anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Donnerstag, 25. Januar 2024
Licht und Schatten
Heute also wieder "normales" Büro, was sich von der Tätigkeit der letzten Tage vor allem dadurch unterschied, dass ich es nicht mehr freiwillig machte, sondern als ganz normale Verpflichtung aus meinem Arbeitsvertrag.
Ich komme und komme nicht darüber hinweg, wie sehr sich dieser Unterschied auf meine Laune auswirkt.

Außerdem war es keine Home-Office-Tätigkeit mehr, sondern normale Büroanwesenheit, die heute vor allem aus Besprechungen, Terminen und noch mehr Besprechungen bestand.

Am Abend eine Bankveranstaltung, diese nicht ganz so schrecklich wie die letzte, aber vom Hocker reißend war sie wahrlich auch nicht, außerdem war das Essen schlecht, dafür fand sie in Münster statt und die Anreise war überschaubar kurz. Licht und Schatten, das mit dem langweiligen Essen habe ich am meisten bedauert.

In der Post die Beihilfeabrechnung des Vaters, die wollen jetzt plötzlich die Urinbeutel für den Dauerkatheter nicht mehr bezahlen, weil die nicht verschreibungspflichtig sind. Ich glaube, jetzt sind die endgültig durchgeknallt
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Mittwoch, 24. Januar 2024
Woran man sich so erfreut
So, das war heute der letzte Tag der offiziellen Krankschreibung, sehr, sehr schade.
Ich habe zwar im Grunde nichts anderes gemacht als acht Stunden Home-Office, aber ich sagte es ja schon mehrfach, das Gefühl, das alles freiwillig zu tun, einfach weil ich das will und nicht, weil ich verpflichtet bin, es zu tun, macht den alles entscheidenden Unterschied zwischen Gut und Böse.

Was Spannendes ist deshalb auch nicht unbedingt passiert. Im Grunde nur ein ganz normaler Artbeitstag, aber mit guter Laune eben.

Ich huste noch viel und schniefen und schnoddern ist ebenfalls noch Dauerzustand, ich fühle mich jetzt aber wieder ziemlich fit und das ist das wichtigste.

Ein Kollege aus dem Mutterhaus, den ich zutiefst nicht schätze, schickte letzte Woche eine E-Mail, in der er einen Steuerbescheid für eine Tochter-Firma anforderte, für die ich die Steuererklärungen mache.
Ich war krankgeschrieben und beschloss, dass das ein guter Grund sei, die Anfrage des ungeschätzten Kollegen einfach liegenzulassen.
Heute kam eine zweite, drängelndere E-Mail, er bräuchte den Bescheid sehr dringlich.

In meinen Erinnerungen klingelte irgendwas in Zusammenhang mit diesem Bescheid, also machte ich mich in meinem eigenen Ordner "gesendete E-Mails" auf die Suche und tatsächlich, letztes Jahr im April hatte ich genau diesen gesuchten Bescheid zusammen mit anderen Unterlagen schon an den Kollegen und die gesamte Abteilung im Mutterhaus geschickt.

Ich hatte also nichts Besseres zu tun, als dem flachpfeifenden Kollegen Wichtigtuer aus dem Mutterhaus eben diese E-Mail weiterzuleiten, bei der Gelegenheit erneut die gesamte Abteilung in den Verteiler zu packen und ihm mitzuteilen, dass ich seit letzter Woche wegen Krankheit nicht im Dienst sei, ich ihm seinen gesuchten Bescheid aber doch letzten Jahr schon geschickt hätte und was damit geschehen sei, ob er den etwa verbummelt habe?

Solche Gelegenheiten versüßen einem den ganzen Tag :-)

Sehr süß fand ich ihm übrigen auch den Zungenbrechersong über Barbara von Bodo Wartke. Ich bin sowieso großer Bodo Wartke Fan, und dieses Stück kannte ich noch gar nicht
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Dienstag, 23. Januar 2024
Es geht dem Ende zu
mit der Krankheit.
Die letzten Tage einer Krankheit sind immer die schönsten. Man ist noch nicht gesund genug, um offiziell wieder zu arbeiten, aber auch nicht mehr krank genug, um ernsthaft behindert zu sein, also von der Krankheit meine ich, man hat also frei, es ist fast wie Urlaub und eigentlich sogar besser, weil man ja offiziell den Auftrag hat, sich zu schonen, man muss sich noch nicht mal anstrengen, tolle Dinge zu tun, man darf ganz entspannt vor sich hinverlottern und das ist schon ziemlich toll.

Wenn ich nicht mehr offiziell arbeiten muss, werde ich diese genussvollen Tage einer abklingenden Krankheit nicht mehr genießen können, denn wenn man nicht mehr arbeiten muss, wird man auch nicht mehr krankgeschrieben und dann wird der Zustand deutlich digitaler: Krank oder gesund.
Sie werden mir fehlen, diese ergaunerten Lottertage.

Highlight des Tages war ein Steuerbescheid einer Immobiliengesellschaft, der noch besser als erklärt ergangen ist. D.h. es wurde alles akzeptiert, was ich erklärt und darüber hinaus noch viel mehr. Ich habe keine Ahnung, wie so etwas zustande kommt, werde mich aber selbstverständlich nicht wehren.

Der Architekt in Rheda hat die Unterlagen für die Rohbauausschreibung fertig, es sieht so aus als ob es jetzt wirklich los geht
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Montag, 22. Januar 2024
Ich genese hier so vor mich hin
Ich bin ein bisschen müde, weil ich mittlerweile gelangweilt bin vom Kranksein, aber eben auch nicht fit genug, um etwas anderes zu machen.

Immerhin habe ich jetzt die guten Codein-Tabletten hier liegen, damit lässt sich der Husten brauchbar gut ausbremsen, sie machen aber auch ein bisschen matschig in der Birne.
Weshalb Leute freiwillig Drogen nehmen und das auch noch gut finden, wird sich mir nie erschließen.

Um die Kollegen mit meinem schniefnäsigen Rotzanblick nicht zu verstören, blieb ich brav zu Hause, die AU läuft noch bis Mittwoch, aber ich kann ja im freiwilligen Home-Office schon mal all das erledigen, was sowieso erledigt werden muss. Dass ich überhaupt kein Problem mit Büroarbeit habe, wenn ich sie zu 100% freiwillig mache und weiß, dass ich jederzeit spontan den Löffel fallen lassen kann, wenn ich keine Lust mehr habe, dieses Phänomen habe ich ja schon mehrfach beobachtet, ich bin aber immer noch jedes Mal aufs Neue fasziniert davon, wie bekloppt ich wohl offensichtlich wirklich bin.

Einen Großteil des Tages habe ich dann noch damit verbracht, ein Computerproblem zu lösen, denn ich habe mir ein zweites MicrosoftKonto erstellt (Vorbereitung meines künftigen Privatlebens) und zusätzlich in mein Outlook eingebunden und plötzlich war alles irgendwie verstellt und nix funktionierte mehr so wie es sollte. Die Konten waren halb deutsch halb englisch, erst ließen sich die Kontakte nicht einfügen, plötzlich waren sie aber doppelt drin und die neue Adresse machte seltsame Spirenzchen, es war alles sehr nervig.

Die Lösung fand sich dann wieder durch eine bereits mehrfach gemachte Erfahrung: Es gibt kein workaround als Lösung, man muss einfach nur immer wieder das gleiche machen. Wenn es nicht klappt, alles löschen und noch mal neu von vorne anfangen, nicht verzweifeln und nicht aufgeben, einfach nur hartnäckig wiederholen.
Irgendwann klappt es plötzlich und tut genau das, was es soll, so war es auch diesmal, warum es vorher so lange rumzickte, wissen die Götter.

Dann habe ich noch versucht, für den Onkel einen Kolos- und einen Gastroskopietermin zu bekommen und ich sage es mal so: Ich repariere lieber unkontrollierbar ausgeflippte Computer.

Aber am Ende habe ich jetzt immerhin schon mal einen Termin für nächsten Mittwoch zur Vorbesprechung ergattert, anschließend habe ich dem Onkel die Logistik seiner An- und Abreise nach Münster versucht zu erklären, er muss ja jetzt die Fahrkarten kaufen und die notwendigen Dokumente einpacken und eben auf seiner Seite alles passend vorbereiten, ich bin mal sehr gespannt, wie das dann alles klappt nächste Woche. Läuft alles nach Plan, dann kommt er Dienstagabend hier in Greven mit dem Zug an, Mittwoch fahre ich ihn zum Arzt nach Münster und am Donnerstag um 5h früh setze ich ihn wieder in den Zug zurück Richtung Emden/Fähre/Borkum.
Keep your fingers crossed
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Sonntag, 21. Januar 2024
Immer besser
Jeden Tag wird es ein bisschen besser, heute war meine "außerhalb-des-Bettes-Zeit" schon deutlich länger als gestern, wenn ich mir heute Abend vor dem Zubettgehen die Zähne putze, dürfte die Zahnbürste hoffentlich schon wieder getrocknet sein.
Gestern war sie das nämlich nicht und ich finde, es gibt kaum etwas ekligeres als eine feuchte Zahnbürste zu verwenden, auch wenn man weiß, dass es die eigene ist und man sie selber als letzter benutzt hat. Trotzdem sollte zwischen den Benutzungen genug Zeit liegen, dass sie trocknen kann. Wie gesagt, heute dürfte es reichen.

Dabei bin ich auch heute erst sehr spät aufgestanden, weil ich heute nämlich erst all die Blogs und Texte im Internet nachlesen musste, die ich die letzten fünf Tage mangels technischer Lesekompetenz nicht mehr verfolgt hatte (bei mir lief nicht nur die Nase dauerhaft, sondern auch die Augen, da ist Lesen knapp vor unmöglich, und wenn ich diesen Zustand durch das Zuführen von Medikamenten kurz unterbrechen konnte, habe ich die schnief- und tränenfreie Zeit für andere Dinge genutzt), wie auch immer, ich hatte gründlich nachzulesen.

Als Folge dieser ausführlichen Lektüre habe ich heute spontan drei Bücher bestellt.
Seit langem habe ich mir angewöhnt, Büchern, die in bestimmten Blogs, Podcasts oder Newslettern empfohlen werden und ich das Gefühl habe, dass diese Empfehlung gut zu mir passt, noch mal kurz über Google hinterherzurecherchieren, um sie dann (fast immer) bei ebay zu einem angemessenen Gebrauchtpreis zu bestellen.
Heute waren es also drei und ich bin sehr zufrieden mit dieser Strategie, denn es scheint mir, dass ich ein gutes Filtersystem für die Empfehlungen etabliert habe, ich habe mit dieser Methode schon viele wirklich gute Bücher gefunden, die ich dann auch wirklich sehr mochte - und wenn nicht, habe ich wenigstens nicht sinnlos viel Geld für ein Buch bezahlt, das mir nicht gefiel.

Am Nachmittag dann Schreibtischarbeit mit Privatkram, diese Krankheit hat mir zwar berufliche Bürozeit erspart, mir aber gleichzeitig auch jede private Bürozeit genommen, weil sie mich ja zu 100% blockierte und da blieb dann doch einiges liegen.
Heute Nachmittag also viel aufgeräumt, sortiert und to-dos-abgearbeitet, es war ein ziemlich produktiver Tag.

Am späten Nachmittag habe ich mit einer Freundin telefoniert, die mir erzählte, dass ihr Mann sich auch so eine schwere Hals-Husten-Erkältung zugezogen hat und sie alle Medikamente, die teilweise über 20 Jahre alt waren, zusammengesucht hat, um dagegen anzukämpfen.

Dem konnte ich mich sofort anschließen und sagte, dass ich es prima gefunden hätte, dass nun endlich auch die letzten Pillen aus Verpackungen mit DM-Preisen verbraucht wären, sie meinte, so schlimm wäre es bei ihr nicht gewesen, ich denke aber, ob Pillen nun 20 oder 24 Jahre alt sind, das macht dann auch keinen Unterschied mehr.
Ich versprach ihr ein Foto mit den DM-Pillen

und musste dabei zu meinem Schreck feststellen, dass da immer noch drei Stück drin sind - also von wegen, endlich verbraucht, da braucht es wohl noch mindestens eine dicke Erkältung, bis auch die endlich abgearbeitet sind.

Dann meldete sich noch der Onkel, der eine Überweisung für eine Magen-und Darmspiegelung hat und beim zuständigen Krankhaus in Emden erfahren hat, dass es dort für das gesamte Jahr 2024 keine Termine mehr gibt.
Das Land mit der guten Gesundheitsvorsorge...

Morgen werde ich dann mal versuchen, ob hier in Münster Termine zu bekommen sind, wahrscheinlich wird das ein neuer Trend: Reisen zu Facharztterminen
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Samstag, 20. Januar 2024
Es wird
Neuer Gesundheits-Fortschritt: heute fühlte ich mich das erste Mal seit vier Tagen wieder fit genug, aufzustehen, zu duschen, Haare zu waschen und normale Kleidung anzuziehen, ich wollte nämlich unbedingt einen Einkaufsausflug machen.
Eigentlich brauchten wir nichts außer neuen Corona Tests, die hatte ich alle verbraucht, bislang sind aber auch alle negativ, was mich erstaunt, denn ich bin sicher, dass ich eine Virus- und keine Bakterieninfektion habe, es gibt aber natürlich auch mehr als eine Virusart, die solche Symptome auslöst.

Mein Geruchs- und mein Geschmackssinn sind fast völlig ausgefallen, der Husten ist auch mit ACC akut nicht sehr produktiv, das, was rauskommt, ist wässriger Schleim, nix gelbgrün bakterielles. Gleichzeitig habe ich eklige Kopfschmerzen, die ich zwar mit Ibu gut in Griff kriege, nach zwei Tagen hatte ich dann aber statt Kopfschmerzen, Magenschmerzen und musste mich für Teufel oder Belzebub entscheiden.
Also bin ich erst mal auf ASS umgeschwenkt, als ich heute gegen Mittag aber noch gar keine Tablette genommen hatte, fiel meine Entscheidung, dass ich dann auch aufstehen und einen Einkaufsausflug machen kann.

Wir fuhren nach Telgte, weil da so viele Einkaufsläden an einer Stelle erreichbar sind, das war sehr nett.
Als wir wieder zu Hause waren, war ich aber auch gründlich bedient und froh, wieder ins Bett zu kriechen.
So wirklich ganz gesund geht definitiv noch anders
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Montag, 15. Januar 2024
Verweigerung des Krankseins
Heute brauchte es etwas schwerere Geschütze zur Bekämpfung dieses allgemein Kränklichkeitsgefühls, vor allem auch, weil meine Nase begann unsinnig zu tropfen und ein lästiger Reizhusten ohne Auswurf ist auch nix, was ich den Tag über gebrauchen kann.

Grundsätzlich bin ich ja gut Husten trainiert, ich huste seitdem ich ein Kind bin, regelmäßig, viel und ohne zusätzliche Infektion, irgendwas mit chronischer Bronchitis, man gewöhnt sich da dran.
Mein normaler Husten ist aber grundsätzlich produktiv, das Husten lohnt sich, weil ich immer nur so lange husten muss, bis ich alle Verschleimungen abgehustet habe, wenn ich genug dieser Schleimbrocken hochgehustet und ausgespuckt habe, ist Ruhe, ich verstehe also, weshalb der Körper husten will und akzeptiere das auch.

So ein Reizhusten ist aber ein völlig unnötiger Husten. Da kommt nix raus, kein Schleim und schon gar keine Schleimbröckchen, da wird einfach nur gehustet bis einem Hals und Rücken weh tun, ich finde einen Reizhusten komplett überflüssig und ärgere mich jedesmal sehr, wenn mir der Körper nur wegen einem albernen Infekt mit solchen Symptomen kommt.
Reizhusten kann man ohne schlechtes Gewissen mit Hustenstillern bekämpfen.

Und eine laufende Nase ist auch unnötig, also habe ich irgendwelche Wick Day+Night Tabletten rausgekramt. Die zwei für den Tag habe ich inzwischen weg, damit ließ sich der Tag ganz gut überstehen, die für die Nacht esse ich nachher, in der Hoffnung, dass der Körper den Rest dann alleine hingekriegt.
Auf diese Art gedopt konnte ich ganz normal meine Arbeit erledigen, das fand ich gut.

Morgen ist ein wichtiges Vorstellungsgespräch, bei dem ich unbedingt dabei sein will, danach ist mir das dann egal, aber bis dahin muss ich im Zweifel mit echter Medizin einen formal einsatzfähigen Zustand erhalten
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Sonntag, 14. Januar 2024
Sonntag, 14.1.
Seit drei Tagen habe ich Halsschmerzen, allerdings immer nur nachts zwischen 3h und 6h.
Um 3h wache ich das erste Mal auf, weil ich Halsschmerzen habe, ich schlucke probehalber ein bisschen Spucke runter, spüre dem Schmerz nach und denke darüber nach, wie es jetzt weitergeht. Während ich mir vorstelle, wie ich selbstverständlich ab sofort nun immer kränker werde, nicht mehr ins Büro gehen kann, eine AU vom Arzt bekomme, damit dann offiziell genehmigt eine ganze Woche zufrieden im Bett bleiben darf, während ich mir das also ausführlich ausmale, schlafe ich wieder ein, wache aber gegen 4.30h erneut auf. Diesmal muss ich Pipi und erst, wenn ich auf dem Klo sitze, fällt mir wieder ein, dass ich ja mal prüfen könnte, wie es meinen Halsschmerzen geht. Sie sind noch da, aber unerwarteterweise nicht schlimmer geworden, sondern eventuell sogar etwas besser. Ich gehe wieder ins Bett und schlafe weiter, gegen sechs werde ich wieder wach, weil ich von Halsschmerzen geträumt habe. Im Traum waren sie aber deutlich intensiver als in echt, denn in echt sind sie offensichtlich besser geworden, zwar noch nicht ganz weg, aber Schlafen scheint eine heilende Wirkung zu haben. Ich schlafe deshalb sofort wieder ein, wache um 9h erneut auf und die Halsschmerzen sind weg.

Das geht jetzt seit drei Tagen so, mit der Ergänzung, dass gestern Abend gegen 22h zusätzlich ein akutes Krankheitsgefühl aufzog. Man kennt das, es gibt keine spezifischen Symptome, aber man spürt, dass man krank wird. Die Nase ist nicht so frei, wie sie sein sollte, es gibt ein Kratzen im Hals und einen Druck hinter der Stirn, die Oberfläche der Haut an Armen und Beinen ist seltsam gespannt und man fühlt sich insgesamt schlecht.
In solchen Situationen greife ich stets zu meiner persönlichen Geheimwaffe, ich beginne Esberitox-Tabletten zu lutschen und weil ich mir einbilde, dass sie, im richtigen Moment als Booster gegen eine aufziehende Erkältung eingesetzt, dem Körper genau die zusätzliche Krankheitsbekämpfungskraft liefern, die er braucht, um die noch kleine Menge an Viren oder Bakterien oder was weiß ich, welche Viecher dafür verantwortlich sind, zu bekämpfen.
Wehret den Anfängen, so Krankheitskeime vermehren sich ja irre schnell, so dass es nur zwei Möglichkeiten gibt, sie zu bekämpfen: entweder 14 Tage abwarten, bis der Körper selber ausreichende Mengen an speziell gegen diese Keime gerichtete Antikörper gebildet hat - oder den Körper gleich zu Beginn bei der Aufrüstung der Abwehrkräfte so zu unterstützen, dass er die noch kleinen Angriffstruppen der Keime sofort vernichten kann.

Ich habe eine durchaus martialische Vorstellung von dem, was da in einem Körper so vorgeht und die Zuführung größerer Mengen an Esberitox-Tabletten erscheint mit vergleichbar mit den deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine: Nix, was wirklich schweres Geschütz wäre, aber wenn man Glück hat, reicht es ja, einen Versuch ist es allemal wert.

Habe ich übrigens schon mal gesagt, wie unsagbar bescheuert ich es finde, dass fast alle Krankenkassen Homöopathiemedikamente ersetzen, aber TCM-Naturheilmittel nicht? Ich habe ja neulich mal wieder die Krankenkasse gewechselt und in dem Zusammenhang versucht, eine Krankenkasse zu finden, die keine Homöopathieprodukte bezahlt und festgestellt, dass es die sozusagen nicht gibt. Die Techniker, die ich mir jetzt ausgesucht habe, bietet immerhin einen Wahltarif an, mit dem man auf die Erstattung für Homöopathie verzichten und dafür eine Beitragsermäßigung bekommen kann, aber grundsätzlich noch besser fände ich es, wenn die Kassen eine Erstattung für diesen albernen Placebokram gar nicht erst anbieten würden.
Den Vorstoß von Lauterbach finde ich also ganz prima, ich fürchte nur, er wird sich damit nicht durchsetzen können.
Und natürlich wirkt Homöopathie, das bestreite ich gar nicht, der Placeboeffekt ist eines der wirksamsten Medikamente überhaupt, aber dafür brauche ich doch keine Industrie, die Millionen damit verdient, dass Leute so fest an diese Spökenkiekerei glauben.
Das Ganze ist einfach nur eine riesengroße Abzocke und das ist es, was mich so böse darüber werden lässt.

++++

Heute Nacht hatte ich wieder Halsschmerzen zwischen 3h und 6h, aber als K um 9h den Kaffee brachte, war das allgemeine Krankheitsgefühl deutlich besser geworden, die Halsschmerzen hatten sich wie inzwischen gewohnt, wieder verzogen und ich legte fix noch ein paar Esberitox nach, viel hilft viel.

Hauptaufgabe heute war Haus in einen aufgeräumten, sauberen und winterfesten Zustand zu versetzen. Auch wenn man es nur fünf Tage bewohnt hat, dauert das jedesmal doch ca. 3-4 Stunden.
Vor allem deshalb, weil ich dabei ständig nachdenken muss, was noch alles erledigt werden muss und in konstanter Panik lebe, irgendetwas existentielles zu vergessen, was ich, wenn es jemand anderem passierte, sehr übel nähme.

Ich denke aber, ich habe heute an alles gedacht, die Küche ist sauber und lebensmittelfrei (wichtig wegen potentiellem Ungeziefer, was von offen herumliegenden Lebensmitteln angelockt würde), die Spülmaschine ist ausgeräumt und saubergemacht, der Kühlschrank ist leer, abgeschaltet und gereinigt, der gesamte Müll ist aus dem Haus geschafft, die gelbe Tonne steht vorne, die wird am Freitag abgeholt, alle Waschbecken sind geputzt, alle Böden gestaubsaugt, die Heizung runtergefahren, alle unnötigen elektrischen Verbraucher abgeschaltet, Zählerstände notiert, Wasser abgedreht und Kameras scharf geschaltet.
Nächster geplanter Aufenthaltstermin in dreieinhalb Wochen, außer das Wetter ist an einem der Wochenenden vorher so toll, dass wir spontan in den Flieger steigen
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Samstag, 13. Januar 2024
Samstag, der 13.
Einzig wichtiges Vorhaben für heute: Fahrkarte für morgen besorgen.
Als K gegen 9h mit einer Tasse Kaffee erschien, war noch unendlich viel Zeit übrig, es gab keinen Grund, sich mit Aufstehen zu beeilen.
Eine Stunde später war es plötzlich 13h, ich googelte kurz, bis wann der Kleinbahnschalter geöffnet ist, las 13.30h und wurde schnell.

Duschen, Zähneputzen, Anziehen und das Anlegen von kältetauglicher Fahrradkleidung, das dauerte alles länger als mir lieb war, in meiner übergroßen Eile fuhr ich hektisch los, knapp hatte ich mir Handschuhe und Schal übergeworfen, stellte fest, dass ein ganz schön steifer Wind wehte und zwar aus Richtung Dorf kommend, trotz E-Bike auf höchster Stufe der Unterstützung strengte ich mich noch ganz schön an beim Treten, um so schnell wie möglich voran zu kommen. Dass es zusätzlich leicht regnete, machte die Fahrt nicht unbedingt angenehmer.

Als ich die Hälfte des Weges geschafft hatte, fiel mir auf, dass ich meine Handtasche mit allem drin, was ich zum Fahrkarten besorgen brauche, zu Hause liegengelassen hatte. Also Umdrehen, Tasche schnappen und wieder los - mittlerweile war es 13.24h.
Ich hatte jetzt also noch 6 Minuten für einen Weg, der normaler 10 Minuten dauert, aber wer aufgibt, hat endgültig verloren, also noch fester Treten, noch schneller Fahren und unter Missachtung aller Verbotsschild mit Schwung auf den Bahnsteig einbiegen und dort bis zum Schalterhäuschen radeln, Radfahren ist hier streng verboten, aber es war ja eine Notlage.

Ankunft am Verkaufshaus: 13.30h und 10 Sekunden, die Dame, die grade die Tür abschloss, erklärte mir noch, dass ich dann eben Montag wiederkommen möge - Montag bin ich aber hoffentlich schon wieder auf dem Festland, ich brauche die Fahrkarte für morgen, aber morgen ist der Kleinbahnschalter geschlossen.

Tja, dann schauen wir mal, wie ich morgen den Fahrkartenkontrolleur bequatsche, mich ohne Computer lesbare Fahrkarte aufs Schiff zu lassen, mir wird schon was einfallen.

Am Nachmittag besuchten wir den Onkel und schauten im Vaterhaus nach der Post, als wir wieder zu Hause waren, waren wir beide froh, jetzt mit gutem Gewissen den Ofen anwerfen zu dürfen, weil alle Draußenerledigungen abgearbeitet waren.

Am Abend machte ich die Buchhaltung für den Vater, sortierte und bezahlte einen ganzen Stapel Arzt- und Medikamentenrechnungen und reichte anschließend alles bei Krankenkasse und Beihilfe ein, immerhin ist klar, dass er nicht auf eine Beitragsrückerstattung spekulieren muss, er hat im Januar schon alle Höchstbeträge gerissen.

Der Ofen zickte heute mal wieder beim Anfeuern und wenn ich mir überlege, wie kompliziert es manchmal ist, gut getrocknetes, kleingehacktes Brennholz in so einen Ofen zum Brennen zu kriegen, dann wundere ich mich jedesmal wie es dazu kommen kann, dass Häuser brennen. Ich meine, die sind aus Stein - und wenn ich schon mein extra vorbereitetes brennbares Feuerholz nicht anzünden kann, wieso brennen Häuser?

In der ZDF-Mediathek habe ich mir heute die drei Folgen der neuen Terra Xplore Staffel "Bist Du einsam" angeschaut (okay, mir fällt grade ein, was ich in der halben Stunde zwischen 9h und 13h noch so alles gemacht habe), und fand es ein sehr spannendes Thema, vor allem das Interview mit dem ehemaligen Neonazi, der sich aus lauter gefühlter Einsamkeit diesen Gruppen anschloss, weil er hier Zugehörigkeit fand.

Den Unterschied zwischen intro- und extrovertierten Menschen fand ich dagegen viel zu flach und zu banal dargestellt, hier hätte eine etwas tiefergehende Sachverhaltsdarstellung gut gefunden. Insgesamt aber eine gut gemachte Staffel mit drei Folgen à 27 Minuten, die man sich gut mal zwischendurch ansehen kann
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Freitag, 12. Januar 2024
Ruhiger Tag
Homeoffice heute bestand überwiegend aus E-Mail-Ablage und Telefongesprächen, eines davon mit einer Bewerberin für eine von uns ausgeschriebene Stelle, mit der ich eigentlich nur einen Termin für ein Vorstellungsgespräch vereinbaren wollte. Anderthalb Stunden später waren wir gemeinsam der Meinung, dass das vereinbarte Vorstellungsgespräch nur noch der Form halber absolviert werden muss, wir zwei waren uns auf alle Fälle schon komplett einig, dass sie unbedingt bei uns anfangen muss.

Sehr viel mehr ist nicht passiert, es war ein ruhiger Tag
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