anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Donnerstag, 13. August 2015
Mannfrei grillen
Erste Male werden in meinem Alter ja seltener, deshalb macht es umso mehr Spaß, sie ausführlich zu dokumentieren.
Aus diesem Grund folgt hier ist das Foto meines ersten eigenständigen Grillens.

Mannfrei grillen

Mein Westfalenmann ist heute unterwegs, Sohn 1 am Nachmittag mit seinen Kumpels wieder aufs Festland abgedampft , so dass ich heute Abend mit einem ungereinigten Grill, einer Schale Grillfleisch, einem Knoblauchaufbackbaguette, einer halbvollen Schüssel Aioli und Kind 3 (=Sohn 2, aber so wie der sich anstellt beim Grill anwerfen, kann er auf keinen Fall als Mann und daher nur als Kind 3 bezeichnet werden) vor der Frage stand, wie ich die Essenszubereitung für uns beide organisiere.
Da ich kein ausgeprägter Grillfan bin, sondern diese Art der Nahrungszubereitung eher umständlich und mühsam finde, bin ich noch nie von mir aus auf den Gedanken gekommen, statt Herd den Grill anzuwerfen, aber heute waren die Umstände einfach "pro Grill".
Ganz entscheidend war natürlich die Tatsache, dass er sowieso noch nicht sauber gemacht war, sondern von Sohn 1 und Kumpeln nach dem letzten Männergrillabend einfach auf der Terrasse vergessen worden war.
Dazu kam das bereits fertig marinierte Grillfleisch samt halbvollen Schale Aioli und fertigem Baguette, das nur noch aufgebacken werden musste und außerdem das Gefühl, hier habe ich eine Chance für ein erstes Mal.

Eine Schachtel Grillanzünder später (und einem zweimal nachgefüllten Bunsenbrenner) brannte die Holzkohle einigermaßen gleichmäßig und ich konnte das Fleisch drauflegen. Von da an war es nicht mehr kompliziert, ganz unverständlich ist mir aber jetzt, wie je irgendwo ein ungewolltes Feuer ausbrechen kann. Wenn es so mühsam ist, einen Stapel Holzkohle mit ganz viel offener Flamme zum Brennen zu kriegen, wie kann dann ein einzelner Funke ganze Häuser in Brand stecken?

Ganz alleine und mit selbstentzündetem Grill habe ich heute gleich zweimal gegrillt: das erste und das letzte Mal. So ein Gemurkse ist nur was für Männer, die sonst nix zu tun haben und eine Unterhaltung beim Biertrinken suchen.
Ich bin mit der Sache durch. Punkt
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Foto-Apps
Seitdem ich ein Smartphone habe, habe ich nicht nur das beiläufige Fotografieren entdeckt, weil ich mit dem iPhone ja jederzeit eine für meine Ansprüche "gute" Kamera griff- und einsatzbereit parat habe, sondern für mich noch viel faszinierender sind diese Unmengen an Fotobearbeitungs-Apps, mit denen sich die tollsten Effekte ganz ohne Photoshop-Können zaubern lassen, denn zum photoshopen fehlte mir schon immer die Geduld.
Eine der wichtigsten Apps auf meinem iPhone ist allerdings AppZapp - denn damit spüre ich alle Schnäppchen auf und lade reihenweise Apps zum Testen, wenn sie denn grade heute mal kostenlos zu bekommen sind.
Im Laufe der Jahre hat sich so eine ziemlich große Menge an topbewerteten Foto-Apps angesammelt, wobei "große Menge" schon eine freundliche Verniedlichung ist, tatsächlich sind es mittlerweile weit über 100 und das wiederum bedeutet, dass ich den Überblick komplett verloren habe und überhaupt nicht mehr weiß, welche davon denn nun wirklich gut sind, welche App was kann und für welchen Zweck ich am besten welche App benutzen sollte.
Geblieben ist nur der Vorsatz, in die Foto-Apps unbedingt Ordnung und vor allem System zu bringen, damit ich endlich, endlich auch mal anfangen kann, diese wunderbaren Apps auch tatsächlich zu benutzen.
Denn genau das habe ich natürlich so gut wie nie gemacht, sondern immer nur neidisch auf andererleuts top gestylte Fotocollagen geschielt und mich geärgert, dass ich im Zweifel genau diese eine App, mit der Frau X oder Herr Y da gearbeitet haben, natürlich nicht habe, gleichzeitig aber gewusst, das ich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine ähnliche App besitze, die das gleiche kann - ich weiß nur nicht, welche es jeweils ist.

Und heute habe ich meine Foto-Apps sortiert!!
Ich bin noch nicht fertig, ich habe auch noch nicht alle ausprobiert, ich habe aber schon ein paar ganz wichtige, grundlegende Sortierkriterien festlegen können:
- Es gibt Fotobearbeitungs-Apps, für die man ein "ganz normal geknipstes" Bild als Ausgangsfoto braucht und es gibt
-Kamera-Apps, die man statt der Standardkamera-App des iPhones verwendet, einfach weil sie gleich beim Knipsen schon ein paar extra Gimmicks liefern, die man nachträglich nicht mehr reinbasteln kann. (z.B. Fish-Eye-Linsen, Panorama und 360° Fotos und Spezial-Hintergründe, die man am besten bereits beim Fotografieren einblendet, damit das geknipste Motiv dann auch richtig platziert ist.)
- Außerdem gibt es "Gif-Apps", die aus zwei oder mehr Fotos einen animierten MiniFilm machen, auch ein großer Spaß.

Bei den Fotobearbeitungs-Apps habe ich dann weiter unterschieden nach "klassischer Bildbearbeitung" mit ergänzender Filterauswahl und Apps, die aus einem Foto eine Zeichnung machen, hier ist von Bleistift-Skizze über Radierung bis Aquarell alles möglich. Und schließlich gibt es noch "Spaß-Apps", die Köpfe vertauschen, Texte und Graphiken einsetzen oder ganze Comics erstellen.
Fotocollagen-Apps habe ich auch in einen extra Ordner gepackt.

Und gelöscht habe ich auch schon ganz viele Apps, nämlich alle die, die ich nach kurzem Rumprobieren nicht sofort intuitiv bedienen konnte, außerdem die mit Werbung, weil ich für fast jeden Filter und jede Skalierung auch längst eine werbefreie App habe und schließlich die, deren Mehrwert ich nicht wirklich erkennen konnte oder meine, ihn nie benutzen zu werden. (Das sind alle die mit diesen hübschen vorgefertigten Sprüchen oder Grafiken, die ich auf ein Foto draufpatschen kann, wenn mir selber nichts einfällt.)
Ich muss zwar noch gut die Hälfte aller gesammelten Apps ausprobieren - aber mit dem System , das ich jetzt bereits erkannen kann, bin ich guten Mutes das kurzfristig erledigt zu haben.
Das verdient jetzt wirklich einen Punkt
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