Freitag, 7. August 2026
Baustellentermin und Bastelzubehöreinkauf
anje, 20:46h
K hatte den Wecker für heute auf 6h gestellt, eine Uhrzeit, die für mich schon immer mitten in der Nacht lag, aber seitdem ich überhaupt keine geregelten Arbeitszeiten mehr habe, ist die Uhrzeit noch viel unwirklicher.
Aber hilft ja nicht, wenn man um 8.30h auf der Baustelle sein muss, heißt es Abfahrt um 7h und nur für Wachwerden, Kaffeetrinken, Duschen, Anziehen und Mitnahme-Proviant vorbereiten ist die eine Stunde zwischen Weckerklingeln und geplanter Abfahrt sehr knapp bemessen.
Wir fuhren um 7.15h ab und waren um 8.29h auf der Baustelle.
Der Architekt war schon da, die Fliesenleger auch, der Estrichleger und der Parkettleger trafen kurz nach uns ein und wir besprachen die Problematiken.
Ergebnis: Ja, es fehlen wirklich zwischen 0,5-1cm Bodenaufbau, alle denken sich jetzt eine Lösung aus und machen Vorschläge.
Der Parkettleger schickt nächste Woche zunächst mal nur einen Mann, der den Boden im Schlafzimmer legen wird, weil hier Ende August die Möbel kommen und es deshalb dringlich ist, dass dieser Raum fertig ist, die restlichen Räume werden geschoben, bis wir eine Lösung für die Höhenunterschiede haben.
Die Fliesenleger freuten sich über den Zeitaufschub, denn damit haben sie etwas mehr Zeit, das Bad in der ersten Etage fertig zu fliesen. Der Parkettleger sagte, er könne uns jetzt aber nicht versprechen, wann seine Jungs das nächste Mal Zeit haben, schließlich war die kommende Woche exklusiv für uns reserviert und der Estrichleger meinte, er könne eigentlich nichts tun, weil 5mm Differenz gehört in seinem Gewerk zu den Normschwankungen.
Ich denke, wir warten jetzt erst mal ab, wie das Schlafzimmer nachher aussieht und für den Rest findet sich auch eine Lösung.
Die Galabauer haben draußen die Erde aufgefüllt und die zu pflasternden Wege geschottert, plötzlich nimmt der Garten Struktur an und man kann sich vorstellen, wie es nachher aussehen wird.
Gegen Mittag war auf der Baustelle nichts mehr zu besprechen und wir fuhren nach Paderborn, wo eine Dame zwei Seepferdskulturen verkaufte. Sie sind mit über einem Meter Höhe angenehm groß und nicht zu übersehen, allerdings sind sie aus Holz und ich weiß nicht, wie wetterfest sie sind, aber da ich für zwei Skulpturen jetzt so viel bezahlt habe wie für einen schönen Blumenstrauß, haben sie sich ja schon rentiert, wenn sie nur 14 Tage lang draußen im Garten schön aussehen. Man muss nur die passenden Verhältnisse vergleichen.
Von Paderborn nach Greven fährt man wieder über Rheda, dort brachten wir die Seepferde sofort in die Vorratsgarage, dann fuhren wir zur Hundewiese an der Ems, wo Bixa diesmal viel Spaß am Wasser hatte und zum Schluss sogar richtig weit rausschwamm, um ein Stöckchen zu holen, was K entsprechend weit in die Ems geworfen hatte.
K ist sehr stolz auf seinen frisch gebackenen Schwimmhund, das Saisonabschluss-Hundeschwimmen im Freibad ist jetzt schon fest gebucht.
Dann waren wir noch einkaufen und ich bat um einen Zwischenstopp bei Action, was mein neues Einkaufsparadies für Bastelartikel aller Art ist.
Dort gibt es nämlich zur Zeit ein Leuchttischtablett für unter 20€. Eines habe ich neulich schon gekauft und sofort mit nach Borkum geschleppt habe, um es dort auszuprobieren. Es ist richtig super, deshalb wollte ich heute gerne ein zweites haben.
Als ich Mitte der 90er Motivstempel als Kreativmedium entdeckte, entwickelte sich daraus eine ziemlich ausufernde Leidenschaft, für die ich nicht nur Unmengen an Stempeln benötigte, sondern auch Riesenmengen an Papier und Farben und Stifte und überhaupt Zubehör und Werkzeuge aller Art.
Ungefähr zehn Jahre lang habe ich dieses Hobby wirklich exzessiv betrieben und in dieser Zeit auch wirklich exzessiv Zubehör eingekauft. Wenn man sich in der Szene bewegt, gewöhnt man sich an die Preise, es gab wenig Alternativen zu den speziellen Fachhändlern und dann sind die Preise eben wie sie sind.
Dann habe ich vor 18 Jahren alles hingeworfen und ein komplett neues Leben begonnen und mich grob gesagt fast 18 Jahre nicht mehr mit diesem Hobby beschäftigt, oder zumindest nichts mehr dafür eingekauft.
Jetzt fange ich wieder an, mich dafür zu interessieren und staune Bauklätze, wie billig alles geworden ist.
Für ganz viele Produkte haben sich die Preise sozusagen auf ein Flohmarktniveau begeben.
Was war gutes Papier/Karton damals teuer. - Heute bekomme ich einen DIN A 4 Aquarellblock für 99 cent.
Und Farben. Und Stifte. Ein guter Filzstift kostete locker 2-3€ - EIN Stift. - Heute bekomme ich einen ganzen Farbkasten dafür und die Qualität ist super.
Scheren, was haben wir ein Geld ausgegeben für gute Scheren. - Bei Action gibt es eine wirklich phantastische Schneiderschere für 2,49€, weniger als 10% dessen, was wir damals "normal" fanden.
So geht es in einem fort und ich verfalle jedesmal in einen Einkaufsrausch, wenn ich in so einen Actionladen gehe, einfach weil ich immer noch die alten Preise im Kopf habe und alles, was es dort gibt für das absolute Superschnäppchen halte bzw. es fällt jede natürliche, preisbedingte Zurückhaltung, eben weil gefühlt ja alles quasi "nichts mehr" kostet.
Heute habe ich mir also ein zweites, DIN A3 großes Leuchttischtablett gekauft, was im übrigen um Längen besser funktioniert als mein alter "Originalleuchttisch", den ich vor 25 Jahren einem technischen Zeichner für irgendeinen sehr günstigen, dreistelligen Betrag gebraucht abgekauft hatte, aus Platzgründen vor 18 Jahren aber nicht mit nach Greven genommen habe
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Aber hilft ja nicht, wenn man um 8.30h auf der Baustelle sein muss, heißt es Abfahrt um 7h und nur für Wachwerden, Kaffeetrinken, Duschen, Anziehen und Mitnahme-Proviant vorbereiten ist die eine Stunde zwischen Weckerklingeln und geplanter Abfahrt sehr knapp bemessen.
Wir fuhren um 7.15h ab und waren um 8.29h auf der Baustelle.
Der Architekt war schon da, die Fliesenleger auch, der Estrichleger und der Parkettleger trafen kurz nach uns ein und wir besprachen die Problematiken.
Ergebnis: Ja, es fehlen wirklich zwischen 0,5-1cm Bodenaufbau, alle denken sich jetzt eine Lösung aus und machen Vorschläge.
Der Parkettleger schickt nächste Woche zunächst mal nur einen Mann, der den Boden im Schlafzimmer legen wird, weil hier Ende August die Möbel kommen und es deshalb dringlich ist, dass dieser Raum fertig ist, die restlichen Räume werden geschoben, bis wir eine Lösung für die Höhenunterschiede haben.
Die Fliesenleger freuten sich über den Zeitaufschub, denn damit haben sie etwas mehr Zeit, das Bad in der ersten Etage fertig zu fliesen. Der Parkettleger sagte, er könne uns jetzt aber nicht versprechen, wann seine Jungs das nächste Mal Zeit haben, schließlich war die kommende Woche exklusiv für uns reserviert und der Estrichleger meinte, er könne eigentlich nichts tun, weil 5mm Differenz gehört in seinem Gewerk zu den Normschwankungen.
Ich denke, wir warten jetzt erst mal ab, wie das Schlafzimmer nachher aussieht und für den Rest findet sich auch eine Lösung.
Die Galabauer haben draußen die Erde aufgefüllt und die zu pflasternden Wege geschottert, plötzlich nimmt der Garten Struktur an und man kann sich vorstellen, wie es nachher aussehen wird.
Gegen Mittag war auf der Baustelle nichts mehr zu besprechen und wir fuhren nach Paderborn, wo eine Dame zwei Seepferdskulturen verkaufte. Sie sind mit über einem Meter Höhe angenehm groß und nicht zu übersehen, allerdings sind sie aus Holz und ich weiß nicht, wie wetterfest sie sind, aber da ich für zwei Skulpturen jetzt so viel bezahlt habe wie für einen schönen Blumenstrauß, haben sie sich ja schon rentiert, wenn sie nur 14 Tage lang draußen im Garten schön aussehen. Man muss nur die passenden Verhältnisse vergleichen.
Von Paderborn nach Greven fährt man wieder über Rheda, dort brachten wir die Seepferde sofort in die Vorratsgarage, dann fuhren wir zur Hundewiese an der Ems, wo Bixa diesmal viel Spaß am Wasser hatte und zum Schluss sogar richtig weit rausschwamm, um ein Stöckchen zu holen, was K entsprechend weit in die Ems geworfen hatte.
K ist sehr stolz auf seinen frisch gebackenen Schwimmhund, das Saisonabschluss-Hundeschwimmen im Freibad ist jetzt schon fest gebucht.
Dann waren wir noch einkaufen und ich bat um einen Zwischenstopp bei Action, was mein neues Einkaufsparadies für Bastelartikel aller Art ist.
Dort gibt es nämlich zur Zeit ein Leuchttischtablett für unter 20€. Eines habe ich neulich schon gekauft und sofort mit nach Borkum geschleppt habe, um es dort auszuprobieren. Es ist richtig super, deshalb wollte ich heute gerne ein zweites haben.
Als ich Mitte der 90er Motivstempel als Kreativmedium entdeckte, entwickelte sich daraus eine ziemlich ausufernde Leidenschaft, für die ich nicht nur Unmengen an Stempeln benötigte, sondern auch Riesenmengen an Papier und Farben und Stifte und überhaupt Zubehör und Werkzeuge aller Art.
Ungefähr zehn Jahre lang habe ich dieses Hobby wirklich exzessiv betrieben und in dieser Zeit auch wirklich exzessiv Zubehör eingekauft. Wenn man sich in der Szene bewegt, gewöhnt man sich an die Preise, es gab wenig Alternativen zu den speziellen Fachhändlern und dann sind die Preise eben wie sie sind.
Dann habe ich vor 18 Jahren alles hingeworfen und ein komplett neues Leben begonnen und mich grob gesagt fast 18 Jahre nicht mehr mit diesem Hobby beschäftigt, oder zumindest nichts mehr dafür eingekauft.
Jetzt fange ich wieder an, mich dafür zu interessieren und staune Bauklätze, wie billig alles geworden ist.
Für ganz viele Produkte haben sich die Preise sozusagen auf ein Flohmarktniveau begeben.
Was war gutes Papier/Karton damals teuer. - Heute bekomme ich einen DIN A 4 Aquarellblock für 99 cent.
Und Farben. Und Stifte. Ein guter Filzstift kostete locker 2-3€ - EIN Stift. - Heute bekomme ich einen ganzen Farbkasten dafür und die Qualität ist super.
Scheren, was haben wir ein Geld ausgegeben für gute Scheren. - Bei Action gibt es eine wirklich phantastische Schneiderschere für 2,49€, weniger als 10% dessen, was wir damals "normal" fanden.
So geht es in einem fort und ich verfalle jedesmal in einen Einkaufsrausch, wenn ich in so einen Actionladen gehe, einfach weil ich immer noch die alten Preise im Kopf habe und alles, was es dort gibt für das absolute Superschnäppchen halte bzw. es fällt jede natürliche, preisbedingte Zurückhaltung, eben weil gefühlt ja alles quasi "nichts mehr" kostet.
Heute habe ich mir also ein zweites, DIN A3 großes Leuchttischtablett gekauft, was im übrigen um Längen besser funktioniert als mein alter "Originalleuchttisch", den ich vor 25 Jahren einem technischen Zeichner für irgendeinen sehr günstigen, dreistelligen Betrag gebraucht abgekauft hatte, aus Platzgründen vor 18 Jahren aber nicht mit nach Greven genommen habe
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Donnerstag, 6. August 2026
Reisetag
anje, 19:44h
Der Estrich ist zu dünn ausgeführt worden, es fehlen 5mm und weil das ein Problem gibt, wenn die Anschlüsse und Übergänge in den Räume und zur Treppe nicht passen, gibt es morgen früh um 8.30h einen Termin mit den beiden Bodenlegern (Fliese und Holz) und dem Estrichleger.
Der wurde gestern vereinbart, deshalb sind wir heute Nachmittag wieder nach Greven geflogen, um morgen früh pünktlich in Rheda bei dem Termin dabei sein zu können.
Wir waren jetzt also vier Tage auf Borkum - und haben einen neuen Rekord aufgestellt, denn wir waren die gesamten vier Tage nicht einmal einkaufen.
Das hat es noch nie gegeben, aber es war so warm und überall sind so komische Leute, wir hatten einfach keine Lust, uns unter Menschen zu begeben und haben deshalb sogar auf Einkaufen verzichtet.
Diese fehlende Einkaufslust war eine gute Gelegenheit, jede Menge Lagerbestände zu verarbeiten, die Vorräte sind jetzt deutlich aufgeräumter.
In Greven angekommen haben wir eben nur ein frisches Brot gekauft, alles andere ist hier auch noch im Haus.
Obwohl oder weil ich die letzten Male nur eine sehr kleine Kühltasche mit hin- und hergeschleppt habe, stelle ich erstaunt fest, dass es sogar ganz angenehm sein kann, wenn man nicht so eine Riesenauswahl im Kühlschrank hat, man muss dann nicht überlegen, was man gerne essen möchte, sondern isst eben einfach das, was da ist.
Ein für mich neues Konzept, aber als Abwechslung und vor allem als Reiseerleichterung gar nicht so verkehrt
Ansonsten habe ich mich heute mit Buchhaltung am PC beschäftigt und natürlich wieder ein Haus abreisefertig geputzt
.
Der wurde gestern vereinbart, deshalb sind wir heute Nachmittag wieder nach Greven geflogen, um morgen früh pünktlich in Rheda bei dem Termin dabei sein zu können.
Wir waren jetzt also vier Tage auf Borkum - und haben einen neuen Rekord aufgestellt, denn wir waren die gesamten vier Tage nicht einmal einkaufen.
Das hat es noch nie gegeben, aber es war so warm und überall sind so komische Leute, wir hatten einfach keine Lust, uns unter Menschen zu begeben und haben deshalb sogar auf Einkaufen verzichtet.
Diese fehlende Einkaufslust war eine gute Gelegenheit, jede Menge Lagerbestände zu verarbeiten, die Vorräte sind jetzt deutlich aufgeräumter.
In Greven angekommen haben wir eben nur ein frisches Brot gekauft, alles andere ist hier auch noch im Haus.
Obwohl oder weil ich die letzten Male nur eine sehr kleine Kühltasche mit hin- und hergeschleppt habe, stelle ich erstaunt fest, dass es sogar ganz angenehm sein kann, wenn man nicht so eine Riesenauswahl im Kühlschrank hat, man muss dann nicht überlegen, was man gerne essen möchte, sondern isst eben einfach das, was da ist.
Ein für mich neues Konzept, aber als Abwechslung und vor allem als Reiseerleichterung gar nicht so verkehrt
Ansonsten habe ich mich heute mit Buchhaltung am PC beschäftigt und natürlich wieder ein Haus abreisefertig geputzt
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Mittwoch, 5. August 2026
Taco und Nacho
anje, 17:25h
In der Welt der Finanzmenschen sind Akronyme ungemein beliebt, alle möglichen Trends oder Strategien werden mit lustigen Namen belegt, vielleicht ist die Hoffnung dahinter, auf diese Art nicht ganz so abgefuckt und spaßbefreit rüberzukommen, wie es bei Finanzleuten ja leider sehr häufig der Fall ist.
Wie auch immer, zwei der neueren Begriffe finde ich grade sehr lustig, es gibt nämlich eine Investstrategie, die auf "Taco" setzt und eine andere heißt jetzt "Nacho".
Taco steht für "Trumps always chickens out" und meint soviel, dass Trump seine wilden Drohungen eh nie ernsthaft durchsetzt, so dass man immer dann kaufen soll, wenn die Märkte grade mal wieder einbrechen, weil Trump irgendwelche bekloppten Zölle oder was weiß ich welche Sanktionen gegen irgendwen ankündigt. Weil Trump ja sowieso wieder einen Rückzieher macht werden, die Märkte auch wieder steigen. Taco markiert also die perfekten Kaufgelegenheiten und bisher konnte man mit Taco ziemlich zuverlässig Geld gewinnen.
Nacho dagegen steht für "Not a chance Hormus opens" und das bedeutet, dass man besser nicht auf fallende Rohstoffpreise und alles, was damit in Verbindung steht und gut für die Wirtschaft samt ihrer Börsenpreise ist, setzen sollte, eben weil es extrem unwahrscheinlich ist, dass die Straße von Hormus (jemals?) wieder frei passierbar sein wird.
Aktuell steigen die Börsen grade wie bekloppt, weil alle glauben, dass die Amis sich mit den Iranern auf irgendwas einigen werden, ich bin da eher Team Nacho, weil ich mir überhaupt nicht vorstellen kann, dass die Iranis ihren einzigen Trumpf aufgeben, gleichzeitig bin ich aber auch nicht mutig genug, alles zu verkaufen und auf einen Taco-Einstieg zu warten, so dass ich mich für die psychologisch sicherste Lösung entschieden habe: Ich guck nicht hin.
Obwohl, so ganz stimmt das nicht, ich schaue schon hin, es ist allerdings eher so ein durch die Finger linsen und dabei ungläubig auf die aktuelle Depotentwicklung starren, eigentlich kann das alles nicht gutgehen, denn es fehlt jede Substanz dahinter. Aber es ist gleichzeitig auch ein Gefühl wie Achterbahnfahren, während man den steilen Berg hochjagt, wartet man schon auf die irre Schussfahrt ins Tal danach.
Zur Finanzierung des Neubaus habe ich schon früh begonnen, Positionen aus meinem Depot zu verkaufen, um die Liquidität dann als verzinstes Festgeld zu parken, weil nichts ärgerlicher ist, als Aktien zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen zu müssen, nur weil man grade Liquidität braucht.
Alle Verkäufe habe ich in eine Watchlist mit dem Titel "verkaufte Aktien" eingetragen. Diese Watchlist ist zum einen das beruhigende Gegengewicht, wenn es wieder bergab geht, denn je weiter diese Liste ins Minus rutscht, umso mehr kann ich mich selber darüber freuen, dass ich diese Verluste alle nicht mehr mitnehme. Sie ist aber auch meine persönliche Selbstbestätigungsmaschine, wenn ich ein bisschen Aufmunterung brauche, denn sie ist wirklich auch bei den aktuellen Börsenständen immer noch mit einem angenehm hohen, fünfstelligen Betrag im Minus, und dann freue ich mich darüber, dass ich per Saldo wirklich alles richtig gemacht habe.
Klar habe ich auch Gewinne liegengelassen. Dieser Fonds mit der künstlichen Intelligenz, den ich im Februar diesen Jahres verkauft habe, weil ich Angst vor der KI-Blase hatte (und habe), der ist natürlich im letzten halben Jahr noch mal um fast 20% gestiegen, diese Gewinne habe ich also nicht mehr mitgenommen, weil ich kalte Füße bekommen habe.
Das ist aber auch der einzige, der seit dem Verkauf noch nennenswert gestiegen ist. Alle anderen sind entweder sogar gefallen oder nur so gering gestiegen, dass sie noch nicht mal den Zinsertrag, den ich in der Zwischenzeit aus dem angelegten Festgeld verdient habe, kompensieren. Hier freue ich mich also jedesmal darüber, dass ich die Dinger los bin.
Mein persönlicher Lieblingswert ist allerdings unverändert Rheinmetall.
Ich habe kurz nach Ausbruch der Corona Pandemie für 5000€ Rheinmetall-Aktien gekauft, weil ich mir damals dachte, dass so eine Pandemie ganz schön gefährlich für den globalen Frieden sein kann. Aufstände, Bürgerkriege, ich hielt das durchaus für wahrscheinlich und die Rheinmetall-Aktie war (so wie alle Aktien kurz nach Ausbruch der Pandemie) auch noch gefallen, ich nutzte also den guten Einstiegszeitpunkt und habe mich dann nicht weiter darum gekümmert.
Knapp zwei Jahre später war die Aktie dann von 60€ auf 90€ gestiegen, ich hatte also schon 50% Plus und freute mich.
Naja, und dann kam der Ukrainekrieg und die Aktie ging komplett durch die Decke.
Man kann also sagen, ich bin ein echter Kriegsgewinnler.
Verkauft habe ich meine komplette Position vor ungefähr einem Jahr, für knapp das 30fache dessen, was ich fünf Jahre vorher dafür bezahlt hatte, weil ich auch hier Sorge hatte, dass dieser abgedreht hohe Kurs auf Dauer nicht zu halten ist.
Danach ist die Aktie zunächst noch weiter gestiegen, aber die letzten 10% gönnt man immer seinem Nachfolger und seit Februar diesen Jahres ging es nur noch bergab. Vor rund einem Monat war sie sogar mal fast 50% unter ihrem Höchststand von letztem Jahr. Ich schaue mir die Werte immer in meiner Watchlist der verkauften Aktien an und freue mich, dass ich wirklich den fast perfekten Ausstiegszeitpunkt gefunden habe.
Dadurch, dass ich ungefähr die Hälfte meines Depots verkauft habe, um die Liquidität gegen ein Wohnhaus in Rheda zu tauschen, habe ich für mich persönlich die perfekte Balance gefunden, um mich über jede Entwicklung der Börsenkurse freuen zu können: Geht es nach oben, freue ich mich, weil ich ja immer noch dabei bin, geht es nach unten, freue ich mich, weil ich immerhin die Hälfte rechtzeitig in Sicherheit gebracht habe.
Und weil ich außerdem mein Depot inzwischen mit einem starken Schwerpunkt auf Dividendenaktien strukturiert habe, können mir die Börsenschwankungen sowieso fast egal sein, da substanzstarke Dividendenwerte auch ausschütten, wenn der Kurs eingebrochen ist.
Meine aktiven Zeiten am Finanzmarkt sind also ganz sicher vorbei, ich bin im Grunde nur noch ein relativ gut abgesicherter Beobachter und auch wenn ich Taco und Nacho echt witzig finde, so bin ich doch sehr froh, dass ich das alles komplett meinungslos an mir vorbeiziehen lassen kann
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Wie auch immer, zwei der neueren Begriffe finde ich grade sehr lustig, es gibt nämlich eine Investstrategie, die auf "Taco" setzt und eine andere heißt jetzt "Nacho".
Taco steht für "Trumps always chickens out" und meint soviel, dass Trump seine wilden Drohungen eh nie ernsthaft durchsetzt, so dass man immer dann kaufen soll, wenn die Märkte grade mal wieder einbrechen, weil Trump irgendwelche bekloppten Zölle oder was weiß ich welche Sanktionen gegen irgendwen ankündigt. Weil Trump ja sowieso wieder einen Rückzieher macht werden, die Märkte auch wieder steigen. Taco markiert also die perfekten Kaufgelegenheiten und bisher konnte man mit Taco ziemlich zuverlässig Geld gewinnen.
Nacho dagegen steht für "Not a chance Hormus opens" und das bedeutet, dass man besser nicht auf fallende Rohstoffpreise und alles, was damit in Verbindung steht und gut für die Wirtschaft samt ihrer Börsenpreise ist, setzen sollte, eben weil es extrem unwahrscheinlich ist, dass die Straße von Hormus (jemals?) wieder frei passierbar sein wird.
Aktuell steigen die Börsen grade wie bekloppt, weil alle glauben, dass die Amis sich mit den Iranern auf irgendwas einigen werden, ich bin da eher Team Nacho, weil ich mir überhaupt nicht vorstellen kann, dass die Iranis ihren einzigen Trumpf aufgeben, gleichzeitig bin ich aber auch nicht mutig genug, alles zu verkaufen und auf einen Taco-Einstieg zu warten, so dass ich mich für die psychologisch sicherste Lösung entschieden habe: Ich guck nicht hin.
Obwohl, so ganz stimmt das nicht, ich schaue schon hin, es ist allerdings eher so ein durch die Finger linsen und dabei ungläubig auf die aktuelle Depotentwicklung starren, eigentlich kann das alles nicht gutgehen, denn es fehlt jede Substanz dahinter. Aber es ist gleichzeitig auch ein Gefühl wie Achterbahnfahren, während man den steilen Berg hochjagt, wartet man schon auf die irre Schussfahrt ins Tal danach.
Zur Finanzierung des Neubaus habe ich schon früh begonnen, Positionen aus meinem Depot zu verkaufen, um die Liquidität dann als verzinstes Festgeld zu parken, weil nichts ärgerlicher ist, als Aktien zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen zu müssen, nur weil man grade Liquidität braucht.
Alle Verkäufe habe ich in eine Watchlist mit dem Titel "verkaufte Aktien" eingetragen. Diese Watchlist ist zum einen das beruhigende Gegengewicht, wenn es wieder bergab geht, denn je weiter diese Liste ins Minus rutscht, umso mehr kann ich mich selber darüber freuen, dass ich diese Verluste alle nicht mehr mitnehme. Sie ist aber auch meine persönliche Selbstbestätigungsmaschine, wenn ich ein bisschen Aufmunterung brauche, denn sie ist wirklich auch bei den aktuellen Börsenständen immer noch mit einem angenehm hohen, fünfstelligen Betrag im Minus, und dann freue ich mich darüber, dass ich per Saldo wirklich alles richtig gemacht habe.
Klar habe ich auch Gewinne liegengelassen. Dieser Fonds mit der künstlichen Intelligenz, den ich im Februar diesen Jahres verkauft habe, weil ich Angst vor der KI-Blase hatte (und habe), der ist natürlich im letzten halben Jahr noch mal um fast 20% gestiegen, diese Gewinne habe ich also nicht mehr mitgenommen, weil ich kalte Füße bekommen habe.
Das ist aber auch der einzige, der seit dem Verkauf noch nennenswert gestiegen ist. Alle anderen sind entweder sogar gefallen oder nur so gering gestiegen, dass sie noch nicht mal den Zinsertrag, den ich in der Zwischenzeit aus dem angelegten Festgeld verdient habe, kompensieren. Hier freue ich mich also jedesmal darüber, dass ich die Dinger los bin.
Mein persönlicher Lieblingswert ist allerdings unverändert Rheinmetall.
Ich habe kurz nach Ausbruch der Corona Pandemie für 5000€ Rheinmetall-Aktien gekauft, weil ich mir damals dachte, dass so eine Pandemie ganz schön gefährlich für den globalen Frieden sein kann. Aufstände, Bürgerkriege, ich hielt das durchaus für wahrscheinlich und die Rheinmetall-Aktie war (so wie alle Aktien kurz nach Ausbruch der Pandemie) auch noch gefallen, ich nutzte also den guten Einstiegszeitpunkt und habe mich dann nicht weiter darum gekümmert.
Knapp zwei Jahre später war die Aktie dann von 60€ auf 90€ gestiegen, ich hatte also schon 50% Plus und freute mich.
Naja, und dann kam der Ukrainekrieg und die Aktie ging komplett durch die Decke.
Man kann also sagen, ich bin ein echter Kriegsgewinnler.
Verkauft habe ich meine komplette Position vor ungefähr einem Jahr, für knapp das 30fache dessen, was ich fünf Jahre vorher dafür bezahlt hatte, weil ich auch hier Sorge hatte, dass dieser abgedreht hohe Kurs auf Dauer nicht zu halten ist.
Danach ist die Aktie zunächst noch weiter gestiegen, aber die letzten 10% gönnt man immer seinem Nachfolger und seit Februar diesen Jahres ging es nur noch bergab. Vor rund einem Monat war sie sogar mal fast 50% unter ihrem Höchststand von letztem Jahr. Ich schaue mir die Werte immer in meiner Watchlist der verkauften Aktien an und freue mich, dass ich wirklich den fast perfekten Ausstiegszeitpunkt gefunden habe.
Dadurch, dass ich ungefähr die Hälfte meines Depots verkauft habe, um die Liquidität gegen ein Wohnhaus in Rheda zu tauschen, habe ich für mich persönlich die perfekte Balance gefunden, um mich über jede Entwicklung der Börsenkurse freuen zu können: Geht es nach oben, freue ich mich, weil ich ja immer noch dabei bin, geht es nach unten, freue ich mich, weil ich immerhin die Hälfte rechtzeitig in Sicherheit gebracht habe.
Und weil ich außerdem mein Depot inzwischen mit einem starken Schwerpunkt auf Dividendenaktien strukturiert habe, können mir die Börsenschwankungen sowieso fast egal sein, da substanzstarke Dividendenwerte auch ausschütten, wenn der Kurs eingebrochen ist.
Meine aktiven Zeiten am Finanzmarkt sind also ganz sicher vorbei, ich bin im Grunde nur noch ein relativ gut abgesicherter Beobachter und auch wenn ich Taco und Nacho echt witzig finde, so bin ich doch sehr froh, dass ich das alles komplett meinungslos an mir vorbeiziehen lassen kann
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Dienstag, 4. August 2026
Was ist Wohlstand
anje, 23:04h
Ich habe heute aus dem Hotel Matze die Folge mit Ulrike Herrmann gehört, hier der YouTube Link dazu
https://youtu.be/Li8jOBgDamM?si=M53kFuOLp-8R0qyJ
Ich mag Ulrike Herrmann vor allem wegen ihrer erfrischend pragmatischen Sicht auf wirtschaftliche Hintergründe und in diesem Gespräch mit Matze Hielscher hat sie sehr nachvollziehbar dargelegt, warum Putin niemals den Krieg mit der Ukraine beenden wird, denn dann ist er persönlich politisch ruiniert, egal ob er den Krieg gewinnt oder irgendeinem Friedensabkommen zustimmt.
Die russische Wirtschaft ist total zerstört, aber dass es den Russen zur Zeit schlecht geht, lässt sich sehr gut damit begründen, dass eben Krieg ist.
Wenn aber kein Krieg mehr ist, ist die Wirtschaft trotzdem immer noch kaputt und das ist dann echt schlecht zu erklären.
Ein mehrfach aufgegriffenes Thema war auch die völlig ungerechte Besteuerung von Superreichen im Vergleich zu der Masse der Bevölkerung insbesondere im Bereich der Erbschaftsteuer. Damit rennt sie bei mir natürlich offene Türen ein, denn darüber rege ich mich auch regelmäßig auf.
Interessant ist, dass nach Umfragen aber tatsächlich die Mehrheit der Bevölkerung gegen eine Erhöhung der Erbschaftsteuer ist, was vor allem deshalb skurril ist, weil der Mehrheit der Bevölkerung von einer Reform oder Erhöhung der Erbschaftsteuer überhaupt nicht betroffen wäre, vor allem nicht, wenn die besonders kritiserten Ungerechtigkeiten abgeschafft würden.
Und trotzdem sind die meisten dagegen. So wie die meisten auch eine Vermögensteuer ablehnen, eine Steuer, die ich auch sofort wieder erheben würde, wenn ich etwas zu sagen hätte.
Sie erwähnte den französischen Wirtschaftswissenschaftler Gabriel Zucman, der ein Steuermodell entwickelt hat, in dem es 2% Vermögensteuer gibt, auf die aber die gesamte gezahlte Einkommensteuer angerechnet wird. Ich finde das eine geniale Idee und wäre sofort dafür.
Ich habe in dem Zusammenhang auch über Wohlstand nachgedacht und dass es so unendliche viele verschiedene Varianten und Sichtweisen gibt, wie Wohlstand definiert wird.
Ich glaube, die Definition, die mir am besten gefällt, ist, dass Wohlstand eine Vergleichsgröße ist. Und zwar interessanterweise nach unten.
So lange es noch (ausreichend) Menschen gibt, denen es deutlich schlechter geht als mir, bin ich wohlhabend, aber nicht reich, denn reich sind natürlich nur die, die mehr haben als ich und davon gibt es auch immer welche.
Interessanterweise stellt sich in Umfragen ja immer wieder heraus, dass die meisten Menschen mit ihrer individuellen, persönlichen Situation durchaus zufrieden sind, aber trotzdem der Meinung sind, mit Deutschland geht es bergab.
D.h. die meisten Menschen meinen, sie gehören zu der Gruppe "über dem Durchschnitt", das ist also nicht nur bei der Beurteilung der eigenen Autofahrerskills so, sondern auch bei der Beurteilung des eigenen Wohlstands.
Deshalb braucht man auch immer eine Gruppe von Menschen, denen es sichtbar schlechter geht, damit man sich selber einbilden kann, zur Elite zu gehören. Die Menschen sind in der Mehrzahl doch ziemlich bescheuert.
Gut fand ich auch die Aussage, dass Wohlstand in einer Volkswirtschaft durch technischen Fortschritt entsteht und nicht durch Arbeit. Denn die Leute in den Entwicklungsländern arbeiten im Zweifel alle mehr als wir, haben aber weniger Wohlstand. Sogar weniger als jeder Arbeitslose Hartz4-Empfänger bei uns.
Das ist eine solche Binse, dass man nur staunen kann, dass das nicht jedem absolut klar ist.
Das Problem ist nur, dass wir uns hier in Deutschland sehr lange auf unseren Lorbeeren aus dem letzten Jahrtausend ausgeruht haben und dabei wurde glatt vergessen, dass technischer Fortschritt permanent gefüttert und gefördert werden muss. Ich sach mal so: Nicht nur die Bahn leidet unter einem Instandhaltungsstau und schlecht entwickelter Infrastruktur.
Wenn man jetzt sagt, dass eine Volkswirtschaft 100% Wohlstandsgewinn erwirtschaftet, von dem sich aber das reichste 1% der Leute 80% schon mal vorab einsteckt, dann bleibt für den Rest der Bevölkerung zwar immer noch Wohlstandsgewinn übrig, aber warum geben die sich mit so einem kläglichen Rest zufrieden? Weil es immer noch mehr ist als gar nichts?
Und warum wählen Menschen die AFD? Die hat neoliberale Wirtschaftsvorstellungen, mit denen wird alles noch viel schlimmer, das ist doch so einfach zu sehen.
Sagte ich schon, dass ich die Mehrheit der Menschen seltsam finde?
Es gibt diesen Spruch: Wenn wir hier schon nicht gewinnen können, dann treten wir denen wenigstens den Rasen kaputt. -
Vielleicht ist das die beste Erklärung für alles
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https://youtu.be/Li8jOBgDamM?si=M53kFuOLp-8R0qyJ
Ich mag Ulrike Herrmann vor allem wegen ihrer erfrischend pragmatischen Sicht auf wirtschaftliche Hintergründe und in diesem Gespräch mit Matze Hielscher hat sie sehr nachvollziehbar dargelegt, warum Putin niemals den Krieg mit der Ukraine beenden wird, denn dann ist er persönlich politisch ruiniert, egal ob er den Krieg gewinnt oder irgendeinem Friedensabkommen zustimmt.
Die russische Wirtschaft ist total zerstört, aber dass es den Russen zur Zeit schlecht geht, lässt sich sehr gut damit begründen, dass eben Krieg ist.
Wenn aber kein Krieg mehr ist, ist die Wirtschaft trotzdem immer noch kaputt und das ist dann echt schlecht zu erklären.
Ein mehrfach aufgegriffenes Thema war auch die völlig ungerechte Besteuerung von Superreichen im Vergleich zu der Masse der Bevölkerung insbesondere im Bereich der Erbschaftsteuer. Damit rennt sie bei mir natürlich offene Türen ein, denn darüber rege ich mich auch regelmäßig auf.
Interessant ist, dass nach Umfragen aber tatsächlich die Mehrheit der Bevölkerung gegen eine Erhöhung der Erbschaftsteuer ist, was vor allem deshalb skurril ist, weil der Mehrheit der Bevölkerung von einer Reform oder Erhöhung der Erbschaftsteuer überhaupt nicht betroffen wäre, vor allem nicht, wenn die besonders kritiserten Ungerechtigkeiten abgeschafft würden.
Und trotzdem sind die meisten dagegen. So wie die meisten auch eine Vermögensteuer ablehnen, eine Steuer, die ich auch sofort wieder erheben würde, wenn ich etwas zu sagen hätte.
Sie erwähnte den französischen Wirtschaftswissenschaftler Gabriel Zucman, der ein Steuermodell entwickelt hat, in dem es 2% Vermögensteuer gibt, auf die aber die gesamte gezahlte Einkommensteuer angerechnet wird. Ich finde das eine geniale Idee und wäre sofort dafür.
Ich habe in dem Zusammenhang auch über Wohlstand nachgedacht und dass es so unendliche viele verschiedene Varianten und Sichtweisen gibt, wie Wohlstand definiert wird.
Ich glaube, die Definition, die mir am besten gefällt, ist, dass Wohlstand eine Vergleichsgröße ist. Und zwar interessanterweise nach unten.
So lange es noch (ausreichend) Menschen gibt, denen es deutlich schlechter geht als mir, bin ich wohlhabend, aber nicht reich, denn reich sind natürlich nur die, die mehr haben als ich und davon gibt es auch immer welche.
Interessanterweise stellt sich in Umfragen ja immer wieder heraus, dass die meisten Menschen mit ihrer individuellen, persönlichen Situation durchaus zufrieden sind, aber trotzdem der Meinung sind, mit Deutschland geht es bergab.
D.h. die meisten Menschen meinen, sie gehören zu der Gruppe "über dem Durchschnitt", das ist also nicht nur bei der Beurteilung der eigenen Autofahrerskills so, sondern auch bei der Beurteilung des eigenen Wohlstands.
Deshalb braucht man auch immer eine Gruppe von Menschen, denen es sichtbar schlechter geht, damit man sich selber einbilden kann, zur Elite zu gehören. Die Menschen sind in der Mehrzahl doch ziemlich bescheuert.
Gut fand ich auch die Aussage, dass Wohlstand in einer Volkswirtschaft durch technischen Fortschritt entsteht und nicht durch Arbeit. Denn die Leute in den Entwicklungsländern arbeiten im Zweifel alle mehr als wir, haben aber weniger Wohlstand. Sogar weniger als jeder Arbeitslose Hartz4-Empfänger bei uns.
Das ist eine solche Binse, dass man nur staunen kann, dass das nicht jedem absolut klar ist.
Das Problem ist nur, dass wir uns hier in Deutschland sehr lange auf unseren Lorbeeren aus dem letzten Jahrtausend ausgeruht haben und dabei wurde glatt vergessen, dass technischer Fortschritt permanent gefüttert und gefördert werden muss. Ich sach mal so: Nicht nur die Bahn leidet unter einem Instandhaltungsstau und schlecht entwickelter Infrastruktur.
Wenn man jetzt sagt, dass eine Volkswirtschaft 100% Wohlstandsgewinn erwirtschaftet, von dem sich aber das reichste 1% der Leute 80% schon mal vorab einsteckt, dann bleibt für den Rest der Bevölkerung zwar immer noch Wohlstandsgewinn übrig, aber warum geben die sich mit so einem kläglichen Rest zufrieden? Weil es immer noch mehr ist als gar nichts?
Und warum wählen Menschen die AFD? Die hat neoliberale Wirtschaftsvorstellungen, mit denen wird alles noch viel schlimmer, das ist doch so einfach zu sehen.
Sagte ich schon, dass ich die Mehrheit der Menschen seltsam finde?
Es gibt diesen Spruch: Wenn wir hier schon nicht gewinnen können, dann treten wir denen wenigstens den Rasen kaputt. -
Vielleicht ist das die beste Erklärung für alles
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Montag, 3. August 2026
Seltsame Menschen
anje, 23:08h
Hier ist ein bisschen die Luft raus, mir wird grade mal wieder alles etwas viel.
Wenn ich das tägliche Schreiben nicht schon seit über 10 Jahren durchhalten würde, würde ich auch diese Zusatztätigkeit streichen, so wie ich grade alle Aktivitäten streiche, die nicht wirklich unbedingt erforderlich sind. Ich glaube, mein täglicher Blogeintrag ist aktuell die einzige Tätigkeit, die ich noch konsequent durchziehe, es gibt halt zwischendurch immer mal Phasen, wo plötzlich der Tagesschwung weg ist und man sich nur mühsam mit dem Allernötigsten über Wasser hält.
Dabei läuft das normale Leben ansonsten unbeirrt weiter und weil ich weder Lust noch Energie habe, mich mit irgendjemandem darüber auseinanderzusetzen, dass ich zur Zeit weder Lust noch Energie für irgendetwas habe, ignoriere ich meine eigenen Durchhänger grundsätzlich für die Zeiten, wo Dinge eben getan und erledigt werden müssen und schalte auf Funktionieren um. Das Gleiche mache ich, wenn ich Gesprächen mit anderen Menschen nicht ausweichen kann. In diesen Situationen schalte ich meinen Kopf vorsichtshalber komplett auf standby und lasse die Gespräche von meinem sehr gut trainierten Autopiloten führen. Nur nicht darüber nachdenken, was es für seltsame Menschen gibt.
Zum Tagesablauf: Wir sind heute Vormittag noch mal nach Rheda auf die Baustelle gefahren, um mit dem Galabauer die Wegeführung und die finale Zaunerstellung zu besprechen, dann wieder zurück nach Greven, wo wir das Haus kurz in einen halbwegs akzeptablen Abreisezustand versetzten (wenigstens liegen diesmal keine Essensreste in der Küche rum und die Mülleimer sind auch alle geleert.) Dann fuhren wir nach Osnabrück und flogen von dort aus nach Borkum.
Als hier im Haus alles verräumt war, was wir vom Festland mitgebracht hatten, sind wir noch mal zum Hundestrand gelaufen, wo wir erst auf sehr seltsame Menschen trafen, dann aber auch auf sehr nette Menschen, die vorher ebenfalls auf diese seltsamen Menschen getroffen waren und sich genauso wunderten wie wir. So hatten wir ein gemeinsames Thema mit gemeinsamen Kopfschütteln und unsere Hunde spielten derweil auf dem Strand Nachlaufen, so endete der Tag dann halbwegs versöhnlich.
Am Vormittag auf der Baustelle trafen wir auch schon auf einen sehr seltsamen Menschen, ich habe mich nach 10 Sekunden umgedreht und es K überlassen, sich mit diesem Menschen auseinanderzusetzen, ich glaube, ich hätte ihn sonst einfach nur getötet.
K macht das deutlich besser als ich, er schafft es, Situationen zu deeskalieren, ich habe da üblicherweise gar kein Interesse dran, wenn ich genau weiß, dass der andere am Ende unzweifelhaft den Kürzeren ziehen wird. Ich finde es dann besser, solche Situationen sehr schnell maximal zu eskalieren, soll der andere doch verrecken, bloß keine überflüssige Energie an Arschlöcher verschwenden.
Dieser seltsame Mensch auf der Baustelle war ein entfernter Nachbarn von der anderen Seite des Sees, der sich durch unsere Baustelle gestört fühlt. Er wohnt schließlich in einer sehr ruhigen Wohngegend, da kann es nicht sein, dass eine Baustelle so viel Lärm macht.
Mir ist noch nie aufgefallen, dass unsere Baustelle irgendwie besonders laut wäre, eher im Gegenteil, aber natürlich können die Galabauer jetzt grade nicht geräuschlos arbeiten, so ein Minibagger oder Radlader macht halt irgendwelche Geräusche.
Und das möchte der Mensch nicht, er hat Urlaub und will die Ruhe in seinem Garten genießen und überhaupt dauert die Baustelle schon viel zu lange, er kann das jetzt nicht mehr ertragen.
Was soll man dazu schon anderes sagen als "Na, dann geh sterben.", mir zumindest fällt nichts anderes ein, weil ich leider auch keine andere Lösung für ihn sehe.
Mir wäre es auch lieber, die Baustelle wäre schon seit einem Jahr fertig, aber nun ja, ist sie halt nicht.
Und es mag vielleicht eine ruhige Wohngegend sein, aber es ist kein Kurort mit erholungsbedürftigen Touristen, sondern eben einfach nur eine ganz normale Wohngegend, wo normaler Baulärm von einer genehmigten Baustelle nun mal geduldet werden muss.
Soll er sich doch freuen, wenn es bisher so angenehm ruhig war. Hat er doch schon ein paar gute Jahre gehabt.
Als sein Haus gebaut wurde, war das natürlich etwas anderes, weil er damals noch nicht in dieser ruhigen Gegend gewohnt hat, dieser Baustellenlärm war für ihn also damals nicht störend, aber seitdem er selber dort wohnt, haben gefälligst alle anderen Rücksicht zu nehmen.
So ähnlich stellt er sich das wohl vor, dumm nur, dass er darauf keinerlei Anspruch hat und auf Leute, die sich derart daneben benehmen wie dieser Mensch heute, mag auch niemand freiwillig Rücksicht nehmen, warum auch.
K hat das Kerlchen beruhigt und besänftigt und dann wieder nach Hause geschickt, ihm gleichzeitig aber auch mitgeteilt, dass er wohl damit wird leben müssen, dass es auf unserer Baustelle die nächsten Wochen noch laut bleibt, mal schauen, wie er sich jetzt weiter benimmt.
Ich kann mit derart widerlich überheblichen Egoshootern ja grundsätzlich gar nicht umgehen, weil es mich so fassungslos macht, wenn jemand in einer offensichtlich komplett unterlegenen Situation unverfroren lautstark unverschämte Forderungen stellt, so dass ich dann eben meist nur reflexartig mit Totschlagen reagiere.
Eine ebenfalls sehr skurile Situation mit einem Wutopa hat der Wortvogel erlebt, was ist nur mit den Leuten los, sind die alle bekloppt?
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Wenn ich das tägliche Schreiben nicht schon seit über 10 Jahren durchhalten würde, würde ich auch diese Zusatztätigkeit streichen, so wie ich grade alle Aktivitäten streiche, die nicht wirklich unbedingt erforderlich sind. Ich glaube, mein täglicher Blogeintrag ist aktuell die einzige Tätigkeit, die ich noch konsequent durchziehe, es gibt halt zwischendurch immer mal Phasen, wo plötzlich der Tagesschwung weg ist und man sich nur mühsam mit dem Allernötigsten über Wasser hält.
Dabei läuft das normale Leben ansonsten unbeirrt weiter und weil ich weder Lust noch Energie habe, mich mit irgendjemandem darüber auseinanderzusetzen, dass ich zur Zeit weder Lust noch Energie für irgendetwas habe, ignoriere ich meine eigenen Durchhänger grundsätzlich für die Zeiten, wo Dinge eben getan und erledigt werden müssen und schalte auf Funktionieren um. Das Gleiche mache ich, wenn ich Gesprächen mit anderen Menschen nicht ausweichen kann. In diesen Situationen schalte ich meinen Kopf vorsichtshalber komplett auf standby und lasse die Gespräche von meinem sehr gut trainierten Autopiloten führen. Nur nicht darüber nachdenken, was es für seltsame Menschen gibt.
Zum Tagesablauf: Wir sind heute Vormittag noch mal nach Rheda auf die Baustelle gefahren, um mit dem Galabauer die Wegeführung und die finale Zaunerstellung zu besprechen, dann wieder zurück nach Greven, wo wir das Haus kurz in einen halbwegs akzeptablen Abreisezustand versetzten (wenigstens liegen diesmal keine Essensreste in der Küche rum und die Mülleimer sind auch alle geleert.) Dann fuhren wir nach Osnabrück und flogen von dort aus nach Borkum.
Als hier im Haus alles verräumt war, was wir vom Festland mitgebracht hatten, sind wir noch mal zum Hundestrand gelaufen, wo wir erst auf sehr seltsame Menschen trafen, dann aber auch auf sehr nette Menschen, die vorher ebenfalls auf diese seltsamen Menschen getroffen waren und sich genauso wunderten wie wir. So hatten wir ein gemeinsames Thema mit gemeinsamen Kopfschütteln und unsere Hunde spielten derweil auf dem Strand Nachlaufen, so endete der Tag dann halbwegs versöhnlich.
Am Vormittag auf der Baustelle trafen wir auch schon auf einen sehr seltsamen Menschen, ich habe mich nach 10 Sekunden umgedreht und es K überlassen, sich mit diesem Menschen auseinanderzusetzen, ich glaube, ich hätte ihn sonst einfach nur getötet.
K macht das deutlich besser als ich, er schafft es, Situationen zu deeskalieren, ich habe da üblicherweise gar kein Interesse dran, wenn ich genau weiß, dass der andere am Ende unzweifelhaft den Kürzeren ziehen wird. Ich finde es dann besser, solche Situationen sehr schnell maximal zu eskalieren, soll der andere doch verrecken, bloß keine überflüssige Energie an Arschlöcher verschwenden.
Dieser seltsame Mensch auf der Baustelle war ein entfernter Nachbarn von der anderen Seite des Sees, der sich durch unsere Baustelle gestört fühlt. Er wohnt schließlich in einer sehr ruhigen Wohngegend, da kann es nicht sein, dass eine Baustelle so viel Lärm macht.
Mir ist noch nie aufgefallen, dass unsere Baustelle irgendwie besonders laut wäre, eher im Gegenteil, aber natürlich können die Galabauer jetzt grade nicht geräuschlos arbeiten, so ein Minibagger oder Radlader macht halt irgendwelche Geräusche.
Und das möchte der Mensch nicht, er hat Urlaub und will die Ruhe in seinem Garten genießen und überhaupt dauert die Baustelle schon viel zu lange, er kann das jetzt nicht mehr ertragen.
Was soll man dazu schon anderes sagen als "Na, dann geh sterben.", mir zumindest fällt nichts anderes ein, weil ich leider auch keine andere Lösung für ihn sehe.
Mir wäre es auch lieber, die Baustelle wäre schon seit einem Jahr fertig, aber nun ja, ist sie halt nicht.
Und es mag vielleicht eine ruhige Wohngegend sein, aber es ist kein Kurort mit erholungsbedürftigen Touristen, sondern eben einfach nur eine ganz normale Wohngegend, wo normaler Baulärm von einer genehmigten Baustelle nun mal geduldet werden muss.
Soll er sich doch freuen, wenn es bisher so angenehm ruhig war. Hat er doch schon ein paar gute Jahre gehabt.
Als sein Haus gebaut wurde, war das natürlich etwas anderes, weil er damals noch nicht in dieser ruhigen Gegend gewohnt hat, dieser Baustellenlärm war für ihn also damals nicht störend, aber seitdem er selber dort wohnt, haben gefälligst alle anderen Rücksicht zu nehmen.
So ähnlich stellt er sich das wohl vor, dumm nur, dass er darauf keinerlei Anspruch hat und auf Leute, die sich derart daneben benehmen wie dieser Mensch heute, mag auch niemand freiwillig Rücksicht nehmen, warum auch.
K hat das Kerlchen beruhigt und besänftigt und dann wieder nach Hause geschickt, ihm gleichzeitig aber auch mitgeteilt, dass er wohl damit wird leben müssen, dass es auf unserer Baustelle die nächsten Wochen noch laut bleibt, mal schauen, wie er sich jetzt weiter benimmt.
Ich kann mit derart widerlich überheblichen Egoshootern ja grundsätzlich gar nicht umgehen, weil es mich so fassungslos macht, wenn jemand in einer offensichtlich komplett unterlegenen Situation unverfroren lautstark unverschämte Forderungen stellt, so dass ich dann eben meist nur reflexartig mit Totschlagen reagiere.
Eine ebenfalls sehr skurile Situation mit einem Wutopa hat der Wortvogel erlebt, was ist nur mit den Leuten los, sind die alle bekloppt?
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Sonntag, 2. August 2026
Auswärts Essen an einem Sonntag
anje, 22:27h
Einziger Programmpunkt für heute: Treffen mit J zwecks Übergabe diverser Gegenstände inklusive Geburtstagsgeschenk. Mit nur fünf Tagen Verspätung sind wir da sogar noch ziemlich aktuell, finde ich.
Außer der Übergabe der Sachen wollten wir auch noch zusammen essen gehen, J schlug vor, er kommt nach Rheda, dann könnten wir dort essen gehen und er könnte noch mal den aktuellen Fertigungsstand des Hauses begutachten.
Ich hielt das für eine sehr gute Idee und wusste auch sofort, in welches Restaurant wir gehen könnten und versprach mich um die letzten Details der Logistik zu kümmern.
Als ich in dem Restaurant für heute Abend einen Tisch reservieren wollte, ging niemand ans Telefon.
Eine Internetrecherche ergab: Sonntag und Montag geschlossen.
Nun, dann eben ein anderes Restaurant. Das nächste, was mir einfiel, hat seit dem 27.7.2026 für immer geschlossen, wie ich der Website entnehmen konnte, auf der ich die Telefonnummer nachschauen wollte.
Das Restaurant am Emssee soll auch gut sein, wieder Google-Suche zwecks Telefonnummer, vor dem Anruf kurz die Ruhetage checken, juchu, es hat Sonntags geöffnet - aber nur bis 18h. Nicht ideal, wenn man abends essen gehen will.
In dem Stil ging es weiter, der Sonntag scheint ein beliebter Ruhetag in der Gastronomie zu sein, nach fast einer Stunde Suche nach einem passenden, geöffneten Restaurant mit Außensitzplätzen vergrößerte ich den Suchradius, um schließlich in Gütersloh einen vietnamesischen Japaner zu finden, der alle Wunschkriterien erfüllte.
So kam es, dass wir heute in Gütersloh Sushi gegessen haben, erfreulicher Nebeneffekt: Das Restaurant gefiel uns wirklich sehr gut, da können wir auf alle Fälle öfter hingehen.
Anschließend brachten wir J und seine Freundin nach Bielefeld, machten Bescherung und jetzt sind wir auf der Heimfahrt nach Greven
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Außer der Übergabe der Sachen wollten wir auch noch zusammen essen gehen, J schlug vor, er kommt nach Rheda, dann könnten wir dort essen gehen und er könnte noch mal den aktuellen Fertigungsstand des Hauses begutachten.
Ich hielt das für eine sehr gute Idee und wusste auch sofort, in welches Restaurant wir gehen könnten und versprach mich um die letzten Details der Logistik zu kümmern.
Als ich in dem Restaurant für heute Abend einen Tisch reservieren wollte, ging niemand ans Telefon.
Eine Internetrecherche ergab: Sonntag und Montag geschlossen.
Nun, dann eben ein anderes Restaurant. Das nächste, was mir einfiel, hat seit dem 27.7.2026 für immer geschlossen, wie ich der Website entnehmen konnte, auf der ich die Telefonnummer nachschauen wollte.
Das Restaurant am Emssee soll auch gut sein, wieder Google-Suche zwecks Telefonnummer, vor dem Anruf kurz die Ruhetage checken, juchu, es hat Sonntags geöffnet - aber nur bis 18h. Nicht ideal, wenn man abends essen gehen will.
In dem Stil ging es weiter, der Sonntag scheint ein beliebter Ruhetag in der Gastronomie zu sein, nach fast einer Stunde Suche nach einem passenden, geöffneten Restaurant mit Außensitzplätzen vergrößerte ich den Suchradius, um schließlich in Gütersloh einen vietnamesischen Japaner zu finden, der alle Wunschkriterien erfüllte.
So kam es, dass wir heute in Gütersloh Sushi gegessen haben, erfreulicher Nebeneffekt: Das Restaurant gefiel uns wirklich sehr gut, da können wir auf alle Fälle öfter hingehen.
Anschließend brachten wir J und seine Freundin nach Bielefeld, machten Bescherung und jetzt sind wir auf der Heimfahrt nach Greven
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Samstag, 1. August 2026
Flohmarktschätze
anje, 23:28h
Zur Abwechslung mal ein Tag ohne Bau, dafür mit Flohmarkt, sehr erfreulich.
Es war Erstersamstagimmonat-Flohmarkt in Greven und wie immer mit einer sehr guten Ausbeute für mich.
Heute war Hosentag, ich besitze jetzt sieben neue Hosen, wenn's läuft, läuft's.
Da sich die Mode ja erfreulicherweise weg von den engen Skinny-Jeans und hin zu superweiten 70er Jahre Schlabberhosen entwickelt hat, habe ich ausreichend Gründe, meinen Kleiderschrank aufzustocken, weite Hosen habe ich noch längst nicht genug. Okay, ab heute sieben Stück mehr. Und alle passen absolut perfekt, ich bin sehr zufrieden, immerhin habe ich 18 Euro in diese sieben Hosen investiert.
Weitere Schnapper waren ein kleines Regal aus Eiche mit drangefummelter Baumkante, dieses war zusätzlich noch als Schlüsselhalter konzipiert, gefiel mir sehr gut.
Außerdem habe ich für drei Euro einen Klapphocker aus Holz gekauft, den ich auf die Baustelle stellen werde, damit ich mich dort hinsetzen kann, wenn es mal wieder länger dauert und einen großen Korb, den ich gekauft habe, weil man große Körbe in einem exzellenten Erhaltungszustand immer kaufen muss, wenn sie nur zwei Euro kosten.
Alles in allem also ein sehr erfolgreicher Flohmarktvormittag.
Nachdem ich meine Schätze zu Hause ausgepackt und ausreichend befreut hatte, fuhren wir in eine Schrebergartenanlage nach Rheine, wo eine Dame grade ihren Garten auflöste und über Kleinanzeigen eine Elchskulptur verkaufte.
Weil der Galabauer meinte, dass er die Abdeckung der Wärmepumpe im Garten nicht unter einem Beet verschwinden lassen könne und er deshalb empfehle, dort am besten eine Kunstfigur hinzustellen, habe ich bei Kleinanzeigen nach Gartenskulptur gesucht und bin auf diesen Elch gestoßen. Die Frau sagte, sie hätte das Ding auf einem Kunsthandwerkermarkt gekauft - es handelt sich um große Steine, die mit verrosteten, dicken Stahlstangen zu einem Elch zusammengefügt wurden - und genau so sieht es auch aus. Perfekt für die Abdeckung der Wärmepumpe.
Auf dem Rückweg machten wir einen Schlenker über die Hundewiese, wo Bixa heute gleich zwei Hunde traf, die Spaß daran hatten, mit ihr zu rennen. Damit war der Hund dann auch ausreichend bewegt worden und wir konnten den Abend zufrieden auf dem Sofa ausklingen lassen
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Es war Erstersamstagimmonat-Flohmarkt in Greven und wie immer mit einer sehr guten Ausbeute für mich.
Heute war Hosentag, ich besitze jetzt sieben neue Hosen, wenn's läuft, läuft's.
Da sich die Mode ja erfreulicherweise weg von den engen Skinny-Jeans und hin zu superweiten 70er Jahre Schlabberhosen entwickelt hat, habe ich ausreichend Gründe, meinen Kleiderschrank aufzustocken, weite Hosen habe ich noch längst nicht genug. Okay, ab heute sieben Stück mehr. Und alle passen absolut perfekt, ich bin sehr zufrieden, immerhin habe ich 18 Euro in diese sieben Hosen investiert.
Weitere Schnapper waren ein kleines Regal aus Eiche mit drangefummelter Baumkante, dieses war zusätzlich noch als Schlüsselhalter konzipiert, gefiel mir sehr gut.
Außerdem habe ich für drei Euro einen Klapphocker aus Holz gekauft, den ich auf die Baustelle stellen werde, damit ich mich dort hinsetzen kann, wenn es mal wieder länger dauert und einen großen Korb, den ich gekauft habe, weil man große Körbe in einem exzellenten Erhaltungszustand immer kaufen muss, wenn sie nur zwei Euro kosten.
Alles in allem also ein sehr erfolgreicher Flohmarktvormittag.
Nachdem ich meine Schätze zu Hause ausgepackt und ausreichend befreut hatte, fuhren wir in eine Schrebergartenanlage nach Rheine, wo eine Dame grade ihren Garten auflöste und über Kleinanzeigen eine Elchskulptur verkaufte.
Weil der Galabauer meinte, dass er die Abdeckung der Wärmepumpe im Garten nicht unter einem Beet verschwinden lassen könne und er deshalb empfehle, dort am besten eine Kunstfigur hinzustellen, habe ich bei Kleinanzeigen nach Gartenskulptur gesucht und bin auf diesen Elch gestoßen. Die Frau sagte, sie hätte das Ding auf einem Kunsthandwerkermarkt gekauft - es handelt sich um große Steine, die mit verrosteten, dicken Stahlstangen zu einem Elch zusammengefügt wurden - und genau so sieht es auch aus. Perfekt für die Abdeckung der Wärmepumpe.
Auf dem Rückweg machten wir einen Schlenker über die Hundewiese, wo Bixa heute gleich zwei Hunde traf, die Spaß daran hatten, mit ihr zu rennen. Damit war der Hund dann auch ausreichend bewegt worden und wir konnten den Abend zufrieden auf dem Sofa ausklingen lassen
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