anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Donnerstag, 23. November 2023
Skimpflation und kurze Arbeitswege
Ich habe heute gelernt was Skimpflation bedeutet und sofort sehr viele Anwendungsmöglichkeiten dafür gefunden.
Inflation ist, wenn die Preise steigen, das kennt man.
Shrinkflation kannte ich auch schon, da "shrinkt" der Inhalt bei gleichbleibendem Preis.
Bei Butter war das mal ein großes Thema, denn da gab es früher gesetzliche Vorgaben, für die Art und Mengen der Verpackungen. Als das 2010 aufgehoben wurde, brachten einzelne Molkereien 200g Butter-Pakete auf den Markt, wurden dafür aber sehr schnell ausgebuht, weil sich die Verbraucher getäuscht fühlten.
In letzter Zeit gibt es allerdings wieder vermehrt die kleineren 200g Butterpakete im Angebot, so fällt es natürlich weniger auf, wenn der Grundpreis pro kg gestiegen ist.
Und Skimpflation ist, wenn der Preis gleich bleibt, aber die Qualität sinkt. Wenn der Hersteller bei den Produktionskosten knausert (to skimp), in dem er schlechtere Qualitäten einkauft, ist das betriebswirtschaftlich die klassische Alternative zu Preissteigerungen, neu war für mich nur der Begriff dafür, er gefiel mir aber sofort.

Außerdem ist heute Rudolph in mein Büro eingezogen, ich finde, er passt dort sehr gut hin.



Meine Auto-Fahrtstrecke zum Büro dauert für 15km Entfernung ca. 20 Minuten. Davon brauche ich für die ersten 20% der Strecke fast genauso lange wie für die restlichem 80%, denn ich muss zunächst einmal quer durch Greven fahren, bevor ich auf die Landstraße nach Münster komme, wo mein Büro verkehrstechnisch perfekt direkt am Stadtrand von Münster liegt. Langsamen Stadtverkehr habe ich also nur in Greven, der Rest geht ziemlich zügig.
Mich erinnert das immer an den Spruch meiner Großmutter, die sagte: 80% der Arbeit brauchen 80% der Zeit, die restlichen 20% der Arbeit brauchen noch mal 80% der Zeit.

Heute war das Verhältnis noch ungünstiger, denn erstens war ich schon vor 8h unterwegs und wäre damit in die Rush-Hour der Grundschulkinderbringmuttis geraten, wenn ich mich nicht spontan entschieden hätte, dann lieber einen Schlängelweg durch die verkehrsberuhigte Zone der kleinen Anliegerstraßen zu wählen, weshalb ich zweitens genau dort hinter einem Müllauto landete, an dem es aufgrund der ausgeuferten Verkehrsberuhigung kein Vorbeikommen gab.
Ich bin ja nur sehr selten so früh schon unterwegs und seit heute weiß ich auch ganz genau, weshalb ich das grundsätzlich tunlichst vermeiden sollte, denn es dauert fast dreimal so lange, ich bin übrigens fest überzeugt, dass ich durch den SUV-Stau vor der Grundschule auch nicht schneller durchgekommen wäre.

Weil ich nun hinter diesem Müllauto festhing, hatte ich alle Zeit der Welt mir in Seelenruhe anzuschauen, wie Mülltonnen geleert werden und was für einen tollen Job die Jungs machen, die hinten am Müllwagen hängen und alle fünf Meter abspringen, um die nächsten Mülltonnen heranzurollern, einzuhängen, auszuleeren und wieder zurückrollern. Echt beeindruckend.

Insgesamt brauchte ich für die Fahrt ins Büro heute 35 Minuten, also eine Viertelstunde länger als zu meiner üblichen Zeit gegen 9h und ich stöhnte schon innerlich über diese extra Viertelstunde.
Was bleibt ist die für mich völlig unerklärliche Frage, warum 80% der arbeitenden Bevölkerung unbedingt zwischen 7h und 8h hin - und gegen 16h bis 17h zurückfahren will. Die stehen sich doch alle nur selber im Weg.

Zusätzlich habe ich mir aber auch mal wieder selber bestätigt, dass mir ein Arbeitsweg von mehr als 20 Minuten eine derart abstrus schlechte Laune macht, dass es völlig sinnlos wäre, mir einen Job in der Innenstadt oder mit längeren Anfahrtswegen zu suchen, zum Glück habe ich das aber auch schon immer gewusst und eine Zusammenarbeit mit so Schickimicki-Büros in Innenstadtlage seit jeher rigoros verweigert. Lieber weniger verdienen, dafür kein Stress mit dem Arbeitsweg, so hat halt jeder seine eigenen Prioritäten
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Mittwoch, 22. November 2023
Halbtagsjob und Fastunfall
Mittwochsvormittag ist hier in Münster am Fußballstadion immer Flohmarkt und ich mag grade diesen Flohmarkt sehr gerne, weil er genau die richtige Größe hat, weil es sozusagen keine Händler mit Neuware gibt (ab und zu ein paar Gemüsehändler, aber die stören ja nicht), weil es ausreichend Parkplätze gibt, weil der Markt nämlich nicht komplett überlaufen ist.
Der einzige Nachteil ist, dass ich eigentlich Mittwochsvormittags arbeiten müsste, aber wenn das Wetter schön ist, verlässt mich jede Art von Arbeitsmoral und es zieht mich dringend auf diesen Flohmarkt.

Heute war schönes Wetter und ich war angenehm früh unterwegs, so dass ich gar nicht erst ins Büro, sondern gleich weiter bis zum Flohmarkt gefahren bin, das passte alles ganz wunderbar. Um 11h hatte ich eine Videokonferenz, bis dahin fühlte ich mich frei und genoß meinen Ausflug.

Die Kombination aus Flohmarkt und Büro ist in Punkto Kleidung und Schuhe immer eine gewisse Herausforderung, im Sommer habe ich oft ein zweites Paar Büroschuhe dabei, jetzt im Winter ist mir das Schuheumziehen zu lästig. Heute hatte ich mich für ein Paar schwarze, hohe Lederboots mit Metallhaken statt Löcher für die Schnürbänder entschieden.
Für den Flohmarkt waren die prima, weil sehr bequem beim Laufen, bürotauglich wurde der Look mit einer engen schwarzen Hose und einem riesigen schwarzen Rollkragenpullover, das Ganze hatte gewollt architektenhafte Züge, ich finde, man muss nicht zwingend selber Architekt sein, um sich so zu kleiden.

Ich hatte allerdings übersehen, dass Menschen, die solche Schnürboots tragen, wohl eher selten gelangweilt die Füße übereinanderschlagen, was ich immer dann mache, wenn ich in Besprechungen sonst nix zu tun habe. Heute führte das aber fast zu einem spektakulären Unfall, denn die Schnürriemen der übereinandergeschlagenen Schuhe verhakten sich gegenseitig in ihren Ösen - und ich war gefesselt.

Ich saß auf meinem Stuhl und konnte die Füße nicht mehr auseinander nehmen, weil der Schnürsenkel des linken Schuhs sich in den Ösen des rechten verfangen hatte und umgekehrt.
Das war ziemlich blöd, denn während ich verzweifelt versuchte, meine Füße zu befreien, verhakten sich die Schuhe nur immer mehr ineinander und ich wurde langsam panisch.

Mit sehr viel Selbstdisziplin und Zusammenreißen gelang es mir aber dann doch ohne fremde Hilfe meine Füße wieder zu entfesseln, ich möchte mir nicht vorstellen, zu welcher Schadenfreue es geführt hätte, hätte ich fremde Hilfe in Anspruch nehmen müssen.

Nach dieser Aktion mit den Schuhen war mir endgültig die Lust auf Büro vergangen, deshalb machte ich früh Schluss und fuhr nach Emsdetten, um noch viel mehr durchsichtige Vorratsdosen für die Küchenschublade zu kaufen.

So ein Halbtagsjob im Büro ist eine sehr angenehme Sache, ich muss mir das viel öfter mal gönnen
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Dienstag, 21. November 2023
Das Radio simuliert Gesundheit
Seit vier Wochen haben sich die Macken des Radios ja immer weiter gesteigert bis es zum Schluss auf der 20minütigen Fahrt zwischen Münster und Greven mindestens fünfmal ausging und wieder hochfuhr.

Nächsten Dienstag ist mein Auto für die Jahresinspektion in der Werkstatt angemeldet, als Zusatzaufgabe hatte ich die Reparatur des durchgeknallten Radios in Auftrag gegeben.
Auf der Rückfahrt gestern Abend lief das Radio schon die gesamte Zeit unterbrechungsfrei durch, heute Morgen sprang alles sofort an, so dass ich testweise probierte, was passiert, wenn ich mein Handy mit dem Auto verbinde und einen Podcast starte. Es passierte nichts, oder anders ausgedrückt: Es funktionierte alles.
Das finde ich jetzt wirklich höchstärgerlich, denn ich traue dem blöden Gerät sofort zu, dass es jetzt für eine Woche noch ohne Macken funktioniert, nur um nach dem Werkstattbesuch, bei dem dann ja keine Störung gefunden oder behoben werden kann, sofort wieder in den alten Trott zu verfallen.
Das Ding simuliert doch nur, dass es wieder funktioniert.

Im Büro drehte sich heute alles um Wirtschaftspläne und Kollegen, die anderen Kollegen keine Fehler melden, so dass der falsche Export aus der Buchhaltung, der die Grundlage für die Wirtschaftspläne bildet, von keinem Kollegen angeprangert wurde, mit der Folge, dass der Leiter Rechnungswesen Wirtschaftspläne erstellt hat, die alle an demselben, schwerwiegenden Geburtsfehler litten und es kann sein, dass ich heute ein bisschen geschrien habe.

Eigentlich hatte ich vorgehabt, heute früh aus dem Büro nach Hause zu fahren, um noch bei Emsa vorbeifahren zu können, weil ich ja noch dringend mehr von den viereckigen Vorratsdosen für die Küchenschubladen brauche. Als ich um 19h das Büro verließ, standen die Chancen schlecht, dass ich es bis 18h noch rechtzeitig vor Ladenschluss zum Emsa-Werksverkaufs geschafft hätte, vielleicht wenn ich rückwärts gefahren wäre, das wollte ich dann aber doch nicht ausprobieren
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Sonntag, 19. November 2023
Ausgeräumt, aussortiert und neue Ordnung geschaffen
Sowohl gestern als auch heute war das Wetter so mies, dass wir alle Gedanken an ein Wochenende auf Borkum strichen, fliegen war nicht möglich und für Auto und Fähre lohnte es sich nicht mehr, wenn man zunächst ewig wartet, ob das Wetter doch noch fliegbar wird. Vielleicht ziehen wir das nächstes Wochenende mal als Option in Betracht, denn das Wetter soll sich nicht wirklich bessern, dann muss man das alles nur anders planen vorher und rechtzeitig genug in Greven losfahren.

Gestern waren wir ja viel draußen unterwegs, heute haben wir das Haus nur einmal verlassen, um ein Paket zur Packstation zu bringen, den Rest des Tages haben wir mit Aufräumen, Umräumen und Saubermachen verbracht.

Das Wohnzimmer stand randvoll mit viereckigen Dosen für die Küchenschubladen, außerdem hatten wir noch einen neuen Topf gekauft, der auch irgendwo untergebracht werden musste und so ergab sich das eine aus dem anderen. Am Ende des Tages ist jetzt nicht nur der Inhalt der Küchenschränke hübsch und neu sortiert, sondern auch der Gefrierschrank im Keller abgetaut, grundgereinigt und wieder eingeräumt.
So ähnlich habe ich das auch mit dem Topfregal in der Küche und den beiden großen Küchenschubladen gemacht - alles einmal rausholen, jede Menge Dinge aussortieren, alles saubermachen und anschließend mit einem neuen, besseren System wieder einräumen.

Alle Vorratsdosen sind in den Küchenschubladen verschwunden und, wie nicht anders zu erwarten, waren es natürlich viel zu wenige, ich muss da nächste Woche unbedingt noch welche nachkaufen.
Das Topfregal ist jetzt deutlich praktischer eingeräumt, dafür sind ein paar Dinge im Keller gelandet und diverse Töpfe und Pfannen wurden rigoros aussortiert.

Der Nachteil beim Reichsein ist, dass man dann Dinge kauft, die man nicht braucht, weil man ja schon alles hat, aber noch nicht in so schick.
Die neuen sind Dinge sind also schöner oder besser als die alten, auf alle Fälle aber immer mindestens zwei Preisklassen teuerer als das, was man bisher so gekauft hat. Nur leider muss man dann noch das Problem lösen, wohin mit den alten Dingen, an denen ja nichts dran ist und die noch zu 100% funktionieren, sie sind halt nur nicht so edel, wie das, was man sich jetzt neu gekauft hat.
Und ehrlich gesagt hasse ich es, voll funktionstüchtige Dinge wegzuwerfen, deren einziger Mangel darin liegt, dass sie nicht ganz so toll sind wie die Dinge, die sich nur Leute kaufen, die sowieso zu viel Geld haben. Aber ich habe deshalb trotzdem den gusseisernen Ikeatopf aussortiert, weil ich mir letztes Jahr einen von LeCreuset gekauft habe und zwei gusseiserne Töpfe braucht wirklich niemand, habe ich mir im Laufe des letztes Jahres eindeutig bewiesen.

Noch bin ich nicht so weit, dass ich einfach in Läden gehe und dort sinnlos einkaufe, immerhin kaufe ich ja nur Dinge, die enorm reduziert sind, weil ich ja immer noch sehr auf Geldsparen stehe, aber auch eine um 90% reduzierte Pfanne ist grundsätzlich noch zu teuer, wenn man eigentlich gar keine Pfanne mehr braucht.

Merke ich leider immer erst hinterher.
Beim Topfregalausräumen stellte ich heute fest, dass ich inzwischen acht Pfannen besitze, ich habe mich ein bisschen vor mir selber geschämt, aber das ist wohl der Preis den ich dafür zahlen muss, wenn ich jetzt immer tollere Dinge haben will.

Irgendwie muss ich mir jetzt endlich mal merken, dass ich nun ernsthaft genug Töpfe und Pfannen besitze, in beiden Haushalten und dass es absolut gar keine Notwenigkeit gibt, die Qualität noch weiter steigern zu wollen, weil mittlerweile alle Töpfe und Pfannen, die ich in beiden Haushalten besitze, eine absolute superspitzen Topqualität haben. Gleichzeitig ist das aber auch eine sehr traurige Erkenntnis, denn ich liebe es sehr, Töpfe und Pfannen zu kaufen.
Irgendwas ist ja immer
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Samstag, 18. November 2023
Linguistik und Klinkerfund
Es ist soo schade, dass ich nicht eher die Kurve gekriegt habe, mich an den Rechner zu setzen, um den heutigen Blogeintrag zu schreiben, denn jetzt bin ich leider schon im Zustand nach 1x Bier und 2x Glühwein, was grundsätzlich keine gute Ausgangsbasis ist, für einen akzeptablen Blogtext, but I'll do my very best, um es mit James zu sagen.

Der Tag begann schon früh, weil ich den hektischen Rhythmus der vergangenen Arbeitswoche noch nicht abgelegt hatte, deshalb war ich um 6h wach, um 6.30h hatte ich K so erfolgreich wachgetriezt, dass er nachgab, aufstand und Kaffee machte.

Ich las derweil die Blogs der vergangenen Woche nach und fand bei der Kaltmamsell einen Link auf einen Artikel, den ich anschließend nur noch japsend vor Begeisterung sofort mit den Kindern im Familienchat und mit K im Bett neben mir, diesem passagenweise vorlesend, teilen musste.

Es ist eine Veröffentlichung des Linguistikprofessors Peter Auer, der in hochwissenschaftlicher Form Entstehung, Verwendung, Bedeutung und Nutzen des Diskursmarkers "genau" untersucht.
Meine sich mehrfach überschlagende Begeisterung über diesen Artikel ist nicht unbedingt dem Thema des Beitrags selber geschuldet, wenngleich ich zugebe, dass es mich spätestens mit der Aussage

Dieses Powerpoint-Genau, wie man es nennen könnte, führt bei älteren Sprechern und Sprecherinnen des Deutschen immer noch zu Irritationen, während es für jüngere völlig unproblematisch ist.

doch sehr interessierte, weil ich noch nie auf den Gedanken gekommen bin, dass diese ständige Genausagerei ein Altersding ist und jüngere Menschen es nicht ebenso albern finden wie ich.
Die eigentliche Begeisterung entstand jedoch durch die Unmenge an total geilen Imponiervokabeln, die man sich hier aneignen konnte und ich habe spontan beschlossen, dass ich den Artikel bei nächster Gelegenheit in Ruhe durcharbeite und mir dabei alle schicken Wörter einzeln rauspicke, aufschreibe und dann wie früher Latein-Vokabeln solange lerne, bis sie fließend sitzen.
Denn wie cool ist das, wenn man bei nächster Gelegenheit nicht nur über responsive Diskursmarker, sondern auch über Häsitationspartikel, deontische Infinitivkonstruktionen und epistemische Bedeutungskomponenten philosophieren kann?
Mein Westfalenmann, dem ich einen Abschnitt über den Begriff des Rezipientensignals vorlas, reagierte zunächst mit "hmmm", auf mein Kichern antwortete er aber spontan mit "Roger", was ich wiederum nur als eine sehr gute Umsetzung des Begriffs bewundern kann.

Dann schlug K vor, wir könnten nach Gescher fahren, weil er herausbekommen hatte, dass es dort einen Klinkerhersteller gibt, der unter Umständen genau den Klinker herstellt, nach dem wir seit vier Jahren (bisher erfolglos) fahnden.

Für unser neues Haus müssen wir nämlich immer noch den richtigen Klinker finden. Dass es Klinker sein soll und kein holländischer Backstein, war eine von Ks kompromisslosen Vorgaben, denn Klinker ist qualitativ einfach hochwertiger und K ist nicht bereit, bei der Qualität der verwendeten Baustoffe für dieses Haus irgendwelche Abstriche zu machen. Backsteine haben aber oft die hübschere Optik und so kam es, dass ich irgendwann aufgab und K sagte, er solle das einfach alleine aussuchen, den Klinker für meinen Geschmack gäbe es ganz offensichtlich nicht und dann wäre es mir einfach egal.

Nun kam vor kurzem eine neue Ausgabe eines münsterländischen Architekturmagazins raus, ich blätterte es durch und sah ein Haus, was ich mir sofort als sehr gutes schlechtes Beispiel für ungemein hässliche Fenster markierte und sehr grinste als K mit dem Magazin zu mir kam, um mich genau auf dieses Haus hinzuweisen. Ich habe nämlich eine sehr große Abneigung gegen bodentiefe Fenster. Ich finde, bodentiefe Fenster geben einem Haus ein sehr hässliches Gesicht. Es sieht schlechtgelaunt aus, verhärmt und bekommt eine lange Nase.
Ich verweigere auf das Entschiedenste, dass es in unserem Haus bodentiefe Fenster geben wird.
Das Haus in diesem Magazin (Seite 8-9) hat bodentiefe Fenster und ich fand es ein sehr gutes Beispiel dafür, wie hässlich das ist.

K ging es bei dem Haus aber nicht um die Fenster (da hat er schon nachgegeben und sich meiner Meinung angeschlossen, wir werden keine bodentiefen Fenster haben, sondern Panoramafenster mit tiefer Fensternische und eingebauter Sitzbank), sondern ihm war der Klinker aufgefallen und da musste ich ihm recht geben, die Klinker von dem Haus gefielen mir auch, ich hatte die nur wegen der hässlichen Fenster gar nicht wahrgenommen.

K rief deshalb die Architektin dieses Hauses an und fragte nach den Klinkern, die sagte ihm, das wären Klinker der Firma Schüring aus Gescher und deshalb wollte K heute nach Gescher fahren, weil er im Internet gesehen hatte, dass es dort eine Ziegelausstellung gibt, die man auch Samstags anschauen kann.

So kam es, dass wir heute nach Gescher fuhren und dort exakt den Klinker fanden, den wir uns beide immer schon vor unserem inneren Auge vorgestellt hatten, bisher nur nicht wussten, wo man ihn kaufen kann.

Es war so ein perfekter Volltreffer, wir konnten es beide kaum glauben. Durch Zufall lief uns dann auch noch der Eigentümer der Firma über den Weg, der sich spontan um uns und unsere Fragen kümmerte und mit uns gemeinsam herausfand, welche Art von Klinker in welcher Sortierung und welcher Größe und welcher Fugenfarbe wir brauchen und auch noch dem Baustoffhändler vor Ort sagen wird, dass der uns mal ein gutes Angebot machen soll. Besser geht es wirklich nicht.
Wir haben uns entschieden für Vischering rot-braun-bunt Fußsortierung im Reichsformat mit zementgrauen, bündigen Fugen im wilden Verband gemauert.

Als wir das alles gesehen, erfahren und entschieden hatten, waren wir total euphorisiert und K meinte, dann könnten wir jetzt noch zu Emsa fahren, da war heute nämlich der alljährliche Winter-Sonderverkauf.

Und auch das war ein voller Erfolg, es gab viereckige Dosen mit durchsichtigem Deckel und auf so etwas fahre ich ja seit neuestem total ab, ich kaufte fast alle auf, K konnte mich nur mühsam bremsen. Die Küche dazu muss noch gebaut werden, aber die Dosen für die Schubladeneinrichtung habe ich jetzt schon.

Jetzt habe ich doch noch brauchbar lange durchgehalten beim Schreiben, ich glaube, die Feuerzangenbowle war gepanscht, was insgesamt betrachtet aber nun gar nicht so schlecht sein muss
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Freitag, 17. November 2023
Dauerstrom und Umfallen
Puh, der Jahresendspurt ist eindeutig in vollem Gange, im Büro finden dieses Jahr schon Anfang Dezember die letzten Aufsichtsratssitzungen statt, so dass hierfür die Vorbereitungen absolut auf Hochtouren laufen.

Zur Zeit arbeite ich an diversen Wirtschaftsplänen gleichzeitig, das kommt davon, wenn man für mehr als eine Firma zuständig ist. Ich kontrolliere einzelne Planungsdateien von Mitarbeitern, schicke sie mit gelben, roten und grünen Markierungen und vielen Fragen wieder zurück, kontrolliere sie erneut, verändere die Farben in den Markierungen, stelle neue Fragen, ärgere mich über hässliche Formatierungen und unsaubere Formeln, das übliche halt.

Außerdem laufen grade Vorstellungsgespräche, u.a. haben wir eine Juristenstelle ausgeschrieben und ich sehe mal wieder all meine Juristenvorurteile in den Vorstellungsgesprächen bestätigt. Das sind wirklich seltsame Menschen.
Sei's drum, einer war dabei, der machte einen wirklich guten Eindruck, auf den freue ich mich jetzt schon und wir brauchen ja auch nur einen, da ist es sogar ganz praktisch, das alle anderen schrottig sind, da gibt es kein Entscheidungsproblem.

Privatleben findet zur Zeit nicht statt, wenn ich abends nach Hause komme, falle ich nur noch komplett platt um, habe keine Lust etwas zu kochen und selbst zum Junkfoodessen bin ich zu schlapp, lasse also kurzerhand alles ausfallen, was mehr von mir verlangen würde, als bewegungslos auf dem Sofa zu sitzen
Das muss ich nämlich so lange tun, bis ich dort genug Energie gesammelt habe, um die Treppe zum Schlafzimmer in der ersten Etage hochzukriechen, mich auszuziehen, Zähne zu putzen und ins Bett zu kippen.
Die letzten drei Tätigkeiten sind nämlich eine ziemlich anstrengende Sache, das darf man nicht unterschätzen, ohne das vorherige Energiezwischenladen unter kompletter Bewegungslosigkeit von Körper und Geist auf dem Sofa würde ich das wohl nicht schaffen.

Die Telekom verschenkt grade 1 Jahr DisneyPlus für umme, ich habe mich aus Neugier freischalten lassen, nur um festzustellen, dass ich dort überhaupt nichts finde, was für mich anschauenswert aussieht, ich frage mich nur, wer all diese gruseligen Filme schaut, die dort angeboten werden und wo die Menschen all diese Zeit herhaben, die es braucht, diese Filme zu schauen.

Allein der zeitliche Aspekt fasziniert mich immer wieder, denn schließlich gibt es nicht nur DisneyPlus, sondern natürlich auch Netflix und AmazonPrime und die Mediatheken und wahrscheinlich noch viel mehr Streamingdienste, die ich alle nicht kenne. Und YouTube, und TikTok und Instagram - und keine Ahnung, wie die anderen Kanäle heißen, die ich alle nicht benutze, die aber alle Zeit fressen, wenn man sie benutzt und ich weiß einfach nicht, wo die Menschen all diese Zeit hernehmen, die sie mit diesen Dingen verpulvern.

Ich mache irgendetwas falsch, finde aber nicht heraus, was es ist, denn wenn man all diese Medien gar nicht benutzt, dann müsste man ja eigentlich tonnenweise Zeit über haben. Habe ich aber nicht, ganz im Gegenteil, und das ist für mich ein großes Rätsel
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Donnerstag, 16. November 2023
Pro oder Contra
Es ist beeindruckend, wie viel mentale Energie durch diesen Stress im Büro gebunden wird und wie wenig körperliche Energie am Abend dann noch vorhanden ist.
Heute hatte ich mehrere Einzelgespräche mit Kollegen, weil ich versucht habe, die Gesamtstimmung im Kollegenkreis etwas zu neutralisieren. Die Geschäftsführung hat einen Kollegen geschasst. Keiner weiß so recht warum und was er sich hat zu schulden kommen lassen, aber jeder hat so seine Vermutungen und so haben Gerüchte und Phantasien natürlich freie Bahn. Da das Ganze arbeitsrechtlich schwierig ist und die Geschäftsführung natürlich versucht, da so billig wie möglich rauszukommen, herrscht derzeit Aufklärungssperre, um bloß keinen Formfehler zu begehen und jemanden zu verurteilen, der noch nicht angeklagt ist. Hängt mit Fristen, Terminen und Formvorschriften zusammen und macht es insgesamt weiß Gott nicht leichter.

Dazu kommt, dass der geschasste Kollege auch noch viele Kollegen einzeln und persönlich angerufen hat, um seine Sicht der Dinge darzulegen und Stimmung gegen die Geschäftsführung und für sich zu machen.

Heute hatten wir dann die Situation, dass jeder einzelne Kollege meint, es haben sich zwei Teams gebildet und davon ausgeht, dass alle anderen Kollegen in dem jeweils anderen Team seien, weshalb sich jetzt sozusagen alle Kollegen gemobbt fühlten, weil alle anderen Kollegen ihm aus dem Weg gehen.
Dabei ist genau das Gegenteil richtig, es hat sich nämlich gar kein Team gebildet, sondern alle Kollegen sind jeweils einzeln damit beschäftigt, auf gar keinen Fall und bloß nicht in diesen Skandal mit hinein gezogen zu werden. Sie wollen eben ganz bewusst in gar keinem Team sein, weshalb jeder jedem aus dem Weg geht, was wiederum dazu führt, dass jeder meint, er stünde nun ganz alleine da.

Eigentlich ist es schon fast wieder witzig, wenn es nicht so grässlich wäre.
Es ist ein bisschen wie bei der Hamas und den Israelis - die Hamas greift Israel an und zieht den folgenden Krieg komplett auf dem Rücken der Palästinenser durch. Die absolute Arschkarte haben die Palästinenser, was die wollen, nämlich im Grunde auch nur in Ruhe vor sich hinleben, interessiert in diesem Konflikt mal gar nicht.
Genau genommen hat die Hamas nicht 200 Geiseln, sondern 2 Millionen Geiseln im Griff, aber trotzdem meinen viele Menschen von außen für (oder gegen) die Palästinenser zu sein, die an diesem Konflikt im Grunde gar nicht beteiligt sind und sein wollen.

Manchmal kann das Leben richtig kompliziert sein.

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Mittwoch, 15. November 2023
Altes Dauerthema und alte Musik
Das war ein weiterer Tag mit viel Wirbel um den einen Mitarbeiter, der grade dabei ist, seine eigenen Chancen von einem Angebot auf Aufhebungsvertrag mit Abfindung in Richtung fristlose Kündigung deutlich zu verbessern. Ich stehe unverändert fassungslos und kopfschüttelnd davor und habe keine Erklärung.

Heute ging eine anonyme Beschwerde über die Geschäftsführung beim Aufsichtsrat ein, Tenor: Die haben die Mitarbeiter schon immer gemobbt, aber jetzt laufen sie Amock.
Und ja, Amock mit ck geschrieben, gefolgt von der dringenden Bitte an den Aufsichtsrat, die Geschäftsführung nicht einfach so gewehren zu lassen - und ja, auch hier rechtschreibpassend zitiert.

Blöd nur, dass wir nicht so viele Mitarbeiter haben, die sich auch in ihrem bisherigen Schriftverkehr einer ähnlich originellen Orthographie verschrieben haben, eine beteiligte Person zitierte Tucholski: Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.
Im Zweifel hilft da also auch die Anonymität nicht mehr richtig weiter.

Nun denn, das scheint wohl alles nicht zu ändern zu sein, ich habe ab sofort beschlossen, es nur noch lustig zu finden.

Am Nachmittag rief eine Mitarbeiterin aus dem Küchenstudio aus Rhauderfehn an, die müssen ja immer noch einzelne Teile in der Küche auf Borkum nachliefern, ausbessern und fertig montieren, der dafür vorgesehene Termin ist jetzt der 10. Januar, was für mich bedeutet, ich werde auch die zweite Januarwoche einfach auf Borkum bleiben und dann von dort aus Home-Office machen, etwas anderes fällt mir sonst grade nicht ein, die Hauptsache ist, dass diese Küche überhaupt mal irgendwann fertig wird.

Beim Autofahren höre ich zur Zeit ja wieder Radio, zwar regelmäßig unterbrochen von der sich immer wieder neustartenden Technik dahinter, aber grundsätzlich höre ich das, was grade im Radio läuft und der voreingestellte Sender ist WDR4.
Warum das WDR4 ist, weiß ich nicht, ich habe seit Ewigkeiten kein Radio mehr gehört und früher war WDR4 der absolute Omma-Sender, nur schnulzige Omma-Musik, die man sich wirklich nicht anhören konnte, ohne Ohrenkrebs zu bekommen.

Trotzdem ist bei meinem Autoradio WDR4 voreingestellt, ich kann es auch nicht ändern, weil das Gerät dafür gar nicht weit genug hochfährt. Inzwischen habe ich mich aber nicht nur gut an WDR4 gewöhnt, inzwischen finde ich vieles, was da so läuft, sogar richtig gut. Es sieht so aus als ob die Zielgruppe des Senders schon immer Ü60 war, doch heute hören Ü60iger andere Musik als noch vor 20 Jahren. Heute hören Ü60iger nämlich die Musik ihrer Jugend und die lag entweder in den 70er, sicherlich öfter aber noch in den 80ern und tja, was soll ich sagen, soo schlecht ist die Musik bei WDR4 gar nicht mehr.

Heute spielten sie Rod Stewart und mir fiel wieder ein, dass eine Freundin sich damals den Rod Stewart-Starschnitt aus der Bravo zusammengeklebt und an ihre Kinderzimmertür gepinnt hatte und dass Rod auf diesem Foto eine Unterhose mit Leoprint trug und dass mir meine Freundin hinter vorgehaltener Hand (damals redete man über so etwas nicht offen, das wäre sehr pfui gewesen), dass sie mir also heimlich zuflüsterte, dass sie aus sicherer Quelle erfahren habe, dass Rod auf der Bühne üblicherweise GAR NIX unter seiner Bühnenhose trug, also noch nicht mal eine Unnerbüx mit Leoprint, weil er wollte, dass sich unter der Bühnenhose ganz sicher gar nix abzeichnete. Wir fanden das damals beide schon ziemlich verrucht und ich beneidete sie um ihren Rod in Leo-Unnerbüx, aber die Möglichkeit, mir vier Wochen hintereinander jedes Woche die Bravo zu kaufen, solche Luxus-Möglichkeiten hatte ich nicht und deshalb blieb mir von Rod nur die Erinnerung an seine Musik und genau die spielten sie heute bei WDR4 und mich überschwappte spontan eine große Welle an Nostalgie. Kinners, ist das lange her, aber schick war er schon
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Sonntag, 12. November 2023
Kramsonntag
Das war ein sehr schöner Sonntag heute.
Die ersten zwölf Stunden des Tages habe ich im Bett verbracht, davon aber nur sechs Stunden schlafend, den Rest habe ich Fern gesehen.
Gestern Nacht bin ich nämlich zur Abwechslung mal in der Mediathek versackt (passiert mir sonst wirklich extrem selten, zu meinem Medien- und Fernsehkonsum unten mehr) und musste deshalb bis nachts um halb drei die große Loriot-Doku zu seinem 100sten Geburtstag schauen. Davor hatte K die heute show in der Mediathek gestartet. Er ist dabei dann eingeschlafen, ich war aber seltsamerweise ausdauernd wach und musste immer weiter gucken.
Ganz eigentlich wollten wir beide die vierte Staffel von Borgen in der Arte Mediathek schauen, aber wir konnten sie dort nirgends finden, auch wenn das Internet an mehreren Stellen behauptete, die 4. Staffel von Borgen sei bei Arte zu finden. Vielleicht einfach nur für uns nicht, was weiß ich, deshalb fiel K die heute show ein, die wir beide üblicherweise auch ganz gut finden aber selten live und analog pünktlich im Fernsehen mitverfolgen.

Gegen halb drei machte ich also Fernseher und Licht aus, gegen halb neun stellte mir K eine Tasse Kaffee ans Bett und schaltete den Fernseher wieder ein, diesmal waren es Uraltfolgen von Mord mit Aussicht, ich glaube die liefen grade analog und live bei one.
Hatte ich alle schon gesehen, hatte aber auch alle wieder vergessen, es machte also sehr viel Spaß, das Ganze noch mal zu gucken, Mord mit Aussicht ist eine meiner Lieblingsserien im Fernsehen. (Die alten Staffeln mit Caroline Peters.)
Danach kam der Zusammenschnitt der best of von b trifft 1996 und wir guckten einfach weiter, weil es immer noch sehr gemütlich war, zusammen im Bett zu liegen und Fernsehen zu gucken.

Bei dieser Sendung fiel mir auf, wie wenig Ahnung ich von irgendwelchen Promis aus Film und Fernsehen habe, denn die wenigen Politiker und die durch sonstige intellektuelle Arbeit berühmt gewordenen Menschen, die dort vorkamen, die kannte ich weit überwiegend, aber von all den Schauspielern, Sängern und sonstigen Promi-Menschen, die die Mehrheit der dort vorgestellten Personen repräsentierten, kannte ich vielleicht, gut gemeint geschätzt, 20%.

Das liegt sicherlich zum einen daran, dass es sich um einen Zusammenschnitt aus 1996 handelte, was also schon 27 Jahre her ist und ich mich vor 27 Jahren nur sehr wenig mit irgendeiner Art von Medienkonsum beschäftigen konnte, weil ich damals noch viel weniger Zeit hatte als heute. Es liegt aber eben sicherlich auch daran, dass ich tatsächlich noch nie ein gesteigertes Interesse an bewegten Bildern hatte und deshalb ganz viele Filme und Serien, die für andere zu ihrer Alltagsnormalität gehören, schlicht nicht gucke, nicht guckte, nicht kenne und auch nicht vermisse.
Bei diesem Zusammenschnitt mit Rückblenden und Making-of-Erzählungen der Sendung "b trifft" mit Bettina Böttinger fiel mir auf, dass ich zwar den Namen der Sendung und die Moderatorin kenne, mit hoher Wahrscheinlichkeit aber die Sendungen selber damals alle nicht geguckt habe, weil mir 1996 einfach zu keiner Zeit langweilig genug war, um Fernsehen gucken zu wollen.

Es verwundert deshalb in keinster Weise, dass ich kein einziges Film-Streaming-Abo habe und noch nicht mal daran interessiert bin, Apple TV, was einem bei einem neuen Apple Gerät kostenlos für drei Monate zur Verfügung steht, überhaupt zu aktivieren. Ich frage mich vielmehr immer wieder aufs Neue, wo die Menschen die Zeit hernehmen, all diese Filme zu kucken. Bei mir passt sowas einfach nicht in meinen Alltag.

Heute habe ich entgegen jeder Gewohnheit dann aber doch ausgiebig Fern gesehen, bis es mir gegen Mittag zu langweilig wurde, ich aufstand und mich damit beschäftigte, liegengebliebene Post zu beantworten.

Außerdem habe ich Heilbutt-Tartar gemacht, weil der Fischhändler im Großmarkt gestern keinen Thunfisch mehr hatte uns aber den Heilbutt empfahl und warum nicht, kann man ja mal ausprobieren. Ergebnis: Thunfisch hat mehr Geschmack, Heilbutt geht aber auch, muss man trotzdem nicht noch mal kaufen.

Tja, und dann war der Tag plötzlich um, ich fühle mich aber gut wochenenderholt und gewappnet für eine neue Bürowoche, die morgen gleich mit einem spannenden Mitarbeitergespräch neue Erkenntnisse und Entwicklungen bringen wird
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Samstag, 11. November 2023
Einkaufen, Aufräumen und Punkterabatte
Nach einem genüsslichen Einkaufsmorgen, der auf dem Flohmarkt begann, im Großmarkt fortgesetzt wurde und bei zwei Discountern endete, hatten wir ausreichend Vorräte bis Weihnachten fürs Wochenende und konnten es uns am Nachmittag entspannt zuhause gemütlich machen.

Am Nachmittag startete ich dann einige Aufräumarbeiten, unter anderem habe ich die Krankenkassenabrechnung für den Vater gemacht, anschließend alles sortiert und abgelegt und seine Buchhaltung aktualisiert, um sicher zu gehen, dass alle Apps, die ich dazu benötige, auch auf dem neuen Handy aktiviert sind und funktionieren, während K an seinem Schreibtisch die Fliegerbuchhaltung in Angriff nahm, die neue Avionik mit der alten verglich, Angebote reinholte, um die alte Avionik zu verkaufen und dabei entdeckte, dass ein Teil der alten Avionik "Flux-Detektor" hieß. So'n Pech, der ist jetzt ausgebaut, jetzt wird das nix mehr mit zurück in die Zukunft.

Außerdem habe ich mein Handy aufgeräumt und ein paar Bilder gefunden, die ich extra zum Verbloggen aufgenommen hatte, kann man ja auch mal erledigen.

Los geht es mit einer Rechnung einer Rohrreinigungsfirma, die im Büro ankam und die mir ausgesprochen gut gefiel. So macht Zahlungsverkehr Spaß.
Rohrreinigung

Dann habe ich noch diesen Screenshot von einer Werbung, über die ich doch etwas grinsen musste, offensichtlich hat sich die Ländereinstellung am Handy verhaspelt. Ich spiele ab und zu Sudoku auf dem Handy und wenn ich nicht aufpasse, berühre ich das Feld mit der Werbung, die unten drunter eingeblendet wird - und dann ploppte diese Anzeige auf:


Und schließlich habe ich noch einen Screenshot von Google Maps, weil ich irgendwo in der Gegend von Marl-Sinsen etwas suchte und da gibt es das hier:

Neben dem Jammertal-Resort stirbt es sich besonders langsam, da wird das haard mit zwei a geschrieben, aber was sollte man von Westfalen, die sich in morbider Action-Thematik versuchen, auch anderes erwarten.
Überwacht wird das Ganze von einem Feuerwachturm und Mutter Wehner und wenn man das alles überlebt hat, ist es zum Glück bis zum entspannenden Sauna-Wellness-Resort dann auch nicht mehr weit.
Westfalenhumor ist eine ausgesprochen spezielle Angelegenheit.

Im Rahmen dieser allgemeinen Buchhaltungs- und Aufräumarbeiten habe ich außerdem mal den aktuellen Bestand an Gutscheinen und Punkteguthaben kontrolliert und erfreut festgestellt, dass es sichtbar weniger wird. Ich habe mir in der letzten Zeit aber auch große Mühe gegeben, Punkte einzulösen und Gutscheine abzuarbeiten.
Irgendwie ist das ja eine echte Pest, diese ganzen Rabattpunkte und Gutscheinaktionen, einerseits sehr verlockend andererseits aber auch sehr mühsam, die Guthaben dann auch sinnvoll einzutauschen.
Über die Apothekentaler habe ich mich vor einigen Jahren schon mal amüsiert, davon habe ich hier inzwischen übrigens über 30 Stück liegen und keine Ahnung, was ich damit tun soll.

Erfolgreich losgeworden bin ich dafür dieses Jahr schon den jährlichen Geburtstagsgutschein vom Büro, da habe ich mir nämlich einen Tankgutschein gewünscht und für so einen Gutschein finde selbst ich eine Verwendung.
Und dann habe ich noch an einer Umfrage teilgenommen, wo es als Dankeschön einen 25 € Cadooz-Gutschein gab, den ich dann gegen einen TK-Maxx-Gutschein umtauschte und den konnte ich letzten Mittwoch erfolgreich einsetzen, als wir den Vater im Heim besuchten, denn gleich neben dem Heim ist ein TK-Maxx, ein Umstand, der Heimbesuche für mich durchaus attraktiv macht.

Außer einzelnen Gutscheinen gibt es aber auch diese Rabatt-Punkte-Karten und natürlich besitze ich solche Karten, schließe liebe ich es, Geld zu sparen.

Grundsätzlich besitze ich also eine Deutschlandcard und eine Payback-Karte, da ich aber viel zu selten in Geschäften einkaufe, wo ich mit Payback Rabattpunkte sammeln könnte, gammelt mein Payback-Konto so vor sich hin und ich kümmere mich nicht wirklich darum.
Meine Deutschlandcard nutze ich eigentlich nur für Einkäufe bei Netto, weil ein Nettomarkt fußläufig für mich erreichbar direkt in der Nachbarschaft liegt, die Punkte auf dieser Karte kann ich auch direkt wieder bei Netto ausgeben, das ist ein System, was mir gefällt, mittlerweile funktioniert auch die App ganz problemlos, hier habe ich eigentlich nichts zu meckern.

Im Frühjahr 2016 hatte ich mal viel Spaß mit einer Kombination von Payback und Einzahlungen auf ein Bankkonto, hier habe ich damals ausführlich darüber berichtet, nach dieser Aktion hatte ich ein größeres Paybackpunkte-Guthaben und fand es kompliziert, das wieder loszuwerden, denn dazu muss man entweder irgendwelche Prämien bestellen, die man nicht braucht oder in angeschlossenen Läden einkaufen, wo man mit Punkten statt Bargeld bezahlen kann.
Theoretisch hört sich das mit dem Einkaufen und Bezahlen mit Punkten einfach an, praktisch ist es für mich aber kompliziert, weil in meinem normalen Alltag keine Payback-Akzeptanz-Läden vorkommen. Ich habe meinen Punktebestand also sehr mühsam über Jahre hinweg durch Einkäufe bei DM abgearbeitet, der einzige Laden, der mir passend erschien, denn was um alles in der Welt soll ich bei Rewe kaufen? Da ich fast ausschließlich bei Discountern einkaufe, erscheint mir ein normaler Rewe-Markt immer wie eine Apotheke und es ist ja mehr als unsinnig, die Rabatteinsparung durch die Punkte sofort wieder dadurch zu verjubeln, dass man seine Alltagseinkäufe in einem teureren Laden absolviert.
Meine Drogeriemarktbedürfnisse halten sich aber leider auch sehr im Rahmen, zumal ich aus reiner Bequemlichkeit viele dieser Einkäufe auf Borkum erledige, dort gibt es aber keinen DM, sondern nur einen Rossmann, das Punkte einlösen dauerte also seine Zeit.

Weil ich die Möbel, die ich vorletztes Jahr für Borkum brauchte, in einem Online-Shop bestellte, der Payback-Partner war und irgendeine Sonderaktion mit Payback-Punkten anbot, habe ich meine ansonsten seit längerem ungenutzte Payback-Karte mal wieder herausgeholt und die Nummer dort registriert, mit dem Erfolg, dass ich anschließend fast 10.000 Punkte im Gegenwert von fast 100 € auf dem Konto hatte. Also ging das mühsame Punkteeinlösen bei DM wieder los, mir fiel aber auch nichts Besseres ein.

Vor einiger Zeit fand ich durch Zufall einen 8 € Gutschein von Thalia, der steckte als Lesezeichen in einem Buch, was ich auf dem Flohmarkt gekauft hatte, mit dem Gutscheingegenwert war das ein echtes Gewinngewinnschäft, allerdings hatte ich lange keinen Plan, wie ich einen Thalia-Gutschein einlösen könnte, denn auch Bücher kaufe ich nicht in einem Laden, sondern zu 99% nur auf dem Flohmarkt.

Aber dann waren wir ja letzte Woche in Leer, erst beim Vater, dann bei TK-Maxx und dann im Emspark, wo es ein Thalia-Geschäft gibt und ich zu meiner Freude entdeckte, dass man bei Thalia auch mit Payback-Punkten bezahlen kann und dass es bei Thalia doppelwandige Teegläser gibt, genau die Art, von der auf Borkum grade eines kaputt gegangen war und das war sozusagen die perfekte Gelegenheit. Ich tauschte also meinen gefundenen Gutschein und alle restlichen Payback-Punkte ein gegen zwei schöne neue Teegläser und bin sehr froh, mich in der nächsten Zeit nicht mehr um irgendeine Art der Punkteeinlösung kümmern zu müssen.

Gutscheine, die aktuell noch auf Einlösung warten:
Ikea - der verfällt aber bald, dann kann ich den einfach wegwerfen
Möbel-Höffner - da muss ich mich mal drum kümmern, der hat nämlich einen ansehnlichen Wert
Wein Jacques - keine Ahnung, ob der noch gültig ist, aber seitdem CW tot ist, kauft bei uns niemand mehr bei Wein Jacques
Und diverse Gutscheine für Theater-GOP-Dinner mit irgendwas und verschiedene Museumseintritte, müsste man halt alles mal machen, wenn es denn bloß nicht so anstrengend wäre, seufz
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