Ich dagegen finde sehr wohl, dass es schlechtes Wetter gibt, was auch durch passende Kleidung nicht besser wird und bleibe dann lieber drinnen.
Heute war aber tatsächlich wunderschönes Wetter, zumindest ab 12h. Bis dahin war es noch recht kühl, aber dann wurde es angenehm warm.
Mir passte das vor allem deshalb sehr gut ins Konzept, weil ich drei Maschinen Wäsche waschen musste, unter anderem habe ich auch meine eigene Bettwäsche gewaschen, und da ist es schon prima, wenn die Wäsche 2 Stunden nachdem man sie draußen aufgehangen hat schon wieder trocken ist, D.h., ich konnte die Bettwäsche sofort wieder aufziehen Und sie duftet jetzt wunderbar nach frischer Luft.
Außerdem haben wir die dringend notwendigen Gartenarbeiten erledigt, das Kräuterbeet ist jetzt komplett gesäubert und bereit für den Frühjahrsansturm der bereits frisch austreibenden Kräuter, die Hortensien sind gesäubert und zurückgeschnitten und alle Beete sind entunkrautet und geharkt. Am Zaun zum Nachbarn sind Himbeeren gepflanzt, ich werde jetzt Obstbauer.

Dann haben wir einen kurzen Ausflug die Promenade lang gemacht, obwohl heute Abreise Tag ist und die Insel spürbar leerer geworden ist, war bei diesem Wetter am Strand schon ganz schön was los.
Alle Glasflaschen sind entsorgt, alle Pfandflaschen zurückgebracht, der Müll ist komplett abgeholt, morgen muss ich nur noch hier drinnen ein wenig sauber machen und dann geht es zurück aufs Festland, übermorgen wieder Büro
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Ich gebe mir ja regelmäßig sehr viel Mühe, mich durch ausschweifende Ausführungen selber zu überzeugen, dass es eine total gute Idee und vor allem im Sinne des Erhalts der mentalen Gesundheit sehr lobenswert ist, tagelang im Bett rumzuschlunzen und dabei vorzugsweise nichts zu tun, aber irgendwann ist auch die beste Ausrede mal ausgelutscht und es wird Zeit, sich etwas Neues aus zu denken.
Deshalb habe ich jetzt beschlossen, die Schlunzerei für die nächste Zeit dranzugeben und stattdessen endlich mal die Dinge zu erledigen, die schon seit längerem auf der Abhakliste stehen.
Passend zu den deutlich gestiegenen Temperaturen sind meine Lebensgeister wieder angesprungen. Wir hatten heute über 15°C draußen, ich konnte also ohne die bisher unvermeidbare, arktische Vermummung und mit offener Jacke über die Insel radeln, oder umgekehrt ausgedrückt: passend zu meinem Aktivitätsdrang brach auch draußen der Frühling aus, das war schon alles sehr fein.
J. hat morgen wieder Schule, er musste also heute wieder ins Internat zurückfahren und hatte sich für die erste Fähre entschieden, damit er nicht so spät abends noch unterwegs ist. Ich habe also zunächst J. zur Fähre gebracht, dann bin ich zu meinem Versicherungs-vertreter gefahren, um die Police für das neu gekaufte Haus endlich ausfertigen zu lassen, in dem Zusammenhang habe ich mir auch die Handynummer von dem Gutachter geben lassen, mit dem ich den Wasserschaden für mein eigenes Haus besprechen muss, anschließend habe ich den Trockenbauer angerufen, um ihn zu beauftragen, den Boden zu erneuern (die Decke ist selbstständig abgetrocknet, aber der Fußboden hat immer noch 90 % Restfeuchtigkeit, der muss also komplett neu), dann habe ich eine wohlformulierte E-Mail an den Geschäftsführer der Stadtwerke geschickt, die fast zwei Jahre nach dem Schaden im Haus meines Vaters die Endabrechnung immer noch nicht bezahlt haben. Themenfeld „Versicherung“ also sorgfältig abgearbeitet.
Mittendrin rief der Onkel an, er hat das Gutachten für ein Haus bekommen, was er verkaufen möchte und das muss natürlich besprochen werden.
Als ich am Nachmittag vom Onkel zurückkam, gab es noch ein paar berufliche Telefonate, ich habe meinen E-Mail Eingang der gesamten letzten Woche abgearbeitet und nebenher das Gutachten eingescannt. (So ein popeliger Ein-Blatt-Scanner ist schon eine sehr mühselige Angelegenheit, wenn man ansonsten den Profi-Scanner aus dem Büro gewöhnt ist).
Zum Abendessen habe ich endlich das Frikassee aus dem Huhn gekocht, was ich am Samstag aufgetaut und am Sonntag gekocht hatte, aber seitdem stand die Schale mit dem explodierten Hühnerfleisch im Kühlschrank und es gab keine Gelegenheit, es weiter zu verarbeiten.
J. war etwas knatschig, weil er jetzt nichts mehr abbekommen hat, aber wir hatten die letzten Tage so viel Schlemmeressen, dass einfach kein Platz mehr war für ein einfaches Frikassee.
Als Folge heißt das für mich aber auch, dass es morgen noch mal Frikassee gibt, denn ohne J. als Mitesser, ist natürlich sehr viel übrig geblieben. K. meinte, es gibt Schlimmeres.
Dass dieses Frikassee bei fast allen Leuten, die es je von mir serviert bekommen haben, auf so eine große Begeisterung stößt, fasziniert mich jedes Mal aufs Neue. Für mich ist es ein ganz normales Frikassee, aber für mich ist ja auch unsere Familien-Schwarzwälder-kirschtorte eine ganz normale Schwarzwälderkirschtorte, doch das habe ich immerhin inzwischen begriffen, dass diese Torte im Grunde mit einer normalen Schwarzwälderkirschtorte wenig zu tun hat.
(es gibt diese lustige Geschichte, wo die Kinder von einem Bekannten in einem Café eingeladen waren und gefragt wurden, welchen Kuchen sie am liebsten mögen und natürlich sofort Schwarzwälderkirschtorte gesagt haben. Als ihnen daraufhin ein ganz normales, handelsübliches Stück Schwarzwälderkirschtorte im Café serviert wurde, waren sie sehr entsetzt und haben ausgiebig mit der Bedienung diskutiert, dass das doch wohl ganz bestimmt keine Schwarzwälderkirschtorte sei. War es aber natürlich, sie hatten halt nur noch nie die offizielle Variante dieser Torte irgendwo gesehen.)
So ähnlich muss das mit dem Frikassee sein, das ich routinemäßig herstelle, es scheint der offiziellen Restaurantvariante von Frikassee nicht sehr zu ähneln. Allerdings kann ich das nicht selber beurteilen, denn ich habe noch nie in einem Restaurant Frikassee bestellt. Wer bestellt überhaupt in einem Restaurant Frikassee? Ich meine, wieso sollte man das tun? Ich bestelle in einem Restaurant nur Dinge, die ich sonst nicht zu essen bekomme. Alles, was ich mir problemlos selber kochen kann, muss ich doch nicht in einem Restaurant essen, das finde ich eindeutig rausgeschmissenes Geld
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Heute war ein guter Tag.
Der Tag fing schon damit gut an, dass ich erst um 9.30h wachgeworden bin, ein untrügliches Zeichen dafür, dass ich langsam in den Urlaubmodus umschalte.
K. hat dann Kaffee besorgt und wir haben noch lange gemeinsam im Bett gelegen und Internet gelesen.
Irgendwann fiel mir ein, dass ich ja die Senderliste an dem Fernseher über unserem Bett neu sortieren wollte, wir hatten einen Sendersuchlauf gestartet, weil sich in den letzten drei Jahren wohl doch einiges bei der Kanalbelegung getan hat und mir im Laufe der Zeit einige Sender komplett verloren gegangen waren.
So ein Sendersuchlauf bringt dann zwar wieder alle vorhandenen Sender ans Licht, aber leider auch Unmengen an Müllsendern und vor allem wirft er alles durcheinander.
Ich war noch nie ein großer Fernsehgucker und so lange ich mit CW gelebt habe, habe ich darauf bestanden, dass das Schlafzimmer auf alle Fälle fernsehfreie Zone ist, denn CW guckte mit Vorliebe amerikanische Serien und Actionkram, etwas was ich nie, niemals und noch nicht mal mit geschlossenen Augen in meiner Nähe ertrage.
Seitdem ich mir mein Schlafzimmer aber mit meinem Westfalenmann teile, finde ich es sehr gemütlic,h einen Fernseher vorm Bett zu haben, denn wir haben einen nahezu zu 100% identischen Fernsehgeschmack und vor allem ist es uns beiden nicht so wichtig, dass wir den Fernseher laufen lassen würden, wenn es den andern grade nervt. Unser Fernsehgeschmack ist dabei leicht zu beschreiben: Wir gucken fast ausschließlich nur öffentlich rechtliche Sender und dort auch am allerliebsten Sendungen "ohne Action" oder mit maximal so viel Action wie Wilsberg oder Pater Brown. Tatort haben wir früher noch ganz gerne geguckt, inzwischen sind uns die meisten Folgen zu intellektuell, weshalb wir Tatortgucken fast komplett eingestellt haben. Mit großer Begeisterung gucken wir dafür Büttenwader oder den Tatortreiniger, aber auch wenn es Sendungen gibt, die wir wirklich gerne sehen, so schalten wir den Fernseher doch immer nur dann ein, wenn wir grade daran denken bzw. grade nicht anderes zu tun haben. (oder tun wollen). Sich zu irgendeiner Uhrzeit pünktlich vorm Fernseher einzufinden, weil jetzt irgendein Film kommt - undenkbar. Verweigere ich schon aus Prinzip, da ich Termine im Privatleben nur akzeptiere, wenn es nicht anders geht. Bei Filmen im Fernsehen geht es immer anders - im Zweifel hat man sie halt nicht gesehen und bis heute bin ich noch an keiner verpassten Sendung erkrankt.
Grundsätzlich war mir Fernsehen nie sehr wichtig, aber seitdem ich in den letzten Jahren immer mehr Leute kennengelernt habe, die aus voller Überzeugung sagen "Ich habe keinen Fernseher, ich gucke höchstens Serien auf dem Laptop." - seit dem habe ich begonnen, mir immer mehr Fernseher zu kaufen und sie in jedem Zimmer zu installieren, denn wenn ich gegen irgendetwas enorm allergisch bin, dann ist es jede Art von Mainstream-Lifestyle. In dem Moment wo etwas flächig modern wird, muss ich es leider aufgeben, ich bin sehr leicht zu manipulieren.
Zusammengefasst heißt das, wir haben jetzt viele, verschiedene Fernseher und bei jedem muss die Senderliste anders eingestellt werden. Das ist eine echte Herausforderung, denn ich finde es enorm wichtig, dass die Reihenfolge der Senderlisten zumindest in den ersten 13 Programmen überall gleich ist.
1 - ARD
2 - ZDF
3 - NDR
4 - WDR
5 - One
6 - ZDF Neo
7 - SWR
8 - RBB
9 - BR
10 - HR
11 - MDR
12 - 3 Sat
13 - Arte
14 - ab hier ist egal, wichtig nur: Alle Sportsender und alle Bibelsender müssen gelöscht sein.
Der große Fernseher im Wohnzimmer ist so komfortabel, dass man die Senderliste am PC sortieren und sie dann auf das Fernsehgerät exportieren kann. Der kleine Fernseher vorm Bett ist eher Team "Billiggerät", weshalb dort nach einem Sendersuchlauf alle Sender manuell, einzeln und sehr mühsam verschoben und sortiert werden müssen.
Nun, das habe ich dann heute Vormittag mal zwei Stunden lang gemacht, dabei bin ich natürlich auch auf Sender gestoßen, die ich sonst nie einschalte und hatte viel Spaß mit der Werbung. Wenn man ansonsten wirklich nur die öffentlich-rechtlichen guckt, am PC einen Adblocker verwendet, keine Zeitschriften liest und sich auch sonst nicht viel auf Seiten rumtreibt, wo Werbung eingeblendet wird, dann lebt man auch in der heutigen Zeit relativ werbefrei, was vor allem dazu führt, dass ich die allermeisten Produkte gar nicht mehr kenne bzw. gar nicht auf den Gedanken käme, dass man so etwas braucht.
Richtig heftig wird es dann bei den Einkaufssendern wie QVC o.ä. - davon gibt es ja Massen, es ist wirklich unglaublich. Ich frage mich natürlich, wer so etwas überhaupt guckt, und merke dabei, wie sehr ich mich in meiner Filterblase inzwischen abgeschottet habe.
Da draußen gibt es ein Leben, von dem ich wirklich absolut und überhaupt gar nichts mitbekomme. Das ist gleichzeitig auch ein bisschen unheimlich.
Naja, jetzt ist alles sortiert, da kann ich
Am Nachmittag habe ich dann mein Himbeergelee fertig gekocht, anschließend alle Gläser beschriftet und mich dann dem Problem gestellt, wie ich all die neu befüllten Marmeladengläser nun im Vorratsraum unterkriege (erfolgreich gelöst, es war aber knifflig.)
Als wir gegen 19h mit Essen fertig waren, sind wir noch eine Runde am Strand lang geradelt, das Wetter ist kalt aber trocken.
Am Hauptstrand wurde der Musikpavillon bereits wieder live bespielt, da war richtig was los.

So viel zum Thema Tanzverbot an Karfreitag
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Die vierteljährliche Aufsichtsratsitzung ist mal wieder geschafft, da ist die Stimmung vorher immer leicht angespannt, denn grundsätzlich weiß man ja nie, ob da nicht unerwartet irgendetwas vorgetragen oder gewünscht wird, mit dem man nicht gerechnet hat, deshalb nicht darauf vorbereitet war und mit dem man darum auch nur sehr schlecht umgehen kann.
Ich weiß gar nicht, ob überhaupt schon mal etwas Schreckliches in einer Aufsichtsratssitzung passiert ist, zumindest nicht, seit dem ich an diesen Sitzungen teilnehme und trotzdem meint man immer, es könnte ja sein und ist deshalb sehr froh, wenn sie endlich vorüber sind.
Anschließend war ich noch mal im Büro und habe meinen Arbeitsplatz urlaubsfein gemacht, die papierene Inbox ist auf Null, der Mülleimer dafür recht voll.
Gegen halb fünf fiel mir auf, das es schon 16:30 Uhr ist und ich ja eigentlich noch nach Emsdetten fahren wollte, weil da diese Woche Spezial Werksverkauf bei Emsa ist und ich einen dringenden Bedarf an diesen luft- und wasserdicht erschließenden Frischhalte-Click-Boxen habe.
Also wurden die letzten Aufräumarbeiten im Büro etwas oberflächlicher, ich raffte meinen Computer und meine sonstigen Mitnehmen-Dinge zusammen und fuhr Tanken.
Das fiel mir zum Glück nämlich auch noch ein, denn wenn ich morgenfrüh um 5:00 Uhr los fahre, habe ich bestimmt keine Lust mehr, noch tanken zu gehen.
Von dort weiter nach Emsdetten, um 17:30 Uhr Ankunft beim Werksverkauf ohne Zwischenstopp zu Hause, d.h. in komplettem Aufsichtsrat-Outfit, ließ sich nicht vermeiden.
Der Werksverkauf hat sich mal wieder gründlich gelohnt, ich besitze jetzt Frischalteclipdosen für eine mindestens zwölfköpfige Familie, viel hilft viel.
Ich besitze jetzt aber auch eine neue Metallkasserolle, ich überlege, ob ich da nun vorsichtshalber irgendwie: „Achtung, Küchenzubehör, nicht wegwerfen!“ einritze, aber K. meint, er hätte es gelernt. Nun, wir werden sehen.
Hier zu Hause habe ich dann angefangen, alles zusammenzuräumen, was ich mitnehmen will nach Borkum, da ich alleine im Auto unterwegs bin, ist ja reichlich Platz.
Außerdem habe ich noch eine Maschine Wäsche angeworfen und die Spülmaschine gestartet, ich hoffe K. & J. hinterlassen das Haus hier einigermaßen ordentlich, wenn sie Sonntag nachkommen
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Im Januar fand der Onkel ein altes Sparbuch von sich, hier war die letzte Eintragung aus dem Jahr 2000, also noch in DM, und da es Bank, bei der dieses Sparbuch geführt wurde, auf Borkum nicht gibt, gab er mir das Sparbuch mit, ich solle auf dem Festland mal zu der Bank sehen und schauen, wie ich an das Geld komme.
Zufällig waren beide Sparbücher von derselben Bank und heute bin ich endlich mal in Münster in die Filiale gegangen, um dort die Sparbücher zu präsentieren und wenn möglich so viel wie geht gleich bar abzuheben.
Aber was Sparbücher angeht, hat sich die Bankenwelt wohl gründlich verändert. Erstens ist es plötzlich so, dass nur der eingetragene Eigentümer abheben darf und dazu muss er persönlich erscheinen. Eine Vollmacht kann erteilt werden, aber dazu muss der eingetragene Eigentümer auch persönlich in der Bank erscheinen.
Im Fall von CW ist das ein Problem, denn der ist verbrannt und im Fall des Onkels ist es ein Problem, weil der auf Borkum sitzt und eben nicht mal einfach so bei dieser Bank vorbeikommen kann. Und für so einen kleinen Betrag wie 100 € lohnt es sich auch eindeutig nicht, deshalb extra aufs Festland zu fahren.
Insgesamt bin ich also ziemlich unerledigter Dinge wieder gegangen und ärgere mich jetzt schon die ganze Zeit vor mich hin, weil ich das alles sehr blöde finde, aber noch keine Idee habe, wie ich das lösen könnte
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Zwar nicht sehr lange ganz draußen, im Sinne von draußendraußen, sondern vor allem draußen im Sinne von lange im Auto draußen rumfahren, dann an einem relativ weit weggen Ort Leute für eine Besprechung treffen, dann noch verschiedene andere Locations anfahren, besichtigen und in Läden einkaufen, wo ich noch nie war. (das war der schönste Teil.)
Das Wetter bestand heute aus einem strahlend blauen Himmel und wenig Wind - ideales Fliegerwetter und es war auch reichlich Verkehr in der Luft. Mich faszinierten dabei die Kondensstreifen, die die Flieger hinterließen, denn wenn man manche Streifen so anguckt, hat man das ungute Gefühl, einige Piloten fliegen Schlangenlinien oder zuppeln ab und zu unkontrolliert am Steuerhorn rum, weil in einem ansonsten graden Kondensstreifen plötzlich ein seltsamer Zacken ist. Es gibt aber auch Kondensstreifen, da fehlt mittendrin ein Stück - Motoraussetzer? Dann wieder gibt es einen Kondensstreifen, der nur ganz klitzekurz ist - wo mag da der Rest hingekommen sein?
Und manchmal sieht es so aus, als ob zwei Flieger nebeneinander im Formationsflug unterwegs waren, ich war auf alle Fälle heute gut damit beschäftigt, mich als Fährtenleser am Himmel zu betätigen.
K., mein trockener Westfalenmann kommt mir jetzt mit irgendwelchen seltsamen physikalischen Erklärungen, ich glaube, die möchte ich gar nicht hören, ich finde meine Theorien alle viel spannender.
Das hauptsächliche Ziel meines heutigen Ausflugs war der zweithöchste Berg Nordrhein-Westfalens, dort hatte ich eine berufliche Besprechung, und wenn man schon mal da oben ist, dann kann man ja auch wenigstens einmal kurz durch die Landschaft wandern, da liegt schließlich tatsächlich immer noch ein bisschen Schnee und bei diesem strahlenden Sonnenschein macht es selbst mir Spaß, tatsächlich richtig draußen rumzulaufen.

Auf dem Rückweg habe ich dann noch einen Abstecher zu Sockenfalke gemacht - die haben einen ziemlich attraktiven Werksverkauf in Schmallenberg, sagen wir mal so: Es hat sich gelohnt.
Schmallenberg ist überhaupt ein richtig hübsches Städtchen, das gefiel mir gut, ansonsten ist mir das Sauerland aber entschieden zu holländisch und mit Bergen habe ich es ja eh nicht so
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Bis mittags lagen wir einfach gemütlich im Bett und ich habe immerhin die Hälfte der offenen Beiträge in meinem feedreader nachgelesen.
Dann habe ich die Dusche geschrubbt und mich anschließend angezogen. Dann wollte ich die Pilling-Fusseln von einem Pullover wegrasieren und war dabei mal wieder so ungeduldig, dass ich ein Loch reingeschnitten habe. Über so etwas kann ich mich maßlos ärgern, weil es komplett meine eigene Schuld ist und ich vorher wusste, dass so etwas passieren kann, denn es war ja nicht das erste Mal.
Nachdem ich mich wieder abgeregt habe, habe ich Nähzeug geholt und weil ich dann grade dabei war, die sonstigen, wartenden Nähsachen auch gleich erledigt.
K. hat derweil im Garten erst die Kletterrose und dann den Bambus zurückgeschnitten und die herumfliegenden Blätter zusammengeharkt.
Weil die Biotonne schon durch die Rosenäste randvoll war, kamen wir auf die Idee, den Rest einfach zu verbrennen und dabei endlich die Feuerschale einzuweihen.
Tolles Ergebnis, dieser Feuerkorb zieht wie Teufel, macht richtig Spaß, damit zu zündeln.

Beim Wurschteln im Garten haben wir auch die neuen Nachbarn kennengelernt, die demnächst neben uns einziehen werden, es folgte eine spontane Kaffee-Einladung und das gute Gefühl, künftig sehr nette Nachbarn zu bekommen.
Außer drei Maschinen Wäsche und einem gesaugten Erdgeschoss habe ich zwar nicht mehr von meinem „dashausmussendlichmalwiedergründlichgeputztwerden-Plan“ geschafft, aber trotzdem fühlt es sich an wie ein guter Tag
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Ich war heute nämlich in der Stadt und Teufel auch ist das anstrengend.
Als ich so gegen 16:00 Uhr im Büro von einer akuten Unlustwelle überrollt wurde, habe ich kurzerhand meine Sachen zusammengepackt, aber statt einfach nach Hause zu fahren, kam ich auf die Idee, ich könnte ja auch mal in die Stadt fahren.
Ich glaube, ganz allein einfach so in die Stadt gefahren, bin ich überhaupt noch gar nie. Wenn ich in die Stadt fahre, ist meistens irgendein Besuch dabei. Besucher von auswärts sind ja regelmäßig der festen Überzeugung, Münster wäre eine faszinierende Stadt und müssen deshalb unbedingt dahin fahren.
Ich kann das nicht wirklich beurteilen, also das mit der Faszination, da ich Städte durchgängig schrecklich finde. Zu groß, zu voll, zu laut, zu eng, überhaupt zu alles weshalb ich in aller Regel keinen Sinn darin sehe, mich in diese Menschenmengen zu stürzen.
Ich gehe zwar gerne Einkaufen, aber mit meinem seit fast 30 Jahren auf Flohmärkten antrainierten Preisgefühl, ist es für mich ziemlich aussichtslos, in normalen Geschäften etwas zu finden, was mir Spaß macht, zu kaufen.
Trotzdem war mir heute nach „ich fahr mal in die Stadt und guck mal, was es da so gibt.“
Die erste Erkenntnis war dann allerdings die Erfahrung, was es in der Stadt nicht gibt, nämlich Parkplätze. Meine Güte ist das ätzend, bis man in Münster einen Parkplatz gefunden hat, der noch so weit in fußläufiger Entfernung zur Innenstadt liegt, dass man nicht unterwegs übernachten muss.
Insgesamt bedeutete das, dass ich laufen musste. Erst vom Parkplatz in die Innenstadt, dann durch alle möglichen Geschäfte und als ich so k.o war, dass ich nur noch nach Hause wollte, waren es noch rund zwei Kilometer Rückweg, natürlich gut bepackt und beladen, da ich tatsächlich verschiedene Sachen gefunden und gekauft hatte. Unter anderem gibt es in der Innenstadt von Münster einen Oxfam Laden, der heute auch noch 50 % Rabatt auf alles gab, so dass diese Preise durchaus mit meinem Flohmarkt-Preisgefühl konkurrieren konnten. Blöderweise war dieser Laden ganz am Anfang meiner Einkaufstour, was hieß, ich habe von da an die Einkäufe mit mir rumgeschleppt.
Ich bin zwar sehr zufrieden mit meinen Einkäufen, grundsätzlich fand ich den Nachmittag und Abend auch wirklich sehr nett, aber wenn die Folge so eines Ausflugs ist, dass ich anschließend auf dem Sofa schlafen muss, weil ich es nicht mehr in die erste Etage schaffe, wo mein Bett steht, dann ist der Ablauf so eines Ausflugs insgesamt noch verbesserungswürdig.
Morgen wollen wir Wellness machen, K. hat schon Massagetermine gebucht und Tageskarten für die Sauna bestellt, ich hoffe, danach bin ich wieder einigermaßen einsatzfit
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Geweckt wurde ich heute von meinem Wecker, was als solches schon etwas Besonderes ist, denn üblicherweise verweigere ich das Weckerstellen und vertraue darauf, dass ich schon irgendwann aufwachen werde, was natürlich dazu führt, dass ich manche Tage erst nach 9h beginne.
Das wäre heute schlecht gewesen, denn ich wollte um 10.30h die Fähre kriegen und um 8h wollte der Installateur kommen, und den Versicherungsmenschen musste ich auch noch anrufen und dazu bewegen, dass er möglichst früh kommt, damit eben alles, was noch vor Ort auf der Insel erledigt werden musste auch bis 10.15h erledigt war, denn zu dem Zeitpunkt muss ich spätestens das Haus verlassen, wenn ich die Fähre kriegen will.
Also habe ich mir den Wecker auf 6.45h gestellt und mich nach dem Klingeln mühsam aus dem Bett gequält. Die letzten Tage waren rein körperlich ungewohnt anstrengend gewesen, das viele Putzen, Wischen, Laufen und Räumen bin ich nicht gewohnt, am liebsten wäre ich jetzt erstmal zwei Tage komplett im Bett geblieben.
Hilft aber ja nix, also Kaffe kochen (auch das musste ich ungewohnterweise ganz alleine und selber machen, denn K. war nicht da) was das Aufstehen noch mal extra erschwerte, dann aufstehen, duschen anziehen - gegen 7.45h war ich fertig und begann im Schlafzimmer aufzuräumen. Wenn ich das eine Haus verlasse, um die nächste Zeit wieder in dem anderen Haus zu wohnen, dann gebe ich mir immer einigermaßen viel Mühe, es möglichst aufgeräumt und ordentlich zu hinterlassen, weil ich es schrecklich finde, nach längerer Abwesenheit in ein Haus zu kommen, in dem es aussieht, als hätte sich der Teufel zerrissen.
Gegen 8.15h waren die Installateure da, haben das Trockengerät entleert, oben die Abdeckung wieder vor den Spülkasten geschraubt und dann haben wir gemeinsam besprochen, wie es weitergeht. Wir werden versuchen, eine Rohrheizung einzubauen, irgendwie muss man diesen dauernden Rohrbrüchen wegen eingefrorener Leitungen doch Herr werden können.
Der Versicherungmensch kam auch, beschaut das kaputte Rohr, jetzt ist die Schadensmeldung unterschrieben und raus, der Bautrockner läuft frisch entleert wieder auf Hochtouren, dann ist es 10.15h, ich drehe das Wasser ab (ab sofort ist das in die Standardroutine der Abreise fest eingebaut), schreibe die Zählerstände auf und gehe zur Haltestelle.
Die Fährabfahrten werden auf Borkum ja immer "ab Bahnhof" genannt, die Fähre um 10.30h fährt tatsächlich erst so gegen 11h ab - aber der Zubringerzug zur Fähre, der fährt um 10.30h am Bahnhof ab und ist um 10.35h an der Haltestelle Jakob-van-Dyken-Weg, wo ich einsteige.
Ich bin pünktlich an der Haltestelle und freue mich, dass alles so gut geklappt hat.

Dann fährt vorne ein Bus lang und ich komme auf die kluge Idee, mal auf die Anzeigetafel zu schauen: der Zubringerzug fällt aus, stattdessen Einstieg heute an der Bushaltestelle. Mit einem gewaltigen 200m Sprint erreiche ich noch den Bus und breche erschöpft zusammen - so war das nicht geplant.
Die Temperaturen sind gewaltig gestiegen, schon am Morgen sind es +5°C, aber der Hafen ist noch voll Eis.

Auf der Fähre gebe ich meinen Rucksack in die Obhut einer ehrlich guckenden Familie und gehe hoch auf Deck, um noch mehr Eis zu fotografieren.
Hatte ich am Freitag nicht gemacht, da war es mir draußen schlicht zu kalt, aber heute ist das kein Problem und ich knipse ohne Ende Eisbilder.
Aber auch +5°C sind noch nicht so kuschelig, dass ich die gesamte Überfahrt an Deck verbringen möchte, als wir an der Fischerbalje sind, bin ich schon wieder unter Deck und knipse den Leitdamm noch schnell durchs Fenster.

In Eemshaven muss ich mein Auto aus dem Parkplatz freikaufen, die Holländer stellen daneben Schilder auf, um auf die Int. Dollard Route hinzuweisen - bei den Preisen fürs Parken bin ich der festen Überzeugung, sie haben das hintere d zu viel drangehangen.
Auf der Fahrt Richtung Münster wird es konstant wärmer, das schönere Wetter gibt es aber im Rückspiegel

Die Fahrt selber geht schnell und stockungsfrei, um halb zwei habe ich schon dreiviertel der Strecke hinter mir, aber noch knapp eine Stunde Fahrtzeit vor mir. Die letzten 50km sind nur Stadtverkehr.

Gegen 15h bin ich im Büro und überrasche die Kollegen, weil ich mich ja eigentlich abgemeldet hatte, aber morgen bin ich auch den ganzen Tag unterwegs, da wollte ich wenigstens die Post ansehen und zwei-drei Dinge unterschreiben und rausschicken, von denen ich wusste, dass sie fertig sind und warten.
Gegen 20.15h packe ich dann endgültig zusammen, fahre noch an der Tankstelle vorbei und tanke voll - 32l bzw. 42 € für einmal Eemshaven und zurück (und nein, ich habe keinen Diesel), Zug fahren wäre deutlich teurer gewesen, kein Wunder, dass die Bahn immer noch Minus macht.
Zuhause wärme ich mir die aus Borkum mitgebrachten Essensreste, hole mir ein Bier dazu, sortiere die Fotos des Tages und beginne diesen Bericht
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Ein Problem war das Wasserbett von J., denn es stand genau unter der Stelle, wo das meiste Wasser aus der Decke schoss, es wurde auf die Art zu einem echten Wasserbett, was aber auch entsprechend kompliziert ist, wenn man es wieder trocken legen will. Denn zu dem Zweck musste die Wasserbettmatratze geleert werden und das geht nur mit Pumpe. Der Installateur hatte keine und sonst kannte ich auch niemanden, bei dem ich mir eine Pumpe hätte leihen können, allerdings besitze ich selber eine, die stand aber leider grade in Greven.
Dort war aber auch K., denn der liegt seit einer Woche mit
Als wir heute morgen telefonierten und ich mein Pumpenproblem erläuterte, beschloss er kurzfristig, mir die Pumpe mal eben zu bringen, er wäre nämlich schon wieder fast gesund, auf alle Fälle gesund genug, um mal eben mit dem Flieger nach Borkum zu kommen, um das Wasserbett abzupumpen.
Und so geschah es.
Gegen 14h kam er mit der Pumpe im Gepäck auf Borkum an, gegen 16.20h hatten wir die Matratze abgepumpt, das Bett abgebaut, alles dadrunter und drumherum trockengelegt und K. wieder zum Flugplatz gebracht. (Hier war ich sehr froh, dass der Onkel so geduldig Taxi spielt, ich habe mein Auto nämlich in Eemshaven stehen gelassen, weil ich dachte, für ein Wochenende muss ich das nicht extra mitnehmen.)

Mittlerweile war übrigens auch der letzte Teil der Wasserleitung, der gestern noch immer eingefroren war und die Toilettenspülung außer Funktion setzte, wieder aufgetaut, ohne dabei größere, weitere Schäden zu verursachen, jetzt funktioniert wieder alles im Haus, nun müssen wir nur noch renovieren und aufräumen und die Wasserleitungen besser isolieren (oder eine Wasserleitungsheizung basteln.)

Im übrigen bleibt es natürlich spannend, was die Versicherung dazu sagt, ganz billig wird dieser Schaden wohl nicht werden.
Ich bin also heute nicht aufs Festland gefahren, sondern hoffe, dass ich morgen früh die Fähre bekomme, wenn Installateur und Versicherungsmensch morgen früh rechtzeitig da sind, damit wir besprechen können, wie es weitergeht, könnte das klappen. Sonst eben erst Dienstag.
Ansonsten kann ich noch von den Orangen erzählen, weil ich mich hier auch darüber gefreut habe, wie gut das auskam.
Ich bin Freitag ja ohne frischen Lebensmittelproviant hier angekommen, da ich das Auto auf dem Festland gelassen habe, denn wenn ich zu Fuß auf die Fähre gehe und vom Hafen mit dem Zug weiterfahre, dann muss ich den letzten Kilometer bis nach Hause laufen und dann habe ich üblicherweise wenig Lust, auf dieser Strecke auch noch schwere Kühltaschen zu schleppen.
Deshalb habe ich einfach den Kühlschrankinhalt in greven gelassen und als ich hier ankam, bin ich mit dem Fahrrad einkaufen gefahren, ist allemal bequemer, als den Kram zu Fuß zu schleppen.
Lidl hat ja wieder geöffnet, alles ist also wie immer und außer ein wenig Gemüse und Brötchen wollte ich auch Orangen haben, frisch gepresster Orangensaft gehört bei mir traditionell zu einem entspannten Wochenende.
Das normale zwei Kilonetz Orangen kostete aber 2,99€, was ich arg teuer fand, letzte Woche gab es die noch für 1,49€, 100% Preisaufschlag fü+hrt bei mir zur Verweigerung. Dann entdeckte ich aber die Bioorangen, die ich normalerweise komplett ignoriere, weil üblicherweise ja noch viel teurer. Diesmal waren die aber im Angebot, ein Kilo Bioorangen = vier Stück für 1,29€.
Perfekt, erstens brauche ich ja auch nur für mich alleine und für zwei Tage nicht mehr und zweitens waren die auch im Kilopreis günstiger als die normalen Orangen. Seltsame, verkehrte Welt, aber soll mir recht sein.
Und dann waren diese Bioorangen auch noch so ergiebig, wie ich es selten erlebt habe
Nach anderthalb Orangen war mein Glas schon randvoll

ich habe mich richtig ausgiebig über diese Orangen gefreut, die im übrigen auch noch außergewöhnlich lecker waren.
So, und zum Schluss noch ein paar Bilder vom Strand, die ich gestern wegen Erschöpfung nicht mehr gepostet habe, aber während zu Hause das Rohrbruchdrama seinen Lauf nahm, lief ich zunächst ja noch fröhlich am Strand rum und freute mich über das schöne Wetter und die Tatsache, dass ich ganz alleine unterwegs war und kein Westfalenmann mir ständig erklärte, ich würde mir die Schuhe ruinieren und ich solle da nicht langlaufen, so dass ich mir mit viel Spaß die Schuhe ruinierte, denn selbstverständlich hätte er recht gehabt, wenn er dabei gewesen wäre, der aufgespülte Sand sieht nur obenrum fest aus, wenn man drauftritt, sinkt man aber knöcheltief ein und faszinierenderweise war unter dem Sand dann wieder Schnee. Das hätte ich natürlich nie entdeckt, wenn mich jemand rechtzeitig genug zurückgepfiffen hätte. Hat sich also gelohnt.

Und natürlich der Leuchtturm, immer wieder, hiervon kriege ich ja nie genug

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