Als ich witzelte, dass ich natürlich auch ins Büro kommen könnte, ich würde das schon rauskriegen, wie das mit Bus und Bahn funktioniert, stöhnten gleich zwei Kollegen auf und meinten, das solle ich lassen, sie wären gerne bereit mich abzuholen, bevor sie das Risiko eingingen, sich die nächsten zwei Wochen anhören zu müssen, was ich alles bei der Benutzung des ÖPNV erlebt habe.
Ich werde das Gefühl nicht los, die haben Vorurteile. Also gegen mich und meine Anpassungsfähigkeiten.
Aber nun ja, ich ließ das mit dem ÖPNV bleiben, es brauchte mich aber auch keiner abzuholen, weil ich den größten Teil des Tages sowieso in Videokonferenzen und am Telefon verbrachte, für solche Tätigkeiten lohnt sich der Weg ins Büro echt nicht.
Zur Werkstatt hingebracht hatten wir das Auto schon gestern Abend, da war K zuhause und wir konnten mit zwei Autos hinfahren und mit einem zurück, das war bequem.
Heute war K aber bis spät abends im Büro und ich bekam einen Anruf von der Werkstatt, ich möge mein Auto abholen, also machte ich mich zu Fuß auf den Weg und freute mich über meinen Schrittzähler in der Uhr, der so viel Bewegung intensiv kommentierte und bewunderte.
K hat ja auch so eine Uhr und die spornt ihn immer an, wenn er an einer Ampel mit Kickdown losjagt. Ich saß schon daneben, als sich seine Uhr nach so einem Blitzstart meldete mit. "Sehr gut, weiter so."
Home-Office-Tage sind für mich ja auch immer Home-Putz-Tage, so liefen heute nebenher drei Maschinen Wäsche durch und das Waschbecken im Bad ist auch endlich wieder richtig, richtig! sauber. Ich hatte auf dem Flohmarkt altes Zahnarztwerkzeug gekauft. Mag sein, dass das für einen Zahnarzt nicht mehr gut genug ist, aber um Kalkreste aus kleinen Ecken zu kratzen ist es perfekt
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Keine Ahnung, was hier im Hintergrund hakt, ich kann das leider nicht beeinflussen.
Grundsätzlich hätte ich schon gerne ein eigenes Blog auf einer selbstgebauten Oberfläche, nur leider habe ich überhaupt keine Ahnung, wie das geht und kenne leider auch niemanden, den ich damit beauftragen könnte, denn es ist ja nicht mit nur einmal irgendwas programmieren getan, ich benötige ja dazu auch noch eine komplette Anjekannallesalleine-Fortbildung, damit ich anschließend auch wirklich sinnvoll damit umgehen kann.
Ach, es ist kompliziert.
Bis ich dieses Problem gelöst habe, muss ich also damit leben, dass es hier immer mal wieder hakt, so sei es dann.
Immerhin hätte ich für gestern auch gar nicht so viel zu erzählen gehabt, es war einfach nur ein langer Bürotag, an dem ich mich über Datenschutz geärgert habe und ich hätte mich wahrscheinlich lang und breit über die Unsinnigkeiten dieser gesetzlichen Vorschriften ausgelassen, aber das kann ich ja noch nachholen: Ich finde Datenschutz überflüssig, weil ich nicht erkennen kann, wo dadurch Missbrauch verhindert wird.
In unserer aktuellen Demokratie sehe ich keinerlei Gefahr darin, dass der Staat übergriffig wird, im Sinne eines Überwachungsstaates wie zB in China.
Das liegt aber nur daran, dass die AFD aktuell noch keine Mehrheit hat. Wenn sich das ändert und die Mehrheit der Regierung der Meinung ist, sie müsse die Bürger mehr überwachen, nun, dann ändern sie einfach die Datenschutzgesetze und dann geht das problemlos.
D.h. aktuell gibt es Gesetze, die dem Staat, der sowieso nicht übergriffig ist, Übergriffigkeiten verbieten, sollte er aber übergriffig werden wollen, braucht er nur die Vorschriften zu ändern und alles ist möglich.
Und dass sich nichtstaatliche Organisationen, also Firmen wie zB Meta und Co., an Datenschutzvorschriften halten, ist ja nun genauso ein unrealistisches Wunschdenken wie der Glaube an den Weihnachtsmann.
Ich bin sehr fest davon überzeugt, dass mit all diesen Datenschutzgesetzen nur die "Guten" behindert werden. Die, die ernsthaft vorhaben, mit Daten Missbrauch zu treiben, die werden sich doch nicht davon abhalten lassen, dass es verboten ist.
Was für eine niedliche Vorstellung, mit simplen Verboten die Bösen in Schach halten zu wollen, erinnert mich sehr an so Durchfahrt-Verboten-Schilder mit einem Panzer drauf. Die stellen wir einfach an den Grenzen auf und dann hat kein feindlicher Panzer mehr eine Chance über die Grenze zu fahren, ist ja verboten.
Aber ich habe ja sowieso ein schwieriges Verhältnis zu Verboten, die nicht systematisch und verlässlich überwacht und sanktioniert werden
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Die Lage im Büro eskaliert immer weiter und täglich kommen neue, offene Fronten dazu. Gleichzeitig muss ich die Tatsache akzeptieren, dass ich Fehler gemacht habe und jetzt gegen Leute verliere, die ich im Grunde zutiefst verachte, die aber vor allem deshalb besser sind als ich, weil sie um so viele Länge skrupelloser sind als ich.
Weil sie weder irgendwelche lästigen ethischen oder moralischen Ansprüche an sich selber haben, noch auch nur den Anflug von irgendeiner Art von Sportsgeist besitzen. Die spielen mit Ansagen falsch - und ich habe den Fehler gemacht, mir das nicht vorstellen zu können.
Im Grunde ist es nichts anderes, als wenn man auf den Enkeltrick reingefallen ist. Es schmerzt einfach, zu realisieren, dass es Menschen gibt, die so viel smarter sind als man selber, eben weil sie wirklich unlimitiert skrupellos sind, während man selber so naiv ist, doch tatsächlich und ernsthaft an das Gute im Menschen zu glauben.
Wahrscheinlich ist es aber auch wirklich nur meine verletzte Eitelkeit, die so schmerzt. Zugeben zu müssen, von Menschen outgesmartet worden zu sein, die ich eigentlich intellektuell um Längen unter mir verorte, aber statt dass die tun, was ich will, tue ich jetzt, was die wollen, nämlich schrecklich viel Geld für eine wertlose Leistung zu bezahlen und ich habe keine Idee, wie ich das verhindern kann.
Es regt mich wirklich sehr auf, ich habe aber absolut keine Idee, wie ich das Gesamtprojekt per Saldo besser ausbalanziert bekomme. Es ist alles insgesamt nur schlecht, wenn man am kürzeren Hebel sitzt.
Es gibt aber heute auch eine gute Nachricht: Die erste Handyhülle für das neue iPhone ist da und eigentlich habe ich jetzt schon das Gefühl, mehr brauche ich nicht, denn sie ist wirklich rundum perfekt. Aber es werden in 2-3 Wochen ja noch welche kommen und vielleicht sind da ja welche bei, die sind noch perfekter. Glaube ich zwar nicht, aber ist dann auch egal, auf alle Fälle kann ich dann farblich wechseln und stets eine zur Handtasche passende iPhone-Hülle wählen. Ich habe ja schließlich sonst keine Probleme
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Naja, nicht alle, aber einige, ich gehe allerdings davon aus, dass es ein flächendeckendes Phänomen ist und nicht nur unsere Firma gemeint ist.
Sehr anstrengend finde ich übrigens auch den neuen Signaturspruch, der sich in immer mehr E-Mails statt einer Grußformel findet:
"Bei Rückfragen sprechen Sie mich gerne an."
Dieser Satz wird vorzugsweise von besonders inkompetenten Mitarbeitern gewählt, wahrscheinlich, weil sie genau wissen, dass sie sowieso nie jemand ansprechen wird, weil jeder weiß, wie sinnlos das ist. Sie aber können sich mit diesem Satz als die großen Oberchecker darstellen, die natürlich jederzeit bereit sind, Leuten, die es nicht so ganz gerafft haben, großzügig ihre Unterstützung anzubieten.
Mittlerweile reagiere ich zunehmend aggressiv, wenn ich so etwas lese. Was für eine arrogante Angeberei.
Überhaupt ist mir heute sehr viel auf die Nerven gegangen, allen voran der Projektsteuerer von dem großen Projekt, der hauptsächlich leeres Durchfallgelülle von sich gibt und sich selber als den tollsten Typ unter der Sonne sieht, weshalb er uns ständig gratuliert, was wir für ein Glück hätten, grade mit ihm arbeiten zu dürfen und hier bitte, meine Rechnung, ist leider wieder alles teurer geworden.
So ein Hohlkopf, aber mir wurde von verschiedenen Seiten glaubhaft versichert, dass alle Projektsteuerer so sind, es ist sozusagen zwingender Teil der Jobbeschreibung, dass sie überwiegend dummes Zeug erzählen und grundsätzlich nie an irgendwas schuld sind, sondern immer nur die anderen.
Es gibt Tage, an denen ist es einfach anstrengend zu akzeptieren, dass man wirklich nicht alle töten kann
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Der 4. November ist übrigens bisher unbesetzt, man könnte hier zB den Tag der Mottofreiheit ausrufen.
Außerdem habe ich ein neues Wort gelernt, also eines, was es schon lange gibt, von dem ich aber noch nie etwas gehört hatte, weder das Wort selber, noch von der Taktik, die es beschreibt, und das hat mich durchaus beeindruckt. Denn wenn ich sonst auf Wörter stoße, die ich noch nie gehört habe, handelt es sich üblicherweise um Begriffe, die ich anschließend in meinem Kopf sofort wieder lösche, weil ich sie als für mich vollkommen irrelevant und deshalb entsprechend langweilig einsortiere. In all diesen Fällen vergesse ich dann nicht nur das Wort, sondern auch die Tatsache, dass ich ein solches Wort überhaupt gehört oder gelesen habe, weshalb ich auch gar nicht richtig wahrnehme, dass ich ein neues Wort hätte lernen können, ich skippe einfach das gesamte Thema.
Jetzt ist aber doch mal wieder ein neues Wort zu mir durchgedrungen und ich finde es sehr interessant:
Filibuster
Wenn künftig in irgendwelchen Meetings irgendwelche Menschen stundenlang unnützes Zeug reden, habe ich endlich ein passendes Wort dafür und eine Begründung, warum ich die Veranstaltung einfach verlassen darf, ich bin nämlich zu alt, um mir derartige Filibustereien anzuhören, ich habe dafür nicht mehr genug Lebenszeit.
Ach, und wenn ich schon mal dabei bin, kann ich auch gleich die zwei anderen Wörter, die ich in den letzten Monaten irgendwo aufgeschnappte und mir unbedingt merken wollte, hier mal reinschreiben, dann kann ich anschließend nämlich endlich die offenen Tabs schließen, die ich zum Nachschlagen bzw. zum Erinnern an jedes einzelne dieser Wörter schon echt lange mit mir rumschleppe, juchu, Aufräumen!
Ephemer wollte ich mir wie eine neue Vokabel merken, einfach weil ich auf derartige Imponiervokabeln stehe. Ich finde es ungemein cool=lässig arrogant, in Gesprächen über irgendein aktuell bestehendes Aufregerthema das gesamte Thema als ephemer zu bezeichnen. Korrekte Gendersprache zB hat meiner Meinung nach auch nur eine ephemere Bedeutung.
und bei
Kuchisabishii - ist es wohl selbsterklärend, warum ich das Wort witzig fand.
+++++++++++++++
Was sonst so den Tag betrifft, habe ich das Haus exakt einmal verlassen, um die Mülltonne vor die Tür zu rollen, die wird morgen früh geleert und ich war froh, als ich danach wieder drinnen war, es war ganz eindeutig kein Draußen-Wetter heute.
Drinnen habe ich ein bisschen das Haus sauber gemacht, Erdgeschoss gestaubsaugt und gewischt, Kühlschrankreste verarbeitet und aufgegessen, Küche aufgeräumt und geputzt und die Perlatoren aus dem Badezimmer erfolgreich entkalkt. Das wollte ich schon seit über einem Jahr machen, aber gut Ding will Weile haben, man kennt das, doch jetzt fließt das Wasser wieder breit, angenehm und trotzdem manierlich aus den Wasserhähnen der Waschbecken, das ist höchst erfreulich.
Außerdem habe ich eine längere Zeit am PC verbracht und Steuererklärungen vorangetrieben, Rechnungen bezahlt, Buchhaltung gemacht und überprüft, ob das neue Handy wirklich schon für alles freigeschaltet ist. Ist es natürlich nicht, es ist mühsam, aber das gehört wohl dazu.
Außerdem habe ich eine längere Zeit auf dem Bett gelegen und in einem Papierbuch gelesen, das fühlt sich immer so ungemein old school an, aber mir war danach.
Am Abend habe ich lange mit K zusammen die Pläne für das neue Haus besprochen und überplant. Wir haben versucht uns vorzustellen, wo welche Einrichtungsgegenstände stehen könnten und dabei entdeckt, dass wir jetzt noch ganz schnell Wände und Türen verschieben müssen, damit das Haus nachher sinnvoll zu unseren Möbeln passt und uns dann gefreut, dass wir noch rechtzeitig genug dran gedacht haben, da mal drüber nachzudenken.
Wichtige Erkenntnisse: Die Tür zum Hauswirtschafts-/Vorratsraum muss eine Schiebetür sein, sonst ist sie immer im Weg und es braucht keine Terrassentür vom Wohnzimmer nach draußen. Glaubt man ja spontan nicht, ist aber nicht nur überflüssig, sondern sogar störend, wir haben genug andere Stellen, an denen man von drinnen nach draußen kommt, das Wohnzimmer ist zum Wohnen da und nicht als Durchgang nach draußen vorgesehen.
Das Schnapsregal kommt neben den Esstisch und die Bücherregale hinter den Flügel, das passt dann alles sehr gut und damit bin ich sehr zufrieden.
Jetzt muss K nur noch den Architekten soweit in Gang setzen, dass der endlich mal eine Ausführungsplanung macht, damit wir ausreichende Details, Massen und Grundlagen haben, um den Rohbau auszuschreiben, aktuell passiert an dieser Stelle exakt gar nichts
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Ich habe deshalb wenig Gelegenheiten, auf Menschen zu treffen, die in einer völlig anderen Welt leben als.
Vielleicht löst es bei mir deshalb immer dieses intensive Gefühl der Faszination aus, kombiniert mit einem großen Staunen darüber, wie viele Welten es neben der einen, in der ich durch Zufall gelandet bin, sonst noch so gibt, wenn ich dann doch mal Kontakt zu anderen Menschen habe.
Vielleicht gehe ich deshalb auch so gerne auf den Flohmarkt, denn außer lauter spannendem Krempel gibt es dort auch ganz viele Menschen, die in einer derart anderen Welt leben als ich, dass es normalerweise gar keine Berührungspunkte gäbe.
Als ich neulich auf dem Flohmarkt war, bekam ich ein Gespräch zwischen einer älteren Frau und einem älteren Mann mit, die offensichtlich ihre Kontaktdaten austauschen wollten, aber vor dem großen technischen Problem standen, dass sie beide ihre eigene Handynummer nicht kannten und auch nicht wussten, wie sie die rauskriegen könnten.
So standen die zwei also nebeneinander, jeder mit seinem Smartphone in der Hand und versuchten irgendwo in diesen technischen Geräten eine Möglichkeit zu finden, wie sie sich verbinden könnten.
Mir ist dann aufgefallen, was für eine große Merkwürdigkeit es doch eigentlich ist, dass heutzutage jeder, wirklich absolut jeder, auch der wildeste Ureinwohner irgendwo im Busch, der ärmste Obdachlose unter der Brücke und auch alle Analphabeten, jeder Mensch hat heutzutage ein Smartphone und ich habe noch nie darüber nachgedacht, was die Leute an diesem Smartphone eigentlich so fasziniert und was sie damit machen, wenn sie weder lesen noch schreiben können oder nicht die geistigen Kapazitäten besitzen, auch nur die banalsten Programmierungsfunktionen so eines Gerätes selbstständig zu bedienen.
Dass man sich online nicht verbinden kann, wenn keiner seine Telefonnummer kennt, ist dann ein Problem, denn um einen neuen Kontakt in Whatsapp zu finden, braucht es eine Telefonnummer.
Aber selbst mit Telefonnummerkenntnis wäre es nicht sehr viel leichter gegangen, denn beide wussten auch nicht, wie sie neue Kontakte in ihrem Smartphone überhaupt anlegen könnten, denn beide hatten erwachsene Kinder oder Enkel, die das sonst für sie erledigten und so ganz ohne ihren technischen Hilfsdienst waren die zwei ganz schön aufgeschmissen.
Aber trotzdem besaßen beide ein Smartphone, auf dem sie sich immerhin gegenseitig Fotos ihrer Enkel zeigen konnten.
Hat das Teil also doch einen wertvollen Nutzen.
Ich habe mich heute vor allem mit der notwendigen Ausstattung für mein neues Smartphone beschäftigt, ich brauche eine neue Schutzhülle und am liebsten eine mit Schnur dran, weil ich mir irgendwann angewöhnt habe, mir das Handy einfach um den Hals zu hängen und so immer häufiger ohne meine ansonsten obligatorische Handtasche unterwegs bin.
Natürlich habe ich meine Handtasche auch noch dabei, aber nicht mehr zwingend immer "am Mann", ich lasse sie beim Einkaufen zB regelmäßig im Auto, weil ich außer Handy nichts zum Bezahlen brauche. Und auch das eigentlich noch nicht mal, weil ich im Grunde immer nur mit der Uhr bezahle, aber ohne Handy fühle ich mich "zu nackicht", schließlich könnte ja wer weiß was passieren, der Himmel stürzt ein oder was weiß ich, und wenn man dann sein Handy nicht dabei hat - ne, das ist mir zu riskant. Immerhin lasse ich aber inzwischen meine Handtasche mit dem allfälligen Überlebens-Notfallkit schon öfter mal im Auto und fühle mich dabei enorm mutig.
Aber deshalb Handy mit Schnur, denn wenn ich keine Handtasche dabei habe, muss das Handy ja irgendwohin und Hosentasche ist nicht grundsätzlich gesetzt, Schnur um Hals geht aber immer.
Als ich nach Schutzhüllen mit Schnur für das neue Handy suchte, lernte ich erstaunt, dass die Auswahl hier mittlerweile wirklich groß ist. Als ich mir seinerzeit für das alte Handy so eine Hülle gekauft habe, gab es im Wesentlichen nur vier verschiedene Modelle. Jetzt gibt es aber richtig viel im Angebot zum Aussuchen und natürlich konnte ich mich dann nicht mehr für nur ein Modell entscheiden. Weil die aber auch nur noch zwischen 5-10 € kosten, eskalierte mein Einkaufsrausch etwas und ich glaube, ich habe jetzt mindestens vier verschiedene bestellt, vielleicht auch noch mehr, ich werde sehen, was hier in der nächsten Zeit so ankommt. Eines habe ich mit einer Lieferzeit von drei Tagen und Versandstandort Deutschland gekauft, alle anderen kommen aus China und das dauert dann schon noch so 2-3 Wochen.
Außerdem habe ich Adapter von Lightning auf USB C gekauft, wenigstens meine kabelgebundenen Kopfhörer kann ich damit (hoffentlich) weiter benutzen. Ich besitze zwar auch (natürlich) Bluetooth-Kopfhörer, aber die Kabeldinger haben den Vorteil, dass man sie nicht aufladen muss und dass sie keinerlei zickigen luftbasierten Übertragungswegen ausgeliefert sind. Wenn es wirklich wichtig ist, dass ich die Hände frei habe, kann ich mich auf die Kabeldinger zu 100% verlassen.
Jetzt fahren wir gleich nach Rheda, wo wir uns mit Ks Sohn und Freundin zum Essen verabredet haben. K hat eben schon sein altes E-Bike auf den Fahrradtransportständer am Auto montiert, das (also das Fahrrad, nicht das Auto) schenkt er nämlich seinem Sohn zum Geburtstag/Weihnachten, der im Frühjahr damit Probe gefahren ist und sehr davon angetan war. Jetzt muss nur noch ich mein altes E-Bike irgendwie loswerden und K muss sich fürs Festland noch ein neues E-Bike kaufen. Bis er das getan hat, leihe ich ihm einfach meines, ich habe aktuell ja noch zwei hier im Keller stehen, wir verhandeln derzeit, welches von den beiden K sich ausleihen darf, das alte mit dem Blümchenkorb oder das neue, was man auch als Mann benutzen kann, ohne spontan weiblich interpretiert zu werden
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Dabei bin ich gar nicht direkt beteiligt, es ist nicht mein Verantwortungsbereich, wo die Probleme steil gehen, aber ich fühle mich natürlich doch immer irgendwie mit in der Verantwortung, und sei es auch nur damit, die betroffene Kollegin maximal zu unterstützen.
Was mich bei dem gesamten Thema am meisten fasziniert ist die Unbekümmertheit, mit der manche Menschen ihre eigene Inkompetenz nicht nur negieren, sondern hartnäckig auch noch versuchen als besondere Fähigkeit zu verkaufen.
Wenn man das mit dem Prüfen von Verträgen und Abrechnungen nicht so genau nimmt, ist man grundsätzlich immer deutlich schneller und damit besser, als Kollegen, die nicht nur alles sorgfältig und ordentlich prüfen und dokumentieren, sondern auch noch auf mögliche Gefahren aufmerksam machen. Diese ewigen Bedenkenträger halten den Laden doch nur auf, meint unser Obergockel, der sich gerne dafür feiert, wie schnell er jede Sorte von Problem löst.
Ich war heute von halb acht bis halb acht genau zwölf Stunden im Büro - und jetzt habe ich einfach überhaupt keine Lust mehr, mich noch mal damit zu beschäftigen, was ich heute den ganzen Tag so gemacht habe. Es war insgesamt einfach nicht sehr erfreulich.
Was ich morgen mache, habe ich noch nicht entschieden, also Home-Office oder Dienst vor Ort, ich glaube, ich mache es davon abhängig, wie ich mich morgen nach dem Aufwachen fühle
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Frau Haessy schreibt wieder, was mich sehr freut.
Ich habe ja immer noch kein einheitliches System, wie, wann und wo ich in den Blogs lese, die ich interessant finde. Mein alter Feedreader, Bloglovin, funktioniert nicht mehr und alle anderen, die ich bisher sonst so ausprobiert habe, sind mir im täglichen Umgang nicht passend genug auf meine Bedürfnisse zurechtbiegbar.
Im Ergebnis habe ich auf dem iPad eine Extraseite in Safari, in der ganz viele Tabs mit Blogs geöffnet sind, weil ich Blogs eigentlich nur auf dem iPad lese und auch nur, wenn ich im Bett liege und Zeit habe, d.h. also morgens, denn abends habe ich keine Zeit, wenn ich im Bett liege, abends schlafe ich einfach immer sofort ein.
Zu meiner Alltagsmorgenroutine gehört das Aktualisieren von 4-5 Blogtabs, mehr schaffe ich unter der Woche nicht, denn selbst ich muss ja mal irgendwann aufstehen und mich ins Büro begeben.
Am Wochenende habe ich mehr Zeit, da klicke ich mich dann auch durch alle anderen Blogtabs, so habe ich heute entdeckt, dass Frau Haessy ihre Schweigephase überwunden hat.
Hier in Niedersachsen ist heute Feiertag, ich fand, das war ein ausreichender Grund, um erstmal im Bett zu bleiben.
Nach dem späten Aufstehen stand dann weniger Gemütliches an, ich musste dringend Haarewaschen und anschließend setzte ich mich an den PC, um die heutigen Bürokatastrophen live zu begleiten.
Am Nachmittag beschäftigte ich mich damit, alle Reste aus dem Kühlschrank zu verarbeiten, es gab ein leicht wildes Durcheinander als Allerleimix, schmeckte echt gut, ist nur leider nicht wiederholbar, aber so geht mir das ja regelmäßig.
Außerdem war heute noch Wohnungsübergabe am Rochepad, ab morgen hat die Dachgeschosswohnung einen neuen Mieter, es lief alles ohne irgendwelche Probleme, die Wohnung ist sehr gut in Schuss und ich hoffe, der neue Mieter ist genau so pflegeleicht wie die bisherigen.
Gegen halb sechs machten wir uns auf zu einem Strandspaziergang, da war die Sonne schon komplett untergegangen und das letzte Tagesrestlicht verschwand schnell, irgendwann war es am Strand so dunkel, dass ich meine Füße nicht mehr sehen konnte, weshalb ich in ein Loch stolperte und mich fast der Länge nach hingelegt hätte. Sehr seltsames Gefühl, dass es schon um kurz nach sechs Uhr abends im Oktober bereits derart finster ist. Es dauert über fünf Monate, bis es wieder heller wird, dunkle Aussichten, wenn man es so genau ausrechnet.
Am Abend begann ich damit, das Haus abreisefertig zu putzen, das meiste ist jetzt schon erledigt, morgen muss ich nur noch den Kühlschrank ausräumen und abtauen und mein Bad reinigen, das erscheint mir eine überschaubare Aufgabe
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Dieser Plan ist allerdings grandios gescheitert.
Erstens haben wir gar keine ganze Woche Urlaub mehr, sondern müssen Mittwoch Vormittag schon wieder die Fähre aufs Festland nehmen (immerhin habe ich noch einen Platz bekommen, trotzdem ärgere ich mich natürlich, dass ich überhaupt schon am Mittwoch wieder zurück muss) und zweitens zeigt sich grade intensiv die Schattenseite der Home-Office-Erreichbarkeit, eben nämlich dass man erreichbar ist, wenn es Probleme gibt.
Und die gibt es, Probleme im Büro, in Mengen, und so sensationshungrig ich grundsätzlich auch bin, aber langsam finde ich es anstrengend. Selbst wenn ich persönlich gar nicht unmittelbar involviert bin, so kann ich mich als Teil der Geschäftsführung eben doch nicht komplett raushalten und mein E-Mail-Postfach macht im Minutentakt "Pling" und irgendwie war das ganz bestimmt nicht die Situation, die ich mir unter Urlaub ursprünglich vorstellte, vor allem auch weil meine aufgeschobenen Privatthemen leider nicht von alleine verschwinden, sondern langsam beginnen sich zu vermehren, sprich, wenn ich sie irgendwann anpacke, wird es deutlich mehr Arbeit sein als nötig, weil mittlerweile viele Zusatzprobleme durch Liegenlassen dazugekommen sind.
K stand heute allerdings für die von mir geplanten, gemeinsam zu besprechenden und dann zu erledigenden Themen auch nicht zur Verfügung, K wurde vom Onkel vereinnahmt und baute dort ausführlich an der neuen Terrassenüberdachung des Onkels rum, wirklich grämen muss ich mich also nicht über die verlorene Zeit, denn es wäre eh keine gemeinsame Zeit gewesen, schlechte Laune macht das insgesamt trotzdem.
Immerhin war das Wetter heute ansagekonform trocken und weil ich inzwischen begriffen habe, wie man die Waschmaschine richtig programmiert, war sie auch pünktlich um 9h das erste Mal mit ganz viel Bettwäsche durchgelaufen, so dass ich den Inhalt draußen auf drei Wäscheständern aufhängen konnte. Durch die Mengen an Besuch, die vor drei Wochen hier im Haus waren, sind auch Mengen an schmutziger Bettwäsche angefallen, inzwischen ist aber alles nicht nur gewaschen, sondern auch getrocknet, teilweise wieder aufgezogen und der Rest wurde in den Schrank geräumt. Wenigstens habe ich den Haushalt im Griff.
Außerdem habe ich eine weitere Steuererklärung fertiggestellt und übermittelt, ganz viel Post eingescannt und abgelegt, die Buchhaltung und die sonstige Verwaltung für den Vater (fast vollständig) erledigt, meine Sparkassencard endlich erfolgreich in ApplePay eingebunden und neue Versicherungsangebote für die Häuser auf Borkum eingeholt und mit den bestehenden verglichen.
Leider ist der Berg an Dingen, die darüberhinaus noch erledigt werden müssen, immer noch sehr, sehr hoch, aber dann wird das jetzt eben auf nächstes Wochenende geschoben, hilft ja nix.
Irgendwann gibt es hoffentlich mal ein Zeitfenster, an dem weder für K noch für mich irgendeine andere Verpflichtung ansteht und wir uns endlich gemeinsam nur um die Dinge kümmern können, die eben nur gemeinsam erledigt werden können.
Außer gemeinsam Zeit zu haben ist allerdings eine weitere Voraussetzung, dass wir dann auch beide gemeinsam in der Lage dazu sind, uns überhaupt mit solchen Dingen zu befassen, denn wenn man das Gefühl hat, dass man gleich umkippt, weil alles um einen herum zu viel ist, dann nutzt es nichts, die Zähne zusammenzubeißen und diese Dinge auch noch anzugehen, denn dann schmeißt man mit dem Hintern um, was man vorne mit den Händen aufgebaut hat.
Genau deshalb hatte ich meine Hoffnungen ja auf diese gemeinsame Woche Urlaub gesetzt.
Da hätte es theoretisch eine gute Chance geben können, aber, nun ja, hätte
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Am späten Vormittag fuhr ich mit J nach Münster, weil es dort diese Veranstaltung im Mutterhaus gab. Ich schmuggelte J mit rein, denn ich wusste, dass ein Catering gebucht worden war und oberste Priorität einer Mutter ist es ja stets, ihre Kinder satt zu bekommen.
Das gelang auch, außer verschiedenen Suppen gab es unendliche Mengen an Kuchen, die J alle aufaß, ansonsten war er damit zufrieden, still neben mir zu sitzen, es war warm, ich hatte das W-Lan mit ihm geteilt und es gab zu essen und zu trinken, was braucht es mehr für einen guten Tag.
Am späten Nachmittag trudelten seine Geschwister ein, C kam mit dem Zug aus Bielefeld, N mit dem Auto aus Berlin, sammelte seine beiden Geschwister ein und die drei machten sich zusammen auf dem Weg zum Notar. Weil sie zu früh dran waren, konnten sie noch eine Runde über den Send gehen, so heißt die Riesenkirmes auf dem Schloßplatz in Münster, der direkt beim Notar vorm Büro liegt.
Als sie fertig waren, war auch meine Veranstaltung grade beendet, sie kamen wieder zum Mutterhaus, C und J stiegen in mein Auto um und wir fuhren zu dritt nach Bielefeld, N fuhr zu K nach Greven, die Logistik funktionierte ausgezeichnet.
Das Wetter bestand ausschließlich aus Regen, einzige Veränderung waren Phasen mit viel Regen, die sich mit Phasen mit extrem viel Regen abwechselten.
Als wir um 19.15h in Bielefeld beim Kleiderkreisel ankamen, war es schon dunkel, es regnete nonstop und ich war leicht genervt von der Autofahrt.
J fuhr mit dem Bus weiter in Cs Wohnung, C selber ging mit auf den Kleiderkreisel, ich bestand schon deshalb darauf, weil man pro Person nur 15 Teile mitbringen darf und ich hatte ihre 15 Teile doch schon mit eingepackt.
C witzelte, dass ich extra für sie 3 € Eintritt bezahle, nur um weitere 15 Kleidungsstücke loszuwerden, denn zurücktauschen tue ich die ja niemals in dem Umfang.
Ich habe mittlerweile ein Knopfguthaben von über 300 Stück, Knöpfe sind die Währung mit der man auf den Kleiderkreiselveranstaltungen bezahlt, man bekommt Knöpfe für die Teile, die man abgibt und bezahlt Knöpfe, für die Teile die man mitnimmt, mein Knopfbestand wird längst auf einem Zettel schriftlich fortgeschrieben.
Heute habe ich übrigens noch eingeführt, dass Knöpfe auch umgebucht werden können, meine Schwester hatte nur noch ein kleines Knopfguthaben, weil sie ihre Knöpfe irgendwann mal alle gespendet hatte und sorgte sich jetzt, dass es nicht reicht, wenn ich mal nicht da bin, um ihr auszuhelfen. Die Damen aus der Organisation guckten zwar etwas verwirrt als ich sagte, sie mögen doch bitte 100 Knöpfe aus meinem Bestand auf den Zettel meiner Schwester umbuchen, als ich es dann aber noch mal erklärte, waren sie dazu bereit und jetzt sind wir wieder beide knopfreich.
Die Rückfahrt war dann noch mal um Längen schrecklicher als die Hinfahrt, es war komplett stockdunkel und goss immer noch, wirklich etwas erkennen konnte man nicht, wenn man aus dem Fenster schaute, ich bin also knapp 100km rein nach Baugefühl gefahren, am Ende aber ohne Unfall angekommen, immerhin
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