anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Donnerstag, 31. März 2022
Tapeten und Parfum
Die Tapeten sind endlich angekommen und zwar ohne Probleme in der Packstation.
Sie waren von DHL schon für letzten Donnerstag angekündigt worden, Donnerstagfrüh veränderte sich aber plötzlich die Anzeige in der Sendungsverfolgung von "sind auf dem Weg in die Packstation" zu "es gab ein Problem, die Sendungen gehen zurück an den Absender".
Was es für ein Problem gab, sagte die App nicht und K vermutete, es läge daran, dass die Tapetenrollen zu groß für die Packstation sind.
Das kann es aber nicht gewesen sein, denn heute holte ich die erneut an die Packstation versendeten Tapeten ohne Probleme aus der Packstation ab

Und wenn ich mir die Größe des Fachs anschaue, dann hätte ich noch viel größere Dinge als nur drei Rollen Tapete bestellen können.

Versandkostensparen ist im übrigen auch kein Schwerpunkt der Tapetenrollenverkaufsfirma. Ich brauche drei Rollen Tapete, hatte aber irrtümlich im ersten Bestellversuch nur eine Rolle gekauft. Als ich das bemerkte, habe ich kurzerhand noch zwei weitere in einem zweiten Bestellvorgang nachgeordert. Da die Lieferung versandkostenfrei erfolgte, war mir das egal. Und dieser Firma offensichtlich auch, denn sie hat tatsächlich zwei Pakete daraus gemacht und diese zwei Pakete auch noch zweimal losgeschickt, da sie nach dem ersten Absenden ja beide wieder zurück zum Absender gingen.

Der einzige, der aufpasste war DHL, die haben nämlich beide Pakete immerhin in ein Abholfach gesteckt, das fand ich klug.

Außerdem ist heute noch mein neues Parfum geliefert worden und das hat wunderbar funktioniert. Ich habe mir nämlich Parfum einfach nur nach Duftbeschreibung bestellt, weil ich zu bequem war, um zum selber Proberiechen extra in die Stadt zu gehen.
Ich wollte aber gerne ein Parfum haben, das so riecht wie die Delial-Sonnencreme meiner Kindheit. Die Delial-Sonnencreme von heute riecht komplett anders als früher und irgendwie wurde der Wunsch immer stärker, den alten Duft noch mal wiederzufinden.

Ich habe deshalb danach gegoogelt und dabei gelernt, dass die Delialsonnenmilch von früher intensiv nach Néroli roch. Also habe ich mir jetzt ein Parfum mit Néroli Duftmarke bestellt und bin sehr zufrieden. Das riecht wirklich wie Sonnenmilch und ich finde, es ist ein wunderbares Parfum für den Sommer
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Mittwoch, 30. März 2022
Besprechungen und Internetinfos
Der Tag heute bestand nur aus Besprechungen.
Eine nach der anderen, erst um 18h verschwand der letzte externe Kollege, dann hatte ich endlich Zeit, meine Mails anzusehen und die Papierpost durchzuschauen.

Insgesamt ein richtig langer Tag, nach dem ich auch ziemlich k.o. bin. Gleichzeitig ist da dieses störende Gefühl, dass ich eigentlich nichts geschafft habe, denn wenn man den ganzen Tag in Besprechungen rumsitzt, schafft man ja auch nichts. Außer seine Zeit erfolgreich vertrödelt zu haben.

Ich finde ja, dass man all diese Besprechungen deutlich straffen müsste. Dieses demokratische Ausdiskutieren von sieben verschiedenen Meinungen, von denen drei völlig irrelevant sind, zwei redundant und eine schwachsinnig, so ein langatmiges Rumgehampel mit Nutzlosigkeiten, das verschwendet nur sinnlos Zeit und ist zu nix nutze außer zur Egopolitur minderbegabter Netzwerkhansel. Aber wahrscheinlich ist genau das der Hauptzweck solcher Besprechungen.

Das Gute an Besprechungen ist allerdings, dass man ausreichend Zeit hat, im Internet zu lesen, ich bin jetzt also wieder topinformiert.

Weil die Bundesregierung und die EU keine Lust haben, sich in einen Krieg einzumischen, in dem alle Beteiligten nur verlieren können, egal auf welcher Seite man kämpft, regen sich Leute über die Scheinheiligkeit der Regierung auf.

Weil die Bundesregierung und die EU aber auch keine Lust haben, den Krieg durch Finanzunterstützung weiter zu befeuern, gibt es bei uns demnächst viele Dinge nicht mehr, unter anderem Gas, Kohle und Sonnenblumenöl.

Dagegen wollen sich jetzt einige Unternehmer gerichtlich wehren, denn schließlich ist das ja die Bundesregierung schuld, wenn bei uns die Energie knapp wird, meinen diese Egoshooter.

Ich wundere mich immer nur über die seltsame Erwartungshaltung der Menschen. Meinen die ernsthaft, bei uns geht alles so weiter wie bisher und wenn nicht, dann verklagt man die Bundesregierung und saniert sich mit Schadensersatzzahlungen?
Ich lese all diese Nachrichten und staune nur.

Und nehme nebenher zur Kenntnis, dass die ersten Restaurants jetzt Pommes von der Speisekarte streichen, weil das Frittieröl fehlt.
Was für ein Glück, dass ich so eine Heißluftfritteuse habe, ich kann noch eine Weile durchhalten
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Montag, 28. März 2022
Es wird ruhiger
Auch wenn ich gestern sehr früh schon im Bett lag, so war ich heute morgen trotzdem auf das übelste montagsmüde, so dass ich erst nach 10h im Büro war.

Im Büro habe ich endlich einen Stapel an schon länger aufgeschobenen Dingen erledigt. Der Höhepunkt des Arbeitsdrucks ist am Freitag überschritten worden, jetzt kann ich mich eine Zeitlang auf der Leeseite der Dringlichkeit etwas entspannter durch die liegengebliebenen Arbeiten wühlen, aber mit dem nachlassenden Druck steigt auch sofort die Müdigkeit, das macht es insgesamt nicht leichter.

Mein Auto ist immer noch in der Werkstatt, ich fahre deshalb immer noch mit dem Leihwagen und ich weiß inzwischen ganz genau, welches Auto ich ganz sicher niemals haben möchte.
Der Leihwagen ist ein Opel Corsa, noch ziemlich neu, aber so ziemlich das umständlichste, unintuitivste und unhandlichste, was ich als Auto je gefahren bin.
Der Wagen ist kleiner als mein Golf, der Wendekreis ist gefühlt aber mindestens doppelt so groß. Es ist der Horror, mit diesem Auto in einer Tiefgarage rangieren zu müssen und genau das muss ich jeden Tag zweimal machen. Dementsprechend schlecht zu sprechen bin ich mittlerweile auf das Teil.
Das Auto hat ein Display mit allen möglichen Anzeigen, es verweigert aber hartnäckig, sich mit meinem Handy zu verbinden, Apple Car Play wird nur ausgegraut angezeigt, was bedeutet, dass das Display nutzlos ist und ich maximal Radio hören kann. Navi gibt es nicht, weil das übers Handy laufen müsste. Musik oder Podcasts vom Handy kann ich entsprechend auch nicht über die Autolautsprecher laufen lassen. Alle sonstigen Displayanzeigen sind für mich ebenfalls sehr unverständlich und ich habe schon ausführlich versucht, zu verstehen wie das Auto funktioniert, bin aber über die Standardbedienung nicht hinausgekommen.

Mich ärgert das maßlos, weil ich es so schwachsinnig finde, ein Auto zu konstruieren, dass sich nicht nach einigem Ausprobieren umfassend bedienen lässt und bin heilfroh, wenn ich diesen Wagen wieder gegen meinen alten Golf eintauschen kann. Der ist sieben Jahre älter, technisch aber definitiv besser drauf als dieser seltsame Corsa
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Sonntag, 27. März 2022
Seenebel und Baustellenfortschritte
Wir sind ohne Zwischenfälle wieder auf dem Festland angekommen, allerdings sind wir auch schon um 16h abgeflogen, denn es zog eine massive, tiefhängende Wolkenwand aus dem Norden rein und es drohte Seenebel.
Seenebel ist tückisch, denn er entsteht urplötzlich und innerhalb von wenigen Minuten ist die sichtbare Welt verschwunden.

Ich bin mal auf dem Strand bei Niedrigwasser, wenn zwischen Wasser und Dünen gut 800m Sandstrand liegen, in einen Seenebel geraten und hatte echt Mühe, wieder nach Hause zu finden, weil es mir nicht gelang, die Richtung beizubehalten. Eigentlich hätte ich vom Wasser aus ja nur streng gradeaus bis zu den Dünen laufen müssen, dann immer an den Dünen entlang bis zu der Stelle wo ich wohne. Eigentlich.
Eigentlich behaupte ich ja auch, man kann auf der Insel nicht verloren gehen. Bei Seenebel ist verloren zu gehen aber ein Kinderspiel, habe ich selber getestet.
Ich lief nämlich vom Wasser aus streng grade aus Richtung Dünen - und stand plötzlich wieder vorm Wasser. Ich war im Kreis gegangen und das erschreckte mich dann schon etwas.

Wie auch immer, vor Seenebel habe ich gründlich Respekt und ich drängelte also zu einem frühen Abflug, ich hatte wenig Neigung in so eine Suppe mit dem Flieger reinzugeraten.

Dies ist die Sicht Richtung Norden als wir losflogen - und das entscheidende ist das, was man nicht sieht, nämlich den Horizont.

Das wellige, was auf der Wasserlinie liegt und den Horizont überdeckt, sind Wolken - und die Front kamen schnell näher.

Unter uns war aber noch alles klar und hell, allerdings flogen schon kleine, einzelne Wolkenfetzen bedrohlich tief übers Wasser

Lütje Hörn macht immer wieder Spaß zu fotografieren, weil es so hübsch aussieht von oben. Dahinter liegt Memmert und dahinter die Westspitze von Juist.

++++++

Fotos vom aktuellen Zustand der Baustelle habe ich auch, vorher aber noch ein Foto von gestern - wir hatten nämlich reichlich Baumaterialien dabei, alles, was die Schreiner so vergessen hatten, mitzunehmen und was erst während des Einbaus auffiel. Der Gepäckraum war schon knatschevoll, so dass wir den Rest auf der Rückbank unterbrachten, im Nachhinein war es sehr praktisch, dass die Schreinerfrau nicht mitflog, es wäre eng geworden.


Und um den Fortschritt zu vergleich habe ich aus der gleichen Perspektive wie letzten Sonntag
Einmal den Eingang

fotografiert, der sich vor allem durch die inzwischen angebrachten Details wie Schlüsselkasten und Bild vom letztwöchigen Zustand unterscheidet

und dann auch noch den mittleren Flur, von dem die meisten Türen abgehen.

Hier besteht der Unterschied sehr deutlich sichtbar aus den neuen, weißen Türen.
Da die Tapete nicht geliefert wurde, sind die Türzargen vorne noch nicht endgültig befestigt, damit K noch ohne viel Gefrickel dahinter tapezieren kann, aber ich denke, den Unterschied in der Gesamtwirkung kann man auch im halbfertigen Zustand schon jetzt sehr gut erkennen.

Im Moment überlege ich noch, was ich mit dem braunen Einbauschrank auf der rechten Seite mache - ich bin noch unentschieden, ob ich den streichen sollte, oder tapezieren oder so lassen.

Die neue Matratze ist übrigens super, sie ist zwar noch nicht ganz durchgewärmt und fertig eingeschlafen, aber es ist jetzt schon spürbar, wie angenehm es sich darauf schlafen lässt.
Wir sind uns beide einig, dass die Wasserbettzeiten jetzt bald endgültig vorbei sind und wir für das neue Haus in Rheda auch ein neues Bett mit genau so einer Matratze kaufen
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Samstag, 26. März 2022
Überraschende Wendung
"Wer weiß, wofür es gut ist." sagt eine Bekannte gerne und genau das habe ich mir heute Morgen auch gedacht. Die Frau des Schreiners, die mit nach Borkum fliegen wollte, hat nämlich heute Morgen die Information bekommen, dass ihr Sohn, mit dem sie gestern Vormittag noch ausführlich zusammen war, seit heute Morgen einen positiven Schnelltest hat.
Gestern waren die Tests bei Mutter und Sohn noch negativ, deshalb ist sie ja auch mit gutem Gewissen nach Greven gekommen. Ihrer ist heute auch noch negativ, aber 1-2 Tage Versatz steckt ja immer zwischen den Anzeigen. Wir haben uns darauf geeinigt, dass sie nun doch nicht mitfliegt, denn nicht nur heute, sondern auch morgen (mit, im schlechten Fall noch weiter gestiegener Viruslast) gemeinsam zwei Stunden in dem engen Flieger zu verbringen, das hieße, das Schicksal unnötig herauszufordern.

Selbst wenn sie vielleicht gestern, wo wir am Abend länger zusammen saßen, auch schon infiziert war, so war ihre Viruslast da mit ein bisschen Glück noch so gering, dass es uns vielleicht doch nicht erwischt, wir werden sehen.

Wir sind also heute Vormittag nur zu zweit nach Borkum geflogen und hatten dabei eine faszinierende Wettererfahrung.
Denn das Wetter war gut.
Es war sogar sehr gut.
Als wir an der Küstenlinie waren, konnten wir die Insel schon sehen, das waren locker 30km Sicht, die heute Vormittag im Norden gegeben waren.

Das Faszinierende an diesem Wetter war nur die veröffentlichte Fliegerwetterlage, denn nach den offiziellen Wetterkarten war das Wetter im Norden fast unfliegbar. M8 sagte das Gafor für den Bereich Ostfriesland, was bedeutet, dass es maximal 1km Sichtweite gibt und Wolken schon ab 300m beginnen, bei diesen Bedingungen ist Sichtflug wahrhaft keine Freude, sondern eher sehr gefährlich. Deshalb wurden wir unterwegs mehrfach von den Lotsen des Fluginformationsdienstes darauf hingewiesen, dass das Wetter in Ostfriesland sehr, sehr schlecht sei und dass wir uns das mit dem vorgesehenen Ziel "Borkum" doch noch mal gründlich überlegen sollten.

Da der Schreiner aber selber ja auch ein erfahrener Pilot ist und K vor dem Abflug mit ihm telefoniert hatte und der ihm versichert hat, dass auf Borkum allerbestes Fliegerwetter sei und dass einfach die veröffentlichte Wetterlage falsch ist, sind wir mutig losgeflogen - und natürlich ohne jedes Problem durchgekommen.

Anflug auf Borkum bei M8, offensichtlich mehr als 1km Sicht


Im Haus sind die Bauarbeiten in vollem Gange, in der ersten Etage sind die neuen Türen schon drin und es gefällt mir ausgesprochen gut. Das Haus hat plötzlich eine komplett andere Atmosphäre, alles ist viel heller und frischer, ich bin sehr zufrieden, diesen Umbau beauftragt zu haben.

Am Nachmittag wurde die neue Matratze nach oben geschafft.
Zum Glück waren ja zwei starke Männer zum Anfassen da, das hätten K und ich alleine nämlich nicht geschafft. So eine Tempurmatratze wiegt über 50kg und damit locker das Doppelte der Ikeamatratze, die wir im Gegenzug nach unten getragen und gegen die zwei alten Matratzen in Ns Bett getauscht haben.

Jetzt muss die neue Matratze noch warm werden, sie stand drei Tage unten im Fahrradschuppen und war damit gründlich ausgekühlt . Kaltes Tempur ist knüppelhart.
Gemäß Hersteller muss die Matratze dann auch noch ein wenig eingeschlafen werden, damit sie genau gemütlich wird, wie die Mustermatratze im Bettenstudio, die uns so begeistert hat.
Das wird schon, aber die ersten Nächte werden wohl im wahrsten Sinne des Wortes hart
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Donnerstag, 24. März 2022
Cremesortierung
Der Tag startete schwungvoll mit einer hocheffektiven Erledigungsrate.
Ich hatte mir ja vorgenommen, mich um die Reparatur des Autos zu kümmern, das war um 9.30h abgehakt und erledigt.
Das Auto war in einer Werkstatt, die Versicherung* hatte den Auftrag bestätigt und ich war mit guter Laune in einem Leihwagen unterwegs, um mir im Hausarztzentrum mein (online vorbestelltes) Rezept abzuholen. Auch das funktionierte perfekt, die Apotheke im selben Gebäude hatte die Pillen vorrätig, um 10h war ich im Büro.
*Der Schaden wird jetzt von meiner Vollkasko bezahlt, weil der Schadenverursacher in einem ausländischen Auto ohne Versicherungsschutz unterwegs war. Damit ist der finanzielle Schaden für mich noch einigermaßen überschaubar.

Dort stockte dann allerdings der Energieschwung und wich einer immer größer werdenden Unkonzentriertheit.
Ich las und beantwortete E-Mails bis ein Mitarbeiter anrief und mich fragte, warum ich ihm auf seine E-Mail jetzt zweimal geantwortet hätte und welche Antwort denn jetzt gelte.
Da begriff ich, dass es keinen Sinn macht, derart unkonzentriert weiterzuarbeiten, suchte mir möglichst einfache Aufräumarbeiten und führte ein paar belanglose Personalgespräche.

Nach einem frühen Feierabend setzte ich mich zuhause hin und sortierte noch mal alle Cremeproben, die mir N neulich aus Berlin geschickt hat.

N ist ja runter von der Idee der Psych-Fachrichtung und arbeitet jetzt in einer großen Derma-Praxis, eine Facharztrichtung, die ich als Mutter nur auf das Ausdrücklichste begrüße.
Wenn alternde Frauen einen Facharzt gut gebrauchen können, dann ist das ein Dermatologe. Mag sein, dass ich mit meinen Macken auch einen Psychiater fulltime beschäftigen könnte, aber meine Psychomacken stören mich längst nicht so, wie Alterswarzen, juckende Haut und brüchige Fingernägel.

Wie praktisch also, dass ich genau für diese Dinge jetzt einen Expertensohn habe, der auch noch Zugang zu allen Probepackungen der einschlägigen Cremehersteller hat.
Aber auch grundsätzlich betrachtet, lasse ich mir von meinem Sohn viel lieber gut riechende Cremes verabreichen als seltsame Psychotipps.

So sah der Inhalt des Carepaketes aus, das ich diese Woche aus Berlin bekam


Und damit diese Cremesendung auch langfristig nützlich ist, hat er mir eine Liste mitgeschickt, in der alle Cremes genau aufgelistet sind und ich kann jetzt jede einzelne ausprobieren und notieren, was mir gut und was nicht so gut gefällt - und am Ende werde ich die für mich allertollste Creme gefunden haben und dann weiß ich auch, was mir Sohn 2 demnächst gezielt aus seiner Apotheke mitbringen kann :-)

Die Idee mit der Liste finde ich so gut, dass ich die jetzt noch in ein Google Doc übertragen werde, damit N meinen Testfortschritt live beobachten kann und vielleicht liefere ich ihm als Testpatient ja sogar nützliche Ergebnisse, kann man ja nie wissen.

Von Sohn2 lag übrigens auch was in dem Paket, nämlich das Impfzertifikat 5/5 im Scheckkartenformat, mit dem ich jetzt überall lässig angeben kann, weil das ja sonst kaum jemand hat. Diese Impfscheckkarten sind noch immer recht selten, aber ein 5/5 Nachweis fetzt halt richtig.
Schon aus diesem Aspekt hoffe ich ja, dass das mit der Pandemie noch eine Zeitlang anhält, wär doch sonst schade um die schöne Impfnachweiskarte
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Donnerstag, 24. März 2022
Hauspläne vorangetrieben
Heute hatten wir mal wieder einen Termin bei dem Architekten in Rheda und es sieht so aus, als wären wir nach einem Jahr Planung nun langsam auf der Zielgeraden.

Alle wesentlichen Details der aktuellen Pläne fühlen sich für uns nun stimmig und zu unseren Vorstellungen passend an.
Heute haben wir noch einige, kleinere Änderungswünsche besprochen, die letzten Varianten der Außenfassade miteinander verglichen und uns schließlich für eine Ausführung entschieden. Jetzt wird der Architekt die gesamte Planung noch einmal überprüfen und dann bauantragsreif machen.
Nach den Osterferien wollen wir die Baugenehmigung einreichen.

Der Architekt betont immer wieder, dass das wirklich ein ganz besonderes Haus wird, dass er in fast vierzig Berufsjahren schon sehr viele verschiedene Häuser kennengelernt hat, aber so ein Haus, wie das, was er für uns baut, das hat er noch nie irgendwo gesehen, es gefällt ihm aber sehr gut und jetzt, wo die Entwürfe fast fertig sind, nimmt seine Begeisterung immer mehr zu.

Ich denke, das ist ein gutes Zeichen und ich bin auch sehr froh, dass K für uns genau diesen Architekten ausgesucht hat, weil er genau die Eigenschaften in sich vereint, die für uns wichtig sind, um auf Augenhöhe mit ihm zu arbeiten.

Zum einen ist ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit die Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden. Das ist für die Architektur eines Neubaus vor allem dann von Bedeutung, wenn man nicht möchte, dass der Neubau aussieht wie ein Neubau und wenn man gerne mit traditionellen Materialien arbeiten möchte.

Zum anderen ist er bekannt für seine sorgfältige und ordentliche Arbeit. Bei ihm gibt es weder Entwürfe von der Stange oder aus dem Musterhandbuch noch mal eben etwas fix Hingerotztes. Heute hat er uns erklärt, weshalb das Haus 6,99m breit wird, weil das genau die Ziegelsteinbreite minus eine Fuge ist.

Was mir sehr gut gefällt, ist seine Art sehr genau zuzuhören, wenn man ihm etwas beschreibt und es dann handwerklich passend so umzusetzen, dass am Ende wirklich genau das rauskommt, was man sich selber vorgestellt hat, es nur nicht so passend erklären konnte.
Gleichzeitig wehrt er sich aber auch entschieden, Dinge umzusetzen, die seiner Meinung nach nicht zu dem Stil des Hauses, wie wir ihn jetzt entwickelt haben, passen.

Heute habe ich ihm in der Vorderfront des Hauses die Rundung einer Deelentür abgeschwatzt, das war sehr mühevoll, weil er zunächst meinte, das passte da gar nicht hin. Aber als ich ihm Fotos zeigte, wie ich mir das wenigstens so in etwas vorstellte und es immer weiter erklärte, ließ er sich schließlich überzeugen und meinte, er könnte es ja wenigstens mal versuchen umzusetzen, vielleicht ginge es ja doch. Jetzt bin ich sehr gespannt, was er daraus macht.

Morgen muss ich mich um die Reparatur meines Autos kümmern und um ein neues Rezept für meine Schilddrüsentabletten. Außerdem muss ich K daran erinnern, dass er im Baumarkt noch Leisten kaufen muss und ich sollte endlich mal daran denken, neues Waschpulver zu kaufen, das vergesse ich seit über zwei Monaten sehr hartnäckig jedesmal, wenn ich einkaufen gehe. Langsam wird es dringlich
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Sonntag, 20. März 2022
Haus aufgeräumt und Gedanken zum Auto
Als ich heute morgen aufwachte, hatte ich Muskelkater.
Da aber noch genug Dinge getan werden mussten, habe ich den heldenhaft ignoriert und begonnen, das Haus aufzuräumen und sauberzumachen.

Wenn am Dienstag die Schreiner kommen, sollen sie ein Haus in einigermaß ordnungsgemäßem Zustand vorfinden und keine Baustelle, damit sie gar nicht erst auf den Gedanken kommen, sie könnten beim Gehen dann auch selber eine Baustelle zurücklassen.

K hat noch zwei Bahnen Tapete angeklebt, dann war der aktuell vorhandene Vorrat an Tapete aufgebraucht, weiter geht's dann eben erst nächstes Wochenende.

Wenn man jetzt von draußen reinkommt, macht das erste Stück Flur schon mal einen guten Eindruck


Im mittleren Teil des Flurs ist die Baustelle aber noch sehr offensichtlich


Hier werden vor allem auch die neuen, weißen Türen deutlich zum geänderten Raumeindruck beitragen, darauf freue ich mich schon sehr.

Der Rückflug war relativ langweilig, das Wetter war deutlich schlechter geworden, der Luftdruck auf 1027 gesunken, es war sehr dunstig, das heißt, es gab nichts zu gucken, dafür hatten wir kräftigen Gegenwind und brauchten fast 10 Minuten länger als sonst, als wir in Münster ankamen, regnete es. Alles keine Details, die die Rückkehr aufs Festland erfreulich gestalten.

In der Borkumer Zeitung stand, dass die AG Ems die Preise erhöhen wird, weil die Energiepreise jetzt so sehr gestiegen sind, dass es sonst den Gewinn der Gesellschaft belasten würde (naja, das stand da so nicht, aber das wird der Grund sein). Ich beschloss deshalb spontan, mir noch mal fix eine Fahrkarte auf Vorrat zu kaufen, also machten K und ich noch einen Fahrradausflug ins Dorf, das war auch schön.

Nachgedacht habe ich über Mobilität und darüber, wie wichtig mir mein Auto ist.
Ich glaube, ich würde mein Auto nie freiwillig hergeben, auch nicht, wenn ich mitten in einer Stadt mit ÖPNV-Anschluss in alle Himmelsrichtungen lebte (da würde ich zwar sowieso nie leben wollen, weil Stadt und eingesperrt und Steine, Zement und Menschenmengen, alles nur mit viel Grusel besetzte Triggerpunkte), aber selbst wenn ich mein Auto problemlos durch ÖPNV ersetzen könnte, würde ich es immer behalten wollen, weil es für mich den Unterschied zwischen Tür auf und Tür zu ausmacht.

Ich meine dieses Bild, dass man sich vorstellt, man sitzt in einem Raum und fühlt sich dort vollkommen wohl. Die Tür steht sperrangelweit offen, man könnte also jederzeit rausgehen, will aber gar nicht, eben weil man sich ausreichend wohl fühlt in dem Raum. Wenn dann jedoch plötzlich die Tür zugemacht wird, ändert sich schlagartig das Wohlfühlgefühl. Eigentlich gibt es keinen Grund dafür, denn der Raum selber ist unverändert, aber plötzlich fühlt man sich eingesperrt und entwickelt das dringende Gefühl, den Raum verlassen zu wollen.

So geht mir das, wenn ich weiß, ich habe kein Auto zur Verfügung.

Wenn jetzt allerdings niemand mehr ein Auto hätte, wenn also Autos plötzlich für jeden abgeschafft würden, weil sie zB so wie Heroin als illegal eingestuft wären, dann wäre das etwas anderes.

Dann wäre es halt normal, dass es kein Auto mehr gibt. Dann richtet man sich sein Leben ohne Auto ein und natürlich wird das auch gehen. Den Menschen vor 100 Jahren ist das auch gelungen und ich sehe absolut überhaupt keinen Grund, warum das nicht möglich sein sollte.

So ein Auto ist ein nice to have, wahrscheinlich so etwas wie Heroin oder andere Drogen. Es hilft, den Alltag schöner zu machen, aber wenn man nicht mehr dran kommt, na, dann eben nicht.
Wichtig wäre nur, dass das für jeden gilt.
Klar wird es einzelne Kriminelle und ein paar hardcore Süchtige geben, die sich von solchen Verboten nicht stören lassen, aber die breite Masse hat eher wenig Bedarf, sich vorsätzlich in die Kriminalität zu begeben und außerdem ist das ja auch enorm umständlich.

Wichtig wäre halt nur, dass es wirklich für jeden gilt, dann gäbe es sicher sehr viel weniger Probleme bei der Einschränkung der Mobilität
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Samstag, 19. März 2022
Renoviert
Kurze Zwischenmeldung: im Flur und im Eingang ist die Raufasertapete komplett entfernt. (Hier jetzt bitte so ein Emoji mit Siegerfaust einfügen)

Da die Raufasertapete leider durchgängig mit Latex Farbe gestrichen war, war das Entfernen der Tapete eine recht mühselige Angelegenheit.
Da Latex Farbe nun mal nicht wasserdurchlässig ist, funktioniert die klassische Methode, nämlich einfach Tapete mit Wasser einstreichen, so dass sich der Kleister löst und die Tapete im Ganzen von der Wand abgezogen werden kann, diese sehr bequeme Methode funktioniert leider nicht bei Latex Farbe, die kann man nur einzel und zentimeterweise von der Wand kratzen.

K hat heute ungefähr 137 mal erwähnt, dass es eine total bescheuerte Idee war, die Wände mit Latex Farbe streichen zu lassen, aber leider war er mit dieser Kritik exakt zwölf Jahre zu spät.

Aber jetzt sind die Wände ja auch nicht mehr mit Latex Farbe gestrichen, aktuell sind die Wände im wesentlichen komplett tapetenfrei, da wir beim Ankleben der neuen Tapete feststellten, dass K etwas knapp kalkuliert hatte und uns genau drei Rollen Tapete fehlen.

Die habe ich inzwischen online nachbestellt, angeklebt werden kann sie aber natürlich erst nächstes Wochenende.
Immerhin ist der vordere Eingang schon mal komplett fertig und sieht auch sehr, sehr schick aus.

Im mittleren Flur haben wir jetzt so viel Tapete verklebt, wie noch da war, der Rest dann eben erst nächste Woche.

Für heute sind wir sowieso platt und k.o., insofern ist es gar nicht schlecht, dass wir wegen Materialmangel eine gute Ausrede haben, um Feierabend zu machen.

Ach, noch eine kleine Randnotiz: ich wohne hier ja direkt neben dem Inselarzt und bei dem weht heute die gelbe Fahne, da ist offensichtlich die Seuche an Bord. Leider hat er seine eigene Seuche erst sehr spät als Seuche diagnostiziert, als nämlich die Antibiotika gegen die Halsentzündung nicht wirkten.
Tja, Pech, sowas passiert, wenn man das Thema Pandemie schon abgehakt hat, da sind auch Fachleute nicht vor gefeit. Ich bin jetzt nur mal gespannt, was das mit den Inzidenzen hier auf der Insel macht, denn so ein Inselarzt als Verteiler ist sicherlich ein schicker Superspreader
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Freitag, 18. März 2022
Notizen
"Ich bin damit durch.", habe ich heute zu meinem eigenen Erstaunen über meine persönliche Haltung zum Älterwerden festgestellt.
Ich habe mich jetzt zwei Tage darüber aufgeregt, dass ich mir selber beim Älterwerden zugucke und es ätzend finde, aber jetzt ist das auch erledigt und abgehakt. Als ich heute noch mal versuchte, weitere Alterszipperlein zusammenzutragen, reagierte ich innerlich nur noch mit einem uninteressierten Schulterzucken: "na und, alle werden älter und wahrscheinlich ist das bei jedem so. Kein Grund, das weiter zu thematisieren."

Hätten wir das also auch erledigt.

Das aktuelle Weltgeschehen blende ich übrigens ähnlich erfolgreich aus, das ist sicherlich alles ganz schrecklich, was da grade passiert, aber ich kann es weder ändern noch beeinflussen und ehrlich gesagt sehe ich auch keinen Unterschied zwischen blonden, ukrainischen Kriegsflüchtlingen und dunkelhäutigen Flüchtlingen aus Afrika, die wir ja angeblich hier in Deutschland schon lange nicht mehr aufnehmen können und deshalb ohne größere Anteilnahme in Mengen auf hochseeuntauglichen Kleinbooten absaufen lassen.

Aus diesem Blickwinkel betrachtet finde ich die aktuelle Welle der Hilfsbereitschaft, die hier durchs Land schwappt, schon ziemlich bigott, aber genau deshalb halte ich es auch für sinnvoll, dass ich es alles insgesamt komplett ausblende, ich würde mich sonst nur sinnlos aufregen.

Einzelnachrichten der letzten Tage:
Der Vater hat mir einen Brief geschrieben, sich für das Paket bedankt und nebenher mitgeteilt, dass er für zwei Tage in der Klinik war, weil sein Dauerkatheter erneuert wurde und dass er sich dort prompt mit der Seuche infiziert hat und dann 10 Tage in Quarantäne war. Außer, dass er es unfair fand, 10 Tage in Quarantäne weggesperrt zu werden, hat die Seuche ansonsten wohl keine weiteren Schäden bei ihm hinterlassen. Er ist 87, Hochrisikogruppe aus multiplen Gründen, aber dreifach geimpft und nun auch noch durch Infekt geboostert, für ihn ist das Thema damit sicherlich wirklich gründlich erledigt.

Der Schreiner hat mitgeteilt, dass er für nächsten Dienstag die Fähre gebucht hat, wir kriegen also demnächst neue Zimmertüren. Zum Glück ist das Wetter grade fliegerfreundlich, so dass wir morgen rüberfliegen, um die alten Türzargen schon mal auszubauen und dann den gesamten Flur zu tapezieren. Sind insgesamt sechs Türzargen, die wir raushebeln müssen, ich glaube, so eine Tätigkeit ist perfekt als Aggressionsabbautherapie.

Ich hatte C gefragt, ob sie mitkommt und hilft. Erst hat sie abgesagt, weil sie sich für das Wochenende schon verabredet hatte, heute rief sie an und sagte, sie könne doch mitkommen, die Freundin, mit der sie gestern 12 Stunden nonstop in einem Raum verbracht hat, hat heute einen positiven Schnelltest vorgewiesen und sie ginge davon aus, dass sie sich auch angesteckt haben muss, weshalb damit ihre Wochenendpläne hinfällig sind und sie nun gerne mit nach Borkum käme.
Pech für sie, dass wir sie nun auch nicht wollen…

Die bestellte Tempurmatratze befindet sich "in Auslieferung". Da ab Dienstag die Schreiner da sind, hat sich das Problem, wer die Matratze die Treppe hoch trägt, auch gelöst.

Im Büro hat sich jetzt der erste Mitarbeiter zum dritten Mal mit Corona krankgemeldet, zwei weitere sind derzeit zum zweiten Mal damit infiziert, irgendwann fällt es schwer, diese Pandemie noch ernst zu nehmen.

Der Architekt hat neue Pläne für das Haus geschickt, es sieht so aus als ob es sich langsam dem Planungsende nähert und wir dann demnächst mal eine Baugenehmigung beantragen können.
Nach einem beruflichen Termin mit einer Lichtplanerin (gewerbliches Objekt) ist mir allerdings aufgefallen, dass wir dieses Thema noch gar nicht bearbeitet haben und dass ausgerechnet Licht sich in unserem Haus ganz sicher als große Herausforderung präsentieren wird. Aber vielleicht kann ich ja auch privat von den beruflichen Kontakten profitieren.

K hat sich nebenbei neulich mal eben online einen Tesla bestellt, diese Autos kann man nur online kaufen, ich finde das schon etwas schrägt. Geliefert wird er im Mai und er muss ihn sich in Dortmund abholen, im Münsterland gibt es keine Teslaniederlassung. Inzwischen sind die Preise bei Tesla gestiegen, er könnte den noch nicht gelieferten Wagen jetzt schon mit Gewinn weiterverkaufen. Verrückte Welt.

Mein Auto ist immer noch kaputt, ich hatte noch keine Zeit, mich um eine Reparatur zu kümmern, ist aber auch nur ein Blechschaden und stört nicht beim Fahren, so what.

Saharasand macht schöne Himmelsfarben


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