anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Sonntag, 13. September 2015
Quick and dirty
So wird das nichts.
Unveröffentlichte Beiträge seit dem 13. August (letzter Beitrag, den ich auch tatsächlich online gestellt habe): 17, dazu weitere 28 Beiträge aus den Monaten vorher – alle noch offline.
Für einen Monat also gar nicht schlecht, im Schnitt habe ich öfter als jeden 2. Tag etwas geschrieben, was mir selber zeigt, dass ich mein Blog aktiv bearbeite, aber letztlich dann doch nicht so, wie ich mir das eigentlich vorstelle. Denn keiner dieser 17 Beiträge ist zu Ende geschrieben, manche bestehen nur aus hingerotzten Ideenfetzen, gespiegelstrichtes Gedankenwirrwarr, weit weg von zu Ende gedacht. Manches behandelt ein Bauchgefühl, eine pauschalierte Meinung, das möchte ich dann gerne beschreiben, meine Gedanken einmal sortiert zu Papier bringen, aber hier ringe ich noch Worte, denn dann ist es mir auch wichtig, dass ich verstanden werde und das ist bei einigen dieser Themen gar nicht so einfach. Beim Schreiben fällt mir dann auf, wie weit ich ausholen muss, damit meine Haltung wenigstens als „Erfahrung“ nachvollziehbar wird. „Montessorieltern“ ist so eine Überschrift. An diesem Beitrag schreibe ich schon länger rum und habe ihn mittlerweile in drei Themen aufgesplittet und ich fürchte, es werden noch mehr…..

Schreiben braucht Zeit und Schreiben braucht Ruhe. Im Vorbeigehen festgehaltene Gedankenfetzen dienen als Erinnerungsstütze, diese Überlegungen noch mal aufzugreifen und weiter zu führen. So werden dann auch viele der nur als Erinnerung notierten Gedankenfetzen zu gelöschten Beiträgen, wenn ich mich ausführlicher damit beschäftige, weil ich dann erkenne, dass die Gedanken völlig inkonsistent sind und ich mir mit meinen Überlegungen am Ende selber widerspreche.

Und manche Themen sind einfach nicht blogbar. Das sind Themen die man vielleicht zu zweit in abgeschiedener Atmosphäre bespricht, aber nicht als Monolog mit einer unbekannten Öffentlichkeit.
Trotzdem beschäftigen sie mich natürlich und ich notiere immer wieder Gedanken dazu, online gesetzt wird davon aber gar nichts.

Unterm Strich ist dann letzten Monat gar nichts rausgekommen, was online gesetzt wurde, Wunsch, Vorstellung, Idee und Anspruchshaltung blockieren sich da gegenseitig. Strukturelle Probleme wie Zeit, Zeitpunkte und Gelegenheiten verkomplizieren es zusätzlich.

Jetzt habe ich mir überlegt, ob „quick and dirty“ eine alternative Ergänzung sein kann.
Ein bisschen wie Twitter – aber als bzw. im blog, denn die 140 Zeilenbegrenzung steht mir oft im Weg (meist habe ich nicht genug Zeit, mich so kurz zu fassen) und so ein blog hat eben auch eine andere Zielgruppe.
Hier habe ich mir ja schon einmal ausführlich Gedanken gemacht, weshalb, worüber und für wen ich schreiben möchte, und gefühlt ist da auch meine Familie immer irgendwo im Hintergrund ein Teil der potentiellen Leserschaft. Deshalb macht eine Verbreiterung der Plattformen keinen Sinn, Twitter benutzt in meinem Umfeld niemand regelmäßig, ich finde es selber auch eher mühsam und denke, ich muss nur für mich klarmachen, dass ich in diesem Blog nicht ausschließlich die alten Blogstandards umsetzen muss, sondern auch die mittlerweile weiter entwickelten social media Varianten einbinden darf. Sprich: quick and dirty wie bei Twitter geht auch in einem Blog und alberne Bilder teilen wie bei Facebook ist auch noch eine Möglichkeit content zu schaffen.
Vielleicht klappt es dann ja künftig leichter, wenn ich meine eigenen Ansprüche runterschraube.
Punkt? Ja
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