anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Sonntag, 13. November 2016
Draußen
Trotz Sonne ist es im Moment ziemlich kalt, Hoch Siegfried sorgt deutschlandweit für Temperaturen um die 0°C, gefühlt ist die Kälte aber noch viel kälter.
Ich liebe die Zeiten im November, wo kaum noch Gäste auf der Insel sind und genieße den leeren Strand,
Novemberstrand
aber bei gefühlten zweistelligen Minusgraden hat es uns doch schnell wieder ins Haus getrieben.

Beim Onkel im Garten ist die Natur auch durcheinander geraten. Apfelblüte im November ist eher jahreszeitlich untypisch, die Pilze sind dieses Jahr neu (bei uns im Garten die gleichen, Riesendinger und keiner weiß wo die herkommen), nur die Ostfriesenrose-Palme, die steht top wie immer. Dem Onkel läuft in Vorfreude schon das Wasser im Mund zusammen.(Und ich grusel mich immer, weil ich Grünkohl mal so gar nicht mag.)
Apfelblüte im November

Der Flug nach Münster hat schließlich wunderbar funktioniert, um 15.05h das eine Haus verlassen, um 16.45h das andere erreicht, bei 43 reinen Flugminuten haben wir die "block on-block off" Zeiten drumherum ziemlich "geleant". (Das war jetzt leicht verballhorntes Fliegerdeutsch, passt aber grade so gut, finde ich).
Das Wetter war aus Fliegersicht sehr gut, keine Wolken, kein Gewitter, nur schlechte Sichten wegen Dunst. Hat aber auch seine optischen Reize, mich faszinieren die Fotos von oben ja immer wieder aufs neue.

Die Wolken im unteren Bild gehören mal wieder zum Kernkraftwerk Emsland, das ansonsten im Dunst verschwunden ist
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Freitag, 11. November 2016
Rückflug
Seit einer Woche ist es nicht nur kalt, es ist auch richtig eklig nass, feucht, dunkel, kurz: wir hatten dauerhaft Schmuddelwetter.
Heute Mittag stellte K. aber spontan fest,dass das Wetter Richtung Norden deutlich besser wird und dass wir am Nachmittag sogar eine Chance haben, über den Teuto zu kommen. Sehr spontan entschieden wir also, den Flieger zu satteln und stellten einen neuen Tür-zu-Tür-Rekord auf. Unter zwei Stunden, das ist wirklich schnell, wir mussten aber auch nicht mehr tanken und hatten wenig Gepäck, so dass wir beide durch die Personenkontrolle gingen und uns damit den Schlenker über die Vereinsseite ersparten.
Auf Borkum ist es spürbar kälter als im Münsterland, dafür aber deutlich sonniger.
Bei der Landung habe ich mich wieder über die Rindviecher neben der Landebahn amüsiert, die lassen sich wirklich von nix aus der Ruhe bringen.



Der Onkel holte uns ab, so dass wir um kurz nach vier schon zu Hause waren, Sunset war heute um 16.43h, da hatten wir genug Puffer
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Montag, 3. Oktober 2016
Rückflug
Die Wetterberichte für heute waren nicht nur als Vorhersagen extremst uneinig, auch in der Rückwärtsbetrachtung wichen sie teilweise doch sehr von der selbst erlebten Realität ab, wobei aber auch die Liverealität irgendwie drei Wetterarten gleichzeitig präsentierte. Es war schon skurril.
Trotzdem haben wir einen neuen Tür-zu-Tür-Rekord aufgestellt: Um 16.30h holte uns der Onkel auf Borkum ab, um uns zum Flugplatz zu bringen - um 18.10h schloss Joscha die Haustür in Greven auf und ließ mich reinrennen, ich hatte es nämlich arg eilig, ich musste dringlich Pipi. Aber 1:40h ist schon eine wirklich gute Zeit, K. kam allerdings erst eine dreiviertel Stunde später, er hat den Flieger noch getankt und dann weggeräumt, aber da wir hin auch schon mit zwei Autos gefahren waren, mussten wir nicht mehr auf ihn warten, sondern konnten quasi ohne Zeitverzögerung Landen, Abrollen, Gepäck aus- bzw. umladen und weiterfahren.
Auf Borkum war heute noch ziemlich schönes Wetter, gut 20°C und ein mäßiger Wind, der Wetterbericht klang deutlich ungemütlicher. Beim Abflug war aber noch alles pikobello:


Über Emden war es auch noch okay, man sah aber, dass die grauen Wolken zunahmen und wir sind immer weiter runtergegangen, um da noch grade drunterherzufliegen.
Emden, Emden-Hafen, Dollart und Emsmündung landeinwärts.


Je weiter wir landeinwärts kamen, umso dichter wurden die Wolken, es gab aber gleichzeitig zwischendurch auch einzelne, knallblaue Wolkenlöcher, durch die die Sonne blitzte. Dadurch entstehen dann diese gigantischen Regenbögen, manchmal sogar zwei-drei Stück hintereinander.
Mich fasziniert es ja immer wieder aufs neue, so dicke Regenschauer von weitem und von oben zu sehen. Auf dem Bild rechts oben, wo der kleine graue Fleck bis auf den Boden reicht - das ist ein örtlicher Regenschauer. Links daneben die Meyerwerft, heute ohne fertiges Schiff und dadrunter das Münsterland mit dicken Wolken und Regenbögen.
Mit der "guten" Kamera habe ich noch viel schönere Aufnahmen gemacht, aber Bilder von einer SD-Karte sind so kompliziert hier hochzuladen. Seitdem ich das System raushabe, wie ich auf dem Handy mehrere Fotos in einer Collage zusammenfüge, die dann eben auch nur als ein Bild hochgeladen werden und vor allem dreh- und schwindelfrei sind, erscheint mir die frühere Methode, Bilder über den Rechner hochzuladen, als sehr umständlich.
Deshalb gibt es hier immer nur iPhoneFotos, aber ich denke, die Stimmung geben die auch sehr gut wieder
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Sonntag, 28. August 2016
Wetterkapriolen
Das Gewitter gestern Nacht war wirklich eines der wildesten Naturschauspiele, die ich je erlebt habe.
Regen und Sturm waren gar nicht so besonders, das gibt es ja häufiger mal, auch im Sommer und auch in Orkanstärke, aber die Blitze gestern Nacht, das war einfach nur irre.
Es hat wirklich stundenlang geblitzt und gewetterleuchtet und zeitweise war es um 2h nachts draußen so hell, dass man hätte Zeitung lesen können.
Ich habe die Bilder der Hauskamera runtergeladen und war ein ums andere Mal fasziniert. Die Kamera reagiert auf Bewegung und macht pro Bewegung zwei Bilder. Durch die enormen Helligkeitsunterschiede war es für die Kamera eine ziemlich bewegte Nacht....


Heute morgen war es dann erst schön, dann Gewitter, dann schön, dann Gewitter, und so ging es bis zum Nachmittag, dann zeigte der Wetterbericht eine einigermaßen entspannte Gesamtlage an, so dass wir uns gegen halb sechs auf den Weg zurück zum Festland gemacht haben. Trotz ziemlich starkem Wind war die Luft noch unglaublich feucht, so dass die Sichten dementsprechend miserabel waren, aber wir wollten ja auch keine Fototour machen, sondern einfach nur ohne Probleme direkt nach Münster. Hat dann auch geklappt, obwohl noch reichlich dicke und tiefhängende Wolken unterwegs waren, aber K. ist im Zickzack-Aufundab-Wellenkurs ständig rechts, links, unten und obendrüber drumherum geflogen, war schon ein rechter Achterbahnflug, aber auch irgendwie lustig.
Bilder von links nach rechts: Borkum, Emden Hafen und unten: Ibbenbüren. Der weiße Punkt unten in der Landschaft, das ist das Kraftwerk Ibbenbüren, das auch bei diesem Wetter gut am Dampf zu erkennen ist.



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Freitag, 19. August 2016
Funkanekdoten
Weil K. Privatpilot ist und wir deshalb häufiger mal mit dem Flugzeug unterwegs sind, habe ich mir auch eine Beschäftigung beim Fliegen gesucht und die Funkausbildung absolviert.
Beim Funken ist es natürlich so wie überall im Leben, es gibt einen deutlichen Unterschied zwischen Theorie und Praxis. In der Theorie ist alles sehr sorgfältig geregelt und genau vorgeschrieben, so dass es oft arg lustig ist, die Abweichungen in der Praxis zu belauschen. Es gibt sehr viele Piloten, die entweder erst ganz frisch dabei sind oder generell wenig fliegen und deshalb wenig Übung haben, weshalb sie noch viel Stress beim Fliegen haben und natürlich lieber Fehler beim Funken als beim Fliegen machen. Außer Piloten in Motorflugzeugen gibt es aber auch Segelflieger, die schon fast aus Prinzip keine Ordnung beim Funken halten, weil sie alles, was mit Motorflug zu tun hat, zutiefst verachten, und die Funkerei ist natürlich eigentlich eine reine Motorflugsache, die Segelflieger müssen nur dann mal Funken, wenn sie sich in einem Luftraum bewegen, der speziell für Motorflieger vorgesehen ist (zB rund um größere Flugplätze)
Ansonsten ist es so, dass es immer eine Bodenstation gibt, die den Flugverkehr genau beobachtet, kontrolliert und regelt und dafür sorgt, dass sich die Flieger in der Luft nicht zu nahe kommen, weshalb den Anweisungen des Fluglotsen grundsätzlich und immer zu folgen ist.
Der Funkverkehr ist also ein ganz wichtiges Sicherheitselement für Flieger und deshalb natürlich besonders ausführlich mit Regeln und Vorschriften gespickt.
§1 ist die Funkdisziplin. "Eigentlich" ist es streng verboten irgendwelche überflüssigen Dinge im Funk zu sagen. Da auf einer Funkfrequenz immer nur einer reden kann, blockiert eine fröhliche Plaudertasche natürlich die Frequenz auch für alle Not- oder Hilferufe, deshalb Grundsatzvorschrift: Nur das Nötigste sagen und das so knapp wie möglich. Dafür gibt es spezielle "Sprechgruppen", mit denen die notwendigen Informationen zu übermitteln sind. In echt klappt das natürlich selten und auch die wirklich topausgebildeten Funklotsen können sich nicht immer eines persönlichen Kommentars enthalten.
So fragte neulich ein Lotse einen Flieger: "Report your heading." Der Pilot sollte also den Kurs angeben, den er grade flog. Dafür guckt man dann auf seinen Kompass, (wenn man kein modernes Navi dabei hat) und liest den Kurs ab. Mehr als 360° ist logischerweise nicht möglich.
Der Pilot gab aber stattdessen seine Höhe durch, die immer in Fuß gemessen wird und antwortete also: "5700", was der Lotse dann spontan mit: "Wow, that's a lot of heading." kommentierte.
Über diese Antwort kichere ich seit einem halben Jahr immer wieder neu, wenn sie mir einfällt. Manchmal können die sonst oft griesgrämigen Lotsen richtig witzig sein
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Mittwoch, 10. August 2016
Regenbogengold
Heute bin ich schon um 6.15h aufgewacht und habe mich gefreut. Wie toll, so früh schon wach, dann habe ich ja eine echte Chance, dass ich aus diesem Tag endlich mal ganz viel rausquetsche, und nicht wie sonst üblich nur Reststücke, denn mehr ist nicht, wenn man erst um 9h aufwacht, bis 11h im Bett rumlümmelt und gegen 13h dann mit frühstücken fertig ist.
Heute standen die Vorzeichen sehr gut, dass es endlich mal ein ergebnisreicher Tag wird.
Im Kopf bin ich die möglichen Optionen für den Tag durchgegangen und habe sie mit der to-do-Liste abgeglichen. Um 12.30h soll ich beim Onkel sein, der hat einen Termin beim Anwalt und geht zu solchen Terminen so ungern alleine. Ansonsten? Nur relativ zeitungebundene to-dos, davon allerdings eine Menge, da ich in den letzten 14 Tagen tatsächlich so gut wie gar nichts von meiner Liste geschafft habe und so nach und nach rücken auch für die zeitungebundenen to-dos einige endgültige Fristen in bedrohliche Nähe.
Beim Drübernachgrübeln über die immer übler werdenden Zeitengpässe der vor zwei Wochen doch noch so ewig weit weg erscheinenden Einzelaufgabenabgabetermine wurde es 6.20h und plötzlich setzte ein schallendlautprasselnder Regen ein, der mich spontan so sehr ermüdete, dass ich auf der Stelle wieder einschlief und erst nach 9h wieder aufwachte.
Danach erschien es mir sinnvoller, diesen Tag von der Erwartungsliste für Produktivität zu streichen, man ärgert sich abends nur, wenn man feststellt, was man alles nicht geschafft hat, besser ist es, gleich gar nicht erst etwas schaffen zu wollen, das spart die Abendenttäuschung.

Das Wetter wechselte von Wind mit Sonne zu Sturm mit Regen zu Wind mit Sonne und immer so weiter, K. meinte, es wären ganz tolle Sichten, die Luft wäre sehr klar, wenn denn mal grade keine Regenwolke die Sicht versperrt und grundsätzlich wären das ideale Bedingungen für einen Fotorundflug, denn ich wollte immer noch mal mein Haus mit dem neuen Dach von oben bei klarer Sicht fotografieren, die bisherigen Fotos waren alle nur so "naja" geworden.
Also sind wir zu einem Rundflug aufgebrochen und K. hatte recht, wenn grade keine Wolke die Sicht versperrte war die Luft unglaublich klar, die Fotos sind toll geworden.
K. ist ein sehr geduldiger Luftfotografenpilot und hat alle meine Wünsche ohne zu Meckern befolgt: "Nimm doch mal den Flügel runter." ist dabei die am häufigsten verwendete Anweisung, was dazu führte, dass wir die Hälfte der Zeit in einer von unten sicher sehr seltsam anmutenden Kipphaltung schräg durch die Luft eierten. Aber als wir dann die zweite Runde um die Insel fertig hatten, lag vor uns nicht nur Juist, sondern auch eine dicke Regenwolke und K. meinte, wir könnten da doch mal durchfliegen, dann wäre das Flugzeug wieder sauber. Und als er stracks in diese Regenwolke flog, erschien plötzlich neben uns ein wunderschöner, riesengroßer Regenbogen. Das setzte in K. wohl irgendwelche verschütteten, westfälischen Koboldgene frei, auf alle Fälle begann er einen wilden Regenbogenslalom, immer drunterher, drumherum und obendrüber. Regenbogenfangen in der Luft ist tatsächlich ein großer Spaß und fast hätten wir den Goldtopf am Fuß gefunden, wenn er nicht jedesmal von einer weiteren Regenwolke verdeckt gewesen wäre. Fotos machen war allerdings schwierig, weil das Flugzeug nie grade in der Luft lag, sondern ständig kippte und kreiste und der Horizont immer irgendwie koppheister ging.







Spaß gemacht hat es aber auf alle Fälle
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Samstag, 16. Juli 2016
schlechtes Wetter
Eigentlich wollten wir heute nach Borkum fliegen, aber das Wetter will mal wieder nicht mitmachen.

So sieht das Flugwetter aktuell aus:



Das ist die "Gafor-Karte", aus der man sehr schnell erkennen kann, dass das keine besonders guten Bedingungen sind. Blau ist prächtig, grün okay, gelb nur noch so lala, orange schon sehr marginal und rot=x-ray, Startverbot für Sichtflieger.
Fliegen im Norden ist zwar noch nicht ganz verboten, aber auch orange muss man nicht wirklich haben, die Sichten sind einfach so mies, dass es ganz ungeheuer ist.
Wir könnten jetzt in Süden fliegen - aber wer will da schon hin?
Dann mache ich eben jetzt noch ein paar Steuererklärungen (CWs unsägliche Firmenhinterlassungen), kann ja nicht schaden, ist das auch schon mal getan und weniger Stress nächste Woche
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Dienstag, 17. Mai 2016
Rückflug
Heute war wunderbares Flugwetter, weshalb wir die große Tour über die gesamte Inselkette gemacht haben, dann über Wilhelmshaven und Ganderkese nach Münster. (Landegutscheine ablanden, dabei lernen, dass die Gutscheine für Wilhelmshaven nur für 2015 gültig waren. Dumm, dass man dafür landen muss, um das zu lernen, aber wär ja spießig, wenn man das vorher kontrollieren würde)
Hier zusammengestellt:
Juist, Juist, Juist
Norderney, Wangerooge, Ibbenbüren

Inseln in Ostfriesland

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Donnerstag, 5. Mai 2016
Kunstflug für Westfalen
Die nächsten drei Tage bin ich komplett alleine.
K. ist heute abgeflogen, um das verlängerte Wochenende für eine Kunstflugausbildung zu nutzen.
Ich hatte ihm das als Gutschein zu Weihnachten geschenkt, weil ich wusste, dass ihn das so ganz innen drin schon immer gereizt hat, aber als bodenständiger Westfale ist es ja schon ausgefallen, überhaupt einen Flugschein zu haben. Dann auch noch zuzugeben, dass man gerne auch noch Kunstflug machen würde, hmmm, das ist wirklich schon sehr abgedreht, dafür gibt es eigentlich keinen vernünftigen Grund, das ist fast wie grüne Haare oder Alphorn spielen. Also nix, was man als Westfale einfach so macht, nur weil es Spaß macht.
Aber wenn man dann so einen Gutschein hat, und der ist ja auch bezahlt, wäre also ärgerlich, das viele Geld verfallen zu lassen - und außerdem hatte ich ihm erklärt, dass ich das eher so wie einen ADAC Schleuderkurs sehe, nur in der Luft eben, also im Grunde ein sinnvolles, erweitertes Sicherheitstraining. Dann darf man auch als Westfale Kunstflug machen und sich sogar drauf freuen. Erhöht ja wirklich die Sicherheit, kann ja schließlich immer mal passieren, dass man während eines ganz normalen Überlandfluges plötzlich in die Verlegenheit gerät und einen Looping machen muss, weiß man's? Und dann ist es absolut sinnvoll, das vorher schon geübt zu haben.
Das ganze findet irgendwo in den neuen Bundesländern statt, wo die Flugschule sich einen ganzen Flugplatz für das lange Wochenende gemietet hat, und da trudeln, loopen, zischen und was weiß ich, wie die Figuren alle heißen, nun jede Menge angehende Kunstflieger vier Tage lang in der Luft rum und kotzen sich abends die Seele aus dem Leib und fallen abends wie ein Stein aus der Luft nur noch ins Bett, weil das wohl doch ziemlich anstrengend ist. K. ist also platt, aber auch sehr zufrieden und glücklich. Geht doch.

Zu so einer Kunstflugausbildung reist man natürlich standesgemäß im Flieger an - den habenn wir dann gestern abend noch auf den letzten Drücker schon mal aus Paderborn geholt, über das lange Wochenende und bei diesem tollen Wetter sind natürlich alle Flieger ausgebucht, so dass man dann schon mal etwas weiter fahren muss, um fliegen zu können....
Auf den letzten Drücker heißt, dass wir mit der untergehenden Sonne grade noch so in der erlaubten Sichtflugzeit reingekommen sind, fünf Minuten später und es wäre ein Nachtflug geworden, der aber wieder entsetzlich komplizierte Auflagen und Regularien hat, das konnten wir aber ganz knapp umgehen.
Ich mag ja diese Flüge in die untergehende Sonne, es ist immer wieder ein faszinierendes Bild, einen Sonnenuntergang aus der Luft zu beobachten.

Heute Vormittag ist K. dann von unserem Flugplatz aus gen Osten gestartet - das erste Mal seit vielen Jahren, dass wir so lange (immerhin drei Tage) getrennt sind und ich stellte fest, dass es ein ganz seltsames Gefühl ist, ihn so alleine abfliegen zu sehen.



Um mich abzulenken, bin ich anschließend auf einen Flohmarkt gefahren. Bei diesem Wetter macht das natürlich noch mal extra viel Spaß. Ich habe auch ein paar hübsche Schätze gefunden, u.a. eine 24h Armbanduhr, um die mich CW sehr beneidet hätte. Morgen gehe ich ins Büro und verschrecke die Kollegen, die bestimmt gehofft haben, dass sie sich einen entspannten Freitag machen können, denn der Rest der Geschäftsführung ist bestimmt nicht da, aber irgendwie muss ich ja meine Aktenberge loswerden
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Sonntag, 17. April 2016
Appjeflogen
Heute hat sich das Wetter bereit erklärt, K's Fluglust wenigstens nicht zu boykottieren.
Es waren zwar noch viele dicke Wolken unterwegs, einige von ihnen auch ziemlich tief, so dass wir teilweise seltsame Zickzackkurse fliegen mussten, dazu kamen böige Winde, so dass es auch durchaus bockig war unterwegs, aber insgesamt immerhin fliegbar und darauf kommt es schließlich an.
Nachdem wir ein paar Landegutscheine abgelandet hatten, haben wir dann noch den Schlenker bis Borkum gemacht, denn dafür gibt es im April auch einen Landegutschein, den hatte K. nur leider vergessen mitzunehmen. Kein weiterer Kommentar an dieser Stelle dazu, dafür ein paar Fotos:

Borkum

Der Onkel hatte das Auto vom Freitag schon ausgeladen, da mussten wir also nicht mehr helfen, deshalb nur ein kurzes "Moin und Tschüss" und weg waren wir wieder zurück nach Münster.
Ich mache die Copiloten Navigation üblicherweise mit einer App auf dem iPad, diese App ist aber gerade komplett überarbeitet und upgedated worden und ich hatte dicke Schwierigkeiten mich jetzt darin zurechtzufinden. (Selbstverständlich hatte ich vorher nicht geübt.)
Eine durchgängige Flugroute mit mehreren "waypoints" konnte ich zB nicht eingeben. (Ich weiß keinen vernünftigen deutschen Begriff für "waypoints", denn man fliegt beim Fliegen nicht einfach stumpf Luftlinie, sondern man steuert durchaus verschiedene "Wegpunkte" an, weil es auch in der Luft Grenzen und Sperrgebiete gibt.)
Egal, wir haben ja alles gefunden und sind auch heil zurückgekommen, vor dem nächsten Flugtag werde ich dann eben noch ein bisschen Air Nav Pro üben, dann klappt's noch besser
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