Samstag, 26. September 2026
Der zweite Tag
anje, 23:22h
Der Nachteil so einer Gruppenreise ist, dass es jede Menge allgemeingültige Standards gibt, die alle normal finden, die nur dummerweise nicht in unserem Leben vorkommen, so dass ich das Gefühl habe, ständig Dinge tun zu müssen, die ich eigentlich nicht so will.
Es geht schon damit los, dass der Rest der Welt den Tag mit einem Frühstück beginnt und dass es deshalb nicht nur unabwählbar im Hotelpreis enthalten ist, sondern dass sich dort auch alle treffen, um fröhlich schnatternd den Tag zu beginnen.
Das ist so ziemlich das Gegenteil dessen, was ich freiwillige mache.
Mein Tag beginnt erstens ohne Aufstehen und zweitens ohne Geschnatter, sondern mit einer Tasse Kaffee, die mir jemand ans Bett bringt, wo ich mich dann ungestört und leise damit beschäftigen kann, die Systeme hochzufahren. Das ist seit über 35 Jahren mein fester Rhythmus und es fällt mir zunehmend schwer, das zu ändern.
Außerdem frühstücke ich nicht. Ich habe fast nie vor mittag Hunger - und warum soll ich etwas essen, wenn ich keinen Hunger habe?
Wenn man Teilnehmer einer Gruppenunternehmung ist, ist so ein abstruser Tagesbeginn nicht umsetzbar.
Im Hotelzimmer gab es keinen Kaffee, ich musste also mit akutem Koffeinentzug aufstehen und mich anziehen.
Im Hotel-Frühstückssaal gab es ein extrem umfangreiches Buffet, das quasi alles bot, was man sich theoretisch überhaupt als Frühstück vorstellen kann. Optisch war es sehr beeindruckend, geschmacklich allerdings eher neutral. Immerhin schmeckte alles nicht nicht, aber halt auch längst nicht so gut wie es aussah.
Nach dem Frühstück ging es im Laufschritt zum Anleger (weil wir um 9.40h schon da sein mussten und das ist für mich halt schon sehr früh), auf dem Terminplan stand eine gemeinsame Fahrt mit dem Schiff nach Swinemünde. In Swinemünde angekommen liefen die anderen Mitglieder der Gruppe dann zu Fuß wieder zurück zum Hotel, um von dort aus dann mit dem Fahrrad (gemietet) weiter nach Heringsdorf zu fahren, wo irgendwo ein gemeinsames Kaffeetrinken geplant war - als ich den Tagesplan soweit begriffen hatte (er kam nur bruchstückweise bei mir an), verweigerte ich die restliche Teilnahme. 11km Spaziergang wegen Gegend ist nichts, was mich besonders anzieht. Gegend habe ich in meinem Leben ausreichend und spazierengehen war noch nie meine Leidenschaft.
Wir erklärten also, dass wir uns lieber Swinemünde ansehen wollten und nachher mit dem Schiff wieder zurückführen. Laut Schiffsfahrplan fuhr das nächste Schiff zurück drei Stunden später - wir hatten also ausreichend Zeit uns diese eher häßliche, an Plattenbauten reiche und ansonsten ziemlich runtergekommene Stadt auf der polnischen Seite der Insel anzuschauen.
Immerhin haben wir Swinemünde jetzt gründlich besichtigt und müssen das in unserem weiteren Leben nicht noch mal wiederholen.
Die Rückfahrt mit dem Schiff verlief problemlos, wir hatten dann einen starken Drang nach Mittagsschlaf und sagten das gemeinsame Kaffeetrinken ab. Als wir gegen 18.45h von dem Mittagsschlaf erwachten wurde es Zeit fürs Abendessen, diesmal in dem Restaurant auf der Seebrücke Ahlbrücke, wo auch für den Loriotfilm "Pappa ante Portas" gedreht wurde.
Vor dem Restaurant waren viele Menschen damit beschäftigt den Vollmond auf der rechten Seite bzw. den Sonnenuntergang auf der linken Seite der Seebrücke zu fotografieren.

Mich faszinierte vor allem, dass die Sonne hier ja gar nicht im Meer, sondern überm Land untergeht, und dass die Ostsee wahrscheinlich deshalb Ostsee heißt, weil sie im Osten liegt. Da geht die Sonne auf, aber nicht unter.
Mir gefällt die Nordsee besser. Überraschung……
Das Essen in dem heutigen Restaurant heute war nicht so schlecht wie gestern, aber noch weit entfernt von gut, dafür schritt unsere Sozialisierung aber gut voran, wir haben uns lange und ausführlich mit den anderen Vereinsmitgliedern unterhalten und das war ja schließlich der hauptsächliche Sinn der gesamten Aktion
.
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Es geht schon damit los, dass der Rest der Welt den Tag mit einem Frühstück beginnt und dass es deshalb nicht nur unabwählbar im Hotelpreis enthalten ist, sondern dass sich dort auch alle treffen, um fröhlich schnatternd den Tag zu beginnen.
Das ist so ziemlich das Gegenteil dessen, was ich freiwillige mache.
Mein Tag beginnt erstens ohne Aufstehen und zweitens ohne Geschnatter, sondern mit einer Tasse Kaffee, die mir jemand ans Bett bringt, wo ich mich dann ungestört und leise damit beschäftigen kann, die Systeme hochzufahren. Das ist seit über 35 Jahren mein fester Rhythmus und es fällt mir zunehmend schwer, das zu ändern.
Außerdem frühstücke ich nicht. Ich habe fast nie vor mittag Hunger - und warum soll ich etwas essen, wenn ich keinen Hunger habe?
Wenn man Teilnehmer einer Gruppenunternehmung ist, ist so ein abstruser Tagesbeginn nicht umsetzbar.
Im Hotelzimmer gab es keinen Kaffee, ich musste also mit akutem Koffeinentzug aufstehen und mich anziehen.
Im Hotel-Frühstückssaal gab es ein extrem umfangreiches Buffet, das quasi alles bot, was man sich theoretisch überhaupt als Frühstück vorstellen kann. Optisch war es sehr beeindruckend, geschmacklich allerdings eher neutral. Immerhin schmeckte alles nicht nicht, aber halt auch längst nicht so gut wie es aussah.
Nach dem Frühstück ging es im Laufschritt zum Anleger (weil wir um 9.40h schon da sein mussten und das ist für mich halt schon sehr früh), auf dem Terminplan stand eine gemeinsame Fahrt mit dem Schiff nach Swinemünde. In Swinemünde angekommen liefen die anderen Mitglieder der Gruppe dann zu Fuß wieder zurück zum Hotel, um von dort aus dann mit dem Fahrrad (gemietet) weiter nach Heringsdorf zu fahren, wo irgendwo ein gemeinsames Kaffeetrinken geplant war - als ich den Tagesplan soweit begriffen hatte (er kam nur bruchstückweise bei mir an), verweigerte ich die restliche Teilnahme. 11km Spaziergang wegen Gegend ist nichts, was mich besonders anzieht. Gegend habe ich in meinem Leben ausreichend und spazierengehen war noch nie meine Leidenschaft.
Wir erklärten also, dass wir uns lieber Swinemünde ansehen wollten und nachher mit dem Schiff wieder zurückführen. Laut Schiffsfahrplan fuhr das nächste Schiff zurück drei Stunden später - wir hatten also ausreichend Zeit uns diese eher häßliche, an Plattenbauten reiche und ansonsten ziemlich runtergekommene Stadt auf der polnischen Seite der Insel anzuschauen.
Immerhin haben wir Swinemünde jetzt gründlich besichtigt und müssen das in unserem weiteren Leben nicht noch mal wiederholen.
Die Rückfahrt mit dem Schiff verlief problemlos, wir hatten dann einen starken Drang nach Mittagsschlaf und sagten das gemeinsame Kaffeetrinken ab. Als wir gegen 18.45h von dem Mittagsschlaf erwachten wurde es Zeit fürs Abendessen, diesmal in dem Restaurant auf der Seebrücke Ahlbrücke, wo auch für den Loriotfilm "Pappa ante Portas" gedreht wurde.
Vor dem Restaurant waren viele Menschen damit beschäftigt den Vollmond auf der rechten Seite bzw. den Sonnenuntergang auf der linken Seite der Seebrücke zu fotografieren.

Mich faszinierte vor allem, dass die Sonne hier ja gar nicht im Meer, sondern überm Land untergeht, und dass die Ostsee wahrscheinlich deshalb Ostsee heißt, weil sie im Osten liegt. Da geht die Sonne auf, aber nicht unter.
Mir gefällt die Nordsee besser. Überraschung……
Das Essen in dem heutigen Restaurant heute war nicht so schlecht wie gestern, aber noch weit entfernt von gut, dafür schritt unsere Sozialisierung aber gut voran, wir haben uns lange und ausführlich mit den anderen Vereinsmitgliedern unterhalten und das war ja schließlich der hauptsächliche Sinn der gesamten Aktion
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