Weil ich durch die Fertigstellung des großen Regals und dem Einbau von weiteren Regalböden plötzlich eine Menge neuen Stauraum hatte, habe ich einiges neu arrangiert, mehrfach Dinge von links nach rechts und wieder nach links geräumt, bis ich irgendwann einen (vorläufig) finalen Einräumzustand erreicht hatte.

Das ist hier die Ecke, die am wenigstens fertig war bisher.
Es ist zum Teil immer noch ein Provisorium, weil genau hier ja noch das Schiebefenster eingebaut wird und unten kommen dann zwei Türen rein, damit ich den Stauraum dahinter von zwei Seiten befüllen kann, aber erstens finde ich das neue Provisorium tausendmal besser als das Loch, was da vorher war, durch das Loch zog es nämlich gewaltig und das ist jetzt fast vollständig gestoppt und optisch ist es auf alle Fälle auch ein Fortschritt. Wann das Schiebefenster eingeabut wird, weiß nur der Schreiner, der sich irgendwann mal melden wird, aber bis dahin kann ich mit dem aktuellen Zustand gut leben.
Ich habe in dem ehemaligen Loch jetzt zwei große Regalbretter, die ein Menge extra Stauraum bieten und endlich ist die Halterung für meine Brotschneidemaschine montiert, auch darüber bin ich sehr froh.
Auf der anderen Seite der Arbeitsfläche wurde das Regal ganz links komplett neu gebaut, ich wollte es gerne passend zur Arbeitsplatte haben, genauso wie das Regal rechts, ich finde, Regalböden sehen in Holzfarben schöner aus als in klinischem Weiß.

Oben auf der Arbeitsplatte haben mir die beiden Küchenschreiner aus dem gleichen Material einen Halter für die Teppanyaki- und die Griddle-Platte gebaut, der in der Mitte eine eingefräste Nut hat, die zur Abdichtung halb mit Silikon gefülllt ist und der fest auf die Arbeitsplatte geklebt wurde (Ränder ebenfalls mit Silikon abgedichtet, da kann jetzt nie mehr was aufquellen). Ich finde, eine perfektere Aufbewahrung für diese ansonsten etwas sperrigen Platten gibt es nicht.
Links unten nur noch mal die Decton-Arbeitsplatte, weil ich die so toll finde :-)
Und schließlich wurde auf der anderen Seite noch die Abschlussplatte über dem Backofen getauscht, weil ich auch die lieber in Arbeitsplattenfarbe haben wollte - und ich finde, das hat sich absolut gelohnt

Soweit die optisch sichtbaren Veränderungen, es wurde ansonsten noch eine Tür gangbar gemacht, eine Schublade vergrößert, der Apothekerschrank neu ausgerichtet, die Blende unter dem Kochfeld getauscht, der Wasserhahn etwas umgearbeitet usw. - tausend Kleinigkeiten, die in der Summe aber jede Menge Zeit kosten und die lästig sind, wenn man mit den Mängeln leben muss.
Außerdem habe ich heute noch 10l Wasser aus dem Keller gesaugt, es läuft aber immer langsamer nach
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Die Küchenmonteure sind pünktlich erschienen und haben den ganzen Tag mit sehr viel Engagement, Kreativität und Einsatz alle Dinge erledigt, die ich auf meiner Wunschliste hatte und jetzt ist die Küche fertig und wirklich noch viel schöner als vorher.
Ich bin sehr, sehr zufrieden mit dem, was die beiden Monteure da heute abgeliefert haben, jetzt muss nur noch der Schreiner das bestellte Schiebefenster einbauen, dann ist alles perfekt und ich muss mir eine neue Baustelle suchen, auf der ich meine Renovierungswut austoben kann.
Fotos folgen demnächst, jetzt muss ich leider unbedingt schlafen gehen
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Seit einiger Zeit bemerke ich verstärkt massive Konzentrationsschwächen und völlig blödsinnige Sprunghaftigkeiten, die weit über das mit einem normalen Spleen erklärbare Maß hinaus gehen.
Ich ziehe nicht erst die eine Sache durch und beschäftige mich dann mit der nächsten, sondern fange alle paar Minuten etwas Neues an und habe nach wenigen Stunden locker 17 angefangene Vorgänge, die ich am Ende des Tages natürlich alle nicht abgeschlossen habe, also trage ich sie als unerledigt vor, um am nächsten Tag genau das gleiche, sprunghafte Erledigungsverhalten wieder zu entwickeln und langsam mache ich mich selber wahnsinnig.
Es gibt inzwischen Vorgänge, die habe ich schon fünfmal (oder noch öfter, ich will gar nicht darüber nachdenken, wie oft es sein könnte, weil es zu Informationen führen könnte, die ich lieber alle nicht wissen will) angepackt, und weil ich jedes Mal mittendrin wieder zu etwas anderem gewechselt habe, und von dort zu etwas noch anderem und immer so weiter, fange ich am nächsten Tag, wenn das ganze Spiel erneut beginnt, wieder bei Null an, weil ich mir natürlich nicht merken kann, wie weit ich welche Angelegenheit nun schon bearbeitet habe und ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich das hasse und wie sehr ich mich selber dafür hasse, dass ich so einen Scheiß mache.
Heute habe ich permanent versucht, mich selber zu kontrollieren, das war sehr anstrengend und ich habe mich sehr über mich geärgert, aber am Ende des Tages hatte ich immerhin drei ordentlich abgeschlossene Vorgänge und das ist besser als gar nichts. Als Erfolgsmeldung im Sinne von "ich habe das Problem im Griff" würde ich das allerdings definitiv noch nicht bezeichnen.
Nächste Auffälligkeit: Gestern hatte ich spontan vergessen, wie man das kleine b in Schreibschrift schreibt.
Das war sehr blöd, denn ich war grade damit beschäftigt, in Greven den Müllkalender manuell, also handschriftlich, auszufüllen und schon im Februar gelang es mir nicht mehr das Wort braun zu schreiben, gelb und blau funktionierte auch nicht, so dass ich erstmal nur den schwarzen Müll bis Dezember eintragen konnte, der einzige Müll ohne kleines b.
Auf den Februar- und Märzseiten des Kalenders gibt es jetzt ganz viele schreibberichtigte, durchgestrichene, neu geschriebene, wieder berichtigte Mülleinträge, ich habe irgendwann auf dem iPad gegoogelt, wie man so ein kleines b handschriftlich richtig malt - danach ging es dann wieder,
Ich fand das aber ehrlich gesagt ziemlich spooky, denn was kommt als nächstes, dass ich vergesse, wie man einen Gürtel öffnet und mir dann zwangsweise in die Hose machen muss?
Man echt mal, ich will ja gar nicht richtig alt werden, ich habe nur noch 14 Jahre im Planvorlauf - aber das kann doch wohl nicht wahr sein, dass das jetzt in der Art weitergeht?
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Wir haben stattdessen aufgeräumt und geputzt, der Keller wurde noch mal trockengelegt, das Haus in einen ordnungsgemäßen Abreisezustand versetzt und die Küche so weit freigeräumt, dass die Küchenbauer die Restarbeiten ohne Behinderung durch rumstehenden Küchenkrempel erledigen können

In die Lücke in dem unteren Bild wird ein Regal gebaut und die weiße Abdeckplatte auf dem oberen Bild wird durch eine braune ersetzt.
Die Fähre war pünktlich, so dass wir noch problemlos einen Zwischenstopp beim Vater einlegen konnten. Anschließend fuhren wir noch eine Tankstelle an, denn ein erster Check der Spritpreise auf dem Festland ergab die erstaunte Feststellung, dass der Sprit im neuen Jahr nicht teurer, sondern billiger geworden ist, sehr seltsam, aber okay, ich kann das Thema jetzt für die nächsten 650km wieder ignorieren.
Morgen wieder Büro, immerhin ist die erste Woche in diesem Monat schon um
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Der See auf dem Nachbargrundstück ist über Nacht sichtbar geschrumpft und dementsprechend ist der Grundwasserpegel gesunken, was bedeutet, es läuft kein Wasser mehr in den Keller, sondern sickert nur noch sehr langsam durch die Wände, wir haben also die Pumpe wieder abgebaut, der normale Wassersauger schafft die verbliebende Feuchtigkeit locker, einmal saugen pro Tag reicht.
Dafür ist es spürbar kälter geworden, wenn es mir bisher draußen zu nass und zu windig war, so ist es mir jetzt zu kalt, es wird Zeit, dass wieder Sommer ist und ich über die Hitze jammern kann.
Um wenigstens irgendetwas Sinnvolles am Ende des Tages getan zu haben, habe ich mich heute mit den Steuererklärungen für CWs hinterlassene Gesellschaften beschäftigt. Wir haben es in 2023 endlich geschafft, eine davon aufzulösen und eine andere in Liquidation zu schicken, so nach und nach wird es weniger und ich feiere das sehr
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Das Dachfenster im Bad ist komplett blickdicht zugeweht, die Straße und der Stellplatz sind mit einer dicken Sandschicht bedeckt und der See auf dem Nachbargrundstück ist noch weiter gewachsen.

Der See nebenan markiert ziemlich genau den aktuellen Grundwasserspiegel und der ist mittlerweile auch auf unserer Seite so sehr gestiegen, dass das Wasser nicht mehr als Feuchtigkeit langsam durch die Mauern drückt, sondern lebhaft tropfend aus dem Kriechkeller quillt, der steht jetzt nämlich auch schon unter Wasser und damit steigt der Pegel in unserem tieferen Keller schneller als wir gegenansaugen können.

Wir brauchten also eine Pumpe, zum Glück ist der Onkel gut ausgestattet, kaufen konnte man keine mehr, die scheinen deutschlandweit ausverkauft zu sein.
Mit der Onkel-Pumpe pumpten wir so lange, bis der Pegel wieder auf eine brauchbare Wassersaugerhöhe gesunken war, saugten dann weiter und leerten den Wassersauger mit der Pumpe. Das war relativ bequem, ersparte es immerhin das dauernde Ausleeren des Behälters.
Für die Nacht werden wir einen Wecker stellen müssen, denn länger als sechs Stunden kann man den Keller jetzt nicht ungepumpt und unabgesaugt alleine lassen.
Ich mache mir ein bisschen Sorge um meine Weinvorräte, habe inzwischen aber auch schon alle Flaschen aus den untersten Etagen nach oben gelegt und die Gelegenheit genutzt, vier Flaschen direkt in den Ausguss zu leeren. - CWs Standardspruch war stets, dass das Leben zu kurz ist, um deutschen Wein zu trinken, ich habe mittlerweile ein paar wirklich akzeptable deutsche Weine entdeckt (nicht bei uns im Keller, sondern allgemein), aber die alten Schätzchen, die schon seit annotuck bei uns lagern und die nie jemand trinken wollte, weil das Leben halt zu kurz ist, die wurden jetzt gleich zusammen mit dem Flutwasser hinfortgespült.
Immerhin ist der Boden jetzt gründlich gereinigt, eine getrocknete Mausleiche schwamm auch hoch und wurde entsorgt, jetzt haben wir hoffentlich keine weitere Leiche mehr im Keller
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hier werden mittlerweile täglich drei volle Eimer aus dem Keller gesaugt. (Und was für ein Glück, dass wir schon einen Wassersauger haben, die sind nämlich überall komplett ausverkauft.)
Eben ploppte die amtliche Unwetter Warnmeldung vor Orkan-Böen Stufe 3 auf, hier ist richtig was los, wettertechnisch.
Sonst eher nicht so, das gefällt mir alles sehr gut.
Ich gammele hier gemütlich vor mich hin, räume den PC auf und schließe die Buchhaltung 2023 ab, um sie für 2024 vortragen zu können, solche Arbeiten mache ich gerne.
Ich liebe Listen und wenn ein Jahr fertig ist, dann kann man daraus ganz viele wunderbare Listen und Übersichten erstellen, Jahresvergleiche fortschreiben und Zukunftsplanungen aktualisieren.
Außerdem habe ich mal wieder meine Krankenkasse gekündigt. Seitdem ich letztes Jahr gelernt habe wie das geht, finde ich das jetzt eine einfache Übung und die Kasse, die ich mir letztes Jahr ausgesucht hatte, weil sie so extrem günstige Beiträge hatte, hat dieses Jahr gewaltig erhöht, deshalb gibt es keinen Grund mehr, dort zu bleiben, vor allem, weil sie keinen Zuschuss zur Zahnreinigung zahlen.
Also neues Spiel, neues Glück, jetzt teste ich mal, was die Techniker so drauf hat.
Meine Draußenzeit bestand heute aus einer schnellen Fahrt ins Dorf/zur Post, weil am 30.12. eine Benachrichtigung für ein Einschreiben im Briefkasten lag.
Laut Kamera kam der Briefträger am 30.12. exakt eine Minute nachdem wir zum Einkaufen losgefahren waren, das war ärgerlich, weil ich jetzt drei Tage Zeit hatte darüber zu grübeln, wer mir ein Einschreiben geschickt haben könnte und vor allem, warum.
Eine Behörde wird es nicht, die schicken immer gleich mit PZU und alle Menschen aus meinem privat/beruflichen Umfeld benutzen die Grevener Adresse, was also kann es für einen Grund geben, dass jemand irgendetwas per Einschreiben nach Borkum schickt?
Es stellte sich heraus, dass es sich um ein Einschreiben aus Tschechien handelte, die Kinder haben da ein Grundstück aus dem Nachlass von CW verkauft - und das tschechische Katasteramt schickt die Nachricht über die Umschreibung des Grundstücks jetzt per Einschreiben. Also alles sehr langweilig im Nachhinein, gegrübelt habe ich trotzdem drei Tage lang.
Ich glaube, für die Fahrt zum Postamt habe ich die einzigen trockenen 30 Minuten des Tages erwischt, wenigstens bin ich für diese langweilige Auflösung über die aufregende Inszenierung eines unerwarteten Einschreibens nicht auch noch nass geworden.
Zum Abend gab es Gemüsesuppe, außerdem habe ich ein Brot gebacken.
Morgen wird es auch Gemüsesuppe geben, dann mit altem Brot
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K wird ja noch drei Monate länger regelmäßig in sein Büro gehen müssen, gemeinsam werden wir erst ab 2025 wirklich frei sein, am neugierigsten bin ich deshalb darauf, wie sich diese drei Monate Zwischenzeit für mich anfühlen: Ich habe keine Verpflichtungen mehr, aber er muss noch arbeiten. In klassischen Hausfrauen-Ehen ist das der normale Alltag.
Wenn ich darüber nachdenke, bleibt mir nur ein verständnisloses Kopfschütteln, wie kann man das als Dauersituation auch nur in Ansätzen sinnvoll finden?
Egal, ich habe nächstes Jahr schon drei Monate frei, während K noch arbeiten muss und ich werde Null schlechtes Gewissen haben, ihm das genüsslich unter die Nase zu reiben.
Aktuell muss ich ja grade auch nicht arbeiten und so ein Faulenzer-Nichtstu-Leben ist schon eine feine Sache.
Ich habe nämlich heute wirklich hauptsächlich nichts gemacht und mich sehr wohl dabei gefühlt.
Bei Lidl gibt es schon seit längerem Ceviche als TK-Ware und ich bin entsprechend schon seit längerem neugierig, wie das wohl schmeckt. Jetzt über die Nichtstu-Tage fand ich es eine gute Gelegenheit, es mal auszuprobieren und das Wichtigste ist ja, dass die Neugier befriedigt wurde und das gelang natürlich erfolgreich - das Zeug schmeckt schei… Wir haben beide tapfer mehrere Stücke probiert, bevor wir gemeinsam beschlossen, dass es sich deutlich besser als Möwen- als als Menschfutterfutter eignet, und wirklich, die Möwen haben sich tatsächlich gefreut. (die sind aber auch sonst vor nix fies.)
Am Nachmittag war es laut App eine längere Zeit regenfrei, wir schnappten uns die Fahrräder und fuhren einmal über die Promenade bis ins Dorf, auf dem Rückweg mit einem Abstecher beim Onkel hereingeschaut, der wünscht sich jetzt einen E-Scooter, der schneller fährt als das alte Hasemobil vom Vater, der bringt es nämlich nur auf 6 km/h und das ist dem Onkel entschieden zu langsam. Alte Leute haben offensichtlich nicht mehr so viel Zeit, mit langsamen Gefährten unterwegs zu sein, wir werden ihm jetzt also ein schnelleres Modell besorgen
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Der Versicherungsmensch blieb bis um 12h und erzählte noch allerlei Interessantes aus seiner Sicht auf die Insel und ihre Bewohner. Er ist auch hier auf der Insel aufgewachsen (also kein Zugezogener), gehört aber dem Teil des Borkumer Klüngels an, mit dem ich sonst gar keine Kontaktpunkte habe. Ich fand es also grundsätzlich alles sehr interessant, nach zwei Stunden hatte ich aber auch genug, ich bin einfach zu alt, um mich noch nachhaltig für die klassischen Stammtischaufregerthemen zu interessieren.
Am frühen Nachmittag machten sich alle drei Kinder und ich auf den Weg ins Dorf, die Kinder brauchten Fahrkarten für morgen und ich habe gleich mal die Termine bis April geprüft und alle notwendigen Fährkarten für das Auto gekauft, der Fahrplan bis April wurde nämlich grade erst letzte Woche freigeschaltet. Endlich bin ich mal so früh unterwegs, dass ich noch freie Auswahl bei den Terminen habe.
Dann besuchten wir noch den Onkel und J kümmerte sich ausführlich um den Mediplan des Onkels und sorgte dafür, dass der Onkel seine Medikamente künftig richtig sortiert und dann zu den passenden Tageszeiten einnimmt. Alles eine Frage der Organisation.
Nach dem Abendessen habe ich mit jedem Kind einzeln die notwendigen Steuererklärungen erledigt, ist auch dieses Thema jetzt erledigt.
Das Wetter hier ist wahrscheinlich genauso bescheiden wie im Rest der Republik, heute regnete es nicht pausenlos, sondern nur ab und zu, das möchte man ja schon fast loben. Es war aber extrem windig und man musste beim Fahrradfahren sehr aufpassen, nicht plötzlich mitsamt Rad in irgendeine Hecke geweht zu werden, die Böen waren extrem tückisch und ich war froh, als ich wieder drinnen war
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Letzteres zum Glück nur von dem Borkumer Versicherungsagenten, der mit mir einen Termin zum Unterschreiben diverser Verträge ausmachen wollte.
Das mit den Versicherungen ist ja auch so ein Ding, was mich tief beeindruckt hat, man kann die Tarife nämlich aushandeln wie auf dem Basar.
Ich hatte bisher angenommen, dass die Kosten für Versicherungen in etwa so feststehen wie die Kosten für den Versand eines Paketes. Sie unterscheiden sich natürlich von Anbieter zu Anbieter, ich dachte aber, dass jeder seine festen Tarifstrukturen hat und dann gibt man ein, was genau man versichern will, wie groß, wie teuer, wie alt etc. und welche persönlichen Vorbedingungen man selber mitbringt - und am Ende kommt automatisch der Preis der Versicherung raus.
Ist aber nicht so, habe ich grade frisch gelernt.
Ich hatte die Gebäudeversicherung für das Mietshaus hier auf Borkum gekündigt, weil ich fand, dass sie unverhältnismäßig stark gestiegen wäre im nächsten Jahr und ich wollte mich dann lieber mal woanders umschauen. Von einer Versicherung hatte ich auch schon ein Angebot, das war nicht nur günstiger, sondern umfasste auch mehr Leistungen.
Ein Problem bei den Gebäudeversicherungen hier auf der Insel sind immer die Elementarversicherungen, denn Sturmflut ist grundsätzlich ausgeschlossen - und die anderen Elementargewalten wie Bergrutsch, Lawine und Vulkanausbruch, nun, die kommen hier so selten vor, dass es sich nicht wirklich lohnt, eine Elementarversicherung abzuschließen.
Es gibt aber noch Starkregen als Elementarereignis und das ist durchaus ein Thema, denn hier auf der Insel wurde das Kanalsystem für Abwasser im Wesentlichen mit Anlaufen der großen Tourismuswelle ausgebaut und das war zum Teil Anfang des 20 Jahrhunderts und ein großer Teil dann 40 Jahre später, nach dem zweiten Weltkrieg.
Das Borkumer Kanalsystem kann es in Punkto Aktualität und Leistungsfähigkeit in etwa mit dem Schienennetz der Deutschen Bahn aufnehmen, sprich, für Starkregenereignisse ist es eindeutig nicht gerüstet.
Ich wollte also zusätzlich zur normalen Gebäudeversicherung auch eine Elementarversicherung nur für Starkregen, die Risiken für Lawine, Bergrutsch und Vulkanausbruch lasse ich als echter Zocker gerne unversichert.
Wurde mir angeboten, sollte ca. ein Drittel Extraprämie kosten, was mir entschieden zu teuer war. Als ich sagte, dass ich dann lieber ganz darauf verzichte, wurde ich gefragt, wie viel ich denn bereit wäre, für eine Elementarversicherung, die nur Starkregen abdeckt, zu bezahlen, ich sagte ca. 100 € pro Jahr, der versicherungsmensch sagte, er wird sich kümmern, um am nächsten Tag wieder anzurufen und mir mitzuteilen, dass das von der Zentrale genehmigt worden sei.
Das fand ich durchaus bemerkenswert und weil ich dann einmal dabei war, habe ich ihm gleich das Angebot der anderen Versicherung geschickt und gesagt, wenn er die gleichen Leitungen günstiger anbieten kann, würde ich bei ihm abschließen - und nun, was soll ich sagen, er kommt dann morgen, um sich die Unterschrift zu holen.
K telefonierte währenddessen ausdauernd mit den diversesten Handwerksfirmen, mit Mietern, mit seiner Versicherung usw., denn in Ostwestfalen scheint es aktuell mehr Wasser zu geben als hier, allüberall stehen die Keller unter Wasser, in allen läuft das Wasser nicht von oben rein, sondern drückt sich von unten durch die Mauern, die Mieter sind not amused, K auch nicht, allein, es geht wohl allen so und außer ständig alles aufzuwischen und die werthaltigeren Gegenstände in den höheren Etagen in Sicherheit zu bringen, kann man kaum was unternehmen.
Herr Buddenbohm fährt über Weihnachten auf Familienbesuch ins Ostwestfälische und schreibt Über die neue Seenplatte.
Über diesen Satz musste ich grinsen
Auf den Bäumen die lauernden großen Greifvögel, die sich über den neuen Gewässern wohl fragen, ob sie jetzt noch auf Seeadler umschulen sollen oder was.
allerdings ist diese Riesenüberflutung für die Tiere da draußen sicher ein noch viel größeres Problem als für die Mieter, die nur unerwünschtes Wasser im Keller haben. Ich möchte grade weder Bussard noch Feldmaus sein.
Heute war also wieder ein normaler Arbeitstag, man konnte Handwerker anrufen und sich sagen lassen, dass sie bis nächstes Jahr Weihnachten schon ausgebucht sind, das wird alles nicht so lustig demnächst.
Dafür konnten wir aber endlich wieder normal Einkaufen gehen, ich hatte ja schon fast Entzug. Gestern waren die Läden auch geöffnet, aber nur bis 14h, da konnte ich meinen Einkaufsdrang also nicht ausleben, weil ich erst um 15h aufgestanden bin.
Heute war alles normal, es gab sogar frische Ware, wenigstens hier muss man sich noch keine Sorgen machen.
Ich suchte noch vegane Zutaten zum Eintunken in einen Fonduetopf und fand das hier

Weil ich mir nicht sicher war, ob die Wildschweinkroketten fleischfrei, also nur aus Sellerie hergestellt waren, habe ich sie nicht gekauft, weil die Veganer kein Wildschwein essen und ich mag keinen Sellerie.
Vor der Tür stand dieses Gefährt

Ich habe keine Ahnung, wie der hintere Teil aussieht und wo er hingekommen ist, ich fand so ein halbes Rad aber ausreichend interessant, um es fotografisch festzuhalten.
Den Plan des Fondue-Essens habe ich heute endgültig gecancelt, ist alles viel zu umständlich. Viel schneller und bequemer ist es, wenn man das Fleisch in einer Pfanne brät und das Gemüse in einer zweiten, deutlich größeren Pfanne, auch, so können anschließend alle gleichzeitig essen und man spart sich große Mengen an Fettspritzerei. Morgen gibt es dann den zweiten Teil des Fondue-Essens zentral in einer Fritteuse zubereitet, da freue ich mich jetzt schon drauf
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