anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Donnerstag, 9. Mai 2019
Shoppingtour
Heute war mal wieder Werksverkauf bei Annette Görtz und seitdem ich reich bin, ist das einer meiner Lieblingseinkaufstermin. Denn seitdem ich reich bin, leiste ich mir tatsächlich auch ab und zu Neuware, wenn sie sich denn auf einem vertretbaren Preisniveau bewegt, meinen ungebremsten superedelschickimicki Luxusdesignermarkentick kann ich ansonsten ja nur auf dem Flohmarkt oder second hand realisieren.
Da mir so gut wie alle Teile aus den Kollektionen von Annette Görtz gefallen und die Teile meiner Meinung nach auch komplett zeitlos sind, finde ich es völlig egal, dass es beim Werksverkauf natürlich nur Teile aus der Vorjahreskollektion gibt, ich würde auch welche aus Kollektionen von vor 10 Jahren zurück nehmen und den Unterschied zur aktuellen Variante im Zweifel nicht bemerken. Was ich allerdings sehr wohl bemerke ist der Preisunterschied zwischen den normalen Ladenpreisen und den Preisen bei diesem Lagerverkauf. Im Laden kosten die Teile gut das drei- bis fünffache oder noch mehr, aber bei Rabatten von 70%-90% kann man sich dann auch mal Hosen für 400 Euro Ladenpreis leisten.
Die Lagerverkaufspreise liegen also ungefähr auf dem Niveau von Esprit oder ähnlichen Durchschnittsmarken, wenn man die regulär kauft und wenn ich mir das klarmache, ist die Überwindung gar nicht mehr so besonders groß, bei diesem Speziallagerverkauf fröhlich zuzuschlagen, er findet ja auch nur zweimal im Jahr statt.
Da sich die Rabatte also wirklich lohnen und die Designerin auch recht beliebt ist, ist der Andrang bei diesen Lagerverkaufstagen immens, die Leute reisen tatsächlich aus der gesamten Republik an. Zielgruppe sind Frauen um die 50 und älter aus der gehobenen Mittelschicht, aber seitdem Menocore zu einem Trend geworden ist, tauchen auch immer mehr jüngere Frauen auf dieser Veranstaltung auf. Die kommen allerdings entweder alleine oder als Begleitung ihrer Mutter - Frauen ohne interessierte Tochter bringen dagegen gerne ihren Mann mit, das Ehemänner-Småland ist gleich vorne im ersten Raum, ich könnte mich jedesmal kringelig lachen, wenn ich die Jungs da geduldig wartend rumsitzen sehe.


Ich habe mich heute dort mit meiner Schwester getroffen, wir zwei hatten einen ausgesprochen fröhlichen Vormittag (hoch lebe die Gleitzeit) und ich habe auch noch hochbeglückt genau so eine Hose gefunden, wie ich mir erst letzte Woche überlegt habe, dass ich nach so einer Hose mal Ausschau halten müsse. Ich wünschte mir nämlich eine graue, gradegeschnittene Lederhose und genau die gab es dort heute. In meiner Größe und auch noch aus Stretchleder, besser hätte ich es mir nicht wünschen können.

Den Nachmittag habe ich dann im Büro verbracht, wo ich aber auch nicht lange geblieben bin, denn heute Abend sollten die Terrassenstühle abgeholt werden, was übrigens perfekt und pünktlich geklappt hat. So sollte ebay immer funktionieren.

Insgesamt also ein ausgesprochen schöner und erfolgreicher Tag, da stört es noch nicht mal, dass ich morgen diverse Termine habe und kein Homeoffice einschieben kann
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Mittwoch, 8. Mai 2019
Anwaltsgespräch beim Spanier und Bau einer Präsentation
Zwischendurch gibt es dann auch immer wieder so Tage wie heute, wo die Arbeitszeit nur so verfliegt, weil es grade gut läuft und man Spaß hat an dem, was man da macht.
Um 19h hatten wir uns mit einem befreundeten Anwalt beim Spanier verabredet, so sind auch Anwaltstermine was Angenehmes. Das Essen war super und ich freue mich, endlich mal wieder ein Lokal entdeckt zu haben, wo sich auch ein zweiter Besuch lohnt. Dass ich in den meisten Fällen beim Testen eines neuen Restaurants immer irgendetwas am Essen zu nörgeln habe, finde ich zwar selber ätzend, aber wie soll ich es ändern, wenn in den meisten Restaurants so unlecker gekocht wird.
Doch dieser Spanier war prima Und so habe ich mich nicht nur über das leckere Essen gefreut, sondern auch darüber, dass wir da demnächst noch mal hin gehen können.

Im Büro war nicht sehr viel los, so dass ich tatsächlich endlich mal die Zeit hatte, einige Stunden ungestört und konzentriert an einer neuen Präsentation arbeiten zu können, die mir im Konzept schon seit Wochen vorschwebt, wo ich aber auch immer wusste, dass es eine echte Herausforderung sein wird, das praktisch umzusetzen. Aber heute habe ich schon mal die ersten fünf Folien mit der Einführung erstellt, da war ich anschließend auch angemessen stolz
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Sonntag, 5. Mai 2019
Schneller Samstag
Hui, ist dieser Tag schnell vergangen.

Ich bin für einen Samstag recht früh aufgestanden, weil heute der erste Samstag im Monat ist und am ersten Samstag im Monat ist in Greven immer Flohmarkt in der Fußgängerzone, wo ich sehr gerne hingehe, denn dort verkaufen nur Privatleute ihren eigenen Kram, also keine Händler und keine Neuware und damit noch ein richtig echter, klassischer Flohmarkt mit richtig viel echtem, klassischen Flohmarktkrempel, aber eben auch einigen wirklich schönen Schätzen dazwischen.
Die nächsten ersten Monatssamstage werde ich alle nicht in Greven sein, deshalb hatte ich mich schon richtig auf diesen Samstag gefreut.
Das Wetter war ja ziemlich miserabel angekündigt, aber bis 12h hielt es sich tapfer, dann setzte allerdings innerhalb von wenigen Minuten ein richtig dicker Schnee- und Hagelschauer ein, man glaubt es ja nicht, aber nach 20 Minuten war auch schon wieder alles vorbei und liegengeblieben ist auch nichts. Ich war grade fertig mit dem Flohmarkt und auf dem Rückweg zum Auto - auf den letzten 300m bin ich dann aber doch noch ziemlich dick beschneit worden, wenn man sonst nichts erlebt, hat man jetzt wenigstens was zu erzählen.

Dann bin ich noch eben (noch mal) Einkaufen gefahren, bei Lidl gibt es grade Kaninchen und K sagte, er hätte noch nie Kaninchen gegessen, was wir dann morgen mal ändern werden.

Als ich nach Hause kam, war K grade fertig mit Rasen mähen, wir haben uns ein wenig unterhalten, er hat meine Flohmarktschätze bewundert und dann sind wir noch mal gemeinsam nach Münster gefahren,

Baumarkt, Gartencenter und Fahrradläden standen auf der Liste, Erkenntnis des Tages: Die Beratung im Baumarkt war prima, wir haben jetzt zwei Pötte Kreidefarbe und Versiegelungswachs gekauft, weil ich das Schiffsregal auf Borkum streichen möchte, aber Fahrradläden am Samstag sind blöd, weil komplett überlaufen und außerdem deutlich viel teurer als im Internet. Wenn ich schon wegen Überfüllung keine Beratung bekomme, dann kann ich auch im Internet bestellen und wenigstens Geld sparen.
Im Gartencenter habe ich einen Minirechen erworben, das war der gesamte Großeinkauf, aber irgendwie hatte ich auf mehr plötzlich keine Lust mehr.

Als wir gegen gefühlt 16h wieder zu Hause waren, war ich doch sehr erstaunt, dass die Uhr schon 19.30h zeigte. Der Tag war einfach verflogen, es stand aber noch sehr viel Aufräumen und Saubermachen auf dem Plan.
Die gestern erworbenen Terrassenmöbel standen noch immer nicht komplett ausgepackt zwischen Bergen von Verpackungsmüll im Wohnzimmer rum, dazwischen lag mittlerweile aber auch reichlich Grasschnitt, weil K den Rasenmäher einmal quer durchs Haus getragen hat, er hat halt auch den Vorgarten gemäht.
Die Küche sah aus wie ein Schlachtfeld, weil ich gestern nach dem Brathähnchenessen nix mehr aufgeräumt oder sauber gemacht hatte, bevor ich also heute etwas Neues kochen konnte, musste erst der Kram von gestern verschwinden.

Jetzt ist alles wieder ordentlich und wir sind beide satt.
Ich habe eine Lauch-Käse-Hack-Suppe gekocht und nebenher auch noch das Kilo Rhabarber, was ich vom Markt mitgebracht habe, kleingeschnitten, das wird morgen zu Sirup weiterverarbeitet.

Sonst steht für morgen gar nichts auf dem Programm - auch mal schön
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Samstag, 4. Mai 2019
Endlich wird die Terrasse neu möbliert
Freitage mag ich, da bleibt in aller Regel nach dem Büro noch genug vom Tag übrig, um auch mal dies und das zu machen, hier ein wenig rumstöbern, dort etwas angucken, durch den Tag treiben lassen und es schön finden.
Auf dem Rückweg vom Büro war ich bei Lidl, um die Wochenendvorräte zu aktualisieren und eigentlich wollte ich auch noch die Terrassenstühle kaufen, die es dort grade gibt, weil ich die schweren Teakstühle, die ich vor elf Jahren aus MG mitgebracht habe, jetzt endgültig leid bin.
Aber dann konnte ich mich bei den Stühlen doch nicht recht entscheiden, weil so ganz perfekt gefielen sie mir plötzlich nicht mehr, also habe ich nur frisches Obst und Gemüse und eine Biomaispoularde erworben. Mir war nach Brathähnchen, habe ich schon lange nicht mehr gemacht.
Zu Hause habe ich dann ausgiebig Rezepte geguckt, weil ich dachte, ich kann ja mal experimentieren und dabei auch ein Rezept für Tomaten-Avocado-Salat gefunden, was sich so lecker anhörte, dass ich es dringend ausprobieren musste.
Das Besondere bei diesem Rezept sind die frisch getrockneten Cherrytomaten, die man dafür mit ausreichend Vorlauf erst mal anderthalb Stunden im Backofen dörren muss und dann müssen sie auch noch wieder kalt werden, bevor man sie in den Salat wirft, ein wunderbares Rezept für Freitage, an denen man so früh zu Hause ist, dass ausreichend Vorlaufzeit für solche Experimente gegeben ist.
Cherrytomaten hatte ich im Haus, sogar in größeren Mengen (die schrumpeln durchs Dörren ganz schön zusammen, besser also man macht mehr als man meint, dass man braucht). Dazu Tomaten halbiert auf ein Backblech legen (Backpapier drunter macht total Sinn), mit Tomatensalz bestreuen und mit Olivenöl beträufeln und dann anderthalb bis zwei Stunden bei 150° einschmurgeln lassen.
Wenn die kalt sind mit einer Handvoll frischer Cherrytomaten (halbiert), zwei kleingeschnittenen Avocados, einer in sehr feine Ringe gehobelten roten Zwiebel und einer Handvoll kleingehacktem Koriander mischen und mit einer Vinaigrette aus dem Saft einer halben Limone, etwas Agavendicksaft, Salz, Pfeffer und Olivenöl (Öl:Limonensaft=2:1) übergießen.
Fertig. Kann man nochmal machen.
Außerdem habe ich noch ein Brathähnchenrezept gefunden, bei dem das Hähnchen mit einer kleingeschnittenen Zitrone, Zwiebeln und Rosmarin gefüllt wurde (Füllung nur für den Geschmack, nicht zum Essen), solche Kombinationen muss ich natürlich ausprobieren und ja, es war essbar.
Weil mir für den Tomaten-Avocadosalat noch eine Avocado fehlte, bin ich dann noch mal losgefahren, diesmal zu Aldi, die hatten auch Terrassenstühle, die gefielen mir plötzlich ausnehmend gut und schwupp - hatte ich so viel gekauft, dass ich zwei hochbeladene Einkaufswagen durch die Kasse balanzierte und draußen den Inhalt dann in mein Auto basteln musste. Aber ich sag's ja immer wieder: So ein Cabrio ist ein verhinderter LKW, mit Dach auf, passt mehr rein als in einen SUV.
Ich hatte Spaß an der Menschentraube, die sich schnell als Zuschauermenge bildete und mir dabei zu sah, wie ich mein Auto belud. Insgesamt hatte ich erworben:
eine große Sitzbank zum Klappen (hier war vor allem die Verpackung so riesig, dass sie zB in Ks Auto gar nicht reingepasst hätte), die passenden Auflagen dazu, vier Terrassenstühle zum Klappen und zwei "Fußhocker" zum Klappen (diese Fußhocker waren der Auslöser, weshalb ich genau diese Terrassenmöbelserie haben wollte. Ich spekuliere darauf, dass jetzt niemand mehr meinen Klavierhocker auf die Terrasse schleppt, nur weil er die Beine hochlegen will.)
Passte natürlich problemlos ins offene Cabrio und ich fuhr meine Einkäufe zufrieden nach Hause.

Im Moment stehen sie noch alle im Wohnzimmer rum, weil keiner Lust hatte, die Terrasse umzuräumen, aber das kriegen wir morgen bestimmt hin
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Donnerstag, 2. Mai 2019
Tag mit Arbeit und Feuer
Wunderschöner Feiertag heute.
Den ersten Mai mochte ich schon immer gern als Feiertag, weil er auch in der Kindheit nur mit positiv besetzten Erinnerungen verknüpft ist. Es gab keine lästigen, kirchlichen Verpflichtungen, die Eltern hatten nix mit der Arbeiterbewegung zu tun, der Tag ging also eigentlich niemanden wirklich etwas an, es war einfach nur geschenkt frei und das war toll.
Außerdem durfte man ab dem 1. Mai die verhassten Strumpfhosen weglassen und endlich kurze Strümpfe tragen, was ich auch kompromisslos tat, egal wie kalt oder warm das Wetter war.
Das mit den Strümpfen kontrolliert schon lange keiner mehr, aber der Rest ist immer noch gleich. Ich habe immer noch nichts mit irgendeiner Art von Arbeiterrevolution am Hut und dass dieser freie Tag nicht irgendeinem kirchlichen Anlass geschuldet ist, gefällt mir immer noch sehr.
Außerdem war heute schönes Wetter und so gegen Mittag waren wir tatsächlich ausgeschlafen genug, um freiwillig aufzustehen, um endlich mal den Garten und die Terrasse sommerfit zu machen.
Rasenmähen haben wir vorsichtshalber unterlassen, wir wussten nicht, ob man das am 1. Mai tun darf, aber es gab ja noch genug sonstige, leise Arbeiten und so haben wir den Tag der Arbeit genutzt, um mal wirklich zu arbeiten.


Wir haben die Terrasse freigeräumt und gesäubert und außerdem noch den Bambus im Garten abgeschnitten und am Abend im Feuertopf verbrannt.
Trockener Bambus brennt ganz hervorragend, es war ein Fest


Im Garten blühen seltsame Pflanzen, die Vergißmeinnicht haben sich gewaltig vermehrt, die anderen kenne ich nicht, sie sehen aber hübsch aus.


Weil es gestern kein Brot mehr gab, als ich abends einkaufte, habe ich heute kurzerhand selber welches gebacken und weil ich mich nicht entscheiden konnte, ob ich ein helles oder ein dunkles Brot haben möchte, habe ich gleich von jeder Sorte eines gebacken und beide noch warm angeschnitten und probiert - selbstgebackenes Brot ist schon etwas sehr Feines.

Als noch alle Kinder im Haus waren, habe ich unser Brot fast ausschließlich selber gebacken, da lohnte sich das auch, denn es kam regelmäßig vor, dass ein Brot noch vor dem Abkühlen komplett verschwunden war. Jetzt, wo wir nur noch zu zweit sind, hat mich da ein wenig der Schwung verlassen, ich weiß gar nicht warum, ich sollte mich doch öfter mal aufraffen, weil es halt schon deutlich leckerer ist als ein gekauftes.

Am Abend haben wir auf der frisch geputzten Terrasse gegrillt und dem Bambusfeuer zugesehen, insgesamt ein wirklich schöner Tag, schade, dass jedes Jahr nur einen 1. Mai hat
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Freitag, 26. April 2019
Gelesen, gejätet und Tortilla gebacken
Letzter Urlaubstag, da war mir noch mal nach gaaanz gründlich schlunzen.
Zum Aufstehen und Duschen hatte ich deshalb vor 15h keine Lust, bis dahin bin ich einfach mit Buch im Bett geblieben, wenn es nach mir geht, könnte das gerne Dauerzustand werden. Bücher habe ich noch genug.
Heute habe ich "Bin ich schön?" von Doris Dörrie gelesen und es hat mir sehr gut gefallen. Es sind einzelne Geschichten, die auf gewisse Art doch zusammengehören, aber es gibt keine durchgehende Handlung. Jede Geschichte steht für sich und beschreibt das Leben bzw. ein paar Tage aus dem Leben einer Frau und in jeder Geschichte hatte ich das Gefühl, die hätte auch in meinem Leben stattfinden können. Es war nicht mein Leben - aber ich kannte quasi alle Frauen. Es passte damit aber auch gut meinen gestrigen Überlegungen, als ich mich mal wieder über ein paar Menschen gewundert habe.
Und in diesen Geschichten kommen eben auch nur Menschen vor, die ich im Zweifel genau so sehen würde, wie sie beschrieben sind - und wundere mich dann eben, warum Menschen so leben und warum Menschen überhaupt so sind. Ein wenig beruhigt mich, dass wohl nicht nur ich mir diese Fragen stelle.

Dann meldete sich die letzte der Frauen, die noch ein Teil aus meiner Verschenkaktion abholen muss, sie schrieb, ob ich heute Abend um 18h zu Hause bin, dann käme ihr Mann und hole das Teil ab.
Diesmal klappte das mit dem Mann aber leider nicht so gut wie gestern bei der anderen Frau, bis jetzt ist zumindest noch niemand hier aufgetaucht.
Dabei kann ich ihn nicht übersehen haben, denn von 17.45h bis 18.45h habe ich draußen vorm Haus das Blumenbeet saubergemacht. Ich dachte, das ist eine gute Idee, damit ich bestimmt kein Klingeln überhöre, im Ergebnis finde ich es rückwärts betrachtet aber gut, dass es überhaupt die Ankündigung gab, sonst hätte ich mich wahrscheinlich nicht zu der Gartenarbeit aufgerafft.
Jetzt habe ich ein vorbildlich gejätetes Blumenbeet, ich hatte gestern bei Lidl noch drei kleine Pöttchen "Pink Kiss" Staudennelken mitgenommen, die sind jetzt vernünftig eingepflanzt und gegossen, kann niemand sagen, ich kümmer mich nicht um die Außenanlagen.

K hat derweil das Fahrrad meiner Mutter repariert, da hatte sich ein Nagel durchs Vorderrad gebohrt und für einen Plattfuß gesorgt, jetzt ist der Schlauch geflickt und wieder stramm aufgepumpt, außerdem hat er die Kette geölt, wenn meine Mutter also demnächst hier Urlaub macht, kann sie problemlos mit ihrem alten Rad über die Insel radeln - solange, bis sie sich wieder einen neuen Nagel in den Reifen fährt....

Außerdem hat K heute endlich das Loch neben der Spülmaschine fertig tapeziert und alles wieder zusammengebaut. Da er die vordere Kante des Abschlussbretts an der Spüle noch sauber weiß lackieren wollte (das muss dann 48h trocknen, dann schleifen, dann noch mal pinseln, dann wieder trocknen) hat das alles etwas länger gedauert, aber jetzt ist es fertig und sieht sehr schön aus


Wenn der Mülleimer und der Kramwagen wieder an der Stelle stehen, wo sie hingehören, sieht man zwar nicht mehr viel von der schönen Verkleidung, aber zu wissen es ist Platin ist ja auch etwas wert, nicht wahr?

K ist natürlich auf die weißen Kanten am stolzesten, das Außenbrett wurde ja mit grüner Tafelfarbe lackiert und war schon seit dem Winter fertig, das Brett neben der Spüle ist aber auch sehr ordentlich geworden.


In der neuen Mikrowelle habe ich heute erfolgreich eine Tortilla mit Pilzen gebacken. Wir hatten noch Pellkartoffeln von gestern und im TK war noch eine Tüte Pfifferlinge, außerdem gab es einen angefangenen Sahnebecher und noch ein paar andere Reste sowie reichlich Eier - ich habe einfach alles zusammen in eine Tarteform gekippt (naja, so geschichtet, wie es sich für eine Tortilla gehört) und dann mit der Kombifunktion Mikrowelle und Grill für 11 Minuten gebacken - perfekt.
Ich glaube, es war eine gute Entscheidung, dieses Gerät zu kaufen
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Dienstag, 23. April 2019
Konzert und Radtour mit Stromausfall
Über mein Kräuterbeet freue ich mich ja schon wieder ausführlich.
Selbst der Salbei, den ich im Dezember mit C gemeinsam komplett abgeerntet und runtergeschnitten hatte, kommt wieder, der Majoran hat den Winter ebenfalls gut überstanden und der Rosmarin schickt sich grade an zu einem insularen Großmarin zu werden, so wie der grade wächst.
Dem Schnittlauch geht es gut und die Petersilie sprießt auch schon wieder eifrig und im gesamten hinteren Teil des Beetes wächst unser Mojitogewürz, es wird ein cocktailhaltiger Sommer werden.
Das Basilikum hat es natürlich nicht übern Winter geschafft, aber ich habe zwei fast abgeernetete Pötte schon wieder ausgepflanzt, mal sehen, wie die sich dort durchsetzen.


Ansonsten: Die Kinder sind heute wieder abgefahren, J hat die alte Mikrowelle mitgenommen und sich damit einer wahrlich abenteuerlicher Logistikherausforderung gestellt, denn er musste sie nicht nur auf die Fähre tragen, sondern von dort zum Zug und dann zweimal umsteigen, Berlin ist schließlich nicht direkt hinter Emden und so eine Mikrowelle auch kein echtes Kleingerät. Schon gar nicht die, die er jetzt dabei hat, denn das ist auch noch ein Kombigerät mit Ofen, Grill und Mikro in einem, aber so hat er endlich einen Ofen in seiner Wohnung, und wenn er heil mit dem Teil in Berlin ankommt, haben die zwei sicherlich eine ganz persönliche Beziehung aufgebaut. Hatte ich schon erwähnt, dass er außer seinem normalen Reiserucksack mit der Standardhardwareausstattung auch noch eine große Reisetasche mit der Schmutzwäsche der letzten zwei Wochen dabei hat, die jetzt wieder sauber ist und deshalb natürlich auch mit zurück nach Berlin muss?
Sonst wäre die Rückreise auch sicher zu langweilig geworden....

K und ich waren am Nachmittag in der Dünenklause, wo Albertus Akkermann, unser mittlerweile fernsehbekannter "singender Wattführer" aus Borkum ein kleines Privatkonzert gab. Drei Stunden hat er gesungen und sich selber auf dem Akkordeon begleitet, einfach grandios. Die Dünenklause ist genau auf der anderen Seite der Insel, wir haben den Ausflug dorthin mit einem kleinen Extraschlenker zu einer angenehmen Radtour ausgebaut, auf dem Rückweg verabschiedete sich dann aber die Batterie meines Fahrrads und ich durfte auf die harte Tour mal wieder bemerken, wie widerlich der stramme Ostwind als Gegenwind ist, wenn man nur mit Muskelkraft gegenan strampeln muss. So ein E-Bike ist nur dann eine feine Sache, wenn die Batterie noch Saft hat.
Dann fing auch noch meine Statt-Fahrradhelm-Airbag-Halskrause an zu piepen, auch die musste also dringend aufgeladen werden, hat aber durchgehalten, bis wir zu Hause waren.
Morgen früh um 9h Massage, eigentlich könnte ich mir diese Sorte Leben als Daueralltag auch sehr gut vorstellen. Sind ja auch nur noch fünf Jahre und dieses - rückwärts betrachtet ist das ein Fliegenschiss. Vor fünf Jahren ist CW gestorben und es fühlt sich immer noch so an, als wäre das gestern gewesen.
Also gehe ich mal davon aus, dass die nächsten fünf Jahre genauso schnell vergehen werden, vor allem, wenn ich bedenke, was wir in der Zeit noch alles vorhaben bzw. was bis dahin alles erledigt werden muss. Es wird also auf alle Fälle eine spannende Zeit
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Montag, 22. April 2019
Leises Schaffen
Weil heute Sonntag war, durften wir keine Dinge mit Krach machen. Rasen mähen fiel damit genauso aus wie Holz hacken und die Hecke mit der Motorsäge stutzen.
Aber Fenster putzen geht natürlich und Tapezieren auch.
C und J haben jeweils gemeinsam die Fenster in ihren Zimmern geputzt, wenn man das richtig gründlich mit Reinigung aller Ritzen und Rillen in und um die Rahmen macht, dann kann man sich schon mal gut einen Nachmittag damit beschäftigen. Ich habe die Fenster in meinem Bastelzimmer und im Treppenhaus inklusive Rahmen und Ritzen geputzt und K hat alle Fenster geölt und nachgestellt. Außerdem hat K begonnen das Loch zwischen Spüle und Spülmaschine zu tapezieren, ist nur eine kleine Stelle, aber unendlich kniffelig. Vor allem musste erst mal die alte Tapete runter, was besonders mühsam war, da sie ohne Makulatur direkt aufs Holz geklebt worden war, aber nach einigen Stunden weichen, kratzen und spachteln ging es voran und jetzt muss nur noch eine Seite tapeziert werden, allerdings muss vorher noch die Außenkante weiß lackiert werden und dafür wiederum muss das Holz nach dem Abweichen der Tapete erst wieder getrocknet sein.
Bis alles fertig ist, dauert es also noch, aber es ist auf einem guten Weg.

Ein weiterer Lichtblick des Tages war ein Interessent für die alte, kaputte Spülmaschine, der sie auch tatsächlich abgeholt hat, fand ich natürlich ganz prächtig.

Am Abend kramten die Kinder en Springseil raus und spielten Seilspringen auf der Straße, ich fand dann noch ein langes Gummiband und schlug vor, dass sie doch auch mal Gummitwist hüpfen könnten. Passanten, die vorbeikamen, waren allesamt ganz begeistert ob dieses alten Kinderspiels, was man heute so gut wie nirgends mehr sieht, dabei stellten beide Kinder fest, dass das Springen über die Gummibänder gar nicht so leicht ist, aber Spaß macht.
Morgen früh fahren die Kinder wieder ab, wir haben aber noch eine Woche Urlaub, sehr beruhigend
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Samstag, 20. April 2019
Ostersommertag
Es wird immer wärmer, heute war schon kurze Hose, T-Shirt und barfuß in Sandalen angesagt, ich hatte mir im ersten Versuch noch eine lange Jeanshose mit Sneakern und ein langärmeliges Hemd angezogen, weil ich dachte, das sei eine passende Bekleidung für die Gartenarbeit, die ich mir für heute vorgenommen hatte, habe aber schon nach einem Zehntel Beet bemerkt, dass ich dringend luftigere Kleidung tragen sollte.
Den Rest des Tages habe ich also im Hochsommeroutfit verbracht, erst gegen 19h wurde mir kalt.

Die Kinder haben heute den Rasen beim Vaterhaus gemäht, das ist ein großes Grundstück mit viel Rasen, der auch schon wieder ganz schön hoch gewachsen war, also eine recht anstrengende Arbeit, aber vor allem C. sprüht grade vor Energie und zieht ihren Bruder dann mit, sehr positiv, für alle Beteiligten.

K und ich haben das Kräuterbeet frühjahrsfit gemacht, das sieht jetzt alles sehr gut aus vor der Küchentür.
Dann war mir nach Fensterputzen, bzw. ich wusste, dass die Rahmen mal ganz dringlich gründlich gereinigt werden müssen, vor allem in der ersten Etage, und das taten wir dann auch.
Im Obergeschoss sind jetzt alle Fenster und alle Rahmen von innen, außen und innendrin pikobello sauber, nur das Veluxfenster im Bad fehlt noch, dafür fehlte dann schließlich die Energie.

Zum Abendessen gab es Pilzrisotto, jetzt sind alle satt und k.o. und keiner hat Lust auf Osterfeuer.
Also liegen wir alle schon im Bett
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Samstag, 13. April 2019
Letzter Tag
Alles erledigt, ab sofort: Urlaub.
Abschluss des Tages im Planetarium mit der Premiere eines Films über Außerirdische.
Fachlich habe ich nichts verstanden - aber ich habe wunderschöne Fotos gemacht

Ich hätte ja angenommen, da zeigt jemand Aufnahmen von Amöben unter einem Elektronenmikroskop, offiziell sollten damit aber wohl mögliche Erscheinungsformen von außerirdischem Leben dargestellt werden.

Hübsch waren auch die Planeten

All die Fotos habe ich einfach mit dem iPhone gemacht, während im Planetarium der Film lief. Das Schöne im Planetarium ist ja, dass man da niemanden störend oder Sichgt versperrend vor sich sitzen hat, weil sich alles über einem abspielt. So lässt sich auch die "Leinwand" wunderbar fotografieren.

Störend bei Abendveranstaltungen in so einem Rahmen (nur geladene Gäste, weil Premiere) sind die Damen, die sich extra für den Abend schön gemacht haben, weil sich die meisten dafür auch schön duftend eingenebelt haben. Es war olfaktorisch eine echte Herausforderung.
Hat jemand einen Tip, wie man einer Dame taktvoll beibringt, dass sie stinkt wie ein tibetanischer Wanderpuff und dass sie viel mehr Sympathien gewinnen würde, wenn sie einfach komplett auf Parfüm verzichtet und es vielleicht nur mal mit Seife probiert?
Heute Abend war es wirklich mehrfach SEHR grenzwertig
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