anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Freitag, 14. Juli 2023
Rumgekramt und - geräumt
Das Wetter ist hier angenehm bis durchwachsen, am Nachmittag und Abend hat es ab und zu etwas getröpfelt, kaum Wind und Temperaturen um die 25°C machen den Sommer sehr erträglich.
Von mir aus kann es gerne so bleiben.

Viel vor der Tür war ich allerdings nicht, ich habe vor allem im Haus bzw. in der Küche geräumt, langsam geht es voran.

Mittags habe ich mit dem Küchenstudio telefoniert, um zu besprechen, was noch geändert und nachgebessert werden muss. Zunächst dachten wir ja, dass ein Schrank zu schmal geplant war und durch einen breiteren ersetzt werden muss, um die Hebevorrichtung für die Brotschneidemaschine einbauen zu können. Dann kam ich aber auf die gute Idee, nicht den Schrank auszutauschen, sondern die Hebevorrichtung und habe nach einem System gesucht, das in einen 40er Schrank passt.
Bei Amazon wird so etwas angeboten, die Kritiken und Kundenbeschreibungen sind gut, also habe ich das Teil bestellt und hoffe, mir damit einen deutlich aufwändigeren Küchenumbau ersparen zu können. Wir werden sehen.
Es sind aber außerdem noch einige andere Dinge, die nachgebessert werden müssen, mit Glück klappt das alles einigermaßen kurzfristig.

Am Nachmittag bin ich einmal zur Post gefahren, um eine Sendung abzuholen, die gestern nicht zugestellt werden konnte, weil wir erst am Abend wieder da waren, als ich um 16.33h an der Post ankam, hatte sie seit 3 Minuten geschlossen. Morgen also neuer Versuch.

Die Friseurin, die ihren Laden ganz in der Nähe der Post hat und bei der ich einen Termin machen wollte, war auch nicht da, alles dunkel und abgeschlossen, ohne Hinweis wieso und bis wann.
Wir haben offensichtlich Personalmangel auf der Insel.

Also fuhr ich ziemlich unerledigter Dinge wieder nach Hause, holte K ab und wir fuhren gemeinsam zu Lidl, es fehlten ein paar Grundnahrungsmittel. (Tomaten und Feta).

Am Abend gab es mal wieder mit Feta überbackene Kirschtomaten und Nudeln, selbst die Mutter, die kein großer Nudelfan ist, war es zufrieden.

Für morgen habe ich das Backen eines Kuchens geplant, meine Cakefactory braucht schließlich eine Existenzberechtigung
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Donnerstag, 13. Juli 2023
Transfer
Heute war Transfertag.
Erst habe ich die Mutter in Bielefeld mit dem Auto abgeholt, dann hat sie sich die Veränderungen im Grevenhaus angeschaut und wir haben alle Sachen zusammengepackt, die mit nach Borkum sollten, am Nachmittag kam K aus dem Büro, wir luden den gesamten Krempel ins Auto und fuhren zum Flugplatz, luden dort um und bastelten ein bisschen, für eine gleichmäßige Lastverteilung und flogen nach Borkum.



Das Wetter war brauchbar, fliegen ging ohne Schwierigkeiten, nur fotogen war das Licht nicht.
Gibt schlimmeres.

Mein Auto stand auf Borkum am Flugplatz, ich holte es aufs Flugfeld und wir packten das gesamte Gepäck unkompliziert um.

Zuhause angekommen bewunderte die Mutter die Neuheiten seit letztem Sommer, dann schnibbelten wir Salat und ich briet eine Pfanne Bratkartoffeln, wir wurden alle satt und sind jetzt ausreichend müde
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Mittwoch, 12. Juli 2023
Viel erlebt
Ich stelle fest, ich mag die Tage auf dem Festland, wenn es keine Büroverpflichtung gibt und wenn es überall halbleer und ruhig ist, weil kaum noch Leute da sind, da so viele Menschen in Urlaub gefahren sind.

Okay, manches ist genau deshalb nicht möglich, weil zB unser Lieblingsgrieche auch nicht da ist. Dem ist es in Deutschland im Sommer nicht warm genug, der fährt jeden Sommer nach Griechenland und macht derweil sein Restaurant für vier Wochen zu.

Die Lieblingsfrittenbude hat ebenfalls geschlossen und wenn sich der größte Teil des Kühlschrankinhalts auf Borkum befindet und man nix im Haus hat, weil man dachte, das lohnt sich nicht, man könnte ja einfach irgendwo essen gehen, dann muss man Improvisieren.

Montag gab es BamiGoreng von Dr. Pudding, das konnte man als Fertigpackung beim Discounter kaufen, gestern probierten wir eine andere Frittenbude aus, die war auch okay, und heute holten wir uns Tiefkühlpizza von Gustavo, die einzige Tiefkühlpizza, der man ihre eisige Massenfertigungsherkunft nicht anschmeckt.

Wir sind also satt geworden, ohne den Kühlschrank zum Selberkochen wieder aufzufüllen, morgen geht es ja wieder nach Borkum.

Mein schönstes Erlebnis heute war der Flohmarkt, dort habe ich tolle Schätze gefunden, ich bin hochzufrieden.

Da K ja vorhatte, den Tesla wieder zu verkaufen, hat er sein altes Auto, einen riesigen Mercedes, weiter behalten, deshalb hat er zur Zeit zwei Autos, was sehr praktisch ist, wenn ich auch auf dem Festland bin, mein Auto aber auf der Insel lasse, denn dann kann ich mit dem Mercedes fahren.

Nun ist es so, dass der Mercedes ungefähr doppelt so groß ist wie mein Golf. Na gut, nicht ganz, aber fast, auf alle Fälle fühle ich mich wie in einem Supertruck, wenn ich mit diesem Schiff durch die Gegend fahre, alle Kurven brauchen extra viel Platz, damit auch der letzte Hänger noch um die Ecke kommt.

Und natürlich habe ich keine Ahnung, wie außer Gaspedal, Bremse und Blinker die sonstigen Bedienteile im Auto funktionieren, davon hat es allerdings große Mengen.
Aus reiner Neugier habe ich überall mal dran gedreht, drauf gedrückt oder dran gezogen, mit der Folge, dass es einige witzige Effekte gab. Z.B. fuhr das Auto irgendwann nur noch 20 km/h, weil ich beim langsamen Ranrollen an eine Ampel durch Zufall den Tempobegrenzer aktiviert hatte - und wenn man den bei 20 km/h aktiviert, dann kann man anschließend so viel Gas geben wie man will, schneller als 20km/h fährt das Auto dann nicht mehr.
Es dauerte etwas, bis ich begriffen hatte, was passiert war und vor allem, wie ich das wieder rückgängig machen konnte.

Klischee pur: Alte Frau in Riesenmercedes zockelt mit 20 km/h durch die Stadt, weil Mann ihr verboten hat, schneller zu fahren.…

Als ich vom Flohmarkt wieder zurück war, war es schon nach Mittag und ich stellte die erste von zwei Maschinen Wäsche an, denn ich hatte ungewöhnlich viele Textilien erworben. Standardregel: Alles, was vom Flohmarkt kommt, wird als erstes gewaschen.

Dann setzte ich mich an den Rechner und erledigte ein wenig privaten Bürokram, hing die erste Maschine Wäsche im Garten auf die Leine, startete die zweite und beschloss, einen Fahrradausflug zu Aldi zu machen. Dort traf ich viele skurrile Menschen, es sieht so aus als ob der verbliebene, nichturlaubende Rest der Bevölkerung ein besonders intensives Extrakt an menschlichen Skurrilitäten bietet.
Ein Pärchen im Rentenalter stieg aus dem Auto und die Frau keifte ohne Unterlass ihren Mann an. Für alles, dafür, dass das Wetter heute nicht zur WetterApp passt, dafür, dass es bei Aldi nicht die schönen Wagen von Edeka gibt, dafür, dass heute erst Mittwoch ist, obwohl sie findet, es sollte jetzt endlich mal Freitag sein usw. Ich war sehr beeindruckt und bin einige Zeit hinter den beiden hergelaufen, weil ich die Veranstaltung so witzig fand. Den Vogel schoss sie ab, als sie ihrem Mann vorwarf, dass die Leute jetzt schon hinter ihm herlaufen, weil er immer so dummes Zeug erzählt, das fand ich einen wirklich genialen Vorwurf.

Am Abend kam K nach Hause und wir fuhren noch mal in den Großmarkt. Dort gab es Senf im Sonderangebot und K kaufte einen ganz großen Karton für 2 €, drin sind 400 Pakete abgepackter Senf in Tütchen, ich komme mir jetzt ein bisschen vor wie Frau Lohse
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Dienstag, 11. Juli 2023
Erledigungen
Was man halt so macht, wenn man einen Tag auf dem Festland verbringt, ohne ins Büro gehen zu müssen - zum Teil verdröselt man die Zeit, zum anderen Teil geht man einkaufen.

Einkaufen war sehr erfolgreich, ich habe einen Pottwal, eine Etagere und einen Mülleimer gekauft, außerdem einen Ersatz für den kaputten Schalter und neue Gardinen für das Küchenfenster.

Am Vormittag kam mein neues Fahrrad, bei dem jetzt doch mehr anders ist als erwartet, denn es hat ein neues Display, was nicht mehr über ein Kabel angeschlossen ist, sondern über Bluetooth, mit einer passenden App am Handy und sich insgesamt eben komplett anders bedienen lässt. Ich habe es noch nicht komplett durchschaut, aber ich arbeite dran.

Statt dem Bosch Intuvia habe ich jetzt plötzlich das Bosch Intuvia 100, was technisch sicherlich ein Fortschritt ist, ob es auch eine Verbesserung ist, wird sich zeigen.
Als erstes Problem gelang es mir nicht, die Sprache umzustellen. Das Ding kommunizierte zwingend auf holländisch mit mir, was ich zwar grundsätzlich verstehe, aber mal in echt, wer braucht denn sowas? Ausgerechnet holländisch.
K meinte, das kommt davon, wenn man ein holländisches Fahrrad kauft, ja, ich weiß, deutsch wäre mir trotzdem lieber.
Also fuhr ich zum Fachhändler, der konnte die Programmierung überlisten, jetzt spricht es deutsch dafür geht es nicht mehr an.
Und seufz, irgendwas ist halt immer, ich weiß es doch auch nicht.

Zu der geplanten Büroarbeit bin ich nicht gekommen, die steht jetzt für morgen auf dem Programm
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Montag, 10. Juli 2023
Abwechslung
Manchmal braucht man auch ein bisschen Urlaub vom Urlaub, ich fand auf alle Fälle, dass es Zeit ist für eine Pause und bin heute mit K wieder nach Greven geflogen.

Wir haben jetzt eine Woche lang nur an der Küchenbaustelle gearbeitet, fürs erste reicht das nun und ich mache mal etwas anderes.

Morgen soll mein Fahrrad geliefert werden, deshalb fand ich das eine gute Gelegenheit, mit aufs Festland zu fliegen, um es gleich persönlich in Empfang zu nehmen.

K hat die nächsten drei Tage Bürotermine, ich werde mich derweil im Home-Office mit all dem Kram beschäftigen, der sich in den letzten acht Tagen angehäuft hat.
Als ich hier in Greven eben die Post der letzten Woche durchsah, waren allein acht Rechnungen für den Vater dabei - und dabei waren mir drei Rechnungen schon vom Heim nach Borkum geschickt worden - hinter diesen Rechnungsausstellern habe ich heute schon hinterhertelefoniert, damit sie die Adresse ändern und die Rechnungen direkt an mich schicken, auch nach fünf Jahren Heim läuft das System noch nicht wirklich rund. Während ich morgen auf mein Fahrrad warte, kann ich mich hier auf alle Fälle schon mal ausführlich mit Überweisungen, Abrechnungen, Krankenkassen und Beihilfe beschäftigen, mir wird auch ohne externen Bürojob nicht langweilig.

Am Mittwoch ist Flohmarkt und am Donnerstag hole ich die Mutter in Bielefeld ab, damit sie abends mit uns nach Borkum fliegt, die Zeit ist also schon gut verplant.

Auf dem Flug nach Münster überholten wir die Fähre,



es ist schon beeindruckend, wie klein das Riesenschiff von oben aussieht und was für eine lange Wasserspur es hinter sich herzieht
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Sonntag, 9. Juli 2023
Fast fertig
Ks Tapetenreparatur war tatsächlich höchst erfolgreich, heute morgen war alles getrocknet und es sah fast aus wie frisch tapeziert, sehr bewundernswert.



Oben die Ansicht von heute morgen - heile Tapete aber noch keine Regalbretter, unten die Ansicht von heute Abend: auch die letzten Bretter sind montiert und ich konnte mich endlich mit Einräumen beschäftigen.

Was das Einräumen angeht, ist das sicherlich noch nicht der Endzustand, insbesondere auf der anderen Seite habe ich erstmal nur wahllos irgendein Zeug auf die Regale gestellt, für das ich keinen Platz mehr in den Unterschränken gefunden hatte, hier wird also noch sehr viel und oft hin und her geräumt werden, bis ich irgendwann das Gefühl habe, wenigstens einen vorläufigen, brauchbaren Arbeitsstand erreicht zu haben, der dann im Laufe der Zeit durch Benutzen der Küche und bewusstes Überwachen der häufigsten Handgriffe immer weiter optimiert wird.

Aktuell sieht es so aus:





Es wird sich aber ganz bestimmt noch weiter verändern.

Die sicherlich größte Veränderung, die handwerklich noch passieren muss, ist der Fenstereinbau über der Ecke der Arbeitsplatte. Hier war früher der Eingang in die Küche, den ich schon 2006 zugebaut habe. Im Sommer kann das ruhig offen sein, aber im Winter zieht es kalt aus dem Flur rein, deshalb braucht es eine Abdichtung und deshalb hätte ich dort gerne ein Fenster und zwar am liebsten ein Schiebefenster, also so eines, wo man den unteren Teil nach oben schiebt, wenn man es öffnen möchte.

Das habe ich schon vor zwei Jahren mit dem Schreiner besprochen, der kann aber erst dann ein passendes Fenster aussuchen, wenn die Küche dadrunter final feststeht und das ist erst genau jetzt der Fall.

Manchmal ist der Zufall der beste Partner, denn am Freitag rief der Schreiner an und fragte, ob wir auf Borkum seien, er käme Sonntag mit dem Flieger und würde uns gerne besuchen - und so geschah es also, dass er heute ankam, wir ihn vom Flugplatz abholten und er dann gleich die Maße für das Fenster notieren konnte. So etwas gefällt mir sehr, jetzt müssen wir nur noch warten, bis er das passende Fenster gefunden und bestellt hat und wann er dann Zeit hat, es bei uns einzubauen. Ich bin aber sehr optimistisch.

Die Küchenbauer müssen ja auch noch mal wiederkommen, aber das sind zum Glück nur Kleinigkeiten, im großen und ganzen ist die Küche jetzt fertig und ich muss jetzt nur noch die optimalste Einräumordnung austüfteln
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Samstag, 8. Juli 2023
Alles etwas langsamer
Mittlerweile haben wir alle beide Ganzkörpermuskelkater.

So als verweichlichter Sesselpupser ist man richtige Arbeit einfach nicht mehr gewöhnt, wir quälen uns dementsprechend langsam durchs Finish.

Mittags die erste Erfolgsmeldung: Auch die zweite Regalseite hängt, die Referenzessigflasche markiert den perfekt eingehaltenen Mindestabstand.



Insgesamt sind es vier Regale, je zwei neben- und übereinander. Blöd war, dass wir erst beim vierten Regal den Lifehack entdeckt haben, dass man die Schrauben der Halter auch ganz zum Schluss noch anziehen kann, also erst dann, wenn das Regal schon zu 80% auf die Halter draufgeschoben ist. Das erleichtert das Aufschieben der Bretter enorm, denn wenn die Halter noch etwas Spiel haben, wenn man das Brett draufschiebt, braucht es deutlich!!einself weniger Kraft.

Aber nun ja, immerhin wissen wir es jetzt, es sind schließlich noch zwei weitere Bretter zu montieren.

Auf der gegenüberliegenden Wand ist nämlich auch noch ein Teil Küche neugemacht worden:



Ich wollte ja unbedingt einen 90er Backofen und den auch noch unbedingt in Arbeitshöhe, da musste die Verlängerung des Esstischs weichen und wurde durch einen entsprechenden Küchenkorpus ersetzt. Dadrüber kommen jetzt noch zwei Regalböden.

Vorher wollte K aber die Tapete reparieren, denn da hingen ja bis Mittwoch noch die alten Regale, die nach dem Abmontieren entsprechende Löcher hinterlassen hatten.

Ks Reparaturmethode hat etwas medizinisches: Die Behandlung startet mit einer Verschlechterung,



Oben der alte, unten der vorbehandelte Zustand, K ist aber zuversichtlich, dass am Ende alles total schick aussieht und man nix mehr von den alten Löchern sieht.

Nun denn.
Aktuell bastelt er noch am Finish der Tapetenreparatur, ich schätze, die Regale werden erst morgen angebracht, aber ich hätte heute auch eh keine Lust mehr gehabt, noch größere Kücheneinräumaktionen zu starten.

Heute Nachmittag waren wir schwimmen, das Wasser ist mehr als 10° kälter als die Luft, das kühlt gut ab. Danach eine kleine Radtour mit Zwischenstopp beim Onkel und bei Lidl, dann Abendessen, Bratkartoffeln und Hähnchenkeulen. Sowohl Backofen als auch Herd sind wirklich super, ich bin sehr zufrieden mit der Wahl
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Donnerstag, 6. Juli 2023
Vorletzter Baustellentag
Noch sind die Regale nicht angebracht, Einräumen ist also immer noch nur eingeschränkt sinnvoll möglich, aber wenigstens habe ich die meisten Dinge schon mal grob vorsortiert so in die Schränke bzw. Schubladen reingesteckt, wie sie thematisch zusammengehören, damit ist eine grundsätzliche Nutzbarkeit der Küche wieder hergestellt.

Die Arbeitsfortschritte in einem Bild zusammengestellt:


Die eine Rückwand ist jetzt komplett fertig, K hat eben noch die Fugen versiegelt, damit die über Nacht ungestört vor sich hintrocknen können, morgen kommen die Regale dran und die zweite Wand wird noch tapeziert und dann sind von unserer Seite die Arbeiten erstmal erledigt, dann warten wir wieder auf die nächsten Handwerker.

Heute Abend habe ich den Herd eingeweiht, das ist so ein Hightech-Teil, dass es wohl noch eine Weile dauert, bis ich einigermaßen sicher im Alltagsumgang damit bin, aber der erste Versuch war auf alle Fälle schon ganz vielversprechend, ich bin sicher, wir zwei, also der Herd und ich, wir werden uns gut aneinander gewöhnen.

In Greven koche ich ja schon seit 15 Jahren mit Induktion, ich bin also durchaus daran gewöhnt, aber dieser Herd ist doch nochmal einige Generationen moderner als das, was ich bisher so kenne.
Als Zubehör gab es eine Teppanyakiplatte und eine Grillplatte, musste ich natürlich beide heute unbedingt ausprobieren. Es gab Hamburger, die Pattys auf der Grillplatte gegrillt und die Buns auf der Teppanyakiplatte geröstet.
Die Teppanyakiplatte überzeugte mich sofort, mit der Grillplatte muss ich noch üben, ich bin aber insgesamt sehr zufrieden bisher.

K ist am meisten von der Absaugeinrichtung des Herdes fasziniert, der saugt die fettige Luft und sonstige Kochdünste wirklich sehr effektiv und deutlich sichtbar nach unten weg, dort muss sie erst durch einen Fettfilter, den man in der Spülmaschine reinigen kann, dahinter sind noch Aktivkohlefilter, die den Geruch rausfiltern und offensichtlich funktioniert das sehr gut. Das ganze System ist ein Umluftsystem, d.h. es braucht keinen Anschluss nach draußen, die saubere, geruchsfreie Luft wird einfach durch den Sockel wieder in die Küche geleitet, das war das Argument, was mich überzeugte, denn zusätzliche Löcher in die Außenwand zu bohren, um ein Abluftsystem zu installieren habe ich bisher streng verweigert.

Aktueller Zwischenstand in der Küche, nach dem Saubermachen:



Weggeräumt sind die Koch- und Essenssachen, das Handwerkerzeug liegt noch rum, das brauchen wir ja morgen sofort wieder
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Mittwoch, 5. Juli 2023
Baustelle Tag 4
Das Wichtigste vorab: Ja, die Küchenbauer waren pünktlich heute morgen da und nein, von dem Orkan, der angeblich heute über Ostfriesland fegte, haben wir kaum etwas mitbekommen.

Okay, es war schlechtes Wetter, es hat zwischendurch gewaltig geregnet und Wind war auch, beim Onkel ist ein Blumenkasten umgeweht und ein Ast von der Eberesche ist auch abgebrochen, aber mehr Drama war nicht und auf keinen Fall auch nur annähernd so viel Drama, wie die permanenten, geballten Warnmeldungen erwarten ließen. Zwischendurch gab es sogar diesen Handyalarm, bei dem alle eingeschalteten Handys von alleine wie irre losheulten und auf dem Display blinkte die Gefahrenmeldungen, dass ein schreckliches Unwetter im Anzug ist und sich jeder sofort retten muss. Ich stand mit drei Küchenbauern und vier heulenden Handys in der Küchenbaustelle und wir wunderten uns alle miteinander.

Nachdem das Tief Bernd im Sommer 2021 durchs Ahrtal wehte und Tote forderte, wird jetzt vorsichtshalber bei jedem größeren Unwetter flächendeckend gewarnt, bloß nicht schuld sein, das zumindest haben alle auch nur theoretisch Verantwortlichen gründlich gelernt.

Ob diese inflationäre Warnerei jetzt positive Folgen hat, wage ich ja ernsthaft zu bezweifeln. Wenn ich 10x gewarnt wurde, ohne dass auch nur im Nachhinein eine theoretische Gefahr in meiner Umgebung identifizierbar gewesen wäre, gewöhnt man sich ja an die Aussagelosigkeit dieser Warnungen und kümmert sich auch dann nicht mehr drum, wenn es wirklich mal einen Grund gibt.

Wie auch immer, das wildeste, was hier heute auf der Insel zu beobachten war, waren die Dauerwarnungen auf allen Kanälen. Alle Fähren fuhren plangemäß, nur der Kat nicht, aber der stellt ab Windstärke 6 immer seinen Betrieb ein.

Deshalb kamen die Küchenbauer pünktlich an und fuhren auch passend wieder ab, in der Zwischenzeit haben sie die Küche aufgebaut und die ist jetzt schon ziemlich weit, wenn auch lange noch nicht fertig.


Ein Schrank ist 5cm zu schmal geplant worden, der muss jetzt noch mal ausgetauscht werden, mit den entsprechenden Domino-Folgen, d.h. dass auch das Regal in der Ecke, was einfach passend in den verbliebenen Platz hätte zurechtgesägt werden sollen, dieses Regal wurde nicht gebaut, weil sich der verbliebene Platz ja noch mal ändert und dann macht man den Rest eben erst dann komplett perfekt fertig, wenn alle notwendigen Bauteile die richtige Größe haben.

Ansonsten habe ich das schnellste, netteste und kompetenteste Küchenbauerteam erlebt, was man sich nur vorstellen kann, die drei Jungs waren wirklich Spitze.

Die Küche ist ansonsten auch toll, wir müssen jetzt aber noch die Regale anbringen, bevor ich den Kücheninhalt sinnvoll wieder einräumen kann. Denn solange ich nicht weiß, wie viel und welchen Kram ich auf die Regale stellen kann, macht es ja wenig Sinn, den restlichen Schrankinhalt optimiert auszutüfteln.

Bevor die Regale angebracht werden können, muss aber erst die Rückwand angeklebt werden, das konnte heute noch nicht passieren, weil die frisch verputzte Wand noch nicht durchgetrocknet war.

Und wenn die Rückwand geklebt und getrocknet ist (auch hier muss der Trockenvorgang wieder ohne Störung abgewartet werden), dann muss noch tapeziert werden und dann, dann können die Regale angebracht werden.

Es dauert also noch - und so lange bleibt hier das Baustellenfeeling, es geht aber eindeutig positiv voran und wir sind auch schon ziemlich weit.

Für heute reicht es zunächst mal, auch ohne selber Schränke geschleppt zu haben, bin ich ziemlich k.o.
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Sonntag, 2. Juli 2023
Baustelle
Heute war Ausräumen und Kaputtmachen angesagt.
Ging aber erfreulich schnell.



Morgen Vormittag klopft K noch neue Schlitze für Leitungen und Löcher für eine Vergrößerung der Steckerleiste, am Nachmittag kommt der Onkel und bringt sein Geschirr mit, das ist Handwerkersprech für Werkzeug, dann wird es ernst und irgendjemand muss in den Kriechkeller und dort Stromkabel vom Verteilerkasten bis zur Küche ziehen. Anschließen wird sie der Onkel, aber vorher müssen Anfang und Ende der Leitung an den richtigen Stellen liegen.

Am Abend wird der Herd abgeholt, bisher läuft alles nach Plan.

Das Wetter spielt auch mit, es ist mit 19° angenehm kühl und so windig, dass Radtouren keinen Spaß machen und Spaziergänge am Strand wegen wehendem Sand unmöglich sind, alle sind froh, wenn sie drinbleiben können und arbeiten
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