Einen Großteil des Tages habe ich damit verbracht, mein berufliches E-Mail-Postfach aufzuräumen. Das habe ich die letzte Woche einfach volllaufen lassen, weil ich ja schließlich Urlaub habe.
Da ich es aber sowieso irgendwann aufräumen muss und außerdem die Arbeit während meines Urlaubs nicht von irgendjemand anderem erledigt wird, sondern sich einfach nur aufstapelt und wartet, bis ich wieder da bin, ist es auch egal, wann ich das mache, getan werden muss es so oder so.
Am späten Vormittag kam der Heizungsinstallateur, weil die Heizung ständig irgendwelche Mucken macht und auf Störung geht, was schon lästig ist, wenn ich da bin, weil ich dann jedesmal, wenn ich es bemerke (und ich bemerke es im Zweifel spätestens dann, wenn mir richtig kalt wird), in den Keller laufen muss, um den Resetknopf zu drücken.
Wenn ich aber nicht da bin und es gibt draußen über eine längere Zeit Minusgrade, dann ist es richtig blöd, wenn die Heizung auf Störung geht, denn dann frieren die Leitungen ein, das haben wir ja nun ausgiebig getestet.
Ich bat also darum, die Heizung zu überprüfen, solange ich noch da bin und das passierte heute.
Aber auch wenn der Installateur fast fünf Stunden an der Heizung rumwerkelte und mehrfach losfuhr, um irgendwelche Ersatzteile zu holen, die er probehalber austauschte, so habe ich immer noch kein gutes Gefühl, denn der Installateur ist selber komplett ratlos und kann nicht erklären, warum die Therme ständig Fehler produziert. Er telefonierte länger mit der Hotline von Buderus, die konnten ihm aber wohl auch keinen heißen Tipp geben, es bleibt also eine unsichere Kiste und wir müssen die Heizung jetzt ständig und zeitnah kontrollieren.
Dann drücken wir da mal die Daumen.
Außerdem habe ich heute eine längere Zeit damit verbracht, nach dem Ladegerät für eine Akku-LED-Taschenlampe zu suchen - leider erfolglos.
Dafür habe ich erfolgreich die Rechnung für den Kauf dieser Lampe gefunden, geht doch nichts über eine gute Buchführung. Mit den Angaben auf dieser Rechnung konnte ich immerhin den Hersteller anschreiben und nachfragen, welches Ersatzladegerät für diese Lampe benutzt werden kann, denn genau die Lampe, die wir haben, wird nicht mehr verkauft.
Schließlich habe ich am Vormittag noch die Küche aufgeräumt und am Abend wieder eingedreckt (aka gekocht), ein Loch in der Hosentasche meiner Jeans geflickt, die Wäsche abgenommen, gelegt und weggeräumt, den Glasmüll entsorgt, die Pfandflaschen weggebracht und dabei frischen Federweißennachschub besorgt.
Alles winzige Kleinigkeiten, zusammengenommen füllen sie aber einen kompletten Tag
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Ich bin ganz ausdrücklich kein Sommerfreund, Temperaturen von mehr als 27°C machen mich sehr schnell depressiv und ich wünsche mir dann nur noch, nicht mehr existieren zu müssen.
Wie Menschen sich freiwillig in Gegenden begeben können, wo die Temperaturen fast garantiert weit über 30°C liegen, wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben, es ist mir aber gleichzeitig auch ziemlich egal. Die meisten Menschen tun alle naselang Dinge, die mich immer nur staunen lassen, ich habe schon längst aufgehört, mich auch nur in Ansätzen dafür zu interessieren.
N fuhr heute wieder zurück nach Berlin, ich habe ihn zur 10.30h Fähre gebracht und anschließend eine Maschine Wäsche im Powerwashprogramm in unter einer Stunde durchlaufen lassen und mich dann draußen hingesetzt, um dem Solartrockner beim Arbeiten zuzusehen.

K werkelte derweil in der Küche und brachte die letzten Fußbodenleisten an.
Für diese Bastelarbeiten nimmt er sich immer sehr viel Zeit, aber am Ende ist dann alles derart perfekt gearbeitet, dass man es nur bewundern kann.

Nach 70 Jahren Borkumer Pfusch wird dieses Haus jetzt endlich mal von Grund auf sorgfältig gestaltet.
Am Nachmittag machten wir eine Riesenradtour, einmal rund um die Insel, das Wetter war einfach zu schön, um es nicht intensiv genießen zu wollen.
Erst fuhren wir über das Deckwerk und anschließend über den Loopdeelenweg bis zur Ronden Plaate.

In diese Richtung hatten wir gründlich Gegenwind und ich wollte unbedingt den gleichen Weg zurück fahren, um den mühsam erstrampelten Rückenwind nicht durch eine Rückfahrt durch die Greune-Stee verpuffen zu lassen. Also drehten wir am Waldanfang um und fuhren mit wunderbarem Rückenwind die gleiche Strecke wieder nach Hause, wo ich fix die zweite Maschine Wäsche aufhängte, bevor wir zur Radtour Teil 2 starteten, diesmal gleich Richtung Norden und mit Rückenwind immer am Wasser lang bis Cafe Seeblick.
Von dort quer durch die Dünen bis zum Flugplatz, wo wir einen Zwischenstopp einlegten und dem Massenaufbruch der Ausflugsflieger zu schauten. Seit dem 1.10. schließt der Platz um 17h, d.h. alle Besucher, die mit dem Flugzeug da war, mussten rechtzeitig vorher wieder abfliegen und bei so einem Wetter wie heute, waren viele Fliegerbesucher da.
Vom Flugplatz fuhren wir schließlich über die Bantje Dünen zum Sommerdeich und von dort wieder von hinten kommend durch die Greune-Stee und dann zum zweiten Mal mit Rückenwind über den Loopdeelenweg und das Deckwerk zurück bis nach Hause.
Es war ein wirklich schöner Ausflug - und das allerbeste war, dass K an meinem Fahrrad den Sattel und den Lenker heute so perfekt für mich eingestellt hat, dass es sich jetzt fast so toll fährt und anfühlt wie das Wunderrad, was ich in Greven grade neu gekauft habe.
Ich fand dieses Fahrrad optisch ja schon immer wunderschön, zum Fahren fand ich es aber stets eher nur so 2a.
Das ist jetzt Vergangenheit, ich habe mich heute neu in mein altes Fahrrad verliebt, ab sofort habe ich nichts mehr zu Meckern, es war tatsächlich nur eine Frage der Einstellung.
Wie so oft im Leben
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Heute Abend um 19.57h war der Boden fertig verlegt.
Tusch!
Das Material, was wir verlegt haben, heißt Click-Vinyl und gekauft hat K das Zeug schon letztes Jahr im Sommer.
Insgesamt hat er 22 Pakete mit je 10 Platten von 60cmx30cm gekauft, pro Paket also 1,8m², jedes Paket wiegt 15kg oder in Summe 330kg für knapp 40 m².
Die Pakete mit den Vinylplatten hat er dann nach und nach im Flieger mitgenommen als er letzten Sommer zwischen Büro und Borkum pendelte, seitdem lagerten sie bei uns im Fahrradschuppen.
Jetzt sind sie alle verlegt, als Rest blieb ein angebrochenes Paket mit 5 ganzen Platten und diverse angeschnittene Reststücke. Ich würde sagen, das war ein ziemlich perfektes Mengenmanagement.
Für Morgen ist jetzt einräumen angesagt, denn natürlich mussten die Bücherregale wieder ausgeräumt werden, aber das haben wir ja vor drei Monaten schon mal geübt, das schreckt jetzt nicht mehr.
Da ich im Sommer jede Menge Bücher aussortiert und entsorgt habe, ist die Büchermenge jetzt überschaubar

Deshalb plane ich diesmal, die Bücher nicht mehr nach Genre und Alphabet einzuräumen, sondern nach Farbe zu sortieren, das sieht bestimmt hübsch aus und nicht so eklig intellektuell, wie diese streng bibliophile Langeweilsortierung.
Das wird bestimmt lustig morgen
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K und N hatten sich entschieden, den Esstisch nicht abzubauen, sondern nur die hinteren Beine zwischenzeitlich zu versetzen, d.h. erst wurde der Boden unterm Esstisch bis zu den hinteren Beinen gelegt, dann wurden die abgeschraubt und etwas weiter vorne, da, wo schon neuer Boden lag, als Stütze untergeschoben, dann wurde die Reihe unter den Beinen gelegt und dann sollten die Beine wieder an die alten Stellen angeschraubt werden.
So der Plan.
Die Realität war etwas gemeiner, die Schrauben, mit denen die Beine an der Tischplatte angeschraubt waren, waren nämlich so fest drin, dass sie ruckzuck vernudelt waren, als K versuchte, sie rauszudrehen.
Es stellte sich also als mittelgroße Operation heraus, war K da veranstalten musste, um die Beine abzuschrauben, aber was so ein echter Westfale ist, der gibt nicht auf und schon gar nicht lässt er sich von popeligen Schrauben unterkriegen. Pah, wo käme man denn da hin.
Es endete so, dass K letztlich mit der Flex einen neuen Schlitz in die vernudelten Schraubenköpfe schnitt, so dass er anschließend mit einem riesigen, großen, massiven Schlitzschraubenzieher die Schrauben lösen konnte. Was für ein Akt. Aber Sieg für meinen Westfalenmann.
Fotos spar ich mir, es liegt jetzt einfach noch mehr schwarzer Schieferboden über dem orangenen Linoleum, wenn alles fertig ist, gibt es wieder Fotos vom Gesamtkunstwerk.
Was Besonderes ist sonst nicht passiert, ich habe noch das Bett vom Besuch abgezogen und das Bettzeug gewaschen, heute war gutes Bettwäschetrockenwetter, ist also schon wieder alles frisch und sauber.
Und ich habe vorhin den Müll rausgestellt, ist aber nur die kleine Müllrunde morgen, gelben Müll und Papier gibt es erst nächste Woche, das wird dann deutlich aufregender.
Zum Abendessen gab es Kartoffelspalten aus dem Backofen - der funktioniert ja endlich wieder!
Und morgen müssen wir noch Distanzscheiben für die Türfitschen kaufen, auch die abgehobelte Tür schleift nämlich doch noch etwas über den neuen Boden, aber nur so leicht, dass Distanzscheiben ausreichen müssten
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Alles, was ich noch geschafft habe, war das herumstehende Chaos zu beseitigen und die ausgeräumten Inhalte wieder zurück in die Schränke zu packen. Interessanterweise sind die Schränke in den zwei Tagen geschrumpft, wie das passieren konnte, kann ich nicht erklären, aber es passt nicht mehr all das rein, was hier ausgeräumt rumstand. Sehr mysteriös.
K hat mir noch eine neue Steckdose angeschlossen, die ihren Strom aus einer anderen Steckdose bekommt, die bisher (und jetzt natürlich wieder) hinter der Spülmaschine versteckt ist. Als alles freigeräumt war, gab es die gute Gelegenheit, hier mal eben fix eine Anschlussleitung abzuklemmen.
Außerdem hat K die Tür schon mal abgehobelt, da passt der neue Boden jetzt problemlos drunter.
Das waren aber auch schon alle Arbeiten im Haus.
Heute Mittag habe ich den Besuch wieder zur Fähre gebracht, jetzt ist zum Glück aber noch N da, der uns bei den weiteren Arbeiten sicherlich auch gut helfen kann.
Die restliche Zeit des Tages habe ich ansonsten mit Telefonieren verbracht. Als ich am Hafen ins Auto stieg, um wieder zurück zu fahren, klingelte mein Telefon und ich ging dran, bevor ich losfuhr und blieb dann noch für über zwei Stunden auf dem Parkplatz am Hafen stehen, weil ein Telefonat nach dem anderen ankam. Es war etwas anstrengend, aber manchmal lässt sich sowas auch nicht ändern.
Für ein komplett freiwilliges Telefonat hatte ich mich dann noch am Nachmittag mit Barbara verabredet, wir haben solange nicht mehr miteinander geredet, dass es alles in allem über zwei Stunden dauerte, bis endlich alle Themen besprochen waren. Die Sache mit dem Leuchtturm ist jetzt auch geklärt, sie sieht ein, dass für die Stelle über dem Sofa ein Bild von dem neuen Leuchtturm in 40x70 sozusagen alternativlos ist, das freut mich sehr.
Sonst ist nichts weiter passiert, wir sammelten alle frische Energie, morgen geht es mit dem Bodenverlegen weiter
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Geburtstag ist nichts, was ich angenehm finde, mir ist es lieber, Geburtstag kommt nicht vor - und so war das heute im Wesentlichen auch.
Die Baustelle machte gute Fortschritte und heute Abend war die Küche technisch wieder vollkommen einsatzfähig, das ist höchst erfreulich.

Die Spüle ist angeschlossen, es gibt also wieder Wasser, auch die Spülmaschine funktioniert, der Kühlschrank steht an seinem finalen Platz und der Apothekerschrank steht auch wieder da, wo er hingehört.
Der Boden ist bis zum Übergang zum Esstisch fertig verlegt und die Arbeitsplatten sind abgeschliffen und bereits das erste Mal eingeölt.
Also alles voll im Plan, ich bin sehr zufrieden mit den Fortschritten.
Am Nachmittag fand dann doch noch ein bisschen unerwarteter Geburtstag statt, ich bekam nämlich ein Geburtstagspaket von meiner Freundin Barbara und drin war die weltbeste Winkerobbe, die man sich nur vorstellen kann.
Vor cirka einem Jahr hatte ich ihr eine Winkekatze geschickt und mir gewünscht, dass sie daraus eine Winkerobbe macht.
Ich finde Winkekatzen ja grundsätzlich ziemlich prima und wollte gerne so ein Symbol unendlicher Gelassenheit auf meinen Schreibtisch stellen, bis mir einfiel, dass eine Robbe doch viel besser zu mir passt als so eine chinesische Katze.
Und was gibt es gelasseneres als eine winkende Robbe?
Barbara war von Anfang an skeptisch, ob ihr das gelingen wird, also diese künstlerische und technische Umarbeitung einer chinesischen Winkekatze in eine norddeutsche Winkerobbe, ich dagegen zweifelte keine Sekunde daran, dass ihr (und ihrem Mann, der ist nämlich Ingenieur) das ganz wunderbar gelingen wird und wartete gelassen ab.
Und heute kam die Robbe an und ich denke, es ist so ziemlich die perfekteste Winkerobbe, die man sich überhaupt nur vorstellen kann.*

*(Dass sie eine bisschen aussieht wie eine Robbe mit Zahnschmerzen ist nicht die Robbe schuld, sondern die Winkekatze, die da grundsätzlich ja druntersteckt, die brachte nämlich diesen etwas voluminösen Kopf mit dem leicht zurückspringenden, verkniffen Unterkiefer mit, da kann man als Robbenkünstler leider nicht gegenan robben.)
Der Weg von der Katze zur Robbe war allerdings steinig, vor allem die technische Assimilation, denn die Technik, die den Katzenarm winken lässt, ist beeindruckend simpel, aber deshalb leider auch beeindruckend wenig anpassungsbereit.
An dieser Stelle kam der Ingenieur ins Spiel (auch ein Westfale, zwar kein Ost- sondern ein Westwestfale, aber die sind nicht minder hartnäckig) und dieser Ingenieur wollte sich von der simplen Technik eines winkenden Katzenarms nicht unterkriegen lassen und bot all sein Können auf, um aus dem Katzenarm eine Robbenflosse zu machen, die genauso winkt.
Das Problem war das Gewicht des Katzenarms, das war nämlich gering und es stellte sich heraus, das Gewicht des Robbenarms musste auf das Zehntelgramm identisch sein, damit die Technik sich in der Lage sieht, auch mit einer Flosse zu winken.
Im Ergebnis winkt die Robbe jetzt tatsächlich, aber wie es sich für eine norddeutsche Robbe gehört, winkt sie nicht unaufhörlich, sondern nur eine angemessene Zeit und gibt dann das alberne Gehampel so lange wieder auf, bis man sie durch einen leichten Stups erneut auffordert, zu winken. Dann winkt sie auch wieder, stets zu Diensten selbstverständlich, aber eben auch nur im Rahmen des Anständigen. Sie will mit einem ungebremsten Dauergewinke ja auch nicht aufdringlich werden, versteht sich.
Weil also das Gesamtergebnis der Umgestaltung, oder genauer, die umgestaltete Winkeflosse so ungemein fragil ist, ist das Verschicken so eines Kunstwerkes eine ganz besondere Herausforderung, die eine von einem Ingenieur durchdachte, millimetergenau ausgeführte Spezialverpackung erfordert, die ich sehr ehrfüchtig bewunderte und mich kaum traute, eins nach dem anderen der vielen speziell geschnitzten Styroporblöcke, die zum Schutz der Winkeflossen durchdacht ineinandergeklemmt waren, aus dem Paket zu ziehen.
Ich nahm dann aber letztlich all meinen Mut und all mein Fingerspitzengefühl zusammen und befreite die Winkerobbe ohne Schaden aus ihrer Transportverpackung.

Also, meine liebe Barbara, vielen, vielen Dank für die ganz wunderbare Robbe, sie ist absolut einzigartig und besser hätte sie gar nicht werden können. Grade dass sie nicht durchgehend winkt, gefällt mir sehr. So muss das, es ist doch schließlich eine seriöse Robbe und keine neurotische Katze.
Und wie heißt es so nett: Nach dem Geburtstag ist vor dem Geburtstag, wir könnten dann doch morgen bitte mal besprechen, wie genau das Leuchtturmbild werden soll, dass so wunderbar über das Sofa passen wird
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Als Vorabgeburtstagsgeschenk wollen sie dann gleich morgen schon mal mithelfen, die Küche auszuräumen, weil wir ja einen neuen Boden legen wollen.
Wenn viele Leute mitanpacken geht das alles viel leichter.
Als erstes muss allerdings jemand gefunden werden, der in den Kriechkeller kriecht und das Loch von unten verschließt, wo bis zum Sommer der Gasanschluss rauskam.
Der Gasanschluss ist weg, aber das Loch ist noch da. Aktuell habe ich da von oben einen Topfdeckel drübergelegt, um irgendwelche Nagetiere daran zu hindern, durch das Loch den direkten Einstieg in die Küche zu finden, um dort zu überwintern.
Den neuen Boden legen wir einfach auf den bisherigen Boden drauf, um Mäuse oder ähnliches Getier fern zu halten, wird das reichen. Aber da der neue Boden keine besonders hohe eigene Tragkraft hat, erscheint es sehr sinnvoll, das Loch im alten Boden vorher stabil zu verschließen.
Außerdem hat mir K heute meinen Backofen wieder angeschlossen. Der Backofen läuft nämlich auf Strom, nur die Kochplatten laufen mit Gas. Die Kochplatten sind also nachhaltig nicht mehr nutzbar, weil wir den Gasanschluss zurückgebaut haben, aber der Backofen könnte ganz normal funktionieren, wenn man ihn an Strom anschließt.
Während der sechs Wochen im Sommer hat K meine Bitten, doch wenigstens den Backofen wieder in Betrieb nehmen zu können, hartnäckig ignoriert, da haben wir statt Backofengemüse aber auch regelmäßig Grillgemüse gemacht, weil es kein Problem war, draußen zu grillen. Als ich jetzt damit drohte, den Grill in der Wohnküche aufzubauen, wenn ich keinen Backofen habe, hat sich K erbarmt und sich beim Onkel ein passendes Kabel geholt.
Ab sofort habe ich wieder einen funktionstüchtigen Backofen, das Leben kann schön sein.
Nach dem Essen sind wir dann alle zusammen noch einmal ans Wasser gegangen, da fuhr grade ein blaubeleuchtetes Schiff vorbei und der Mond spielte Verstecken hinter den Wolken, da sah ziemlich beeindruckend aus.

Mein Handy weigerte sich, sich bei so geringer Beleuchtung scharf zu stellen, meine Fotos sahen alle aus wie Bilder von Kandinsky, zum Glück hatte der Besuch aber ein weniger zickiges Handy dabei, so dass es doch noch einen Bildnachweis für die Nachtstimmung am Meer gibt
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In einer dieser Regenpausen gingen wir an den Strand, um uns darüber zu freuen, dass wir wieder hier sind.

Auch wenn ich die Ekstase, in die manche Touristen verfallen, wenn sie das Meer sehen, nicht nachvollziehen kann, weil ich von klein auf daran gewöhnt bin und Strand und Meer und Inselfeeling als etwas völlig Normales empfinde, so habe ich doch jedesmal diese Glücksgefühle, die ein Nachhausekommen bedeuten und dann muss ich natürlich auch zum Strand gehen und das Wasser besuchen und allen guten Tag und "ich bin wieder da" sagen.
Am Abend gab es Nudelpfanne mit Gemüse.

Als die Nudeln gar waren, war die Flüssigkeit im Wesentlichen weg und das Gericht hatte eine insgesamt auflaufartige Konsistenz. Mit viel Parmesan behobelt brachte es meinen Westfalenmann in Verzückungswallungen und er meinte, es wäre fast so gut wie Nudelsalat.
Das passt gut, denn ich habe noch reichlich Gemüse übrig, dann können wir das morgen gleich noch mal machen.
Vor dem Haus war Remmidemmi, die Kamera schickte Bilder und ich finde, es sieht spektakulär aus,

auch wenn die Riesenlichtflatschen nur einem Wassertropfen auf der Linse der Kamera geschuldet sind
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Das Auto war randvoll mit Holz, Holzscheite und Holzbriketts, mehr passte nicht rein, dafür sehe ich dem Winter jetzt recht gelassen entgegen, wenigstens im Wohnbüro wird es immer kuschelig warm sein.
Die Autofahrt startete etwas holprig, gleich der erste Autobahnabschnitt war wohl so stauverstopft, dass das Navi meinte, es wäre besser, ich fahre die ersten 60km über Land. Das klappte problemlos, aber wenn man die Gegend, durch die man fährt so gar nicht kennt, dann muss man sich schon sehr aufs Navi konzentrieren, um immer an den richtigen Stellen abzubiegen.
Als ich dann schließlich auf die Autobahn fuhr, war sie noch ziemlich voll, aber nach einiger Zeit rollte der Verkehr immer flüssiger und nach 10km hatte sich alles aufgelöst. Warum es sich vorher gestaute hatte, war nicht zu erkennen.
Der Rest der Strecke fuhr sich dann ohne irgendeine Behinderung, so dass ich pünktlich eine halbe Stunde vor Abfahrt der Fähre am Hafen ankam, die Verladung der Autos hatte allerdings schon begonnen. Heute ist Ferienanfang und die Fähre schon seit langem ausgebucht. An solchen Tagen ist die Autoverladung ein besonders schwieriges Geschachtel für die Crew, weil so viele Autos mit extra Fahrrädern dabei sind und viele Wohnmobile, die nur im Mittelteil des Autodecks untergebracht werden können.
Ich spekulierte darauf, dass die Fähre nicht überbucht war und dass sie wenn, dann ein kleines Borkumauto eher mitnehmen als einen TouristenSuv und stellte mich in die Schlange mit den Wohnmobilen, weil ich so sicher war, nicht in die engen Parktaschen rechts und links am Rand eingewiesen zu werden. Die Zockerei ging auf und ich habe einen wunderbaren Platz im mittleren Bereich bekommen, das bedeutet, ich kann problemlos ein- und aussteigen und fahre gleich mit der ersten Kolonne wieder von Bord. Das sind immer so meine kleinen Freuden, wenn ich Fähre fahre.
Und natürlich immer wieder die Einfahrt in den Hafen.
Nach Hause kommen
K kam mit dem Flieger, weil er jetzt die letzte Gelegenheit hat, mit seinem Lieblingsflieger unterwegs zu sein und weil heute einfach traumhaft gutes Fliegerwetter war. Diese Maschine geht von November bis März in die Werft und steht dann nicht zur Verfügung. Er kann zwar auf andere Vereinsmaschinen ausweichen, die machen aber nicht so viel Spaß.
Ich bin nur gespannt, ob er genauso problemlos zurück kommt, wie er hingekommen ist, das ist aber wenn, dann ja erst in zwei Wochen ein Problem.
Heute war das Timing so passend, dass ich von der Fähre erst kurz nach Hause fuhr, den Beifahrersitz und die Hälfte vom Rücksitz freiräumte und die Sachen schon mal ins Haus brachte, dort die Zählerstände aufschrieb, dann den Kühlschrank anschmiss und die Heizung hochdrehte, bevor ich wieder losfuhr und K vom Flugplatz abholte.
Der Unterschied zwischen dem modernen, gutgedämmten Reihenmittelhaus in Greven und dem alten Insulanerhaus hier auf Borkum ist insbesondere bei der Fähigkeit, Wärme zu speichern, enorm.
In Greven ist die Heizung noch komplett ausgestellt und trotzdem ist die Temperatur in allen Räume noch zwischen 19- 20°C. Hier im Haus war die Raumtemperatur 15,6°C als ich reinkam, das finde ich dann doch etwas frisch.
Nachdem ich K vom Flugplatz abgeholt hatte, räumte K das Auto aus und ich den Kühlschrank ein. Ich hatte ja kurzerhand den gesamten Kühlschrankinhalt aus Greven in zwei Kühltaschen gepackt, wenn ich zwei Wochen am Stück hier bin, ist das das Einfachste.
Gegen die Kälte half Sanddorngrog, wirkt prima, kann ich empfehlen
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Man kennt das, wenn man einmal anfängt, sich über solche Dinge Gedanken zu machen, kommt man auf immer dramatischere Vorstellungen und nachher kann man gar nicht verhindern, dass man daran verstirbt, obwohl doch die selbst gesteckte Zeit noch nicht abgelaufen ist.
Weil ich diese Zukunftsvisionen also nicht mehr durch simples mit der Hand wedeln aus der Luft wischen konnte, habe ich einen Termin beim Zahnarzt gemacht und der war heute.
Der Zahnarzt nahm mich sehr ernst, untersuchte alles sehr gründlich, machte großflächig viele Röntgenaufnahmen und fand: Nichts.
Kein Schatten auf einer Wurzel, kein Karies unter einem Inlay, auch meine latente Parodontose ist vollkommen unauffällig und nicht weiter fortgeschritten.
Weil ich aber sagte, dass ich jetzt für zwei Wochen nach Borkum fahre und die zahnärztliche Versorgung ist auf Borkum eher nicht so prima, bekam ich rein prophylaktisch ein Rezept für Antibiotika und eines für Schmerzmittel und den mehrfach wiederholten Hinweis, ich könne jederzeit anrufen, sie würden dann aus der Ferne versuchen, mir zu helfen.
Was für ein Einsatz, ich war tief beeindruckt.
Mein latenter Zahnschmerz auch, der hat sich bisher nicht mehr gemuckst, vielleicht reicht es ja, wenn ich weiß, dass es keinen Grund für Probleme gibt, dann tut auch nichts mehr weh.
Meine alte These: Jede Krankheit kommt aus dem Kopf.
Das war der erste Teil des Tages, den zweiten Teil habe ich im Büro verbracht und anschließend noch eine leicht komplizierte, logistische Abhol- und Transportoperation gemanaged, das war irgendwie lustig.
In dem Zusammenhang bin ich heute mit einem Elektroauto quer durch Westfalen gefahren, nur um erneut festzustellen, dass ich kaum einen Unterschied spüre zwischen Elektro und Verbrenner, was mich dafür entschiedenst nervt, ist die 100% digitale Wisch- und Touchbedienung über ein zentrales Display.
Es mag Leute geben, die es cool finden, wenn ich das Radio mit einer Wischgeste lauter oder leiser stelle, ich finde es nervig. Einen Knopf zum Drehen finde ich deutlich praktischer, vor allem kann ich den finden und bedienen ohne dafür meinen Blick von der Straße nehmen zu müssen.
Diese digitalen E-Autos dagegen kann man entweder fahren - oder bedienen, beides gleichzeitig geht nur, wenn man den Mut hat, auf Autopilot zu schalten und sich einen feuchten Dunst darum schert, was das Auto dann veranstaltet. Ich gebe zu, ich habe diesen Mut nicht.
Deshalb habe ich mich auf Lenken, Gasgeben und Bremsen konzentriert und alle andere, nicht richtig eingestellten Nebensächlichkeiten krampfhaft versucht zu ignorieren, was aber nur halbgut gelang.
Es zog aus seltsamen Ecken, gleichzeitig war es an den Füßen viel zu warm, die Musik aus dem Radio war schlecht und viel zu laut und so ein Navi ist auch überbewertet, der echte Weltenkenner fährt ohne.
Und ich fahre künftig lieber wieder in meinem alten Benzinauto, das hat noch Radioknöpfe für laut, leise und aus und ich kann die Lüftung einfach ausstellen und dann ist gut, solche Kleinigkeiten schätze ich sehr.
Ein Highlight war die Naviansage, die ganz offensichtlich eine künstliche Intelligenz aus dem englischen übersetzt und dann deutsch ausgesprochen hat. Klappte aber nur mit Wörtern, die es im deutschen auch im Duden gibt. Abkürzungen auf Straßenkarten sind nicht vorgesehen. Deshalb werden alle Stadtteile in Dortmund, die auf den Karten mit "Do" eingeleitet werden, schon mal pauschal wie das englische "do" ausgesprochen, also "du".
Im Ergebnis heißt das, dass Dortmund-Sölden wie Dusselden vom Navi angekündigt wird - und das ist schon etwas spaßig
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