anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Donnerstag, 14. Dezember 2023
Hauspostsysteme und nix tun
Heute ist der Tag der Affen und wenn ich mir die Merkwürdigkeiten anschaue, die ich heute so beobachtet habe, haben heute viele Kreaturen ihren Tag gefeiert.

Es begann um kurz nach 8h, als ich im Büro ankam und aus der Tiefgarage kommend noch einmal von drinnen nach draußen vor die Eingangstür ging, um meinen elektronischen Büroschlüssel für den Tag zu registrieren. Draußen vor der Tür stand ein Mann im Anzug, mit dem Rücken zum Gebäude, rauchte eine Zigarette und schaute auf sein Handy. Ich gehe davon aus, dass er sich komplett unbeobachtet fühlte, denn wer kommt schon um 8h hinter ihm aus dem Gebäude, um diese Uhrzeit kommen nur alle von vorne und gehen in das Gebäude.

Ich aber kam von hinten und konnte deshalb sehen, was er da auf dem Handy anschaute. Er guckte offensichtlich einen Porno.

Mich faszinierte das deshalb so, weil ich den Sinn nicht verstand. Ich meine, er hatte beide Hände voll, in der einen eine Zigarette und in der anderen das Handy, wieso schaut ein Mann, wenn er keine Hand frei hat, einen Porno? Das ist als wenn ein Zahnloser versucht kraftvoll in einen Apfel zu beißen. Das kann doch nicht funktionieren. Die weiteren Skurrilitäten der Situation, der Habitus des Mannes, seine Kleidung, die Uhrzeit, die Location, all das verblasste gegenüber der mich den ganzen Tag beschäftigenden Frage, wieso jemand einen Porno guckt, wenn er keine Hand frei hat.
Jetzt mache ich mir Sorgen, ob ich eventuell mein ganzes Leben lang den Sinn von Pornos nicht begriffen habe.

Im Büro angekommen begegnete mir der tiefbegabte Assistent der Geschäftsführung (ja, den gibt es immer noch, leider wurde der noch nicht gefeuert) und machte sich Sorgen, wie er einen Auftrag an eine Bank noch pünktlich übermittelt, wenn doch morgen schon Annahmefrist ist. Ich versuchte ihm schonend das Prinzip von Papier, einscannen, pdf und E-Mail zu erklären, ich fürchte, er hat mich nicht verstanden, denn ich sah ihn drei Stunden später, wie er sich von der Sekretärin in die Bedienung des Faxgerätes einweisen ließ.

Gegen Mittag wollte mir der Projektleiter des großen Projektes ernsthaft erklären, dass es nicht gut für die Stimmung im Team sei, wenn ich jetzt plötzlich von allen schriftliche Tagesberichte einfordere.
Da es in diesem Projekt aber seit nunmehr fast drei Monaten einen sehr teuren Projektstillstand gibt, weil sich die Leiter von zwei beteiligten Planerbüros nicht einigen können, wer daran schuld ist, dass alles steht und deshalb ihre gesamte Energie darauf verwenden, sich gegenseitig zu beharken statt das Projekt wieder flott zu machen, weil ich also das Gefühl habe, die sind alle bekloppt, habe ich verlangt, dass sie mir das jetzt schriftlich bestätigen und plötzlich sind sich alle untereinander wieder einig, dass das mit den Berichten ganz bestimmt keine gute Idee ist.
Ich sach es doch, alle bekloppt, Tag der Affen.

Dann ist da noch das Thema mit dem Rausstellen der Mülltonnen und überhaupt meine immer wieder aufs neue aufflammende Faszination über die irre Menge an Müll, die in anderen Haushalten produziert wird.
Bei uns werden die Biotonne und die Restmülltonne alle 14 Tage, immer Dienstags abgeholt.
Die gelbe Tonne ebenfalls alle 14 Tage und zwar in den Wochen genau dazwischen, also zwischen den Wochen, in denen die Bio- und die Restmülltonne abgeholt werden.

Die blaue Tonne für Papier wird dagegen nur alle vier Wochen abgeholt, das immer Freitags.

Soweit der Müllabholplan, ich finde das gar nicht so schwer zu verstehen. Weil aber vier Wochen ungleich einem Monat sind, verschiebt sich die Abholung der Papiertonne jeden Monat leicht nach vorne. Um das alles vernünftig im Überblick zu behalten, gibt es eine Müll-App, in der alle Termine drinstehen, die einen per Push-Nachricht am Abend vor der Abholung daran erinnert, die passende Tonne rauszustellen und die einem Zwischennachrichten gibt, wenn eine Leerung mal ausfällt und verschoben wird.

Da es meines Erachtens nach heute keinen Erwachsenen mehr gibt, der kein Smartphone besitzt, fehlt mir jedes Verständnis, warum nicht jeder diese Müll-App auf seinem Handy hat, dann ist das mit dem passenden Müllrausstellen überhaupt kein Problem, da ja auch Zwischenmeldungen immer aktuell gesendet werden. "Bitte Vorsicht an der Straßenkante, heute verspätet sich die Ankunft des Müllautos zur Abholung der gelben Tonne um etwas 73 Minuten, bitte stellen Sie ihre Tonne pünktlich zur Abholung an die Straße."
So oder ähnlich lauten die Meldungen, die die App verschickt, ich denke, genauer kann man eine Müllabholung nicht vorgeben.

Diesen Dienstag wurden die Bio- und die Restmülltonne geleert, morgen wird die blaue Papiertonne geleert.

Jetzt ist es aber so, dass aus unerfindlichen Gründen einige Nachbarn auf der Straße ihre Papiermülltonne schon letzten Samstag an die Straße gestellt haben.

Warum am Samstag erschließt sich mir nicht, da Sonntags noch nie irgendein Müll abgeholt wurde, aber seit Samstag stehen da an vier von ca. 40 Häusern die blauen Tonnen an der Straße - und es wurden im Laufe der Woche immer mehr.

Nach und nach rollten fast alle Nachbarn ihre blaue Tonne auch an die Straße, wenn das so viele machen, wird da schon was dran sein. Ich sach's ja, Tag der Affen.

Einen Nachbarn erwischte ich vorgestern. Als ich meine Restmülltonne an die Straße zog, stellte er grade seine Papiermülltonne am Straßenrand ab. Ich sagte, dass Papier doch noch gar nicht dran sei, er sagte, dass er das wisse, dass es aber nun doch zu viele Nachbarn seien, die ihre Papiertonne rausgestellt haben, da wolle er lieber mitmachen.
Ich sagte nix mehr und staunte nur noch.
Was für ein altbekanntes, immer wieder funktionierendes Massenphänomen. Leute fresst Scheiße, 1 Millionen Fliegen können nicht irren.

Wie auch immer, ich stellte meine Papiermülltonne erst heute Abend raus und staunte mal wieder über die Extrapapier- bzw, Kartonberge, die sich neben den überquellenden Papiertonnen türmen. Wie um alles in der Welt schaffen es fast alle Haushalte jeden Monat aufs Neue so eine irre Menge an Papiermüll zu produzieren? Mir scheint, die kaufen alle im Stundentakt bei Amazon ein.

Nächsten Montag werden die gelben Mülltonnen abgeholt, die ersten Tonnen stehen schon, alle überquellend, an der Straße.

Wie es jemandem gelingt, die gelbe Tonne zum Überquellen zu bringen, wird mir wohl für immer ein Rätsel bleiben, die scheinen alle wie die Irren Kram zu bestellen.

Sonst ist nix passiert.
Zuhause angekommen, setzte ich mich aufs Sofa und freute mich daran, dass die Zeit stehenblieb. Intensiver und schneller kann eine Erholungsphase gar nicht sein.

Ich sitze derweil auf dem Sofa und mache nix. Ich genieße, dass es nichts zu tun gibt, weil ja die Zeit steht.
Gibt's aber immer nur für ganz kurz, knapp hat man sich daran gewöhnt, dass man nichts tun muss, geht das Leben schon wieder normal weiter und man muss sehr viel tun.
Alles nicht richtig eingefädelt
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Mittwoch, 13. Dezember 2023
Einfach ja, einfach nein
Noch sechs Arbeitstage in diesem Jahr und das reicht dann auch wirklich. Meine Jahresenergie hatte ich schon im Oktober verbraucht, seit einem Vierteljahr fahre ich also auf Reserve, seit letzter Woche eindeutig auf Notreserve und ich drücke mir selber intensiv die Daumen, dass ich nicht vorher noch liegenbleibe.
Nun, wir werden sehen, vielleicht kriege ich ja auch grade noch so die Kurve.

Das Beste an Weihnachtskarten sind die Briefmarken, denn ordentliche Weihnachtspost wird traditionell mit echten Briefmarken beklebt, im Büro kommen derzeit also stapelweise traditionell frankierte Umschläge an und bei jedem fünften ist die Briefmarke nicht abgestempelt. Nach dem Postdurchlauf sammele ich deshalb die gesamte Weihnachtspost ein, rette alle ungestempelten Briefmarken und alle recycelbaren Weihnachtskarten.

Recycelbare Weihnachtskarten sind die, wo der Absender nicht schon gleich vorne drauf gedruckt ist, bei denen man also nur den hinteren Teil abschneiden muss, um eine einzelne, hübsche Weihnachtskarte übrigzubehalten, die man dann nur noch auf eine einfarbige Blankokarten draufkleben muss und voilà, recycelte Weihnachtskarte.

Zusammen mit den recycelten Briefmarken lässt sich so sehr preiswert die eigene Weihnachtspost verschicken, nachhaltiger geht es kaum.

Außerdem machen sich so individuell zusammengeklebte Weihnachtskarten sehr gut als Beilage in Ebay-Paketen. K hat ja diverse Dinge verkauft und immer, wenn ich so eine selbstzusammengeklebte Karte dazugelegt habe, auf der ich dem Erwerber viel Spaß mit dem gekauften Teil wünschte, war die Bewertung anschließend besonders überschwänglich gut. Das Leben kann manchmal so einfach sein.

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, dieses Jahr endlich mal wieder selber Weihnachtskarten herzustellen, immerhin habe ich drei Schubladen voll Weihnachtsstempel,

das sollte ausreichend Auswahl sein, um etwas Hübsches damit zu gestalten. Aber seit zwei Monaten stehen die Stempel sozusagen unberührt in meinem Bastelzimmer rum. Ein einziges Mal habe ich mich damit beschäftigt, brauchte dann aber einen weißen Plusterpen für den Nikolaus und solche Materialien haben leider die 16jährige Nichtbenutzung nicht gut überstanden.
Als ich nach langem Suche die Kiste mit den 30 verschiedenen Plusterpens endlich wiedergefunden hatte, konnte ich nur noch ihren klinischen Existus feststellen und sie direkt in die nächstgelegene Mülltonne überführen.

Seit dem Tag liegt eine Karte mit einem gestempelten, aber nicht ausgemalten Nikolaus auf meinem Stempeltisch und blockiert jede weitere Weihnachtskartengestaltung.
Manchmal ist das Leben dann eben doch nicht ganz so einfach
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Montag, 11. Dezember 2023
Kabbalistik
Das Jahr gibt zum Schluss noch mal alles, damit ich es auch wirklich bleibend in Erinnerung halte.
Ich glaube allerdings, die Taktik geht nicht auf, ich werde mir Mühe geben, es so schnell wie möglich zu vergessen.
Retrograde Amnesie - ich habe drei Kinder geboren, ich weiß wie das funktioniert.

Allerdings hätte ich mir das eigentlich ja auch schon zu Beginn des Jahres denken können, also mit welchen krummen Haken es so um die Ecke kommt, denn was kann man sonst von einem Jahr erwarten, das 2023 heißt.
2023 - irgendwann habe ich begonnen, Menschen systematisch danach zu befragen, ob sie meinen, dass 2023 eine Primzahl ist. Alle überlegen erst etwas und sind sich dann überwiegend einig, dass 2023 mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine Primzahl ist.

Weil einem so gar nichts einfällt, wodurch man es teilen kann.
Dabei ist es gar nicht so einzigartig wie es tut, denn in 2023 steckt 7 drin und 17, das sogar gleich zweimal, also 7x17x17=2023, andererseits: ausgerechnet 7 und 17, das sind ja schon fast öffentlich bekannte Zocker-Zahlen.

Und der Spieler setzt alles auf eine Zahl
Auf den höchsten Sieg und auf die tiefste Qual
Er setzt alles auf die siebzehn und siebzehn fällt

Komm rüber, Spieler, Spieler komm rüber



Ich bin nur leider kein Spieler, hat mir alles viel zu viele unkontrollierbare Unwägbarkeiten, ist nix für mich, deshalb bin ich froh, wenn dieses Jahr vorbei ist und wir 2024 mit ordentlichen, graden Zahlen weitermachen können, bei 2024 ist sozusagen alles mehrfach teilbar, da ist dann für jeden was dabei
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Sonntag, 10. Dezember 2023
Sonntagsgekruschel
Aufgewacht bin ich heute um 7.77h.
Weil sich die Anzeige der Projektionsuhr verschoben hatte (merke: nach dem Staubwischen immer kontrollieren, ob die Uhrzeit noch vernünftig zu erkennen ist), weil ich das aber gestern nach dem Großreinemachen im Schlafzimmer vergessen hatte, brach sich die Anzeige der Uhr genau an der Kante eines Bildes, d.h. ich konnte die 7 vorne erkennen und die 7 hinten und in der Mitte sah es auch aus wie eine 7.

Um 7:77h bin ich noch nie aufgewacht, ich fand es aber eine schöne Uhrzeit und überlegte sofort, welchen Einfluss das wohl auf den Tag hat.
Ich meine, ein Tag, der mit so einer Schnapsuhrzeit beginnt, der hat doch sicher auch sonst noch so einiges zu bieten.
Weil die 7 Ks Zahl ist, habe ich ihn natürlich sofort aufgeweckt und auf die wunderbare Uhrzeit hingewiesen.
Er schaute aber aus einem anderen Winkel auf die Projektion der Zahlen und meinte, es sei 7:37h.
Westfalen haben einfach nicht genug Kreativität, um aus so einer Gelegenheit etwas Tolles zu machen.

Nun denn, immerhin stand er auf und machte Kaffee, als der aufgetrunken war, machte er noch frischen Orangensaft.
Das ist das Beste am Winter, es gibt Orangen im Überfluss und zu bezahlbaren Preisen und deshalb gibt es bei uns im Winter am Wochenende fast grundsätzlich und immer frischgepressten Orangensaft. Dass ich schon seit vielen, vielen Jahren eine Profisaftpresse habe, versteht sich von selbst.

So lagen wir also im Bett, tranken erst Kaffee, dann Orangensaft, genossen die frische Bettwäsche und lasen beide auf unseren iPads. Ungefähr eine Stunde später war es plötzlich 12h. Keine Ahnung wie das passieren konnte.

Gegen 13h war ich fertig geduscht und angezogen und begann ein wenig im Haus aufzuräumen. Es ist jedes Mal wieder erstaunlich, in welchem Tempo so ein Haus sich selber vollmüllt und zudreckt, wir können es ja nicht gewesen sein, wir sind ja kaum zu Hause.

Weiße Fliesen im Erdgeschoss sind bei Matschwetter definitiv nicht die erste Wahl in Punkto Schmutzunanfälligkeit, unser Erdgeschoss ist vollständig weiß gefliest. Und auch wenn kein Matschwetter ist, in der Küche sieht der Boden eigentlich immer gesprenkelt aus. Bei uns kann man vom Boden essen, liegt ja sichtbar genug rum.

Ich sagte also zu K., dass wir auch mal wieder den Boden staubsaugen und wischen müssten, seine Gegenfrage: "Kriegen wir Besuch?"

Da wir keinen Besuch erwarten, habe ich weitergehende Reinigungsaktionen verschoben, ich fühlte mich spontan auch nicht zuständig.

Kleiner Einschub: Ich glaube, diese Fähigkeit, drängelnde Aufgaben von einer to-do-Liste kurzerhand in eine na-dann-nicht-Liste zu verschieben, hat mich mein gesamtes Leben vor jeder Art von "mental load" bewahrt. Gleichzeitig fehlt mir aber genau deshalb auch jedes Verständnis für irgendeine Art von "mental load". Wo ist das Problem, Dinge einfach nicht zu tun?

Zurück zum Tagesablauf: Kurz nach 14h setzte ich mich an den Rechner, um endlich mal all die liegengebliebene, private Büroarbeit abzuarbeiten. Sowohl Beihilfe als auch Debeka machten in letzter Zeit viel Theater und ich musste jede Einreichung für den Vater reklamieren. In der letzten Abrechnung passten die Zahlen so sehr gar nicht, dass ich dringend eine ganz genaue Kontrolle mit anschließendem ausführlichen Widerspruch erarbeiten musste, es ist an dieser Front zur Zeit alles etwas mühsam.

Aber jetzt habe ich wieder einen guten Überblick, gegen alles, was verkehrt lief, habe ich Widerspruch eingelegt, jetzt schauen wir mal, ob es irgendwann wieder im passenden Alltagstrott weiterläuft.

Außerdem gab es stapelweise Zettelkram, der auf Ablage wartete, auch das ist jetzt erledigt. Es ist seltsam, denn eingescannt und digital abgelegt wird bei mir alles sofort, aber dann traue ich mich nicht, den Originalbeleg wegzuwerfen, also wandert der in eine Kiste mit abzulegenden Belegen und wenn die überquillt, dann weiß ich, jetzt ist es Zeit.

Ich glaube, die Idee von Digitalisierung ist anders, aber noch betrachte ich die analoge Ablage als reduntantes System, kann ja nicht schaden, macht nur extra Arbeit.

Ich saß also am Rechner und arbeitete konzentriert vor mich hin, als ich nach 8h mal auf die Uhr schaute, war es erst 15h, private Büroarbeit benimmt sich auch nicht anders als bezahlte Büroarbeit.

Am Abend schauten wir den Münster Tatort, weil K meinte, Münster Tatort wäre doch immer gut.
Ich verweigere ja eigentlich seit über zwei Jahren die klassische Sonntagsabendunterhaltung aus deutschen Haushalten, sprich, ich bin durch mit Tatort, das Zeug ist mir entweder viel zu psycholastig oder zu klamaukig.
Heute war es die klamaukige Variante und ich machte den Fehler, meinen Grundsatzboykott nicht auch grundsätzlich durchzuziehen. Ich glaube aber, ab sofort hat es auch K begriffen, dass man diesen Teil der deutschen Fernsehunterhaltung wirklich nicht mehr anschauen muss
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Samstag, 9. Dezember 2023
Konfus aber erfolgreich
Sehr erfolgreicher Tag, aber auch ein wenig durcheinander.
Als ich morgens aufwachte habe ich K aufgezählt, was ich alles erledigen möchte, das war allerdings nur die Liste, die mir in dem Moment einfiel.
Ich wollte:
- das Bett neu beziehen
- Wäsche sortieren und Waschmaschine anwerfen
- in einen Elektromarkt fahren und Mikrowellen vergleichen
- im Hagebaumarkt Gutscheinklarten mit 20% Rabatt kaufen
-allgemeine Wochenendeinkäufe, damit wir nicht verhungern

Als ich unter der Dusche stand, fiel mir ein, dass ich C ja ein Weihnachtsgeschenk versprochen hatte, was auch noch besorgt werden musste, ich hatte da etwas Passendes in dem Werbeflyer von Expert-Mediapark gesehen, mich aber noch nicht weiter mit größeren Markt- und Preisrecherchen beschäftigt.

Expert-Mediapark ist sowas wie Mediamarkt für die Landbevölkerung, in Münster gibt es einen Mediamarkt, in Greven und Emsdetten nur einen Expert-Mediapark. Ob und welche weiteren Unterschiede es gibt, ist mir nicht klar, war mir bisher aber auch egal.

K wollte aber nicht in einen Elektromarkt fürs Landvolk, er wollte lieber in einen richtigen Elektromarkt, das bedeutete, wir müssen nach Münster fahren, bis wir das geklärt hatten, ging es mehrfach hin und her, weil wir gleichzeitig auch das Problem klären mussten, mit welchem Auto und wo nachher welches Auto steht und lädt oder fährt und getankt werden muss, es war alles etwas konfus, aber am Ende ging es dann perfekt aus.

Der Schnee ist ja wieder komplett weggetaut, wir können also wieder mit dem Tesla fahren, der nur Sommerreifen hat, aber das deutlich preiswertere Fahrzeug ist, weil K an verschiedenen Ladesäulen kostenlos laden kann, d.h. aber auch, dass das Auto nicht bei uns in der Garage steht, wenn es nachladen muss. Insgesamt eine etwas komplizierte Logistik, bisher haben wir es zwar immer geschafft, das brauchbar zu organisieren, es wurde allerdings deutlich komplizierter, als in den letzten Wochen das Problem Schnee dazukam und den Tesla mit seinen Sommerreifen zwischendurch immer mal wieder komplett aus dem Verkehr zog.
Im Moment geht es aber wieder und wir beschlossen, den Tesla von seiner Ladesäule abzuholen und dann zum Mediamarkt zu fahren.

400m neben dem Mediamarkt ist Samstags immer Flohmarkt, wir waren heute spät dran, aber zu meiner Begeisterung war noch nicht alles abgebaut, ich konnte also noch eine schnelle Runde über den Flohmarkt drehen und fand zu meinem Glück genau die Verkäuferin mit der Hose, die ich bei ihr schon vor zwei Monaten gesehen hatte und sehr, sehr schick fand, die mir damals mit 20 Euro aber zu teuer erschien und dann hatte ich mich zwei Monate über meinen Geiz geärgert.
Heute war genau diese Verkäuferin wieder da und hatte die Hose offensichtlich noch nicht verkauft. Ich fragte nach dem Preis und sie sagte 5 Euro und ich freute mich und bezahlte sofort ohne zu Handeln. Manchmal hat man einfach Glück. (Ich habe die Hose inzwischen natürlich anprobiert und sie passt perfekt. Noch mal extra Glück, ich bin mehr als zufrieden mit dem Ausgang dieser Geschichte.)

Nach diesem erfolgreichen Hosenkauf war das Highlight des Tages abgehakt, im Mediamarkt kauften wir dann noch erfolgreich das Weihnachtsgeschenk für C - es war im Mediamarkt übrigens preiswerter als das groß beworbene Sonderangebot bei Expert-Mediapark, K meinte, er hätte gleich so ein komisches Gefühl gehabt bei dieser Elektro-Kette für die Landbevölkerung.

Danach fuhren wir zu Subway und kauften zwei Subs, die wir aber nicht vor Ort essen konnten, weil es bei Subway seit neuestem nur Pepsi-Getränke gibt und die mag ich nicht, ohne Getränk kann ich aber auch kein Sub essen, also ließen wie sie einpacken und fuhren damit nach Hause.

Als wir dort ankamen, waren die Subs schon ziemlich ausgekühlt, wir aßen sie trotzdem, für den Rest des Tages war mir dann schlecht.

Die anderen Punkte meiner to-do-Liste habe ich auch noch abgehakt, das Bett ist frisch bezogen und drei Maschinen Wäsche sind durchgelaufen, ich habe Gutscheinkarten vom Hagebaumarkt erworben und allgemeine Essenseinkäufe erledigt, es blieb zwar bis zum Schluss alles etwas konfus und durcheinander, aber erledigt ist erledigt.

Weil uns beiden am Abend immer noch schlecht war von den kalten Subs, hatte keiner Hunger, es musste nichts gekocht werden, sehr bequemer Ausklang des Abends
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Freitag, 8. Dezember 2023
Langer Tag
Das war ein ungemein voller Tag heute.
Es kommt sehr selten vor, dass ich Schlafprobleme hatte, aber heute morgen war um kurz nach vier die Nacht zu Ende, ich wurde wach, weil ich auf Toilette musste und danach war ich quietschewach und konnte noch nicht mal leise weiter vor mich hin dösen, weil mir das zu langweilig war.

Im Büro stand die letzte Runde Aufsichtsräte für dieses Jahr auf dem Programm, danach fällt die allgemeine Anspannung so schlagartig auf Null, dass es immer wieder faszinierend ist, es zu beobachten.

Am Abend war Kleiderkreisel in Bielefeld, diesmal kam die Mutter mit und C mit einer Freundin war dabei.
K hatte den Fahrdienst übernommen und da Männer beim Kleiderkreisel verboten sind, fuhr er, während wir kreiselten, auf den Bielefelder Weihnachtsmarkt und. jagte sich eine Portion Reibekuchen.

Nach dem Kleiderkreisel machten wir noch einen Zwischenstopp beim Chinesen, dann setzten wir die Mutter wieder ab und fuhren nach Hause.

Jetzt bin ich angemessen müde
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Donnerstag, 7. Dezember 2023
Das Handy war nicht da aber auch nicht weg
Der Tag begann heute mit Kopfschmerz, aber Ibu sei Dank verschwand der Schmerz nach kurzer Zeit, um einer ausgeprägten Lustlosigkeit Platz zu machen.

Noch eine weitere Stunde weiter hatte ich mich selber soweit im Griff, dass ich bürotaugliche Geschäftstüchtigkeit vortäuschen konnte, der Rest des Tages verlief ohne besondere Vorkommnisse.

Am Abend war kurz mein Handy weg, ohne dass es weg sein konnte, das war eine sehr seltsame Situation.

Das Beste an meinem wieder voll funktionstüchtigen Autoradio ist die Tatsache, dass es sich wieder ohne Probleme und sofort nach dem Start mit meinem Handy verbindet und dann den jeweils aktuell angefangenen Podcast über die Lautsprecher wiedergibt.
Das ist nicht nur deswegen toll, weil ich endlich wieder Podcast hören kann, sondern weil ich auch endlich wieder grundsätzlich beruhigt sicher bin, dass ich mein Handy nicht irgendwo liegengelassen oder vergessen habe. Wenn im Autoradio ein Podcast spielt, ist absolut sicher, dass mein Handy in der Nähe ist.


Heute war es also so, dass ich beim Autofahren einen Podcast gehört hatte, dann hielt ich an und stieg aus, ging in einen Einkaufsladen, suchte mein Handy in der Handtasche und es war nicht da.
Auch ein Auskippen des gesamten Handtascheninhalts brachte kein Handy zum Vorschein, die Uhr sagte, das Handy wäre gerade nicht mit ihr verbunden, einzige logische Erklärung, es war noch im Auto.
Also ging ich zurück zu meinem Auto, um das Handy zu holen, nur, da war es nicht.
Jetzt sagte die Uhr, dass das Handy circa 2 m entfernt sei, es klingelte aber nicht.


Ich war kurzfristig komplett ratlos, denn wenn es runtergefallen wäre beim Aussteigen, dann müsste es klingeln, wenn ich es über die Uhr suche, das tat es nicht. Es war aber auch nicht weiter entfernt, das sagte mir die Uhr ja eindeutig und es gab auch gar keine Möglichkeit, dass es schon länger weg sein könnte, denn ich hatte bis gerade eben ja noch Podcast im Auto gehört.
Ziemlich verwirrt, suchte ich auf dem leeren Beifahrersitz, unter dem Beifahrersitz, unter dem Fahrersitz, neben den Sitzen, zwischen den Sitzen und sogar auf dem Rücksitz alles ab, das Handy war nicht da, die Uhr brachte es auch nicht zum Klingeln, trotzdem zeigte sie ständig an, es wäre sehr dicht in der Nähe.

Bis ich auf die Idee kam, im Kofferraum nachzuschauen, und da war es dann.
Wie es in den Kofferraum gekommen ist, wann ich es da reingelegt habe, warum ich es da reingelegt habe oder ob ich es da überhaupt reingelegt habe, kann ich alles nicht sagen.
Ich vermute, das Handy ist durch einen Riss im Raum – Zeit – Kontinuum geflutscht, hat sich kurz dematerialisiert, um sich anschließend im Kofferraum wieder zu materialisieren. Zumindest erscheint mir das eine deutlich angenehmere Erklärung als die Alternative, nämlich, dass ich schneller verblöde, als mir lieb ist.

K hatte in der Zwischenzeit Sushi beim Abholjapaner besorgt, ich finde, das sollten wir öfter machen, wenn es nicht immer so eine umständliche Aktion wäre (lange Wartezeit, kein Parkplatz vor dem Restaurant, nerviger Stadtverkehr in der Innenstadt)
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Sonntag, 3. Dezember 2023
Zurück in den Alltag
So, zurück aus einem Wochenende, das mal wieder viel zu schnell vorbei war, aber wie jedesmal in solchen Situationen schaue ich auf meinen Resttagezähler, sehe dort 292 Tage, zucke ergeben die Schultern und beiße die Zähne zusammen, hilft ja nix.

Im Winterfährplan fahren deutlich weniger Fähren, genaugenommen nur noch eine am Tag nach Eemshaven, was die schnellere und preiswertere Fährverbindung ist, uns passte die Abfahrzeit um 13.30h heute aber sehr gut, denn so konnten wir erst noch entspannt ausschlafen, dann das Haus abreisefertig machen, den Müll verteilen, uns vom Onkel verabschieden, am Kleinbahnschalter am Bahnhof einen Zwischenstopp einlegen, um schon mal eine Fahrkarte für die Weihnachtsanreise zu besorgen, in Ruhe zur Fähre fahren, um bei strahlendem Wintersonnenwetter gegen 15h in Eemshaven anzulegen.

Wir hatten fast die Poleposition - zweites Auto ganz vorne, so dass ich auch mit großer Faszination das Anlegemanöver beobachten konnte.
Die Fähre kann seitwärts fahren, in dieser Deutlichkeit war mir das tatsächlich bis heute nicht bewusst geworden.



Wir kamen am Anleger an, hatten ihn aber locker um mehr als eine Schiffsbreite verfehlt. Und dann fuhr die Fähre einfach seitwärts, um am Ende genau passend am Anleger festzumachen. Ich war fasziniert und K sagte nur ganz trocken, dass die Fähre doch ein Bugstrahlruder hat und deshalb wäre das völlig normal.

Ich wünsche mir jetzt ein Auto mit Bugstrahlruder, das würde das Einparken enorm vereinfachen.

Anschließend fuhren wir nach Leer, um den Vater zu besuchen, ich hatte schon seine Weihnachtsgeschenke dabei, weil ich es wahrscheinlich vor Weihnachten nicht mehr schaffen werde, ihn zu besuchen. Er war fidel und gut drauf, aber wie jedesmal, wenn er den Sachstand abfragt, schwer enttäuscht, dass bisher noch keines seiner Enkelkinder fertig promoviert hat.
N promoviert seit ungefähr 15 5 Jahren und eigentlich ist alles fertig, ihm fehlt aber noch eine Grafik und deshalb kann er seine Arbeit leider nicht abgeben. C promoviert erst seit anderthalb Jahren, die muss auch eine echte Promotion anfertigen (also nix in Medizin), das wird deshalb eh noch etwas dauern. Und J muss ja erst noch sein drittes Staatsexamen ablegen, bevor er sich überhaupt überlegt, was er danach mit seinem Leben anfängt. Also kein echter Doktortitel in der Familie in der nächsten Zeit in Aussicht und für meinen Vater ist das jedesmal einen tiefen Seufzer wert. Er möchte das doch so unbedingt noch erleben, dass es ein promoviertes Familienmitglied mit seinem Namen gibt, aber er wird im Januar 89 und macht sich Sorgen.

Tja schade, aber da kann ich ihm nicht helfen, da muss er sich wohl gut weiter fit halten, um das noch zu erleben.

Als wir am Abend in Greven ankamen, packte K die Pakete mit den erfolgreich verkauften Ebay-Teilen und ich überlegte mir mal wieder, dass es das, was früher ebay Kleinanzeigen war, heute eigentlich gar nicht mehr braucht. Wenn man heute als privater Verkäufer bei ebay genauso kostenlos verkaufen kann wie früher nur bei ebay Kleinanzeigen, dann hat man doch alles, was man braucht oder anders ausgedrückt: Wer braucht noch ebay Kleinanzeigen? Ich habe deshalb die App jetzt auf meinem Handy gelöscht.

Meine alte AppleWatch ist für einen guten Preis weggegangen, eine von Ks alten Fritzboxen hat einen nicht so guten Preis erzielt, aber jetzt ist sie auch weg und ich freue mich über jedes Teil, was das Haus verlässt.

Wolle liegt hier noch, unendlich viel Wolle, alle Qualitäten, sehr viel Öko-Wolle, von selbstgeschorenen Schafen handgesponnen, handgefärbt und was weiß ich noch handgemacht (nicht zum Knäuel gewickelt, sondern nur lose als 100g Docken gelegt), der Kram kostet auf den aktuellen Öko-Weihnachtsmärkten ein Heidengeld, ich bin nur aktuell einfach zu bequem, mich um den Verkauf zu kümmern.
Die Sockenwolle dagegen ist fast komplett weg, das hat sehr gut geklappt
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Samstag, 2. Dezember 2023
Neue Technik
Über Nacht hatte die Schneierei zum Glück aufgehört und als ich morgens aus dem Fenster guckte, war es +1°C und es begann bereits kräftig zu tauen.



Das obige Foto übrigens vor allem zu Dokumentationzwecken, dass der Nachbar nun seine Mauer auch hat abreißen lassen, um Einstellplätze auf dem Grundstück anlegen zu lassen, allerdings hat er statt einer neuen Mauer einen sensationell hässlichen Stabgitterzaun als Ersatz aufstellen lassen und ich finde das unter dem Aspekt, dass dadurch unser Haus im direkten Vergleich daneben noch mal deutlich hübscher geworden ist, zwar ganz okay, trotzdem werde ich nicht verstehen, warum Leute, die wirklich nicht am Hungertuch nagen, sich für so eine schäbbige Billiglösung entscheiden. Obwohl, ich fürchte fast, dass es so viel preiswerter gar nicht geworden ist, weil ich gesehen habe, welche Firma er mit der Ausführung beauftragt hat. Aber nun ist es so und ich habe mich heute jedesmal beim Nachhausekommen gefreut, dass ich so einen Zaun nicht vor dem Grundstück habe.

Tagsüber haben wir allerlei Dinge erledigt, im Baumarkt Schrauben gekauft, im Dorf die Fahrkarten für morgen abgeholt, anschließend dem Onkel einen neuen Fernseher und einen neuen Drucker mit Kopierer gebracht und eingerichtet und auf dem Rückweg noch ein Paket mit einem anderen Fernseher mitgenommen, der passenderweise heute noch beim Onkel angekommen ist.

Das mit den Fernsehern war jetzt eine echte Ringtauschaktion. Der Fernseher beim Onkel ging kaputt, er brauchte also Ersatz, allerdings durfte der Ersatzfernseher nicht größer als 24 Zoll sein, weil wegen eingeschränktem Platz und so.
Wir hatten noch einen 24 Zoll Fernseher, hing bei N im Zimmer, und wir hattenn uns schon länger überlegt, dass ein 24er TV für dieses Zimmer eigentlich zu klein ist.

Also bestellte K einen neuen Highttech-32 Zoll Fernseher, allerdings nicht für Ns Zimmer, sondern für die Wohnküche. Dort hing bereits ein 32 Zoll Fernseher, der hatte nur deutlich weniger Smart-Technik als das neue Gerät.

Der bisherige 32 Zoll Fernseher aus der Wohnküche ging zu N ins Zimmer und seinen 24 Zoll TV bekam der Onkel.

In der Wohnküche haben wir jetzt einen Fernseher, der auf Sprachsteuerung reagiert, das ist sehr praktisch, dann muss man endlich nicht mehr dauernd nach der Fernbedienung suchen.

Als alles installiert und eingerichtet war, war es dunkel, ich wollte aber unbedingt noch einmal zum Strand, also kramte ich die Stirnlampe raus und wir machten einen Abendspaziergang bis zum Wasser.
Reine Nachtaufnahmen kriegt das iPhone nicht hin, aber wenn man ein bisschen Licht mit einer Stirnlampe aufs Wasser wirft, dann klappt es plötzlich wieder.



Nach dem ich das entdeckt hatte, musste ich natürlich noch viel mehr fotografieren,



ganz unten das Meer mit den Lichtern von Eemshaven im Hintergrund, dadrüber K, wie er schon wieder Richtung Ofen strebt (es war auch echt usselig kalt am Wasser) und ganz oben der elektrische Leuchtturm mit zwei Strahlen vom neuen Leuchtturm dahinter, eingerahmt vom Funktturm und der Heimlichen Liebe
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Freitag, 1. Dezember 2023
Reisetag
Die Meldung zum Anfang ist die Zahl zum Schluss aus dem Handelsblatt:


Kommentar von K: Neun von zehn übersetzen die mit fast jede:r Neunte, das aber korrekt gegendert.

Prioritäten setzen, so wichtig.

Weil das Fliegewetter so unkalkulierbar und mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht fliegbar gewesen wäre, hatte ich für heute die Fähre gebucht, weil es einiges auf der Insel zu erledigen gab. Die Kombi aus Auto und Fähre hat eine deutlich höhere Zuverlässigkeit, dauerte mit 260 Minuten von Haustür zu Haustür allerdings rund zweieinhalb mal solange, aber man muss ja auch nicht immer nur hetzen.

Die Fahrt durch Holland brachte ein paar schöne Fotos,

Winterwelt

als wir auf Borkum ankamen, begann es zu schneien.

Die Bestellungen aus der Black-Friday-Cyber-Monday-Woche hatte K alle zum Onkel schicken lassen, nach dem Auspacken des Autos fuhren wir also als erstes los, um die gelieferten Pakete abzuholen.

Unter anderem hatte K hier für das Borkum Büro genau das gleiche Multifunktionsgerät gekauft wie das, was wir schon seit drei Jahren in Greven haben, haushaltsübergreifend einheitliche Technik ist schon etwas sehr Angenehmes und außerdem können wir jetzt endlich die Sammlung von vier Einzelgeräten aussortieren. Wir besitzen jetzt also endlich auch auf Borkum einen Farblaserdrucker-Scanner-Fax und Kopierer mit Airprint und stressfreier, funktionierender WLAN-Verbindung.

Das Gerät in Greven habe ich vor drei Jahren auch als Sonderangebot zum Jahresende erworben. Damals wusste ich nicht, was mich erwartet, sondern kaufte rein nach Preis und Leistungsbeschreibung. Es erwies sich dann aber erfreulicherweise als sehr leistungsstabil, anwenderfreundlich und vielseitig, als ich es deshalb ein halbes Jahr später auch für Borkum kaufen wollte, hatte sich der Preis verdoppelt, weshalb ich dankend verzichtete.

Erst jetzt wurde es wieder zu einem ähnlich guten Preis wie vor drei Jahren angeboten und der Händler verschickte sogar auf die Inseln. (Dauerproblem bei Bestellungen, sehr viele Händler liefern nicht auf die Insel oder wenn, dann nur für einen irren Aufpreis.)
Versand nach Borkum war die einzige vernünftige Transportmöglichkeit, das Gerät ist nämlich so groß, dass ich es in meinem Auto nur auf dem Beifahrersitz transportieren kann. Ausgepackt passt es aber genau auf das Schränkchen unter der Schräge.



Weitere spannende Erkenntnis des Tages: Unser altes Blink-Konto funktioniert noch, wir müssen kein teures Abo abschließen, um weiter Videos unserer Überwachungskameras zu erhalten.

Überwachungskameras haben wir ja schon seit vielen Jahren in beiden Häusern installiert, wenn man Häuser regelmäßig alleine lässt, ist es ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass sich fremde Leute nicht unbemerkt reinschleichen können.
Das erste Kamerasystem, was wir im Einsatz hatten, kam von der Firma Belkin, die Kameras zeichneten alle Bewegungen in ihrem Umfeld auf und verschickten dann kurze Videos per E-Mail.
Irgendwann teilte Belkin mit, sie würden diese Kameras nicht mehr unterstützen, wir brauchten also ein neues System und landeten bei Blink, dem Überwachungssystem aus dem Hause Amazon.

Die Blink-Kameras verschicken keine E-Mails, sondern speichern alle Videos in einer Cloud, die man über eine App abrufen kann. Als wir uns für das System entschieden und unseren Account registrierten, war die Cloud-Nutzung bis X-GB kostenlos. Vor ungefähr einem halben Jahr bekamen wir eine E-Mail, in der uns Amazon mitteilte, dass wir ab sofort ein kostenpflichtiges Abo für die Nutzung der Cloud abschließen müssten, 10 €/Monat, sonst nix mehr Video gucken bei Bewegung vor der Kamera.
Das wurde dann auch in der App angezeigt, die dramatisch die Tage runterzählte bis zu dem Zeitpunkt, wo alles weg ist, wir hielten tapfer durch und warteten ab - und als der Tag der Abschaltung gekommen war, war alles wie vorher, nur eine Zentrale, die wir als allerletzte und eine ganze Zeit nach unserer ursprünglichen Registrierung zu unserem Account hinzugefügt hatten, die sendete keine Videos mehr. Damit konnten wir leben, alle Kameras in den beiden Haupthäusern sendeten problemlos weiter Videos, der zum Zeitpunkt der Registrierung als kostenlos angelegte Account blieb kostenlos.

Dann war es aber so, dass K noch weitere Kameras gekauft hatte und vor genau einem Monat eine zusätzliche, neue Kamera hier im Borkumhaus in das System einband. In dem Moment, wo diese Kamera aktiviert war, erschien die Meldung, dass wir jetzt für einen 30-tägigen Probemonat mit voller Videoaufzeichnung freigeschaltet wären, wenn wir aber danach die Cloud weiter nutzen wollten, müssten wir ein Abo usw.

Heute war dieser eine Monat um, die App meldete, dass wir ab sofort keinen Zugriff auf die Videoaufzeichnung mehr hätten - und schaltete sich wieder in den alten Umsonst-Modus. D.h. es läuft alles so wie früher, die Sorge, dass wir uns durch das Einbinden der neuen Kamera unser altes Umsonst-Abo zerschossen haben könnten, war unbegründet, ich finde die Abzocke-Methoden von Amazon hier allerdings schon ziemlich krass
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