Wenn man in Amerika "ein Lot" bestellt, verstehen die Amerikaner "a lot", und das bedeutet, sie schickten dann gleich mal eine Riesenmenge Samen.
6000 Stück Samen gingen auch tatsächlich an, so entstand der Mammutwaldbaum in Schwaben.
K fand das richtig witzig und überlegte, ob wir hier auf Borkum auch mal ein paar Mammutbaumsamen vergraben sollten, das wiederum ließ bei mir sofort alle Warnsignale schrillen und ich dachte an den Planeten des kleinen Prinzen und seinen ständigen Kampf gegen die Affenbrotbäume.
So ähnlich wird das dann auch auf Borkum passieren. Die Insel ist gar nicht groß genug für Mammutbäume, die schlägt dann bestimmt leck und sinkt oder wird anderweitig gesprengt, ich bin auf alle Fälle strikt gegen das Vergraben von Mammutbaumsamen auf Borkum.
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K hat heute weiter im Garten gebuddelt, ungefähr die Hälfte ist jetzt fertig und man sieht, dass es wird.

Sonst haben wir nicht sehr viel anderes gemacht, ich habe den Nachmittag verschlafen, weil ich plötzlich sehr müde wurde und kurzerhand ins Bett gegangen bin, K sortiert seit zwei Wochen immerzu Fotos auf seinem PC, er ist zwischendurch ganz froh, wenn ich ihn dazu in Ruhe wurschteln lasse
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Das ist eine ziemlich anstrengende Arbeit, K schafft immer nur so 2-3m Rasenaushub, dann bricht er komplett nassgeschwitzt erschöpft zusammen und braucht wieder einen Tag Pause, aber jeden zweiten Tag so 2-3m läppert sich auf die Dauer und inzwischen kann man erkennen, dass es voran geht.
Ich habe heute ein bisschen Wäsche gewaschen (das ist hier deshalb so viel erwähnenswerter als sonst, weil ich hier den Solartrockner benutze, was die gesamte Wäscherei doch etwas umständlicher macht), außerdem habe ich den gesamten Bürgersteig inklusive Straßenrand gründlich von allem Grün befreit und anschließend eine halbe Schubkarre voll Sand zusammengefegt, unglaublich, in welchem Tempo das immer wieder zuwächst, aber zur Zeit fährt das Ordnungsamt mal wieder Streife und verschickt böse Briefe an faule Straßenanlieger.
Beim Fegen habe ich dann noch einen Schwatz mit dem Nachbarn gehalten, zu dem so nach und nach immer mehr Borkumer dazustießen, die auf der Straße vorbeiradelten und anhielten als sie uns da stehen und quatschen sahen. Das war richtig witzig, wie schnell es immer mehr Leute wurden und unser Thema waren die veränderten Badegäste diesen Sommer. Ich habe das ja schon vor zwei Monaten bemerkt, dass dieses Jahr unter Coronaumständen deutlich andere Gäste auf der Insel sind als sonst und dass es keineswegs ein positiver Wandel ist, wenn hier plötzlich massenweise Emils, Leons, Emmas und Sophies rumlaufen statt den bisher üblichen Justins, Kevins, Michelles und Vanessas. Und genau in diesem Punkt waren sich alle zu 100% einig: Die Gäste, die diesen Sommer hier auf der Insel sind, sind ein auffallend unangenehmes Volk. Noch nie sah man so viele SUVs und dicke Autos, die die Fähren blockieren und noch nie waren so viele Radfahrer so komplett rücksichtslos und gleichzeitig so komplett unfähig auf den Straßen unterwegs. Jeder der Borkumer, die da heute zu unserem Spontanschwatz auf der Straße dazukamen, wusste mindestens eine eigene Geschichte von einer unangenehmen Badegastbegegnung in den letzten Wochen zu erzählen, es war wirklich auffallend, wie genervt alle miteinander von diesem neuen Publikum sind. Ich bin sehr gespannt, wie das auf Dauer weitergeht.
Am Abend haben wir noch kurz den Onkel besucht und ich habe meine Zuckererbsen bewundert, ich glaube nächste Woche kann ich schon eine große Schüssel voll ernten, das wird ein Fest
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Immerhin habe ich heute Vormittag den Jahresabschluss für die größte und aktivste von CWs hinterlassenen Gesellschaften fertigstellen können, das macht mich sehr zufrieden, gleichzeitig schaue ich aber auf die Liste der Gesellschaften und Steuererklärungen, die noch alle erledigt werden müssen und seufze innerlich sofort frustriert auf. Es nimmt halt kein Ende, knapp hat man das eine fertig, wartet schon das nächste. Und natürlich muss ich das alles im Urlaub machen, denn während der normalen Bürotage wäre es alles ja noch viel anstrengender.
Zum Glück ist das dieses Jahr kein Supersommer, das Wetter ist okay, lädt aber nicht unbedingt zum am Strand liegen ein. Also, ich meine, mich nicht. Die Badegäste, die die Insel hier ausgebucht haben, liegen natürlich trotzdem am Strand rum und wenn ich mir das angucke, dann gehe ich sofort wieder sehr zufrieden an meinen innenliegenden PC-Arbeitsplatz und bin froh, dass mir diese Sorte Urlaub erspart bleibt. Das finde ich definitiv noch schrecklicher - sinnloses Amstrandrumliegen, egal bei welchem Wetter, weil, wir haben Urlaub.
Okay, ich geb's zu, ich hab gut rumrantern, ich bin von der Problematik "wir müssen unbedingt Urlaub machen" ja sowieso nicht betroffen, weil mein Traumurlaub hauptsächlich daraus besteht, keine konkreten Verpflichtungen zu haben und ansonsten einfach nur zuhause zu sein, wobei es mir - und das ist neu und das habe ich dieses Jahr jetzt grade zum zweiten Mal gelernt - tatsächlich relativ egal ist, in welchem Zuhause ich bin, im Zweifel gefällt es mir auch in Greven sehr gut, wenn wir da einfach zu zweit mal ausführlich Zeit füreinander haben. Was mich dagegen sehr schreckt ist die Vorstellung, dass man sich aktiv anstrengen muss, um aus seinem Urlaub das Meiste rauszuholen. Das wiederum scheint aber die verbreitetste Grundeinstellung zu sein, allein schon deshalb verbarrikadiere ich mich sehr gerne im Haus.
Wie auch immer, ich habe heute Vormittag erst noch den einen Abschluss fertig gemacht, bevor ich bereit war, wieder zurückzufliegen. Es ist zwar grundsätzlich egal, wo ich die Abschlüsse fertig mache, da es ja doch nur PC-Arbeit ist, aber es ist klug, die Situation zu nutzen, wenn ich grade motiviert bin. Wären wir heute morgen direkt nach dem Aufstehen losgeflogen, hätte ich heute Nachmittag sicher keine Lust mehr gehabt und deshalb war es viel klüger, erst am Nachmittag aufzubrechen. Damit habe ich einen Punkt auf der Liste abhaken können, es bleiben leider immer noch zu viele, um gute Laune zu haben.
Als wir aber schließlich soweit waren, dass wir die Sachen zusammenpackten, die wir mit zurück nehmen wollten, stellten wir fest, dass es wohl doch mal wieder in einen Ferryflug ausartet, es war auf alle Fälle viel, was sich da an Taschen und Tüten ansammelte, K setzte mich also auf der Vereinsseite ab, damit wir mit dem ganzen Kram nicht durch die Sicherheitskontrolle müssen, er kam dann mit dem Flieger rübergerollt und sammelte alles ein.

Wie albern ich diese lächerlichen Sicherheitskontrollen finde, habe ich ja nun schon oft genug erwähnt. Aber da man sie problemlos vermeiden kann, taten wir das eben.
Da die Flugroute Münster-Borkum über eine militärische Sperrzone führt, die heute bis in eine Höhe von 5000 Fuß aktiv war, (dieses Moor im Emsland, wo es letzten Sommer so ausdauernd gebrannt hat), sind wir gleich nach dem Start relativ schnell gestiegen, um dann außerhalb der aktiven Zone, also oberhalb von 5000 Fuß über das Sperrgebiet drüberfliegen zu können. Das hieß, wir mussten über die Wolken, was ja auch immer schöne Bilder liefert.

Nach der Ankunft im Haus habe ich dann nicht mehr viel gemacht, da schlug die oben erwähnte Unruhe deutlich durch, immerhin habe ich es noch geschafft, den Müll rauszustellen, das befriedigt mich ja jedesmal aufs Neue
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Heute Vormittag war Flohmarkt am Stadion.
Eigentlich ist der jeden Mittwoch, aber wegen Corona war da nun sehr, sehr lange Sendepause und als es offiziell wieder erlaubt war, war zunächst mal schlechtes Wetter.
Heute war dann endlich mal gutes Wetter und deshalb haben sich heute viele Verkäufer das erste Mal wieder angemeldet und das ist natürlich eine ideale Situation zum einkaufen. Ich habe sehr viele wunderbare Sachen gefunden, es hat ganz ungemein viel Spaß gemacht.
Die Logistik passte auch hervorragend, mein Auto ist ja auf Borkum, so dass ich eigentlich ein Transportproblem gehabt hätte, aber N war noch da und fuhr erst heute Mittag mit seinem Auto nach Berlin, das hieß, dass ich bis Mittag sein Auto benutzen konnte. Sehr, sehr praktisch.
Nach dem N abgefahren war, habe ich noch eine Radtour durch Greven gemacht, bin ein wenig durch diverse Läden geschlendert, viel Einkaufen ging aber zum Glück nicht mehr, weil ich ja nur ein Fahrrad dabei hatte, das beschränkt die Transportmöglichkeiten enorm.
Hat trotzdem Spaß gemacht.
Und dann hatte der Tag noch eine wunderbare Überraschung parat: Ich bekam einen neuen Hövding geschickt, ohne Berechnung, als Ersatz im Rahmen der Gewährleistung. Der alte war ja ziemlich grundlos explodiert und ich hatte mich schon geärgert, dass ich jetzt für viel Geld einen neuen kaufen muss, aber die Firma hat mir tatsächlich anstandslos einen neuen geschickt, das finde ich ziemlich super. Absolut habe ich jetzt sogar ein richtig gutes Geschäft gemacht, denn als Ersatz bekam ich jetzt den Hövding 3.0, also die neue Version und die ist tatsächlich deutlich verbessert. Und überhaupt war das Timing perfekt, dass das Paket genau heute ankam, so kann ich ihn gleich morgen mit nach Borkum nehmen und konnte ihn heute gleich für die Radtour durch Greven benutzen.
K kam erst so spät zurück, dass es zu spät für einen Rückflug nach Borkum war, macht aber nix, fliegen wir halt morgen früh
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Im Grunde ist es ja auch wirklich egal, wo ich zu Hause vorm PC sitze, denn genau das wäre sowieso meine Hauptbeschäftigung egal wo ich mich morgen aufhalte, weil auch die privaten Dinge halt irgendwann erledigt werden müssen und "Dinge erledigen" bedeutet bei mir ja in der Regel PC-Arbeit.
Heute habe ich die Steuererkläung für den Vater abgeschickt. Weil er neben seiner pensionierten Beamtentätigkeit auch noch einen Verlag betrieb, musste ich jetzt natürlich diesen Verlag steuerlich irgendwie möglichst sinnvoll loswerden, damit ich hierfür nicht auch noch immer zusätzlich umfangreiche Erklärungen abgeben muss. Das war eine durchaus knifflige Überlegung, die ich jetzt aber ganz gut gelöst habe, bilde ich mir ein. Diese Erklärung ist also schon mal weg. Dann muss ich diverse Erklärungen für CWs Hinterlassenschaften abgeben, da wir hier auch zwei Dinge im letzten Jahr endlich verkauft haben, muss ich mir auch hier deutlich mehr Gedanken machen als einfach nur "wie im Vorjahr". Aber immerhin ist das dann ein großer Schritt weiter zur endgültigen Auflösung. Und genau diese Steuererklärungen habe ich mir für morgen vorgenommen.
Meine eigene Erklärung muss ich ja dann auch noch fertigstellen, und dann noch die, dieser verschiedenen Kleinfirmen, die hier wie die Pilze aus dem Boden wachsen, so schnell werde ich also nicht arbeitslos und Frist ist bis zum 31.7. - aber das wird schon, ich habe jetzt halt für die nächsten 10 Tage täglich ein Date mit meinem Computer.
Und weil es dafür ganz egal ist, wo ich bin, kann ich auch einfach da sein, wo K grade ist, schließlich bin ich in diesem Punkt grade niemandem Rechenschaft schuldig.
Also mache ich jetzt mal anderthalb Tage Urlaub im Münsterland und finde das auch ziemlich okay.
Als wir heute Nachmittag auf Borkum abflogen, war grade die Fallschirmspringertruppe vor Ort, die jedes Jahr im Sommer ihre Ostfrieslandtournee absolvieren und mit dieser lustigen Absetzermaschine unterwegs sind. Jedes Mal, wenn ich diese Maschine sehe, muss ich breit grinsen.

oben die Absetzermaschine, links unten die Fallschirmspringer beim Briefing (das sonstige fliegende Volk spricht hier übrigens gerne von "Deppenwerfen" und nun ja, was die Leute daran so toll finden, in 10.000 Fuß aus einem Flugzeug zu springen, hat sich mir auch noch nicht erschlossen, aber da scheinen die Geschmäcker weit auseinander zu gehen. Ich habe das übrigens ordnungsgemäß auch einmal selber ausprobiert, um überhaupt mitreden zu können, mein Gesamteindruck von dieser Sportart: ich fand es eher langweilig und vor allem scheiße kalt. So einen Kick in Richtung "das ist die wahre Freiheit" habe ich definitiv nicht verspürt als ich aus dem Flugzeug hüpfte, ich fand es aber auch nicht sonderlich aufregend, dafür war mir viel zu kalt.)
Wie auch immer, die Truppe ist grade auf Borkum mit ihrer Maschine zu Besuch - und die Maschine immerhin ist wirklich ein echter Hingucker. Rechts unten dann ein Foto vom Borkumer Osten, wir sind heute Richtung Norden gestartet und mussten dann drehen, um auf den richtigen Steuerkurs zu kommen.

Östlich von Borkum liegen Juist, Memmert und Kachelot, die drei wachsen so nach und nach zusammen, bei Ebbe kann man das gut erkennen auf dem Foto links unten.
Die beiden Fotos dadrüber sind jeweils noch Borkum nach dem Start, rechts unten dann schon überm Festland, da striff so eine einsame kleine Wolke alleine unter uns durch die Gegend, die fand ich witzig.
Wir waren um kurz vor 18h in Münster und sind vom Flugplatz aus direkt zu Ikea Osnabrück gefahren. Ich wollte dort unbedingt noch so einen gusseisernen Topf zum Brotbacken kaufen und außerdem noch einen neuen, kleineren Topf als Ersatz für den auf Borkum, an dem ich mir jetzt schon mehrfach die Finger verbrannt habe, weil die Henkel immer unverschämt heiß werden, was man denen aber nicht ansieht und ich mir auch nicht merken kann, was aber natürlich jedesmal Brandblasen macht, also für diesen blöden Ekeltopf wollte ich einen Ersatz und das hat alles ganz wunderbar funktioniert.
Wir haben nur sinnvolle und nützliche Dinge bei Ikea gekauft, es war übrigens auch angenehm leer und ich möchte ausdrücklich erwähnen, dass ich KEINE einzige Kerze erworben habe.
Anschließend waren wir hier bei unserem Griechen essen (draußen), das war insgesamt damit ein wirklich schöner Ferientag, ich sag es jetzt (mal wieder) mit Hannes Wader
Mir gefällt das aktuell alles sehr gut
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Im Ergebnis habe ich dann relativ planlos an verschiedenen Stellen rumgekramt, zwei Maschinen Wäsche gewaschen (und aufgehangen und schon wieder abgenommen, zusammengefaltet und weggeräumt), das Bett neu bezogen, die Spülmaschine eingeräumt und angeworfen - und alleine aus der Tatsache, dass ich diese Krimskramstätigkeiten erwähne, wird klar, dass ich verzweifelt versuche, dem Tag wenigstens im Rückblick einen Sinn zu geben, gelingt aber nicht, ich habe den Tag wohl tatsächlich recht sinnlos verplempert.
Ich habe nicht rumgeschlunzt oder einfach mein Nichtstun genossen, das würde ich nie als verplemperte Zeit bezeichnen, sondern als sehr sinnvoll genutzte Lebensmomente. Ich war tatsächlich viel zu hibbelig, um in Ruhe Nichtstun zu können, gleichzeitig war ich aber auch zu schlapp, um irgendwelche produktiven Tätigkeiten zu erledigen und so habe ich den Tag in einer seltsamen Patt-Situation an mir vorbeistreichen lassen
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Im Bett rumschlunzen und bis mittags lesen macht nur zu zweit Spaß, ist mir schon mehrfach aufgefallen, wenn ich alleine bin, suche ich ständig nach "echten" Beschäftigungen, keine Ahnung, warum das so ist.
Also war ich um kurz nach 9h schon geduscht und angezogen und habe mich dann erstmal an den PC gesetzt. Da waren in den letzten Tagen eine Menge Mails gekommen, einige hatten Fristen und wenn ich das nicht selber erledige, dann muss ich wenigstens dafür sorgen, dass sie von jemand anderem erledigt werden. Also habe ich erst mal mein Postfach sortiert und aufgeräumt und dann die meisten Dinge rasch selber erledigt, weil es halt schneller und einfacher ist, die Sachen alleine zu erledigen als sie an jemanden zu delegieren, dem ich es dann erst erklären müsste und auf alle Fälle müsste ich es immer kontrollieren und das beides zusammen ist so umständlich, dass es halt bequemer ist, es einfach rasch selber zu machen.
So verging die Zeit wie im Flug, um 14h fiel mir auf, dass ich vielleicht mal etwas essen könnte und dass ich außerdem dem Onkel versprochen hatte, bei ihm weiteraufzuräumen.
Also habe ich den PC ausgeschaltet und bin zum Onkel gefahren.
Dort habe ich bis ca. 20h rumgekramt, Bilder aufgehangen, Wäsche sortiert, ein weiteres Fenster von WindowColor befreit, dem Onkel bei der Buchführung geholfen und sein Telefon wieder zurechtgeruckelt (Standardaufgabe, muss ich alle vier Wochen machen. Wenn er einen Monat alleine an seinem Telefon rumgedaddelt hat, ist so ziemlich alles verstellt, was verstellt sein kann, dabei hat er natürlich nichts gemacht und ich hätte früher auch fest geschworen, dass so etwas mit einem iPhone gar nicht möglich ist, doch dem Onkel gelingt es regelmäßig.)
Dann bin ich wieder nach Hause gefahren, habe mir etwas zu Essen gemacht und beim Essen den Zürichkrimi geguckt. Eben habe ich noch den Müll rausgestellt und schon ist ein Tag um, ohne dass ich überhaupt gemerkt hätte, dass ich ihn zur komplett freien Verfügung hatte
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Am Vormittag habe ich die Buchhaltung für den Vater gemacht, den Stapel Rechnungen und Mahnungen, die ich gestern mitgenommen habe, sortiert, abgeklärt, was davon noch bezahlt werden muss, hinter den Rechnungsausstellern hinterhertelefoniert, weil ich will, dass die ihre Rechnungen nicht an die Anschrift im Seniorenheim schicken, sondern an mich. Die allermeisten habe ich inzwischen umstellen können, aber ein paar besonders hartnäckige, die ihre Rechnungen zunächst immer an die Anschrift des Vater auf Borkum adressiert haben, schicken ihre Rechnungen jetzt ans Seniorenheim, was ich besonders dämlich finde. Ich kann verstehen, dass sie nicht von der Meldeadresse des Vaters abweichen wollen, wenn sie meinen, dass sei eine Vorschrift, dann soll es so sein. Wenn sie die Rechnungen aber jetzt ans Seniorenheim schicken, dann wird es albern, denn dort ist der Vater nicht gemeldet und es kann absolut keine Vorschrift geben, die vorschreibt, dass die Rechnungsaussteller (zB der Kreis Leer, wenn der Vater mal wieder mit dem RTW ins Krankenhaus gebracht wurde) sich ihre Rechnungsanschrift nach dem derzeitigen Aufenthaltsort aussuchen.
Ich wurde an zwei Stellen deshalb heute doch etwas sehr deutlich, insbesondere als ich klar machte, dass der Vater ganz sicher keine Mahngebühren zahlen wird. Die spinnen wohl. Erst wird wegen Corona jeder Besuch verboten, die Rechnungen werden aber an diese offiziell gar nicht existente Adresse geschickt und dann meinen die noch, sie könnten jetzt Mahngebühren verlangen, weil die Rechnungen nicht bezahlt wurden. So nicht!
Mit solchen Streitereien war ich also den Vormittag über gut beschäftigt, ich habe dann auch noch alle Rechnungen bei Krankenkasse und Beihilfe eingereicht, hier ist jetzt erst mal alles à jour.
Anschließend habe ich mich eine Zeitlang mit dem BackUp meines Blogs beschäftigt. Weil blogger.de kein eigenes BackUp vorsieht (zumindest wüsste ich nicht wie), habe ich mir überlegt, dass ich jeden Tag meinen Blogeintrag noch mal separat in OneNote speichere, so sind alle Texte auf einem zweiten Server, in einer zweiten Cloud und offline dann auch noch gespeichert und gesichert. Was ich genau damit irgendwann anfangen will, weiß ich nicht, aber ich habe mich von Ks Sicherungswahn anstecken lassen, der meint, man müsse immer alles mehrfach sichern und noch mal zusätzlich und doppelt, weil kost' ja nichts und sicher ist sicher oder so, naja, und deshalb mache ich das jetzt.
Angefangen habe ich damit aber erst vor ca. einem Jahr, was wiederum bedeutet, ich muss alle Blogeinträge der Jahre 2015 bis Juni 2019 noch nachträglich sichern, erst seit Juni 2019 bin ich halbwegs zeitnah dabei. Das sind so rund 1.400-1.500 einzelne Beiträge, das ist eine ziemlich mühselige Klickerei.
Inzwischen habe ich alles bis Januar 2016 in OneNote gespeichert, für die Jahre 2016 - 2019 habe ich immerhin schon für jeden Tag eine eigene, datumspassende Seite angelegt und jetzt arbeite ich mich mit Copy'n Paste da so stückchenweise durch meine eigene Vergangenheit. Heute habe ich Januar und Februar 2019 gesichert, dabei habe ich einzelne Einträge auch noch mal gelesen und mich gewundert, wie lange das schon alles wieder her ist.
So eine stumpfe Computerklickerei macht müde, da ich grade Urlaub habe, habe ich mich am Nachmittag einfach ein bisschen ins Bett gelegt und wunderbar für anderthalb Stunden geschlafen. Dann sind wir Einkaufen gefahren, haben neue Kartoffeln und eine Maispoularde gekauft - und heute Abend gab es Hähnchen mit Kartoffelspalten aus dem Backofen, das war unerwartet lecker. Ich habe nämlich eigentlich keine Ahnung, wie man Brathähnchen macht, aber weil mir alle Rezepte, die ich heute im Internet fand, nicht gefielen (ich mag keine Zitrone im Essen!), habe ich mir selber was ausgedacht und das hat ausgesprochen gut funktioniert. Man kann Hähnchen nämlich statt mit Zitrone auch sehr gut mit Zwiebeln, Pilzen und Knoblauch füllen, vor allem, wenn man Urlaub hat und keine olfaktorischen Rücksichten nehmen muss
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Ist der erste Samstag eigentlich schon Urlaub oder gilt das noch als Wochenende? Das beste an diesem Wochenende ist auf alle Fälle, dass es am Montag keinen Montag gibt, allein das macht dieses Wochenende schon zu etwas besonderem.
Wir haben - natürlich - erst mal gründlich ausgeschlafen und dann noch weiter im Bett rumgelungert, bis ich Energie geladen aufstand und befand, dass ja eigentlich noch kein Urlaub sei, sondern nur Wochenende und dass wir heute mal alles vorbereiten könnten, damit der Urlaub wirklich rundum perfekt wird, da gibt es schließlich noch ein paar Dinge zu tun.
Wir begannen mit Einkaufen, das war schon sehr fein.
Dann haben wir uns etwas zu Essen gekocht, das war auch sehr fein und vor allem sehr lecker.
Dann meinte K, er könne am besten heute noch den Rasen am Vaterhaus mähen, dann könne er ihn vier Wochen - am Ende des Urlaubs, auch noch mal mähen, das passt gut ins Timing.
Ich ging derweil den Onkel besuchen, der hatte auch gleich einen Stapel an Dingen, die getan werden müssen.
Gegen 19h waren wir beide wieder zu Hause und haben uns gefreut über das, was wir heute geschafft haben.
Alles in allem war das ein wunderbarer Start in den Urlaub, wir sind jetzt beide sehr zufrieden
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Urlaub
und ich bin auch schon angekommen.
Das hat heute alles ganz wunderbar funktioniert.
Bis Mittags war ich noch im Homeoffice, um 12.45h rief endlich die Ärztin zurück, um die Ergebnisse der Blutuntersuchung zu besprechen, die unverändert sind, weshalb ich auch wieder die identisch dosierten Schilddrüsentabletten bekommen habe wie schon immer, das Rezept konnte ich mir dann bis 13h noch abholen, was haargenau hinkam, um 12.59h war ich in der Praxis, um 13.03h dann schon in der Apotheke daneben und - Glück! - sie hatten diesmal mein Medikament vorrätig, so dass ich jetzt also für die nächste Zeit komplett versorgt bin. Das war dann mal eine Punktlandung.
Anschließend habe ich noch fix das Haus ein wenig saubergemacht, alle Sachen zusammengepackt und im Auto verstaut und bin dann mit genug Zeitpuffer entspannt losgefahren.
Alleine, denn N fährt nächste Woche erst nach Amsterdam und dann irgendwohin, was ich schon wieder vergessen habe, auf alle Fälle ist er anderweitig unterwegs und K nimmt den Flieger mit, damit er mobil ist und zwischendurch mal im Büro nach dem Rechten sehen kann. Ich war also für den Autotransport zuständig und das war auch okay. Der Zeitpuffer war so ausreichend, dass ich noch meinen Stopover bei McDov in Appingedam einlegen konnte, dort gibt es jetzt Bitterballen, das ist noch besser als ein McKroket. Bitterballen sind mein absolutes Lieblingsessen aus Holland, das war also eine sehr erfreuliche Entdeckung.
In Holland scheint keine Maskenpflicht zu herrschen, dort liefen auch in den Innenräumen alle ohne Maske rum, das fühlte sich schon fast wieder seltsam an.
Als ich in Greven losfuhr war das Wetter noch sehr grau. Die Wolken hingen tief und die Sichten waren schlecht - kein gutes Fliegerwetter. Aber K vertraute dem Forecast, der eine deutliche Besserung gegen Abend versprach. Es sollte von Norden kommend besser werden.
Als ich eine knappe dreiviertel Stunde unterwegs war, rief er an, um sich einen aktuellen Wetterbericht von vor Ort durchgeben zu lassen, da war ich grade in Höhe des AKW Lingen und konnte bestätigen: Es wird deutlich besser. Man sieht schon wieder Himmel zwischen den Wolken.

Als ich in Holland war, war das Wetter dann wirklich richtig prima, leuchtend blauer Himmel mit vielen weißen Kumulus Wolken, so sieht Sommer aus.

Die Warteschlange für die Fähre nach Borkum war nicht sehr lang, ich freute mich schon, dass die Fähre dann wohl angenehm leer sein wird, aber Pustekuchen, die Fähre kam aus Emden und hat in Eemshaven nur noch ein paar zusätzliche Fahrgäste aufgenommen, insgesamt war es also leider doch eher voll, aber das Wetter war ja okay, also habe ich mir auf dem Oberdeck den Wind um die Ohren wehen lassen und meinen Start in den Urlaub genossen.
Als ich zu Hause ankam, war K natürlich schon da, eine Stunde nach mir aufgebrochen, dafür eine Stunde eher da, Fliegen geht halt schneller.
Inzwischen ist alles ausgepackt, eingeräumt, jetzt Bett und laaaange ausschlafen
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