anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Sonntag, 19. November 2017
Sturmflug
Heute war das Wetter zwar auf dem Boden besser, zum Fliegen aber insgesamt schlechter, da deutlich mehr einzelne Gewitterwolken mit dem entsprechenden Gewitter dadrin unterwegs waren und dann ist man gezwungen einen recht seltsamen Zickzackkurs zu fliegen, um genau diese lokalen Gewitter zu umfliegen. Regen als solches ist nicht das Problem, aber Wolken eben schon, da K. ja nach wie vor nur für den Sichtflug zugelassen ist - und in Wolken gibt es keine Sicht und damit keine Zulassung für K., da einfach durchzufliegen.
Also flogen wir drumrum, was dann wieder zur Folge hat, dass man geile Bilder machen kann, wenn man direkt neben so einer Gewitterwolke herfliegt.
Zum Beispiel so eines:


Man sieht deutlich, dass über der Wolke bestes Wetter herrscht, strahlend blauer Himmel mit einigen Schäfchenwolken, die Gewitterwolke selber ist aber schon arg dicht und dunkel und sieht wirklich nicht sehr freundlich aus, dadrunter möchte man in dem Moment auch nicht unbedingt langlaufen, ich schätze, die Leute dort unten hatten ein wenig das Gefühl, die Welt geht unter.

Mit ein bisschen mehr Abstand sieht das so aus:

Die gesamte Gewitterwolke war schon relativ groß und hat eine richtige Front gebildet. Ich war deshalb auch sehr froh, dass wir da nicht durch mussten, sondern knapp nebenher vorbeifliegen konnten, um schließlich in Münster zu landen, wo das Wetter plötzlich komplett "harmlos" war (kein Wind, kein Regen, keine Wolken, man konnte sich gar nicht vorstellen, dass nur 20km weiter, hinterm Teuto, grade derart die Post abging.).

Da es aber die meiste Zeit der Strecke sehr viel Wind gab, der freundlicherweise genau von hinten kam, waren wir extrem schnell unterwegs. Einmal zeigte das Navi sogar 190 Knoten Groundspeed an, was ca. 350 km/h bedeutet und wenn man weiß, dass der Flieger sonst eine durchschnittliche Reisegeschwindigkeit von 140 Knoten (260 km/h) hat, bekommt man ein Gefühl, wie viel Rückenwind wir wirklich hatten.
Wir haben deshalb die Strecke Haustür:Haustür natürlich auch wieder in unter 100 Minuten geschafft, wobei ich dabei noch 5 Minuten vertrödelt habe, weil ich nach der Landung noch dringend als erstes auf Toilette musste. (Bitte keine Kommentare zu meinen regelmäßigen last second Toilettengehaktionen, K. erledigt das ausreichend für alle mit, das Kommentieren, meine ich).

Ansonsten habe ich heute die notwendigen Gespräche geführt, die im Ergebnis deutlich besser liefen als von mir vorher befürchtet, hier warte ich jetzt einfach mal ab, wie es weiter geht, aber ich denke, die Weichen sind positiv gestellt
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Samstag, 14. Oktober 2017
Über den Wolken
Heute war das Wetter zweigeteilt: Im Münsterland war strahlender Sonnenschein bei 25°C, wolkenloser Himmel, echtes Traumwetter - aber ab dem Emsland gab es Wolken, die Richtung Norden immer dichter wurden und über Ostfriesland einen dicken Wolkenteppich bildeten, der für Sichtflugbedingungen als "marginal" bezeichnet wird.

K. hat seine Instrumentenflugberechtigung noch nicht fertig, d.h. er darf nur VFR fliegen, also nach "visual flight rules".
Konkret heißt das, er darf nicht durch Wolken fliegen, denn in Wolken sieht man nichts, deshalb gelten dort andere Flugvorschriften, für die man eine eigene Zulassung braucht und deshalb ist es ein echtes Problem, wenn Ostrfriesland unter einem dicken Wolkenteppich liegt. Dann braucht man ein Loch in den Wolken, sonst kommt man da nicht durch.

Heute morgen war die Wolkenschicht im Norden ziemlich dicht, K. hat mit allen Plätzen in Ostrfriesland telefoniert, um Live-Wetterberichte zu bekommen, die einhellige Meinung war, vor Mittag geht hier gar nichts.

Deshalb sind wir erst gegen 15h losgeflogen, die Wetterwebcams auf Borkum zeigten stellenweise blauen Himmel und wir dachten, wir probieren es einfach. Im allerschlimmsten Fall drehen wir halt wieder um, aber wenn wir Glück haben, ist irgendwo überm Meer das Loch, das wir brauchen, und genau so war es dann auch.

Abflug in Münster, Supersichten, fast keine Wolken, alles toll


Doch je mehr wir Richtung Norden kamen, umso mehr sammelten sich die Wolken, so dass wir auf knapp 5.000 Fuß stiegen. In der Höhe war alles wolkenfrei, nur unter uns sammelten sich die Wolken immer mehr zu einem Teppich.


Ab ca. Papenburg war es eine relativ geschlossene Wolkendecke, aber wir waren schon hoch genug und genossen das Gefühl der unendlichen Freiheit, das sich über den Wolken tatsächlich einstellt, denn über uns war einfach nur noch strahlend blauer Himmel.


Als wir über der Nordsee waren, tat sich dann aber zum Glück auch das erhoffte Wolkenloch auf, so dass wir ziemlich steil abwärts schossen, schließlich mussten wir in kurzer Zeit von 5.000 Fuß bis auf sealevel zum Landen runter, Aber mit der Insel im Blick geht das alles.

Hat also gut geklappt, hier auf der Insel ist das Wetter zwar längst nicht so schön wie im Münsterland - aber morgen soll es besser werden und zum Rasen mähen war es heute noch gut genug. K. meint, das war jetzt der letzte Schnitt des Jahres, next cut next year, noch dreimal schütteln und das Jahr ist schon wieder um.

Wahnsinn
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Sonntag, 17. September 2017
Die Überführung der World Dream
Drei Wochen lag die World Dream jetzt im Außendock der Meyer Werft, neulich flogen wird ja grade über die Werft als sie frisch ausgedockt war.
Heute flogen wir wieder die Ems entlang nach Süden und konnten dabei die Überführung der World Dream live beobachten.
Die Meyer Werft hatte sogar den Überführungsplan veröffentlicht, aber darum hatten wir uns gar nicht gekümmert, es war schlicht Zufall, dass wir genau zu diesem Zeitpunkt auf der Strecke unterwegs waren.
Außer uns gab es natürlich noch sehr viele andere Schaulustige, der Deich entlang der Ems bei Leer war gut besetzt mit Leuten, obwohl das Wetter immer wieder frische Schauer parat hatte. Aber nicht nur an Land, auch in der Luft war richtig was los. Außer uns kreisten noch zwei andere Flugzeuge und eine Drohne um die World Dream, zum Glück kann man sich über Funk gut verständigen, so dass man sich nicht ins Gehege kommt.
Der NDR hat seinen Bericht schon online.
Hier nur ein Foto, die anderen packe ich in die Kommentare, damit die Startseite beim Laden nicht in die Knie geht.



Lustig finde ich ja, dass diese Riesendampfer immer rückwärts die Ems hochfahren. Sie sind rückwärts nicht nur besser manövrierbar, sondern die rückwärts drehenden Motorschrauben wirbeln noch zusätzlich Wasser unters Schiff, so dass es weniger Tiefgang hat.
Es bleibt aber natürlich Zentimeterarbeit für die Lotsen.

Und während wir so um die World Dream kreisten, sah ich plötzlich im Hintergrund, wie ein Tornado entstand.
Das war schon sehr faszinierend zu beobachten.

Gleichzeitig aber auch ein wenig unheimlich, ich glaube dieser "funnel cloud" möchte ich nicht unbedingt zu nahe kommen.

Vor allem weil wir zusehen konnten, wie das Ding ständig größer wurde.


Da über Rheine ein dickes Unwetter tobte, sind wir nach Westen ausgewichen (als wir weit genug von diesem Tornadodingens entfernt waren) und konnten so auch noch ein Foto vom Atomkraftwerk in Lingen machen, was bei den heutigen Wetterverhältnissen auch eine ganz eigene Farbgebung hatte und mal wieder den Eindruck erweckt, als wäre hier die Quelle für all die Wolken zu finden.


Hinter Lingen mussten wir aber irgendwann doch nach links Richtung Regen abbiegen, bekamen aber zum Glück nur die Ausläufer des Regengebietes noch mit.


Über Emsdetten war dann nur noch ein wunderschöner Regenbogen zu bewundern


Und kurz vor der Landung in Münster waren nur Wolken und Sonne übrig

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Mittwoch, 30. August 2017
Sonntagsbilder
Nach einem ereignislosen Bürotag, an dem mir nichts Erzählenswertes eingefallen ist, habe ich mich heute Abend noch mal an den Fotos von Sonntag gefreut.
Auf dem Rückflug sind wir mal wieder genau über die Meyer-Werft geflogen, die grade ganz frisch ihr neuestes Kreuzfahrtschiff, die "World Dream" ausgedockt hatten, und es ist auch von oben ein beeindruckend großes Monsterteil.


Nächsten Monat wird es die Ems rückwärts bis zur Nordsee hoch fahren, um von dort dann die Reise nach China anzutreten.
Wenn man sich Fluss und Schiff gleichzeitig anguckt, finde ich es jedes Mal aufs Neue wieder unglaublich, dass dieses Riesenschiff tatsächlich auf diesem schmalen Fluss fahren kann.


Der Tag schloss schließlich mit einer Landung genau in den Sonnenuntergang, die Landebahn war schon beleuchtet, das finde ich immer besonders hübsch

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Sonntag, 20. August 2017
Und vorbei
das Wochenende.
Ich mag ja Wind und Sturm sowieso viel lieber als Sonne und Schweiß, so dass ich das Inselwetter die letzten drei Tage sehr genossen habe. Gestern bin ich einmal in einen dicken Guss geraten, aber auch das war irgendwie lustig, denn ich bin wirklich sehr nass geworden:-)

Da morgen wieder ein normaler Bürotag ansteht, mussten wir heute zurück aufs Festland, spannend war der Abflug, denn es gab schon gründlich viel Wind, aber zum Glück genau von vorne, so dass der Start sogar besonders leicht war. Unten peitschte der Wind dafür das Meer auf. Von oben ist das ziemlich kabbelige Wasser gut zu erkennen.


Zwischenstopp dann mal wieder in Leer zum Tanken. Nur 15 Minuten entfernt und faszinierender Weise war es hier komplett windstill. Wir konnten es kaum glauben.
Der Anflug auf den Flugplatz in Leer ist auch stets ein tolles Fotomotiv, da es über diese Teiche geht und ich steh halt so auf Spiegelungen.


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Sonntag, 9. Juli 2017
Rückflug
Für den Rückflug haben wir uns heute die große Runde über Holland ausgesucht, immer den gleichen Weg hin und her zu fliegen, ist ja auch langweilig.
Statt direkt nach Süden sind wir heute also zunächst mal stramm nach Westen geflogen, direkt gegen die Sonne, die um 18.30h, als wir auf Borkum gestartet sind, ziemlich genau im Westen stand.
Fotos über dem Meer im Gegenlicht sehen immer wieder gut aus.


Über Texel sind wir dann links abgebogen und mussten bis unter 1500 Fuß sinken, weil da schon die Sperrzone von Schiphol beginnt, so dass wir sehr niedrig übers Ijsselmeer geflogen sind und die holländischen Windräder in voller Pracht bewundern konnten.


Dann kamen wir noch am Ketel Meer und am Ijsseloog vorbei, die runde Insel ist im Grunde nur eine Wassermüllkippe,

um von dort aus direkt Richtung FMO zu steuern, wo heute so wenig los war, dass wir schon 10 Meilen vorm Platz die Landefreigabe erhielten.

In Summe ein gelungenes Wochenende, viel erledigt, aber auch viel erlebt, so kann es gerne immer sein
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Montag, 5. Juni 2017
Helgoland
Wir haben es tatsächlich gemacht, wir sind heute zu viert nach Helgoland geflogen und nicht nur heil gelandet, sondern am Abend problemlos auch wieder gestartet, es hat also alles tadellos geklappt, so dass es insgesamt ein wirklich toller Tag mit faszinierenden Eindrücken und Erlebnissen war.
Ich war zwar schon oft auf Helgoland, trotzdem ist es jedesmal wieder aufs Neue ein Erlebnis und jedesmal aufs Neue muss ich tausend Fotos machen, weil es einfach so viel zu gucken zu bestaunen gibt.

Hier nur die ersten zwei - alle anderen in den Kommentaren, damit die Startseite beim Laden nicht in die Knie geht.





Eigentlich war das Wetter nicht so toll, wie die Farben es hier vermuten lassen - liegt aber auch an Helgoland, das knallt halt immer
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Sonntag, 26. März 2017
Sonntag
Der Tag war ruhig und friedlich, nach einem zeitumstellungsbedingt recht späten Frühstück habe ich mit J. gemeinsam die Bettdecken und Kissen, die Vater benutzt hatte, in den Fahrradanhänger verladen und zum Onkel gekarrt, der eine große Gewerbewaschmaschine hat und das alles durchwaschen wird.
Vorm Haus des Onkels roch es intensiv nach Haschisch und J. und ich zogen wie zwei schnüffelnde Drogenhunde am und ums Haus herum, konnten aber die Quelle nicht orten. Der Onkel selber versicherte ernsthaft, er baut keinen Hanf an. - Es roch trotz, alles sehr schräg.
Am Nachmittag ging J. zur Fähre und zwei Stunden später holte der Onkel mich ab, um mich zum Flugplatz zu bringen, seit heute ist der Platz wieder bis 19h geöffnet, K. war um 18h in Münster losgeflogen, um mich abzuholen. Kurz nachdem wir am Flugplatz auf Borkum angekommen waren, schwebte auch K. herein, einsteigen und gleich wieder los - so habe ich heute die Zeit von Haustür zu Haustür auf unter 100 Minuten drücken können. Ausgesprochen komfortable Inselpendelei.
Beim Start scheuchte er einen großen Gänseschwarm auf.



Das Wetter heute war deutlich wolkiger als gestern, K. hatte sich auf dem Hinflug etwas mühsam unter den Wolken durchgequält, so dass er beim Rückflug gleich energisch stieg und wir ruckzuck, nämlich schon mit 2.500 Fuß, über den Wolken waren.



Die Wolken waren aber nur überm Wasser, überm Festland hörten sie wie abgeschnitten wieder auf, dort war es dafür ausgesprochen dunstig, die Fotos wurden trotzdem toll:



Ankunft in Münster schließlich pünktlich zum Sunset


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Sonntag, 12. März 2017
Himmelsfarben
Der Flug gestern war unspektakulär, die Sichten waren leicht diesig, deshalb nicht gut für Fotos, dafür waren die Flugbedingungen gut, was ja auch schon immer eine Menge wert ist.
Der Flug heute war in zwei Punkten etwas besonderes: zum einen habe ich einen neuen Rekord aufgestellt, was die Zeit von Hautür zu Haustür angeht, 107 Minuten.
Jetzt strebe ich natürlich eine Zeit unter 100 Minuten an, was wir heute hätten schaffen können, wenn wir nicht beim Abflug und nach der Landung noch so rumgetrödelt hätten.
Die Fähre, mit der ich sonst gefahren wäre, lag noch im Hafen, als wir schon in der Luft waren.



Und anschließend gab es heute die faszinierendsten Himmelsfarben unterwegs, ich konnte gar nicht mehr aufhören zu knipsen.



Noch mehr Fotos folgen in den Kommentaren
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Sonntag, 15. Januar 2017
Schneepflug
Winterrundflug




K. wollte heute einfach nur so ein paar Platzrunden (Rundflüge in Flugplatznähe, also nirgendwohin, nur immer im Kreis) mit dem Flieger drehen, weil er seit über vier Wochen nicht geflogen ist und das Wetter absolut flugtauglich war.
Ich habe die Gelegenheit genutzt, mich mit dem Flieger mal eben nach Bielefeld bringen zu lassen, mit Ziel ist fliegen doch deutlich sinnvoller, finde ich.
Zurück ist jetzt etwas komplizierter, aber es war ein netter Tag und der Ausflug hat sich gelohnt
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