Die vierteljährliche Aufsichtsratsitzung ist mal wieder geschafft, da ist die Stimmung vorher immer leicht angespannt, denn grundsätzlich weiß man ja nie, ob da nicht unerwartet irgendetwas vorgetragen oder gewünscht wird, mit dem man nicht gerechnet hat, deshalb nicht darauf vorbereitet war und mit dem man darum auch nur sehr schlecht umgehen kann.
Ich weiß gar nicht, ob überhaupt schon mal etwas Schreckliches in einer Aufsichtsratssitzung passiert ist, zumindest nicht, seit dem ich an diesen Sitzungen teilnehme und trotzdem meint man immer, es könnte ja sein und ist deshalb sehr froh, wenn sie endlich vorüber sind.
Anschließend war ich noch mal im Büro und habe meinen Arbeitsplatz urlaubsfein gemacht, die papierene Inbox ist auf Null, der Mülleimer dafür recht voll.
Gegen halb fünf fiel mir auf, das es schon 16:30 Uhr ist und ich ja eigentlich noch nach Emsdetten fahren wollte, weil da diese Woche Spezial Werksverkauf bei Emsa ist und ich einen dringenden Bedarf an diesen luft- und wasserdicht erschließenden Frischhalte-Click-Boxen habe.
Also wurden die letzten Aufräumarbeiten im Büro etwas oberflächlicher, ich raffte meinen Computer und meine sonstigen Mitnehmen-Dinge zusammen und fuhr Tanken.
Das fiel mir zum Glück nämlich auch noch ein, denn wenn ich morgenfrüh um 5:00 Uhr los fahre, habe ich bestimmt keine Lust mehr, noch tanken zu gehen.
Von dort weiter nach Emsdetten, um 17:30 Uhr Ankunft beim Werksverkauf ohne Zwischenstopp zu Hause, d.h. in komplettem Aufsichtsrat-Outfit, ließ sich nicht vermeiden.
Der Werksverkauf hat sich mal wieder gründlich gelohnt, ich besitze jetzt Frischalteclipdosen für eine mindestens zwölfköpfige Familie, viel hilft viel.
Ich besitze jetzt aber auch eine neue Metallkasserolle, ich überlege, ob ich da nun vorsichtshalber irgendwie: „Achtung, Küchenzubehör, nicht wegwerfen!“ einritze, aber K. meint, er hätte es gelernt. Nun, wir werden sehen.
Hier zu Hause habe ich dann angefangen, alles zusammenzuräumen, was ich mitnehmen will nach Borkum, da ich alleine im Auto unterwegs bin, ist ja reichlich Platz.
Außerdem habe ich noch eine Maschine Wäsche angeworfen und die Spülmaschine gestartet, ich hoffe K. & J. hinterlassen das Haus hier einigermaßen ordentlich, wenn sie Sonntag nachkommen
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Im Januar fand der Onkel ein altes Sparbuch von sich, hier war die letzte Eintragung aus dem Jahr 2000, also noch in DM, und da es Bank, bei der dieses Sparbuch geführt wurde, auf Borkum nicht gibt, gab er mir das Sparbuch mit, ich solle auf dem Festland mal zu der Bank sehen und schauen, wie ich an das Geld komme.
Zufällig waren beide Sparbücher von derselben Bank und heute bin ich endlich mal in Münster in die Filiale gegangen, um dort die Sparbücher zu präsentieren und wenn möglich so viel wie geht gleich bar abzuheben.
Aber was Sparbücher angeht, hat sich die Bankenwelt wohl gründlich verändert. Erstens ist es plötzlich so, dass nur der eingetragene Eigentümer abheben darf und dazu muss er persönlich erscheinen. Eine Vollmacht kann erteilt werden, aber dazu muss der eingetragene Eigentümer auch persönlich in der Bank erscheinen.
Im Fall von CW ist das ein Problem, denn der ist verbrannt und im Fall des Onkels ist es ein Problem, weil der auf Borkum sitzt und eben nicht mal einfach so bei dieser Bank vorbeikommen kann. Und für so einen kleinen Betrag wie 100 € lohnt es sich auch eindeutig nicht, deshalb extra aufs Festland zu fahren.
Insgesamt bin ich also ziemlich unerledigter Dinge wieder gegangen und ärgere mich jetzt schon die ganze Zeit vor mich hin, weil ich das alles sehr blöde finde, aber noch keine Idee habe, wie ich das lösen könnte
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Zwar nicht sehr lange ganz draußen, im Sinne von draußendraußen, sondern vor allem draußen im Sinne von lange im Auto draußen rumfahren, dann an einem relativ weit weggen Ort Leute für eine Besprechung treffen, dann noch verschiedene andere Locations anfahren, besichtigen und in Läden einkaufen, wo ich noch nie war. (das war der schönste Teil.)
Das Wetter bestand heute aus einem strahlend blauen Himmel und wenig Wind - ideales Fliegerwetter und es war auch reichlich Verkehr in der Luft. Mich faszinierten dabei die Kondensstreifen, die die Flieger hinterließen, denn wenn man manche Streifen so anguckt, hat man das ungute Gefühl, einige Piloten fliegen Schlangenlinien oder zuppeln ab und zu unkontrolliert am Steuerhorn rum, weil in einem ansonsten graden Kondensstreifen plötzlich ein seltsamer Zacken ist. Es gibt aber auch Kondensstreifen, da fehlt mittendrin ein Stück - Motoraussetzer? Dann wieder gibt es einen Kondensstreifen, der nur ganz klitzekurz ist - wo mag da der Rest hingekommen sein?
Und manchmal sieht es so aus, als ob zwei Flieger nebeneinander im Formationsflug unterwegs waren, ich war auf alle Fälle heute gut damit beschäftigt, mich als Fährtenleser am Himmel zu betätigen.
K., mein trockener Westfalenmann kommt mir jetzt mit irgendwelchen seltsamen physikalischen Erklärungen, ich glaube, die möchte ich gar nicht hören, ich finde meine Theorien alle viel spannender.
Das hauptsächliche Ziel meines heutigen Ausflugs war der zweithöchste Berg Nordrhein-Westfalens, dort hatte ich eine berufliche Besprechung, und wenn man schon mal da oben ist, dann kann man ja auch wenigstens einmal kurz durch die Landschaft wandern, da liegt schließlich tatsächlich immer noch ein bisschen Schnee und bei diesem strahlenden Sonnenschein macht es selbst mir Spaß, tatsächlich richtig draußen rumzulaufen.

Auf dem Rückweg habe ich dann noch einen Abstecher zu Sockenfalke gemacht - die haben einen ziemlich attraktiven Werksverkauf in Schmallenberg, sagen wir mal so: Es hat sich gelohnt.
Schmallenberg ist überhaupt ein richtig hübsches Städtchen, das gefiel mir gut, ansonsten ist mir das Sauerland aber entschieden zu holländisch und mit Bergen habe ich es ja eh nicht so
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Bis mittags lagen wir einfach gemütlich im Bett und ich habe immerhin die Hälfte der offenen Beiträge in meinem feedreader nachgelesen.
Dann habe ich die Dusche geschrubbt und mich anschließend angezogen. Dann wollte ich die Pilling-Fusseln von einem Pullover wegrasieren und war dabei mal wieder so ungeduldig, dass ich ein Loch reingeschnitten habe. Über so etwas kann ich mich maßlos ärgern, weil es komplett meine eigene Schuld ist und ich vorher wusste, dass so etwas passieren kann, denn es war ja nicht das erste Mal.
Nachdem ich mich wieder abgeregt habe, habe ich Nähzeug geholt und weil ich dann grade dabei war, die sonstigen, wartenden Nähsachen auch gleich erledigt.
K. hat derweil im Garten erst die Kletterrose und dann den Bambus zurückgeschnitten und die herumfliegenden Blätter zusammengeharkt.
Weil die Biotonne schon durch die Rosenäste randvoll war, kamen wir auf die Idee, den Rest einfach zu verbrennen und dabei endlich die Feuerschale einzuweihen.
Tolles Ergebnis, dieser Feuerkorb zieht wie Teufel, macht richtig Spaß, damit zu zündeln.

Beim Wurschteln im Garten haben wir auch die neuen Nachbarn kennengelernt, die demnächst neben uns einziehen werden, es folgte eine spontane Kaffee-Einladung und das gute Gefühl, künftig sehr nette Nachbarn zu bekommen.
Außer drei Maschinen Wäsche und einem gesaugten Erdgeschoss habe ich zwar nicht mehr von meinem „dashausmussendlichmalwiedergründlichgeputztwerden-Plan“ geschafft, aber trotzdem fühlt es sich an wie ein guter Tag
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Ich war heute nämlich in der Stadt und Teufel auch ist das anstrengend.
Als ich so gegen 16:00 Uhr im Büro von einer akuten Unlustwelle überrollt wurde, habe ich kurzerhand meine Sachen zusammengepackt, aber statt einfach nach Hause zu fahren, kam ich auf die Idee, ich könnte ja auch mal in die Stadt fahren.
Ich glaube, ganz allein einfach so in die Stadt gefahren, bin ich überhaupt noch gar nie. Wenn ich in die Stadt fahre, ist meistens irgendein Besuch dabei. Besucher von auswärts sind ja regelmäßig der festen Überzeugung, Münster wäre eine faszinierende Stadt und müssen deshalb unbedingt dahin fahren.
Ich kann das nicht wirklich beurteilen, also das mit der Faszination, da ich Städte durchgängig schrecklich finde. Zu groß, zu voll, zu laut, zu eng, überhaupt zu alles weshalb ich in aller Regel keinen Sinn darin sehe, mich in diese Menschenmengen zu stürzen.
Ich gehe zwar gerne Einkaufen, aber mit meinem seit fast 30 Jahren auf Flohmärkten antrainierten Preisgefühl, ist es für mich ziemlich aussichtslos, in normalen Geschäften etwas zu finden, was mir Spaß macht, zu kaufen.
Trotzdem war mir heute nach „ich fahr mal in die Stadt und guck mal, was es da so gibt.“
Die erste Erkenntnis war dann allerdings die Erfahrung, was es in der Stadt nicht gibt, nämlich Parkplätze. Meine Güte ist das ätzend, bis man in Münster einen Parkplatz gefunden hat, der noch so weit in fußläufiger Entfernung zur Innenstadt liegt, dass man nicht unterwegs übernachten muss.
Insgesamt bedeutete das, dass ich laufen musste. Erst vom Parkplatz in die Innenstadt, dann durch alle möglichen Geschäfte und als ich so k.o war, dass ich nur noch nach Hause wollte, waren es noch rund zwei Kilometer Rückweg, natürlich gut bepackt und beladen, da ich tatsächlich verschiedene Sachen gefunden und gekauft hatte. Unter anderem gibt es in der Innenstadt von Münster einen Oxfam Laden, der heute auch noch 50 % Rabatt auf alles gab, so dass diese Preise durchaus mit meinem Flohmarkt-Preisgefühl konkurrieren konnten. Blöderweise war dieser Laden ganz am Anfang meiner Einkaufstour, was hieß, ich habe von da an die Einkäufe mit mir rumgeschleppt.
Ich bin zwar sehr zufrieden mit meinen Einkäufen, grundsätzlich fand ich den Nachmittag und Abend auch wirklich sehr nett, aber wenn die Folge so eines Ausflugs ist, dass ich anschließend auf dem Sofa schlafen muss, weil ich es nicht mehr in die erste Etage schaffe, wo mein Bett steht, dann ist der Ablauf so eines Ausflugs insgesamt noch verbesserungswürdig.
Morgen wollen wir Wellness machen, K. hat schon Massagetermine gebucht und Tageskarten für die Sauna bestellt, ich hoffe, danach bin ich wieder einigermaßen einsatzfit
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Geweckt wurde ich heute von meinem Wecker, was als solches schon etwas Besonderes ist, denn üblicherweise verweigere ich das Weckerstellen und vertraue darauf, dass ich schon irgendwann aufwachen werde, was natürlich dazu führt, dass ich manche Tage erst nach 9h beginne.
Das wäre heute schlecht gewesen, denn ich wollte um 10.30h die Fähre kriegen und um 8h wollte der Installateur kommen, und den Versicherungsmenschen musste ich auch noch anrufen und dazu bewegen, dass er möglichst früh kommt, damit eben alles, was noch vor Ort auf der Insel erledigt werden musste auch bis 10.15h erledigt war, denn zu dem Zeitpunkt muss ich spätestens das Haus verlassen, wenn ich die Fähre kriegen will.
Also habe ich mir den Wecker auf 6.45h gestellt und mich nach dem Klingeln mühsam aus dem Bett gequält. Die letzten Tage waren rein körperlich ungewohnt anstrengend gewesen, das viele Putzen, Wischen, Laufen und Räumen bin ich nicht gewohnt, am liebsten wäre ich jetzt erstmal zwei Tage komplett im Bett geblieben.
Hilft aber ja nix, also Kaffe kochen (auch das musste ich ungewohnterweise ganz alleine und selber machen, denn K. war nicht da) was das Aufstehen noch mal extra erschwerte, dann aufstehen, duschen anziehen - gegen 7.45h war ich fertig und begann im Schlafzimmer aufzuräumen. Wenn ich das eine Haus verlasse, um die nächste Zeit wieder in dem anderen Haus zu wohnen, dann gebe ich mir immer einigermaßen viel Mühe, es möglichst aufgeräumt und ordentlich zu hinterlassen, weil ich es schrecklich finde, nach längerer Abwesenheit in ein Haus zu kommen, in dem es aussieht, als hätte sich der Teufel zerrissen.
Gegen 8.15h waren die Installateure da, haben das Trockengerät entleert, oben die Abdeckung wieder vor den Spülkasten geschraubt und dann haben wir gemeinsam besprochen, wie es weitergeht. Wir werden versuchen, eine Rohrheizung einzubauen, irgendwie muss man diesen dauernden Rohrbrüchen wegen eingefrorener Leitungen doch Herr werden können.
Der Versicherungmensch kam auch, beschaut das kaputte Rohr, jetzt ist die Schadensmeldung unterschrieben und raus, der Bautrockner läuft frisch entleert wieder auf Hochtouren, dann ist es 10.15h, ich drehe das Wasser ab (ab sofort ist das in die Standardroutine der Abreise fest eingebaut), schreibe die Zählerstände auf und gehe zur Haltestelle.
Die Fährabfahrten werden auf Borkum ja immer "ab Bahnhof" genannt, die Fähre um 10.30h fährt tatsächlich erst so gegen 11h ab - aber der Zubringerzug zur Fähre, der fährt um 10.30h am Bahnhof ab und ist um 10.35h an der Haltestelle Jakob-van-Dyken-Weg, wo ich einsteige.
Ich bin pünktlich an der Haltestelle und freue mich, dass alles so gut geklappt hat.

Dann fährt vorne ein Bus lang und ich komme auf die kluge Idee, mal auf die Anzeigetafel zu schauen: der Zubringerzug fällt aus, stattdessen Einstieg heute an der Bushaltestelle. Mit einem gewaltigen 200m Sprint erreiche ich noch den Bus und breche erschöpft zusammen - so war das nicht geplant.
Die Temperaturen sind gewaltig gestiegen, schon am Morgen sind es +5°C, aber der Hafen ist noch voll Eis.

Auf der Fähre gebe ich meinen Rucksack in die Obhut einer ehrlich guckenden Familie und gehe hoch auf Deck, um noch mehr Eis zu fotografieren.
Hatte ich am Freitag nicht gemacht, da war es mir draußen schlicht zu kalt, aber heute ist das kein Problem und ich knipse ohne Ende Eisbilder.
Aber auch +5°C sind noch nicht so kuschelig, dass ich die gesamte Überfahrt an Deck verbringen möchte, als wir an der Fischerbalje sind, bin ich schon wieder unter Deck und knipse den Leitdamm noch schnell durchs Fenster.

In Eemshaven muss ich mein Auto aus dem Parkplatz freikaufen, die Holländer stellen daneben Schilder auf, um auf die Int. Dollard Route hinzuweisen - bei den Preisen fürs Parken bin ich der festen Überzeugung, sie haben das hintere d zu viel drangehangen.
Auf der Fahrt Richtung Münster wird es konstant wärmer, das schönere Wetter gibt es aber im Rückspiegel

Die Fahrt selber geht schnell und stockungsfrei, um halb zwei habe ich schon dreiviertel der Strecke hinter mir, aber noch knapp eine Stunde Fahrtzeit vor mir. Die letzten 50km sind nur Stadtverkehr.

Gegen 15h bin ich im Büro und überrasche die Kollegen, weil ich mich ja eigentlich abgemeldet hatte, aber morgen bin ich auch den ganzen Tag unterwegs, da wollte ich wenigstens die Post ansehen und zwei-drei Dinge unterschreiben und rausschicken, von denen ich wusste, dass sie fertig sind und warten.
Gegen 20.15h packe ich dann endgültig zusammen, fahre noch an der Tankstelle vorbei und tanke voll - 32l bzw. 42 € für einmal Eemshaven und zurück (und nein, ich habe keinen Diesel), Zug fahren wäre deutlich teurer gewesen, kein Wunder, dass die Bahn immer noch Minus macht.
Zuhause wärme ich mir die aus Borkum mitgebrachten Essensreste, hole mir ein Bier dazu, sortiere die Fotos des Tages und beginne diesen Bericht
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Ein Problem war das Wasserbett von J., denn es stand genau unter der Stelle, wo das meiste Wasser aus der Decke schoss, es wurde auf die Art zu einem echten Wasserbett, was aber auch entsprechend kompliziert ist, wenn man es wieder trocken legen will. Denn zu dem Zweck musste die Wasserbettmatratze geleert werden und das geht nur mit Pumpe. Der Installateur hatte keine und sonst kannte ich auch niemanden, bei dem ich mir eine Pumpe hätte leihen können, allerdings besitze ich selber eine, die stand aber leider grade in Greven.
Dort war aber auch K., denn der liegt seit einer Woche mit
Als wir heute morgen telefonierten und ich mein Pumpenproblem erläuterte, beschloss er kurzfristig, mir die Pumpe mal eben zu bringen, er wäre nämlich schon wieder fast gesund, auf alle Fälle gesund genug, um mal eben mit dem Flieger nach Borkum zu kommen, um das Wasserbett abzupumpen.
Und so geschah es.
Gegen 14h kam er mit der Pumpe im Gepäck auf Borkum an, gegen 16.20h hatten wir die Matratze abgepumpt, das Bett abgebaut, alles dadrunter und drumherum trockengelegt und K. wieder zum Flugplatz gebracht. (Hier war ich sehr froh, dass der Onkel so geduldig Taxi spielt, ich habe mein Auto nämlich in Eemshaven stehen gelassen, weil ich dachte, für ein Wochenende muss ich das nicht extra mitnehmen.)

Mittlerweile war übrigens auch der letzte Teil der Wasserleitung, der gestern noch immer eingefroren war und die Toilettenspülung außer Funktion setzte, wieder aufgetaut, ohne dabei größere, weitere Schäden zu verursachen, jetzt funktioniert wieder alles im Haus, nun müssen wir nur noch renovieren und aufräumen und die Wasserleitungen besser isolieren (oder eine Wasserleitungsheizung basteln.)

Im übrigen bleibt es natürlich spannend, was die Versicherung dazu sagt, ganz billig wird dieser Schaden wohl nicht werden.
Ich bin also heute nicht aufs Festland gefahren, sondern hoffe, dass ich morgen früh die Fähre bekomme, wenn Installateur und Versicherungsmensch morgen früh rechtzeitig da sind, damit wir besprechen können, wie es weitergeht, könnte das klappen. Sonst eben erst Dienstag.
Ansonsten kann ich noch von den Orangen erzählen, weil ich mich hier auch darüber gefreut habe, wie gut das auskam.
Ich bin Freitag ja ohne frischen Lebensmittelproviant hier angekommen, da ich das Auto auf dem Festland gelassen habe, denn wenn ich zu Fuß auf die Fähre gehe und vom Hafen mit dem Zug weiterfahre, dann muss ich den letzten Kilometer bis nach Hause laufen und dann habe ich üblicherweise wenig Lust, auf dieser Strecke auch noch schwere Kühltaschen zu schleppen.
Deshalb habe ich einfach den Kühlschrankinhalt in greven gelassen und als ich hier ankam, bin ich mit dem Fahrrad einkaufen gefahren, ist allemal bequemer, als den Kram zu Fuß zu schleppen.
Lidl hat ja wieder geöffnet, alles ist also wie immer und außer ein wenig Gemüse und Brötchen wollte ich auch Orangen haben, frisch gepresster Orangensaft gehört bei mir traditionell zu einem entspannten Wochenende.
Das normale zwei Kilonetz Orangen kostete aber 2,99€, was ich arg teuer fand, letzte Woche gab es die noch für 1,49€, 100% Preisaufschlag fü+hrt bei mir zur Verweigerung. Dann entdeckte ich aber die Bioorangen, die ich normalerweise komplett ignoriere, weil üblicherweise ja noch viel teurer. Diesmal waren die aber im Angebot, ein Kilo Bioorangen = vier Stück für 1,29€.
Perfekt, erstens brauche ich ja auch nur für mich alleine und für zwei Tage nicht mehr und zweitens waren die auch im Kilopreis günstiger als die normalen Orangen. Seltsame, verkehrte Welt, aber soll mir recht sein.
Und dann waren diese Bioorangen auch noch so ergiebig, wie ich es selten erlebt habe
Nach anderthalb Orangen war mein Glas schon randvoll

ich habe mich richtig ausgiebig über diese Orangen gefreut, die im übrigen auch noch außergewöhnlich lecker waren.
So, und zum Schluss noch ein paar Bilder vom Strand, die ich gestern wegen Erschöpfung nicht mehr gepostet habe, aber während zu Hause das Rohrbruchdrama seinen Lauf nahm, lief ich zunächst ja noch fröhlich am Strand rum und freute mich über das schöne Wetter und die Tatsache, dass ich ganz alleine unterwegs war und kein Westfalenmann mir ständig erklärte, ich würde mir die Schuhe ruinieren und ich solle da nicht langlaufen, so dass ich mir mit viel Spaß die Schuhe ruinierte, denn selbstverständlich hätte er recht gehabt, wenn er dabei gewesen wäre, der aufgespülte Sand sieht nur obenrum fest aus, wenn man drauftritt, sinkt man aber knöcheltief ein und faszinierenderweise war unter dem Sand dann wieder Schnee. Das hätte ich natürlich nie entdeckt, wenn mich jemand rechtzeitig genug zurückgepfiffen hätte. Hat sich also gelohnt.

Und natürlich der Leuchtturm, immer wieder, hiervon kriege ich ja nie genug

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Durch den Extratag im Bett gestern war ich heute Morgen angenehm ausgeschlafen und deshalb auch tatsächlich bereit für einen Samstag relativ früh aufzustehen, es ist aber auch immer noch viel zu tun.
Hauptsächlich habe ich mich heute mit der Erstellung der Steuererklärungen für 2014-2016 und dem "Feinmachen" der Bilanzen für die entsprechenden Jahre beschäftigt. Sollte man nicht meinen, aber nur für so "Klimperkram" ist auch fast wieder ein kompletter Tag draufgegangen.
Die Bilanzen waren ja letzte Woche schon fertig, was aber nur bedeutete, die finalen Zahlen waren ermittelt. Was noch fehlte war das Zusammenstellen aller wesentlichen Erläuterungen zu den Zahlen, das Formatieren und optische Aufbereiten aller Bilanzen und der damit in Zusammenhang stehenden Papiere und eben die Steuererklärungen.
Und als das alles fertig war, musste der ganze Klimbim noch zweimal ausgedruckt, sortiert und abgeheftet werden, mit den Unterlagen bis 2016 für die erste Gesellschaft bin ich grade fertig geworden. Jetzt fehlt nur noch das Begleitschreiben und der Einspruch, dann wäre Firma 1 erst mal maximal à jour.
Morgen dann noch die zweite Gesellschaft und die Anmeldung der dritten Firma, auf die wir seit 2018 alles übertragen haben.
Und wenn das alles raus und abgeschickt ist, mache ich siebenundzwanzig Kreuze, es war wirklich eine zähe Geschichte.
K. hat derweil heute seine eigenen Unterlagen sortiert. Nach außen wirkt er immer so ordentlich, diszipliniert und selbstverständlich - nach innen besteht sein Papierleben aus einem deutlich größeren Durcheinander als meines, ich bin immer ganz erschüttert, wenn ich sehe, was für ein Chaos er da regelmäßig mit seinen Unterlagen veranstaltet. Aber so hat halt jeder seine Schwerpunkte.
J. hat mittlerweile alle Klausuren im letzten Schulhalbjahr geschrieben - jetzt muss er nur noch die Abiturklausuren schreiben und dann ist das Thema Schule auch für ihn endlich passé.
Im Moment läuft es wohl ganz gut, am meisten Spaß hatte er an der Deutschklausur, für die er mit 15 Punkten auch schon das Ergebnis kennt, was selbstverständlich unschlagbar gut ist, aber am meisten freut ihn, dass sein Plan aufgegangen ist. Er hatte aufgrund der Hinweise der Lehrerin nämlich eine ziemlich genaue Ahnung, welches Thema drankommen wird und ist deshalb zu einem der Deutschcracks gegangen, die letztes Jahr Abiturgemacht haben, (mit denen war er bis vor drei Jahren ja noch in einer Klasse und ist jetzt nur ein Jahr hinter, weil er ja ein Jahr in Kanada war). Auf alle Fälle hat er den "Germanistikstar" aus seiner früheren Klasse, von dem er weiß, dass der immer und grundsätzlich nur 15 Punkte in Deutsch geschrieben hat, gebeten, ihm seine Klausur, die er selber letztes Jahr zu genau dem gleichen Thema geschrieben hat, zu kopieren. (Die Lehrerin scheint, was die Themenauswahl angeht, nicht wirklich kreativ zu sein.) J. hat dann die Meisterklausur aus dem letzten Jahr einfach auswendig gelernt. Und zack - auch dieses Jahr gab es dafür 15 Punkte. Ich finde, dass J. sich die Punkte schon wegen seiner genialen Strategie verdient hat.
Ein weiteres Highlight des Tages war K.s erfolgreiche Kontaktaufnahme mit Unitymedia. Er hat es tatsächlich geschafft, dort jemanden ans Telefon zu bekommen - und die haben jetzt versprochen, dass am Montag ein Techniker rauskommt. Wenn es dem dann gelingt, den Fehler, der zu diesen dauernden Internetverbindungslöchern führt, zu finden und abzustellen - das wäre schon genial
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Immerhin fanden die Termine nicht gleichzeitig statt, sondern der eine heute Mittag und der andere am Abend.
Da es bei solchen Veranstaltungen immer etwas zu essen gibt, hatte ich heute also einen Dauerschlemmertag, vier Gänge zum Mittagessen und gleich sechs am Abend, davon habe ich dann aber zwei ausfallen lassen, ich habe tatsächlich nicht mehr geschafft.
Die Vorträge waren ebenfalls sehr interessant, teilweise widersprüchlich, aber genau das macht ja das Spannende bei der Beurteilung der Kapitalmärkte aus und jeder, der auf diesem Feld tätig ist, muss sich selber eine Meinung bilden.
Zwischen diesen Veranstaltungen noch fix ein entscheidendes Strategiegespräch mit dem allerobersten Chef aus dem Mutterhaus, insgesamt ein sehr feiner und erfolgreicher Tag, morgen und übermorgen stehen dafür die zwei unangenehmen Zahnarzttermine auf dem Plan, ich hoffe, es wird nicht zu schlimm
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Heute Abend haben wir die Unterlagen für 2016 und 2017 sortiert, denn für diese Jahre gab es gar keine Buchhaltung mehr. Da es sich von der Menge der Bewegungen aber auch im überschaubaren Rahmen hielt, habe ich mir da nicht so viele Gedanken drum gemacht.
Fasziniert war ich dann davon, dass K. so ein komplett anderes Ablagesystem präferiert als ich. K. war nämlich ab 2016 für die Bankkonten dieser Firmen zuständig, d.h. er hat sich um die Überweisungen gekümmert und die Abrechnungen erstellt. Wie gesagt, es war nicht viel, aber auch wenn es nur 25 Bewegungen gab, sucht man doch erstaunlich lange, wenn man die Belege nicht sofort hinter den Kontoauszügen abheftet.
Für mich ist das derart selbstverständlich, dass ich jeden Beleg immer hinter den Kontoauszug hefte, auf dem er bezahlt wurde, denn dann findet man ihn am allereinfachsten wieder, wenn man ihn sucht, dass ich gar nicht auf den Gedanken gekommen wäre, dass das jemand nicht macht.
Aber nun ja, ist ja alles wieder aufgetaucht (fast alles, ein Kontoauszug fehlt, sowas finde ich auch immer schräg), ich habe alle Bewegungen auf den Bankkonten geklärt und einsortiert, jetzt muss ich nur noch alles zu einer Bilanz zusammenstellen, da es aber kaum noch Forderungen oder Verbindlichkeiten gibt, ist das wirklich kein Hexenwerk mehr.
Ich hoffe, morgen ist das dann endgültig erledigt
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