anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Mittwoch, 23. Mai 2018
Dienstag
J. fragte mich vorhin, ob ich grade den Blues bekomme, da ich übermorgen wieder arbeiten muss, weil ich so unmotiviert in der Ecke stand und so lustlos guckte, aber mein Durchhänger heute Abend hatte nichts mit dem anstehenden Büroalltag zu tun, sondern damit, dass ich das Gefühl hatte, heute den ganzen Tag kaum etwas geschafft zu haben, und dabei habe ich zu keiner Zeit bewusst rumgeschlunzt.
Aufgewacht irgendwann gegen halb neun, ein bisschen Internet gelesen und mich darüber geärgert, dass meine Urlaubs-Alltags-Fernsehserie (also die Serie, die ich nur gucke, wenn ich morgens um 9h noch entspannt weiter im Bett liegen kann) jetzt nicht mehr um 9h wiederholt wird, sondern um 7.20h, aber um die Zeit gucke ich Morgenmagazin und versorge mich mit den Tagesneuigkeiten, damit werde ich die Serie überhaupt gar nie mehr sehen, was jetzt nicht wirklich schlimm ist, aber irgendwie schon ärgerlich, weil statt dessen um 9h auf ARD jetzt genau das gleiche läuft wie im ZDF, nämlich irgendeine Live-Krimskrams-Sendung, also irgendetwas, was mich schon nach 5 Minuten langweilt, da mein Bedarf an Krimskrams-Geplauder schon durch das Morgenmagazin für den Rest des Tages gedeckt ist.
Aber wahrscheinlich hat das Live-Krimskrams-Geplauder im ZDF eine höhere Einschaltquote als die Wiederholung einer Dailysoap in der ARD und das kann die ARD natürlich nicht auf Dauer ertragen, weshalb sie jetzt das gleiche Programm macht wie das ZDF, was ihre bisherigen Zuschauer zwar sicher vergrätzt, dem ZDF aber sicher Zuschauer abjagt - das nennt man Wettbewerb und der scheint für die gebührenfinanzierten, öffentlich-rechtlichen Rundfunksender sehr wichtig zu sein.
Wenn ich König von Deutschland wär, dann würde ich den öffentlich-rechtlichen mal ganz gepflegt jede Sorte Kannibalismus Wettbewerb untereinander verbieten. Aber mich fragt ja keiner.
Nach dem ich mich ausreichend geärgert habe, bin ich aufgestanden, weshalb es dann plötzlich schon nach 11h war, weiß ich nicht. Auf alle Fälle habe ich J. mobilisiert, denn der geht am Wochenende auf eine Veranstaltung, wo der Dresscode "smart casual" heißt, und natürlich hat der Herr seine schwarze Jeans im Internat gelassen.
Wir sind deshalb ins Dorf gefahren und haben erst in den Billigläden geguckt, komplett erfolglos, dafür aber dann im teuersten Laden des Ortes eine sehr schöne sandfarbene Chino von Closed gefunden, die nicht nur haargenau passt, sondern mit 20€ auch noch einen sehr attraktiven Sonderpreis als Einzelstück hatte. Manchmal muss man Glück haben.
Dann habe ich noch mein Fährticket auf morgen umschreiben lassen und bin wieder nach Hause gefahren. Dort habe ich bis zum späten Nachmittag am PC gesessen und war im Wesentlichen nur damit beschäftigt, die Daten und Fotos zusammenzustellen, die ich brauche, wenn ich für das vom Onkel gekaufte Mietshaus neue Fenster in Auftrag geben möchte, denn das muss dringlich geschehen.
Nebenbei habe ich noch eine Maschine Wäsche gewaschen und aufgehangen (u.a. die Bettwäsche von dem abgereisten Besuch), eine Wäschespinne habe ich ja immer noch nicht, aber ein neues System, die Wäscheständer zu stabilisieren, damit sie nicht ständig umgeweht werden. Hat leider nur so mittelgut funktioniert, erst wurde der Wäscheständer umgeweht (als er schon fast trocken war) und dann hat auch noch die Nachbarin ihren Rasensprenger angeworfen, der genau auf meinen umgefallenen Wäscheständer sprengte, was ich insgesamt einfach nur superscheiße suboptimal fand, aber was will man machen.
Am Abend sind wir dann noch zum Vater gefahren und haben ein paar Einkäufe für ihn erledigt, außerdem habe ich den Mietern in dem Haus nebenan angekündigt, dass ich morgen mit einem Handwerker die Fenster besichtigen werde.
Gegen 19.30h waren wir wieder zurück und wollten mal wieder grillen, weil von Samstag noch so viel Fleisch übrig geblieben war und weil wir ja auch insgesamt grade in allumfassender Grilllaune sind.
Mein Lieblingsgrillfleisch sind zur Zeit Gemüsespieße, also haben wir auch davon reichlich gemacht


Richtig explodiert ist übrigens der Kräutergarten, den ich Anfang April ja noch komplett gesäubert und ohne Grün hinterlassen hatte, Anfang Mai wucherte dort schon wieder alles, jetzt hat J. mal für Ordnung gesorgt und die raumgreifende Minze ein wenig in ihre Schranken gewiesen.


Naja, als ich auf alle Fälle heute Abend so auf dem Tag zurückblickte, da hatte ich zwar das Gefühl ich wäre den ganzen Tag beschäftigt gewesen, aber wirklich was Konkretes ist im Grunde nicht dabei rausgekommen.

Und so ein vertüddelter Tag, der macht mich dann mehr unzufrieden als ein Tag, an dem ich den gesamten Tag mit Ansage und sehr erfolgreich gechillt habe, weil mir mit so wenig Output ein ganzer Tag Anstrengung als Input einfach uneffizient vorkommt.

Morgen geht es dann wieder zurück aufs Festland
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Donnerstag, 17. Mai 2018
Grillgemüse
Im Moment verläuft mein Leben mal wieder sehr einseitig. Außer Büro und schlafen passiert nicht viel.
An mein Teilzeitfasten habe ich mich schon so gewöhnt, dass ich nur noch einmal am Tag etwas esse, nämlich abends wenn ich zu Hause bin.
Gestern war mir nach Gemüsespießen, meine neue Leidenschaft seitdem wir diesen Tischgrill haben und „mal eben den Grill anwerfen“ gar kein Problem ist.
K. findet die Gemüsespieße auch sehr lecker, er muss aber auch immer noch etwas fleischiges grillen, sonst fehlt ihm das richtige Grillfeeling. (Nur für Gemüse den Grill anschmeißen ist ihm peinlich).
Durch Zufall haben wir entdeckt, dass gegrillte Hähnchenspieße kalt viel besser schmecken als warm, Also grillen wir nach den Gemüsespießen jetzt immer noch Hähnchenspieße zum kalt werden lassen und K. ist zufrieden.
Gestern haben wir also Gemüsespieße gegrillt und heute schon wieder. K. hat da irgendwie Blut geleckt.

Insgesamt dauert so ein Grillabend dann weniger als eine Stunde ruckzuck ist alles fertig und die Küche wieder aufgeräumt, eine bequeme Sache.
Und lecker. Gemüse vom Grill schmeckt schon deutlich besser als aus der Pfanne.

Im Moment sieht es jetzt aber erst mal so aus als ob wir die nächsten Tage vorwiegend kaltes Hühnchen essen werden, K. hat wirklich sehr ausdauernd auf Vorrat gegrillt
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Sonntag, 13. Mai 2018
Grill 2.0
Seitdem wir in Greven diesen Tischgrill haben, hat K. seine Leidenschaft fürs Grillen wiederentdeckt.
Ich selber fand Grillen eigentlich immer eine relativ umständliche Methode, sich etwas zu essen zuzubereiten,
ich habe es in meinem Leben auch genau einmal selber probiert, aber wenn irgendjemand anderes den Grill anwirft und bedient - nun, dann soll es mir recht sein.

Der Tischgrill ist allerdings wirklich eine sehr praktische Angelegenheit, denn dabei muss niemand mehr aufstehen und im Grunde funktioniert dann Grillen wie Fondue - jeder kümmert sich um sein eigenes Essen.
Auf Borkum haben wir aber nun keinen Tischgrill (ja, ich weiß, ich hätte auch gleich zwei kaufen können, aber kann ich denn ahnen, dass das Teil wirklich so toll ist?), also, hier haben wir keinen, hier haben wir nur einen sehr wackeligen Viereck-Grill, der noch immer nicht vernünftig zusammengebaut ist - und ich glaube, seit 2015 hat den auch keiner mehr benutzt.

Aber heute haben K. wohl Grillgelüste gepackt, wir haben in Greven jetzt schon mehrfach gegrillt und es war immer sehr lecker - K. wollte also heute grillen.
Deshalb hat er den Grill inspiziert, der seit Jahren unberührt im Schuppen steht und beschlossen, dass er erst mal vernünftige Schrauben kaufen wird, um den Grill dann insgesamt noch mal ganz vorn vorne neu zusammenzusetzen. So geschah es und K. erwarb hochprofessionelle Edelstahlschrauben im örtlichen Baumarkt - insgesamt haben die Schrauben jetzt deutlich mehr gekostet als der Grill. Aber egal, dafür wird aus dem Wackelgestell jetzt ein stabiles Gerät.

Insgesamt hat K. dann mehr als drei Stunden an dem Grill herumgeschraubt, was aber vor allem daran lag, dass er jedes Arbeitsgang mehrfach machen musste - denn der erste Versuch war grundsätzlich verkehrt, was er aber immer erst merkte, wenn er fast fertig war, deshalb wurde dann alles wieder auseinandergeschraubt und noch mal neu zusammengesetzt. K. meint natürlich, das sei der Grill schuld, billigster Grillwagenschrott aus Oldenburg, muss gleich neben Taiwan liegen oder die benutzen Oldenburg nur als Umschlaglager. Egal, der Grill ist miese Billigware, was man schon daran erkennt, wie kompliziert es ist, ihn zusammenzuschrauben.

Aber irgendwann war er dann fertig, allerdings waren die unteren Bodenbretter immer noch falsch rum eingeschraubt, um das zu ändern, hätte er aber wirklich ALLES wieder aufschrauben müssen, also wurde beschlossen, das jetzt so zu lassen und die hässlichen Schrauben, die nun so seltsam aus dem Gestell herauspiekten, (eben weil das Bodenblech falschrum eingesetzt ist. Hätte er es gedreht, zeigten auch die Schrauben nach innen, aber herrjeh, ein wenig Schwund ist immer), diese Schrauben haben wir jetzt einfach dekoriert.
K. nannte es "Pimp the Schrott" und kam auf die Idee, ein blauweißes Schleifenband einfach um das falsch eingesetzte Bodenblech und die hervorstechenden Schrauben zu wickeln, dann fällt das gar nicht mehr auf.


Als Endergebnis haben wir jetzt einen wirklich wunderschönen Grill mit blauen Rettungsringen und Seehunden (habe ich in meinem Kramfundus gefunden) - und das anschließende Essen hat auch wirklich vorzüglich geschmeckt.

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Mittwoch, 9. Mai 2018
Bürobüro
Heute war Besprechungstag.
Bis Mittags mit einem Energieingenieur und verschiedenen Technikern zusammengesessen und viel über die verwaltungsrelevanten Folgen einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach gelernt.
Wer meint, er könne sich in Deutschland den Strom einfach selber machen und hätte dann mit nichts was zu tun, der irrt gewaltig. Wenn ich selbst erzeugten Strom verbrauche, muss ich die Netzbetreiber dafür entschädigen, dass ich das Stromnetz nicht benutze. Nennt sich EEG-Umlage und ist schon eine schräge Sache.

Anschließend verschiedene Organisationsbesprechungen (wie organisieren wir die Arbeitsabläufe so, dass am besten keiner mehr etwas zu tun hat), außerdem diverse Telefonate und zwischendurch immer wieder der verzweifelte Versuch, auch noch was richtiges zu arbeiten, daran bin ich heute grandios gescheitert.

Morgen kurzer Tag mit Ortswechsel. Do-So auf Borkum, das Wetter soll ja wieder schlechter werden
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Sonntag, 6. Mai 2018
Geschafft
1 Gürtel
1 Pullover
2 Paar Schuhe
3 Anzüge und
7 Hemden
war die Ausbeute des Tages.

Belohnt haben wir uns dann abends mit einer großen Portion Sushi


Jetzt sind wir wieder zu Hause, beide Jungs sind komplett ausgestattet für den Abiball, alle sind zufrieden, es war ein erfolgreicher Tag
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Freitag, 4. Mai 2018
Strumpfhosen, Wolkenherzen und Fliedersträuße
So kurze Wochen sind schon schön, irgendwie habe ich viel mehr Schwung, wenn ich weiß, dass nach drei Tagen schon wieder Wochenende ist.
Morgen ist zudem ein spannendes Wochenende, denn wir haben eine Familieneinkaufstour geplant. Alle drei Kinder kommen nach Greven und dann fahren wir gemeinsam los und kaufen Anzüge für die Jungs und ein schickes Kleid für C., weil wir in sechs Wochen auch alle gemeinsam auf J.s Abiball gehen.
K. meint, er könnte auch mal wieder ein paar Klamotten vertragen, das beste wird also sein, wir fahren mit zwei Autos, damit wir nicht durch mangelndes Kofferraumvolumen beschränkt sind. Geplant ist ein Ausflug ins ostwestfälische, da gibt es verschiedene Herstelleroutlets, das bedeutet, man hat reichlich Auswahl an allem.
Am Samstag wollen wir auf alle Fälle zu Windsor und zu Seidensticker und dann mal schauen, was wir noch so finden, ich freu mich schon.

Als wir neulich im Sauerland waren, habe ich ja die Gelegenheit genutzt und bin bei Sockenfalke im Outlet gewesen - das war auch toll. Falkesocken sind zwar selbst im Outlet noch recht gründlich teuer - (gut 20€ für ein Paar Socken finde ich teuer), aber nachdem ich mir in einem Anflug von Verschwendungssucht (und dem gemurmelten Mantra "ich bin jetzt reich, ich darf das Geld ausgeben") dort fünf Paar Socken gekauft habe, bin ich jetzt in akute Liebe zu diesen genialen Socken verfallen. Sie sind auch tatsächlich 20€ wert. Und wenn ich das nächste Mal im Sauerland bin, haue ich noch mehr Geld auf die Socke den Kopf.
Heute habe ich dann das erste Mal die Strumpfhose angezogen, die ich mir auch bei Falke gekauft habe - und was soll ich sagen? Große Liebe schon vor dem Anziehen, denn endlich habe ich wieder ein Strumpfhose die die Nähte richtig und sinnvoll verteilt hat: die Seite mit der Einernaht ist vorne und die Seite mit der Zweiernaht ist hinten - wenn alle Strumpfhosen so klassisch aufgebaut wären, gäbe es nie mehr Probleme mit falschrumangezogenen Strumpfhosen, bei denen sich die Füße hartnäckig nach hinten drehen, mit der Folge, dass sich der gesamte Strumpf am Bein windet.
So sieht eine ordentliche Strumpfhose aus:


Der Tag begann mit Liebe und ich fand auf dem Rückweg vom Büro noch mehr Liebe - nämlich ein großes Wolkenherz am Himmel, kurz vor der Ortseinfahrt nach Greven.


Und weil ich so gute Laune hatte und das Wetter so schön war, habe ich K. überredet, noch eine Runde Fahrrad zu fahren und die Heckenschere mitzunehmen, dann könnten wir doch ganz zufällig an der großen Fliederhecke vorbeifahren, die steht nämlich in voller Blüte.
Gesagt getan - jetzt haben wir einen Riesenfliederstrauß im Wohnzimmer stehen


und das gesamte Haus duftet intensiv nach Flieder, es ist wunderschön
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Dienstag, 1. Mai 2018
Dies und das und allerlei erledigt
Zusammenfassung des Tages: Ja, ich war tatsächlich einigermaßen produktiv heute.
Nachdem ich J. zur Fähre gebracht hatte, bin ich ins Dorf gefahren und habe für die nächsten anstehenden Termine Fährkarten gekauft und so dafür gesorgt, dass das leidige Thema Reservierung/Platz auf der Autofähre bis zu den Sommerferien schon mal gelöst ist. Anschließend waren wir in der Drogerie und haben die notwendigen Bestände an Deo, Sonnencreme und Shampoo wieder aufgefüllt bzw. ersetzt. Ersetzt habe ich die Bestände im Bereich "Deo" - in einem großen Wut-/Ekelanfall habe ich neulich alle Deos in Müll geworfen und die Maxime ausgegeben, dass hier künftig nur noch Anti-Transpirants benutzt werden.
Ich neige wirklich nicht zu Körpergeruch, (es gibt ja Menschen, die haben sogar wenn sie frisch geduscht sind schon einen strengen Eigengeruch), aber diese albernen Deodorants, also diese Duftsprühdöschen ohne Aluminium, die sind wirklich ein derart überflüssiger Blödsinn, das sogar ich anfange streng zu riechen, wenn ich so etwas benutze.
Sonnencreme habe ich auch ersetzt - weil ich inzwischen begriffen habe, dass die Sonnencremealtbestände allesamt einen Lichtschutzfaktor von 0 haben, da sich die Schutzwirkung einfach im Lauf der Zeit von ganz alleine verflüchtigt.
Dann sind wir beim Onkel vorbeigefahren und haben mal wieder den Computer aktualisiert und allerlei Kleinkram geklärt, der in den letzten Wochen so aufgelaufen ist.
Das gleiche habe ich dann beim Vater auch erledigt (ohne Computeraktualisierung, der will zum Glück keinen benutzen), dafür kümmere ich mich hier um die "Großeinkäufe". Außerdem habe ich verschiedene Telefonate mit Handwerkern, Behörden und Versicherungen geführt und dann war es auch schon Abend und ich habe aus den Kühlschrankresten einen superleckeren Salat mit Beilagen gezaubert, insgesamt also alles sehr erfolgreich.
Das Wetter war eher bescheiden. Zwischendurch schien zwar immer wieder mal die Sonne und man schöpfte Hoffnung und dachte sich: "Geht doch, jetzt fahre ich mit dem Rad." - mit dem Ergebnis, dass man jedesmal gründlich nass wurde. Aber man gibt ja die Hoffnung nie auf
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Montag, 30. April 2018
Gemüsepfanne, Fresskoma und Nachtspaziergang
So ganz haute das mit den guten Vorsätzen und den Bürokramarbeiten heute nicht hin, ich bin mal wieder an meiner akuten Unlust und einem noch akuteren Anfall von Spontanmüdigkeit gescheitert.
Nachdem wir sonntäglich passend und üblich erst nach 13h aufgestanden waren (bis dahin lagen wir im Bett, haben gelesen und uns unterhalten), habe ich in der Küche begonnen, das Tagesessen vorzubereiten. Seitdem ich dieses Teilzeitfasten betreibe, esse ich schon aus diesem Grund nur noch eine Mahlzeit pro Tag, was mir grundsätzlich aber sowieso sehr gelegen kommt, denn Frühstück fand ich schon immer überflüssig und das klassische Mittagessen versetzt mich für den Rest des Tages in ein Fresskoma, eigentlich ist also abends meine bevorzugte Essenszeit. Da der Rest der Familie aber anders Hunger hat, koche ich jetzt ein Tagesessen und jeder isst wann und so viel wie er Hunger hat.
Heute gab es Ratatouille mit Reis.

Ich bin ja bekennender Tütenaufpimper und diese Ratatouille-Tüte von Knorr liefert echt eine wunderbare Grundwürzung und Konsistenz, ich schmeiße nur halt grundsätzlich viel mehr Gemüse als nur die drei Paprika laut Tütenanweisung in die Pfanne und würze zusätzlich mit Pepperoni, Knoblauch und reichlich Pfeffer aus der Mühle.

Da ich davon dann aber relativ früh (so gegen 15h) eine große Portion gegessen habe, setzte eben jenes besagte Fresskoma ein und ich habe mich um 16h kurzerhand ins Bett gelegt und erst mal bis 18h geschlafen.
Am Abend teilte mir J. mit, dass er schon morgen wieder fährt, da er Mittwoch seine Matheklausur schreibt und im Internat ab Montagmittag ein Sondertermin mit einer Mathelehrerin stattfindet, die alle Fragen, die beim Lernen in den letzten Wochen auftauchten und nicht selbst geklärt werden konnten, morgen versuchen wird, noch mal in letzter Sekunde vor der großen Klausur zu erklären.
Für mich hieß das, ich musste die Tüte Gambas, die ich für morgen als Essen geplant hatte, dann doch schon heute machen, denn ich hatte sie ja extra wegen J. gekauft.
Also gab es heute Abend noch eine große Portion Gambas al ajillo - danach war ich dann wirklich bis zum Platzen voll.
Nach einem kurzen Check der Wetter-App, die anzeigte, dass die Gewitter grade alle außer Reichweite sind, habe ich mich mit K. zu einem Verdauungsstrandspaziergang aufgemacht und wir haben die neue Taschenlampe mitgenommen.
Diese modernen LED-Lampen leuchten schon außergewöhnlch hell und weit, herrliches Spielzeug.


Da ich morgen ja zu einer regulären Uhrzeit aufstehen muss, um J. zur Fähre zu bringen, sehe ich guten Chancen, dass ich auch den Rest des Tages etwas produktiver sein werde
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Freitag, 27. April 2018
Dumdideldum Donnerstag
Grundsätzlich war der Tag sehr schön, wenn auch deutlich kürzer als geplant. Aber von Anfang an:
Heute war Lagerverkauf bei Annette Görtz und da dies meine Lieblingsdesignerin ist, weil ich den Stil mag und weil fast alles, was von diesem Label kommt, wunderbar in meinen Kleiderschrank passt, war dieser Termin schon lange in meinem Kalender geblockt, denn die allerbesten Sachen gibt es natürlich am ersten Tag und dann sollte man auch möglichst direkt bei Öffnung schon da sein.
Viele Jahre lang habe ich mir die Sachen von Annette Görtz nur Second Hand leisten können, denn die Ladenpreise sind derart abgefahren, dass ein Neukauf einfach kategorisch ausschied. Bis ich dann von diesem Lagerverkauf erfuhr. Der findet zweimal im Jahr statt und da wird die alte Kollektion um 80%-90% reduziert angeboten. Dann wird der Spaß durchaus bezahlbar, vor allem weil die Mode von Annette Görtz sowieso derart zeitlos ist, dass aus meiner Sicht kein Unterschied zwischen der Kollektion 2010 und 2018 ist.
Beim letzten Lagerverkauf bin ich ja in diesen Pulloverrausch gefallen und so war ich sehr gespannt, was es diesmal für spannende Schnäppchen geben würde.

Insgesamt war meine Auswahl heute etwas breiter gestreut, von Sonnenkäppi über Strandtasche bis hin zu einem kompletten Sommeroutfit war alles dabei.


Dieses Sonnenkäppi oder diese offene Schirmmütze (keine Ahnung, wie man das Teil nennt, auf dem Foto oben links) finde ich besonders praktisch, denn beim offen Fahren passiert es oft, dass die Sonne so blöd blendet, (eben weil das Dach weg ist), dass man nur mit so einem Schattenschutz vor über den Augen noch vernünftig gucken kann, Sonnenbrillen helfen nichts, da die Sonne quasi "von oben" hinter die Brille scheint. Ich habe mir schon mal irgendwann so ein Teil auf dem Flohmarkt gekauft - aber jetzt habe ich ein schickes schwarzes und bin sehr zufrieden damit.

Weitere Beutestücke waren ein weißes, mehrteiliges Sommeroutfit (zwei bzw. drei verschiedene dünne weiße Kleider, die man alle übereinander anziehen kann, dann ist nichts mehr durchsichtig) und eine passende Strandtasche. Außerdem eine braune weite Hose aus ganz interessantem Material (90% Leinen mit Metall und irgendwelchen Polyfasern versetzt, fühlt sich schön fest an und trägt sich gut) und ein braunes, durchsichtiges Kleid, dass man über eines der weißen Unterkleider ziehen kann (gleicher Schnitt, nicht auf dem Bild.)


Die Bilder links habe ich aus dem Katalog geklaut, den Zweiteiler unten rechts habe ich dort aber nicht gefunden, deshalb nur selbstgeknipst.

Und schließlich habe ich noch eine Hose mit einem ganz lustigen Muster gekauft.

Links oben die Katalogversion, in echt ist jede Hose aus dieser Reihe aber anders und es gab auch verschiedene Schnittformen. Ich habe die Variante mit den etwas weiteren Beinen gewählt, ist entschieden bequemer und sieht nicht so nach Presswurst aus.

Gegen 14h war ich wieder zuhause, auf dem Rückweg bin ich abenteuerlustig durch alle möglichen ostwestfälischen Dörfer gefahren statt langweilig immer nur der Bundestraße gradeaus zu folgen, war eine schöne Tour und hat Spaß gemacht.

Nachdem ich dann aber meine Einkäufe ausgepackt, noch mal bewundert und schließlich weggeräumt habe, war ich plötzlich so müde, dass ich mich aufs Bett gelegt - und dann den Rest des Tages bis vorhin verschlafen habe.

Morgen ist nur ein halber Tag Büro geplant - spätestens um 13.30h will ich hier losfahren, damit ich genug Zeitpuffer habe für die 16.45h Fähre
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Montag, 23. April 2018
Grillen im Regen
Heute wollte ich unbedingt mal wieder auf einen der "Münsteraner Sonntagsflohmärkte" gehen, denn es hatten sich verschiedene Dinge angesammelt, die ich dort erledigen wollte.
Die "Münsteraner Sonntagsflohmärkte" werden immer von demselben Veranstalter organisiert und finden an regelmäßig wechselnden, grundsätzlich aber immer gleichen Locations statt. Heute war Flohmarkt am Mediamarkt in Münster. Viele Händler haben ein festes Abo bei diesem Veranstalter gebucht, d.h. man muss nur nachschauen, an welchem Ort diesen Sonntag der Flohmarkt stattfindet und weiß dann mit hoher Wahrscheinlichkeit, welche Händler man dort finden wird.
Bei mir hatten sich verschiedene Uhren angesammelt, bei denen die Batterie getauscht werden musste und für zwei Uhren wollte ich gerne ein neues Armband haben - alles Arbeiten, die ich am liebsten von dem Uhrmacher erledigen lasse, der regelmäßig auf diesen Sonntagsflohmärkten einen Stand hat, denn bei diesem Menschen weiß ich, dass er tatsächlich selber Uhrmacher ist (und nicht selbsterlernter Batterientauscher, wie die allermeisten Anbieter auf den Märkten). Außerdem wollte ich zu dem Lampenhändler, den ich auch nur auf diesen Märkten finden kann, denn eine meiner LED-Tischlampen hat einen kaputten Trafo und bei diesem Händler bin ich sicher, dass er mir den genau passenden Trafo besorgen wird.
Außerdem habe ich letzte Woche mal wieder Kleidung aussortiert und hatte die Idee, die besten Stücke meinem Lieblings-Secondhand-Klamottenhändler auf dem Flohmarkt quasi wieder "zurückzugeben". Das fände ich einen guten Kreislauf: Ich bezahle ein kleines Entgelt dafür, dass ich die Kleidungsstücke solange tragen kann, wie ich will, wenn ich sie nicht mehr tragen will, gebe ich sie zurück und der Händler "verleiht" sie gegen das nächste kleine Entgelt an den nächsten Nutzer. Das ist doch ein wirklich sinnvoller und gleichzeitig ökonomischer Kreislauf.
Leider war mein Händler heute nicht da, also liegt der Sack mit den aussortierten Klamotten immer noch im Auto.
Aber der Rest ist erledigt: Uhrenbatterien und -armbänder sind getauscht, der Trafo ist bestellt und außerdem war auch mein Lieblingsparfümhändler heute da und hatte auch noch meine Lieblingsspezialparfums dabei (aus der "Un Jardin...-Serie" von Hermès), so dass ich genau richtig Nachschub besorgen konnte für die zu 3/4 leeren Flaschen. (Dieser Händler verkauft die unbenutzten Tester der großen Parfummarken zu einem besonders günstigen Preis, nur leider sind meistens genau die Parfums, die ich gerne hätte, schon wieder ausverkauft, aber heute habe ich gleich zwei ergattern können, das heißt große Freude auf meiner Seite.)

Gestern war ich ja mit J. schon auf dem deutlich kleineren) Samstagsflohmarkt und dort habe ich u.a. einen Tischgrill erworben. Also, nix elektrisches, sondern ein echter Grill mit Holzkohle, aber so konstruiert, dass er auf einem Korpus aus weißem Porzellan sitzt und eben auf dem Esstisch (draußen) betrieben werden kann.
Vor Jahren habe ich so einen Grill schon mal im Laden gesehen, aber 239,- € waren mir damals einfach zu viel für diesen Spaß. Gestern konnte ich so einen Grill aber für 10,-€ erwerben und da dachte ich mir, dass jetzt das Risiko überschaubar geworden ist. Wenn mir das alles nach dem ersten Ausprobieren viel zu lästig und umständlich ist und ich davon ausgehen kann, dass ich es nicht nochmal machen werde, dann sind 10,-€ immerhin ein derart geringer Betrag, dass man die Fehlinvestition verkraften kann.
Und so kam es, dass wir gestern noch Grillfleisch einkauften (Lammfilet und Thüringer Würstchen) und heute Abend habe ich dann noch Kräuterbaguette und Salat dazu fertig gemacht, denn der neue Tischgrill sollte schließlich unbedingt ausprobiert werden.
Zusammenfassung: Es war saulecker.





Grade als die Kohlen so heiß waren, dass wir uns an den Tisch setzen und dem Fleisch beim Garwerden zuschauen wollten, machte das Handy "Pling" und Böenradar teilte mit, dass es kurzfristig zu einem mittelschweren Niederschlag in Greven kommen wird.
Das kurzfristig war dann sehr kurzfristig, schon zwei Minuten später goß es in Strömen und blitzte und donnerte in einem fort, wir rutschten deshalb so weit wie möglich unter die Balkonüberdachung auf der Terrasse und freuten uns über diesen Tischgrill, denn so konnten wir tatsächlich bei strömendem Regen noch gemeinsam draußen sitzen und mussten nicht mit den Tellern nach drinnen wandern und den armen Grillchef alleine draußen brutzeln lassen.
"Draußen", also außerhalb der schützenden Balkonüberdachung, war es ziemlich nass und dunkel

aber da musste dann ja auch keiner von uns hin
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