Ich dagegen bin ja eh nicht so der Weihnachtsmarktfan und Reibekuchen esse ich auch lieber drinnen und im Warmen und wenn möglich auch nicht ganz so fettige, aber die Geschmäcker sind halt verschieden.
Da ich aber weiß, wie wichtig K seine jährlichen Reibekuchen sind, begleite ich ihn auf den Weihnachtsmarkt und wenn ich Glück habe, können wir nach dem Verzehr der Reibekuchen auch wieder gehen. Ich nenne das aufopferungsvolle Liebe meinerseits, K meint, er könne mir umgekehrt einen Gefallen tun, wenn er extra lange mit mir über den Markt schlendert und bereitwillig alles anguckt, um mir ein paar ganz besonders schöne Weihnachtsmarktmitbringsel zu kaufen.
Da ich inzwischen ausreichend Mützen, Handschuhe und Pulswärmer besitze, die Gewürze von dem Weihnachtsmarktbesuch von vor fünf Jahren sind auch noch nicht verbraucht, und weder Bienenwachskerzen noch Strohsternanhänger in unseren Haushalten fehlen, wird das mit dem Einkaufen auf dem Weihnachtsmarkt immer komplizierter.
Dieses Jahr bin ich, knapp hatte K seinen dritten Puffer verspeist und sich die Finger saubergewischt, energisch Richtung Ausgang und Autoparkplatz gestrebt, einen kleinen Schlenker habe ich eingebaut, weil ich mich partout nicht noch mal durch die superdichte Menschenmenge vor dem großen Bier- und Glühweinstand drängeln wollte und außerdem war mir kalt.
Das mit dem Kaltsein ist ja auch so eine seltsame Sache, es reicht eine kleine klitzekleine Stelle am Körper, die kalt ist und schon fühlt sich alles schlecht an.
Eigentlich war ich dieses Jahr auf das Rumstehen auf dem Weihnachtsmarkt gut vorbereitet, ich hatte meine dicken Fellschuhe an, meine Daunenjacke, Skiunterwäsche samt Ski-Kniestrümpfen (gab es bei Falke und ist wirklich eine feine Sache), außerdem Handschuhe, Pulswärmer einen Schal und Ohrenklappen, alle kritischen Stellen wie Füße, Hände, Ohren und Nacken waren also kuschelig warm. Ich sah in dieser Eisbärverpackung zwar maximal dämlich aus , aber in Schönheit erfrieren war noch nie eine für mich interessante Option.
Doch es gab eine kleine Stelle am unteren Rücken, ein schmaler Streifen von vielleicht zwei, höchstens drei Zentimeter, knapp überm Hosenbund und unterhalb der Nieren, der war kalt. Weshalb der kalt war, ist nicht erklärlich, denn natürlich war ich an dieser Stelle ordnungsgemäß bekleidet, ich trug ja sogar die Skiunterwäsche, bei der das Unterhemd bis weit über den Po reicht, darüber einen Pulli und dadrüber die Daunenjacke - aber trotzdem war dieser kleine Streifen kalt und das reichte, damit ich mich insgesamt kalt und unwohl fühlte, es war alles in höchstem Maße unerfreulich.
Zum Glück blieben wir nicht lange auf dem Weihnachtsmarkt, das Kaltgefühl dagegen blieb noch eine ganze Zeit länger, ich musste es im Auto mit der Sitzheizung auf höchster Stufe bekämpfen, das war alles sehr seltsam.
Zuhause habe ich dann versucht rauszukriegen, was genau an dieser Stelle im Körper für Organe sitzen und konnte irgendwie keine finden. Die Nieren sind höher, die Leber und die Milz sind da auch nicht, eigentlich ist da exakt gar nichts außer Rücken und mein Arztsohn, den ich dann danach befragte, meinte, genau das wäre die Erklärung. Weil da eben nix ist, ist dieser Bereich auch weniger gut durchblutet und dann fühlt es sich dort auch schneller kalt an.
Ich finde, das hat die Natur sehr schlecht eingerichtet
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Es gibt eine Historie, weshalb mein Auto von dieser Werkstatt grundsätzlich geholt und wieder zurückgebracht wird, weil es nämlich nicht mehr die Grevener VW-Werkstatt ist, in der mein Auto behandelt wird, sondern eine Konkurrenz-VW-Werkstatt, die rund 30km entfernt liegt.
Die Grevener VW Werkstatt heißt "Auto Krause", die andere, fünf Orte weiter weg liegende VW-Werkstatt heißt "Auto Krause Familie" und man kann an diesem Namensunterschied schon erkennen, dass es da wohl mal einen Zwist unter den Erben der Eigentümern gegeben haben muss, der aber schon länger her ist, denn das ist schon seit vielen Jahren so.
Ich hole etwas aus:
Seit 2009 besitze ich einen Golf GTI. Zunächst hatte ich einen "normalen" GTI, seit 2015 die Cabriovariante.
Nachdem ich den ersten GTI frisch übernommen hatte, brachte ich ihn zur Inspektion in die Grevener VW-Werkstatt, größere Probleme gab es nicht mit dem Auto, so weit alles normal, sehr viel Kontakt zu Menschen in dieser Werkstatt hatte ich nicht, es gab ja auch keine besonderen Themen außer dieser einen Jahresinspektion.
Dann hatte mein Auto aber einen Motorschaden, einfach so, ohne Grund. Während der Fahrt spuckte er plötzlich große Mengen
Ich fand 6.000 € viel, das ganze Auto hatte nur 8.000 € gekostet als ich es zwei Jahre vorher gebraucht gekauft hatte und alles andere war noch tippitoppi, es fühlte sich insgesamt aber irgendwie alternativlos an. K riet mir, mit der Werkstatt zu verhandeln und nachzufragen, ob es nicht auch einen gebrauchten Motor gäbe, das wäre doch sicherlich preiswerter. Ich fragte also nach alternativen Reparaturmethoden, die aber lehnte die Werkstatt rigoros ab, so etwas würden sie nicht machen, die Reparatur kostet 6.000 €, bitte hier den Auftrag unterschreiben.
Weil ich mich über die Arroganz und den Ton, in dem sie mit mir redeten, sehr ärgerte, suchte ich nach gebrauchten GTI-Motoren bei ebay. Ich kaufe ja immer alles bei ebay, warum also nicht auch einen gebrauchten GTI-Motor. Mir erschien das sogar sehr wahrscheinlich, dass es so etwas geben müsste, denn der durchschnittliche GTI verstirbt nicht aus Altersschwäche, sondern weil sein Besitzer die Möglichkeiten von so einem kleinen, nicht allradangetriebenen 200PS-Autochen unterschätzt hat. GTIs sind sehr gut darin, sich um Bäume zu wickeln und nach so einem suchte ich, sozusagen Organspender nach Verkehrsunfall für eine
Und tatsächlich fand ich einen, inklusive dem passenden Chirurgen, es gab nämlich eine kleine Werkstatt im Sauerland, die genau diesen Service anbot. Bei dieser Werkstatt kaufte ich also den neuen, gebrauchten Motor für mein Auto inklusive Einbau und Hängerabholung des Autos bei der Werkstatt in Greven kostete mich der Spaß dann weniger als die Hälfte und ich war sehr zufrieden.
Als ich der Grevener Werkstatt mitteilte, dass ich den Wagen nicht bei ihnen reparieren lasse, sondern dass er abgeholt und woanders hin transportiert wird, wo er einen gebrauchten Motor bekommt, da dauerte es nur ungefähr eine Stunde, bis ich plötzlich ein neues Angebot für die Motorreparatur bekam, jetzt sollten es nur noch 4.000 € kosten und ich bekäme einen ganz neuen Motor und müsse mich nicht mit etwas Gebrauchtem rumärgern.
Dieses Angebot fand ich dann solche eine Unverschämtheit, dass ich von dem Tag an, überhaupt gar nie mehr etwas mit dieser Werkstatt zu tun haben wollte.
Als ich 2015 das GTI-Cabrio bekam, habe ich den normalen GTI verkauft und es stellte sich heraus, dass der Käufer der Werkstattleiter der Grevener VW-Firma war, der den Wagen für seine Tochter haben wollte. Dieser Werkstattleiter ist ein ungemein netter Mensch und natürlich erzählte ich ihm die Geschichte mit dem günstigeren Reparaturangebot, mit dem seine Firma erst in dem Moment um die Ecke kam, als sie begriffen, dass ich ihnen doch nicht so ausgeliefert bin, wie sie wohl angenommen hatten.
Er entschuldigte sich ausführlich für seine Firma und meinte, ich könne mit dem Cabrio aber jederzeit zu ihm kommen, er würde sich persönlich darum kümmern, dass ich gut behandelt würde.
Also probierte ich es aus und war sehr zufrieden. Dieser Werkstattleiter vermittelte mir wirklich den Eindruck, als wäre ich sein persönlicher Lieblingskunde, kümmerte sich um alles und schlug mir sehr sinnvolle und gute Lösungen vor, wenn es mal schwieriger war, ich war sehr zufrieden.
Aber dann, eines Tages bekam ich von diesem Werkstattleiter einen privaten Anruf, in dem er mir mitteilte, er hätte sich sehr mit seinem Arbeitgeber überworfen und würde ab sofort nicht mehr in Greven für Auto Krause, sondern 30km und fünf Dörfer weiter für Auto Krause Familie arbeiten, und er würde mich gerne als Kundin behalten, deshalb bot er mir einen dauerhaften Hol- und Bringservice für mein Auto an, wenn ich mit ihm zu seinem neuen Arbeitgeber, der Auto Krause Familie wechsele.
Das war keine schwierige Entscheidung und seitdem wird mein Auto halt abgeholt und wieder gebracht, wenn es inspiziert werden möchte.
Diese modernen Autos wissen ja immer selber, wann was gemacht werden muss, das ist sehr praktisch, man muss sich als Eigentümer im Grunde um kaum noch etwas kümmern, wenn man einmal seine Bankkarte mit Abbuchungserlaubnis hinterlegt hat.
Das einzige, was sie nicht anzeigen, ist der fällige TÜV-Termin. Der wäre bei meinem Auto dieses Jahr im Juli gewesen, da es mich aber nicht daran erinnerte, ist auch nichts passiert, ähem räusper, aber darum hat sich der freundliche Werkstattleiter heute auch gekümmert. Und das Radio läuft auch wieder ohne Macken, das war ein sehr erfolgreicher Werkstattbesuch für mein Auto heute
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Ich habe nämlich heute aufgeräumt und wenn ich so etwas anfange, weil ich da grade Lust zu habe, dann ist nachher nicht nur alles ganz ordentlich, sondern ich bin auch noch hochzufrieden mit mir und sehr froh über so einen gelungenen Tag.
Im Grunde ist es ganz einfach: Wenn man glücklich sein will, muss man nur von der richtigen Seite auf die Dinge schauen.
Grundsätzlich hört sich Aufräumen ja nicht nach einer spaßbringenden Tätigkeit an, liegt aber nur daran, dass man es oft als lästige Tätigkeit betrachtet. Wenn man sich darüber freut, dass man endlich mal ausreichend Zeit und Schwung hat, die Dinge auf- und wegzuräumen, die schon seit Wochen oder Monaten die Schönheit der Einrichtung behindern, dann ist das eine tolle Sache, denn man wird ja sofort belohnt, nämlich mit einer Wohnung, in der man sich richtig wohlfühlen kann.
Als ich fertig war, wollte ich den Raum auch noch richtig stylisch schön leuchten lassen, Ambiente pur.
Ich habe außer der über Hue gesteuerten, indirekten Beleuchtung auch noch ein paar Kerzen angezündet und mich sehr über den Teelichthalter mit dem Hirsch gefreut, den ich am Mittwoch auf dem Flohmarkt für 50 cent gekauft habe. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass der so hübsch aussieht.

Sehr begeistert bin ich übrigens auch über die beiden Aufsatzplatten für den Induktionsherd.
Kennengelernt habe ich die über die neue Küche auf Borkum, bei der hat mir der Küchenverkäufer nämlich gesagt, dass es für den Herd, den ich auf Borkum habe, passendes Zubehör gibt und ich habe eine Grillplatte und einen Teppanyaki-Aufsatz bestellt und bin sehr zufrieden damit, denn die Grillplatte ersetzt problemlos jeden externen Grill, man kann darauf von Steaks über Gemüse bis hin zu Scampis wirklich alles so perfekt grillen, dass man überhaupt keinen anderen Grill mehr braucht. Ich hätte es nicht geglaubt, wenn ich es nicht selber erlebt hätte, aber auf dieser Grillplatte habe ich inzwischen schon mehrfach so perfekte Steaks gegrillt, dass jedes Steakhaus neidisch werden könnte. Das beste ist, dass das fast fettfrei funktioniert, was bedeutet, es gibt keine verspritzte Sauerei anschließend wegzuwischen und die Grillplatte selber lässt sich völlig problemlos in der Spülmaschine reinigen.
Der Teppanyaki-Aufsatz ist auch super, darauf kann man Kochen wie beim Japaner und da ich japanisches Essen sehr schätze, bin ich mit dieser Platte natürlich im siebten Himmel, endlich kann ich auch die heißen Gerichte selber machen, ich bin mit beiden Aufsätzen hochzufrieden.
Da beide Platten offiziell Sonderzubehör für das Neff-Kochfeld sind, was ich nun auf Borkum habe, brauchte es eine Weile, bis in meinem Kopf die Frage entstand, wieso eigentlich nur für Neff-Herde. Muss doch auf jedem Induktionsherd funktionieren.
Ich googelte etwas und erfuhr, dass man ein sogenanntes "Flex-Induktionsfeld" dafür braucht, also einen Induktionsherd, bei dem die einzelnen Kochstellen nicht einzeln sind, sondern zusammengeschaltet werden können.
Genau so einen Induktionsherd habe ich auch in Greven. Als ich das begriffen hatte, wollte ich diese Aufsatzplatten natürlich unbedingt auch für Greven haben. Zunächst scheiterte es daran, dass ich Schnappatmung bekam als ich sah, was die Platten laut Hersteller kosten sollen. DAS fand ich dann doch etwas sehr viel. Was ich für die Platten auf Borkum bezahlt habe, weiß ich nicht, die waren im Gesamtpreis der Küche enthalten.
Ich googelte also rum und entdeckte, dass man die auch bei ebay kaufen kann und dass es dann deutlich! preiswerter wird.
Inzwischen sind beide Platten angekommen und die Grillplatte haben wir gestern auch schon erfolgreich eingeweiht - es funktioniert auf diesem Herd genauso super wie auf Borkum und ich bin rundum zufrieden damit.

Heute gab es allerdings nichts Gegrilltes, sondern Suppe, schließlich ist heute Samstag.
K hat auch mit aufgeräumt, er hat sich unter anderem darum gekümmert, meine alte AppleWatch zu fotografieren, ordentlich einzupacken und bei Ebay einzustellen. Zurückgesetzt hatte ich sie schon, es war also alles erledigt, es musste sich jetzt nur noch ein Käufer finden. Knapp hatte K die Uhr eingestellt, fragte der Erste nach dem Batteriezustand - und ich hatte keine Ahnung. Ich weiß zwar, dass der Batteriezustand der Uhr immer noch sehr gut ist, aber die konkrete Prozentzahl des Batteriezustandes hatte ich natürlich vergessen vor dem Zurücksetzen nachzuschauen.
Also habe ich die Uhr wieder ausgepackt, gekoppelt, festgestellt dass die Batterie noch eine Ladekapazität von 85% hat, dann konnte ich sie wieder zurücksetzen und erneut verpacken. Was für ein Umstand, aber immerhin habe ich jetzt ein Foto als Beweis für den guten Batteriezustand
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Ich habe heute aber auch das erste Mal seit langem wieder Home-Office gemacht und das bestand hauptsächlich aus Telefonieren, dadurch entstand kein klassisches Bürogefühl, weil ich dafür viel zu wenig am PC saß und so kam wohl das Samstagsgefühl auf.
Dazu kam, dass ich heute aber auch mit der Home-Office-Telefoniererei sehr früh Schluss machte, denn es stand ein Familienausflug zu Solkenfalke an.
Dort wurde heute Black-Friday gefeiert mit 20% Rabatt auf alles, eine perfekte Gelegenheit den schon länger geplanten Familienausflug ins Sauerland endlich umzusetzen.
N sagte ab, er wollte sich lieber in Berlin einen schönen Tag im Spa machen, er hat nämlich heute Geburtstag und ich feierte mit ihm 32 Jahre Mutterschaft.
Aber J war extra um 6h in Hamburg aufgestanden, um sich in den Zug zu schmeißen, der gegen 13h hier in Greven ankam, den sammelten wir also ein und fuhren weiter nach Kamen, wo C gegen 14h aus Bielefeld ankam, dann waren wir komplett , fuhren zu viert weiter und trafen gegen 15h im Sauerland im Werksverkauf ein, wo wir großzügig einkauften.
Ich hatte einen Sockenfalke-Einkaufsfonds aufgelegt, in den ich all die Werbeprämien einzahlte, die die Kinder dadurch verdienten, dass sie ein C24-Konto mit meinem Einladungslink eröffneten (C24 zahlt nur für das Eröffnen des Kontos 70 €, selbstverständlich haben wir dort alle ein Konto eröffnet, schneller kann man kein Geld verdienen. Außerdem zahlt C24 aber auch noch 4% Zinsen aufs Tagegeld, solche Angebot sollte man nicht ausschlagen.)
Wie auch immer, wir waren finanziell gut gerüstet und mit einem Rabatt von 20% auf alles, selbstverständlich muss man dann den halben Laden aufkaufen.
Es war also ein sehr schöner und einkaufstechnisch sehr erfolgreicher Tag, ich besitze jetzt drei neue Falke-Strick-Strumpfhosen für 40% des normalen Ladenpreises, absolut betrachtet ist auch das noch viel Geld für eine blöde Strumpfhose, aber wenn ich mir selber oft genug vorsage, dass ich reich bin und mir das alles leisten kann, dann glaube ich mir das auch irgendwann - und falle dann in ein nur schwer bremsbares Einkaufsfieber.
Auf alle Fälle sind jetzt alle wieder gut mit Socken versorgt, und insgesamt war das ein wirklich gelungener Ausflug
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Inflation ist, wenn die Preise steigen, das kennt man.
Shrinkflation kannte ich auch schon, da "shrinkt" der Inhalt bei gleichbleibendem Preis.
Bei Butter war das mal ein großes Thema, denn da gab es früher gesetzliche Vorgaben, für die Art und Mengen der Verpackungen. Als das 2010 aufgehoben wurde, brachten einzelne Molkereien 200g Butter-Pakete auf den Markt, wurden dafür aber sehr schnell ausgebuht, weil sich die Verbraucher getäuscht fühlten.
In letzter Zeit gibt es allerdings wieder vermehrt die kleineren 200g Butterpakete im Angebot, so fällt es natürlich weniger auf, wenn der Grundpreis pro kg gestiegen ist.
Und Skimpflation ist, wenn der Preis gleich bleibt, aber die Qualität sinkt. Wenn der Hersteller bei den Produktionskosten knausert (to skimp), in dem er schlechtere Qualitäten einkauft, ist das betriebswirtschaftlich die klassische Alternative zu Preissteigerungen, neu war für mich nur der Begriff dafür, er gefiel mir aber sofort.
Außerdem ist heute Rudolph in mein Büro eingezogen, ich finde, er passt dort sehr gut hin.

Meine Auto-Fahrtstrecke zum Büro dauert für 15km Entfernung ca. 20 Minuten. Davon brauche ich für die ersten 20% der Strecke fast genauso lange wie für die restlichem 80%, denn ich muss zunächst einmal quer durch Greven fahren, bevor ich auf die Landstraße nach Münster komme, wo mein Büro verkehrstechnisch perfekt direkt am Stadtrand von Münster liegt. Langsamen Stadtverkehr habe ich also nur in Greven, der Rest geht ziemlich zügig.
Mich erinnert das immer an den Spruch meiner Großmutter, die sagte: 80% der Arbeit brauchen 80% der Zeit, die restlichen 20% der Arbeit brauchen noch mal 80% der Zeit.
Heute war das Verhältnis noch ungünstiger, denn erstens war ich schon vor 8h unterwegs und wäre damit in die Rush-Hour der Grundschulkinderbringmuttis geraten, wenn ich mich nicht spontan entschieden hätte, dann lieber einen Schlängelweg durch die verkehrsberuhigte Zone der kleinen Anliegerstraßen zu wählen, weshalb ich zweitens genau dort hinter einem Müllauto landete, an dem es aufgrund der ausgeuferten Verkehrsberuhigung kein Vorbeikommen gab.
Ich bin ja nur sehr selten so früh schon unterwegs und seit heute weiß ich auch ganz genau, weshalb ich das grundsätzlich tunlichst vermeiden sollte, denn es dauert fast dreimal so lange, ich bin übrigens fest überzeugt, dass ich durch den SUV-Stau vor der Grundschule auch nicht schneller durchgekommen wäre.
Weil ich nun hinter diesem Müllauto festhing, hatte ich alle Zeit der Welt mir in Seelenruhe anzuschauen, wie Mülltonnen geleert werden und was für einen tollen Job die Jungs machen, die hinten am Müllwagen hängen und alle fünf Meter abspringen, um die nächsten Mülltonnen heranzurollern, einzuhängen, auszuleeren und wieder zurückrollern. Echt beeindruckend.
Insgesamt brauchte ich für die Fahrt ins Büro heute 35 Minuten, also eine Viertelstunde länger als zu meiner üblichen Zeit gegen 9h und ich stöhnte schon innerlich über diese extra Viertelstunde.
Was bleibt ist die für mich völlig unerklärliche Frage, warum 80% der arbeitenden Bevölkerung unbedingt zwischen 7h und 8h hin - und gegen 16h bis 17h zurückfahren will. Die stehen sich doch alle nur selber im Weg.
Zusätzlich habe ich mir aber auch mal wieder selber bestätigt, dass mir ein Arbeitsweg von mehr als 20 Minuten eine derart abstrus schlechte Laune macht, dass es völlig sinnlos wäre, mir einen Job in der Innenstadt oder mit längeren Anfahrtswegen zu suchen, zum Glück habe ich das aber auch schon immer gewusst und eine Zusammenarbeit mit so Schickimicki-Büros in Innenstadtlage seit jeher rigoros verweigert. Lieber weniger verdienen, dafür kein Stress mit dem Arbeitsweg, so hat halt jeder seine eigenen Prioritäten
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Der einzige Nachteil ist, dass ich eigentlich Mittwochsvormittags arbeiten müsste, aber wenn das Wetter schön ist, verlässt mich jede Art von Arbeitsmoral und es zieht mich dringend auf diesen Flohmarkt.
Heute war schönes Wetter und ich war angenehm früh unterwegs, so dass ich gar nicht erst ins Büro, sondern gleich weiter bis zum Flohmarkt gefahren bin, das passte alles ganz wunderbar. Um 11h hatte ich eine Videokonferenz, bis dahin fühlte ich mich frei und genoß meinen Ausflug.
Die Kombination aus Flohmarkt und Büro ist in Punkto Kleidung und Schuhe immer eine gewisse Herausforderung, im Sommer habe ich oft ein zweites Paar Büroschuhe dabei, jetzt im Winter ist mir das Schuheumziehen zu lästig. Heute hatte ich mich für ein Paar schwarze, hohe Lederboots mit Metallhaken statt Löcher für die Schnürbänder entschieden.
Für den Flohmarkt waren die prima, weil sehr bequem beim Laufen, bürotauglich wurde der Look mit einer engen schwarzen Hose und einem riesigen schwarzen Rollkragenpullover, das Ganze hatte gewollt architektenhafte Züge, ich finde, man muss nicht zwingend selber Architekt sein, um sich so zu kleiden.
Ich hatte allerdings übersehen, dass Menschen, die solche Schnürboots tragen, wohl eher selten gelangweilt die Füße übereinanderschlagen, was ich immer dann mache, wenn ich in Besprechungen sonst nix zu tun habe. Heute führte das aber fast zu einem spektakulären Unfall, denn die Schnürriemen der übereinandergeschlagenen Schuhe verhakten sich gegenseitig in ihren Ösen - und ich war gefesselt.
Ich saß auf meinem Stuhl und konnte die Füße nicht mehr auseinander nehmen, weil der Schnürsenkel des linken Schuhs sich in den Ösen des rechten verfangen hatte und umgekehrt.
Das war ziemlich blöd, denn während ich verzweifelt versuchte, meine Füße zu befreien, verhakten sich die Schuhe nur immer mehr ineinander und ich wurde langsam panisch.
Mit sehr viel Selbstdisziplin und Zusammenreißen gelang es mir aber dann doch ohne fremde Hilfe meine Füße wieder zu entfesseln, ich möchte mir nicht vorstellen, zu welcher Schadenfreue es geführt hätte, hätte ich fremde Hilfe in Anspruch nehmen müssen.
Nach dieser Aktion mit den Schuhen war mir endgültig die Lust auf Büro vergangen, deshalb machte ich früh Schluss und fuhr nach Emsdetten, um noch viel mehr durchsichtige Vorratsdosen für die Küchenschublade zu kaufen.
So ein Halbtagsjob im Büro ist eine sehr angenehme Sache, ich muss mir das viel öfter mal gönnen
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Nächsten Dienstag ist mein Auto für die Jahresinspektion in der Werkstatt angemeldet, als Zusatzaufgabe hatte ich die Reparatur des durchgeknallten Radios in Auftrag gegeben.
Auf der Rückfahrt gestern Abend lief das Radio schon die gesamte Zeit unterbrechungsfrei durch, heute Morgen sprang alles sofort an, so dass ich testweise probierte, was passiert, wenn ich mein Handy mit dem Auto verbinde und einen Podcast starte. Es passierte nichts, oder anders ausgedrückt: Es funktionierte alles.
Das finde ich jetzt wirklich höchstärgerlich, denn ich traue dem blöden Gerät sofort zu, dass es jetzt für eine Woche noch ohne Macken funktioniert, nur um nach dem Werkstattbesuch, bei dem dann ja keine Störung gefunden oder behoben werden kann, sofort wieder in den alten Trott zu verfallen.
Das Ding simuliert doch nur, dass es wieder funktioniert.
Im Büro drehte sich heute alles um Wirtschaftspläne und Kollegen, die anderen Kollegen keine Fehler melden, so dass der falsche Export aus der Buchhaltung, der die Grundlage für die Wirtschaftspläne bildet, von keinem Kollegen angeprangert wurde, mit der Folge, dass der Leiter Rechnungswesen Wirtschaftspläne erstellt hat, die alle an demselben, schwerwiegenden Geburtsfehler litten und es kann sein, dass ich heute ein bisschen geschrien habe.
Eigentlich hatte ich vorgehabt, heute früh aus dem Büro nach Hause zu fahren, um noch bei Emsa vorbeifahren zu können, weil ich ja noch dringend mehr von den viereckigen Vorratsdosen für die Küchenschubladen brauche. Als ich um 19h das Büro verließ, standen die Chancen schlecht, dass ich es bis 18h noch rechtzeitig vor Ladenschluss zum Emsa-Werksverkaufs geschafft hätte, vielleicht wenn ich rückwärts gefahren wäre, das wollte ich dann aber doch nicht ausprobieren
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Gestern waren wir ja viel draußen unterwegs, heute haben wir das Haus nur einmal verlassen, um ein Paket zur Packstation zu bringen, den Rest des Tages haben wir mit Aufräumen, Umräumen und Saubermachen verbracht.
Das Wohnzimmer stand randvoll mit viereckigen Dosen für die Küchenschubladen, außerdem hatten wir noch einen neuen Topf gekauft, der auch irgendwo untergebracht werden musste und so ergab sich das eine aus dem anderen. Am Ende des Tages ist jetzt nicht nur der Inhalt der Küchenschränke hübsch und neu sortiert, sondern auch der Gefrierschrank im Keller abgetaut, grundgereinigt und wieder eingeräumt.
So ähnlich habe ich das auch mit dem Topfregal in der Küche und den beiden großen Küchenschubladen gemacht - alles einmal rausholen, jede Menge Dinge aussortieren, alles saubermachen und anschließend mit einem neuen, besseren System wieder einräumen.
Alle Vorratsdosen sind in den Küchenschubladen verschwunden und, wie nicht anders zu erwarten, waren es natürlich viel zu wenige, ich muss da nächste Woche unbedingt noch welche nachkaufen.
Das Topfregal ist jetzt deutlich praktischer eingeräumt, dafür sind ein paar Dinge im Keller gelandet und diverse Töpfe und Pfannen wurden rigoros aussortiert.
Der Nachteil beim Reichsein ist, dass man dann Dinge kauft, die man nicht braucht, weil man ja schon alles hat, aber noch nicht in so schick.
Die neuen sind Dinge sind also schöner oder besser als die alten, auf alle Fälle aber immer mindestens zwei Preisklassen teuerer als das, was man bisher so gekauft hat. Nur leider muss man dann noch das Problem lösen, wohin mit den alten Dingen, an denen ja nichts dran ist und die noch zu 100% funktionieren, sie sind halt nur nicht so edel, wie das, was man sich jetzt neu gekauft hat.
Und ehrlich gesagt hasse ich es, voll funktionstüchtige Dinge wegzuwerfen, deren einziger Mangel darin liegt, dass sie nicht ganz so toll sind wie die Dinge, die sich nur Leute kaufen, die sowieso zu viel Geld haben. Aber ich habe deshalb trotzdem den gusseisernen Ikeatopf aussortiert, weil ich mir letztes Jahr einen von LeCreuset gekauft habe und zwei gusseiserne Töpfe braucht wirklich niemand, habe ich mir im Laufe des letztes Jahres eindeutig bewiesen.
Noch bin ich nicht so weit, dass ich einfach in Läden gehe und dort sinnlos einkaufe, immerhin kaufe ich ja nur Dinge, die enorm reduziert sind, weil ich ja immer noch sehr auf Geldsparen stehe, aber auch eine um 90% reduzierte Pfanne ist grundsätzlich noch zu teuer, wenn man eigentlich gar keine Pfanne mehr braucht.
Merke ich leider immer erst hinterher.
Beim Topfregalausräumen stellte ich heute fest, dass ich inzwischen acht Pfannen besitze, ich habe mich ein bisschen vor mir selber geschämt, aber das ist wohl der Preis den ich dafür zahlen muss, wenn ich jetzt immer tollere Dinge haben will.
Irgendwie muss ich mir jetzt endlich mal merken, dass ich nun ernsthaft genug Töpfe und Pfannen besitze, in beiden Haushalten und dass es absolut gar keine Notwenigkeit gibt, die Qualität noch weiter steigern zu wollen, weil mittlerweile alle Töpfe und Pfannen, die ich in beiden Haushalten besitze, eine absolute superspitzen Topqualität haben. Gleichzeitig ist das aber auch eine sehr traurige Erkenntnis, denn ich liebe es sehr, Töpfe und Pfannen zu kaufen.
Irgendwas ist ja immer
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Der Tag begann schon früh, weil ich den hektischen Rhythmus der vergangenen Arbeitswoche noch nicht abgelegt hatte, deshalb war ich um 6h wach, um 6.30h hatte ich K so erfolgreich wachgetriezt, dass er nachgab, aufstand und Kaffee machte.
Ich las derweil die Blogs der vergangenen Woche nach und fand bei der Kaltmamsell einen Link auf einen Artikel, den ich anschließend nur noch japsend vor Begeisterung sofort mit den Kindern im Familienchat und mit K im Bett neben mir, diesem passagenweise vorlesend, teilen musste.
Es ist eine Veröffentlichung des Linguistikprofessors Peter Auer, der in hochwissenschaftlicher Form Entstehung, Verwendung, Bedeutung und Nutzen des Diskursmarkers "genau" untersucht.
Meine sich mehrfach überschlagende Begeisterung über diesen Artikel ist nicht unbedingt dem Thema des Beitrags selber geschuldet, wenngleich ich zugebe, dass es mich spätestens mit der Aussage
Dieses Powerpoint-Genau, wie man es nennen könnte, führt bei älteren Sprechern und Sprecherinnen des Deutschen immer noch zu Irritationen, während es für jüngere völlig unproblematisch ist.
doch sehr interessierte, weil ich noch nie auf den Gedanken gekommen bin, dass diese ständige Genausagerei ein Altersding ist und jüngere Menschen es nicht ebenso albern finden wie ich.
Die eigentliche Begeisterung entstand jedoch durch die Unmenge an total geilen Imponiervokabeln, die man sich hier aneignen konnte und ich habe spontan beschlossen, dass ich den Artikel bei nächster Gelegenheit in Ruhe durcharbeite und mir dabei alle schicken Wörter einzeln rauspicke, aufschreibe und dann wie früher Latein-Vokabeln solange lerne, bis sie fließend sitzen.
Denn wie cool ist das, wenn man bei nächster Gelegenheit nicht nur über responsive Diskursmarker, sondern auch über Häsitationspartikel, deontische Infinitivkonstruktionen und epistemische Bedeutungskomponenten philosophieren kann?
Mein Westfalenmann, dem ich einen Abschnitt über den Begriff des Rezipientensignals vorlas, reagierte zunächst mit "hmmm", auf mein Kichern antwortete er aber spontan mit "Roger", was ich wiederum nur als eine sehr gute Umsetzung des Begriffs bewundern kann.
Dann schlug K vor, wir könnten nach Gescher fahren, weil er herausbekommen hatte, dass es dort einen Klinkerhersteller gibt, der unter Umständen genau den Klinker herstellt, nach dem wir seit vier Jahren (bisher erfolglos) fahnden.
Für unser neues Haus müssen wir nämlich immer noch den richtigen Klinker finden. Dass es Klinker sein soll und kein holländischer Backstein, war eine von Ks kompromisslosen Vorgaben, denn Klinker ist qualitativ einfach hochwertiger und K ist nicht bereit, bei der Qualität der verwendeten Baustoffe für dieses Haus irgendwelche Abstriche zu machen. Backsteine haben aber oft die hübschere Optik und so kam es, dass ich irgendwann aufgab und K sagte, er solle das einfach alleine aussuchen, den Klinker für meinen Geschmack gäbe es ganz offensichtlich nicht und dann wäre es mir einfach egal.
Nun kam vor kurzem eine neue Ausgabe eines münsterländischen Architekturmagazins raus, ich blätterte es durch und sah ein Haus, was ich mir sofort als sehr gutes schlechtes Beispiel für ungemein hässliche Fenster markierte und sehr grinste als K mit dem Magazin zu mir kam, um mich genau auf dieses Haus hinzuweisen. Ich habe nämlich eine sehr große Abneigung gegen bodentiefe Fenster. Ich finde, bodentiefe Fenster geben einem Haus ein sehr hässliches Gesicht. Es sieht schlechtgelaunt aus, verhärmt und bekommt eine lange Nase.
Ich verweigere auf das Entschiedenste, dass es in unserem Haus bodentiefe Fenster geben wird.
Das Haus in diesem Magazin (Seite 8-9) hat bodentiefe Fenster und ich fand es ein sehr gutes Beispiel dafür, wie hässlich das ist.
K ging es bei dem Haus aber nicht um die Fenster (da hat er schon nachgegeben und sich meiner Meinung angeschlossen, wir werden keine bodentiefen Fenster haben, sondern Panoramafenster mit tiefer Fensternische und eingebauter Sitzbank), sondern ihm war der Klinker aufgefallen und da musste ich ihm recht geben, die Klinker von dem Haus gefielen mir auch, ich hatte die nur wegen der hässlichen Fenster gar nicht wahrgenommen.
K rief deshalb die Architektin dieses Hauses an und fragte nach den Klinkern, die sagte ihm, das wären Klinker der Firma Schüring aus Gescher und deshalb wollte K heute nach Gescher fahren, weil er im Internet gesehen hatte, dass es dort eine Ziegelausstellung gibt, die man auch Samstags anschauen kann.
So kam es, dass wir heute nach Gescher fuhren und dort exakt den Klinker fanden, den wir uns beide immer schon vor unserem inneren Auge vorgestellt hatten, bisher nur nicht wussten, wo man ihn kaufen kann.
Es war so ein perfekter Volltreffer, wir konnten es beide kaum glauben. Durch Zufall lief uns dann auch noch der Eigentümer der Firma über den Weg, der sich spontan um uns und unsere Fragen kümmerte und mit uns gemeinsam herausfand, welche Art von Klinker in welcher Sortierung und welcher Größe und welcher Fugenfarbe wir brauchen und auch noch dem Baustoffhändler vor Ort sagen wird, dass der uns mal ein gutes Angebot machen soll. Besser geht es wirklich nicht.
Wir haben uns entschieden für Vischering rot-braun-bunt Fußsortierung im Reichsformat mit zementgrauen, bündigen Fugen im wilden Verband gemauert.
Als wir das alles gesehen, erfahren und entschieden hatten, waren wir total euphorisiert und K meinte, dann könnten wir jetzt noch zu Emsa fahren, da war heute nämlich der alljährliche Winter-Sonderverkauf.
Und auch das war ein voller Erfolg, es gab viereckige Dosen mit durchsichtigem Deckel und auf so etwas fahre ich ja seit neuestem total ab, ich kaufte fast alle auf, K konnte mich nur mühsam bremsen. Die Küche dazu muss noch gebaut werden, aber die Dosen für die Schubladeneinrichtung habe ich jetzt schon.
Jetzt habe ich doch noch brauchbar lange durchgehalten beim Schreiben, ich glaube, die Feuerzangenbowle war gepanscht, was insgesamt betrachtet aber nun gar nicht so schlecht sein muss
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Zur Zeit arbeite ich an diversen Wirtschaftsplänen gleichzeitig, das kommt davon, wenn man für mehr als eine Firma zuständig ist. Ich kontrolliere einzelne Planungsdateien von Mitarbeitern, schicke sie mit gelben, roten und grünen Markierungen und vielen Fragen wieder zurück, kontrolliere sie erneut, verändere die Farben in den Markierungen, stelle neue Fragen, ärgere mich über hässliche Formatierungen und unsaubere Formeln, das übliche halt.
Außerdem laufen grade Vorstellungsgespräche, u.a. haben wir eine Juristenstelle ausgeschrieben und ich sehe mal wieder all meine Juristenvorurteile in den Vorstellungsgesprächen bestätigt. Das sind wirklich seltsame Menschen.
Sei's drum, einer war dabei, der machte einen wirklich guten Eindruck, auf den freue ich mich jetzt schon und wir brauchen ja auch nur einen, da ist es sogar ganz praktisch, das alle anderen schrottig sind, da gibt es kein Entscheidungsproblem.
Privatleben findet zur Zeit nicht statt, wenn ich abends nach Hause komme, falle ich nur noch komplett platt um, habe keine Lust etwas zu kochen und selbst zum Junkfoodessen bin ich zu schlapp, lasse also kurzerhand alles ausfallen, was mehr von mir verlangen würde, als bewegungslos auf dem Sofa zu sitzen
Das muss ich nämlich so lange tun, bis ich dort genug Energie gesammelt habe, um die Treppe zum Schlafzimmer in der ersten Etage hochzukriechen, mich auszuziehen, Zähne zu putzen und ins Bett zu kippen.
Die letzten drei Tätigkeiten sind nämlich eine ziemlich anstrengende Sache, das darf man nicht unterschätzen, ohne das vorherige Energiezwischenladen unter kompletter Bewegungslosigkeit von Körper und Geist auf dem Sofa würde ich das wohl nicht schaffen.
Die Telekom verschenkt grade 1 Jahr DisneyPlus für umme, ich habe mich aus Neugier freischalten lassen, nur um festzustellen, dass ich dort überhaupt nichts finde, was für mich anschauenswert aussieht, ich frage mich nur, wer all diese gruseligen Filme schaut, die dort angeboten werden und wo die Menschen all diese Zeit herhaben, die es braucht, diese Filme zu schauen.
Allein der zeitliche Aspekt fasziniert mich immer wieder, denn schließlich gibt es nicht nur DisneyPlus, sondern natürlich auch Netflix und AmazonPrime und die Mediatheken und wahrscheinlich noch viel mehr Streamingdienste, die ich alle nicht kenne. Und YouTube, und TikTok und Instagram - und keine Ahnung, wie die anderen Kanäle heißen, die ich alle nicht benutze, die aber alle Zeit fressen, wenn man sie benutzt und ich weiß einfach nicht, wo die Menschen all diese Zeit hernehmen, die sie mit diesen Dingen verpulvern.
Ich mache irgendetwas falsch, finde aber nicht heraus, was es ist, denn wenn man all diese Medien gar nicht benutzt, dann müsste man ja eigentlich tonnenweise Zeit über haben. Habe ich aber nicht, ganz im Gegenteil, und das ist für mich ein großes Rätsel
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