anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Donnerstag, 26. Oktober 2023
Lange Verhandlung
Heute haben wir in einem fast achtstündigen Termin die allerletzten Vertragsdetails für das große Projekt verhandelt und am Ende haben sich alle die Hand gegeben, jetzt muss nur noch die verschobene Aufsichtsratssitzung stattfinden, um das finale Okay von der Kontrollseite zu geben und dann geht es an die praktische Umsetzung. So langsam freue ich mich auf die Zeit, wo ich die Verantwortung für den Kram abgeben kann und mich nicht mehr kümmern muss.
Seit dreieinhalb Jahren sind wir jetzt schon mit den Vorbereitungen für die Umsetzung beschäftigt, insoweit war die vertragliche Einigung heute schon ein echtes Highlight.

Nach solchen Verhandlungstagen bin ich abends leer und alle, heute gab es aber noch weitereinen späteren Programmpunkt, denn J kam am Abend in Greven am Bahnhof an und musste abgeholt werden. Zum Glück war von dem Catering für die Vertragsverhandlung heute so viel über geblieben, dass ich große Mengen an belegten Broten und Kuchen einpacken konnte, um J ohne viel Aufwand ausführlich mit Essen versorgen zu können. Er hatte mir vorab schon per Messenger mitgeteilt, dass er außer einem Müsli heute noch nichts gegessen hatte, es war also klar, dass er eine entsprechende Erwartungshaltung an die sättigenden Vorräte des elterlichen Haushaltes hatte.

Morgen wird es noch so einen vollen Tag geben, tagsüber eine sehr lange Veranstaltung im Mutterhaus und am späten Nachmittag einen Notartermin, zu dem sich alle drei Kinder in Münster versammeln, um immerhin neun Jahre nach dem Tod ihres Vaters einen Stapel Unterlagen zu unterschreiben, auf dass ein weiterer Baustein von CWs großem Durcheinander geordnet übergeben werden kann.

Anschließend bringe ich C und J nach Bielefeld, und treffe mich dort beim Kleiderkreisel mit meiner Schwester, unter rein logistischen Aspekten ist dieser Teil wirklich perfekt organisiert.

Für die Rückfahrt muss ich darauf achten, nicht zu spät loszukommen, weil ich am Samstag dann wieder sehr früh aufstehen muss, die Fähre ist für 10h gebucht. Es wird also ein bisschen viel Rumfahrerei sein, aber manchmal geht es halt nicht anders
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Mittwoch, 25. Oktober 2023
Mittwochs Flohmarkt
Heute gab es Hamburger und weil ich auch noch eine Schale voll Krabben im Haus hatte, habe ich mir einen Surf and Turf Hamburger gemacht und festgestellt, dass das jetzt wohl künftig mein absoluter Lieblingstyp sein wird.
K isst Hamburger immer wie ein Butterbrot, also nicht mit unten und oben Brot und dazwischen Salat und Hamburgerpatty und Gurken, Tomaten und Ketchup, Mayonnaise und Zwiebeln und was man eben sonst noch so alles dazwischen quetscht, nein K klappt das Hamburger Brötchen auf und belegt jede Seite einzeln.
Das lässt sich dann deutlich einfacher und manierlicher essen, macht aber natürlich längst nicht so viel Spaß.
Aber K ist ja auch Westfale, da spielt sich das Spaß haben auf einer ganz anderen Skala ab.

Außerdem habe ich heute Vormittag mal wieder blau gemacht und bin auf den Flohmarkt gefahren. Hier war am Vormittag nämlich noch wirklich schönes Wetter, so dass der Ausflug richtig viel Spaß gemacht hat und schöne Schätze habe ich auch ergattert.

Am Abend hatte ich einen Physiotermin und habe meiner Physiotherapeutin erzählt, dass diesmal der Arm vom Impfen sehr wehtut. Sie schaute sich das an und sagte, da stecke eine dicke, muskuläre Verspannung drin, und sie würde das jetzt tapen, damit hätte sie grade bei Impfarmen gute Erfahrungen gemacht.
Ich bilde mir jetzt ein, dass es schon nach 3 Stunden deutlich viel besser geworden ist. Einbildung ist wirklich die allerbeste Medizin.

Die beste Nachricht des Tages war allerdings, dass die für Freitag 8:00 Uhr terminierte außergewöhnliche Aufsichtsratssitzung abgesagt und auf irgendwann nächste Woche verschoben wurde. Das nimmt enorm viel Druck vom Kessel, große Erleichterung.
Die restlichen für Freitag angesetzten Sitzungen sind alle überschaubar stressig und am Samstag ist die Fähre für Borkum gebucht.
Es gibt also Licht am Ende des Tunnels
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Dienstag, 24. Oktober 2023
Aufgewärmt
Das ist schon sehr praktisch, wenn man so viel Essen vorgekocht hat. Dann kommt man abends sehr spät aus dem Büro nach Hause und muss sich gar nicht mehr in die Küche stellen, sondern kann richtiges Essen aus dem Kühlschrank holen und muss es nur noch kurz warm machen.
Kein Fertigpapp aus dem Tiefkühler, sondern wirklich richtig gutes Essen. Ich bin sehr begeistert von diesem System.

Damit hatte der Tag wenigstens am Abend noch ein Highlight, im Büro war es hauptsächlich anstrengend gewesen und ich hatte mich schon darauf eingestellt, dass ich schlapp und demotiviert mit einer Tüte Chips auf dem Sofa abhänge, aber dann fiel mir das fertige Essen wieder ein und alles war gut.

Die Corona Impfung hat einen schmerzenden Arm hinterlassen, am Grippeimpfarm spüre ich dagegen gar keine Folgen, wenn so eine Doppelimpfaktion nur zu 50% Probleme macht, ist das ganz klar ein halber Erfolg
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Montag, 23. Oktober 2023
333
333 - Issos Keilerei
ist der Spruch, der mir automatisch zu 333 einfällt, was aber nicht bedeutet, dass ich eine Affinität für Geschichte oder historische Ereignisse hätte, ganz im Gegenteil, bedingt durch eine Reihe hochqualifizierter Lehrkräfte habe ich im Laufe meiner Schulzeit das Fach Geschichte durch immer wieder bestätigte Schulerfahrungen fest mit den Attributen langweilig und überflüssig verbunden. Alles, was mir aus diesem Fach fürs Leben geblieben ist, ist der Spruch mit 333.
Es spricht sicher nicht für mich, wenn ich jetzt auch noch zugebe, dass ich bis heute jedesmal überlegen muss, ob die Schlacht bei Issos nun 333 vor oder nach Chr. stattfand, kann es mir nach kurzem Nachdenken dann aber daraus ableiten, dass es eine Schlacht von Alexander dem Großen war und der lebte deutlich vor Jesus.

Über Alexander den Großen weiß ich deshalb so ungewöhnlich viel, weil ich viele Jahre nach meiner Schulzeit einmal eine Dokumentation über ihn im Fernsehen gesehen habe. So wie die Informationen in dieser Sendung verpackt waren, fand ich sie echt spannend und habe mir ohne Absicht und vor allem ohne Auswendiglernenmüssenzwang alles mögliche über ihn dauerhaft gemerkt. Ich weiß übrigens seitdem auch, dass der große Alex körperlich gar nicht groß, sondern eher ein Spillermänneken gewesen ist.

Aber eigentlich wollte ich gar nichts über öde Geschichtslehrer oder kriegslüsterne Griechen schreiben, sondern nur was über 333 - denn das ist die Zahl, die heute groß auf meiner Countdown-App stand und die erinnerte mich dann an Issos Keilerei usw.

Im Büro läuft auch grade eine große Keilerei.
Heute hat die Büroleiterin gekündigt, von der ich zuerst so begeistert war, die dann aber begann, seltsame Allüren zu entwickeln und als sie damit nicht durchkam, sich auf regelmäßiges Kranksein verlegte. Der Chef erster Ordnung war von ihrer ständigen Abwesenheit inzwischen so genervt, dass er sie kündigen wollte, was viel Ärger und Streiterei bedeutet hätte - heute hat sie freiwillig und von sich aus gekündigt und das ist ziemlich super. Ich schätze, die erste Runde im Bürostreit geht unbestritten an die Geschäftsführung.
Kommentar aus der Personalabteilung: Dann müssen wir gar nicht mehr auf ihren Anruf warten, sondern wissen jetzt schon, dass wir eine Vertretung finden müssen.

Am Abend war Impftermin, diesmal von K organisiert. Doppelshot gegen Grippe und Corona, jetzt muss ich nur noch einen Reifenwechseltermin vereinbaren, dann kann der Winter kommen.

Ich habe K etwas über geschlechtsneutrale Sprache erzählt und dass die Schweden neue Pronomen ohne Geschlecht erfunden haben, hen und hem, und dass es jetzt Leute gibt, die das auch im Deutschen übernehmen möchten. K meinte, er fände hü und hott besser und ich finde, er hat recht.

Ich habe meine neuen Pronomen allerdings schon anderweitig festgelegt, Ihro/Euer
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Samstag, 21. Oktober 2023
Aktions-Samstag
Das war ein hochaktiver Tag heute, der mit frühem Aufstehen begann, viel körperliche Bewegung beinhaltete und am Ende dazu führt, dass ich jetzt um 20h nur noch ins Bett gehen und schlafen möchte.

Da der erste November und damit Allerheiligen nicht mehr weit ist, wird es langsam Zeit, dass K das Grab seiner Eltern für den höchsten Friedhofstag der Katholiken herrichtet, denn auch wenn er selber mit Religion und Kirche und all diesen Ritualen und Bräuchen überhaupt nichts am Hut hat, so findet er es trotzdem wichtig, dass sich die Familiengrabstelle an Allerheiligen in einem Zustand befindet, für den sich seine Eltern nicht schämen müssen, denn denen wäre es wichtig gewesen.

Also stand heute Friedhof auf dem Programm und weil am Nachmittag Fliegervereinhauptversammlung anstand, mussten wir rechtzeitig wieder da sein.
Deshalb also früh aufstehen und Abfahrt um 9h, Ankunft Friedhof um 10h, passenderweise genau in dem Moment als es aufhörte zu regnen und die Sonne rauskam.

Es war absolut perfektes Wetter zum Grabgärtnern, wir ergatterten einen der friedhofseigenen Transportkarren, weil wahrscheinlich alle anderen Friedhofsgänger noch abwarteten, ob der Regen wirklich vorbei ist, und mit so einem Wagen ist es deutlich bequemer, die abgeschnittenen und ausgerissenen Grünabfälle auf den Friedhofskompost zu bringen. Wir kamen gut voran und waren nach einer Stunde schon wieder fertig, mussten nur noch einmal zum Baumarkt, um einen Sack Rindenmulch zu kaufen, was traditionell das optische i-Tüpfelchen für das schön gemachte Grab ist.

Im Baumarkt war heute Weihnachtsmarkteröffnung mit Waffeln, Punsch und Glühwein - und jeder Menge Kunden in T-Shirt und kurzen Hosen, es waren mittlerweilen fast 20°.

Danach fuhren wir noch kurz in einen Drogeriemarkt und dann wieder nach Hause, wo K postwendend weiterfuhr, um pünktlich zu seiner Fliegervereinsversammlung zu kommen.

Ich fand, das schöne Wetter muss ausgenutzt werden, holte mein Fahrrad raus und machte eine Radtour, bei der ich u.a. an bei Aldi, Lidl und Netto vorbeikam und in jedem Laden nachschaute, was es dort grade an schicken Sonderangeboten gibt.

Bei Lidl war die Ausbeute besonders groß, denn dort war die Kühltheke kaputt gegangen und sie verkauften jetzt den gesamten Kühlthekeninhalt mit 30% Rabatt.

Am Abend schmiss ich das Bügeleisen an und bügelte so lange, bis K wieder da war, dann aßen wir gemeinsam ein Eis und beschlossen, dass der Tag anstrengend genug war, um jetzt ins Bett zu gehen, und das ist also das nächste, was ich tun werde, nach dem ich für diesen Text auf hochladen geklickt habe
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Freitag, 20. Oktober 2023
Freitag, der 20.10.
Aus Gründen den Tag heute im Büro verbracht, da ist grade eine Menge los und ich muss dabei natürlich mitten drin mitmischen, um bloß nichts zu verpassen.
Es ist alles sehr spannend.

Außerdem ist an der Nordsee gerade Sturm, allerdings mit dem Wind aus der anderen Richtung. Auch das ist eine wirklich außergewöhnliche Situation und ich finde es sehr schade, dass ich gerade nicht auf Borkum bin.

K hat die Flugbedingungen geprüft und dabei aus reiner Neugier einmal die Strecke Heringsdorf – Borkum mit einer Cessna eingegeben. Ergebnis: von Heringsdorf nach Borkum, 2 Stunden, 9 Minuten, von Borkum nach Heringsdorf 4 Stunden, 33 Minuten. Da ist gerade wirklich eine Menge Wind in der Luft.

Auch wenn das alles gerade ganz aufregend ist, fanden wir es doch klüger, dieses Wochenende nicht nach Borkum zu fliegen. Außerdem musste ich ja im Büro die Entwicklung der Situation von meinem Logenplatz aus beobachten, dort kann ich meine Sensationslust auch ausreichend befriedigen
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Mittwoch, 18. Oktober 2023
Zeit verpasst
Eigentlich hatte ich mir heute vorgenommen, das Büro früh zu verlassen, um noch verschiedene private Dinge am Nachmittag zu erledigen, als ich dann so gegen 15:30h auf die Uhr schaute, war es blöderweise aber schon 18:00h und ich musste mich sputen, um überhaupt noch pünktlich zu meinem Physiotermin um 18:30 Uhr in Greven zu sein.

Insgesamt habe ich heute also weder die Dinge erledigt, die auf meiner privaten To-do Liste stehen, noch hatte ich irgendeine freie Zeit für mich, was insgesamt für das Blog hier bedeutet, ich habe nichts erlebt, was ich erzählen kann, ich hatte noch nicht mal Zeit, mir Dinge auszudenken, die ich hätte erleben können, weil auch mein Kopf die gesamte Zeit beschäftigt war und auch wenn ich das insgesamt alles sehr traurig finde, weil ich mir ja vorgenommen hatte, genau solche Situationen nicht mehr passieren zu lassen, passieren solche Situationen trotzdem ständig und dann gibt es keinen vernünftigen Blog-Text, weil alle Hirnkapazitäten während des Tages verbraucht wurden und ich auch keine Gelegenheit hatte, etwas vorzubereiten.


Morgen bin ich den ganzen Tag in Düsseldorf, da ist nämlich wieder eine Bank Veranstaltung, deren Themen ich grundsätzlich sehr interessant finde.
Ich bin also schon sehr gespannt, um 10:00h geht es los, abends gibt es noch ein gemeinsames Dinner, sehr viel freie Zeit für persönliche Blogthemen wird es aber auch morgen wieder nicht geben, so ist das Leben hier gerade
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Sonntag, 15. Oktober 2023
Sonntagsgekröse
Gestern war also dieses Abiturtreffen, wegen Corona war es nicht möglich, das 40 jährige Jubiläum zu feiern, wir holten es also gestern als das ultimative Jubiläum mit der Antwort auf alles usw. nach, gut 1/3 der Leute, mit denen ich damals Abitur gemacht habe, sind gekommen und ich sach mal so: Es war ein Treffen von vielen alten Leuten.

Besonders bei den Frauen ist mir das aufgefallen. Einige waren über den E-Mail-Verteiler nicht zu erreichen gewesen werden, weil ihr E-Mail-Postfach voll war, die mussten persönlich angerufen werden und ich habe mich mal wieder gefragt, in wie vielen verschiedenen Welten und mit wie vielen verschiedenen Ansprüchen Menschen eigentlich so leben können. Außerdem war mir gar nicht klar, wie viele Frauen aus meiner Alterskohorte nach dem Abitur vielleicht noch brav studiert haben - aber dann kamen die Kinder und dann, naja, es war halt kompliziert und jetzt hängen sie teilweise in irgendwelchen 520 € Jobs und berichten voller Stolz, wie viel Spaß sie an ihren Enkeln haben, nebenher erzählen sie von den Reisen, die sie demnächst, wenn der Mann in Rente ist, alle geplant haben und ich fühlte mich mal wieder komplett verkehrt an meinem Platz und war froh, dass mich K pünktlich um 23h abholte.

Ich glaube, ich bin für solche Veranstaltungen einfach zu alt.

Heute hätte ich mich theoretisch um privat notwendige Büroarbeit kümmern wollen/sollen/müssen, schließlich gehöre ich zu dem kleinen Prozentsatz meines Jahrgangs, der tatsächlich einen echten Computer nicht nur besitzt, sondern auch privat benutzt (und ich habe im übrigen überhaupt keinerlei Vorstellung, wie ich ein Leben ohne Computer managen sollte), aber ich habe erstmal draußen den Vorgarten gesäubert und all das rumliegende Laub eingesammelt. Die Bio-Tonne war leer und wird übermorgen geleert, da bot sich das an. Laubschippen geht sehr gut mit einer Schneeschaufel, leider ist die dabei abgebrochen. K meint, ich wäre zu rabiat damit umgegangen, aber wozu ist eine Schneeschaufel denn sonst da? Schnee ist noch um einiges schwerer als Laub und loskratzen muss man den auch.

Dann habe ich ein total eingestaubtes Handtaschenlager oben auf meinem Kleiderschrank aufgelöst und erst mal auf den Boden geräumt, alles gründlich abgesaugt, die Taschen einzeln gesichtet und mich entschieden, die allermeisten entweder in den Kleidercontainer zu bringen (da darf man doch auch Handtaschen reinwerfen, oder? Schuhe sind ja schließlich auch erlaubt) und ein paar wirklich besonders edle, vornehme Markenhandtaschen, die ich im Laufe der Jahrzehnte als Schnapper von meinen Flohmärktbesuchen mitgebracht habe, werde ich versuchsweise bei ebay reinsetzen - wenn ich mich irgendwann dazu aufraffen kann, das wirklich zu tun.

Nachdem ich also Vorgarten und Handtaschenlager gesäubert und aufgeräumt hatte, war ich körperlich gründlich erschöpft und an Büroarbeit war nicht mehr zu denken. Ich musste erst mal gründlich Pause machen.

Dann habe ich noch ein wenig mein Stempelzimmer aufgeräumt, zwei Maschinen Wäsche gewaschen, getrocknet und gelegt, Abendessen gekocht und dann war der Tag um, ohne dass noch Zeit für Büroarbeit geblieben wäre. So ein Pech
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Freitag, 13. Oktober 2023
Freitag, der dreizehnte
Freitag, der dreizehnte, na sowas.
Mir ist das Datum heute erst bewusst geworden als eine Kollegin darauf hinwies, meine Standardantwort in so einem Fall ist dann:
"Ich bin nicht abergläubisch, das bringt Unglück."

Mittlerweile ist der Tag schon fast ganz vorbei und hat sich bisher in keinster Weise als auffällig gezeigt.
Für das Bisschen, was jetzt noch vom Tag übrig ist, werden sich nun wohl auch keine nennenswerten Unregelmäßigkeiten mehr ergeben, steht zu vermuten, schade eigentlich, ein bisschen Abwechslung von der Routine hätte ich auch mal witzig gefunden.

Aber nun denn, wollen wir es nicht beschreien, wir sehen ja grade an allen Ecken und Enden, wie schnell sich das Leben ändern kann, und für all das Unglück, was weltweit so hochkocht, reichen auch 100 mal 100 Freitag, der dreizehnte Tage nicht, um eine sinnvolle Begründung zu haben.

Aber ich wollte mich ja nicht mehr damit beschäftigen.

Home-Office habe ich heute ins Büro verlagert, da passiert grade so viel vor Ort und an der Front, das will ich auf keinen Fall verpassen, ich habe starke Sensationslust-Triebe.

Durch Zufall in mehrere Folgen eines Psychologie-Podcastes reingeraten. Ich konnte den Podcast selber nicht ändern, nur in den einzelnen Folgen zurück- oder weiterklicken, was ich mehrfach ausnutzte, weil ich spätestens nach 10 Minuten einer Folge zu einem Thema genug von diesem Thema hatte und hoffte, es gibt danach vielleicht ein interessanteres Thema oder zumindest eines, wo nicht ganz so viel Wert auf Empathie und Miteinander gelegt wird.

Ich werde interessanterweise je aggressiver je empathischer und liebevoller der jeweilige Podcaster in das Mikrofon säuselt. Einige Podcasts aus diesem Genre kann ich noch nicht mal zwei Minuten ertragen, bevor ich ein dringendes Bedürfnis nach Gewalt und nach Gebrüll empfinde, dieses verständnisvolle wirliebenunsalle undauchdubisteintollermensch macht mich total wahnsinnig, weil es so gnadenlos gelogener Blödsinn ist, der total an der Realität vorbei geht.

Also ICH liebe mal ganz sicher nicht alle und ich habe das auch nicht vor.
Ich möchte umgekehrt aber auch auf gar keinen Fall von allen geliebt werden, oh Gott bewahre.
Und ganz besonders möchte ich nicht von denen geliebt werden, die sowieso alle lieben.
Ich möchte außerdem auch nicht, dass jemand für mich Verständnis hat, weil er an das Gute glaubt.
Mich gruselt bei diesem Gesülze und, um es mit Max Liebermann zu sagen: Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte, wenn ich diese besonders liebevollen Menschen ihre Weltfriedenlitanei beten höre.

Und nein, ich finde es nicht in Ordnung, wenn sich Menschen gegenseitig totschießen, ich finde es noch nicht mal in Ordnung, wenn sich Menschen gegenseitig beleidigen. Wenn man jemanden nicht leiden kann oder anderer Meinung ist, kann man dem anderen ja problemlos aus dem Weg gehen, aggressive Kommentare auf andererleuts Aussagen finde ich genauso überflüssig wie dieses "Kinder, nun streitet doch nicht.", denn was geht es einen Dritten an, wenn sich zwei streiten.

Ich finde, man kann sich grundsätzlich und immer gegenseitig in Ruhe lassen und ignorieren.
Deshalb finde ich es aber auch sehr wichtig, dass ich Leute nicht mögen muss und ja, ich will immer eine Möglichkeit haben, anderen aus dem Weg zu gehen. In diesem wertschätzenden, liebevollen Kontext nennt man das dann Ausgrenzen oder Diskriminieren und verurteilt das scharf, das wiederum verurteile ich scharf. Ich finde es selbstverständlich, dass ich ein Recht dazu habe, mir meine Gesellschaft selber auszusuchen und ich weigere mich strikt, alle Menschen mögen zu müssen. Ich möchte sogar das Recht haben, Menschen nicht mögen zu müssen, wenn ich gar keinen Grund dafür angeben kann. Einfach nur, weil mir ihr Geruch nicht passt und ich sie nicht riechen kann.

Und ich möchte auch Menschen nicht mögen dürfen, die zu einer ausgegrenzten Minderheit gehören, weil es ganz viele Leute gibt, die die nicht mögen. Ich möchte einfach selber entscheiden dürfen, wen ich mag und wen nicht und ich möchte mich nicht dafür rechtfertigen oder erklären müssen.
Ich möchte AfD-Politiker genauso wenig mögen müssen wie Mutter Theresa, Gandhi und Lady Di.
Ich möchte übrigens auch Kinder kacke finden dürfen, denn es gibt Kinder, die sind wirklich echte Kotzbrocken und ich finde es völlig bescheuert, ein Kind nur deshalb zwangszudisculpieren, weil es noch ein Kind und noch nicht 18 ist.

Und ich glaube an die Ungerechtigkeit der Natur. Es gibt keine Gerechtigkeit, schon gar nicht in der Natur. Es ist reiner Zufall, wenn ich einen 6er im Lotto habe oder wenn ich zur richtigen Zeit am richtigen Platz mit den richtigen Eltern geboren wurde. Diese unselige Idee, alle Menschen gleich behandeln zu wollen, alle gleich reich, gleich klug, gleich schön und gleich schnell zu machen, scheitert als allererstes schon mal an der Natur. Ich kann aus einem Esel einfach kein Rennpferd machen und es ist völliger Scheiß, die Gleichmacherei dadurch zu erzwingen, dass ich dem Rennpferd die Beine zusammenbinde, damit der arme Esel auch mal ein Erfolgserlebnis hat.
Ich bin ein überzeugter Gegner von Inklusion als gesetzliche Regelung. Das kann nur scheitern.

Vielleicht sind das ja die Folgen von Freitag, dem dreizehnten, ich höre Podcasts, die schlecht für mich sind, weil ich mich anschließend noch stundenlang weiter aufregen muss
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Donnerstag, 12. Oktober 2023
Nicht denken
Im Büro war heute alles friedlich, ich war den größten Teil des Tages in Besprechungen, die aber alle effizient und angenehm waren, danach noch ein wenig Alltagskram, insgesamt alles vollkommen okay, so dass ich weder was zum Nörgeln noch zum Kichern hatte.
Wenn Büro immer so wäre, würde ich wahrscheinlich gerne über die Rente hinaus verlängern, da es so angenehm aber nur an sehr wenigen Ausnahmetagen läuft, zähle ich weiter frohgemut abwärts. Noch 344 Tage.

Draußen hat es dafür heute fast permanent geregnet, allein schon deshalb war ich froh, trocken im Büro sitzen zu dürfen.

Nachgedacht habe ich darüber, weshalb es mir in letzter Zeit so schwer fällt, mich zu einem täglichen Blogtext aufzuraffen und weshalb ich exakt Null-Lust darauf habe, an irgendeinem der vielen angefangenen Texte weiter zu schreiben und ich glaube, es liegt daran, dass ich im Moment meinen Kopf am allerliebsten gar nicht benutzen möchte, denn wenn ich den im privaten Bereich so weit es geht ausschalte, habe ich eine gute Chance, all die Grauseligkeiten, die derzeit um mich herum, in diesem Land, auf diesem Kontinent und auf dieser Welt passieren zu ignorieren.

Ganz ehrlich, ich will es alles nicht wissen, denn ich kann ja nichts daran ändern und helfen kann ich auch nicht, dazu bin ich der verkehrte Typ. Ich halte mir lieber die Ohren zu, kneife die Augen zusammen und singe laut "lalalala", erschießt euch ruhig alle gegenseitig, ich habe dafür großes Verständnis, denn offensichtlich haben die allermeisten Menschen ja sonst nix Besseres zu tun.

Wahrscheinlich ist es nur ein Fehler in der Matrix und in meinem Grundverständnis ist das, was der Sinn des Lebens ist, nur noch nicht passend programmiert.
Aber die Natur hat das alles gut im Griff und hat schon längst bei großen Teilen der Weltbevölkerung eine Umprogrammierung hinbekommen, die dazu führt, dass der Sinn des Lebens nicht mehr im Erhalt der Spezies liegt, sondern in der Vernichtung.

Tod und Sterben ist dann überhaupt kein Problem mehr, es gibt nämlich viel zu viele Menschen auf der Welt und wenn man sich darum kümmert, die besonders überflüssigen von dieser Welt verschwinden zu lassen, dann begeht man eine gute Tat. Und natürlich ist es sinnvoll als erstes die Kinder der überflüssigen Spezies zu vernichten, dann können die sich schon mal nicht mehr vermehren.

Man muss das nur vom richtigen Standpunkt aus betrachten, dann fügt sich plötzlich alles sehr logisch zusammen. Mutter Natur ist schon ganz schön gerissen, denn bevor die Menschen die Erde vernichten, sorgt sie dafür, dass die sich lieber selber vernichten und vielleicht ist das deshalb auch alles gar nicht so verkehrt.

Ich möchte mich aber mit dieser neuen Art des sinnstiftenden Vernichtens nicht weiter beschäftigen, mich macht das ganz nervös und aggressiv und da hat ja auch niemand was von, ich am allerwenigsten.
Ich ignoriere also alle externen Nachrichten krampfhaft weiter und wenn ich deshalb nur noch unter sterilen klinischen Bedingungen selber nachdenken kann, nun, dann ist das wohl der Preis, den ich dafür zahlen muss
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