieder etwas Neues zu entdecken und selbst wenn es immer das gleiche Zeug ist, was sie anbieten, so findet man doch bei jedem Durchgang noch mal etwas, was man bisher übersehen hat.
In meinem Hinterkopf hatte sich 10h als Startzeit festgesetzt, ich fuhr also kurz nach Halb Elf hier los und war so gegen Viertel vor Elf im Dorf, wo auch schon das große Hinweisschild mit "Heute hier Flohmarkt" auf der Straße fand, allerdings war die Tür noch verschlossen und bei genauerem Hinsehen stand dort ziemlich deutlich, dass Beginn für Publikum erst ab 11h ist.

Ich musste also noch einen Viertelstunde warten und schlenderte deshalb durch die Fußgängerzone und schaute mir die Schaufenster der Geschäfte an. Ich bin so selten im Dorf, dass ich es durchaus interessant fand, mir anzusehen, was es für neue Geschäfte gab und was überhaupt so angeboten wurde.

In einem Klamottengeschäft sah ich eine Hose, die mir ausnehmen gut gefiel.
Die allermeisten Läden im Dorf sind entweder Klamottengeschäfte oder Läden mit typischem Meer-Merge, also so Touristen-Mitbringsel-Krimskrams.
Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal ein Anziehteil in einem Laden gekauft habe, was vor allem auch daran liegt, dass ich ja nie in solche Läden gehe. Aber heute musste ich Zeit totschlagen und außer Läden anzuschauen gab es dort in der Nähe wirklich nichts anderes zu tun und so begann mein Ausflug zum Flohmarkt mit dem Kauf einer Hose in einem normalen Geschäft.
Damit hatte ich dann auch gleich das Budget für locker 10 Wochen Flohmarkt verjubelt, aber mir gefiel die Hose wirklich richtig gut, ich konnte sie anprobieren und mich daran freuen, wie gut sie passt und alle fünf Jahre mal eine Hose in einem normalen Laden zu kaufen, wird dann auch noch finanzierbar sein.

Auf dem Flohmarkt selber fand ich heute weniger Teile als letzte Woche, aber einige doch und so war das insgesamt ein erfolgreicher Einkaufsvormittag.

Am Nachmittag waren wir fast zwei Stunden am Strand und haben zugeschaut, wie der Hund mit vielen anderen Hunden spielte, es war richtig viel los, am Hundestrand herrschte Hochbetrieb.

Zum Abendessen gab es ein Brathähnchen aus dem Airfryer, sehr praktische Zubereitungsmethode. Das Hähnchen war sehr zart und saftig geworden mit einer angenehm krossen Haut, das alles ohne größere Mengen an Dreck oder Fettspritzerein im Umfeld zu verteilen, so werde ich künftig immer Brathähnchen zubereiten.

Als Beilage gab es unseren neuen Lieblingssalat.

Spitzkohlsalat

Felix hatte schon vor längerem mal erzählt, dass es bei ihnen regelmäßig Krautsalat aus Spitzkohl gibt und das Rezept dazu gepostet.

Das machte mich neugierig, Spitzkohl hatte ich bisher nur als Ofengemüse verarbeitet, auf die Idee, dass man ihn auch roh als Salat machen könnte, wäre ich von mir aus nicht gekommen.

Ich habe mich zunächst genau an Felix Rezept gehalten, dann ein wenig rumprobiert und inzwischen haben wir unsere eigene Lieblingsmischung gefunden. Bei uns kommt außer roter Zwiebel immer noch ein wenig frische Paprika mit dazu und heute habe ich auch noch gerösteten Sesam drübergestreut. Als Sauce mache ich meine normale Himbeervinaigrette und wir finden den Salat beide richtig toll. Da sich Spitzkohl problemlos länger hält, habe ich seit einiger Zeit immer einen Spitzkohl im Kühlschrank, so dass ich jederzeit spontan diesen Salat machen kann. Ich bin sehr zufrieden, diesen Salat bei Felix entdeckt zu haben, er ist inzwischen aus unserem Alltagsspeiseplan auch nicht mehr wegzudenken
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Donnerstag, 12. März 2026
Die weltbeste Gemüsesuppe
Heute Vormittag hatte K eine Zahn-OP, ich habe derweil die Küche saubergemacht und anschließend ein wenig Buchhaltung am PC erledigt.

Die Rechnung für den Zaun auf Borkum ist schon da und ich bin angenehm überrascht über die zivilen Preise. Ist man gar nicht mehr gewöhnt von Handwerkern.

Weil K nichts Hartes kauen soll die nächsten Tage, habe ich eine Gemüsesuppe gekocht und diesmal eine neue Variante entdeckt, die ab sofort und für immer als Standard in meine Gemüsesuppe übernommen wird, sie hat heute nämlich noch viel besser geschmeckt als sonst eh schon immer.

Das Basis-Rezept für die weltbeste Gemüsesuppe lautet ab sofort wie folgt:

Man braucht
1-2 Stangen Porree
2-4 Petersilienwurzeln
5-8 Möhren
6-8 Kartoffeln (weichkochend)
weiteres Gemüse, was im Haus ist, TK funktioniert auch prima, ich hatte heute noch Brokkoli und Zucchini, was weg musste
1 Paket Mettenden
1 - 1,5l Brühe (ich nehme kochendes Wasser mit ausreichend Brühwürfeln)
1 Dose gehackte Tomaten
1 Dose Baked Beans
Fett zum Anbraten
4-5 Esslöffel Mehl
1 EL Pizzagewürz
1 EL Oregano
Pfeffer nach Geschmack

Als erstes das Gemüse putzen und alles in kleine Stücke schneiden oder in Scheiben hobeln (Möhren zB). Die Wurst auch in dünne Scheiben schneiden.
Dann den Porree und die Petersilienwurzeln in reichlich Fett (ich hatte heute Olivenöl zum Braten) so lange anbraten, bis alles leicht bräunlich geworden ist und ausreichend Röstaromen produziert hat.

Das Mehl (alternativ geht auch Grieß, wenn man welchen im Haus hat) unter das gebräunte Gemüse rühren und anschließend mit dem kochenden Wasser aufgießen und die Brühwürfel dazugeben. Gut rühren und darauf achten, dass der angebratene Bodensatz losgekocht wird.

Danach das "harte" Gemüse (Kartoffeln und Möhren) dazugeben und 10 Minuten kochen lassen, dann das weichere Gemüse und die Wurststückechen dazugeben, noch mal 10 Minuten kochen lassen, als letztes die gehackten Tomaten und die baked beans zusammen mit dem Pizzagewürz, dem Oregano und dem Pfeffer in die Suppe geben, gut umrühren und alles noch mal ca. 20 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen.
Fertig.

Durch das eingerührte Mehl (oder Grieß) hat die Suppe eine leichte Bindung, was ich lieber mag als wenn sie so dünn und fladderig ist.

Was ich heute entdeckt habe, ist, dass die mit dem Porree angebratenen Petersilienwurzeln den Geschmack ganz außerordentlich intensivieren, weshalb ich ab sofort immer Petersilienwurzeln in der Suppe mit verarbeiten werde.

Ich mache immer einen großen Suppentopf voll, wir essen dann zwei Tage Suppe und frieren den Rest ein, das ist ein praktisches ERssen, wenn man mal gar keine Lust zum Kochen hat und nur noch die Mikrowelle bedienen muss
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Samstag, 1. November 2025
Die ultimativen Pommes
Manchmal ist es echt vertrackt, wie sich die Dinge so entwickeln.

In den letzten Jahren habe ich regelmäßig vergessen, für Halloween irgendwelche Süßigkeiten parat zu haben, die ich an die klingelnden Monster verteilen kann.
Letztes Jahr war mir das dann schon so peinlich, dass ich nach 18h kein Licht mehr erlaubt habe, um so tun zu können, als sei keiner zuhause.

Dieses Jahr war ich so stolz, dass ich rechtzeitig daran gedacht und mich dann richtig gut vorbereitet habe
Nicht verteilte Halloween Süßigkeiten
- und dann hat gestern niemand geklingelt, dabei hatte ich überall Licht an. Manno.

Ansonsten gab es heute Regen, sehr viel Regen, eigentlich fast dauerhaft Regen den gesamten Tag über und K war wieder aushäusig, um den Fußboden endlich fertig zu verlegen.

Gegen 11h gab ich es auf, auf ein Regenloch zu warten, kramte die Regenhose raus, ergänzte das Outfit um Ostfriesennerz und Gummistiefel, damit war ich strandtauglich wasserfest angezogen und schnappte mir den widerwilligen Hund für eine ausgedehnte Regenrunde.
Bixa ist ganz klar ein Schönwetterhund, aber nachdem sie dann erst mal nassgeregnet war, schien es ihr irgendwann auch egal zu sein. Sie traf am Strand ihren Lieblingshundekumpel und die zwei hatten richtig viel Spaß miteinander.

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Aktuell habe ich wieder so eine Rezepteausprobierphase

Bei Felix fand ich einen Link zu dem nach seiner Meinung weltbesten Pommes Frites Rezept, was ich mir sofort in meine Rezeptesammlung diktierte* und seit zwei Wochen auf die Gelegenheit warte, es selber auszuprobieren.
*Seitdem ich meine Rezeptsammlung bei OneNote führe, habe ich mir angewöhnt, Internetrezepte nicht mehr zu kopieren, sondern sie mir mit eingeschalteter Diktierfunktion laut vorzulesen. Wenn man dafür zwei Geräte einsetzt, in das eine reindiktiert, was man beim anderen abliest, klappt das bestens und ich kann die Rezepte dann gleich so verändern, wie es mir für meinen Bedarf passend erscheint.

Der entscheidende Unterschied in diesem Rezept zu der Methode, wie ich schon immer Pommes selber gemacht habe, war zum einen, dass sie im ersten Schritt fast gar gekocht werden und zum anderen, dass sie zwischen den Frittiergängen immer maximal im Kühlschrank abgekühlt werden.

Es war deshalb ziemlich umständlich und eine Menge Arbeit - aber es hat sich gelohnt. Das waren heute wirklich die allerweltbesten Pommes, die ich je gegessen habe.
Hamburger mit Fritten
Dazu gab es einen Hamburger mit einem Patty aus Biorindfleisch und in Honig karamelisierten Zwiebeln.
Das war insgesamt damit alles schon sehr dicht an dem, was ich ein perfektes Essen nennen würde.

Der Originallink zu den Pommes Frites steht bei Felix, hier ist meine leicht angepasste Version:

1 kg mehlig kochende Kartoffeln
1l Rapsöl
Salz

1. die Kartoffeln schälen und in 1,25 cm dicke Streifen schneiden
2. einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen
3. Die rohen Pommes Frites für 10 Minuten in eine Schüssel mit kaltem Wasser legen
4. anschließend in den Topf mit dem heißen Wasser legen und den Topf erneut zum Kochen bringen
5. Circa 10-15 Minuten kochen lassen, die Kartoffeln sollen durchgekocht sein, aber nicht auseinanderfallen
6. dann die Pommes mit einem Schöpflöffel aus dem Wasser holen und auf einem Gitter, das so groß ist, dass es in den Kühlschrank passt, ausbreiten und abtropfen lassen. Dann das Gitter in den Kühlschrank schieben.
7. Das Öl auf 130° erhitzen, die kalten Pommes in das Öl werfen und frittieren, nicht braun werden lassen.
8. erneut mit einem Schöpflöffel rausholen, abtropfen lassen und noch mal im Kühlschrank abkühlen
9. Wenn die Pommes wieder ganz kalt sind, dann ein zweites Mal frittieren, diesmal das Öl auf 190° heizen und goldbraun frittieren
10. Vor dem Servieren würzen

Ich kann es bestätigen, die Arbeit lohnt sich
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Montag, 29. September 2025
Kürbis-Gemüse-Orangen-Suppe
Heute war Bürotag, deshalb gibt es nicht viel zu erzählen.
Meine Laune ist nach so einem Tag auch nicht die fröhlichste, es ist also für alle Beteiligten das Beste, ich fasse mich kurz, das erspart allfälliges Genörgel und Gejammer.

Bis zum frühen Nachmittag habe ich am PC Dinge erledigt, dann machten wir noch einen Einkaufsausflug, anschließend kochte ich frei improvisierte KürbisGemüse-Suppe, die erstaunlich gut gelungen ist.
Um das Ergebnis wiederholen zu können, schreibe ich das Rezept hier auf:

Zutaten:
Ein kleiner Butternut Kürbis, Fleischgewicht ca. 400g
300g mehlig kochende Kartoffeln
100g Möhren
100g Petersilienwurzel
100g Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 Bio Orange, Schale abreiben und Saft auspressen
800ml Gemüsebrühe
3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer, Muskat
75g cremiger Frischkäse

Zubereitung:
das Gemüse putzen und in kleine Stücke geschnitten in den Thermomix geben, auf Stufe 5 grob schreddern, mit Olivenöl übergießen und dann ca. 10 Minuten auf 105°C und Stufe 1 anschwitzen.
Gemüsebrühe, Orangenschale und Orangensaft dazugeben und 20 Minuten auf 100°C/Stufe 1 kochen.
Zum Schluss den Frischkäse dazugeben und alles ca. 15 Sekunden auf Stufe 8 pürieren, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Als Einlage passt gebratener Bacon sehr gut
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Mittwoch, 13. August 2025
Spinat-(Frisch)käse-Lachs-Rolle
Mein Küchenexperiment von gestern lag über Nacht im Kühlschrank und zog durch. Heute war es reif und konnte serviert werden. Erkenntnis: Hat wunderbar funktioniert, kann wiederholt werden, deshalb jetzt hier die Beschreibung.

Spinat-(Frisch)käse-Lachs-Rolle

Zutaten:
ca. 250g Rahmspinatnuggets
ca. 200g Reibekäse
ca. 200g gewürzter Frischkäse (Kräuterfrischkäse), ich habe Brunch Knoblauch-Kräuter benutzt und mit Bressot ergänzt,
ca. 250g geräucherter Lachs in Scheiben

Zubereitung:
Spinat-Käse-Lachs-Rolle
Ofen, Umluft auf 200°C vorheizen
Die Rahmspinatnuggets etwas antauen lassen und dann im Thermomix auf Stufe 6 schreddern und gut mit dem Reibekäse vermischen.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen und darauf die Mischung rechteckig, dünn verstreichen, dann ca. 20 Minuten bei 200°C Umluft backen bis der Käse braun ist.
Abkühlen lassen.
Auf die abgekühlte Spinat-Käse-Mischung den Frischkäse streichen und alles mit Lachsscheiben belegen.
Danach alles von der breiten Seite des Rechtsecks her stramm aufrollen, die gebackene Spinat-Käse-Mischung löst sich erstaunlich gut vom Backpapier.
Als letztes die Rolle in Frischhaltefolie wickeln und über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.

Spinat-Käse-Lachs-Rolle
Am nächsten Tag die Rolle in schmale Scheiben schneiden und entweder pur oder auf Schwarzbrottalern servieren. Baguette geht natürlich auch.

Ich hatte im Internet verschiedene Rezeptvarianten dazu gelesen, fast alle arbeiteten noch mit Ei in der Spinat-Käe-Mischung, mir war das zu viel und es hat auch wunderbar ohne Ei funktioniert.
Und natürlich kann man das auch mit frischem Spinat machen, war mir aber viel zu viel Arbeit, diese Rahmspinatnuggets aus dem Tiefkühlabteil sind sehr gut dafür geeignet, vor allem, weil sie sich mit dem Thermomix wunderbar schreddern lassen und die eiskalte Spinat-Käse-Mischung lässt sich besonders gut auf dem Backpapier verstreichen.

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Hundenews:
Bixa war heute das erste Mal richtig schwimmen
Bixa geht schwimmen
Es war selbst hier auf Borkum so eklig heiß, dass es sich eigentlich nur im Wasser gut aushalten ließ
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Freitag, 11. Juli 2025
Ausruhtag und Blätterteigsnacks
Huch, plötzlich ist schon fast Mitternacht und ich habe es nicht bemerkt, weil ich gelesen habe und dabei vergeht die Zeit immer schneller als wenn man Dinge tut, zu denen man keine Lust hat. Büroarbeiten zB. können schnell dazu führen, dass Tage gefühlt 40 Stunden haben, weil man alle zwei Stunden auf die Uhr schaut und jedesmal ist der große Zeiger nur fünf Minuten weiter vorgerückt.

Beim Lesen dagegen passiert das Gegenteil, ich habe nur fünf Minuten gelesen und plötzlich ist der Tag um.

Insgesamt war heute ein entspannter Tag. Der erste Tag in dieser Woche, an dem es keinen Vormittagstermin gab, was bedeutete, ich hätte endlich wieder ausschlafen können. Trotzdem war ich schon um kurz nach 7h wach, aber immerhin konnte ich danach noch entspannt weiter im Bett rumliegen, es gab schließlich nichts, was mich hetzte.

Auch den Rest des Tages habe ich sehr ruhig verbracht, noch nicht mal zum Einkaufen hatte ich Lust, ich hatte eher ein intensives Ausruhbedürfnis.

Ich habe die Küche gründlich aufgeräumt und die Kaffeemaschine entkalkt, den Herd gewienert und ein Blätterteigrezept ausprobiert.
Das hat wunderbar funktioniert, das gibt es sicherlich demnächst öfter, weil es so herrlich einfach und schnell gemacht ist und man nichts anderes dafür braucht als ein Paket fertigen Blätterteig aus dem Kühlschrank, ein Ei(gelb) und 2-3 Löffel Bagel Everything Spice, eine Würzmischung, die ich sowieso immer auf Vorrat da habe, seit dem ich sie bei Jeanny von Zucker, Zimt und Liebe entdeckt habe.

Anleitung: Blätterteig ausrollen, die gesamt Platte mit Eigelb bestreichen und dann mit Everything Bagel Spice leicht bestreuen. Die Teigplatte mit einem Pizzaroller in ca. 2cm breite Streifen schneiden, jeden Streifen hochnehmen, einmal in der Mitte zusammenfalten (die unbehandelte Unterseite nach innen), dann zweimal in sich selbst verdrehen und fertig. Alle gedrehten Streifen auf ein Backblech legen und ca. 15 Minuten bei 200°C backen, ergibt wunderbare Snacks oder Salatbeilagen.

Foto habe ich nicht, weil wir die Dinger schneller aufgegessen hatten als ich knipsen konnte, wird es aber ganz sicher demnächst noch mal geben
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Dienstag, 6. Mai 2025
Panko und Perfektionismus
Paniermehl habe ich das letzte Mal vor ca. 30 Jahren gekauft, seitdem ich einen Thermomix habe, mache ich das selber, die perfekte Weiterverwertung von alten, hartgewordenen Brötchen.

Durch meine Liebe für japanisches Essen lernte ich dann irgendwann Panko kennen. Ein japanisches Paniermehl, was Frittiertes noch mal knuspriger und kranschiger macht. Panko schmeckt um länger besser als schnödes Paniermehl.

Natürlich dachte ich, dass ich das genauso leicht selber machen könnte, einfach die alten Brötchen nicht zu so ganz feinem Paniermehrl mahlen, sondern etwas gröbere Krümmel herstellen.
Das Ergebnis schmeckte dann wie schlecht gemahlenes Paniermehl.

Panko ist kein gröberes Paniermehl, Panko besteht eher aus federleichten, zarten Panierflocken und ich hatte lange keine Idee, wie ich das selber machen könnte.

Bis ich im Rahmen meiner manischen Kochbuchkaufereien auch das Thermomix-Sansibar-Kochbuch entdeckte, in der Sylter Sansibar nutzen sie mehrere Thermomixe (ich kenne übrigens diverse "High-End-Gastronomien", wo Thermomixe in der Produktionsküche stehen, ich habe schließlich lange genug Gastronomien beraten, so dass ich nicht nur Zugang zur Anlagenbuchhaltung hatte, sondern auch zur Küche selber und die nutzen die Dinger wirklich. Aus denselben Gründen wie ich: es sind einfach hochprofessionelle Küchengeräte.)
Wie auch immer, in dem Kochbuch steht, wie man Panko selber macht: Von einem halben, nicht mehr ganz frischen Toastbrot rundum die Rinde abschneiden, dann vierteln, in den Mixer geben und für 20 Sekunden auf Stufe 4,5 im Linkslauf häckseln.

Das Ergebnis sieht dann so aus:
Panko selbst hergestellt

Der Witz ist also, dass man bereits das noch weiche Toastbrot kleinhäckselt und nicht umgekehrt, das harte Brot zu Bröseln mahlt. Muss man ja auch erst mal drauf kommen.

Ich habe die Brotflocken dann zwei Tage trocknen lassen, heute in eine Dose gefüllt
Panko im Vorratsglas
und bin sehr zufrieden, dass ich das Geheimnis der Pankoherstellung jetzt auch endlich im Griff habe.

Außerdem habe ich wieder ein paar Sprüche aufgeschnappt. Mein Lieblingsspruch für heute:

Perfektionismus sucht nicht nach Perfektion, sondern nach Fehlern

Ich bin ja überzeugter Anhänger des Paretoprinzips kombiniert mit "Gutes Pferd springt knapp" und schon seit jeher waren mir Perfektionisten eher suspekt. Mit diesem Spruch habe ich jetzt endlich eine Erklärung dafür
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Freitag, 25. April 2025
Zimtschnecken
Grundsätzlich bin ich ja überhaupt kein "Süß-Typ", d.h. ich mag keine Schokolade, keine Pralinen, keine Sahne und eigentlich auch keinen Kuchen.
"Eigentlich", weil es ein paar Ausnahmen gibt, ich mag zB unsere Familien-Schwarzwälderkirsch-Torte, ich mag den Borkumer Butterkuchen und ich mag die Marzipantorte von Coppenrath. Zugegeben, etwas schräge Ausnahmen und ein Muster ist nur schwer zu erkennen, aber für all die Kuchen, die ich mag, gilt vor allem: ich esse sie, ohne mich anzustellen, ich kann aber auch sehr gut ohne sie leben.
Alles, was ich ansonsten an "Süßkram" mag, esse ich immer nur sehr in Maßen. 1-2 Stück und dann reicht es mir auch schon wieder. Heißhungerattacken auf irgendetwas Süßes habe ich noch nie gehabt.

Die habe ich dafür regelmäßig auf was Herzhaftes.
Mein absolutes Super-Lieblings-Soulfood-Essen ist eine Tüte Paprika Chipse von Lorenz. Ich bin hier ungemein Marken und Sorten penibel, ich esse auch andere, aber alle anderen laufen schon unter 1b und es gibt auch Chipssorten und -marken, die mag ich gar nicht.

Dies vorab zur Einordnung, denn als ich neulich in Frankfurt auf dieser Investorenkonferenz war, gab es als Zwischensnack Zimtschnecken. Normalerweise hätte ich die gar nicht erst probiert, weil ich genau weiß, dass ich all dieses "Schneckengebäck", also Rosinenschnecken oder Puddingschnecken oder was es da sonst noch so gibt, schon seit immer verweigert habe.

Aber aus irgendeinem Grund habe ich dann doch so eine Zimtschnecke probiert, sie sah ja auch anders aus als das sonstige Schneckengebäck, was ich bisher kannte, und war spontan begeistert. Diese Zimtschnecke schmeckte mir ausgesprochen gut, ich habe an den zwei Tagen in Frankfurt bestimmt vier oder fünf davon gegessen und hätte mir noch eine Tüte als Vorrat mit nach Hause genommen, wenn sie nicht schon abgeräumt gewesen waren, als mir das einfiel.

Als ich heute dann sah, dass Lidl seit neuestem Zimtschneckenbackmischungen im Sortiment hat, musste ich natürlich sofort eine Packung mitnehmen und ausprobieren, wie selbstgebackene Zimtschnecken schmecken.

Darf ich präsentieren, meine ersten selbstgebackenen Zimtschnecken:
Selbstgebackene Zimtschnecken

Das nächste Mal werden sie gleichmäßiger, ich hatte noch überhaupt kein Gefühl, was da am Ende rauskommt - aber geschmeckt haben sie auf alle Fälle schon mal sehr gut. Ich denke, ich werde das wiederholen, das nächste Mal allerdings ohne Backmischung, sondern mit Einzelzutaten nach Rezept
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